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  1. #81
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    Gesund mit Radon

    Gesund mit Radon

    Schmerzfrei durch Bad Brambacher Schnupper- und Kurangebote

    Radonwasser - Ein Schatz aus der Natur(lifepr) Bad Brambach, 05.08.2009 - Radon, ein Edelgas, dessen Heilkraft schon seit Jahrhunderten bekannt ist, wird im südsächsischen Staatsbad Bad Brambach seit rund 100 Jahren medizinisch genutzt. Einzigartig ist der hohe Radongehalt der Wettinquelle, der weltweit stärksten für Trinkkuren angewendeten Radonquelle.

    Auch mit Bädern in radonhaltigem Wasser werden in Bad Brambach bemerkenswerte Erfolge erzielt. Deren Anwendung zählt zu den wirksamsten Therapien der Bäderheilkunde, nicht nur bei der Behandlung von entzündlich-rheumatischen und degenerativen Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates, wie etwa Rheuma und Morbus Bechterew, sondern gleichzeitig bei Herz-Kreislauferkrankungen. Die enthaltene Kohlensäure entfaltet ihre durchblutungsfördernde Wirkung und aktiviert Transportvorgänge und Stoffwechsel. Durch die Aufnahme der feinperligen Kohlensäure durch die Haut werden die Blutgefäße erweitert, wodurch die Durchblutung verbessert und der Blutdruck abgesenkt wird.

    Die besondere Wirkungsweise von Radon beruht auf der Anregung der körpereigenen Selbstheilungskräfte. Es wirkt entzündungshemmend, bekämpft freie Radikale und stimuliert das Immunsystem.

    In der wissenschaftlichen Radonstudie, die Bad Brambach derzeit in Zusammenarbeit mit anderen Mitgliedsorten des Vereins EURADON an mehr als 500 Patienten durchführt, soll die schmerzlindernde Wirkung von Radonbädern auch langfristig nach der Behandlung nachgewiesen werden. Sind die Patienten über Monate hinweg beschwerdefrei und können auf belastende Medikamente mit starken Nebenwirkungen verzichten, wird die Wiederaufnahme in den Heilmittelkatalog bei den Krankenkassen beantragt. Den aktuell fünf Millionen Deutschen beispielsweise, die an Arthrose, einer Erkrankung des rheumatischen Formenkreises, leiden, könnten damit natürliche, nichtmedikamentöse Alternativen der Schmerzlinderung geboten werden.

    Wer sich zu einer Radontherapie in Bad Brambach entschließt, muss keine gesundheitlichen Bedenken haben. Die Belastung entspricht in etwa der natürlichen Strahlung aus der Umwelt.

    Zum Kennenlernen der positiven Wirkung des Heilwassers bietet sich das Arrangement "Schnupper-Tage" im Radonheilbad Bad Brambach an. Im Preis ab 99 Euro pro Person sind neben zwei Übernachtungen mit Frühstück außerdem Klassische Massage und Wellness-Drink im modernen Kurmittelzentrum, ein Tag Fahrradverleih, Kurtaxe und Nutzung der radonhaltigen Trinkquellen enthalten. Das Angebot gilt bis 18. Dezember 2009.

    Für eine nachhaltige schmerzlindernde Wirkung empfehlen Badeärzte eine Serie von mindestens sechs bis zehn Bädern. Diese können Gäste beispielsweise im Rahmen der gemeinsam mit dem Fremdenverkehrsverein in Bad Brambach angebotenen zweiwöchigen Radonkur in Anspruch nehmen.

    Mit 13 Übernachtungen inklusive Frühstück, Arztuntersuchung, sechs Radonbädern, sechs Klassischen Massagen, Trinkquellennutzung und geführter Wanderung im Elstergebirge ist das Angebot ab 599 Euro buchbar (Sonderpreis außerhalb des Kataloges). Der normale Katalogpreis für ein ähnliches Pauschalangebot, zum Beispiel die "Radon & Fango-Kur", liegt für zwei Wochen bei 875 Euro.




    Quelle: Lifepr




  2. #82
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    Aufrichteoperation

    Ärzte Zeitung, 27.08.2009 14:45


    Ein anderer Blickwinkel auf die Welt: Aufrichte-Operation bei Morbus Bechterew

    Letzte Option bei M. Bechterew ist eine Aufrichte-Op. Sie dauert bis zu neun Stunden. Über seine Erfahrungen spricht Ludwig Hammel von der Bechterew-Vereinigung.
    Von Petra Eiden

    Ludwig Hammel vor und nach der Aufrichte-Operation. Durch den Eingriff kann er auch wieder geradeaus gucken.
    Foto: DVMB
    Der Geschäftsführer der Deutschen Vereinigung Morbus Bechterew (DVMB), Ludwig Hammel, hat sich vor wenigen Monaten einer Aufrichte-Op unterzogen. Sein Ziel ist es, durch seinen Bericht anderen Betroffenen, die so einen Eingriff erwägen, die Entscheidung zu erleichtern.
    Hammel hat das Für und Wider ein Jahr lang gewissenhaft abgewogen, bevor er sich zur Op entschloss. Als Geschäftsführer der DVMB wusste er seine Situation sehr gut einzuschätzen: Er kannte seine Erkrankung, seine verbliebenen Behandlungsoptionen und die entsprechenden Experten. Hammel ist seit 30 Jahren an M. Bechterew erkrankt. Aufgrund des progredienten Verlaufs versteifte seine Wirbelsäule bereits in den ersten fünfzehn Jahren völlig. Hammel hat damals fast alle verfügbaren NSAR eingenommen und Basistherapeutika, obwohl diese nicht für die Indikation zugelassen waren. "Leider hat es nicht viel genützt", bedauert er im Gespräch mit der "Ärzte Zeitung". Nur die regelmäßige Bewegung, etwa in Form von Gymnastik, half ihm.
    Irgendwann kam Hammel an den Punkt, an dem er nicht mehr wollte. Durch die Fehlstellung konnte er Menschen nicht mehr ins Gesicht blicken, Bekannte beschwerten sich, weil er sie auf der Straße nicht sah. Das Atmen war mühsam, jeder Gang nach Hause war anstrengend, Vorträge konnte er nur unter großem Kraftaufwand verbunden mit Schweißausbrüchen halten.
    Andererseits: Es ging ihm nicht schlecht. Er nahm in den vergangenen 15 Jahren keine Arzneien ein, hatte kaum Schmerzen. Daher musste sich Hammel fragen, was ihn erwartet, wenn er sich auf eine bis zu neunstündige Aufrichte-Op einlässt, die natürlich Risiken birgt.
    Letztlich entschied sich Hammel für die Op und ließ sie im April in der Zentralklinik Bad Berka vornehmen. Direkt vor dem Eingriff sagte Hammel dem NDR, der ihn begleiten durfte: "Ich freue mich darauf, nach der Operation einen anderen Blickwinkel auf die Welt zu haben".
    Es gab keine Komplikationen und Hammel hat heute tatsächlich einen neuen Blickwinkel. Doch um seine Schmerzen zu lindern, muss er täglich ein Opioid, ein Laxantium, ein NSAR und einen PPI einnehmen. Hammel: "Das sind je fünf Tabletten morgens und abends sowie eine nachts. Wenn man vorher 15 Jahre keine Medikamente eingenommen hat, ist das schon frustrierend." Seine Beinmuskulatur, die sich aufgrund der jahrelangen Fehlhaltung verkürzt und verhärtet hat, bereitet ihm noch große Schmerzen: "Das braucht seine Zeit."
    Doch er berichtet auch von Erfolgen: Zwölf Zentimeter ist Hammel durch den Eingriff "gewachsen", von 1,62 auf 1,74 Meter. Viele Handgriffe sind einfacher geworden, er kann wieder ein Glas im Stehen austrinken und anderen Menschen in die Augen sehen. Auch einen halbstündigen Vortrag hält Hammel heute problemlos ohne Schweißausbrüche im Stehen. Wenn ihn andere Bechterew-Betroffene, die vor einer ähnlichen Entscheidung stehen, etwa über die DVMB um Rat bitten, hält Hammel sich allerdings zurück: "Die Entscheidung kann einem niemand abnehmen." sie zu erleichtern, hatte er dem Fernsehen zugestimmt, die Op zu filmen.

    So lief die Aufrichte-Operation ab

    Um den Rücken aufzurichten und die natürliche Doppel-S-Form wieder herzustellen, hat Dr. Heinrich Böhm von der Zentralklinik Bad Berka den dritten Lenden- und den zwölften Brustwirbel osteotomiert. An der LWS wurde im Rahmen einer Pedikelsubtraktionsosteotomie von dorsal ein Keil entnommen und der Rücken "hochgeklappt". An der Brustwirbelsäule entfernte Böhm zunächst von dorsal einen Teil des Wirbelbogens. Dann durchtrennte er die verknöcherte Bandscheibe mittels Schlüssellochtechnik durch den Brustkorb und füllte den Spalt mit Knochenmaterial, um eine weitere Aufrichtung zu erzielen und eine vorhandene Seitenverschiebung zu korrigieren.
    Anschließend wurde die Wirbelsäule vorsichtig gestreckt und mit sechzehn Schrauben sowie zwei langen Stäben in der neuen Position fixiert. Um das Risiko von Rückenmarksverletzungen zu minimieren, erfolgte eine ständige Kontrolle durch Ableitung von evozierten Potenzialen.(pe) Zudem machte Böhm einen Aufwachtest: Hammel wurde intraoperativ kurz aus der Narkose geholt, um Hände und Füße zu bewegen

    Quelle: Aerztezeitung



  3. #83
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    Kur- und Wellnessoasen weltweit

    "Gesundheit und Wellness":
    Spa Club Bor, Velingrad, Bulgarien

    Der Vier-Sterne Spa Club Bor liegt im bulgarischen Velingrad, das wegen seiner schönen Umgebung, der über 80 Thermalquellen und des gemäßigten Klimas mit überdurchschnittlich vielen Sonnenstunden das größte und beliebteste Kurbad des Landes ist. Zertifiziert durch die "European Spa Association", ist der Spa Club Bor der größte Vier-Sterne-Balneo-Komplex der Stadt. Das Spa Center erstreckt sich auf 1.200 Quadratmetern und bietet eine Therapieabteilung für traditionelle wie moderne Behandlungen nach den neuesten Erkenntnissen. Die "Gesundheit & Wellness"-Arrangements des Hotels wurden fachkundig zusammengestellt. Zu Beginn findet eine Konsultation mit dem SSpezialisten statt. Die Anzahl der Behandlungen variiert je nach Schwerpunkt. TIPP: Rheuma und Bechterew-Patienten profitieren von einem speziell auf ihre Bedürfnisse ausgerichteten Programm.

    Quelle: Firmenpresse



  4. #84
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    Radonquelle

    Ressort
    Erschienen am 17.09.2009 00:00
    HEILBAD RÜCKT FÜR WEISSENSTADT NÄHER
    Helle Freude an der Quelle
    Von Thomas Scharnagl
    Weißenstadt - Jubelstimmung in Weißenstadt: "Das ist ein großer Tag für unsere Stadt", freute sich Bürgermeister Frank Dreyer, als er am Mittwoch von der Frankenpost eine brandaktuelle Information erhielt: Die Quelle, die mit dem Bau des Kurzentrums erschlossen worden ist, wird staatlich anerkannte


    Das Wasser sprudelt jetzt aus einer staatlich anerkannten Heilquelle - sehr zur Freude von (von links) Hotel-Geschäftsführer Stephan Gesell, Hoteldirektor Florian Schönwetter, Manfred Busch, Bürgermeister Frank Dreyer, Landtagsabgeordnetem Martin Schöffel, Altbürgermeister Klaus Knies, Professor Dennis Nowak, Dr. Günther Just, Landrat Dr. Karl Döhler, zweitem Bürgermeister Holger Grießhammer und Professor Dr. Dr. Jürgen Kleinschmidt. Fotos: Hannes Bessermann
    Bild: Weißenstadt - Jubelstimmung in Weißenstadt: "Das ist ein großer Tag für unsere Stadt", freute sich Bürgermeister Frank Dreyer, als er am Mittwoch von der Frankenpost eine brandaktuelle Information erhielt: Die Quelle, die mit dem Bau des Kurzentrums erschlossen worden ist, wird staatlich anerkannte Heilquelle. Das ist Dreyer zufolge ein wichtiger Schritt auf dem Weg der Stadt zum Heilbad.
    Überbracht hatte die gute Nachricht der Landtagsabgeordnete Martin Schöffel. Auf seine Anfrage hin hatte Gesundheitsstaatssekretärin Melanie Huml mitgeteilt, dass die Quelle staatlich anerkannt wird. Wie Huml den Abgeordneten wissen ließ, sind die Arbeiten im Anerkennungsverfahren durch das Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit nun abgeschlossen. Der offizielle Bescheid werde der Stadt in diesen Tagen auf dem Postwege zugehen.
    Wie mehrfach berichtet, hatte sich die Stadt Weißenstadt um die Anerkennung der Quelle bemüht. Die notwendigen Gutachten zur Güte des Weißenstädter Wassers wurden von Professor Dr. Dr. Jürgen Kleinschmidt von der Ludwig-Maximilians-Universität in München (balneologisches Gutachten) sowie von Dr. Thomas Baumann von der Technischen Universität München (Heilwasseranalyse) erstellt.
    Auch ohne staatliche Anerkennung als Heilquelle wird das radonhaltige Wasser bereits seit der Eröffnung des Kurzentrums im August 2007 genutzt. Das Wasser - die Weißenstädter Heilquelle wird in der Fachsprache als radonhaltige Akratopege bezeichnet - komme im Inhalationsraum, im Wannenbad und im Bewegungsbad zum Einsatz, sagte Kurzentrums-Geschäftsführer Stephan Gesell zur Frankenpost. Der Radongehalt des Wassers und die hohe Schüttung der Quelle ermöglichten im Kurbetrieb Therapien bei rheumatischen Beschwerden sowie bei Erkrankungen des Bewegungsapparates und der Haut. Auch wenn das Wasser seit zwei Jahren ohne staatliches Prädikat eifrig genutzt wird, erhofft sich Gesell von der Anerkennung als Heilquelle viel. "Das bringt uns marketingtechnisch enorm weiter. Das ist eine tolle Sache."
    Laut Bürgermeister Frank Dreyer ist die Anerkennung als Heilquelle nicht nur des Renommees wegen wichtig; sie sei auch eine Voraussetzung dafür, dass Weißenstadt den Titel Heilbad bekommen kann. So spiele das Thema "Heilquelle" auch eine Rolle, wenn demnächst eine Kommission des bayerischen Innenministeriums Weißenstadt besuche und überprüfe, ob die Stadt zum Heilbad werden könne. Martin Schöffel sieht das auch so: "Weißenstadt hat einen wichtigen Meilenstein in der Kurortentwicklung genommen. Für weitere Schritte der touristischen Entwicklung ist die staatliche Anerkennung der Quelle von großer Bedeutung. Die Quelle und das Kurzentrum sind eine Bereicherung für das Fichtelgebirge als Gesundheitsregion in Bayern insgesamt."
    Als am Mittwochabend Kommunalpolitiker - darunter auch der früherer Bürgermeister Klaus Knies und Landrat Dr. Karl Döhler - die Anerkennung der Quelle feierten, war auch Professor Dr. Dr. Jürgen Kleinschmidt dabei, der das balneologische Gutachten erstellt hatte. Er freute sich darüber, dass die Quelle, die 2006/2007 gebohrt worden ist, bereits jetzt zur Heilquelle ernannt wurde. Das Heilwasser biete eine gute Möglichkeit unter anderem in der Behandlung von Morbus-Bechterew-Patienten. In Deutschland gebe es nur zehn Orte, die sich darauf spezialisiert hätten, radonhaltige Quellen für diese chronischen Erkrankung einzusetzen.
    ]Die Heilquelle biete gute Behandlungsmöglichkeiten:



    Quelle: Frankenpost



  5. #85
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    Rheuma allgemein...

    MEDIZINFORUM

    Wenn jede Bewegung im ganzen Körper schmerzt

    Montag, 14. September 2009 04:00 - Von Ina Helms
    Rheuma ist ein Sammelsurium von 300 bis 400 verschiedenen Krankheiten. Offiziell werden alle "nicht verletzungsbedingten Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparats", einschließlich des Bindegewebes der inneren Organe dazu gezählt.
    So verschieden der Verlauf der Erkrankungen ist, so unterschiedlich sind die Ursachen. Deshalb muss die Therapie individuell zugeschnitten sein.
    Berliner Morgenpost: Woran erkennt man eine chronische rheumatoide Arthritis?
    Dr. Jan Frederic Brandt-Jürgens: An schmerzhaft entzündeten, geschwollenen Gelenken. Zudem ist die Morgensteifigkeit ein Frühsymptom. Das heißt, die Patienten können morgens ihre Finger nicht zur Faust ballen.
    Berliner Morgenpost: Wie entsteht sie?
    Prof. Gerd Burmester: Genetische Merkmale spielen eine Rolle, besonders an Genen, die für das Immunsystem wichtig sind. Trotzdem ist die RA keine Erbkrankheit. Durch die Gene allein wird sie nicht ausgelöst. Umweltfaktoren sind ebenso wichtig, insbesondere das Rauchen und das Einatmen von Feinstaub. Außerdem ist das Immunsystem beteiligt. Durch Infektionen kann eine Überreaktion ausgelöst werden. Eine positive Nachricht ist: Wer in Maßen Alkohol trinkt, erkrankt seltener an rheumatoider Arthritis.
    Berliner Morgenpost: Tragen Kälte oder entzündete Mandeln zum Ausbruch bei?
    Dr. Kirsten Mathiske-Schmidt: Kälte ist häufig unangenehm, weil sie einen negativen Einfluss auf bereits bestehende Muskelverspannungen haben kann.
    Burmester: Früher gab es das "rheumatische Fieber". Nach einer Mandelentzündung traten einige Tage später schwere Gelenkschädigungen auf, ausgelöst durch eine Überempfindlichkeit gegen bestimmte Bakterien. Mit Ausnahme der türkischstämmigen Bevölkerung ist diese Krankheit heute sehr selten. Die Entfernung der Mandeln wird deshalb nicht mehr empfohlen.
    Berliner Morgenpost: Bekommt man Rheuma durch Gartenarbeit?
    Burmester: Gartenarbeit bedeutet oft eine wiederkehrende, einseitige Belastung der Muskeln und Sehnen und kann daher zur Verstärkung beitragen. Allerdings bekommen Gärtner, die die Arbeit gewohnt sind, nicht häufiger Rheuma als andere Menschen.
    Berliner Morgenpost: Gibt es Berufe, die häufiger als andere betroffen sind?
    Burmester: Nur die, die stärker zum Rauchen neigen, etwa Gastwirte. Früher bekamen Bahnarbeiter, die direkt hinter der Dampflok fuhren, öfter Rheuma. Das zeigt den Effekt von Feinstäuben.
    Berliner Morgenpost: Ist Staub oder Nikotin schädlicher?
    Burmester: Beides zusammen. Das Nikotin verengt die Gefäße. Stäube und Teer beeinträchtigen zusätzlich das Immunsystem. Das Rauchen aufzugeben ist daher die beste Empfehlung, die wir geben können.
    Berliner Morgenpost: Wie diagnostiziert man rheumatoide Arthritis?
    Burmester: Das Wichtigste ist die sorgfältige Befragung des Patienten und die Untersuchung der Gelenke. Dann suchen wir im Labor nach Entzündungsfaktoren, von denen einige sehr spezifisch sind. Und wir nutzen die Bildgebung, insbesondere den Ultraschall.
    Berliner Morgenpost: Welche Medikamente helfen?
    Dr. Peter Andreas Löschmann: Alle Medikamente, die gegen Entzündungen wirken, können eingesetzt werden. Das sind Cortison-Präparate und nichtsteroidale Entzündungshemmer, zum Beispiel Diclofenac. Außerdem verwenden wir Wirkstoffe, die das Immunsystem hemmen. Dazu zählen Methotrexat, Sulfasalazin und Leflunomid. Eine neue Substanzgruppe sind die Biologika. Sie wirken auch auf das Immunsystem, aber über andere Mechanismen.

    Quelle: Morgenpost





  6. #86
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    ..Fortsetzung Interview..

    Berliner Morgenpost: Wann setzt man Cortison ein?
    Brandt-Jürgens: Cortison hat einen schlechten Ruf, weil viel über Nebenwirkungen berichtet wird. Andererseits ist Cortison ein Segen für Rheumatiker, weil es sofort wirkt. Wir überbrücken mit Cortison die Zeit, bis die Basismedikamente wirken. Die Nebenwirkungen hängen von der Höhe der Dosis ab und von dem Zeitraum, in dem das Medikament eingenommen wird.
    Berliner Morgenpost: Wie wirkt das Medikament Methotrexat?
    Burmester: Methotrexat bekämpft die überschießende Wirkung des Immunsystems und dämmt Entzündungen ein, sogar an den Herzkranzgefäßen. Alkohol verträgt sich mit Methotrexat aber nicht.
    Berliner Morgenpost: Welche Erfahrungen gibt es mit Leflunomid?
    Brandt-Jürgens: Leflunomid ist auch ein Basismedikament und damit eine Alternative zum Methotrexat für Patienten zum Beispiel mit einer Leber- oder Nierenschwäche, die dieses nicht nehmen können.
    Löschmann: Allerdings ist auch bei Leflunomid von Alkohol abzuraten. Bei den Biologika dagegen gibt es keine Probleme, wenn man Alkohol in Maßen trinkt.
    Berliner Morgenpost: Welche Medikamente können während einer Schwangerschaft eingenommen werden?
    Burmester: Methotrexat oder Leflunomid scheiden aus. Alternativen sind Sulfasalazin mit ergänzender Zugabe von Folsäure oder Hydroxychloroquin, ein immunmodulatorisches Medikament. Bis zur 32. Schwangerschaftswoche können auch nichtsteroidale Antirheumatika gegeben werden.
    Berliner Morgenpost: Wie viele medikamentöse Therapiewege gibt es grundsätzlich?
    Burmester: Wir sprechen gern vom goldenen Zeitalter der Rheumatologie, denn es gibt viele neue Medikamente. Mit zehn bis zwölf verschiedenen Strategien erreichen wir oft, dass die Patienten völlig erscheinungsfrei sind.
    Berliner Morgenpost: Welche Art von neuen Medikamenten wird derzeit entwickelt?
    Löschmann: Der Durchbruch war, dass wir den Entzündungsprozess besser verstanden haben. Wir wissen heute, dass die Zellen bestimmte Proteine (Zytokine) benutzen, um zu kommunizieren. Ein entscheidendes Zytokin ist der sogenannte Tumornekrose-Faktor alpha (TNF alpha), den wir mit den verfügbaren Biologika deaktivieren. Wir suchen nun nach Möglichkeiten, auch andere Zytokine zu beeinflussen, um so Patienten helfen zu können, die auf die heutigen Biologika nicht ansprechen.
    Berliner Morgenpost: Welche Möglichkeiten hat die Physiotherapie? Wann sollen Gelenke bewegt oder ruhiggestellt werden?
    Mathiske-Schmidt: Im akut entzündlichen Stadium setzen wir Kaltreize ein und verordnen bevorzugt passive Maßnahmen der Krankengymnastik, damit der Patient schmerzarm beübt werden kann. Alternativ gibt es neurophysiologische Konzepte der Krankengymnastik zum indirekten Beüben der schmerzhaften Gelenke. Wenn die Schmerzen hinreichend gelindert sind, gehen wir zu aktiven Therapieformen über.
    Berliner Morgenpost: Soll man Gelenke ruhigstellen?
    Mathiske-Schmidt: Nein, eher nicht, denn dabei wird die Muskulatur abgebaut. Wir arbeiten zunächst mit flexiblen Funktionsschienen und elastischen Bandagen. Starre Schienen setzen wir ein, wenn Gelenken droht, ihre Stabilität zu verlieren.
    Berliner Morgenpost: Ist eine besondere Diät für Rheuma-Patienten sinnvoll?
    Mathiske-Schmidt: Man sollte viel Rohkost, also frisches Obst und Gemüse, essen, Fertigprodukte, Fleisch und Eier meiden. Warme Speisen sollte man selbst zubereiten und zum Kochen Olivenöl oder Distelöl verwenden.
    Berliner Morgenpost: Wie sieht es mit Radonbädern und Heilstollen aus?
    Mathiske-Schmidt: Hierbei wird niedrig dosierte Strahlung verabreicht. In verschiedenen Studien wurde eine gute Schmerzreduktion nachgewiesen. Leider werden die Therapien häufig nicht von den Krankenkassen bezahlt.
    Berliner Morgenpost: Regeneriert ein Gelenkknorpel, wenn die Entzündung gestoppt ist?
    Burmester: Ein Knorpel, der weg ist, kann nicht nachwachsen. Ein teilweise zerstörter Knorpel kann sich regenerieren.
    Berliner Morgenpost: Welche Erfahrungen gibt es mit der Therapie in Kältekammern?
    Brandt-Jürgens: Für eine Kältetherapie geht man mehrmals in einen trockenen Raum bei minus 110 Grad. Die Therapie vermindert die Schmerzwahrnehmung.
    Berliner Morgenpost: Sind Hyaluronsäure-Spritzen zu empfehlen, zum Beispiel in die Knie?
    Burmester: Hyaluronsäure ist Gelenkschmiere. Ich befürworte die Therapie in Einzelfällen, aber sie schlägt nicht bei jedem an. Die Beweislage in Studien ist nicht eindeutig, deshalb erstatten die Kassen die Therapie nicht.
    Berliner Morgenpost: Worauf muss man sich einstellen, wenn ein Kind Rheuma hat?
    Brandt-Jürgens: Kinder sollten unbedingt von einem Kinderrheumatologen behandelt werden, denn ihre Behandlung unterscheidet sich von der Erwachsener. Bei ihnen können auch andere Organe betroffen sein.
    Berliner Morgenpost: Können psychische Belastungen Rheumaschübe auslösen?
    Burmester: Es gibt keine Belege dafür. Aber die Patienten werden in ihrer Lebenswahrnehmung eingeschränkt, was zu Depressionen führen kann. Deshalb muss man die psychische Seite sehr ernst nehmen.
    Berliner Morgenpost: Was ist Morbus Bechterew, und welche Diagnose- und Therapiemöglichkeiten gibt es?
    Brandt-Jürgens: Morbus Bechterew (MB) ist eine chronische Erkrankung des Immunsystems, die zu einer Entzündung der Wirbelsäule führt. Typischerweise sind zuerst die Verbindungsgelenke zwischen Becken und Wirbelsäule betroffen. Die Erkrankung fängt zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr an und kommt bei Männern und Frauen gleich häufig vor. Das Hauptsymptom sind anhaltende Rückenschmerzen. Behandelt wird zunächst mit nichtcortisonhaltigen Antirheumatika. Wenn das nicht reicht, werden Biologika gegeben. Für die Diagnostik steht uns heute als Neuheit die Magnetresonanz-Tomografie (MRT) zur Verfügung. Damit sieht man das Entzündungswasser im Knochen, was zu einer viel besseren Früherkennung geführt hat. Es besteht die Hoffnung, in Zukunft das Einsteifen des Rückens eindämmen zu können.
    Mathiske-Schmidt: Zur Schmerzlinderung ist die manuelle Therapie geeignet, alternativ auch neurophysiologische Konzepte der Krankengymnastik, um veränderte Bewegungsmuster zu normalisieren.
    Berliner Morgenpost: Was sagt der Test auf HLA-B27 aus?
    Brandt-Jürgens: Das ist ein Bluttest. Der Marker tritt beim MB in 90 Prozent der Fälle auf. Das heißt jedoch nicht, dass alle Menschen, die diesen Faktor in sich tragen, MB bekommen. Wenn Symptome den Verdacht auf MB nahelegen, sollte als erster Schritt ein Rheumatologe aufgesucht werden.
    Berliner Morgenpost: Was können Patienten außerhalb der normalen Therapie tun?
    Burmester: Selbsthilfeorganisationen sind eine wichtige Säule der Therapie. Wir ermuntern unsere Patienten, dort Mitglied zu werden. Zum Beispiel bei der Deutschen Rheumaliga

    Quelle: Morgenpost




  7. #87
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    Krafttraining als Therapie??

    Pressemitteilung vom 24.09.2009 09:44:47[ID 497796 / Vermischtes]Krafttraining als Therapie? Orthopädische Privatpraxis am Kieser Zentrum in Frankfurter hilft Rückenpatienten maßgeblich!





    Fachliche Aufsicht und qualifizierte Anleitung unter Beachtung der Belastungsgrenze bilden die Voraussetzung für das richtige Ergebnis


    Frankfurt - Dr. med. Ralf W. – Wirbelsäulenchirurg – leitet die Privatpraxis in Frankfurt am Main mit Schwerpunkt Medizinische Kräftigungstherapie. Als früherer Leistungssportler und Leiter des Wirbelsäulenzentrums im Bethanien-Krankenhaus in Frankfurt engagiert sich W. für eine gezielte Kräftigungstherapie, um Beschwerden zu lindern und Operationen möglichst zu vermeiden.

    Laut einer repräsentativen Umfrage des Instituts TNS Healthcare in München im Auftrag des Bundesverbands der Betriebskrankenkassen in Berlin leiden nahezu zwei Drittel aller Deutschen unter Rückenschmerzen. Ursache von Rückenschmerzen sind vor allem Fehlbelastungen durch Haltungsfehler, die zu Muskelverspannungen und einseitigen Belastungen von Gelenken und Bandscheiben führen. Gefährdet sind dabei Menschen in Berufen, die ungünstige und einseitige Belastungen bedingen. Fehlbelastungen können aber auch durch ungünstiges Schuhwerk oder auch das Körpergewicht bedingt sein.

    Die Therapie bei Rückenschmerzen umfasst sowohl Medikamente, als auch operative Maßnahmen und als Alternative zur Intervention das medizinische Kräftigungstraining.

    Betroffene können selbst einiges dazu beitragen, ihre Schmerzen zu reduzieren: durch Umgestaltung Ihres Arbeitsplatzes, rückenschonendes Verhalten und regelmäßige Übungen zur Stärkung der Rückenmuskulatur. Optimaler Weise findet ein solches Training unter professioneller Anleitung und ärztlicher Kontrolle statt – Rückenschmerzen aktiv entgegenwirken bedeutet mehr Lebensqualität und Fitness.

    Die medizinische Kräftigungstherapie richtet sich insbesondere an Patienten, die unter chronischen Schmerzen leiden. Ob an Rücken oder Nacken oder an eingeschränkter Mobilität durch Beschwerden an Hüft-, Knie- oder Schultergelenken.

    Die Medizinische Kräftigungstherapie wird bei folgenden Krankheitsbildern verordnet:
    Wirbelsäule: Rückenschmerzen in allen Formen, Bandscheibenvorfälle, schmerzhafte Funktionsstörungen, z. B. Blockierungen, Wirbelgleiten, Haltungsfehler, Skoliose, Morbus Scheuermann, fortgeschrittene degenerative Veränderungen, Zustand nach Operationen, Schleudertrauma, Spannungskopfschmerz; Nackenschmerzen mit Einschlafen und Taubheit der Hände und Finger.

    Fortgeschrittene Osteoporose: Bei der Osteoporosebehandlung ist eine Kräftigung von zentraler Bedeutung: Belastungsreize stimulieren den Aufbau von Knochensubstanz und die Einlagerung von Kalksalzen. Die Bruchfestigkeit im Knochen wird erhöht. Gleichzeitig beugen eine bessere Muskelkraft und Koordination der Sturzgefahr vor.

    Weitere Indikationen: Erkrankungen aus dem rheumatischen Formenkreis wie Morbus Bechterew, chronische Polyarthritis und Fibromyalgie, Gelenkbeschwerden und Zustand nach Operationen an Hüfte, Knie, Schulter.

    Die medizinische Kräftigungstherapie unter Leitung von Dr. Wagner eignet sich für Patienten und Interessenten jeden Alters, da sie individuell an die persönliche Lebenssituation sowie an die speziellen Bedürfnisse der Patienten und deren Möglichkeiten angepasst wird.

    Im Ergebnis stehen messbar mehr Leistungsfähigkeit, spürbar weniger Beschwerden und dadurch mehr Lebensqualität für die Patienten.



    Quelle: news4press







  8. #88
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    "Hilfe jetzt gezielter möglich.."

    „Hilfe jetzt gezielter möglich“

    Debstedt. Rheuma – keine Frage des Alters“ – unter diesem Motto steht der „Welt-Rheuma-Tag“, den die internationale Vereinigung der Selbsthilfeverbände für heute ausgerufen hat. Welche Rolle spielt die Rheuma-Behandlung an der Seepark-Klinik in Debstedt? Chefarzt Prof. Dr. Ulrich Wagner im Interview.

    Mit verfeinerter Diagnostik und neuen, speziellen Tabletten kann Rheuma-Kranken besser geholfen werden: Chefarzt Prof. Dr. Ulrich Wagner.

    Wie viele Menschen kommen jährlich in die Seepark-Klinik, weil sie an Rheuma erkrankt sind?

    Fünf Prozent aller Patienten, die uns aufsuchen in der Abteilung für Rheuma-Orthopädie – der Orthopädie II, geleitet von Dr. Wolfgang Köhnke, leiden an Rheuma. Das entspricht ungefähr 650 Menschen pro Jahr. Die Zahl bewegt sich seit einigen Jahren auf diesem Niveau.

    Beim Thema Rheuma denkt der Laie an eine Erkrankung der Gelenke. Gibt es andere Formen?

    Gelenk-Rheuma ist nur eine Form der rheumatischen Erkrankung. Insgesamt gibt es rund 200 verschiedene Arten, die auch bei uns in Debstedt behandelt werden. Wir sprechen in diesem Zusammenhang vom „rheumatischen Formenkreis“.


    Können Sie Beispiele nennen?

    Entzündliche Erkrankungen des Bewegungsapparates aus der Morbus Bechterew-Gruppe gehören dazu. Das sind Versteifungen im Wirbelsäulenbereich. Auch die zunehmende Infektionskrankheit Borreliose, ausgelöst durch „Zeckenbisse“, spielt da hinein.

    Welche Formen gibt es noch?

    Die Fibromyalgie gehört auf jeden Fall dazu. Sie betrifft zumeist Frauen, die an Schmerzen im gesamten Bewegungsapparat leiden, vor allem im Weichteilbereich.

    Welche Art von Rheuma ist in der Region am meisten verbreitet?

    Die „rheumatoide Arthritis“, die entzündliche Erkrankung der Gelenke. Betroffen sind Hand-, Knie-, Schulter, Fuß-, Hüftgelenke. Fast drei Prozent der Bevölkerung leiden daran.

    Wie entsteht Rheuma?

    Man geht davon aus, dass es bestimmte genetische Bedingungen gibt, die Rheuma auslösen. Im Blut der Patienten stellen wir einen sogenannten Rheumafaktor fest. Er zeigt an, dass sich das Autoimmunsystem, also die körpereigene Abwehr, gegen eigene Zellen wendet. Und diese Zellen greifen die Oberfläche der Gelenkschleimhäute an. Die sind derart aggressiv, dass die den Knorpel mit angreifen. Infolge dessen kommt es zu starken rheumatischen Gelenkveränderungen.

    Haben Sie den Eindruck, dass die Anzahl der rheumatischen Erkrankung in ihren verschiedenen Ausprägungen in Debstedt zugenommen hat?

    Nein. Aber die Diagnostik hat sich verfeinert. Wir können heute Menschen, die früher an unspezifischen Schmerzen im Bewegungsapparat gelitten haben, genauen Formen von Rheuma zuordnen.

    Welche neuen Formen der Behandlung wenden Sie an der Seepark-Klinik an, um Rheuma-Patienten zu helfen?

    Wir greifen verstärkt auf neue Medikamente zurück, die so genannt „biologicals“. Das sind hochwirksame, überaus spezielle und sehr teure Tabletten, durch die wir Rheuma viel früher. gezielter und erfolgreicher behandeln können. Das führt dazu, dass wir die extremen Fälle von Verbiegungen des Bewegungsapparates im Ansatz verhindern können.

    Welche Möglichkeiten der Behandlung von Rheuma gibt es noch an der Seepark-Klinik?

    Wir können Patienten operativ behandeln. Zudem verfügen wir über das gesamte Spektrum der physikalischen Therapie: Kälteanwendungen im akuten Stadium, Wärmebehandlung im chronischen Stadium. Zudem gibt es bei uns die elektrische Therapie.

    Kann man etwas tun, um Rheuma zu verhindern?

    Eine gesunde Ernährung mit viel Obst und Gemüse hilft, die Folgen der rheumatischen Erkrankung ein Stück weit abzumildern. Wenig Fleisch sollte man zu sich nehmen. Und auf Alkohol und Zigaretten verzichten.
    Das Gespräch führte Andreas Schoener


    Quelle: Nordsee-Zeitung




  9. #89
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    nicht ganz neu, aber habe das so noch nicht gelesen...

    Erklärung für Gefährdung durch Arthritis-Medikamente gefunden



    Cox-2-Inhibitoren blockieren auch das Enzym Cox-1


    Britische Wissenschafter haben nach eigenen Angaben eine Erklärung dafür gefunden, warum Arthritis-Medikamente wie Vioxx Herzanfälle und Schlaganfälle auslösen können. Es zeigte sich, dass die Cox-2-Inhibitoren verhinderten, dass ein Enzym Blut verdünnende Wirkstoffe produzierte und so Blutgerinnsel wahrscheinlicher wurden. Vioxx und ähnliche Medikamente wurden vom Markt genommen, weil sie eine Gefahr für die Gesundheit der Patienten darstellten. Die Ergebnisse der Studien wurden im Journal der Federation of American Societies for Experimental Biology veröffentlicht.



    Nachdem Vioxx 2004 vom Markt genommen wurde, musste das Pharmaunternehmen Merck 253,4 Millionen Dollar an die Witwe eines Mannes bezahlen, der an einem durch das Medikament verursachten Herzanfall starb. Derzeit werden Tausende ähnliche Fälle in Amerika vor Gericht gebracht. Weitere Medikamente wurden ebenfalls vom Markt genommen oder mit entsprechend warnenden Beipacktexten versehen. Bis jetzt war nicht erforscht, wie genau diese Art von Medikamenten das Risiko eines Herzanfalles oder eines Schlaganfalles erhöhen kann.

    Die Wirkung von Cox-2-Inhibitoren beruht auf der Blockierung des Enzyms Cox-2. In der Folge wird die Produktion jener Hormone unterbunden, die eine Schwellung der Gelenke und Schmerzen verursachen. Jetzt wurde nachgewiesen, dass diese Inhibitoren auch das Enzym Cox-1 im Inneren der Zellen blockieren, die die Blutgefäße auskleiden. Innerhalb dieser Zellen ist Cox-1 für die Produktion des Blut verdünnenden Wirkstoffes Prostacyclin verantwortlich. Wird das Enzym blockiert, können sich Blutgerinnsel bilden und damit erhöht sich das Risiko einer Erkrankung.

    Die Wissenschafter betonen laut BBC die Bedeutung ihrer Entdeckung, die zur Entwicklung neuer Medikamente ohne die gefürchteten Nebenwirkungen führen könnte. Jane Mitchell, Mitautorin der Studie des Imperial College London, erklärte, dass Cox-2-Inhibitoren viele Vorteile für Patienten brächten und es gut wäre sie weiterhin zur Verfügung zu haben. Tim Warner, Mitautor von der University of London, meinte, dass diese Studienergebnisse spannend seien, da sie endlich die Arbeit an neuen Medikamenten ermöglichten.

    Quelle: innovations-report



  10. #90
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    Danke

    Hallo Soltar,

    heute möchte ich Dir mal für die vielen interessanten Artikel DANKE sagen.

    Ich habe gerade den letzten gelesen - wieder sehr interessant. Vielleicht gibt es ja dann bald die Möglichkeit, dass das Prostacyclin nicht blockiert wird. Mir hilft im Bedarfsfall meistens Arcoxia sehr gut, was aber eben auch in diese Gruppe zählt.

    LG Heidi
    Willst du glücklich sein im Leben, trage bei zu and'rem Glück; denn die Freude die wir geben, kehrt ins eig'ne Herz zurück.

  11. #91
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    Hallo Heidi

    Gerne.....freu mich wenns jemand liest, und man was damit anfangen kann!

    Ich finds eigentlich auch interessant. Wen jemand noch was findet im weiten Netz, bitte auch hier reinposten, wenns was hergibt.

    lg Soltar



  12. #92
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    Hei Soltar,

    wo hast du denn die haufen Berichte her, ist echt interessant, aber kostet zeit zum lesen, weiter so.
    Danke an Soltar,

    Gruß René
    Das ist meine persönliche Meinung.
    Gruß Renè aus Bayern

    Ich Kämpfe für die Menschen die wirklich Hilfe brauchen.

    Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser!!.

    Nicht behindert zu sein ist wahrlich kein Verdienst, sondern ein Geschenk das jedem, jederzeit genommen werden kann.
    ( Richard von Weizsäcker )

  13. #93
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    Hallo Wessi

    Wie schon erwähnt: Google-Alert: "Bechterew"

    Dann kommen die immer mal herein hier bei mir - und ich mach sie dann hier "Forum-tauglich".

    Ja, es braucht Zeit. Aber das ist bei jedem Thema so...

    Musst halt immer nur eins nach dem andern lesen...

    Gruss Soltar



  14. #94
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    Optimismus und Lebensfreude

    20.10.2009 - MAINZ
    Von Andreas Schröder
    KURZFILM Zwei Arbeiten von Regisseurin Karin Guse
    Unterschiedlicher können zwei Lebensgeschichten in Deutschland wohl kaum sein, als die des an einer Wirbelsäulenerkrankung leidenden Hochschulmitarbeiters Ludger Maria Kochinke und die der Zirkusfamilie Saloni. Gemein sind ihnen Optimismus und eine ständig wiederkehrende Lebensfreude. Die Mainzer Regisseurin Karin Guse hat ihre Geschichten in zwei Kurzfilmen eingefangen. Am Sonntagnachmittag wurden die Streifen im Capitol uraufgeführt.
    Morbus Bechterew ist eine Entzündung der Gelenke, die deren Versteifung bewirkt und chronische Schmerzen mit sich bringt. Bereits im Alter von 30 Jahren konnte Ludger Kochinke seine Wirbelsäule nicht mehr bewegen, seine Haltung war nach vorne gebeugt, der "obere Teil" der Welt war seinem Blickfeld entzogen. "Es gibt keinen Himmel, es gibt keine Köpfe", beschreibt Kochinke im Film "Ein Glücksfall, dieser Genickbruch" seine Welt vor dem Unfall.
    Achterbahnfahrt
    Mitte der 90er Jahre kam es dann dazu. Bei einer Achter-bahnfahrt in Mainz geben Kochinkes versteifte Knochen nach. Drei Wochen lebt er mit dem Genickbruch bis ihm klar wird, was passiert ist. Auf der holprigen Fahrt ins Kranken-haus habe er Todesangst ver-spürt. Doch die notwendige Operation eröffnet auch die Möglichkeit, Kochinkes Wir-belsäule ein Stück aufzurichten.
    Im Frühjahr 2009 erfüllt sich Ludger Kochinke einen Wunsch. Er bucht eine Über-fahrt von Teneriffa nach Lissa-bon auf dem Großsegler "Alex-ander von Humboldt". Er will hinauf in die Takelage des Schiffes und die Weiten des Meeres erblicken. Karin Guse begleitete ihn mit ihrer Kame-ra.
    Schwangerschaft
    Seit 2004 begleitet Guse die Zirkusfamilie Saloni. Vater Roland (35) und Mutter Angela (25) organisieren zusammen mit ihren fünf Söhnen den kompletten Zirkusbetrieb. Roland ist Clown, Dompteur, Feuerspucker, Werbefachmann und Zirkusdirektor in einer Person. Auch ihre Schwangerschaft hält "Angie" nicht davon ab, beim Auf- und Abbau des Zeltes mitzuhelfen. Das Leben des Paares ist von der Arbeit geprägt.
    Nicht selten am Rande des Existenzminimums geht es von Dorf zu Dorf, nur unterbrochen von einer kurzen Pause im Winterquartier. Aber Roland und Angela leben für den Zirkus und ihre Familie und genießen ihr bescheidenes Glück. "Man muss immer zu-versichtlich bleiben", sagt Vater Roland, selbst ein Zirkuskind, im Film.

    Quelle: Allg. Zeitung, Mainz





  15. #95
    PIPI 78 ist offline Außer Rand und Band!!!
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    Hallo Soltar...

    hast du den Film gesehen? Hört sich gut an, finde ich...ein scheinbar lustiger, aber auch nachdenklicher Film der unsere Problematik beleuchtet...finde ich nicht schlecht.Über viele andere Erkrankungen gibt es ja Filme...über MB kannte ich bislang keinen...

    Danke für die Info...

    PIPI
    "Sei Du selbst die Veränderung, die Du Dir wünschst für diese Welt!" Mahatma Gandhi

  16. #96
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    Film

    Hallo Pipi

    Nein, habe ihn leider nicht gesehen.

    Habe mal ein Buch gelesen, "mein Weg aus dem Schmerz.." oder wie das hiess, über ein MB - Betroffenen.

    Wo läuft denn wohl dieser Film ausserdem noch?

    Womöglich schwierig, dann einen Ort zu finden, wo er gezeigt wird. Im TV ja wohl kaum...

    Gruss Soltar



  17. #97
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    "Fit for work"

    MUSKULATUR UND GELENKE

    Fit für die Arbeit trotz Schmerzen

    06. November 2009, 15:12



    Muskel- und Gelenkserkrankungen kosten die europäische Wirtschaft jährlich bis zu 240 Milliarden Euro

    Wien - Der neue paneuropäische Bericht „Fit for Work" der Work Foundation zeigt, dass Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates für mehr Krankheitstage verantwortlich sind als jede andere Erkrankung. Muskel- und Gelenkschmerzen kosten die Wirtschaft in Europa schätzungsweise bis zu 240 Milliarden Euro. Eine frühzeitige Diagnose und die Förderung von chronisch kranken Arbeitnehmern unterstützt die Produktivitätsleistung positiv und kann letztendlich zu einer Entlastung der Gesundheits- und Sozialhaushalte führen. Die „Fit for Work" Studie gibt entsprechende Handlungsempfehlungen an Ärzte und die Politik.
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    Omnipräsentes Problem
    Der Bericht mit dem Namen „Fit for Work" Report wurde in 25 paneuropäischen Ländern erstellt und liefert interessante Ergebnisse über die Auswirkungen von Muskuloskeletalen Erkrankungen auf den Arbeitsmarkt. Muskuloskeletale Erkrankungen (Musculoskeletal disorders = MSDs) ist ein Überbegriff für über 200 Erkrankungen des Muskel- und Skelettapparates wie z.B. rheumatoide Arthritis, Morbus Bechterew, Rückenschmerzen, Gelenk-, Muskel- oder Sehnenschäden. Die Studie zeigt, dass 100 Millionen Europäer unter chronischen Schmerzen des Stütz- und Bewegungsapparates leiden. Mehr als 40 Millionen von ihnen sind Arbeitnehmer, von denen bis zu 40 Prozent ihre Arbeit aufgrund ihrer Erkrankung aufgeben müssen.
    „Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates haben ohne Frage ernste, negative Auswirkungen auf die Arbeitnehmerschaft in der EU, da sie für Millionen von verlorenen Arbeitstagen verantwortlich waren. Allein in Großbritannien betrug der Verlust in einem Jahr 9,5 Millionen Arbeitstage", sagt Stephen Bevan, Managing Director der Work Foundation. „Jetzt, da Europa darum kämpft, aus der globalen Rezession heraus zu kommen, sollten politische Entscheidungsträger berücksichtigen, wie die Arbeitsproduktivität in Unternehmen durch diese oft sehr schmerzhaften Leiden beeinträchtigt wird."
    Zu späte Diagnose
    Eine verzögerte Diagnose oder Behandlung von Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates kann den Erholungsprozess, die Beibehaltung des Arbeitsplatzes und die Rehabilitation wesentlich erschweren. Eine lange Abwesenheit vom Arbeitsplatz kann sich nachteilig auf Patienten mit Erkrankungen des Bewegungsapparates auswirken - je länger diese von der Arbeit fernbleiben, desto schwieriger wird die Rückkehr in das Arbeitsleben. Früh eingeleitete Maßnahmen können Menschen mit Erkrankungen des Bewegungsapparates helfen, ihre Arbeitsplätze zu behalten.
    Die frühzeitige Erkennung und Behandlung von Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates führt zur Entlastung der Gesundheits- und Sozialhaushalte führt. Lebensqualität und Leistungsfähigkeit der Arbeitnehmer verbessert sich nachweislich. Der „Fit for Work" Report weist darauf hin, dass eine frühzeitige Intervention ein Schlüsselfaktor ist, um es Menschen mit Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates zu ermöglichen, ihren Beruf weiter auszuüben.
    Besonders spät im Krankheitsverlauf erfolgt in die Diagnose chronisch-entzündlicher muskuloskeletaler Erkrankungen. Morbus Bechterew kranke Menschen erhalten die Diagnose im Schnitt fünf bis sieben Jahre nach Symptombeginn.
    Situation in Österreich
    Die durchschnittliche Krankenstandsdauer betrug 2004 in Österreich 18 Tage. Fast ein Viertel der Krankenstandstage geht dabei auf Muskuloskeletalen Erkrankungen zurück. Nebenbei sind sie der häufigste Grund für Frühpensionierungen. „Die wesentlichen Entscheidungsträger, insbesondere auch die Politik, sollten die psychosozialen und ökonomischen Vorteile früher Intervention erkennen und Maßnahmen treffen", meint Anna Vavrovsky, Ko-Autorin der "Fit for Work" Studie. (red)

    Quelle: Der Standard




  18. #98
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    Eine fast unmögliche Karriere

    Martin Schwab: Die Kugel immer im Blick | Foto: KünstleBILLARD. Er sagt diese beiden Sätze ganz ruhig und ohne Pathos: "Das war wie ein neues Leben. Ich habe gedacht, ich bin ein neuer Mensch." Martin Schwab aus Wittelbach ist 40 Jahre alt, doch vor fast fünf Jahren hat sich sein Leben dramatisch verändert. Ein zweites Mal. Er sitzt an einem Bistro-Tisch in der Billardhalle am Lahrer Flugplatz, deren Teilhaber er ist. Auf der Theke liegen die Urkunden von der Deutschen Meisterschaft in Bad Wildungen. Meister der Senioren-Klasse im Neun-Ball-Billard ist er dort gerade geworden, Dritter im Wettbewerb 14/1 endlos und Neunter in der Acht-Ball-Disziplin. Doch diese Geschichte seiner Krankheit und seines Kampfes um ein Stück sportlicher Normalität wiegt schwerer als alle aktuellen Meriten. Schwab leidet an Morbus Bechterew, einer rheumatischen Erkrankung der Wirbelsäulengelenke, die starke Schmerzen verursacht (siehe Infobox). Trotzdem hat er es weit gebracht in seinem Sport.

    "Mit dieser Krankheit sollte man keinen Sport betreiben"Ärzte-Auskunft für Martin Schwab

    Seine Haltung ist leicht gekrümmt, äußeres Zeichen des Handicaps. Schwab hatte immer Sport getrieben, er spielte Fußball im Tor der Spvgg. Lahr und Tischtennis in Seelbach, bis im Sommer 1989. Eines Tages saß er im Sessel und konnte nicht mehr aufstehen. Der Schub kam ohne Ankündigung. Nach Wochen der Ungewissheit stellte ein Orthopäde die Diagnose für den 20-Jährigen: Morbus Bechterew. Die erste Zäsur in seinem Leben. "Das war ein Schock. Tischtennis und Fußball sind nicht mehr möglich, mit dieser Krankheit sollte man keinen Sport betreiben, haben die Ärzte gesagt."


    Mit 24 Jahren hat er zum ersten Mal einen großen professionellen Billard-Tisch gesehen, in einem Lokal in Lahr – und er war beeindruckt. Er zuckt leicht mit den Achseln: "Dann habe ich gedacht, dann spielst du eben richtig Billard." Das Spiel hatte er immer gemocht, doch es war bis dahin eher ein Zeitvertreib in der Kneipe.

    Im Jahr 1993 war der Wittelbacher Gründungsmitglied des Pool-Billard-Club Lahr, und von da an spielte er Wettkämpfe, trotz seiner Probleme. Sein Ballgefühl führte ihn bis in die 2. Liga, in der er vier Jahre lang für die Vereine in Herbolzheim und in Sand an den Tisch trat. Der Alltag blieb schwierig. "Ich habe manchmal morgens vom Bett ins Bad 20 Minuten gebraucht", sagt er. Trotzdem spielte er. Er nahm starke Schmerzmittel, um die Symptome seiner Krankheit zu bekämpfen. Im Dezember 2001 erlitt er einen Blinddarmdurchbruch und wurde in die Freiburger Uni-Klinik eingeliefert. "Ich habe Glück gehabt, dass ich überhaupt noch lebe", sagt er leise. "Doch im Januar habe ich wieder gespielt." Wie war es möglich auf einem so hohen Niveau zu spielen? "Ich habe eine enorme Konzentrationsfähigkeit. Ich lasse mich durch nichts ablenken. Andere machen Theater, wenn Musik läuft, oder wenn gesprochen wird. Ich kann das komplett ausblenden. Ich habe nie aufgegeben, ich hatte immer meine sportlichen Ziele vor Augen. Und ich hatte Spaß, trotz allem." Carsten Isele, Billardspieler im Lahrer Club und ein Begleiter seines sportlichen Weges seit 1994, beschreibt den Sportler Schwab so: "Er ist gnadenlos. Egal, wie schlecht der Gegner ist – er gibt immer hundert Prozent. Andere fangen dann vielleicht an rum zu murmeln, er nicht. Er ist ein bissiger Hund. Und er war in jedem Verein, in dem er gespielt hat, der Beste." Im Januar 2005 begann Schwabs Arzt mit einer neue Therapie: Infusionen mit einem TNF-Alpha-Blocker, das sind biologische Medikamente, die den körpereigenen Botenstoff TNF-Alpha hemmen. Schwab erinnert sich genau: "Am morgen nach der ersten Infusion bin ich aufgestanden und habe gedacht: Das gibt es nicht. Ich hatte keine Schmerzen und konnte mich bewegen wie schon lange nicht mehr". Die zweite Zäsur in seinem Leben.

    Alle zehn Wochen erhält er eine Infusion. Mittlerweile lebt er schmerzfrei, nicht ohne Handicap, doch die Lebensqualität ist deutlich gestiegen. Auch am Billardtisch tut er sich leichter: "Ich muss nun keine Schon-Haltung mehr einnehmen. Meine Leistungen sind konstanter geworden." In Bad Wildungen hatte er eine Woche lang gespielt: 17 Sätze, die im Schnitt zwischen einer und zwei Stunden dauern. In diesem Jahr hat er einen Durchmarsch bei den Titelkämpfen hingelegt: Er siegte bei der Kreis-, der Bezirks- und der Landesmeisterschaft in allen drei Disziplinen. "Neun Titel. Das hat vor mir noch keiner geschafft", sagt er.

    Auch sein Alltag ist voll gepackt. Schwab, der gelernte Maschinenbautechniker, arbeitet als Techniker bei einer Lahrer Computer-Firma, dazu betreibt er zusammen mit Sylvain Dentzer das Billard-Lokal am Flugplatz. "Langweilig wird es mir nicht", sagt er lachend. Hinter ihm warten 12 professionelle Tische im Dunkel der Halle. Es ist Montag, Ruhetag. An der Wand prangt unübersehbar das Wappen des PBC Lahr, der hier seine Spiele austrägt. Schwab indes hat die Deutsche Meisterschaft für die Pool-Sharks Bruchsal erstritten. "Aus persönlichen Gründen" tritt er nicht mehr für den PBC Lahr an, mehr will er dazu nicht sagen. Erst vor Kurzem hat er mit dem Bruchsaler Oberliga-Team die Lahrer mit 7:1 geschlagen. Eigentlich eine ungewöhnliche Situation. Aber Martin Schwab geht eben seinen eigenen Weg.

    Quelle: Badische Zeitung




  19. #99
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    INFOKAMPAGNE

    „Gib Rheuma keine Chance!"

    03. November 2009, 09:06



    Gratis-Info und Rheuma-Test an Deiner Universität

    Etwa 2 Prozent der heute Studierenden werden an einer entzündlichen rheumatischen Erkrankung wie Rheumatoide Arthritis (RA) oder Morbus Bechterew (MB) erkranken. Das verbreitete Vorurteil, dass Rheuma „ein Altersleiden" sei, ist falsch: Viele Menschen erkranken bereits in jungen Jahren. Sie sind also über einen langen Zeitraum Patienten und ihr Leben ist oft schwer beeinträchtigt. Entzündliche rheumatische Erkrankungen bedeuten eine geringere Lebenserwartung von bis zu zehn Jahren, die sich unter adäquater Behandlung normalisiert. Sie bedeuten eingeschränkte Beweglichkeit, Schmerzen, Verschlechterung der Lebensqualität, häufig Frühinvalidität und Arbeitslosigkeit. Laut WHO ist Rheuma heute weltweit die wichtigste Krankheits-Ursache, laut EU-Kommission führt es zu 0,5 bis 2 Prozent Verlust im BIP.
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    • ERFOLG: Bank Austria - Die Bank zum Erfolg
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    Österreichweite Infokampagne
    Gerade bei entzündlich rheumatischen Erkrankungen ist die rasche Diagnose und frühzeitige Behandlung beziehungsweise Rehabilitation besonders wichtig. Aus diesem Grund wird die Österreichische Gesellschaft für Rheumatologie Studierende im Rahmen einer österreichweiten Infokampagne an Universitäten über die Gefahren entzündlicher rheumatischer Krankheiten aufklären, sie über die ersten Anzeichen informieren und ihnen ein mögliches Krankheitsrisiko bewusst machen: damit sie gegebenenfalls einen Arzt aufsuchen. Jeder Studierende, der durch die Aufklärungsaktion der ÖGR durch frühzeitige Diagnose und kompetente Therapie vor so einem Schicksal bewahrt wird, ist ein großer Erfolg. (red)

    Quelle: Der Standard




  20. #100
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    Meiringen
    |
    14. November 2009

    «Schmerzen gehören nicht zum Leben dazu»

    Jahreskonferenz der Rheumaliga Schweiz

    Die Präsidenten und Geschäftsführer der lokalen Rheumaligen sowie der Patientenorganisationen der Rheumaliga Schweiz treffen sich jedes Jahr zu einer Konferenz. Der Fokus der diesjährigen Tagung im Parkhotel du Sauvage in Meiringen lag auf der Krankheit Morbus Bechterew und Arthrose.
    Die Geschäftsführerin der Rheumaliga Schweiz, Valérie Krafft, und der Präsident derselben Nonprofit-Organisation, Franz Stämpfli, haben noch viel Aufklärungsarbeit zu leisten.
    Foto: Ann Schaerer

    Die Rheumaliga Schweiz setzt sich aus vielen lokalen Ligen sowie zahlreichen Patientenorganisationen wie beispielsweise der Schweizerischen Vereinigung Morbus Bechterew zusammen. An einer Konferenz im Parkhotel du Sauvage in Meiringen finden deren Präsidenten und Geschäftsführer zusammen, um sich zwei Tage lang weiterzubilden und sich auszutauschen. «Am Freitagmorgen war beispielsweise Anlenka Ambroz vom Schweizer Fernsehen da und hat über das Handwerk und das Geschäft mit Informationen in der Medienarena Schweiz referiert. Das war ein sehr interessanter Vortrag», erzählt Franz Stämpfli, Präsident der Rheumaliga Schweiz. «Rheuma ist mit rund 1,5 Millionen Betroffenen ein sehr weit verbreitetes Krankheitsbild, das sich in 200 verschiedenen Erkrankungen äussert. Es ist klar die Volkskrankheit Nummer Eins», erklärt die Geschäftsführerin der Rheumaliga Schweiz, Valérie Krafft.

    Vier Krankheitskategorien

    «Wir teilen die Krankheit deshalb in vier Kategorien ein: degenerative Erkrankungen (Abnützung), entzündliche Erkrankungen, Weichteilrheumatismus und Knochenerkrankungen. Jedes Jahr liegt der Fokus auf einer anderen Krankheitskategorie. Dieses Jahr stehen vor allem Morbus Bechterew und Arthrose im Zentrum», führt Valérie Krafft weiter aus. «Im Gegensatz zum Krebs leben viele Personen mit rheumatischen Erkrankungen ohne etwas dagegen zu tun, da sie glauben, Schmerzen gehören halt einfach zum Leben dazu. Hier braucht es noch viel Aufklärungsarbeit, denn man kann eine ganze Menge dagegen tun», ergänzt die Geschäftsführerin. «Die Arthroseerkrankungen nehmen laufend zu. Dies hat auf der einen Seite mit einer immer älter werdenden Gesellschaft zu tun, andererseits mit Überbeanspruchung von Gelenken bei der Arbeit oder beim Sport. Gerade im Sport betrifft es auch viele junge Menschen, so zum Beispiel den Tennis-Star Rafael Nadal. Die entzündlichen Erkrankungen hingegen sind global verbreitet und haben nichts mit unserer Lebensweise zu tun. Sie sind vermutlich genetisch bedingt», weiss die Fachfrau abschliessend zu berichten.


    Angebot der Rheumaliga Schweiz

    Die Rheumaliga Schweiz fördert die Bekämpfung von rheumatischen Erkrankungen seit ihrer Gründung im Jahr 1958. Sie ist der Dachverband von 20 kantonalen und regionalen Rheumaligen und von fünf Patientenorganisationen. Die Rheumaliga Schweiz und ihre Mitgliedorganisationen bieten in allen Regionen der Schweiz Kurse und Veranstaltungen zu Bewegung, Wissen und Leben mit Rheuma an sowie Beratungen und Aktionswochen. (as)


    Quelle: Jungfrau-Zeitung





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