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Anomar (55)
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  1. #21
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    Im neuen Bechterew Journal fand ich den Artikel zum Thema "NSAR-Einnahme regelmäßig oder bei Bedarf?" besonders interessant.
    Entgegen teils anders geäußerter Empfehlungen geht aus der zitierten Studie hervor, dass die Versteifung bei den ständigen NSAR Einnehmern tendenziell stärker fortschritt als in der Gruppe der "nur bei Bedarf"-Einnehmer.

    Nach der Wissenschaft à la Uli liegt das bestimmt daran, dass die "bei Bedarf Gruppe" bestimmt mehr Gymnastik gemacht hat.

    Leider steht dazu nichts im Artikel, aber wenigstens ist die Behauptung "NSAR hilft gegen Versteifung" endlich etwas entkräftet (wobei ich eine Studie mit unter 200 Patienten und dann ohne Berücksichtigung von Gymnastik, Ernährung etc. nicht für sehr aussagekräftig halte)...
    Viele Grüße,
    Gwen

  2. #22
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    Hallo Gwen,
    schön dass du wieder da bist. Tja, fand ich auch sehr unbefriedigend den Artikel.
    Was heisst schon 'hilft'? Bei der alten Studie versteift man bei regelmässiger Einnahme langsamer, bei der neuen wenn man nur bei Bedarf Diclophenac nimmt.
    Ich habe zu Zeiten der alten Studie nur nach Bedarf genommen (um wieder KG machen zu können) und bin bislang noch gar nicht versteift.Oder sooo langsam das ich es jezt für altersbedingt halten könnte.
    Schon merkwürdig warum da nicht nach Bewegung und KG gefragt wurde. Die Mehrkosten bei der Studie wären marginal.Doch im Dienste der Pharmaindustrie? Oder objektiv-wissenschaftlich keine seriösen Ergebnisse zu erwarten, da die Leute nicht glaubhaft antworten und nicht kontrollierbar sind?
    Müssen wir wohl Sieper fragen.
    Was wir von der Reha wissen, die ja bekanntlich meist recht kurz ist, also nicht über 2 Jahre geht, da ist es so ähnlich wie mit den Neujahrsvorsätzen. Die täglichen Bewegungsprogramme tun gut, man fühlt sich viel besser, man nimmt sich vor sie in den Alltag zu integrieren, aber nach ein paar Tagen, Wochen, Monaten intrigiert der Schweinehund, der innere. Man ist und bleibt Opfer der Krankheit, der Reha, des Schweinehunds.
    Ich muss was tun und nicht was mit mir tun lassen. Und wenn es denn gar nicht anders geht muss die Perspektive Hilfe zur Selbsthilfe sein. Mir zeigen was ich selbst tun kann. Irgendwo muss doch dieser Schalter in der Birne zu finden sein. Als Kinder wollten wir uns doch aufrichten und laufen. Die einen brauchten mehr, die anderen weniger Zeit und Hilfe. Wieso sollte das jetzt nicht mehr funktionieren?
    Gruß Uli

    Gelenke, auch axiale, die du täglich eine halbe Stunde bewegst können nicht über Nacht versteifen.
    Es kommt nicht nur drauf an was wir essen sondern auch was wir nicht essen.

  3. #23
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    Hallo Gwen,

    ich habe den Artikel auch mit Interesse gelesen weil ich ja hier immer schreibe dass die Dauereinnahme Versteifungen verhindern kann. Das waren dann bestimmt die beiden Studien mit Butazolidin und Arcoxia, die ja in dem Artikel als pro-Studien erwähnt werden.

    In dieser Studie mit Diclo kam nun das Gegenteil heraus - aber das war nicht signifikant..... Das heißt eigentlich hat die Studie nichts bewiesen. Und da ich nicht weiß wie viele Teilnehmer die alten Studien hatten und wie da die Signifikanz war kann es durchaus sein, dass eigentlich auch diese Studien nicht relevant waren... nichts Genaues weiß man nicht...

    Ich werde auf jeden Fall nicht mehr schreiben dass die Dauereinnahme die Versteifung verlangsamen kann!

    Liebe Grüße

    Lydia
    Lächle in die Welt - und die Welt lächelt zurück!

  4. #24
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    Moin zusammen,

    ich bin ja nun auch ein bei "Bedarf NSAR Nehmer" und fortgeschritten versteift.
    Mein Bruder hat jahrelang dauerhaft Vioxx genommen und hat heute Stress mit dem Herzen, ist aber ähnlich fortgeschritten versteift.
    Ich bin trotz KG, Opiaten (im höchst Akutfall) und jahrelangem Sport fortgeschritten versteift. Teilweise davon auch ohne Schmerzen.
    Auch mit KG und Sport kann man nicht alles aufhalten. Mein Bruder hat kaum Sport gemacht, war nie zur Kur und auch kaum Physio.

    Ich persönlich halte von den meisten Studien garnichts mehr. Sie berücksichtigen einfach nicht, daß alles extrem individuell bei jedem verläuft.
    Es wird immer noch in der Schulmedizin meiner Meinung nach zu häufig auf angebliche "Evidenz" gesetzt und zu wenig auf den individuellen Fall,
    was ja auch sehr schwer ist. Außerdem wir mir immer mehr klar wie wenig man eigenlich immer noch über diese ganzen Vorgänge überhaupt weis.

    Anyway, mein Rheumatologe steht garnicht auf NSAR (ich muß mir die im Bedarffall vom Hausarzt verschreiben lassen), der würde mir heute sofort
    TNF Blocker verschreiben. Eigentlich wartet er geradezu darauf ein Fitzelchen Kontrastmittelenhauncement in einem regelmäigen MRT zu finden um
    endlich in der Richtung Tätig zu werden.

  5. #25
    Registriert seit
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    17.127
    Anyway, mein Rheumatologe steht garnicht auf NSAR (ich muß mir die im Bedarffall vom Hausarzt verschreiben lassen), der würde mir heute sofort
    TNF Blocker verschreiben. Eigentlich wartet er geradezu darauf ein Fitzelchen Kontrastmittelenhauncement in einem regelmäigen MRT zu finden um
    endlich in der Richtung Tätig zu werden.
    und das wo ich am Wochenende gerade gelernt habe, dass nur 50 % derer die Blocker nehmen eine mindestens 50%ige Besserung haben... Dann sollte ja 'ein Fitzelchen Kontrastmittelenhancement' absolut keine Indikation sein um so teure Medikamente zu verschreiben sondern da muss man sich ganz eindeutig am BASDAI und am CRP orientieren und an der Krankheitsdauer (weil die Wirkung bei hohem BASDAI und hohem CRP bei kurzer Krankheitsdauer in allen Studien am besten ist)

    Liebe Grüße

    Lydia
    Lächle in die Welt - und die Welt lächelt zurück!

  6. #26
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    Zitat Zitat von drkeys Beitrag anzeigen
    Auch mit KG und Sport kann man nicht alles aufhalten.
    Auch dass ist möglicherweise individuell, der eine ja, der andere nicht. Wie willst du sowas wissenschaftlich objektiv untersuchen?
    eine representative Gruppe unversteifter Frisch-MBler die über Jahre die selben Übungen in der gleichen Frequenz und Intensität machen wäre noch einfacher zu bewerkstelligen als eine representative Gruppe genidentischer MB-Zwillinge in der die eine Gruppe das volle KG- und Sportprogramm durchzieht, die andere ein passives Coutchpotatoedasein lebt.
    Dann muss man auch noch Faktoren wie z.B. Ernährung, Rauchen, etc. abfragen um etwaige andere Gründe ausschliessen zu können die den Verlauf beeinflussen könnten.

    Zitat Zitat von drkeys Beitrag anzeigen
    Ich persönlich halte von den meisten Studien garnichts mehr. Sie berücksichtigen einfach nicht, daß alles extrem individuell bei jedem verläuft.
    Es wird immer noch in der Schulmedizin meiner Meinung nach zu häufig auf angebliche "Evidenz" gesetzt und zu wenig auf den individuellen Fall,
    was ja auch sehr schwer ist. Außerdem wir mir immer mehr klar wie wenig man eigenlich immer noch über diese ganzen Vorgänge überhaupt weis.

    Da bin ich absolut deiner Meinung
    Gruß Uli

    Gelenke, auch axiale, die du täglich eine halbe Stunde bewegst können nicht über Nacht versteifen.
    Es kommt nicht nur drauf an was wir essen sondern auch was wir nicht essen.

  7. #27
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    Zitat Zitat von drkeys Beitrag anzeigen
    Ich persönlich halte von den meisten Studien garnichts mehr. Sie berücksichtigen einfach nicht, daß alles extrem individuell bei jedem verläuft.
    Es wird immer noch in der Schulmedizin meiner Meinung nach zu häufig auf angebliche "Evidenz" gesetzt und zu wenig auf den individuellen Fall, was ja auch sehr schwer ist. Außerdem wir mir immer mehr klar wie wenig man eigenlich immer noch über diese ganzen Vorgänge überhaupt weis.
    Da kann ich nur zustimmen!

    Zitat Zitat von drkeys Beitrag anzeigen
    Anyway, mein Rheumatologe steht garnicht auf NSAR (ich muß mir die im Bedarffall vom Hausarzt verschreiben lassen), der würde mir heute sofort TNF Blocker verschreiben. Eigentlich wartet er geradezu darauf ein Fitzelchen Kontrastmittelenhauncement in einem regelmäigen MRT zu finden umendlich in der Richtung Tätig zu werden.
    Was bedeutet "Kontrastmittelenhancement"?

    Ich verstehe auch nicht, wieso so teure Medikamente ohne Nachweis, dass es was bringt so oft dauerhaft verschrieben werden.
    Verdient der Arzt mit daran? Oder ist das einfach gerade in Mode?

    Es ist ja sowieso größtenteils alles eine Meinungsfrage/zu individuell. So lange man hier im Forum auch andere Meinungen, individuelle Erfahrungen oder Krankheitsverläufe akzeptiert ist doch alles gut.

    Ich verstehe sowieso nicht ganz, wieso in Studien usw. das Versteifen als das Schlimmste angesehen wird.

    Bei einem mir bekannten Fall war die Versteifung sehr schnell in frühem Alter und danach/seitdem der Patient schmerzfrei. Bechterew quasi "ausgebrannt" bzw. vorbei.

    Im Ernst: Das wünsche ich mir auch eher als immer weiter Entzündungen, bis man ggf. spät versteift (oder auch nicht) und dann die Schmerzen erst weg sind! Natürlich gilt das auch hier nicht für Fälle die nach/durch die Versteifung größere Einschränkungen im Alltag haben.
    Viele Grüße,
    Gwen

  8. #28
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    Hallo Gwen,

    Kontrastmittelenhancement = Kontrastmittelanreicherung

    Kontrastmittel reichert sich beim MRT da an, wo Entzündungen nachweisbar sind.

    Eigentlich sollten Ärzte gar nicht verdienen wenn sie ein bestimmtes Medikament verschreiben. Bisher war das aber wohl oft doch der Fall - im Sinne durch Vergünstigungen oder 'Honorare' für Vorträge die dann exorbitant hoch waren. Ab 1.1.16 soll das alles ganz anders werden, dann darf kein Arzt mehr irgendwas von Pharmafirmen annehmen - weder eine gesponsorte Fortbildung noch einen Kugelschreiber... Mal sehen ob das wirklich so umgesetzt wird. Die Vertreter die zu uns in die Praxis kommen sagen zumindest alle, dass es ab nächstem Jahr nicht mal mehr Terminzettel zum verteilen gäbe...

    Liebe Grüße

    Lydia
    Lächle in die Welt - und die Welt lächelt zurück!

  9. #29
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    Zitat Zitat von Ulmka Beitrag anzeigen
    und das wo ich am Wochenende gerade gelernt habe, dass nur 50 % derer die Blocker nehmen eine mindestens 50%ige Besserung haben... Dann sollte ja 'ein Fitzelchen Kontrastmittelenhancement' absolut keine Indikation sein um so teure Medikamente zu verschreiben sondern da muss man sich ganz eindeutig am BASDAI und am CRP orientieren und an der Krankheitsdauer (weil die Wirkung bei hohem BASDAI und hohem CRP bei kurzer Krankheitsdauer in allen Studien am besten ist)
    BASDAI und Blutwerte sind nicht Bedingung für eine TNF Therapie. Viele PsA´ler haben keine auffälligen Blutwerte und auch keinen BASDAI typischen Verlauf. Und es gibt auch Bechtis, die fast schmerzlos Entzündungen haben.
    Ich habe ja bisher alles möglich schon probiert von TCM, Weihrauch über Basistherapie bis Extraktion eines entzündeten Zahns. Sämtliche Differenzialdiagnosen sind auch schon getroffen worden.
    Da bleibt jetzt bald nicht mehr viel über. Der nächste Schritt wäre sicher ein TNF Blocker. Ein weiteres Basismedikament werde ich nicht mehr nehmen. Die haben aus meiner Sicht eine schlechte
    Wirk/Nebenwirk Balance. .. zumindest in meinem Körper.

    Zitat Zitat von Gwen Beitrag anzeigen
    Bei einem mir bekannten Fall war die Versteifung sehr schnell in frühem Alter und danach/seitdem der Patient schmerzfrei. Bechterew quasi "ausgebrannt" bzw. vorbei.
    Ein Bechti ist NIE ausgebrannt. Ich bin im jungen Alter versteift. Seit 2002 habe ich keine richtigen Beschwerden mehr gehabt, keine Schmerzen, keine Medis.
    Bis 2011 gaaaaaaaaaaz langsam periphere Beschwerden begannen. Seit 2013 sind sie, sagen wir mal "lästig". Auch ist die Versteifung an der Wirbelsäule langsam
    voran geschritten. Das Ganze passiert bei mir sehr unauffällig. Aber irgendwo kommen die Entzündungen ja her und sie lassen sich von nix so richtig beeindrucken.

    Ich glaube nicht, daß mein Arzt an Geld insteressiert ist, auch wenn ich ihn schon im Remicade T-Shirt gesehen habe. Das würde ich sowieso nicht bekommen.
    Ich glaube einfach er ist nur durch und durch Schulmediziner und die wollen auch wissen ob das Zeugs bei weniger harten Fällen prima wirkt. Man ist da eher ein
    Versuchskannienchen ohne es zu wissen.

    Ich kann es aus meiner Erfahrung noch einmal wiederholen ... man weiß so gut wie nix über unsere Erkrankung. ... die Medikamente sind meiner Meinung nach
    alle noch im Stadium der Symptombekämpfung, vielleicht intelligenten Symptombekämpfung .... TNF ist da Version 3.0
    Geändert von drkeys (11.12.2015 um 11:05 Uhr)

  10. #30
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    BASDAI und Blutwerte sind nicht Bedingung für eine TNF Therapie
    Da hast du schon recht, die müssen nicht hoch sein damit man einen Blocker bekommen kann - aber alle Studien sagen dass die Blocker um so besser wirken, um so höher BASDAI und/oder CRP sind. Wenn ich das Chart richtig in Erinnerung habe war es so dass es bei einem hohen CRP bei gut 60% eine mindestens 50%ige Besserung gab, bei niedrigem/normalem CRP aber nur bei nicht mal 40% der Patienten in der Studie.

    Liebe Grüße

    Lydia
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  11. #31
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    Das ist mit ein wenig zu statistisch und von daher zu unangebracht für Leute wie uns. Überleg mal wieviel TNF/IL Blocker es mittlerweile gibt und alle wirken ein wenig anders auf jeden.
    Da ist es vermessen das Studien sowas behaupten. Das sieht für mich mehr nach Rechtfertigung zum Verkauf des Medikamentes an bestimmte Patientengruppen aus.
    Wenn ich heute einen Blocker spritzen würde wäre das alles ganz einfach ... entwerder meine Beschwerden blieben aus oder nicht. Wenn nicht hätte er versagt. Denn dann kann ich auch weiter Ibu schlucken.
    Aber das was der MB an mir schmerzfrei gaaaaanz langsam anstellt, läßt sich erst messen wenns kauputt ist ... und das kann Jahre dauern. Und über das Blut verlaufsbeobachten geht beim mir nicht mehr.
    Denn im Blut siehst Du nur was wenn der Körper richtig glüht. Wenn du aber hier und da und dort gereizte oder leicht entzündete Sehen und Knochenhaut hast und ab und an mal einen Gelenkerguss für 3 Wochen,
    dann siehst man nix im Blut. Das betrifft auch durchaus z.B einige PsA Patienten. Solche Leute sind aber nie in Studien. Und denen geht es auch nicht gut.

  12. #32
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    Ich habe diese Studien zusammengefasst. Die waren schon genau aufgedröselt nach den einzelnen TNF-Alpha-Blockern aber die Wirksamkeit war für alle Blocker vergleichbar. Gemessen wurde die Wirksamkeit nicht nach Besserung des Blutwertes sondern nach BASDAI50-Besserung oder nach ASAS20- bzw. ASAS70-Besserung (habe ich hier: http://www.bechterewforum.de/showthr...-Alpha-Blocker erklärt).

    BASDAI ist ja völlig die Bewertung des Patienten und auch in der ASAS-Besserung ist ein Großteil Fragebogen.

    Es kann sogar sein, dass ich diese Studienergebnisse auf der Fortbildungs-CD habe - aber vor Weihnachten habe ich keine Zeit mehr zu suchen. Wenn dich da Einzelheiten interessieren sollten sprich mich nach den Feiertagen noch mal an, dann seh ich nach ob die da drauf sind.

    Liebe Grüße

    Lydia
    Lächle in die Welt - und die Welt lächelt zurück!

  13. #33
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    Zitat Zitat von drkeys Beitrag anzeigen
    Aber das was der MB an mir schmerzfrei gaaaaanz langsam anstellt, läßt sich erst messen wenns kauputt ist ... und das kann Jahre dauern.
    Gefällt mir sehr gut was du da schreibst.
    So sehe ich das auch und genau das ist mir Motivation für tägliche 'Gesundheits'gymnastik gewesen. Der MB arbeitet tagtäglich in uns. Je weniger wir uns bewegen und je schlechter wir uns ernähren desto 'besser' geht es ihm. Je mehr wir uns betäuben desto weniger merken wir es, aber auch ohne Betäubung kann er uns versteifen. Wenn ich es mal 'ne Weile habe schleifen lassen und dann durch die Übungen Schmerzen bekam, so habe ich das stets als Zeichen verstanden dass da was am Versteifen war und ich es 'aufgebrochen' oder unterbrochen habe. Meistens hat aber wohl die körperliche Arbeit diesen Aufbruch und die Schmerzen bewirkt. Insofern keine falsche Bewegung oder Überlastung, denn bei Schonung hätte er mich fröhlich weiter versteift. Durch Überdosis KG konnte ich aber immer die Schmerzen wegturnen, mal mit, jetzt fast immer ohne Diclos.
    Aber manchmal fehlt auch jetzt Zeit, Kraft und Disziplin und ja, ich gestehe: Habe seit mindestens 6 Monaten ohne Drogen die letzten drei Tagen eine Diclo pro Tag genommen. Genaugenommen vergesse ich es tagsüber und nehme sie mitten in der Nacht wenn Blase mich weckt und Schmerz sich meldet.
    Gruß Uli

    Gelenke, auch axiale, die du täglich eine halbe Stunde bewegst können nicht über Nacht versteifen.
    Es kommt nicht nur drauf an was wir essen sondern auch was wir nicht essen.

  14. #34
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    Uli, ich habe von 2002 - 2014 nur ganz selten mal eine IBU genommen. In den letzten 2 Jahren habe ich diesen verstärkt Ärger mit dem Fuss und seit einer Woche ist es wieder sehr lästig und ich bin da auch mit diversen IBUs dabei. Meine Wirbelsäule ist allerdings nach wie vor ruhig. Irgenwie liegt das auch wieder mal am Wetter. Anfang der Woche noch Frost und jetzt schon wieder 14 C in HH. Dat is alles nit normaaal. Da muß ja so ein Autoimmunsystem durchdrehen.

  15. #35
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    Ich meine dieses Thema schon mal ins Forum gestellt zu haben, erinnere mich nicht mehr an den thread:

    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-144430313.html

    Es geht am Rande auch um die segensreiche Wirkung von Radon.
    Gerade meine Generation, die in der festen Überzeugung aufwuchs Radioaktivität sei immer schädlich muss sich hier eines besseren belehren lassen.
    Gruß Uli

    Gelenke, auch axiale, die du täglich eine halbe Stunde bewegst können nicht über Nacht versteifen.
    Es kommt nicht nur drauf an was wir essen sondern auch was wir nicht essen.

  16. #36
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    ...wir haben ein Radonbad vor der Tür (ca. 25km, Bad Schlema).
    Ich habe das schon 2x praktiziert (10 Bäder alle 3-4 Tage).
    Das holt erst mal alles raus, aber nach ein paar Wochen wird es tatsächlich besser.
    Hält ca. 1 Jahr. Es gibt hier auch so einen Stollen, der gut besucht sein soll.
    Ich war da noch nicht drin. 40km ein Strecke sind mir für so einen Termin
    oder Terminkette zu viel. Noch
    Aber die Bäder kann ich nur empfehlen.
    Axel

  17. #37
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    213
    Hallo zusammen,
    ich war Ende Oktober/Anfang November 2017 in Bad Gastein im Radon-Heilstollen. 10 Einfahrten in 3 Wochen.
    Danach ging es mir bis Ende des Jahres richtig "dreckig" was die Schmerzen angeht, aber seit Anfanh des Jahres ist das ISG und der komplette Rücken überwiegend schmerzfrei.
    Soll bis zu 9 Monaten anhalten, bin mal gespannt.
    Wenn dem so ist, könnte ich endlich mal wieder Motorrad fahren

    Viele Grüße
    Dieter

  18. #38
    Registriert seit
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    294
    Hallo Dieter,

    ich wünsche es Dir auch, dass die Besserung lange anhält! Vielleicht können wir in deinem Thread dann bald von neuen Vespa-touren erzählen. Ich hätte meine heute fast aus der Garage geholt, weil die Sonne so herrlich schien.... Aber es siegte die Vernunft und ich ließ es lieber sein, weil ich fürchte, dass sich die Kälte nicht so vorteilhaft auf die Knochen auswirkt.
    Ich war im September im Radonstollen in Bad Kreuznach. Ich wurde zwar nicht komplett schmerzfrei aber dieser HWS-Schmerz ist deutlich weniger geworden. "Den Restschmerz "behandele" ich durch eine entzündungshemmende Ernährung. Aber Naproxen brauche ich schon auch noch.
    Ach.... und die liebe Bewegung ist inwischen für mich mind. gleich wichtig oder fast noch wichtiger wie die Medikamente.... geworden.

    LG claudi

  19. #39
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    Ich finde es wurde allerhöchste Zeit dass die Wirkungsweise von Radon auf Entzündungen endlich mal vernünftig wissenschaftlich aufgearbeitet wird. Ich selber bin ja total überzeugt von der Kur im Radonstollen, nicht umsonst habe ich die schon 11 x hinter mir und mir geht es danach immer deutlich besser!

    Liebe Grüße

    Lydia
    Lächle in die Welt - und die Welt lächelt zurück!

  20. #40
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    Anpassung an stärkereiche Ernährung bei Spatz, Hund und Mensch auf gleichem Gen

    Umwelt+Natur


    Die Geschichte von Spatz und Mensch

    8. August 2018

    Wo Menschen wohnen, ist der Spatz nicht weit. (Foto: RCKeller/ istock)
    Ob im Garten, auf dem Bauernhof oder mitten in der Stadt: Spatzen fühlen sich fast überall zuhause – Hauptsache, es sind Menschen in der Nähe. Genanalysen liefern nun interessante Einblicke in die Entwicklungsgeschichte unserer treuen Begleiter. Sie zeigen: Die heute bei uns verbreitete Spatzenart schloss sich bereits vor rund 10.000 Jahren dem Menschen an und hat sich im Laufe der Zeit merklich an ein Leben in unserer unmittelbaren Nachbarschaft angepasst. Die Geschichte der Spatzen spiegelt damit gleichzeitig einen Teil unserer eigenen Geschichte wider, wie Forscher berichten.
    Wo Menschen sind, ist auch er nicht weit: Der Haussperling (Passer domesticus domesticus) beobachtet uns vom Gartenzaun aus, brütet in den Nischen unter unseren Dächern und pickt fleißig unsere fallengelassenen Krümel vom Boden auf. Als sogenannter Kulturfolger ist er perfekt an das Leben in unmittelbarer Nähe des Menschen angepasst. Seine ursprüngliche Heimat sind menschliche Siedlungen in West- und Zentraleuropa. Weil er uns mitunter sogar auf unseren Reisen begleitet, kommt der Spatz inzwischen jedoch auch im südlichen Afrika, in Australien, Neuseeland und Amerika vor. Der kleine Singvogel ist uns so vertraut wie wohl kein zweiter – und doch wissen wir erstaunlich wenig über seine Geschichte. Wo liegen seine evolutionären Wurzeln? Wann kam er nach Europa? Und wann entdeckte er das Zusammenleben mit dem Menschen für sich?
    Um mehr über diese Hintergründe zu erfahren, haben Mark Ravinet von der Universität Oslo und seine Kollegen nun einen Blick in das Genom des Haussperlings geworfen. Sie verglichen das Erbgut „unseres“ Spatzen mit dem von eng verwandten Arten. Neben dem Weidensperling und dem Italiensperling nahmen die Wissenschaftler dabei auch Passer domesticus bactrianus unter die Lupe. Diese vor allem im Iran und in Kasachstan verbreitete Spezies gilt als Unterart des in Europa heimischen Haussperlings, zeigt jedoch ein deutlich anderes Verhalten. So ist sie im Umgang mit Menschen schüchterner und mitten in Dörfern oder Städten so gut wie gar nicht anzutreffen. Zudem zieht sie im Winter in den Süden, anstatt wie unser Spatz vor Ort zu bleiben.
    Eine neue ökologische Nische

    Der Genvergleich lieferte eine Erklärung für diese frappierenden Unterschiede. Demnach trennten sich die Abstammungslinien dieser beiden Unterarten bereits vor rund 11.000 Jahren. Die heute bei uns verbreitete Unterart Passer domesticus domesticus breitete sich in der Folge bis nach Europa aus, wo sich die Vögel im Laufe der Zeit immer mehr an ein Leben in der Nähe des Menschen anpassten. Interessanterweise fiel diese Entwicklung mit einer prägenden Phase der Menschheitsgeschichte zusammen, wie die Forscher berichten: der neolithischen Revolution. Vormalige Jäger und Sammler begannen damals Landwirtschaft zu betreiben, Vorräte anzulegen und sesshaft zu werden. Genau dadurch entstand eine neue ökologische Nische, die der Spatz zu besetzen wusste.
    In der Nachbarschaft menschlicher Siedlungen mit ihren Äckern und gut gefüllten Kornkammern fanden die Singvögel optimale Bedingungen vor. Nach und nach hinterließ dieser neue Lebensraum auch Spuren in ihrem Erbgut. Vor allem in zwei Positionen unterscheidet sich das Genom des europäischen Haussperlings deutlich von dem seines Verwandten aus Asien: In den Genen COL11A und AMY2A auf Chromosom 8 stellten Ravinet und seine Kollegen mutmaßliche Auswirkungen der natürlichen Selektion fest. Demnach sorgen Mutationen im COL11A-Gen dafür, dass unsere Spatzen einen robusteren Schädel und einen größeren Schnabel haben – womöglich eine Anpassung an neue Ernährungsweisen.
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    Anpassung an stärkereiche Nahrung

    Ebenfalls mit der Ernährung hängen die beobachteten Veränderungen im AMY2A-Gen zusammen. Der Erbgutabschnitt gehört zu einer Gengruppe, die die Bauanleitung für sogenannte Amylasen enthält – Enzyme, die Polysaccharide wie Stärke spalten und abbauen können. Veränderungen in diesen Genen werden beim Menschen und auch beim Hund mit der Anpassung an eine zunehmend stärkebasierte Ernährung während der neolithischen Revolution in Verbindung gebracht, wie die Wissenschaftler betonen. Auch dem Spatzen könnten diese Mutationen demnach dabei geholfen haben, vom Menschen kultiviertes Getreide zu verdauen, das härter und stärkereicher war als natürliche Saaten.
    „Die neolithische Revolution scheint damit einen Selektionsdruck eingeführt zu haben, der bei drei ganz unterschiedlichen Lebewesen zu ähnlichen genetischen Anpassungserscheinungen geführt hat – Menschen, Hunden und Spatzen“, schreiben die Forscher. Zukünftige Studien sollen die nun aufgedeckten Zusammenhänge genauer untersuchen. „Schon jetzt zeigen unsere Ergebnisse aber, dass die Entwicklungsgeschichte des Haussperlings eng mit unserer eigenen, jüngeren Vergangenheit verknüpft ist“, schließen sie.
    Quelle: Mark Ravinet (Universität Oslo, Norwegen) et al., Proceedings of the Royal Society B, doi: 10.1098/rspb.2018.1246

    8. August 2018 © wissenschaft.de - Daniela Albat

    ________________________________

    Leider scheint die Anpassung an die stärkereiche Ernährung nicht bei allen Menschen gleich gut geklappt zu haben, daher vermutlich so positive Auswirkungen bei Reduzierung oder Verzicht bei Autoimmunerkrankungen.
    Gruß Uli

    Gelenke, auch axiale, die du täglich eine halbe Stunde bewegst können nicht über Nacht versteifen.
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