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  1. #1
    Avatar von PT1303
    PT1303 ist offline geht es endlich wieder gut
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    Böse Behindertengrad je nach Wohnort

    Quelle: derwesten.de


    Studie : Behindertengrad je nach Wohnort

    Wirtschaft und Finanzen, 17.05.2010, Stefan Schulte



    Essen. Gelten Menschen mit den gleichen Beschwerden in Wesel als schwerbehindert, in Duisburg aber nicht? Ob und wie schwer jemand behindert ist, hängt auch von seinem Wohnort ab – davon ist zumindest der Sozialmediziner Dieter Schneider überzeugt.
    Er hat die erste Studie darüber vorgelegt, wie sich die Anerkennung von Schwerbehinderungen nach Auflösung der zentralen Versorgungsämter in NRW 2008 entwickelt hat. Seitdem entscheiden die Städte und Kreise über die Anträge. Die Auswertung der Daten des Statistischen Landesamts, die der WAZ vorliegt, lässt für Schneider nur einen Schluss zu: „Die Auflösung der Versorgungsämter führt zu einer ungleichen Behandlung behinderter Menschen in NRW.”
    Verbände und Beamte hatten davor gewarnt, als das Landesversorgungsamt in Münster und seine elf Zweigstellen zum 31. Dezember 2007 aufgelöst wurden. Eigentlich ist das nicht möglich, es gelten bundesweit identische Kriterien. Und doch ist genau das geschehen, meint Schneider, leitender Gutachter des Bochumer Instituts GIS, das die Folgen von Sozialrechtsänderungen untersucht. Die Kriterien seien zwar gleich, würden aber „unterschiedlich interpretiert”.
    Größter Rückgang in Duisburg

    Auffällig ist, dass einige finanzschwache Kommunen seit 2008 deutlich weniger Schwerbehinderungen an*er*kannt haben als vor der Verwaltungsreform. So steht Duisburg mit einem Rückgang von 6,5 Prozent ganz oben auf Schneiders Rotstift-Liste, gefolgt von Herne (- 3,7). Dortmund hat 1,3 Prozent weniger Anträge anerkannt, Essen und Bochum je rund ein Prozent. Dagegen wurden etwa in Düsseldorf (2,6 Prozent), Wesel (6,6 Prozent) und Viersen (7,8 Prozent) deutlich mehr Schwerbehinderungen an*er*kannt als vor 2008.
    Aus Sicht der GIS-Statistiker sind bereits diese einstelligen Prozentbewegungen „dramatisch” - gemessen daran, dass es in den Jahren vor Auflösung der Versorgungsämter so gut wie keine Veränderungen gab.
    Der Vorwurf, aus Spargründen rigider mit benachteiligten Menschen umzugehen, ist hart. Die Stadt Duisburg weist ihn weit von sich. „Es gibt keine Weisung von mir, besonders restriktiv zu sein. Im Zweifelsfall wird eher für den Betroffenen entschieden”, sagt Reinhard Luderer, Leiter des Duisburger Sozialamts. „Es sind die gleichen Mitarbeiter, die gleichen Verfahren und die gleichen Gutachter. Die Bewertungsstrukturen haben sich nicht geändert”, betont Luderer.
    „Nicht einmal untersucht worden“

    Rechtsbeistand Jürgen Brandt aus Meerbusch macht andere Erfahrungen. Er vertritt einige Mandanten aus Duisburg und stellt fest: „Ich habe seit Auflösung der Versorgungsämter etwa 20 Prozent mehr Fälle aus diesem Bereich.” Der Experte für Schwerbehindertenrecht be*treut derzeit rund 40 Klienten im Streit mit Sozialämtern.
    Einer dieser Klienten war Dirk Thiele, seit zwölf Jahren Diabetiker. Mit 40 Prozent Behindertengrad lag er wie so viele knapp unter der wichtigen 50-Prozent-Grenze, ab der man als schwerbehindert gilt. „Mit den Jahren kamen Bluthochdruck, psychische Beschwerden und ein Halswirbel-Syndrom dazu”, erzählt Thiele. Also beantragte er eine Höherstufung, zumal das Bundessozialgericht 2008 die Anerkennung von Diabetes als Schwerbehinderung erleichtert hatte. Thiele wunderte sich leicht über die erste Ablehnung, etwas mehr über die zweite, und sagte sich irgendwann: „Das lass ich mir nicht bieten.”
    Was ihn am meisten wurmt: „Ich bin in der ganzen Zeit nicht einmal von einem Arzt der Stadt Duisburg untersucht worden. Die haben nur Akten gewälzt.” Mit Brandts Hilfe klagte er gegen die Stadt Duisburg - und gewann. Die 50 Prozent bringen einige Vorteile: Fünf Tage mehr Urlaub im Jahr und die Möglichkeit, zwei Jahre früher ohne Abschläge in Rente gehen zu können, sind die wichtigsten.
    Akten oft unauffindbar

    Laut Anwalt Brandt dauert die Bearbeitung der Anträge auch deutlich länger als früher: „Oft sind die alten Akten verschwunden, zudem fehlen bei den Kommunen Ärzte zur Begutachtung.” Gutachter Schneider hat ähnliche Entwicklungen bereits in Baden-Württemberg festgestellt, das ebenfalls seine Versorgungsämter aufgelöst hat. Er fordert eine einheitliche Bewertung und sieht durch die Zahlen belegt, „dass bei der Bewertung von Behinderungen willkürlich entschieden wird”.
    Das LEBEN soll kein uns GEGEBENER,
    sondern ein von uns GEMACHTER ROMAN sein.
    (Novalis)

  2. #2
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    Hallo Petra,

    danke für die Einstellung des Berichts, ich bin schon länger zu ähnlicher Meinung gelangt, aus eigener Erfahrung, wenn ich sehe wie lange die Bearbeitung meiner Anträge dauert, minimum 6 Monate und dann steht immer der gleiche Senf drin, keine Veränderung zu dem Gutachten von vor 10 Jahren.
    Dann die aktuellen Befunde die mir ja bestätigen, dass ich meinen Beruf nicht mehr ausüben kann eingereicht und trotzdem bin ich zu fit.
    Jetzt noch der Besuch beim med. Dienst von denen, war auch ein Witz, ob ich da war oder Peng.
    Nun warte ich, die Tage müsste ja der Bescheid kommen ich denke, dass es in eine Klage mündet.

    Grüssle
    Karola
    "Es kommt nicht darauf an, mit dem Kopf durch die Wand zu gehen, sondern mit den Augen die Tür zu finden." (Unbekannt)

  3. #3
    Avatar von PT1303
    PT1303 ist offline geht es endlich wieder gut
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    1.084
    Hallo Karola,

    und dann wird gestöhnt, die Sozialgerichte sind so überlastet. In Do soll es wie ich gehörte habe bis zu 1,5 Jahren dauern, bis ein Verfahren entschieden ist. Der erste Termin soll erst nach einem 3/4 Jahr sein.

    Die Hoffnung liegt wohl darin, dass wir aufgeben, sich die Angelegenheit biologisch löst, Hauptsache es werden Kosten gespart, wie ist doch egal.

    LG
    Petra
    Das LEBEN soll kein uns GEGEBENER,
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    (Novalis)

  4. #4
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    Behindertenausweis

    Hallo Ihr drei,

    der o.g. Artikel ist sehr aufschlussreich und interessant.
    Wenn wir, die sowieso schon die A.. karte gezogen haben, was wollen, gibt es doch immer wieder Schreibereien und Aufregungen mit den Ämtern. Wieder ein Widerspruch oder gar eine Klage, was kostet das noch zusätzlich für Nerven. Bei Schmerzmitteln, Tabletten, Tropfen oder Spritzen ist man großzügig, die Pharmaindustrie will ja auch leben, aber bei der Feststellung des GdB, Physiotherapie, Reha usw. geht es doch kaum ohne Widerspruch ab.
    Wir haben ja fast alle mehrere Baustellen und sitzen mehr oder weniger viel freie Zeit in den Wartezimmern der Ärzte.
    Das ist unseren Krankheiten bestimmt nicht zuträglich, aber wenn man was will, heißt es kämpfen.

    Liebe Grüße

    Marianne

  5. #5
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    Mein lieber Freund: da fällt einem ja auch nichts mehr ein!!!!
    Brigitte

  6. #6
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    Danke Petra für den Artikel. Gott sei Dank hat man das in NRW festgestellt, hab ich erst gedacht, aber es ist leider überall so mit der Sparmassnahme.
    Man hat wirklich den Eindruck es wird willkürlich entschieden, oft nach Aktenlage. Untersuchungen finden nicht statt, und wenn bei den ( falschen )
    Überall sind die versorgungsämter " geschrumpft " auch bei uns in Bayern, das ist zusammengeschlossen mit dem Integrationsamt, super Idee. Noch mehr Bürokraten, die noch mehr Unsinn entscheiden, wie die Fälle zeigen die ich kenne. Es sollte vielleicht mal überlegt werden, warum habe wir soviele Kranke und vor allem psychisch Kranke ? Da könnte man sparen, wenn die Gesellschaft wieder ordentlich funktionieren würde....
    Das ist meine persönliche Meinung.
    Gruß Renè aus Bayern

    Ich Kämpfe für die Menschen die wirklich Hilfe brauchen.

    Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser!!.

    Nicht behindert zu sein ist wahrlich kein Verdienst, sondern ein Geschenk das jedem, jederzeit genommen werden kann.
    ( Richard von Weizsäcker )

  7. #7
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    116
    OHNE WORTE!
    Leute, so ist es in Deutschland!!! Und wie immer müssen es die Schwachen und Benachteiligten doppelt ausbaden....
    Danke für den Artikel!
    Zweifle nicht am Blau des Himmels, wenn über deinem Dach dunkle Wolken stehen. (Aus Indien)

  8. #8
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    Moin,

    deswegen werde ich nicht gescheit anerkannt, wohne ja in NRW.

    Nach dem die Kommune abgelehnt hat liegt mein Antrag nun in Münster zur Entscheidung, danach bei nicht dem richtigen bewerten geh ich mit Klage nach Dortmund.

    Vllt. sollte man denen in Münster den Text zukommen lassen, damit die nicht auch noch ablehnen

  9. #9
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    1
    Ja kaum Jemand bestätigt das Gegenteil .Es ist nach Lust und Laune entschieden da die Mitarbeiter der Landesamts nicht mal Ärzte sind.
    Dafür sind aber fürstlich von Steuergeld bezahlt.Üben nachweislich ihre Macht gegen schwer kranken Menschen.
    Gesetze sind doch für juristische Personen (sprich Sachen).Bei Gerichten(privat Handelsfirmen)handelt sich um privat Personen (Richter) ,die über juristische Personen verhandeln.Daher sind die nicht für Menschen zuständig.Alle sogen. Urteile,Beschlusse sind nichtig da es auf ungültige Gesetze beruhen.
    Das Landesamt ist genau wie Amtsgerichte ,STA und alle schein Ämter privat da der Art,15 GVO aufgehoben wurde .
    Es hersche Willkür und damit Menschenrechtsverletzungen!
    Man kann somit nicht weiter .Es kommt vor ,dass private Gerichte ,die in Internationallen Handelsregister upik.de genau wie alle andere schein Ämter registriert sind nicht rechtsfähig sind und daher ihre Entscheidungen Null und nichtig. Somit hersche Willkür .
    Diese alle Beiträge hier deuten darauf !

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