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  1. #61
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    Auch wenn dir das nicht passt: Ich komme nunmal zu dieser Schlussfolgerung, und schreibe sowieso was mir passt hier.

    Wenn du eine andere Meinung hast, dann tue sie kund - aber kritisiere mich nicht dauern!



  2. #62
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    Zitat Zitat von Soltar
    Eingestellter Text: Trotz der Schwere des Krankheitsbilds können Arzt und Apotheker allen Betroffenen Hoffnung geben. Denn die Prognose der JIA ist relativ gut. Insgesamt gelingt es bei etwa 60 Prozent der Kinder und Jugendlichen, die Erkrankung zum Stillstand zu bringen, ohne dass eine Behinderung zurückbleibt..
    Hallo Soltar,
    diese Sätze sind mir wirklich wichtig. Ich habe in der Praxis viele Kinder mit JIA, weil bei ihnen alle 3-6 Monate die Iris kontrolliert werden muss. Einige erwischt es wirklich böse und auch ich würde als Mutter zunächst eine medikamentöse Therapie durchführen. Es kommen jedoch viele wieder weg von den Medikamenten. Ich kann es prozentual nicht einschätzen, in deinem eingestellten Text steht 60%!!!

    Deine Aussage "Der Expert(-innen)rat ist dann einfach schon früh NSAR, Immusupressiva und die schweren Medikamente aus der "Küche" der Schulmedizin zu nehmen..auch schon bei Kindern - ein Leben lang..." erscheint mir auch zu pessimistisch zu sein. So ist es zum Glück nicht.

    Maiglöckchen
    Geändert von Maiglöckchen (09.06.2009 um 21:30 Uhr)

  3. #63
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    Ok. dann habe ich halt mal wieder zu negativ interpretiert.

    Dann bin ich ja auch froh, dass es offenbar nicht ganz so ist!

    Gruss Soltar



  4. #64
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    „3. Frankfurter-Rheuma-Orthopädie-Tag“ am 20. Juni in der Alten Oper, Frankfurt

    „3. Frankfurter-Rheuma-Orthopädie-Tag“ am 20. Juni in der Alten Oper, Frankfurt


    Copyright Claudia Rehart -Mitglied im Deutschen Presseverband


    (fair-NEWS) - Einladung zum kostenfreien „3. Frankfurter-Rheuma-Orthopädie-Tag“ am 20. Juni in der Alten Oper, Frankfurt für Patienten und Interessierte!

    - Die Schirmherrschaft hat die Frankfurter Oberbürgermeisterin Frau Dr.h.c. Petra Roth übernommen.

    Zwischen 9.00 Uhr und 17.00 Uhr sieht das Programm Vorträge, Kurzseminare und Workshops vor,welche die praktischen Aspekte der Rheuma-Orthopädie betonen.

    Durch den Tag führt Prof. Dr. Stefan Rehart und Prof. Dr. Fridun Kerschbaumer mit weiteren aus den umliegenden Kliniken, Zentren sowie der Rheuma Liga, Hessen.

    Die großen wissenschaftlichen und technischen Fortschritte kommen nur durch stetige Informationen aller Beteiligten bei den Interessierten/Betroffenen an. Die intensive zwischen Ärzten und Patienten ist Bestandteil des Konzeptes von Initiatorin Claudia Rehart (PR-Beraterin).

    Der Begriff „Rheuma“ entstammt dem griechischen Wort „rheo“ („ich fließe“), das in diesem Zusammenhang frei übersetzt wird als „fließende Schmerzen“.

    Rheuma, das bedeutet für die Betroffenen oft unerträgliche Schmerzen in Muskeln und Gelenken. Die Krankheiten im Bereich des Bewegungsapparates wie zum Beispiel Gelenke, Gelenkkapseln, Knochen, Muskulatur oder Sehnen, werden nicht durch eine Verletzung oder durch tumoröse Veränderungen hervorgerufen. Unter den Begriff Rheuma fallen etwa 400 einzelne Erkrankungen, die sich zum Teil ähneln, die aber zum Teil auch völlig unterschiedlich sind, in ihrer Ursache, der Art ihrer Symptome, aber auch in ihrem Verlauf, in ihrer Behandlung und in ihren Folgen, so Claudia Rehart

    Bindegewebsstrukturen sind praktisch überall im Körper vorhanden, daher können fast alle Organe bei entzündlicher-rheumatischer Erkrankung beteiligt sein. Teilweise werden sie durch medikamentöse Therapie in Mitleidenschaft gezogen. Ziel jeder Behandlung ist neben der Schmerzbefreiung der Erhalt bzw. die Wiederherstellung der Gelenkfunktion. Am "3. Frankfurter-Rheuma-Orthopädie-Tag" haben Patienten die Möglichkeit ihre Fragen über Morbus Bechterew, Osteoporose, Knochendichte, Ernährung, schonende minimal invasive Operationsverfahren, Rehamaßnahmen, Biologika Therapien bei rheumatoider Arthritis - was kommt danach oder sportrelevanten Vorgehensweise an ausgewiesene Experten zu stellen. Die Wahl der Sportart muss individuell erfolgen und sich dem Stadium der Erkrankung und der Leistungsfähigkeit des Patienten im Besonderen anpassen. Geeignet sind schonende Ausdauersportarten wie Schwimmen, Radfahren, Walking/Nordic Walking und Aquajogging. Begleitend sollten immer physiotherapeutische Maßnahmen erfolgen.

    Die "Deutsche Implantat Stiftung e.V." Frankfurt hat einen Rechtsanwalt und Notar für einen Vortrag über Patientenverfügung - wichtiger denn je! eingeladen.

    Ergänzend werden Vorträge über die sozialrechtliche Behandlungen von Rheumapatienten, Rheuma erhöht das Herzinfarktrisiko, schonende Therapieverfahren, an Hüfte, Knie, des rheumatischen Rückfußes und der rheumatischen Instabilität der Halswirbelsäule vorgetragen.

    Neues der letzten Kongresse der ARO (Assoziation für Orthopädische Rheumatologie) wird bekannt gegeben. Wie in den Jahren zuvor ist eine Industrieausstellung und ein Gewinnspiel für die Besucher vorbereitet.

    Wenn Rheumapatienten ein halbes Jahr auf einen Arzttermin warten müssen, ist die Katastrophe perfekt. In vielen Landkreisen von Hessen gibt es zu wenig Rheumatologen und Rheumaorthopäden, daher Rheumapatienten immer längere Wartezeiten. Während des „3. Frankfurter-Rheuma-Orthopädie-Tags“ haben Betroffene die Möglichkeit Fragen zu stellen, rasche Antworten zu erhalten und regen inaktiven Austausch mit Gleichgesinnten zu pflegen.

    In Deutschland leidet etwa ein Viertel der Bevölkerung an Funktionseinschränkungen durch muskuloskelattale Erkrankungen. Zieht man den Kreis enger und erfasst alle Betroffene mit klinisch manifesten, behandlungsbedürftig chronischen Erkrankung des Stütz- und Bewegungsapparates, sind es etwa 10 Millionen Deutsche. Knapp sieben Millionen Menschen haben schwere chronische Rückenschmerzen, rund sechs Millionen Kniegelenksarthrose und vier Millionen eine Polyarthrose in den Händen. Entzündlichrheumatische Erkrankungen betreffen 1,5 Millionen - zwei Prozent der erwachsenen Bevölkerung. Hinzu kommen etwa 15.000 rheumakranke Kinder.

    Quelle: Fair-News



  5. #65
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    Warum hilft Radon??

    Bergfahrten gegen den Schmerz

    28. Juni 2009, 19:41



    Im Heilstollen in Bad Gastein kuren Menschen mit entzündlichen Erkrankungen des Bewegungsapparates - Im warmen Berg atmen sie radonhaltige Luft - Warum das Schmerzen lindert, wird gerade erforscht

    Die Geschichte von der wundersamen Wirkung des Berges beginnt in den 1940er-Jahren mit der Suche nach Gold. Bereits im 17. Jahrhundert war man im Gasteinertal durch das Edelmetall reich geworden, und mitten im Zweiten Weltkrieg entschloss man sich, die alten Schächte wieder zu öffnen. Insgesamt wurden 16 Stollen gegraben. Die Arbeit war hart, besonders im Paselstollen. Je tiefer die Knappen dort in den Berg vordrangen, umso heißer und feuchter wurde es: bis zu 44° Celsius mit Luftfeuchtigkeit von fast 100 Prozent.
    Gold fand man nicht, dafür gab es eine andere, rein empirisch gewonnene Erkenntnis: Jenen Bergarbeiter, die im Paselstollen arbeiteten, tat die Wärme gut. Sie hatten weniger Infekte als ihre Kollegen, ihre Gelenkschmerzen und ihr Asthma verschwanden.
    Nach dem Krieg begannen Wissenschafter der Universität Innsbruck dieses Phänomen zu erforschen und entdeckten, dass die Luft in jenem einen Stollen Radon enthielt. "Das Edelgas, das eingeatmet oder über die Haut aufgenommen wird, wirkt auf die Entzündungskaskade im Körper und bremst sie auf molekularer Ebene", erklärt Internist Bertram Hölzl, ärztlicher Leiter des Heilstollens Gastein. Pro Jahr kommen hierher 12.000 Therapiegäste, meist Schmerzpatienten mit chronisch entzündlichen Erkrankungen.
    Die weltweit einzigartige Behandlung dauert rund zwei Wochen. Jeden zweiten Tag steht eine "Einfahrt" für die Kurgäste auf dem Programm. Man versammelt sich im Bademantel, eine junge Ärztin - auch sie im Bademantel - ruft jeden einzeln auf und gibt bekannt, auf welcher der fünf Stationen jeder Kurgast aussteigen muss. Der Heilstollen führt 2,5 Kilometer tief in den Berg, insgesamt gibt es vier Klima-Levels, die sich hinsichtlich Umgebungstemperatur (37,5° bis 42° Celsius) und Luftfeuchtigkeit (70 bis 100 Prozent) unterscheiden. "So, jetzt fahren wir ein", sagt die Ärztin, und die Kurgäste marschieren im Gänsemarsch zum Zug, einen Liegewagen für Schwerkranke gibt es auch.
    Sauna im Stollen
    Dann beginnt die Fahrt in die Tiefe, es ist ein bisschen so wie eine Sauna im Berg. Ein Berliner Morbus-Bechterew-Patient erzählt, dass er seit vielen Jahren alle zehn Monate hierherkommt, weil seine Schmerzen zwei Wochen nach dem Aufenthalt besser werden.
    Die erste Station ist die "Bademantelstation": Ab nun tragen alle Badekleidung. Station für Station steigen Menschen aus, gehen wenige Schritte zu den in Tunneln aufgestellten Holzpritschen, um dort für die nächsten 40 Minuten zu ruhen. Im Stollen soll nicht miteinander gesprochen werden - ein paar hitzeerprobte Profis schnarchen nach wenigen Minuten.
    Sobald alle liegen, beginnt die Ärztin - auch sie im Badeanzug mit dem Stethoskop um den Hals - ihre Runde durch die Stollen, kontrolliert Blutdruck, misst Puls. Wer im engen Tunnel Platzangst bekommt oder die Hitze nicht mehr aushält, drückt einen Notknopf und wird in einen gekühlten Aufenthaltsraum gebracht. "Solche Notfälle passieren sehr selten", sagt die Ärztin. 74.000 Einfahrten pro Jahr finden statt, jetzt ist in der Hochsaison drei pro Tag.
    Wie genau Radon-Strahlen im Körper wirken, wird seit Anfang der 90er-Jahre intensiv erforscht. Man geht davon aus, dass Radon die zelleigenen Reparaturmechanismen verbessert und die Botenstoffe der Schmerzwahrnehmung beeinflusst. "Radon aktiviert das entzündungshemmende Zytokin TGF-Beta, einen Gegenspieler des körpereigenen Botenstoffes TNF-alpha, der bei entzündlichen Autoimmunerkrankungen überreagiert", erklärt Markus Ritter vom Forschungsinstitut Gastein, einer unabhängigen Einrichtung an der Paracelsus-Universität Salzburg. Zusammen mit seiner Kollegin Angelika Moder startet dieser Tage gerade eine neue Studie. Dass Radontherapie bei Patienten mit Morbus Bechterew knochenaufbauende Prozesse fördert, hat man bereits in einer Pilotstudie herausgefunden. Nun werden OPG und RANKL, beides messbare Botenstoffe, die bei der Knochenbildung eine entscheidende Rolle spielen und bei Osteoporose charakteristisch verändert sind, bei Radon-Einwirkung unter die Lupe genommen. "Da wir einige Wirkmechanismen der Radon-Therapie im Körper kennen, können wir gezielt nach neuen Anwendungen forschen", sagt Moder.
    Wärme und Strahlen
    Ein forschungstechnisches Handicap gibt es bei den Studien allerdings: Der Heilstollen in Gastein ist weltweit der einzige Radon-Tunnel, der auch warm ist und unterscheidet sich deshalb von den kalten Radontunnel etwa in Bad Kreuznach in Deutschland oder in Montana/USA. Bei gemeinsam durchgeführten Studien muss dieses Faktum berücksichtigt werden, denn inwiefern die Wärme, die eine Form der Hyperthermie im Körper auslöst, nicht auch die Radonwirkung verstärkt, bleibt rein wissenschaftlich betrachtet nur schwer überprüfbar. "Auch die Kontrolle mit Placebo ist bei unseren Studien nicht einfach. Wie sollte man denn einen Radon-Tunnel simulieren", sagt Ritter vom Forschungsinstitut Gastein. Doch rein empirisch betrachtet ist die schmerzlindernde Wirkung über mehrere Monate nach einem Aufenthalt erwiesen. Schmerzpatienten brauchen danach signifikant weniger Medikamente, ihre Lebensqualität steigt, "und der Staat könnte sich durch Kuren Medikamentenkosten sparen", sagt Heilstollen-Vorsteher Hölzl. (Karin Pollack, Printausgabe, 29.6.2009)
    Wissen: Radon-Therapie
    Radon ist ein farb- und geruchloses Edelgas, das in niedrig dosierten Mengen eine natürliche Heilwirkung auf den Körper hat. Der Radongehalt dieser radioaktiven Substanz beträgt 44 kBq/m3, das entspricht bei einer dreiwöchigen Kur einer Strahlendosis von einem Röntgenbild und ist damit medizinisch unbedenklich.
    Eine Radon-Therapie wird bei folgenden entzündlich rheumatischen Erkrankungen vom Facharzt verordnet: Morbus Bechterew, Fibromyalgie, Spondylarthropien, Rheumatoide Arthritis, Arthrosen, Gicht, Weichteilrheumatismus, Psoriasis, Neurodermitis , Sarkoidose, Neuralgien, aber auch bei Asthma bronchiale, chronischer Sinusitis, COPD oder Heuschnupfen. Das Procedere: Im Laufe von zwei bis drei Wochen werden insgesamt acht bis zwölf Einfahrten absolviert. Eine Einfahrt dauert eine Stunde.
    Vor der ersten Einfahrt werden die Kurgäste einer genauen Untersuchung unterzogen. Kontraindikationen: Schwangerschaft, unbehandelte Schilddrüsenüberfunktion, Klaustrophobie, schwere Herz-, Kreislauf- oder Nierenerkrankungen - in solchen Fällen sind Radon-Bäder in speziellen Wannen ("Dunstbad") eine Alternative. Radon selbst ist nach drei Stunden komplett wieder aus dem Körper ausgeschieden. (pok)

    Quelle: Der Standard





  6. #66
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    Quelle PR-Inside

    Förderung von chronisch kranken Arbeitnehmern steigert Produktivität

    Fit im Job trotz Rheuma


    © OTS
    (PR-inside.com 24.06.2009 13:05:01)- Die Förderung von chronisch kranken Arbeitnehmern unterstützt die Produktivitätsleistung positiv, so das Ergebnis der heute veröffentlichten Studie "Fit for Work" der Work Foundation. Muskuloskeletale Erkrankungen wie etwa Rheuma sind europaweit für die meisten Krankenstandstage verantwortlich. Da unsere Gesellschaft zunehmend altert, besteht steigender Handlungsbedarf, um Arbeitnehmer fit und damit aktiv im Arbeitsprozess zu halten. Diesem Anliegen kommt die neue Initiative "Rheuma Job Coach" nach und bietet ein zukunftsweisendes Service für berufstätige Rheumakranke.
    Die heute von der Work Foundation veröffentliche neue Studie "Fit for Work-Report" liefert interessante Ergebnisse über die Auswirkungen von Rheumakranken auf den Arbeitsmarkt. Die Studie mit dem Titel "Fit for Work? Der Einfluss von muskuloskeletalen Erkrankungen auf den österreichischen Arbeitsmarkt" betont die Wichtigkeit der Förderung von chronisch erkrankten Arbeitskräften. Dies würde die Produktivität steigern und zu enormen volkswirtschaftlichen Einsparungen führen. Robin McGee, Wissenschaftlerin der Abteilung"Health and Wellbeing" der Work Foundation betont: "Arbeit kann beides sein: die Ursache der Erkrankung, aber auch die Heilung." Zahlen, Daten, Fakten Muskuloskeletale Erkrankungen (Musculoskeletal disorders = MSDs) ist ein Überbegriff für über 200 Erkrankungen des Muskel- und Skelettapparates wie z.B. rheumatoide Arthritis, Morbus Bechterew, Rückenschmerzen, Gelenk-, Muskel- oder Sehnenschäden. Sie sind für die meisten Krankenstandstage verantwortlich. Im Jahr 2004 verursachten sie mit 7,7 Millionen verlorenen Arbeitstagen die meisten Ausfälle. Eine Schätzung spricht von 55.000 Rheumapatienten in Österreich. Ein schmerzlicher Alltag für die Betroffenen, der leider oftmals viele Krankenstände bedingt und so zu volkswirtschaftlichen Verlusten führen kann. Die durchschnittliche Krankenstandsdauer betrug 2004 18 Tage. Gerade in wirtschaftlich schwierigeren Zeiten könnten diese Krankstandstage zum Verlust des Arbeitsplatzes führen. Denn knapp 40% der arbeitslosen Österreicher geben an, dass ihre Arbeitslosigkeit auf gesundheitliche Probleme zurückzuführen sei. Je früher Diagnose und Behandlung erfolgen, desto höher die Kosteneinsparungen: "Die wesentlichen Entscheidungsträger wie insbesondere auch die Politik sollten die ökonomischen und psychosozialen Vorteile früher Intervention erkennen und Maßnahmen treffen, diese in Österreich zu ermöglichen", meint Anna Vavrovsky, die derzeit an der paneuropäischen Ausgabe dieser Studie mitarbeitet. Dr. Martin Gleitsmann, Leiter der Abteilung Sozialpolitik und Gesundheit der WKÖ, präzisiert: "Bei hypothetischem völligem Abbau der Belastungsfaktoren könnte das Krankenstandsgeschehen um 40 Prozent reduziert werden. Bereits durch eine Verringerung der hohen Belastungen könnten die Ausfallzeiten um 11 Prozent reduziert werden." Problematisch weil kostenintensiv ist auch die Zunahme an Frühpensionierungen. "Dadurch wird das Pensionssystem übermäßig stark belastet, denn bei steigender Lebenserwartung ist das Pensionsalter weiter gesunken und liegt im Zeitraum 2002 bis 2007 nur noch bei 58,9, bei Frauen gar nur bei 57,9 Jahren" sagt Dr. Gleitsmann. Der "Rheuma Job Coach" hilft aus der Krise Diese Reduktionen sind auch Ziel der neuen und in Österreich bisher einzigartigen Web-Beratungs-Initiative "Rheuma Job Coach". Auslöser ihrer Gründung waren die Ergebnisse der Fit-for-Work-Studie. Die Initiative entstand in Kooperation zwischen dem Gesundheitsunternehmen Abbott und der Österreichischen Rheumaliga. Unter dem Link www.rheuma-job-coach.at bietet sie Hilfestellungen für berufstätige Betroffene. Sie fokussiert dabei auf die Themen Arbeitsplatzsicherung, Umgang mit der Krankheit am Arbeitsplatz, Hilfe beim Bewerbungsprozess und gibt Empfehlungen für Rheuma-gerechte Berufe. Ein Experten-Board aus Vertretern der Bereiche Medizin, Recht, Ergo- und Physiotherapie und Coaching beantwortet die per Email gestellten Fragen Betroffener. Den Nutzen dieser Initiative fasst Dr. Ludwig Erlacher, Primarius am Kaiser-Franz-Josef-Spital so zusammen: "Der Rheuma Job Coach stärkt das Selbstvertrauen und kann damit einen notwendigen und bedeutenden Beitrag zum Wohlbefinden der durch ihre Krankheit stark belasteten Rheumapatienten leisten." Nicky Böhm-Lilge ist mit der Thematik bestens vertraut, denn ihre Tochter kämpft seit Geburt an mit rheumatoider Arthritis und mit den umfassenden Auswirkungen auf die gesamte Lebensplanung, speziell im Hinblick auf die Berufswahl: "Die Arbeitsfähigkeit richtet sich bei der rheumatoiden Arthritis immer danach, wie die Krankheit in den Griff zu bekommen ist, was nicht nur von der medikamentösen Einstellung abhängt. Hier sind medizinische, therapeutische, soziale und arbeitsrechtliche Aspekte bestmöglich in Einklang zu bringen." Damit nimmt sie Bezug auf das dringend notwendige Service, das der "Rheuma Job Coach" bietet, nämlich die umfassende Beratung Betroffener im Hinblick auf ihrem Sprung in bzw. Weg durch die Arbeitswelt. Der heimliche Leidensweg "Die Rheumatoide Arthritis tritt zwar verstärkt bei Menschen zwischen dem 35. und 45. Lebensjahr auf, sie trifft aber Menschen jeden Alters ", so Dr. Erlacher. Die Betroffenen leiden an starken Schmerzen, die die Berufswahl und vor allem den Arbeitsalltag oftmals nur eingeschränkt möglich machen. Neben der körperlichen Beeinträchtigung belasten viele Betroffene auch noch psychische Schwierigkeiten. 30% der Beschäftigten mit Erkrankungen wie z.B. der rheumatoiden Arthritis versuchen diese vor Kollegen und Vorgesetzten geheim zu halten, aus Angst vor einem drohenden Arbeitsplatzverlust. Rheumatoide Arthritis Die rheumatoide Arthritis (auch chronische Polyarthritis genannt) ist die häufigste entzündliche Erkrankung der Gelenke. Der Krankheitsbeginn ist oft plötzlich, mit Schmerzen in den kleinen Finger- oder Zehengelenken. Morgens sind die Symptome zumeist am stärksten ausgeprägt. Im Krankheitsverlauf werden immer mehr Gelenke befallen. Meist verläuft die Krankheit schubweise, ein Schub dauert typischerweise zwischen einigen Wochen bis Monaten an. Zwischen den einzelnen Schüben lassen die Beschwerden nach. Der Fit for Work Report Der Fit for Work Report wurde von der Work Foundation initiiert und in 25 europäischen Ländern durchgeführt. Dieser Tage werden die einzelnen Reports in den jeweiligen Ländern publiziert und für regen Diskussionsstoff sorgen. Er zeigt aktuelle Zahlen aus dem heimischen Arbeitsmarkt und bietet damit eine breite Informationsgrundlage für nationale und europäische Politik, Gesundheitsexperten, Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Ein internationaler Vergleich der Ergebnisse findet im Herbst im Rahmen einer weiteren Publikation statt. Die Work Foundation Die Work Foundation ist eine unabhängige, gemeinnützige Forschungs- und Beratungsstiftung mit Sitz in London mit dem Ziel der Verbesserung der wirtschaftlichen Leistung, der Qualität des Arbeitslebens und der Optimierung der Lebensqualität. Sie steht unter der Schirmherrschaft von Prinz Philip und berät vor allem die britische Wirtschaft sowie staatliche und Nichtregierungsorganisationen. Mehr als 400 Organisationen gehören der Stiftung an



  7. #67
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    "Auf dem Weg zur Versteifung"

    MORBUS BECHTEREW

    Auf dem Weg zur Versteifung

    30. Juni 2009, 10:46


    Rückenschmerzen mit schweren Folgen - Morbus Bechterew wird häufig sehr spät diagnostiziert

    Dass hinter chronischen Rückenschmerzen Morbus Bechterew stecken kann, ist noch zu wenig bekannt. Oft sind die Patienten mit einem Hypochondrie-Vorwurf konfrontiert, der die Diagnosestellung hinauszögern kann. Auch Probleme im Job bis hin zum Mobbing stehen an der Tagesordnung. Eine Früherkennung ist daher umso wichtiger. Nach der Diagnosestellung durch einen Rheumatologen bekommen die Patienten Zugang zu einer effizienten und innovativen Therapie, die viel Leid ersparen kann.
    Fast jeder hat bereits einmal in seinem Leben Erfahrungen mit Rückenschmerzen, Muskelverspannungen oder steifen Gelenken gemacht. Oft steckt nur eine akute Episode dahinter, die kurz andauert und von selbst wieder nachlässt. Manchmal kann hinter den Episoden jedoch eine ernsthafte chronische muskuloskeletale Erkrankung stecken, wie beispielsweise Morbus Bechterew. Rund 50.000 Österreicherinnen und Österreicher leiden an Morbus Bechterew. Männer sind um das zwei- bis fünffache häufiger betroffen als Frauen. Die meisten Patienten und Patientinnen sind noch recht jung und erkranken vor dem 30. Lebensjahr, also in einem Lebensabschnitt, in dem sie mitten im Berufsleben stecken. Ein von der britischen Work Foundation veröffentlichter Report „Fit for Work?" zeigt, dass muskuloskeletale Erkrankungen - zu denen auch Morbus Bechterew zählt - in Österreich die häufigste Ursache von Morbidität, Krankenstandstagen und Frühinvalidisierungen darstellen. Die Studie zeigt aber auch, dass gerade ein aktives Berufsleben positiv zu Genesung beitragen kann. Die wesentlichen Entscheidungsträger wie insbesondere auch die Politik sollten die ökonomischen und psychosozialen Vorteile früher Intervention erkennen und Maßnahmen treffen, diese in Österreich zu nutzen.
    Früherkennung entscheidend
    Leider ist diese chronisch-entzündliche Erkrankung der Wirbelsäule noch viel zu wenig bekannt und wird oft entsprechend spät erst diagnostiziert. Dabei können Früherkennung und eine angemessene Therapie den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen. Im Schnitt wird Morbus Bechterew jedoch erst fünf bis sieben Jahre nach Symptombeginn diagnostiziert. Das auffälligste Symptom, die so genannte Bambusstabwirbelsäule, ist bereits ein Spätsymptom: Durch die chronische Entzündung kommt es - unbehandelt - zu einem fortschreitenden Verlust der Beweglichkeit bis hin zu einer völligen Versteifung der Wirbelsäule. In frühen Stadien ist die Krankheit leider schwer zu diagnostizieren, weil die Symptome oft unspezifisch sind. Umso wichtiger ist es, bei folgenden Symptomen eine Abklärung beim Rheumatolgen zu veranlassen:
    · Tief sitzender Rückenschmerz, der sich auf Dauer ausbreitet
    · Besserung der Beschwerden bei Bewegung
    · Bestehen der Beschwerden seit mehr als drei Monaten
    · Morgensteifigkeit im Rücken, über 30-45 Minuten nach dem Aufstehen
    · Müdigkeit
    · Auftreten von Entzündungsschmerzen der Sehnen und Sehnenansätze, vor allem in Form von Fersenschmerzen
    · Fortschreitende Versteifung der Wirbelsäule bzw. Gelenksentzündung an peripheren Gelenken (Knie, Handgelenke, Ellenbogen oder Füße)
    · Entzündung der Regenbogenhaut (Iritis) oder Bindehaut (Uveitis) im Auge, Beteiligung von Haut oder Darm
    Morbus Bechterew betrifft nicht nur die Wirbelsäule, sondern kann auch mit einer begleitenden Symptomatik wie Sehnen- und Augenentzündungen einhergehen. Die Erkrankung ist generell schwer zu diagnostizieren, eine Berücksichtigung der Begleitsymptome kann die Diagnosedauer wesentlich verkürzen. Entsprechend den Empfehlungen des „Fit for Work-Reports" sollte der untersuchende Arzt auch das biopsychosoziale Modell vor Augen haben, indem er das gesamte Umfeld des Patienten bei der Diagnosestellung berücksichtigt. Für Patienten gilt daher, dem Arzt die gesamte Krankengeschichte zu erzählen, und nicht nur auf die aktuelle Symptomatik einzugehen. (red)

    Quelle der standard




  8. #68
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    Hallo Soltar,
    eigentlich bin ich ja eher "auf dem Weg gegen die Versteifung" und schaffe es bisher auch ganz gut.
    Die Männer/Frauen-Verteilung ist inzwischen wohl widerlegt.
    Der letzte Absatz gefällt mir gut. Genau dies bleibt bei den meisten Ärzten aus Zeitmangel oder Unwissenheit leider auf der Strecke.

    Maiglöckchen

  9. #69
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    Hallo Soltar,

    ich finde, das ist - bis auf die Männer-Frauen-Verteilung - mal ein richtig gelungener Beitrag über MB!

    Hoffentlich haben den ganz viele gelesen.....!

    Liebe Grüße

    Lydia
    Lächle in die Welt - und die Welt lächelt zurück!

  10. #70
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    Hallo beide

    Also ich gebe das ja einfach wertneutral weiter, gell. Kommt bei mir beim "Google-Alert Bechterew" rein. Ich gucke einfach, ob er einigermassen was hergibt, oder nicht.

    Ja, es wird immer mal von einer anderen Seite beleuchtet. Insofern ganz bereichernd. "Auf dem Weg zu..." ist schon nicht der schöne Titel.

    Ja - ich dachte auch, dass die Männer-Frauenvertreilung widerlegt sei.

    Mein Arzt, sorry, ist mir zwar menschlich nahe, aber ansonsten hat er halt auch Defizite. Ok. - eigentlich hatte er mich stets darüberhinaus befragt, wies so bei mir aussieht im Leben. Aber auf seinem Fach, als Rheumatologe, da gefällt er mir nicht, und hat mir ein riesengrosses "Ei" gelegt..naja, aber lass mer das.

    Gruss Soltar



  11. #71
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    Rheumapreis vergeben

    "RheumaPreis - Aktiv mit Rheuma am Arbeitsplatz" erstmals vergeben / Preisträger aus den Unternehmen H&M, Michael Spielvogel GmbH & Co. und der Stadt Nürnberg für Integration am Arbeitsplatz gewürdigt


    Berlin / Wiesbaden (ots) - - Querverweis: Bildmaterial wird über obs versandt und ist abrufbar unter - Mit der in diesem Jahr erstmals vergebenen Auszeichnung "RheumaPreis - Aktiv mit Rheuma am Arbeitsplatz" werden vorbildliche Ideen und Beispiele zur dauerhaften Einbindung von Menschen mit Rheuma in den Arbeitsalltag gewürdigt. Für ihre Mut machenden und beeindruckenden Bewerbungen erhielten die drei Preisträger Steffen Grandetzka, Janine Wallasch und Karin Schmitt ein Preisgeld in Höhe von jeweils 3.000 Euro. Ihre Arbeitgeber H&M, Michael Spielvogel GmbH & Co. KG und die Stadt Nürnberg wurden mit einer Auszeichnung für bemerkenswertes Engagement für Arbeitnehmer mit Rheuma geehrt. Initiatoren des RheumaPreises sind die Arbeitsgemeinschaft Regionaler Kooperativer Rheumazentren in der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie, der Verband deutscher Betriebs- und Werksärzte, die Bundesgemeinschaft der Integrationsämter und Hauptfürsorgestellen, die Initiative Neue Qualität der Arbeit, die Rheuma-Liga Hessen, Kerstin Bleuel als Patientenvertreterin sowie das Gesundheitsunternehmen Abbott. Die Auswahl der Gewinner erfolgte durch eine unabhängige Jury aus Vertretern der Initiatoren. Das Gremium suchte aus 27 eingegangenen Bewerbungen die besten Beispiele partnerschaftlicher Lösungen zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern aus, die eine dauerhafte berufliche Einbindung von Mitarbeitern mit Rheuma ermöglichen. Zu den aufgezeigten Lösungen gehören neben dem Angebot einer besser geeigneten Stelle mit folgender Einarbeitung und Schulung die patientengerechte Umgestaltung des Arbeitsplatzes sowie die Eingliederung des Betroffenen durch Rücksichtnahme und Unterstützung seitens des Arbeitgebers. Mit den prämierten Beispielen möchten die Initiatoren andere Patienten dazu ermutigen, mit dem Arbeitgeber und den Kollegen offen über die Erkrankung zu reden. So können Möglichkeiten zur Anpassung des Arbeitsplatzes gefunden werden. "Die große Zahl der Bewerbungen für den RheumaPreis zeigt, dass der Erhalt der Arbeitsfähigkeit ein wichtiges Thema für die Patienten mit entzündlichem Rheuma ist. Wir hoffen, dass wir auf diese Weise erfolgreiche Beispiele zur beruflichen Integration von Rheumapatienten bekannt machen können", sagt Wulff-Erik von Borcke, Geschäftsführer von Abbott Deutschland. Das Gesundheitsunternehmen Abbott, das seit Jahren Projekte initiiert und fördert, die das Verständnis für Menschen mit Rheuma und deren Bedürfnisse stärken, möchte mit dem RheumaPreis das Leben der Patienten über das Angebot einer wirksamen Therapie hinaus erleichtern. Kleine Änderungen mit großer Wirkung In Deutschland leiden rund 1,5 Millionen Menschen an entzündlich-rheumatischen Erkrankungen wie rheumatoider Arthritis, Morbus Bechterew oder Psoriasis-Arthritis. Rund fünf Prozent der Betroffenen geben bereits im ersten Jahr ihrer Erkrankung den Beruf auf; nach drei Jahren sind es sogar bereits 20 Prozent. "Bei entsprechender Einbindung können Menschen mit Rheuma nicht nur in den meisten Fällen weiterhin berufstätig bleiben, für viele ist es sogar ein wichtiger Teil ihrer Krankheitsbewältigung", betont Prof. Matthias Schneider, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft der Rheumazentren. Denn durch den Verlust des Arbeitsplatzes kommt es neben den bestehenden körperlichen Beschwerden auch zu psychischen Problemen, da der Beruf in vielen Fällen Lebensinhalt ist und Selbstbewusstsein gibt. Verschärft wird dies häufig durch finanzielle Sorgen, da nun weniger Geld zur Verfügung steht. Auch für die betroffenen Arbeitgeber stellen chronisch kranke Mitarbeiter, die aus dem Berufsleben aussteigen müssen, eine große Herausforderung dar, verlieren sie doch häufig talentierte Mitarbeiter und damit wichtiges Know-How. Zugleich werden auch die sozialen Systeme durch Arbeitslosigkeit und Frühberentung erheblich belastet. Dieses Problem wird durch das zunehmende Altern der Gesellschaft noch weiter verschärft. Immer weniger Berufstätige müssen in Zukunft für immer mehr Rentner und Pensionäre im Generationenvertrag einstehen. Sowohl Arbeitgebern als auch Arbeitnehmern stehen zahlreiche Möglichkeiten offen, um die Mitarbeiter im Beruf zu halten. Oft ist der hierfür notwendige Aufwand weit geringer als vermutet, denn bereits kleine Veränderungen können große Wirkung haben. Um auf solche Möglichkeiten aufmerksam zu machen, wurde die Auszeichnung "RheumaPreis - Aktiv mit Rheuma am Arbeitsplatz" ins Leben gerufen. Welche Lösungsmöglichkeiten zur Einbindung Rheumakranker ins Berufsleben bestehen, zeigen die in diesem Jahr mit dem RheumaPreis ausgezeichneten Beiträge in vorbildlicher Weise. "Nachdem ich meine Service-Tätigkeit an der Autobahnraststätte Rimberg auf Grund meiner rheumatoiden Arthitis nicht mehr ausüben konnte, hat mir mein Arbeitgeber, die Michael Spielvogel GmbH &Co. KG, eine körperlich weniger belastende Stelle als Betriebsleiterin angeboten und mich entsprechend eingearbeitet und geschult", so Preisträgerin Karin Schmitt. "Ohne das Einfühlungsvermögen und Verständnis der Betriebsleitung wäre ich heute wohl arbeitslos." Auch Preisträgerin Janine Wallasch leidet an rheumatoider Arthitis und ist seit einigen Jahren auf den Rollstuhl angewiesen. Trotz eines Behinderungsgrads von 100 arbeitet sie heute im Jugendamt der Stadt Nürnberg. "Schon während meiner Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten wurde ich in allen möglichen Belangen gefördert und unterstützt", sagt sie. "Das hat sich auch in meinen verschiedenen Tätigkeiten bei der Stadt Nürnberg fortgesetzt, wo mir meine Arbeit durch den behindertengerechten Umbau des Arbeitsplatzes, verschiedene Hilfsmittel und flexible Arbeitszeiten sehr erleichtert wurde. Ich wünsche mir, dass ich noch lange voll arbeiten kann - schon um zu zeigen, dass man auch mit einem Handicap gut ins Berufsleben integrierbar ist." Preisträger Steffen Grandetzka ist als Verkäufer beim Modeunternehmen Hennes & Mauritz in Berlin tätig. Nachdem bei ihm 2005 ein Morbus Bechterew diagnostiziert wurde, belasteten ihn die starken Schmerzen so enorm, dass er kaum noch arbeiten konnte. "Ich hatte die Krankheit beim Bewerbungsgespräch verschwiegen und als mich mein Chef auf meine Schwierigkeiten ansprach, fürchtete ich, gekündigt zu werden", so Grandetzka. Doch das Gegenteil war der Fall. "Sowohl die Betriebsleitung als auch die Kollegen haben mich rückhaltlos unterstützt und alles getan, damit ich meine Tätigkeit weiter ausüben kann. Auch wenn es mir heute durch eine neue Behandlung deutlich besser geht, weiß ich, dass ich bei einer möglichen Verschlechterung immer auf meinen Arbeitgeber zählen kann." Im Rahmen des RheumaPreises vergibt Abbott zusätzlich den "Abbott RheumaPreis für besonderen Mut" in Höhe von 3.000 Euro, mit dem in diesem Jahr die Grafikerin Patricia Strohm aus Eislingen ausgezeichnet wird. "Obwohl sie sehr schwer von einer entzündlich-rheumatischen Erkrankung, dem SAPHO-Syndrom, betroffen ist, und sie deshalb keine Anstellung mehr fand, hat Frau Strohm niemals aufgegeben", so Erik von Borcke. "Ihr Mut, vor zwei Jahren den Sprung in die Selbstständigkeit zu wagen, wurde belohnt: Heute ist sie eine erfolgreiche Unternehmerin, die sich darüber hinaus noch ehrenamtlich in der Rheuma-Liga engagiert - eine Leistung, die Frau Strohm für uns zu einer echten 'Rheuma-Heldin' macht." Der RheumaPreis 2010 wird Anfang des kommenden Jahres ausgeschrieben. Weitere Informationen finden Sie unter rheumapreis.de



  12. #72
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    Kochen für Rheumapatienten

    08.07.2009 09:30 in Bewegung: Mit neuem Kochbuch gelingen leckere Gerichte einfach im Handumdrehen (mit Bild)

    München/Frankfurt (ots) -

    Starkoch Mirko Reeh und Sternekoch André Großfeld bringen zusammen mit dem Gesundheitsunternehmen Abbott das erste Kochbuch "Küche in Bewegung. Kochen auch mit Rheuma - pfiffige Rezepte&unschlagbare Küchenhelfer" für Menschen mit Rheuma heraus, bei dem Ernährungstipps und die einfache Zubereitung im Fokus stehen. Das Besondere: Die enthaltenen Gerichte eignen sich vor allem für Rheumapatienten, da sie gesund und außerdem auch mit Bewegungseinschränkungen an den Händen einfach zuzubereiten sind. Die Rezepte hierfür wurden von Rheumapatienten selbst eingereicht. Dabei stellt das Kochbuch kein strenges Diätregelwerk mit erhobenem Zeigefinder dar. Im Gegenteil: Es weckt die Freude an einer abwechslungsreichen Küche! Denn wie sagt schon das alte Sprichwort: Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen. Gesunde Speisen sorgen also dafür, dass wir uns rundherum in unserer Haut wohlfühlen. Vor allem wenn eine entzündlich-rheumatische Erkrankung den Körper belastet, ist es besonders wichtig, sich durch eine ausgewogene Ernährung etwas Gutes zu tun.

    Ziel des Kochbuchs ist es, Rheumapatienten wieder Spaß an der Kreativität in der Küche zu geben, damit sie sich und ihre Liebsten mit spannenden Gerichten verwöhnen können. "Mirko Reeh und André Großfeld, zusammen mit anderen erfahrenen Partnern aus Medizin und Ernährungswissenschaften, sind ein begeistertes Team, das frische Kochideen und praktische Küchentricks mit wissenschaftlichen Erkenntnissen verbindet", sagt Wulff-Erik von Borcke, Geschäftsführer des Gesundheitsunternehmens Abbott Deutschland, das die Umsetzung des Kochbuchs unterstützt hat. "Als Hersteller eines modernen Rheuma-Medikaments möchten wir den Patienten dabei unterstützen, ihrem Recht auf mehr Lebensqualität - in Form von innovativen Therapien, aber auch darüber hinaus - ein Stück näher zu kommen. Deshalb möchten wir mit diesem Kochbuch für möglichst viele Menschen - mit und ohne Rheuma - wieder für mehr Freude am Kochen und für einen einfacheren Alltag in der Küche sorgen."

    Praxistest bestanden!
    In dem aktuell erschienen Kochbuch zeigen Mirko Reeh und André Großfeld, dass Genuss und die besonderen Anforderungen, die eine Rheumaerkrankung mit sich bringt, durchaus in Einklang gebracht werden können: "Das Buch liefert vielfältige Anregungen, um auch bei eingeschränkter Beweglichkeit der Gelenke tolle Gerichte zaubern zu können. So kann jeder sich selbst und seinen Gästen eine kulinarische Freude bereiten", sind sich die beiden Köche einig.

    Denn wer lädt nicht gern die Familie oder die besten Freunde zu sich ein, um sie mit einem selbstgekochten Essen zu überraschen? Doch wenn die Hände wenig Kraft haben oder das Greifen schmerzt, kann einem die Lust am Ausprobieren leckerer Rezepte schon einmal vergehen. Viele Handgriffe in der Küche, die für gesunde Menschen ganz selbstverständlich sind, fallen Rheumapatienten schwer. Deshalb wurden die beiden Profi-Köche von der Ideengeberin des Rheuma-Kochbuchs, Bärbel Mattka, unterstützt. Selbst seit 30 Jahren an rheumatoider Arthritis erkrankt, stand die leidenschaftliche Hobbyköchin Mirko Reeh und André Großfeld mit Rat und Tat zur Seite. Bärbel Mattka hat die Rezepte auf ihre Tauglichkeit für Menschen mit Rheuma gestestet. Und die Praxis hat gezeigt: Es funktioniert! "Ich selbst bin der Beweis, dass auch Rheumatiker mit der richtigen Unterstützung ein aktives und genussvolles Leben führen können. Und das kann bei der Ernährung und beim Kochen anfangen", sagt die 41-jährige. Dabei werde oft vergessen, dass Rheuma keine Frage des Alters ist, sondern in großem Maß auch junge Menschen wie sie selbst betrifft. "Viele Rheumapatienten finden sich zu schnell damit ab, dass sie die schönen Seiten des Lebens wie das gemeinsame Zubereiten und Genießen von Essen nicht mehr bewältigen können. Dabei gibt es viele einfache und günstige Möglichkeiten, sich das Kochen zu erleichtern. Unser Buch liefert hierfür wertvolle Tipps und Anregungen!"

    Köstlichkeiten einfach aus dem Handgelenk schütteln: Küchenkniffe und kleine Helfer

    Bei der Auswahl der mehr als 60 Rezepte hat Bärbel Mattka darauf geachtet, dass sie sich schnell und einfach zubereiten lassen. Denn gerade bei dieser Erkrankung ist es entscheidend, sich jeden einzelnen Arbeitsschritt so leicht wie möglich zu machen. Küche in Bewegung stellt deshalb nützliche kleine Küchenhelfer vor, die gerade Rheumatikern viele aufwändige und schmerzhafte Tätigkeiten im Kochalltag abnehmen. Von elektrischen Pfeffermühlen und Käsereiben, die gelenkbelastende Drehbewegungen vermeiden, über Küchenmaschinen mit verschiedenen Aufsätzen zum Gemüseraspeln bis hin zur Kartoffel- und Knoblauchschälmaschine reichen die nützlichen und optisch ansprechenden Küchenutensilien. Außerdem gibt das Kochbuch kleine Tipps mit großer Wirkung: Achten Menschen mit Rheuma bei der Auswahl ihrer Küchenausstattung auf Kleinigkeiten wie scharfe Messer, leichte Materialien bei Töpfen und Pfannen sowie große, ergonomisch geformte Griffe, können sie sich das Wirken in der Küche auf ganz unkomplizierte Weise erleichtern.

    Genießen ohne Reue: Mit schmackhaften Zutaten Entzündungen hemmen

    Die beiden Profiköche Reeh und Großfeld verwenden in den Rezepten bewusst Zutaten, die Entzündungen im Körper hemmen wie Vitamin C-haltiges Obst und Gemüse, Fisch sowie Nüsse und Öle, die viel Vitamin E enthalten. "Denn es ist heute wissenschaftlich belegt, dass die Ernährung direkte Auswirkungen auf den Körper hat und in unmittelbarer Beziehung zu dem Auftreten bestimmter, sagt Dr. Barbara Missler-Karger, die als ernährungswissenschaftliche Beraterin am Kochbuch mitgewirkt hat. Sie ist promovierte Pharmazeutin, freiberufliche Ernährungsberaterin und Mitglied im Arbeitskreis "Ernährungsmedizin in der Rheumatologie" in der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh), Siegburg. "Besonders bei chronisch entzündlichen Erkrankungen wie Rheuma hat die Ernährung einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf das Wohlbefinden." Bei Küche in Bewegung kommen aber natürlich auch der Genuss und die Freude am Essen nicht zu kurz. Auf mehr als 176 Seiten gibt das Kochbuch mehr als 60 kreative Anregungen. Ob einfache Gerichte für jeden Tag wie "Krebssalat mit Mango" und "Gebratener Ziegenfrischkäse in Parmaschinken" oder ausgefallene Kreationen für den besonderen Anlass wie "Fischfilet unter Meerrettichkruste" und "Lammrücken auf Zucchini-Spinat Gratin": Bei diesen Rezepten läuft sicherlich jedem Feinschmecker das Wasser im Mund zusammen.
    Küche in Bewegung - Das Kochbuch für die einfache Küche
    Küche in Bewegung ist in einer Erstauflage von 5.000 Exemplaren erschienen und zum Preis von 16,90 EUR im Buchhandel erhältlich (ISBN 978-3-938783-54-2). Das Buch kann auch unter bedrei.de direkt beim Verlag bestellt werden. Es ist nicht nur ein hilfreiches und schön gestaltetes Präsent für Rheumatiker, sondern eignet sich für alle, die eine unkomplizierte und leckere Küche lieben. Aus dem Verkaufserlös kommt pro Buch 1 Euro der Rheumastiftung zugute.

    Über Mirko Reeh und André Großfeld:

    Im Jahr 2003 gründete Mirko Reeh seine erste Kochschule in Frankfurt. Ein Jahr später folgte eine weitere Erlebnisgastronomieküche auf Ibiza. Und nebenbei bekochte Mirko Reeh sein Publikum in Funk und Fernsehen mit kulinarischen Spezialitäten: Ob in "Hessen à la carte" für das hr-Fernsehen, in der Kinderkochshow "Quatsch mit Soße" oder in der "Kocharena" auf VOX: Mirko Reeh ist aus der deutschen Fernsehlandschaft nicht mehr wegzudenken. Außerdem stellte der Koch-Entertainer die ungewöhnlichsten Rekorde auf: Mit über 60 Kindern backte er den längsten Bratapfelschmandkuchen und den größten Zimtstern der Welt. Mit seiner weltweit längsten Nudelbahn erhielt Mirko Reeh sogar einen Eintrag im Guinnessbuch der Rekorde. Seit Ende 2008 führt er zudem sein Reehstaurant in Frankfurt am Main. Nach seiner Lehre zum Koch bei Alfons Schubeck trieb es den späteren Sternekoch André Großfeld auf seiner kulinarischen Entdeckungsreise nach Hamburg, Spanien und München, wo er unter anderem für die Kochgrößen Michael Wollenberg und Hans Haas arbeitete. Nach diesen Wanderjahren erfüllte sich André Großfeld dann den Traum vom eigenen Restaurant. Seit 2005 betreibt er zusammen mit seiner Lebensgefährtin im Herzen der Wetterau "Das Großfeld - Gastraum der Sinne". Und die Auszeichnung für seine Leistung ließ nicht lange auf sich warten: Bereits im Jahr 2006 bekam André Großfeld seinen ersten Michelin-Stern. Neben seinen Erfolgen in der Kochszene präsentiert er sich im hr-Fernsehen einem breiten kochbegeisterten Publikum.

    Rheuma - Ein Name, viele Erkrankungen

    Obwohl viele Menschen den Begriff "Rheuma" verwenden, um ihre eigene zu beschreiben, ist dieser Ausdruck der Oberbegriff für mehr als 400 verschiedene Erkrankungen. Sie betreffen vor allem den Bewegungsapparat, also die Knochen, Gelenke, die Wirbelsäule sowie die damit verbundenen Muskeln, Sehnen und Bänder. Zu den häufigsten rheumatischen Erkrankungen gehören die rheumatoide Arthritis, der Morbus Bechterew und die Psoriasis-Arthritis.

    Über Abbott

    Abbott ist ein vielseitiges, weltweit tätiges Gesundheitsunternehmen, das sich mit der Erforschung, Entwicklung, Herstellung und Vermarktung von Arzneimitteln und medizinischen Produkten, einschließlich medizinischer Ernährung, Medizingeräten und Diagnostika befasst. Weltweit beschäftigt Abbott mehr als 72.000 Mitarbeiter und vertreibt seine Produkte in über 130 Ländern.
    Abbott Deutschland hat seinen Hauptsitz in Wiesbaden. Das Unternehmen beschäftigt rund 4.100 Mitarbeiter an den Standorten Wiesbaden, Ludwigshafen, Rangendingen, Wetzlar und Ettlingen in den Bereichen Forschung und Entwicklung, Produktion und Verkauf.

    Quelle: Finanznachrichten



  13. #73
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    Dauerausstellung
    Der verlorene Sohn kehrt heim



    VON MADELEINE RECKMANN


    Er habe blitzschnell gemalt, wegen seiner Bechterew-Krankheit nach vorne gebeugt. Und er habe intensiv gekämpft mit seinen Bildern der Aussage, dem rechten Pinselstrich. Körperlich habe er sich dabei sehr angestrengt. Das sind Erinnerungen von Peter Martin an seinen Vater Erich Martin, der bis in die 70er Jahre sein Atelier in der Kirchgasse hatte. Kenner nennen den hageren Mann einen Nacholger der Kunst Paul Klees.

    Erstmals sind dessen abstrakten Gemälde aus den 60er und 70er Jahren in Offenbach ausgestellt, erstmals auch sein berühmter Spanienzyklus, allerdings in einer Reproduktion. Die einzigen beiden abstrakten Vorkriegsbilder, die anlässlich des 100. Geburtstags des Künstlers schon 2005 zu sehen waren, gehören auch zu der von Dorothea Held kuratierten Ausstellung im Haus der Stadtgeschichte. 80 Bilder hat sie dafür ausgewählt. Vor dem Zweiten Weltkrieg hatte Martin Bilder gemalt, die an den Kubismus erinnern. 1933 zerstörte er aber sein Werk aus Angst vor den Nazis. Er malte von 1933 bis 1945 gegenständlich. Danach abstrahierte er seine Motive wieder zunehmend.
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    Ölgemälde und Zeichnungen




    Ausstellung


    Zu den Gründern des Bundes Offenbacher Künstler (1926) gehörte auch Erich Martin (1905-1977). Nach seinem Sturdium 1928 zieht er in die Bachstraße. Als auch andere Künstler dorthin ziehen, entsteht die Künstlerkolonie.

    Die Ausstellung Erich Martin (1905 - 1977), eine Retrospektive, ist bis 19. Juli im Haus der Stadtgeschichte, Herrnstraße 61, zu sehen. Öffnungszeiten: Di., Do., Fr., 10 bis 17 Uhr; Mi., 14 bis 19 Uhr; Sa. und So., 11 bis 16 Uhr. Kuratorin Dorothea Held hält morgen, 8. Juli, 19 Uhr, einen Vortrag über das Leben und Werk Martins.


    Wer es in diesen Julitagen nicht schafft, das Werk des 1977 gestorbenen Malers zu bestaunen, hat in Zukunft oft die Gelegenheit dazu. Denn Museumsleiter Jürgen Eichenauer plant noch für 2009 eine dauerhafte Präsentation mit Martins Exponaten. Möglich ist das, weil der Sohn des Künstlers rund 300 Werke seines Vaters als Dauerleihgabe der Stadt überreicht hat. Es sind nicht nur Ölgemälde darunter, auch Zeichnungen und kleine Entwürfe. "Mit seinen Werken ist der verlorene Sohn wieder zurückgekehrt", sagt Oberbürgermeister Horst Schneider (SPD). Erich Martin (geboren 1905) ist in Offenbach aufgewachsen und hat dort bis zu seinem Tod gelebt.

    Sein Sohn hatte die Sammlung seines Vaters in seinem Privathaus an der Schweizer Grenze aufbewahrt. "Wir haben nach einem Ort gesucht, wo das Gesamtwerk meines Vaters zur Ruhe kommen soll", sagt Peter Martin. Den Vertrag über die Leihgabe habe er stellvertretend für die Erben unterschrieben. Dass die Bilder in Offenbach landeten, verdankt die Stadt laut Martin dem Kunsthistoriker Reinhold Gries, der sich seit Jahren für die Rückführung einsetzte. Zu seinen Lebzeiten ist Erich Martin nur wenig Ruhm widerfahren. Die Stadt möchte ihn jetzt gebührend würdigen.

    Da die Bildstelle aus dem hinteren Flügel des Bernardbaus nach Dreieich umgezogen ist, stellt die Stadt die frei gewordenen Flächen nun für das Museum zur Verfügung. "Dort können wir Exponate aus unserem Archiv zeigen", sagt Eichenauer. Über 8000 Werke lagern dort, zum Teil wertvolle Lithografien, auch 30 Werke von Martin. In den neuen Räumen möchte Eichenauer Themenausstellungen zeigen. "Das passt zum städteplanerischen Konzept um den Lilipark und Büsingpark", sagt Schneider.

    Quelle: Frankfurter Rundschau




  14. #74
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    Wird offenbar gelesen hier...?

    Hm, ich habe mich grad gefragt, ob das Sinn macht diesen Thread aktuell zu halten, weil ja Antworten eher spärlich gegeben werden.

    Aber ja! Mit über 4'000 "Hits" wirds offenbar gelesen! Ist ja auch ein "Lesethread", und nicht eins, wo man reinschreibt primär..

    Dann werde ich ihn also mit Vergnügen weiterführen..

    und ja - danke fürs Interesse in dem Fall.

    Gruss Soltar



  15. #75
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    "Schmerzen im Gesäss/ Kreuz"

    Unter diesem Titel findet sich einiges unter gesundheitpro & Internetkürzel Deutschland - das war jetzt zu viel zum hier übertragen.



  16. #76
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    Kuren und Medical Wellness in Piestany in der Slowakei

    Kuren können jetzt auch in anderen EU-Ländern durchgeführt werden. Ein neues Angebot für die Slowakei gibt es jetzt im Reiseportal.


    (firmenpresse) - Piestany – dieses bedeutendste slowakische Heilbad liegt im Tal des Flusses Vah, nur circa 80 Kilometer von der Landeshauptstadt Bratislava entfernt. Sie wird als Mekka der Rheumatiker bezeichnet, denn mit seinen speziellen Heilmitteln steht die Behandlung dieser Erkrankung im Vordergrund. Bereits seit 1549 wird Piestany als Kurort geführt, und seitdem jedes Jahr viele Erkrankte dorthin. Die natürlichen Heilmittel Piestanys sind die Thermalquellen und der heilkräftige, stark schwefelhaltige Schlamm. Die Heilquellen entspringen aus einer Tiefe von 2.000 Metern auf der Südseite der Kurinsel. Der Heilschlamm ist ein Sediment der Vah. Dieses Sediment hat sich seit Jahrtausenden an der Stelle der heutigen Quellen angesammelt, und durch die Einwirkung von warmem Schwefelwasser und thermophiler Bakterien entwickelte sich der Heilschlamm. Die biochemischen und physikalischen Eigenschaften dieses Schlamms und die daraus resultierende Heilwirkung macht ihn zu einem unentbehrlichen Mittel bei der Behandlung von rheumatischen Erkrankungen.

    Neben den rheumatischen Erkrankungen wird in Piestany auch Morbus Bechterew, Osteoporose, degenerativ-regressive Erkrankungen des Bewegungsapparates, Zustände nach infektiöser Arthritis, Entwicklungs- und Haltungsschäden, vorzeitige Abnutzungs- und Alterungserscheinungen am Bewegungsapparat und auch schmerzhafte Affektionen der peripheren Nerven behandelt.
    Unmittelbar am Kurpark befindet sich das Garnihotel Villa Berlin. Es hat einen direkten Zugang zur Fußgängerpromenade und zur Kolonnadenbrücke, die über den Fluss Vah auf die Kurinsel führt.

    Hier stehen dem Gast 26 Zimmer und eine Suite zur Verfügung. Hierdurch entsteht eine gemütliche Atmosphäre, in der der Kurgast sich sehr wohl fühlen wird.
    Die Behandlungsmethoden sind breit gefächert, Thermalbäder, Kohlensäure-, Perl- und Wirbelbäder, galvanische Bäder und Schottische Duschen, Kneipp-Behandlungen, Schlammbad, Paraffin-, Fango- und Parafangopackungen, Bindegewebsmassage sowie eine Trinkkur werden angeboten. Auch Fußreflexzonenmassagen, manuelle Lymphdrainage, Akupunktur oder auch eine Jodsalzhöhle im Napoleonbad kann der Gast hier genießen. Sogar eine Fastenkur nach F.X. Mayr kann der Gast hier unter ärztlicher Aufsicht durchführen

    Quelle: firmenpresse



  17. #77
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    Kuren in der „Perle der Donau“ - Gesundheitsurlaub in Budapest

    Kuren in der „Perle der Donau“ - Gesundheitsurlaub in Budapest


    Die ungarische Hauptstadt Budapest liegt an beiden Ufern der Donau. Mit über 2000 Sonnenstunden im Jahr bietet sich die Stadt hervorragend als Kurort an. Inmitten der Donau mit der schönsten Parkanlage in ganz Budapest liegt die Margareteninsel. Sie ist nur 96,5 Hektar groß und das besondere an ihr ist, dass sie autofrei ist. Auf gerade dieser Margareteninsel entspringen drei Heilquellen, die neben anderen Inhaltsstoffen auch Kalium, Calcium, Magnesium und Schwefel enthalten.
    In den Kurhotels auf der Margareteninsel werden diese Heilquellen eingesetzt. Zu den Erkrankungen, die hier hauptsächlich behandelt werden, zählen degenerative und rheumatische Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates, subakute und chronische Gelenkentzündungen, Gicht, Morbus Bechterew, Nervenentzündungen, Zustände nach orthopädischen Unfällen und Operationen, Herz-Kreislauf-Störungen, Gefäßerkrankungen, Altersregeneration und Erschöpfungszustände.
    Zusätzlich zu den balneologischen Therapien unter Einsatz der Heilquellen werden hier auch spezielle Schlammpackungen verabreicht, hierbei wird Heilschlamm aus Heviz mit dem hiesigen Thermalwasser gemischt. Zusätzlich werden natürlich auch noch weitere Behandlungsmethoden aus der modernen Kurmedizin angewandt wie Massagen, Bewegungstherapie und auch vieles mehr.
    Wer in Budapest sein Kur verbringt, der hat auch genug in der Freizeit zu entdecken. Viele Sehenswürdigkeiten gibt es hier, die königliche Burg, die Fischerbastei mit der Krönungskirche, die Zitadelle und die St. Stephnas Basilika, die größte Kirche Budapests. Unbedingt gesehen haben sollte man auch den Rosengarten und den verwinkelten japanischen Garten. Im Juli und August gibt es auf der Margareteninsel auf einer Freilichtbühne zahlreiche Veranstaltungen. Auch sportliche Aktivitäten sind hier problemlos möglich. Bowling, Ruderboote, Tennis und Squashcourts stehen zur Verfügung. Und natürlich gibt es auch unzählige Schwimmgelegenheiten.
    Das Grand Hotel Margitsziget wurde bereits 1873 erbaut und kann auf eine lange Tradition zurückblicken. Es liegt auf der Margareteninsel inmitten eines romantischen Parks. Komfortable Zimmer und gute Verpflegung mit Frühstücksbüfett und Menüwahl im hauseigenen Restaurant sind selbstverständlich.
    Das Haus bietet ganz unterschiedliche Kur- und Vitalprogramme an. Es gibt ein Erholungsprogramm, wo auch viele Entspannungsübungen durchgeführt werden wie beispielsweise Yoga. Dann gibt es ein Fitnessprogramm "Medical Wellness-Fit für den Alltag", ein Vital Präventions-Programm mit Rückenschule und Pilates, und auch verschiedene Badekuren.
    Auch Wellness wird hier im Hause angeboten. Die Badelandschaft mit Sauna und Solarium kann genutzt werden, und die Behandlungsmethoden sind unter anderem Unterwassermassagen, Aqua-Jogging, Schlammpackungen, Yoga und auch verschiedene Massageformen. Auch eine Salzgrotte gibt es hier.
    Das Angebot für das Grand Hotel Margitsziget kann nun auch über das Reiseportal gebucht werden. Einfach online oder auch telefonisch unter der kostenlosen Rufnummer 0800 – 40 40 60 60. Ein qualifiziertes Team steht hier für alle Fragen rund um die Reise oder auch zu Zuschüssen der Krankenkassen für Kuren im EU-Ausland zur Verfügung.


    Quelle: Pressemitteilung ws




  18. #78
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    Interaktive Ausstellung

    Interaktive Ausstellung: Patienten sollen zur früheren RA-Diagnose beitragen

    Zur Therapie bei Rheumatoider Arthritis (RA) gibt es viele Optionen. Eine Ausstellung für Patienten soll zur früheren Diagnose beitragen.
    Von Abdol Ameri

    Bis zur Diagnose einer Rheumatoiden Arthritis vergehen oft zwei Jahre.

    Kopenhagen. Mit der neuartigen, interaktiven Ausstellung LEARN (Living the Experience of Autoimmune ReactioNs) sollen die Bedeutung des Immunsystems bei Autoimmunerkrankungen und die Möglichkeiten gezielter pharmakologischer Interventionen leicht verständlich dargestellt werden. Ziel der Kampagne ist letztlich eine frühere Diagnose und ein sofortiger Therapiebeginn.
    Rund fünf Millionen Menschen weltweit leiden unter einer Rheumatoiden Arthritis. Die Lebenserwartung der Patienten ist im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung um durchschnittlich 3 bis 7 Jahre verkürzt, bei schwerer Rheumatoider Arthritis sogar um 10 bis 15 Jahre. Bevor die Diagnose gestellt wird, leiden die Patienten durchweg schon bis zu zwei Jahren unter Gelenkbeschwerden.
    Außer durch eine frühere Diagnosestellung und den sofortigen Beginn einer effektiven Therapie kann auch indirekt durch die Aufklärung der Patienten über die Krankheitsentstehung und ihren Verlauf zu einer verbesserten Prognose beigetragen werden. Gravierende Wissenslücken in der Allgemeinbevölkerung zusammen mit Stigmatisierung, Missverständnissen und Mythen erhöhen nach den Angaben von Dr. Jesper Eugen Olsen aus Kopenhagen die Belastung für die von Rheuma betroffenen Patienten.
    Die mit Unterstützung des Unternehmens Abbott entwickelte Autoimmun-Ausstellung LEARN hat sich zum Ziel gesetzt, den Wissensstand der Bevölkerung über Autoimmunerkrankungen wie Rheumatoide Arthritis, Psoriasis Arthritis, Morbus Crohn und M. Bechterew zu verbessern. Der interaktiven Ausstellung liegt ein neuartiges didaktisches Konzept zugrunde, berichtete Olsen während des Rheuma-Kongresses EULAR in Kopenhagen.
    Die Besucher bewegen sich in einem Raum, der ein Blutgefäß darstellt. An verschiedenen Stationen wird die Rolle der Komponenten des Immunsystems verständlich dargestellt. Das Informationsmaterial ist so aufgearbeitet, dass verschiedene Sinne - Sehen, Hören und Tasten - angesprochen werden. Nach dem Start in Kopenhagen soll die Ausstellung weitere Städte besuchen.


    Quelle: learnexpo / Aerztezeitung



  19. #79
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    Zitat Zitat von Soltar
    Hm, ich habe mich grad gefragt, ob das Sinn macht diesen Thread aktuell zu halten, weil ja Antworten eher spärlich gegeben werden.
    Hallo Soltar,

    ja, führe den Thread mal unbedingt weiter.
    Ich lese mit Interesse, besonders die Berichte über "Prominente" (mehr oder weniger) mit MB finde ich interessant, es gibt ja scheinbar mehr, als man so denkt.

  20. #80
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    Ok. Asmo. Beiträge, die was hergeben sind hier stets willkommen!



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