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  1. #21
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    Hallo Anka

    Gerne. Antibiotikum ist ja immer mit z.B. negativen Einwirkungen auf die Darmflora verbunden, darum sollte man das nur im "Notfall" anwenden eigentlich. Vielleicht findest Du Ersatz in der Naturapotheke mit Tees.

    Hm, habe so ein Hausmittelbuch, da steht bei Blasenentzündung:

    Heisses Sitzbad - mit Zusätze von Zinnkrauttee oder Thymian

    Ansteigendes Fussbad

    Heisser Unterleibswickel mit Heissen Kartoffeln als Auflage

    Senfmehl- Fusbad oder Meerettichkompresse

    Trinken Sie dreimal täglich ein kleines Glas Preiselbeer- oder Cranberrysaft. Oder essen Sie getrocknete oder frische Beeren

    Habebutten, Thymian- oder Brennesseltee als Getränk durch den Tag (allgemein viel trinken...ja!)

    Bärentraubenblättertee. (nur während 8 Tagen trinken, und nicht zu stark ziehen lassen)

    Nieren-Blasentee (z.B. Sidroga?)

    Brunnenkresse als Salat. oder Kapuzinerkresse

    oder Himbeeren, Brombeeren, Stachel- und Johannisbeeren essen

    Homöopathie: Aconitum napellus oder

    Apis mellifica

    Anpassung beim Essen: Verzichten Sie während des Infekts möglichst auf Alkohol, Kaffee und Schwarztee, und kurzfristig auf Fleisch, Milch, Zitrusfrüchte, Spargel, Spinat und scharf Gewürztes.

    Mann muss zum Arzt, wenn sich keine Besserung nach zwei Tagen einstellt, oder es immer wieder zu Rückfällen kommt usw. usw.

    Weiss nicht ob Dir das was hilft.

    LGruss Soltar



  2. #22
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    Hallo Anka,

    bei Blasenentzündungen und Reizblase sollen auch Staphisagria-Globuli (D 3, D6 oder D 12) helfen. -Gerade wenn man öfters mit zu kämpfen hat, ist die Hömöopathie sicherlich mal ein Versuch Wert. Vielleicht kann man so nen heftrigeren Infekt abfangen und die Antibiotika umgehen...
    Gute Besserung!

    Gruß

    Seisa
    "Humor ist der Schwimmreif auf dem Strom des Lebens"

  3. #23
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    ..aus main-rheiner

    Offener Radonstollen

    Vom 29.10.2008

    red. BAD KREUZNACH Am Sonntag, 2. November, 13 bis 17 Uhr, kann der Radonstollen im Rahmen eines Tages der offenen Tür besichtigt werden.
    Seit fast 100 Jahren wird die Radontherapie zur Schmerztherapie bei rheumatischen Erkrankungen erfolgreich angewendet. Ihr Erfinder, der Bad Kreuznacher Apotheker Dr. Karl Aschoff, war der erste, der die neue entdeckte radioaktive Strahlung für Heilzwecke nutzte. Seine Erfindung machte Bad Kreuznach vor dem Ersten Weltkrieg zu einer der ersten Adresse unter den Heilbädern Europas.
    Bis heute hat die Radontherapie ihre medizinische Bedeutung behaupten können. Insbesondere Menschen, die an Morbus Bechterew erkrankt sind, schildern die schmerzlindernde Wirksamkeit der dreiwöchigen Radonkur. Im Jahr 2007 stieg die Nachfrage sprunghaft an.
    Der medizinische Leiter und Pächter des Radonstollens, Dr. Hans Jöckel, wird um 13 Uhr die erste Führung anbieten. In Kooperation mit dem Crucenia Gesundheitszentrum und der TuM werden bis 17 Uhr Informationen zu Therapie und Geschichte des Heilstollens mit Begehungen des Inhalatoriums verbunden. Der Radonstollen findet sich zwischen Quellenhof und Thermalbad. Die Führungen sind kostenlos.



  4. #24
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    Hallo Soltar und Seisa!

    Danke Euch herzlich für die Info, war bei Urologen und habe Antibiotikum bekommen + Isozid wegen Enbrel und Cortison soll ich weiter 5mg nehmen, sagte mein Rheumatologe, wo ich Heute dort war.
    Meine Nieren haben wehgetan, aber da soll alles in Ordnung sein.
    Auch meine HA sagte ich habe nichts, also warum dann muss ich
    dann Cotrim 960mg nehmen frage ich mich.
    Da es besser geworden ist nehme ich die letzte zwei auch noch.
    Nieren Blasen Tee trinke ich auch ständig, habe mit verstopfung zu tun,
    man ,es hört nicht auf, dauernd was neues.
    Hoffe das sich stabilisiert noch vor der Reha.
    Alles Liebe
    Anka
    Nur eigene Erfahrungen lassen uns alles verstehen

  5. #25
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    Hallo Anka,
    ich hoffe auch, dass Du bis zur Reha wieder stabil wirst. Ich dacht, Du bist schon weg, weil ich von Dir nichts mehr gelesen habe.
    Geht es nicht jetzt bald los?
    LG
    Ramona
    Der alte Arzt spricht Latein,
    der junge Arzt spricht Englisch,
    der gute Arzt spricht die Sprache seiner Patienten.

  6. #26
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    aus Chanvre-info...schweizer Site

    Selbstmedikation bei Morbus Bechterew

    Meine Krankheit verursacht zahlreiche Beschwerden: im ganzen Körper, aber hauptsächlich in der Wirbelsäule und im Nacken habe ich Muskelkrämpfe, starke Nervenschmerzen, Gelenkschmerzen und Schmerzen durch die chronische Entzündung und die degenerativen Veränderungen an den Hüftgelenkknorpeln. Durch den Hanfkonsum werden meine Schmerzen stark gebessert, ich habe seltener Magenbeschwerden und meine Muskelkrämpfe nehmen deutlich ab. Auch schlafe ich besser und habe meinen Appetit wiedergefunden. Mein Arzt hat mir ein Zeugnis ausgestellt, das meinen Hanfkonsum befürwortet.
    Ich leide an Spondylitis ankylosans 1). Diese Krankheit ist auch unter dem Namen Morbus Bechterew bekannt. Es handelt sich um eine chronisch entzündliche rheumatische Erkrankung, die zu Versteifungen und weiteren Beschwerden führt. Die Krankheit setzt zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr ein und trifft ungefähr 1.5%* der Bevölkerung.
    Im meinem Fall haben ein Autounfall vor 10 Jahren und die darauffolgenden Operationen zum Ausbruch der Krankheit und zur Verschlechterung der Lage geführt. Die Diagnose M. Bechterew wurde vor 5 Jahren gestellt. Seither beziehe ich eine volle IV-Rente und bin arbeitsunfähig. Durch die Krankheit habe ich zahlreiche Beschwerden: Muskelkrämpfe, starke Nervenschmerzen, degenerative Veränderungen der Hüftgelenkknorpel, Gelenkschmerzen und Schmerzen durch die chronische Entzündung, dies im ganzen Körper und hauptsächlich in der Wirbelsäule und im Nacken.
    M. Bechterew ist eine unheilbare Krankheit und die Medikamente, die ich einnehme, können die Beschwerden nur lindern, aber nicht heilen. Die Entzündungen und Schmerzen werden zwar abgeschwächt, aber nicht vollständig unterdrückt. Diese Medikamente sind teuer und leider bin ich davon abhängig. Ausserdem führen sie zu Magenbeschwerden, die ich mit einem weiteren Medikament bekämpfen muss.
    Durch den Hanfkonsum werden meine Schmerzen stark vermindert, ich habe seltener Magenbeschwerden und meine Muskelkrämpfe nehmen deutlich ab. Auch schlafe ich besser und habe meinen Appetit wiedergefunden. Aufgrund meiner persönlichen Erfahrung kann ich sagen, dass der Hanfkonsum nicht gesundheitsschädlicher ist als Alkohol, Tabak oder Kaffee. Im Gegenteil: Studien, welche in den letzten Jahren durchgeführt wurden, weisen darauf hin, dass Hanf sogar weniger schädlich ist als diese frei verkäuflichen Drogen! Aus diesem Grund rate ich allen, Hanf als Medikament auszuprobieren. Wenn der Hanf jemandem gut tut, dann um so besser, wenn nicht, dann ist es nicht weiter schlimm, da man vom Hanf in keiner Weise abhängig wird, trotz gegenteiliger Behauptungen.
    Mein Arzt unterstützt mich in jeder Hinsicht und hat mir ein Zeugnis ausgestellt, das meinen Hanfkonsum befürwortet. Damit habe ich das Recht, ganz legal Hanf zu besitzen und zu konsumieren. Es sollte niemand Angst haben, seine Beschwerden mit Hanf zu kurieren und sich von seinem Arzt ein Rezept oder ein Arztzeugnis für den Hanfkonsum ausstellen zu lassen. Mit diesen Papieren ist man wieder ein Bürger, der das Gesetz respektiert und der Besitz und der Konsum von Hanf sind gerechtfertigt.
    Allerdings muss man aufpassen: in der Schweiz ist nur Naturhanf erlaubt. Jedes andere Präparat aus Hanf (ausgenommen in kleinen Mengen selbst hergestllte Präparate) fällt unter das Betäubungsmittelgesetz (BetmG).
    Ich hoffe, dass es in der Zukunft möglich wird, in allem Anstand hochwertigen und preisgünstigen Hanf zu kaufen, ohne Schwarzmarkt und organisierte Kriminalität! Aber bevor dies möglich ist, muss zuerst die Rechtslage um den Anbau, den Verkauf und den Konsum klar geregelt sein!
    Ich danke allen Hanfproduzenten- und Verkäufern. Dank ihnen ist es möglich, in der Schweiz einfach und legal Hanf bekommen.
    Mein Bericht betrifft nur eine der Einsatzmöglichkeiten des Hanfs, es gibt noch viele andere! Ich denke z.B. an Papier, Nahrungsmittel, Getränke, Isoliermaterial, Kosmetika usw. Hanf ist eine pflegeleichte Kulturpflanze und erreicht in nur 100 Tagen eine Höhe von 3 Metern. Hanf wächst in jedem Klima und ist für den biologischen Anbbau geradezu ideal.
    Bericht eines ehemaligen Informatikers, der sich mit Hanf therapiert. juni 2002/dez 2004
    *90 % der Träger erkranken nicht



  7. #27
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    Gute Besserung, Anka!



  8. #28
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    Generell ist jede Droge auf ihre Art und Weise gefährlich. Der einen trinkt sein Bierchen und gut ist, beim anderen legt sich der Schalter um und er wird süchtig. Cannabis ist da genauso. Ich habe genug Klienten, die vom Cannabis übel abhängig geworden sind. Der Antrieb hat sich massiv verändert und es ging nichts mehr, eine richtig fiese psychische Abhängigkeit. Auch körperlich hatten sie genug Entzugssymptome. Teilweise haben sie neben Depressionen chronische Schizophrenien entwickelt. Einige sind sogar klassisch in die Heroinabhängigkeit übergegangen, weil Cannabis nicht mehr gewirkt hat. So, das war die kritische Seite. Die andere Seite ist aber, dass Tillidin, Morphium und Co. genauso wenig harmlos sind... Und unter guter ärztlicher Beobachtung und vielleicht begleitender Psychotherapie, die ein Auge darauf hat, das das Medikament nicht mißbräuchlich eingesetzt wird, ist Cannabis schon eine gute Alternative! Das heißt jetzt nicht. Ab in die Wiese, sondern das Zeug muss dann schon gut dosiert unter ärztlicher Kontrolle verordnet werden. Ein Bekannter von mir hat sein Bein bei einem Motorradunfall verloren. Er hat die übelsten Phantomschmerzen und ist froh und dankbar, gerichtlich durchgesetzt zu haben, dass er das Cannabisprodukt nehmen kann. Es reicht bei ihm aber auch nicht aus, Morphium ist sein ständiger Begleiter...
    Vorsicht bei der Medikamenteneinnahme oder beim Suchtmittelkonsum ist immer geboten, gerade wenn der Konsument labil ist, was man ja leider immer ist, wenn der Russe in einem wütet. Da muss man immer ein achtsames Auge in sich hineinrichten, damit man nicht zu viel nimmt und wohlmöglich abhängig wird...

    Seisa
    "Humor ist der Schwimmreif auf dem Strom des Lebens"

  9. #29
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    Danke Seisa für den kritischen Input.

    Ich bin auch nicht einer der Cannabis verharmlost.

    Aber auf der anderen Seite habe ich schon viel Positives gehört, z.B. als ein Arzt im Tessin vielen schmerzgeplagten Leuten mit einem Cannabispräparat ein wieder lebenswertes Leben ermöglichen konnte! Sie schliefen wieder, hatten Appetit und konnten sogar in gewissen Fällen wieder arbeiten, was zuvor unmöglich war. Leider wurde er dann vor Gericht gestellt, dann aber so viel ich weiss frei gesprochen. Die letzten News dazu, bzw. ob er diese Medikamente wieder abgeben darf, kenne ich nicht. Es gibt aber immer Probleme, und es wäre wünschenswert wenn da mal eine verträgliche Variante eines Cannabis-Produktes zu medizinischen Zwecken zugelassen wäre.

    Gruss Soltar



  10. #30
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    "Ayurveda" aus "Die Presse" Wien

    Ayurveda: „Unschlagbar bei chronischen Krankheiten“

    09.11.2008 | 18:19 | CLAUDIA RICHTER (Die Presse)
    Die „Mutter aller Medizinen“ wird für die westliche medizinische Wissenschaft immer interessanter. Vor allem in der Vorsorge-, Komplementär- und Palliativmedizin leistet die alte Heilslehre wertvolle Dienste.

    Unschätzbare Dienste als Vorsorge-, Komplementär- und Palliativmedizin könne Ayurveda, die „Mutter aller Medizinen“, in unserem westlichen Gesundheitssystem leisten, heißt es in einer Aussendung des Gesundheitsministeriums. Ayurveda nimmt den Patienten in Diagnose und Therapie als Individuum wahr und bindet ihn eigenverantwortlich in den Gesundungsprozess ein. Mit ein Grund, dass das Gesundheitsministerium am 15. November zur ersten wissenschaftlichen Tagung für Ayurveda-Medizin lädt (Näheres siehe unter „Ayurveda-Tag“)




    Butterschmalz für trockenes Auge

    Einer der zahlreichen Vorträge wird sich mit Ghee (geklärte Butter, Butterschmalz) zur Therapie des trockenen Auges befassen. An der Grazer Universitäts-Augenklinik wurde die Wirksamkeit des Augenbades mit Ghee beim sogenannten Sicca-Syndrom erstmals wissenschaftlich überprüft.
    Das – durchaus erstaunliche – Ergebnis, schreibt die „ÄrzteWoche“,war eine signifikante Verbesserung der subjektiven Befindlichkeit der mit Ghee behandelten Personen. Studienautor Univ.-Prof. Dr. Otto Schmut: „Die Probanden waren ausgesprochen zufrieden. Das zeigt sich auch darin, dass sie nach Abschluss der Studie die Behandlung mit Ghee fortsetzen wollten.“
    Als einfaches und wirkungsvolles Heilmittel wird Ghee seit mehr als 2000 Jahren in der Ayurveda-Medizin eingesetzt, findet aber auch in der Küche Indiens und Pakistans häufig Verwendung.
    Stichwort Ernährung, die im Ayurveda eine große Rolle spielt. „Ich bin überzeugt, dass bei rund zwei Drittel aller Krankheiten falsche Ernährung und Verschlackungen mit im Spiel sind“, meint Dr. Hans Schäffler, ärztlicher Leiter des Instituts für Ayurveda- und Anti-Aging im Schloss Pichlarn (Tel: 03682/228 41-571) und einer der Ayurveda-Pioniere in Österreich.

    Unlust und Müdigkeit

    Ein Schwerpunkt des Ayurveda sind Entschlackungsbehandlungen. Unter dem eher unspezifischen Begriff Verschlackung fallen nach Schäffler so unterschiedliche Substanzen wie freie Radikale und deren Folgeprodukte, erhöhtes Cholesterin, Schwermetalle und andere Umweltbelastungen, AGEs (advanced glycolisation endproducts), die einen wichtigen Faktor der Gewebealterung darstellen, Alzheimer-Plaques und dergleichen. Zu den typischen Verschlackungssymptomen, so Schäffler, gehörten schweres Gefühl nach dem Essen, Verdauungsstörungen, belegte Zunge, Unlust, Müdigkeit, depressive Verstimmung, klebriger Schweiß„Als. Verschlackungskrankheit gilt im Ayurveda unter anderem Rheuma in all seinen Formen.“

    Fühlen sich nicht mehr so alt

    Den Schlacken rückt diese traditionelle Naturheilkunde mit speziellen Reinigungskuren zu Leibe. Im Set der Reinigungsbehandlungen trifft man wieder auf Ghee, das erwärmt auf nüchternen Magen getrunken werden soll. Nicht jedermanns Geschmack, aber es soll phänomenale Wirkung haben.
    „Die Rheumaform Morbus Bechterew beispielsweise spricht sehr gut auf Ayurveda-Behandlungen an“, erwähnt Schäffler. „Patienten berichten immer wieder, dass das Gefühl der Steifigkeit gelindert werde, dass sie sich nach einer Ayurveda-Kur nicht mehr so schwer und alt fühlen.“

    Kein Firlefanz, sondern Medizin

    Generell kann Ayurveda Erfolge bei Erkrankungen erzielen, die in der Schulmedizin als schwer behandelbar gelten und deren Therapie einen hohen Kostenaufwand oder akkumulierende Nebenwirkungen nach sich ziehen, heißt es in „ProMed“,einem medizinischen Fachmagazin des Springer-Verlags. „Ayurveda kann zur Verlangsamung des biologischen Alterns führen, den Alterungsprozess hintanhalten“, behauptet Schäffler. Die Grundpfeiler seien Entgiftung durch Öl-, Darm- und Wärmebehandlungen, richtige Ernährung und Kräuter. Das größte Problem dieser „Mutter der Medizinen“ sei, dass sie im Westen vielfach auf die Wellness-Schiene „abgerutscht“ sei und nicht mehr als Medizin, sondern nur noch als Wohlfühlbehandlung angeboten werde. Das sei zwar keineswegs schädlich, aber medizinisch nur sehr begrenzt bis gar nicht wirkungsvoll. „In unserem Zentrum bieten wir echtes Ayurveda, also keinen Firlefanz, sondern Medizin.“
    „Ayurveda sollte auch in unseren Breiten nicht als bloße Alternativmedizin eingesetzt, sondern voll in die moderne Medizin integriert werden“, fordert der oberösterreichische Allgemeinmediziner und Ayurveda-Experte Dr. Wolfgang Schachinger. Dies ist eines der Ziele des blutjungen Vereins Eurama (European Ayurveda Medical Association; Tel: 0680/301 43 16 ), den Schachinger mitgegründet und der seinen Sitz in Wien hat. „Hinsichtlich Chirurgie, Traumatologie und Akutversorgung ist die westliche Medizin unverzichtbar, unschlagbar aber ist Ayurveda, wenn es um Vorsorgemedizin und Behandlung chronischer Krankheiten geht.“

    Gesundheitsgefahr im Internet

    Krank aber könnte werden, wer im Internet ayurvedische Kräutermittel erwirbt. Eine Analyse ergab, dass sich in jedem fünften, im Web bestellten Präparat giftige Substanzen wie Blei, Quecksilber oder Arsen befanden – zum Teil in drastischen Konzentrationen. Besonders stark belastet war die Medikamentengruppe Rasa-Shastra (alte indische ärztliche Tradition, die glaubt, dass speziell zubereitete Metalle in kleinen Konzentrationen die Wirksamkeit von Pflanzen steigern).
    Bei der Herstellung sollte die Konzentration der Metalle durch bestimmte Verfahren auf unbedenkliche Werte sinken. Was in der Praxis aber offensichtlich nicht immer gelingt! Denn gerade bei diesen Waren, berichtet die „Ärzte-Woche“,überschritt eine Tagesdosis den Grenzwert oft um das 100- bis 10.000-Fache.
    ayur-veda

    eurama
    Ghee, das Gold der Ayurveda-Medizin, wirkt verjüngend, konzentrationssteigernd, kräftigend.



  11. #31
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    ..aus "Mainpost"

    NASSACH
    50 Jahre zusammen durch dick und dünn

    Maria und Helmut Göbel feierten Goldene Hochzeit

    (gb) Es war nicht Liebe auf den ersten Blick, die Maria und Helmut Göbel, die am Samstag, 15. November, ihre Goldene Hochzeit feierten, zusammengeführt hatte. Sie kannten sich schon von Kindesbeinen her und ihre Liebe ist ständig gewachsen, bis der Helmut wusste, dass das Flüchtlingsmädchen Maria, damals hieß sie noch John mit Nachnamen, seine Frau fürs Leben ist.
    Maria war mit ihren Eltern aus dem Sudetenland nach Nassach gekommen. Die Eltern der Jubelbraut arbeiteten als Schweizer im Schloss in Wetzhausen und auch die Maria verdiente dort ihr tägliches Brot. Helmut wuchs in der Schäferei von Nassach auf, bis seine Eltern nach Einöd bei Heldburg zogen, wo sie eine Schäferei übernahmen.
    Doch Helmut Göbel blieb in Nassach und wuchs fortan bei der kinderlosen Familie Ernst Rottmann auf. Dort arbeitete er in der Landwirtschaft mit und erbte eines Tages das Anwesen. Dorthin zogen Maria und Helmut Göbel auch, als am 15. November 1958 die Hochzeitsglocken läuteten. Der Jubelbräutigam arbeitet dann bei einer Baufirma in Hofheim, bis das Schicksal ihm schwer zusetzte. Schon im Alter von 35 Jahren eröffnete ihm sein Arzt, dass er an Morbus Bechterew litt.
    „Bereiten Sie sich darauf vor, dass Sie bald ihren Mann im Rollstuhl fahren müssen“, sagte er zu Frau Göbel. Diese Worte gingen ihr zeitlebens nicht mehr aus dem Sinn. Doch unterkriegen ließen sich die beiden bis heute nicht, obwohl die heimtückische Krankheit schon weit fortgeschritten ist und der 78-jährige Helmut sich nur noch im elektrischen Rollstuhl fortbewegen kann. Bis vor kurzem ging er trotzdem noch seinem Hobby, dem Chorgesang, nach.
    Maria Göbel, inzwischen auch schon 71 Jahre alt, entspannt sich immer noch beim Frauenverein. Eine Tochter hat sie ihrem Mann geschenkt und zwei Enkel bereichern das Familienleben.
    Neben Bürgermeister Dieter Möhring gratulierten auch die Damen und Herren der Chorgemeinschaft Nassach-Birnfeld und der Frauenverein den Jubilaren.



  12. #32
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    aus "mainpost"

    LANDKREIS KITZINGEN
    Der Schmerz, der nicht gehen will

    An Morbus Bechterew leiden mehr als eine Million Menschen in Deutschland
    Wer an Morbus Bechterew erkrankt ist, sollte regelmäßig Gymnastik betreiben, um Schmerzen und Steifigkeit entgegenzuwirken. Die Kitzinger Selbsthilfegruppe bietet Übungen unter fachlicher Anleitung.


    Frank Schuhmann war immer ein begeisterter Sportler gewesen. Seine große Leidenschaft Tennis betrieb er viele Jahre als Leistungssport. Dann jedoch diese merkwürdigen Schmerzen: Am frühen Morgen zog es über Gebühr in den Gelenken, tagsüber schmerzte es im Rücken bei jedem Schritt. „Vielleicht nur eine Entzündung“, dachte sich Schuhmann.
    Für Simulanten gehalten

    Doch bei den Ärzten gab es zunächst kaum Hilfe. Eine Untersuchung folgte auf die andere – ohne greifbares Ergebnis. „Mancher Arzt hat mich schon für einen Simulanten gehalten“, berichtet der heute 39-Jährige, „dabei war ich wegen der Schmerzen nicht einen Tag krank geschrieben.“
    Erst ein Homöopath tippte auf die richtige Ursache für Schuhmanns Leiden: Morbus Bechterew, in der Fachsprache auch „Spondylitis ankylosans“ – eine versteifende Wirbelentzündung. Betroffen ist vor allem die Wirbelsäule, aber auch andere andere Gelenke und Organe können in Mitleidenschaft gezogen werden.
    Die Ursache der Krankheit, die von dem russischen Mediziner Wladimir Michailowitsch Bechterew (1857 bis 1927) erstmals umfassend beschrieben wurde, liegt bis heute weitgehend im Dunkeln. Inzwischen geht man jedoch von einer Störung des Immunsystems aus.
    Für Betroffene gehören Gelenk- und Wirbelschmerzen zum Alltag. Vor allem am Morgen sind die Beschwerden am stärksten. Dazu kommen Verformungen an der Wirbelsäule („Bambus-Wirbelsäule), was bei erkrankten Personen zu einer Veränderung der Körperhaltung führen kann. In der Bundesrepublik wird die Zahl der Betroffenen auf etwa eine Million geschätzt. Dazu kommt noch eine Dunkelziffer von Personen, bei denen die Krankheit noch nicht erkannt wurde.
    Ein Stück Erleichterung

    Für Frank Schuhmann brachte die Diagnose auch ein Stück weit Erleichterung – jetzt wusste er endlich, woran er war. Und ihm war klar, dass der Sport auch künftig zu seinem Leben gehören wird, wenn auch nicht mehr auf dem Tennisplatz. „Man kann den Auswirkungen der Krankheit durch Gymnastik entgegenwirken“, sagt Schuhmann, der die seit 2002 bestehende Selbsthilfegruppe von Morbus-Bechterew-Patienten im Landkreis leitet. „Unsere Gymnastik ist eine Art Rückenschule. Vor allem kommt es auf Dehnübungen an, damit man sich die aufrechte Haltung bewahrt.“
    28 Mitglieder hat die Gruppe, die sich jeden Donnerstag um 19 Uhr in der Sporthalle der Siedlungsvolksschule in Kitzingen trifft. Unter fachkundiger Anleitung werden dort gymnastische Übungen gemacht. „Zu uns kann jeder Betroffene kommen, auch ohne Voranmeldung“, sagt Schuhmann. Wer nur mal „schnuppern“ möchte, muss also keine Berührungsängste haben. Was übrigens auch für die „Bechterewler“ untereinander gilt. „Wir reden wirklich nicht nur über die Krankheit, wir sind fröhliche Leute“, beschreibt Frank Schuhmann das Klima in der Gruppe, deren Mitglieder zwischen 20 und 65 Jahren alt sind. Deshalb stehen neben Info-Veranstaltungen und gemeinsamen Ausflügen auch gesellige Veranstaltungen auf dem Programm.
    Kontakt: Morbus-Bechterew-Selbsthilfegruppe Landkreis Kitzingen; Frank Schuhmann; Tel. (09324)903217; Email: fschuhmann@aol.de.



  13. #33
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    Gmünder Tagespost

    Die Stütze muss ihre Form behalten

    Serie Wirbelsäulenerkrankungen (6): Verkrümmung oder Instabilität können schlimme Folgen haben

    „Sitz grade“: Viele Menschen können die früher gebräuchliche Ermahnung nicht mehr erfüllen – wenn ihre Wirbelsäule krumm ist. Viele Einflüsse und Ursachen können das Rückgrat verformen oder instabil machen, sagt Dr. Roland Rißel, Leitender Arzt der Abteilung Wirbelsäulenchirurgie am Klinikum Schwäbisch Gmünd.
    Wolfgang Fischer

    Schwäbisch Gmünd. Als wichtigste Form der Wachstumsdeformität nennt der Experte ganz klar die Skoliose – ein Name, der sich übrigens von dem altgriechischen Skolios = „krumm“ herleitet. Es bedeutet, so erklärt Roland Rißel, eine Seitverbiegung der Wirbelsäule bei gleichzeitiger Rotation der Wirbel. Wichtig bei der Diagnose ist, dass die Wirbelsäule nicht mehr vollständig aufgerichtet werden kann. In der Regel bilden die Wirbel nicht nur einen, sondern zusätzlich zum Hauptbogen weitere gegenläufige Bögen. Dies ist notwendig, um das Gleichgewicht aufrecht zu erhalten. Somit entsteht eine S-Form.
    In etwa vier Fünfteln der Fälle ist die Ursache unbekannt. Man spricht dann von einer so genannten idiopathischen Skoliose, sie kommt bei Mädchen etwa viermal so häufig vor wie bei Jungen. Diese Erkrankung tritt vor allem in Phasen eines vermehrten Skelettwachstums auf. Den restlichen etwa 20 Prozent können viele verschiedene Erkrankungen zugrunde liegen: neben Wirbelfehlbildungen, Erkrankungen der Nerven und Muskeln, wie die Kinderlähmung, Erkrankungen des Bindegewebes, aber auch Folgen von Verletzungen.
    Eine festgestellte Skoliose könne sich speziell in der Pubertät schnell verschlechtern. „Ich rate deshalb zu regelmäßigen Kontrolluntersuchungen“, meint Roland Rißel. Die Zunahme der Wirbelsäulenverkrümmung geht einher mit einer Verkleinerung des Brust- und Bauchraumes, was eine zunehmende Funktionseinschränkung der inneren Organe, wie Herz und Lunge bedeuten kann. Leichte Skoliosen werden mit Krankengymnastik behandelt, in schwereren Fällen kommt zusätzlich ein Korsett zum Einsatz. Schreitet die Verkrümmung schnell fort, muss unter Umständen „über eine korrigierende Versteifungsoperation nachgedacht werden“ sagt der Experte.
    Eine andere Form der Wirbelsäulendeformität ist die Kyphose, im Volksmund auch als „Buckel“ bezeichnet. Es handelt sich hierbei um eine Wirbelsäulenverkrümmung mit einer Ausbuchtung nach hinten. Sie ist in Industriestaaten deutlich häufiger verbreitet als in Ländern der 2. oder 3. Welt. Tritt ein Buckel im Rahmen einer jugendlichen Wachstumsstörung auf, so spricht man von der Scheuermann’schen Erkrankung. Sie betrifft Jungen häufiger als Mädchen. Hierbei verformen sich zwischen dem 11. und 17. Lebensjahr die Wirbelkörper keilförmig, fasst Rißel den Vorgang zusammen. Es kommt zur Rundrücken- oder Buckelbildung – üblicherweise an der Brustwirbelsäule. Es gibt jedoch auch Fälle, in denen die Erkrankung die Lendenwirbelsäule betrifft. Hier entsteht dann statt einem natürlichen Hohlrücken ein Flachrücken. „Diese spezielle Form des Morbus Scheuermann ist deutlich ungünstiger“, weiß Dr. Rißel.
    Bei der Therapie der Scheuermann-Krankheit muss der Betroffene viel mehr selbst tun. „Vermeidung von Fehlhaltungen wie stundenlanges gebeugtes Sitzen“ nennt Rißel als eine Möglichkeit. Auch geeignete Sportarten, wie Schwimmen oder Walking können helfen. „Bei fortgeschrittenen Buckelbildungen kann ein aufrichtendes Korsett Erfolge zeigen“ – wenn der Patient bereit ist, es mindestens 20 Stunden pro Tag zu tragen und gleichzeitig intensiv Krankengymnastik durchzuführen. Die Wirbelsäule durch eine Operation auszurichten, werde nur in extremen Ausnahmefällen erwogen.
    Das Wort Instabilität wird in Zusammenhang mit der Wirbelsäule häufig verwandt. Eine Instabilität kann Folge einer Gewalteinwirkung mit Verletzung (zum Beispiel Bruch oder Zerreißung) der Wirbelsäule sein. Die gebrochenen Wirbelsäulenstücke können sich dann gegeneinander verschieben, was zu einer Verletzung des im Wirbelkanal verlaufenden Rückenmarks führen kann. Die schlimmste Folge ist eine komplette Querschnittlähmung. „Wirbelsäulenverletzungen sind daher immer eine ernsthafte Verletzung, die sorgfältig abgeklärt und gegebenenfalls therapiert werden sollte“, warnt Roland Rißel.
    Eine andere Form der Instabilität entsteht durch Verschleiß. Im Laufe des Lebens nimmt die Höhe der Bandscheibe durch zunehmenden Wasserverlust ab. Die zwei benachbarten Wirbelkörper nähern sich dadurch einander an. Die Bandspannung lässt nach und so kann es zu Verschiebungen der Wirbelkörper gegeneinander kommen – die degenerative Instabilität. Treten nun noch begleitende Erkrankungen, wie Arthrose der Zwischenwirbelgelenke und/oder Bandscheibenvorwölbungen auf, kann dies zusammen mit den Wirbelsäulenverschiebungen zu starken Schmerzen, aber auch zu Reizungen und Funktionsausfällen der Nerven führen. Die degenerative Instabilität befällt vor allem die stark belastete Lendenwirbelsäule. Auch andere Erkrankungen, wie eitrige Entzündungen oder Geschwulste im Bereich der Wirbelsäule können zu Zerstörung des Knochens und damit zur Instabilität führen.
    Damit nicht genug, das Rückgrat kann noch durch andere Ursachen „außer Form“ geraten: Unter einem schweren Wirbelgleiten versteht man, wenn ein Wirbelkörper um mehr als die Hälfte seiner Wirbelkörperlänge über den darunter gelegenen Wirbelkörper nach vorne abgerutscht ist. Ursache ist ein (meist angeborener) Defekt im Bereich des Wirbelbogens, der den Wirbelkörper abstützen soll. Ist dies nicht gegeben, „kann der Wirbelkörper theoretisch immer weiter nach vorne rutschen“, beschreibt der Experte der Stauferklinik. Leichteres Wirbelgleiten könne prinzipiell an jedem Teil der Lendenwirbelsäule auftreten, schweres Wirbelgleiten jedoch fast ausnahmslos am unteren Ende der Wirbelsäule. Typisch für die Erkrankung sei, dass über Jahre oder Jahrzehnte keine Beschwerden bestehen. Erst mit zunehmendem Alter, häufig im frühen Erwachsenenalter, treten Schmerzen auf, die in die Beine ausstrahlen. Solange bei einem Wirbelgleiten keine, oder durch krankengymnastischen Muskelaufbau, gut beherrschbare Beschwerden bestehen, kann und soll die Therapie konservativ durchgeführt werden. Rißel: „Nehmen die Beschwerden jedoch zu und treten unerträgliche Schmerzen oder auch Schwäche und Lähmungen der Beine auf, ist eine Operation angezeigt“. Hierbei soll der abgerutschte Wirbelkörper soweit als möglich in seine ursprüngliche Position zurückgezogen, fest verschraubt und durch weitere Maßnahmen fixiert werden. Diese so genannte Reposition, so Roland Rißel, „ist unabdingbar, um dem Patienten eine gute Statik zurückzugeben und sekundäre Haltungsschäden, wie vermehrtes Hohlkreuz, dauerhaft zu vermeiden“.

    Vieles zu zerstören
    Zu wenig beachtet werden die Auswirkungen rheumatischer Erkrankungen auf die Wirbelsäule. Neben dem Morbus Bechterew spiele insbesondere die chronische Polyarthritis (rheumatoide Arthritis), eine herausragende Rolle. Während der Morbus Bechterew an Stamm und Halswirbelsäule auftritt, befalle die rheumatoide Arthritis in erster Linie die Halswirbelsäule und hier wiederum den Übergang zwischen Kopf und Hals. „Es ist eine chronische, zerstörende Entzündung der Gelenke“ , erläutert der Wirbelsäulen-Experte der Stauferklinik. Da an der Halswirbelsäule mehr als 30 Gelenke und zahlreiche Schleimbeutel vorhanden sind, könne die rheumatoide Arthritis viel zerstören. Folgen sind neben Knochenabbau Bandzerreißungen, Bandscheibenzerstörung und somit letztlich eine zunehmende Instabilität der Halswirbelsäule.Weitergehende Folgen können sogar unumkehrbare Schädigungen des Rückenmarks sein. Da diese Schäden schleichend eintreten, sei eine regelmäßige, fachärztliche Kontrolle unbedingt notwendig. Dazu gehören auch jährliche, spezielle seitliche Röntgenaufnahmen der Halswirbelsäule. „Lässt sich hierbei eine Gefahr für das Rückenmark erkennen, so muss die Operation unbedingt durchgeführt werden, bevor das Rückenmark irreversibel geschädigt ist“, mahnt Rißel. Dass dafür ein spezielles Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und Patient bestehen muss, ist für Rißel klar. Immerhin müsse der Patient in eine Operation einwilligen, noch bevor er erste Symptome spürt. Eine Versteifung an der Wirbelsäule sei notwendig, teilweise müsse auch der Kopf mit den oberen Halswirbeln versteift werden. Und wenn die Operation nicht rechtzeitig kommt? Dann, so Dr. Rißel, „können unter Umständen schwerwiegende Folgen, wie Atemlähmung, Gehunfähigkeit und ähnliches auftreten“. Ein Facharzt für orthopädische Rheumatologie werde diese Entscheidung in Zusammenarbeit mit einem Neurologen – und dem Patienten – treffen, ist sich der Mediziner sicher.

    Wer eine Folge unserer Serie „Wirbelsäulenerkrankungen“ verpasst hat, kann sie im Internet nachlesen auf

    © Gmünder Tagespost 03.01.2009



  14. #34
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    Moin zusammen,
    Es gibt mal wieder einen Interessanten Bericht auf hr-online. Versuche mal ohne direkten link zu posten.

    Gruß Ralf


    hr-online > Ratgeber > Gesund & Fit

    Auszug:

    Übersicht

    * Rheuma - viele Krankheiten, einzige Konstante ist der Schmerz (Seite 1)

    * Fehlsteuerung im Abwehrsystem (Seite 1)

    * Rheumatologen-Mangel in Hessen (Seite 2)

    * Schmerzfrei dank neuer Therapie (Seite 2)

    * Rheumatherapie (Seite 2)

    * Kollagenosen - Fehlprogrammierungen im Bindegewebe (Seite 3)

    * Sklerodermie (Seite 3)

    * Sanfte Untersuchung mit viel Aussagekraft - Videokapillaroskopie (Seite 3)

    * Ernährung bei Rheuma (Seite 4)

    * Entzündungen bremsen mit Vitaminen und Spurenelemente (Seite 4)

    * Risiko Knochenschwund (Seite 4)

    * Knochenbruch durch Knochenschwund (Seite 5)

    * Unsere Knochen - Wunderwerk in Sachen Konstruktion (Seite 5)

    * Osteoporose-Ursachen im Überblick (Seite 5)

    * Volkskrankheit Osteoporose (Seite 6)

    * Osteoporose - Behandlungsmöglichkeiten (Seite 6)

    * Im Check: Knochenstärker (Seite 6)

    * Literaturtipps zum Thema (Seite 7)
    Mein Tazmanischer Teufel zeigt dem Bechterew die Zähne

    ".....jemanden zum Auffangen haben". Ist das Gegenteil von "zur Last fallen" ( sponsored by 4magda )

  15. #35
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    Hallo Ralf,

    ich habe ganz zufällig gestern abend diesen Bericht auf hr3 gesehen. War ganz nett gemacht und es wurde auch das 4., nur für CP zugelassene Biologikal Mabthera vorgestellt, sogar auf die Wichtigkeit von Omega3 wurde verwiesen und das Arachidonsäure in tierischem Fett (auch von Milch oder Käse!) entzündungsfördernd ist. Außerdem wurde die Diagnoseverzögerung bei Rheuma (speziell CP) betont.

    Aber allegemeinen ging es nur um CP, Sklerodermie und Osteoporose.

    Ach ja, zur Osteoporose wurde noch gesagt, dass es nicht nur die Bisphosphonate gibt, die den Knochenabbau stoppen sollen sondern es gibt wohl jetzt auch ein neues, extrem teures Medikament, das bei sehr starker Osteoporose den Knochen wieder aufbaut. Aber allgemein wurde da immer wieder betont, dass das beste Mittel gegen Osteoporose die Bewegung ist.

    Alles in Allem eine gute Sendung - nur kein direkter Bezug zu MB.

    Liebe Grüße

    Lydia
    Lächle in die Welt - und die Welt lächelt zurück!

  16. #36
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    Hallo Ralf und Lydia

    Danke für den Link - habs auch grad gesehen.

    Da wird auch wieder stark gegen Cortison gewettert - vorallem bei hoher Dosierung (Cortison, Fluch und Segen) Das ist sicher nicht einfach aus den Fingern gesogen!

    Gruss Soltar



  17. #37
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    Ist Rheuma in naher Zukunft heilbar?

    Ist Rheuma in naher Zukunft heilbar?



    Gedächtniszellen spielen im Abwehrsystem eine wichtige Rolle. Geraten sie außer Kontrolle, kann das Rheuma auslösen. Die Erforschung dieser Zellen dient daher der Entwicklung von neuen Therapien.
    Mehr zum Thema


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    Die Lebensqualität ist bei Rheuma stark eingeschränkt.




    Unser Abwehrsystem ist ständig gefordert. Beispielsweise muss es sich im Laufe unseres Lebens mit einer Vielzahl von Krankheitserregern auseinandersetzen. Damit Bakterien und Viren möglichst schnell bekämpft werden können, entwickelt es daher ein "Gedächtnis".
    Bei diesem handelt es sich um spezielle Zellen des Abwehrsystems, die einzelne Merkmale von Bakterien und Viren "speichern" und bei erneutem Kontakt mit dem jeweiligen Krankheitserreger schneller aktiv werden als "gewöhnliche" Immunzellen.
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    Geraten solche Gedächtniszellen außer Kontrolle, können Erkrankungen wie rheumatoide Arthritis, Morbus Bechterew oder Lupus erythematodes entstehen. Ist das Abwehrsystem erst mal "durcheinander" geraten, greifen Abwehrzellen dann körpereigene Gewebe an, obwohl der ursprüngliche Feind (z. B. ein Infekt mit Bakterien oder Viren) bereits erfolgreich beseitigt wurde.
    Gedächtniszellen sind auch ein wesentlicher Grund, weshalb bei vielen entzündlich-rheumatischen Erkrankungen nach dem Absetzen von Therapien neue Krankheitsschübe auftreten können.
    Denn in der Regel wirken die heute üblichen Therapien über eine mehr oder weniger gezielte Unterdrückung eines überaktiven Abwehr- bzw. Immunsystems. Fehlen die Medikamente, kurbeln manche Gedächtniszellen u.a. durch Bildung von Antikörpern gegen körpereigenes Gewebe oder durch Ausschüttung von entzündungsfördernden Botenstoffen (Zytokine) das Immunsystem wieder an

    aus magazine/web



  18. #38
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    ..sorry, war unvollständig - Fortsetzung:

    Professor Andreas Radbruch vom Deutschen Rheumaforschungszentrum (DRFZ) in Berlin beschreibt diesen Prozess in wenigen Worten so: "Das Immunsystem erinnert sich an das Rheuma". Funktion und mögliche Entgleisungen des "immunologischen Gedächtnisses" sind deshalb immer stärker in den Blickpunkt der Wissenschaftler geraten. Während es zur Funktionsweise von Gedächtniszellen mittlerweile recht gute Kenntnisse gibt, ist das bei möglichen Entgleisungen bzw. Fehlfunktionen dieser Zellen noch nicht der Fall. Die weitere Erforschung der Funktion von "fehlgeleiteten" Gedächtniszellen könnte daher zu neuen, noch wirksameren Therapien bei entzündlichem Rheuma führen.

    Nach Angaben von Herrn Prof. Radbruch ist es in seltenen Fällen bereits heute möglich, das immunologische Gedächtnis für entzündlich-rheumatische Erkrankungen zu löschen. Dies erreicht man, indem das Immunsystem durch eine Chemotherapie zunächst völlig ausgelöscht wird. Nach der erfolgreichen Auslöschung des "alten" Abwehrsystems wird dann in einem zweiten Schritt durch Transplantation von Stammzellen ein "neues" Immunsystem aufgebaut. Gelingt dies, tritt die rheumatische Erkrankung meist nicht mehr auf. Der Patient ist also geheilt.
    Diese Therapie ist derzeit jedoch mit erheblichen Risiken verbunden. Beispielsweise kann es in dem Zeitraum zwischen Auslöschung des alten und Aufbau eines neuen Immunsystems zu lebensbedrohlichen Infektionen kommen. Eine breite Anwendung der bisherigen Verfahren ist daher noch nicht in Sicht.

    Dies könnte sich aber in dem Moment ändern, in dem es den Wissenschaftlern gelingt "krankheitsbegünstigende" Gedächtniszellen im Körper gezielt zu erkennen und auszuschalten. Das ist zwar noch Zukunftsmusik, da eine solche Behandlung aber Rheuma tatsächlich heilen könnte, möchten die Wissenschaftler des DRFZ ihre Forschungsarbeit in nächster Zeit fortführen und ausweiten.


    Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Rheuma-Forschungszentrums Berlin vom 11.12.08.: "Ziel der Rheumaforscher in Berlin: Das Krankheitsgedächtnis für Rheuma löschen"
    Autor: Eduardo Ramminger
    Stand: 21-01-2009



  19. #39
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    Also ich muss sagen - das tönt mir wieder sehr gefährlich, wenn auch logisch von dem Standpunkt der Forscher her: Die suchen eine Möglichkeit das Immunsystem wieder auf normale Bahnen zu lenken. Der Ansatz ist schon richtig. Aber mit Chemotherapie löschen, und dann wieder...*g aufstarten - das passt irgendwie ins Computerzeitalter....dass das aber gefährlich sein kann ist selbstredend!

    Gruss Soltar



  20. #40
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    Eine Überaktivierung des Immunsystems ist Folge von Morbus Crohn. (Bild: Stock.XCHNG / Sanja Gjenero)
    Immer noch nicht vollständig erforscht

    Entzündliche Darmerkrankungen

    Von Marion Förster

    Immer mehr Menschen leiden unter chronisch entzündlichen Darmerkrankungen. Rund 300.000 Menschen in Deutschland, schätzen Experten, sind von Morbus Crohn oder Colitis Ulcerosa Betroffen. Die Krankheiten sind damit beinahe so häufig wie Diabetes vom Typ I oder Epilepsie, aber sie sind längst nicht so bekannt. Die Folge: Patienten erhalten im Schnitt erst nach anderthalb Jahren die richtige Diagnose und eine angemessene Therapie.



    Für Menschen mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen wird der Alltag zur Qual: Während der Krankheitsschübe leiden sie unter heftigen Bauchschmerzen, sie haben Durchfall und fühlen sich kraftlos und abgeschlagen. Dazu kommt die Scham, über ihre Krankheit zu reden. Die Betroffenen erleben sie wie eine Behinderung, sagt Susanne Kaplan von der Bundes-Selbsthilfevereinigung Morbus-Crohn und Colitis Ulercosa.

    "Denn alleine in den Supermarkt zu gehen, wird zu einer Schwierigkeit. Zumal die Betroffenen eine innere Krankheit haben, die die Umgebung also nicht wahrnimmt: Diese Personen sind krank, so dass dann ein Unverständnis den Leuten entgegengebracht wird, warum man in der Kinovorstellung drei-, viermal rausläuft, eben nicht, weil man sich Popcorn oder Cola holt und alle stört dabei, sondern weil man eine Toilette aufsuchen muss."

    Die Ursachen für chronisch-entzündliche Darmerkrankungen sind noch nicht vollständig erforscht. Nur soviel: Die Veranlagung dazu wird vererbt. Eine eigentlich harmlose Infektion, Zigarettenrauchen, die Antibabypille oder eine Blinddarmoperation könnten dann den Ausbruch der Krankheit begünstigen, vermuten Wissenschaftler - endgültig nachgewiesen ist das allerdings nicht, betont Axel Dignass, Chefarzt im Magnus-Krankenhaus der Universität Frankfurt am Main und deutscher Repräsentant der medizinischen Fachgesellschaft ECCO.

    "Es kommt dann zu einer Überaktivierung des Immunsystems und damit zu einer Zerstörung der Darmschleimhaut. Das ist ganz anders, als die meisten Menschen vermuten. Es ist nicht ein zu schwaches Immunsystem, sondern ein überaktives, das einfach nicht merkt, dass ein Auslöser nicht mehr da ist und sich nicht wieder von selbst herunterschaltet."

    Bei Morbus Crohn kann der gesamte Magen-Darm-Trakt befallen sein, in manchen Fällen sogar bis zur Speiseröhre. Bei der Colitis Ulcerosa beschränkt sich die Entzündung auf den Dickdarm. Die Ernährung spielt als Auslöser übrigens keine Rolle, so Dignass.

    "Eine ganze Zeit ist postuliert worden, dass man sich keinen Zucker zuführen sollte, weil das ein ganz wesentlicher auslösender Faktor ist. Das wissen wir heute sehr gut, dass das überhaupt nichts ausmacht, und gerade, wenn man Bauchschmerzen hat, wenn der Darm verengt ist, kann man sich durch zuckerreiche Ernährung ausreichend Kalorien zuführen. Es handelt sich häufig um untergewichtige Patienten, und wenn man dann diese wichtige Energiequelle ausschließt, schadet man den Patienten."

    Die Behandlung der chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen beschränkte sich lange auf die Dauergabe von Cortison - mit all ihren Nebenwirkungen. Seit einigen Jahren stehen sogenannte Biologics zur Verfügung. Professor Andreas Rädler, Chefarzt der Inneren Medizin am Asklepios Klinikum West in Hamburg, hat diese Therapie mit entwickelt. Die Biologics sollen gezielt verhindern, dass das Immunsystem überaktiv wird.

    "Im konkreten Fall sind das gentechnologisch hergestellte Antikörper, die Entzündungssignalstoffe neutralisieren. Das hat zur Folge, dass der Haupttäter für diese Entzündung - bei Morbus Crohn, Colitis Ulcerosa, Psoriasis, Morbus Bechterew ist der Haupttäter ein Entzündungsstoff namens TNF - und der wird durch diesen Antikörper neutralisiert."

    Allerdings wirken sie nur bei sechs bis acht von zehn Patienten. Andere Ansätze zielen darauf, die Darmflora günstig zu beeinflussen und das Immunsystem wieder ins Gleichgewicht zu bringen: Zum Beispiel durch die Einnahme von Eiern des Schweinepeitschenwurms, eines für den Menschen unschädlichen Parasiten. Sie sollen die überschießende Immunantwort bei Patienten mit chronischen Darmerkrankungen abmildern. Ob diese Therapien tatsächlich helfen, ist noch nicht erforscht.

    Quelle D-Radio



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