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  1. #421
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    Mit natürlichem Heilklima gegen Schmerzen und Versteifung bei Morbus Bechterew

    19.07.2013 - 17:34

    In den Himmel schauen, ein Buch aus der oberen Regelreihe nehmen, dem Gegenüber in die Augen blicken – für gesunde Menschen selbstverständlich. Vielen, die an Morbus Bechterew leiden, fallen diese alltäglichen Dinge aber im Laufe der Zeit sehr schwer. Bei den meisten beginnt Morbus Bechterew schon als junge Erwachsene mit heftigen Schmerzen im Kreuz, die sich über den gesamten Rücken nach oben ausbreiten. Erschwerend kommt bei Morbus Bechterew oft chronische Erschöpfung und eine Versteifung der Wirbelsäule hinzu. Ein geregeltes Leben ist so mancher Morbus Bechterew-Patienten angesichts der Schmerzen, Schwäche und schwerer Nebenwirkungen verschriebener Medikamente nicht mehr möglich. Die Radonwärmetherapie als natürliche Alternative zur schulmedizinischen Medikation zeigt dagegen vor allem beim Krankheitsbild Morbus Bechterew gute Ergebnisse. Wissenschaftliche Studien bestätigen der Behandlungsmethode bei Morbus Bechterew sogar Erfolgsquoten zwischen 80 und 90 Prozent.
    Danach zeigt die Radonwärmetherapie bei allen Verlaufsformen und Stadien lang anhaltende therapeutische Effekte. „Morbus Bechterew-Patienten berichten über eine signifikante Reduktion von Druckschmerzwellen, Schmerzintensität, funktionellen Einschränkungen und Medikamentenverbrauch“, weiß Univ.-Doz. Dr. Bertram Hölzl, Radon-Experte und ärztlicher Leiter des Gasteiner Heilstollen. „Und das über viele Monate.“ Zudem fördert die Radonwärmetherapie nachweislich knochenaufbauende Prozesse. Ihre Erfolge bei Morbus Bechterew beruhen auf einer Kombination von drei Wirkfaktoren: leichte Überwärmung, hohe Luftfeuchtigkeit und Aufnahme von Radon über Haut und Lunge. Bei Temperaturen über 37,5 Grad und hoher Luftfeuchtigkeit über 70 Prozent kommt es zu einem Anstieg der Körperkerntemperatur. Langjährige Erfahrungen zeigen, dass allein diese milde Hyperthermie bei Morbus Bechterew zu einer Entspannung schmerzgeplagter Muskeln führt und immunstabilisierend wirkt. Darüber hinaus erhöht sich im leicht überwärmten Zustand die Aufnahmefähigkeit des Organismus für das Naturheilmittel Radon. Radon setzt wiederum milde Alphastrahlen frei, die körpereigene Zellreparaturmechanismen anregen und die Aktivität von Entzündungszellen sowie Schmerzbotenstoffen deutlich verringern.
    „Viele Patienten mit Morbus Bechterew, die regelmäßig eine Radonwärmetherapie durchführen, können darüber hinaus fast komplett auf die Einnahme von nichtstereoidalen Antirheumatika verzichten“, berichtet Dr. Hölzl. Was das bedeutet machen die gravierenden Nebenwirkungen dieser Medikamente deutlich: 70 Prozent der damit behandelten Morbus Bechterew-Betroffenen leiden unter schweren Magenschleimhautveränderungen und ihren Folgen. 10 bis 20 Prozent der schweren Komplikationen lassen sich therapeutisch sogar überhaupt nicht beherrschen und enden tödlich. Weil die Radonwärmetherapie eine sanfte Alternative darstellt, übernehmen Krankenkassen oft etwa 90 Prozent der Therapiekosten

    Quelle: relevant Oesterr.




  2. #422
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    Das ist schon interessant mit dem Rado-Stollen für Privat-Patienten, bei meiner letzten Reha wollte ich auch dorthin - wurde aber nach Bad Aibling geschickt, es gibt eine Zulassung für deutsche Krankenversicherungen, aber die DRV macht da nicht mit. Sind irgendwelche Deutsche hier welche das mal bekommen haben als Reha-Ort in Verbindung mit der DRV?
    Ich würde es gerne mal ausprobieren, kann es mir aber nicht so richtig leisten...10€ pro Tag über die Kasse ist ein Nasenwasser...
    Grüßle
    Aorta
    Gesundheit ist besser als Krankheit, wenn auch nur aus körperlichen Gründen.
    ( frei nach Woody Allen)

  3. #423
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    Aragorn - Peter z.B. ....stammt ja aus "deutschen Landen", und fährt sov. ich weiss regelm. nach Gastein!??

    ...ah ja - apropos "Erfolgsquoten" - hier hiess es ja: wissenschaftlich bestätig 80 - 90 %

    Ist natürlich beachtlich. Mist nur, wenn man bei den 10 - 20 % "Nieten" ist...



  4. #424
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    Ich fahre dieses Jahr zum siebten Mal in Folge nach Gastein, allerdings nicht über die DRV, bin bei der landwirtschaftlichen Alterskasse.
    Ich kenne, treffe jedes Jahr jedoch genügend Deutsche, die über die DRV zur Reha dort sind.
    Bei einer genehmigten Reha, jedoch andere Rehaklinik, würde ich bei der DRV Widerspruch einlegen und die Vorzüge einer Radonbehandlung voranstellen.
    Aber wie gesagt, hab da mit der DRV keine Erfahrung. Ich bin gegenüber meiner RV auch schon zweimal in Widerspruch gegangen, hat bisher aber immer funktioniert.
    (meine jährliche Stollenkur möchte ich nicht mehr missen, macht sehr vieles viel einfacher)

    lg, Peter
    Auch morgen geht die Sonne wieder auf !

  5. #425
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    Merci - und ja, ich weiss nicht: Für die Leute, die kein Problem haben mit Klaustrophobie usw. kann das ja u.U. auch irgendwie etwas Spannendes an sich haben. Kanns mir halt nicht wirklich vorstellen.



  6. #426
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    Bei MB kann hanteltraining sinnvoll sein:

    http://www.stern.de/gesundheit/bei-m...n-2047265.html



  7. #427
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    Immer am Ball

    Übungen auf dem Gymnastikball verbessern Beweglichkeit bei Bechterew


    Laut Wissenschaftlern verbessert ein progressives Muskeltraining auf dem Gymnastikball sowohl die Kraft und Funktionalität verschiedener Muskelgruppen als auch die Beweglichkeit der Patienten. | Symbolfoto: MT-Archiv





    Patienten mit Morbus Bechterew können ihre Beweglichkeit und Muskelkraft durch Hantelübungen auf dem Gymnastikball erheblich verbessern. Darauf machen Experten des Berufsverbands Deutscher Rheumatologen (BDRh) aufmerksam.

    Morbus Bechterew ist eine chronisch-entzündliche rheumatische Erkrankung, die mit starken Schmerzen und einer zunehmenden Versteifung von Gelenken der Wirbelsäule - insbesondere der Gelenke zwischen Kreuzbein und Darmbein (Iliosakralgelenke) - einhergeht. Sie wird auch versteifende Wirbelentzündung (Spondylitis ankylosans) bzw. ankylosierende Spondyloarthritis (SpA) genannt.



    "Betroffene haben chronische Schmerzen und leiden unter einer zunehmenden Steifheit im mittleren und unteren Bereich der Wirbelsäule, die nach Ruhe am stärksten ausgeprägt ist und sich erst durch Bewegung verringert", erläutert Rheumatologe Dr. Edmund Edelmann. "Die Bewegungsfähigkeit der Patienten ist allerdings infolge der Versteifung zunehmend limitiert - ein Teufelskreis, der eine Verbesserung ihrer Symptomatik durch Bewegung erschwert. Nun berichten Forscher, dass ein progressives Muskeltraining auf dem Gymnastikball sowohl die Kraft und Funktionalität verschiedener Muskelgruppen als auch die Beweglichkeit von SpA-Patienten deutlich verbessert, ohne ihre Krankheitsaktivität negativ zu beeinflussen."

    Das Training, bestehend aus acht Bewegungsübungen mit Kurzhanteln auf dem Ball - wie z.B. Rudern oder in die Hocke Gehen, wurde zweimal pro Woche durchgeführt. Das Gewicht der Hanteln wurde dabei alle vier Wochen gesteigert. 16 Wochen nach Beginn des Trainings schnitten die Patienten bei einem Test ihrer körperlichen Belastbarkeit (6-Minuten-Gehtest) deutlich besser ab als die Kontrollgruppe ohne Gymnastikballtraining.

    Zudem äußerten die Trainingsteilnehmer eine durchweg größere Zufriedenheit mit ihrer Therapie. "Bisher haben wir SpA-Patienten meist zu Aquagymnastik geraten, da bei dieser Form der Bewegungstherapie im warmen Wasser die Gelenke entlastet werden. Im Hinblick auf die aktuellen Studienergebnisse können wir den Patienten alternativ oder zusätzlich auch ein progressives Bewegungstraining mit Hanteln auf dem Gymnastikball durchaus empfehlen", erklärt Edelmann.

    Quelle: internisten-im-netz



  8. #428
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    Dem Schmerz mit Spaß am Sport begegnen

    Dem Schmerz mit Spaß am Sport begegnen
    26.08.2013 | 15:34 Uhr


    Mitglieder der Reha-Sport Gruppe des TV HemerFoto: privat
    Hemer. Hartwig Eidecker ist sportlich. Regelmäßig spielt er Volleyball und eines seiner Hobbys ist die Gartenarbeit. Dass Hartwig Eidecker leicht gebeugt geht, fällt auf den ersten Blick kaum auf und wenn, scheint es für einen 74-Jährigen ja auch nichts wirklich ungewöhnliches zu sein. Aber es hat einen Grund, mit dem nicht zu spaßen ist: Der Iserlohner leidet an Morbus Bechterew, einer entzündlichen rheumatischen Erkrankung, bei der sich unter erheblichen Schmerzen der Rücken und die Gelenke allmählich versteifen. Wenn man nichts dagegen unternimmt.


    Als bei Hartwig Eidecker im Oktober 1989 – er klagte zunehmend über morgendliche Steifheit des Rückens und Kreuzschmerzen – die nach einem russischen Arzt benannte Krankheit diagnostiziert wurde, hatte es nicht lange gedauert, bis er etwas unternommen hat. Schon 1990 begann er, durch sportliche Bewegung der Krankheit zu trotzen. Anfangs mit Wassergymnastik, dann durch zusätzliche Gymnastik in der Sporthalle. Und er spürte schnell: Das tut mir gut.

    „Ich kann mir ein Leben ohne Sport überhaupt nicht vorstellen“, sagt Hartwig Eidecker heute. Er weiß nicht, wie schlimm es heute ohne Bewegung mit ihm stünde, ohne die Gemeinschaft von Leidensgenossen, die sich gegenseitig stützen und Mut machen. Und Spaß dabei haben. Und diese Menschen hat Hartwig Eidecker schon vor Jahren beim TV Hemer gefunden.

    Im Wasser und in der Halle
    Seit dem Jahr 2005 gibt es unter dem Dach des Vereins die selbstständige Abteilung „Reha-Sport und Funktionstraining“. Obwohl immer wieder neue aktive Mitglieder hinzukommen und andere wegbleiben, ist es eine harmonische Interessengemeinschaft im besten Sinne des Wortes. Denn alle, die beim Reha-Sport Hilfe suchen, haben diese auch wirklich nötig.

    Es sind keineswegs nur Bechterew-Patienten. Viele kämpfen mit anderen Formen von Rheuma. Oder mit Osteoporose, die vor allem Frauen befällt, andere suchen nach Operationen zum Beispiel dem Einsatz künstlicher Hüft- und Kniegelenke die Beweglichkeit durch Gymnastik wiederzufinden. Die Gruppe trifft sich außer in den Ferien an jedem Mittwoch in der Sporthalle der Felsenmeerschule sowie donnerstags im 33 Grad warmen Wasser des Schwimmbeckens der AktiVita-Fitness-Einrichtung in Menden am Papenbusch.

    Natürlich kann die Reha-Sportgruppe diese Angebote nicht allein für Gotteslohn machen. Die Nutzung der beiden Sportstätten muss bezahlt werden, ebenso die Honorare für die Physiotherapeutin Ulla Hartmann und die Übungsleiterin Isabella Raschke, die seit langer Zeit die Übungseinheiten leiten und gestalten sowie darüber wachen, dass die Bewegungstherapie richtig ausgeführt wird und nicht die Krankheitszustände womöglich verschlimmert.

    Wer eine entsprechende Verordnung seines Arztes vorlegt, kann damit rechnen, dass die Krankenkasse die Kosten übernimmt. Das ist zumindest in so gut wie allen Fällen die Regel. „Wir helfen natürlich dabei, das zu klären“, sagt Cilli Schulte, die Ansprechpartnerin der Gruppenmitglieder ist und diese auch gegenüber dem TV Hemer vertritt. Allerdings muss die regelmäßige Teilnahme an den Übungsstunden dokumentiert werden, denn ansonsten gibt die Krankenkasse natürlich kein Geld.

    Für Stefan Will ist der finanzielle Aspekt vergleichsweise nebensächlich. Er ist mit 30 Jahren zurzeit der Benjamin der Gruppe, aber mit einer besonders schweren Form von Bechterew geschlagen, verbunden Colitis Ulcera, einer chronischen Entzündung des Dickdarms, die oft mit dem Bechterew einhergeht.

    Die ersten Krankheitssymptome traten bei Stefan Will auf, als er sich auf sein Abitur vorbereitete. Seitdem hat sich sein Gesundheitszustand immer weiter verschlechtert. Seinen Beruf als Steuerfachangestellter kann er nicht mehr ausüben, weil er kaum länger als zwei Stunden am Schreibtisch oder vor dem Computer sitzen kann. Eine Operation im Jahr 2005 brachte nicht die erhoffte Wende, seit 2008 ist er Erwerbsminderungsrentner.


    Seit einem Jahr wird Stefan Will mit einer speziellen medikamentösen Therapie behandelt, ist seither einigermaßen schmerzfrei. Aber er weiß, dass diese Therapie spätestens nach einem weiteren Jahr abgebrochen werden muss. Die Nebenwirkungen würden lebensbedrohliche Ausmaße annehmen. Schon jetzt hat der lange Einsatz von Cortison bei Stefan Will zusätzlich zu Osteoporose geführt.

    Weg aus der Einsamkeit
    Aber der Lebensmut hat den 30-Jährigen Deilinghofer bisher nicht verlassen. Hauptgrund dafür sind seine Frau und die zweijährige Tochter. Aber auch der regelmäßig Reha-Sport ist ihm eine enorme Hilfe. Fünfmal in der Woche treibt er individuelle Krankengymnastik mit einem Physiotherapeuten, aber Stefan Will möchte die Mitgliedschaft in der Gruppe und den gemeinsamen Sport keineswegs aufgeben. „Man wird mit einer solchen Krankheit schnell einsam“, berichtet er ohne Bitterkeit. Der Kontakt zu den meisten früheren Freunden ist abgebrochen, weil sie einfach eine ganz andere Art des Lebens haben, die Stefan Will nicht mehr teilen kann. Um so mehr schätzt er die sozialen Bindungen, die er in der Reha-Sport-Gruppe findet, und die ihm so viel mehr bedeutet, als bloß Bewegungstherapie.

    Quelle: DerWesten



  9. #429
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    Zahnfleischerkrankungen

    Beim Morbus Bechterew sind Zahnfleischprobleme nicht selten

    Patienten mit Morbus Bechterew sollten besonders auf gründliche Mundhygiene achten.(c) Stockbyte
    Der Morbus Bechterew ist nicht nur eine Gelenkerkrankung, sondern kann auch mit anderen entzündlichen Erkrankungen vergesellschaftet sein, z.B. Entzündungen der Sehnenansätze, der Augen oder des Darmes. In einer neuen Untersuchung wurde nun das Vorkommen von Zahnfleischentzündungen bei der Spondylitis ankylosans genauer untersucht.
    Entzündliche Zahnfleischerkrankungen kommen weltweit vor. Dazu gehören z.B. Zahnfleischentzündungen (Gingivitis), Entzündungen des Zahnbettes (Paradontitis), Zahnfleischrückgang und Zahnfleischschwund. Bei der Entstehung spielen Bakterien eine wichtige Rolle. Weiterhin hat man eine Fehlregulation bestimmter entzündlicher Botenstoffe beobachtet. So ist z.B. TNF alpha bei den Betroffenen erhöht. Eine Fehlregulierung entzündlicher Botenstoffe ist auch bei entzündlichen Autoimmunerkrankungen wie z.B. bei rheumatischen Erkrankungen bekannt. Durch Studien konnte belegt werden, dass Zahnfleischprobleme bei Menschen mit einer rheumatoiden Arthritis gehäuft vorkommen und die Behandlung dieser Zahnfleischprobleme den Schweregrad der rheumatoiden Arthritis positiv beeinflussen kann.
    In einer aktuellen Studie an der Charité, Berlin hat man nun das Vorkommen von Zahnfleischerkrankungen beim Morbus Bechterew genauer untersucht. Dabei wurden fast 50 Morbus Bechterew Patienten und eine ebenso große Kontrollgruppe genau auf Zahnfleischentzündungen untersucht. Um sich ein umfassendes Bild der Zahnfleischprobleme machen zu können, hat man den Zahnbelag (Plaque), das Auftreten von Zahnfleischbluten nach Untersuchungen, die Taschentiefe am Zahnfleisch und den Zahnfleischrückgang beurteilt.
    Die Studie ergab, dass Zahnfleischprobleme bei Patienten mit Spondylitis ankylosans im Vergleich zur Kontrollgruppe deutlich häufiger vorkommen. Dies konnte u.a. durch das Ausmaß des Zahnfleischrückgangs und des Zahnbelags festgestellt werden. Verstärkter Zahnbelag ist oft die Folge einer verminderten Zahnhygiene. Bei starken Schmerzen und Bewegungseinschränkungen aufgrund des Morbus Bechterew sind die Gründe eine verminderte Mundhygiene durchaus nachvollziehbar. Allerdings deuten Erkenntnisse der letzten Jahre immer mehr darauf hin, dass Zahnfleischprobleme nicht nur ein lokales Problem, sondern ein systemisches darstellen, was sich u.a. durch eine im ganzen Körper erhöhten Entzündungsneigung zeigt. Ein weiterer Zusammenhang zwischen Zahnfleischproblemen und Morbus Bechterew stellt die Osteoporose (Knochenschwund) dar, denn Osteoporose kommt gehäuft bei Morbus Bechterew Patienten vor und Osteoporose ist wiederum ein Risikofaktor für Zahnfleischprobleme. Weiterhin hat man in der Studie beobachtet, dass das Ausmaß und Auftreten von Zahnfleischproblemen unabhängig ist von Krankheitsdauer und Schweregrad des Morbus Bechterew.
    Die Studienautoren regen dazu an, weitere Untersuchungen mit einer größeren Patientenzahl durchzuführen. Aufgrund der Ergebnisse dieser Studie, könnte es für Menschen mit Morbus Bechterew sinnvoll sein, auf eine besonders gute Mundhygiene zu achten und Risikofaktoren für Zahnfleischprobleme, z.B. Rauchen, Alkoholkonsum und Übergewicht, möglichst auszuschalten.
    Autor: Dr. Barbara Stöckigt
    Letzte Aktualisierung: 18. Juni 2010
    Quellen: Pischon, N. et al.: Periodontal disease in patients with ankylosing spondylitis. In: Annals of the Rheumatic Diseases.




  10. #430
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    Unterschiedliche Erscheinungsbilder

    Psoriasis-Arthritis - vielfältige Symptome möglich


    Die Beschwerden der Psoriasis-Arthritis ähneln häufig denen einer rheumatoiden Arthritis und den Symptomen eines Morbus Bechterew. Es können einzelne oder mehrere Gelenke und die Wirbelsäule betroffen sein.
    Die Psoriasis-Arthritis ist charakterisiert durch den Befall eines oder mehrerer Gelenke oder der Wirbelsäule. Die betroffenen Gelenke sind oft schmerzhaft gerötet, geschwollen und überwärmt. Die Beweglichkeit kann dann eingeschränkt sein. Nicht selten findet sich ein gleichzeitiger Befall der Nägel.
    Die Beschwerden der Psoriasis-Arthritis ähneln beim Befall der Arme und Beine häufig denen einer rheumatoiden Arthritis und beim Befall der Wirbelsäule den Symptomen eines Morbus Bechterew. Es können einzelne (Monoarthritis) oder mehrere Gelenke (Polyarthritis) sowie die Wirbelsäule (Spondylarthritis) entzündlich verändert sein. Parallel besteht in den meisten Fällen eine Nagelpsoriasis. Typischerweise sind kleine Gelenke der Finger und Zehen betroffen. Häufig sind auch die Ileosakralgelenke, also die Gelenkflächen zwischen Darm- und Kreuzbein, in das Krankheitsgeschehen einbezogen. Die Veränderungen können schon jahrelang bestehen, obwohl die Betroffenen beschwerdefrei sind. Charakteristisch ist ein akutes Auftreten der Schmerzen und ein einseitiger Befall. Die betroffenen Gelenke sind dann geschwollen und (druck-)schmerzhaft. Die Bewegungsfähigkeit kann eingeschränkt sein.
    Abhängig von Lokalisation und Ausprägung der Erkrankung unterscheidet man verschiedene Erscheinungsbilder:



    Spondylitis oder Spondylarthritis

    Der Befall von Wirbelsäule und Ileosakralgelenke wird Spondylitis genannt. Männer leiden häufiger daran als Frauen. Es kann zu schmerzhaften Bewegungseinschränkungen bis hin zu Verkrümmungen der Wirbelsäule kommen. Die Beschwerden ähneln denen eines Morbus Bechterew, wobei die Erkrankung weniger rasch voranschreitet und mit weniger Schmerzen einhergeht. Gelegentlich fehlen die Beschwerden auch ganz. Die Spondylarthritis ist in etwa 30 Prozent der Fälle mit einem Gelenkbefall vergesellschaftet, welcher den Wirbelsäulenveränderungen in der Regel vorausgeht.



    Distale interphalangeale Arthritis

    Diese Verlaufsform wird in etwa der Hälfte der Fälle beobachtet. Hierbei sind Endgelenke von Fingern und Zehen betroffen. Der Befall kann symmetrisch oder asymmetrisch sein. Sehr oft ist diese Form mit Nagelveränderungen vergesellschaftet.



    Monoarthritis oder asymmetrische Oligoarthritis

    Diese Verlaufsform ist mit etwa 70 Prozent am häufigsten vertreten. Bei der Monoarthritis ist ein einzelnes (= "mono") großes Gelenk, bei der asymmetrischen Oligoarthritis wenige (= "oligo") große Gelenke wie Knie oder Ellenbogen betroffen. Diese Form findet sich häufig vergesellschaftet mit einem Befall der Mittel- und Endgelenke von Fingern und Zehen sowie der Zehengrundgelenke.



    Symmetrische Polyarthritis

    Die symmetrische Polyarthritis ist durch einen beidseitigen Befall vieler Gelenke gekennzeichnet und lässt sich im klinischen Erscheinungsbild oft schwer von der rheumatoiden Arthritis unterscheiden. Der Verlauf ist jedoch in der Regel milder. Die für Gelenkrheuma typische Morgensteifigkeit ist hier wie bei allen Formen der Psoriasis-Arthritis geringer. Die symmetrische Polyarthritis tritt in etwa einem Viertel der Fälle auf.



    Dactylitis

    Hier sind die Grund-, Mittel- und Endgelenke von einzelnen Fingern bzw. Zehen betroffen.



    Enthesitis

    Die Enthesitis ist eine Entzündung im Übergangsbereich zwischen Sehnen und Knochen und an straffen Bandverbindungen. Besonders häufig sind der Ansatz der Achillessehne an der Ferse sowie der Ansatz der Sehnenplatte unter dem Fuß am Fersenbein betroffen. Es kann dabei das Bild eines entzündlichen Fersensporns entstehen.



    Arthritis mutilans

    Die Arthritis mutilans wird auch "verstümmelnde Arthritis" genannt. Sie ist durch einen besonders schweren Verlauf gekennzeichnet. Mit etwa fünf Prozent der Fälle kommt sie jedoch zum Glück relativ selten vor. Betroffen sind vor allem Hände und Füße aber auch die Wirbelsäule, vor allem die Ileosakralgelenke. Die Erkrankung geht mit einem Abbau von Knochensubstanz (Osteolyse) einher. Das kann schwere Verformungen und eine Einschränkung der Beweglichkeit zur Folge haben. Häufig nehmen die Betroffenen eine Schonhaltung ein, welche einen Beweglichkeitsverlust zusätzlich unterstützt. Akute Schübe sind häufig mit einer Verschlechterung der Hautsymptomatik verbunden und können mit Fieber und Gewichtsverlust einhergehen.
    Quelle: Lifeline




  11. #431
    Yus86 ist offline "Rheuma haben doch nur alte Leute"
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    Bechterew: Bambusstabwirbelsäule mit NSAR verhindern
    Ankylosierung bei M. Bechterew können mit NSAR aufgehalten werden. Biologika sind nicht wirksam.


    Die Spondylarthriden, zu denen auch die ankylosierende Spondylitis (Morbus Bechterew) zählt, haben eine gemeinsame genetische Basis und treten familiär gehäuft auf, viele Patienten sind HLA-B27 positiv.
    Bei ankylosierender Spondylitis sind Syndesmophyten häufig zu finden
    Als Oligoarthritiden befallen sie das Stammskelett und lösen Entzündungen der Sehnenansätze (Enthesitis) aus, erklärte Professor Dr. Ulf Wagner, Arbeitsgruppenleiter Rheumatologie im Universitätsklinikum Leipzig, beim Internistenkongress. Im Röntgenbild findet man bei der ankylosierenden Spondylitis neben Zeichen der Entzündung wie der glänzenden Ecke (Spondylitis anterior) oder der Spondylodiszitis auch solche vom nichtentzündlichen Typ, unter denen die Syndesmophyten am bekanntesten sind.
    Bambusstabwirbelsäule mit NSAR verhindern!
    Im Spätstadium kann die Verknöcherung bis zur Bambusstabwirbelsäule fortschreiten. Wichtig für die Therapie des M. Bechterew ist, dass Entzündung und knöcherner Umbau anscheinend unabhängig voneinander ablaufen können. So fiel bereits im Mausmodell auf, dass Glukokortikoide zwar die Inflammation, nicht aber die Ankylosierung bremsten.


    In ähnliche Richtung deutet eine Pilotstudie zur bildgebenden Diagnostik beim M. Bechterew: Bestimmte Läsionen wurden im PET-CT nur mit Fluorid dargestellt, das den Knochenumbau sichtbar macht, nicht aber mit dem „Entzündungsmarker“ FDG.


    TNF-alpha-Blocker haben sich in klinischen Studien zur ankylosierenden Spondylitis als hochwirksam erwiesen, unterstrich Prof. Wagner. Bereits im Frühstadium, wenn noch keine radiologischen Veränderungen erkennbar sind, vermögen diese Substanzen die Krankheitsaktivität deutlich zurückzudrängen.
    M. Bechterew: Patienten mit hoher Krankheitsaktivität profitieren von Infliximab
    Auch für spätere Stadien belegt eine Reihe von Studien den Effekt der TNF-Blocker. Doch wie steht es mit der radiologischen Progression? Hier zeigte sich in einer Studie mit Infliximab zunächst kein signifikanter Unterschied zur Kontrollgruppe. Allerdings profitierten Patienten mit hoher Krankheitsaktivität und früh nachweisbaren Syndesmophyten.


    Der TNF-Blocker vermag also die Verknöcherung aufzuhalten, kann sie aber nicht komplett stoppen. Umso wichtiger sind nach Meinung des Referenten die Ergebnisse einer kürzlich publizierten Studie zum Einfluss von NSAR. Aufgrund des deutschen Spondyloarthritisregisters wurden 164 Patienten ausgewählt, 88 mit ankylosierender Spondylitis und 76 mit nicht radiologisch erkennbarer Spondyloarthritis.
    Weniger radiologische Progression bei hohem NSAR-Konsum
    Von allen lagen neben Informationen zur NSAR-Einnahme Röntgenaufnahmen zu Beginn und nach zwei Jahren Follow-up vor. Bei der Auswertung zeigte sich, dass Patienten mit hohem NSAR-Konsum im Vergleich zu niedrigem ein wesentlich geringeres Risiko für eine bedeutsame radiologische Progression aufwiesen (OR 0,15 für eine Verschlechterung um mindestens zwei Punkte im mSASSS*).


    Am meisten profitierten Patienten, die bereits zu Beginn der Studie Syndesmophyten und ein erhöhtes CRP aufwiesen. Bei der Spondyloarthritis ohne Röntgenzeichen hatten die Antiphlogistika dagegen keinen Einfluss auf die Progression.
    M. Bechterew - Tocilizumab zeigt keine Wirkung
    Für einen spezifischen Effekt der NSAR auf die Verknöcherung sprechen auch die Ergebnisse weiterer Studien mit Celecoxib (200 mg/d). Als Konsequenz sollte man überlegen, ob auch Patienten, die unter TNF-Blockern relativ beschwerdefrei sind, vielleicht doch zusätzlich eine Dauertherapie mit NSAR erhalten sollten, meinte der Referent. Hoffnungen, dass andere Biologika, wie etwa der IL-6-Rezeptorantikörper Tocilizumab, bei Bechterew wirken könnten, haben sich bisher nicht erfüllt.


    *modified-stoke ankylosing spondylitis spinal score

    Quelle: 118. Internistenkongress

    http://www.medical-tribune.de/medizin/fokus-medizin/artikeldetail/bechterew-bambusstabwirbelsaeule-mit-nsar-verhindern.html (http://www.medical-tribune.de/medizin/fokus-medizin/artikeldetail/bechterew-bambusstabwirbelsaeule-mit-nsar-verhindern.html)

  12. #432
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    "Ich habe das Rheuma lange ignoriert"

    Karlshof (MOZ) Etwa 20 Millionen Deutsche haben eine rheumatische Erkrankung. Rheuma ist kein eigenständiges Krankheitsbild, sondern dient vielmehr als Oberbegriff für über 100 verschiedene rheumatische Erkrankungen. Anlässlich des Welt-Rheuma-Tages berichtet D.H. aus Karlshof über "ihr" Rheuma.

    Trotz oder gerade wegen ihrer schweren Rheuma-Erkrankung genießt D.H. aus Karlshof die schönen Seiten des Lebens und des Herbstes im Oderbruch.

    Morbus Bechterew. Eine Diagnose, ein Schicksal, eine Entscheidung. Als D.H. 25 ist, offenbart ein Bluttest das Ergebnis. "Einerseits hat mich die Diagnose betroffen gemacht. Anderseits war ich froh, dass es nun eine Richtung gab", erzählt die heute 43-Jährige. Damals lebte sie noch in Berlin, wohnt heute mit ihrem Lebensgefährten in Karlshof. Mitten im Oderbruch, in der Natur. Das gibt ihr Kraft.
    Unsicher und unglücklich habe sie sich damals gefühlt, erinnert sich D.H. "Manchmal konnte ich nicht laufen, wusste nicht, was mit mir los ist." Doch auch nach der Diagnose setzte sich die junge Frau nicht gleich mit ihrer Erkrankung auseinander. "Ich habe sie lange ignoriert. Denn zwischen den Schüben war manchmal monatelang Ruhe." Doch irgendwann habe sie eingesehen, dass sie die Krankheit nicht ignorieren kann, sich damit beschäftigen muss.
    Inzwischen ist D.H. Mitglied in der Rheuma-Liga und beim Bechterew-Verband. "Mittlerweile betrachte ich die Krankheit anders und interessiere mich dafür", erzählt die Frau mit dem herzlichen Lachen und dem offenen Blick. Die Zeitschrift des Verbandes informiert über aktuelle Studien, Besprechungen oder Kongresse. Information ist das A und O für Patienten, weiß D.H.. "Denn manchmal habe ich das Gefühl, dass ich den Ärzten und Behörden sagen muss, was ich brauche", kritisiert sie.
    Es sei hart, an mehreren Fronten kämpfen zu müssen. Vor allem, wenn es um das Thema Arbeit geht. Ihren Job musste sie vor Langem aufgeben. "Im Jobcenter versteht niemand, dass ich mit chronischen Schmerzen nicht jeder Arbeit nachgehen kann", erzählt sie resigniert. Denn zwar habe sie momentan keine Entzündungswerte. "Aber ich bin chronisch krank und habe keinen Schnupfen", sagt sie nachdrücklich. Selten werde berücksichtigt, dass so eine schwere Erkrankung auch psychische Probleme mit sich bringt. "Manchmal fühle ich mich als Mensch nicht richtig wahrgenommen." Um jedes Rezept müsse sie betteln, bräuchte eigentlich regelmäßig Physiotherapie. "Das macht mürbe", sagt sie. Jedoch will D.H. nicht auf ihr Rheuma reduziert werden. Tapfer begegnet sie jedem Tag und allen Menschen mit einem Lachen. Selbst, wenn ihr nicht danach ist.
    Vier Fachärzte betreuen die an Morbus Bechterew Erkrankte. Ein Rheumatologe, ein Reha-Mediziner, ein Schmerztherapeut und ein Orthopäde. Schubweise äußert sich die entzündliche Erkrankung der Wirbelsäule. Einschränkungen in der Funktion und Beweglichkeit sind die Folge. Damit einher gehen weitere Probleme wie Bandscheibenvorfälle, Schulterprobleme, Kopfschmerzen, Arthrose in den Knien. Umwelteinflüsse, Stress, die Psyche, aber auch das Wetter können eine Rolle spielen. Aber: "Ich kann nicht abschätzen, wann es kommt", sagt D.H..
    Wenn es gar nicht mehr geht, müssen die Medikamente ran. "Auch wenn ich mich lange gegen die Schulmedizin gewehrt habe, sie müssen sein", weiß sie heute. Selbst wenn die Nebenwirkungen gravierend sind. Doch D.H. probiert viel aus, isst vegetarisch und lässt seit diesem Sommer Kuhmilchprodukte weg. "Seither habe ich mehr Spannung und Energie", stellt sie fest. Zudem probiert sie homöopathische Mittel und ist bei einer Heilpraktikerin in Behandlung. Einmal die Woche geht sie zum Funktionstraining ins Moorbad. Das tue gut, stärke die Muskeln und bringe Beweglichkeit. "Ich achte auf mich und mache, was mir hilft. Durch die Krankheit habe ich viel über mich gelernt", resümiert D.H. ohne Groll.

    Quelle: Märkische Oberzeitung



  13. #433
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    http://www.onmeda.de/g-medizin/radon-2123.html

    Zur Wirkung und möglicher Nebenwirkung von Radon



  14. #434
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    Ich halte diesen Bericht für problematisch denn da wird fast ohne Abgrenzung erst von der Radontherapie und dann plötzlich von Radon in der Wohnung gesprochen - und das sind zwei völlig unterschiedliche Dinge weil man das eine 12 Stunden im Jahr hat und das andere 24 Stunden pro Tag an 365 Tagen im Jahr... Wer da nicht richtig liest denkt jetzt dass von der Radontherapie knapp 2000 Menschen im Jahr Lungenkrebs bekommen! Dass die Therapie das Risiko nur um 0,1 % (also um 1 Promille) steigert wird dann leicht überlesen...

    Liebe Grüße

    Lydia
    Lächle in die Welt - und die Welt lächelt zurück!

  15. #435
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    Danke für die Anmerkung ...zu Risiken und Nebenwirkungen - das ist halt immer wieder ein Thema.

    Arthritis-Therapie


    Einen neuen Ansatz in der Arthritis-Forschung haben Wissenschaftler des Joslin Diabetes Center und dem Massachusetts General Hospital in Boston jetzt entdeckt. Sie fanden heraus, dass bei Entzündungsprozessen im Rahmen einer Arthritis, des entzündlichen Rheumas, Histamin ausgeschüttet wird. Das ist ein Stoff, der eigentlich bei einer Allergie vom Körper freigesetzt wird. ANZEIGE


    Arthritis: Einfache Therapie rückt in greifbare Nähe

    Die Wissenschaftler hatten Mäusen Antikörper gespritzt, die eine Arthritis auslösen. Schnell konnten sie dann erkennen, dass die Blutgefäße rings um die Gelenke undicht wurden. Dadurch gelangten die Antikörper bis in die Gelenkspalten und führten dort zur entzündlichen Rheuma-Form. Nur an den Gelenken ergaben sich aber diese Veränderungen an den Blutgefäßen. Alle anderen Gefäße zeigten keine Durchlässigkeiten. Als die Forscher diese Erscheinung genauer untersuchten, fanden sie heraus, dass eben das Histamin die Ursache war.


    Sicherlich dauert es noch, bis diese Studienergebnisse zu einer neuen Behandlungsform der Arthritis führen werden. Dennoch wird es wahrscheinlich irgendwann zukünftig Medikamente geben, die einen Schutz vor Histamin bieten und so die Entzündungsprozesse der Arthritis aufhalten können. Das könnte die Arthritis-Therapie enorm vereinfachen.

    ​Quelle: Experto



  16. #436
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    Ach jetzt haben wir da so eine nette, hübsche, und sensible Wettermoderatorin seit einigen Jahren auf einem regionalen TV-Sender.

    Und jetzt erfährt man, dass diese junge "Strahlefrau" auch an Bechterew leidet.

    https://str07.infomaniak.ch/dl/2cd3e...3.6873.226.mp4

    oder halt da:

    http://www.telezueri.ch/checkup-das-gesundheitsmagazin

    Macht wirklich betroffen!

    Gruss Soltar



  17. #437
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    sie ist halt auch nur ne Frau, wie jede andere, ob jetzt moderatorin oder nicht. Man sieht es uns ja auch v.a. in starken Schüben oder nach langer Arbeit etc. an. Ist auch gut so, wenn man es immer sehen könnte, dann wäre es schwieriger auch ein normales Leben neben der Krankheit zu leben und das will ja hoffentlich jede/r von uns. Neben der Krankheit gibt es eben auch vieeeeele gesunde Seiten an uns. Wenn man immer so wüsste, was die großen Stars an normalen Krankheiten, Schwierigkeiten haben, würde man sie vielleicht nicht so in den Himmel heben. Sind sie deshalb besonders oder mehr zu bemitleiden ? Na ja, wenn es die Krankheit bekannter macht, soll es mir recht sein.

  18. #438
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    Ja, klar - mir tuts grundsätzlich für alle Leid, natürlich auch hier. Sie ist halt auch noch jung, und hat es schon seit Kindesbeinen, und....ja - sie ist so eine nette, sensible, und wenn man das dann so sieht...

    Nennen wir es "Mitgefühl"....



  19. #439
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    Eine Erkrankung des Körpers, die Feingefühl und eine perfekt abgestimmte Therapie im Bereich der Physiotherapie benötigt, ist Morbus Bechterew oder auch Spondylitis ankylosans. Die Entzündung der Wirbel kann die Lebensqualität eines Menschen stark beeinflussen. Einen nachweislich positiven Einfluss auf den Verlauf und die Schmerzlinderung hat eine auf den Patienten abgestimmte Physiotherapie.

    Die Arbeit des Physiotherapeuten mit einem Morbus Bechterew-Patienten

    Morbus Bechterew ist eine Erkrankung, die nicht geheilt werden kann. Die Aufgabe des Physiotherapeuten liegt darin, die Schmerzen und Symptome zu lindern und dem Patienten bei der Stärkung seines Körpers zu helfen. Im Vordergrund stehen dabei die Stärkung der Muskulatur im Rücken und die Arbeit mit der Wirbelsäule. Wird diese beweglich gehalten, kann sich dies positiv auf den weiteren Verlauf von Morbus Bechterew auswirken. Die Zusammenstellung der Therapie ist abhängig von dem Stadium, in dem sich der Patient befindet. Befindet sich Morbus Bechterew noch im Anfangsstadium, wird vor allem die Vorbeugung in Angriff genommen. Gemeinsam mit dem Patienten gilt es, den Bewegungsapparat geschmeidig zu halten. Bei einer fortgeschrittenen Erkrankung des Patienten ist es notwendig, die Therapie individuell zusammenzustellen und in Abstimmung mit dem Patienten ein Programm zur Linderung der Symptome zu erarbeiten.
    Behandlung bei Morbus Bechterew

    Als Grundlage für die Behandlung wird eine regelmäßige Krankengymnastik angesehen. Der Therapeut zeigt dem Patienten Übungen, die dieser am Morgen und am Abend auch selbstständig durchführen kann. Die Übungen sind darauf ausgelegt, der Steifheit in den Gelenken entgegenzuwirken. Die Mobilisierung von betroffenen und eingeschränkten Gelenken und die Schulung der Wirbelsäulenbeweglichkeit stehen dabei im Vordergrund. Wichtig ist es Übungen zu wählen, die der Patient auch zu Hause durchführen kann. Die leichte Dehnung der Nackenmuskulatur und die Stärkung der Halswirbelsäule bieten sich hier ebenso an wie Dehnungen der beiden Brustkorbseiten.
    Da Morbus Bechterew auch Atembeschwerden hervorrufen kann, stehen nicht nur Rücken- und Nackenmuskulatur bei der Behandlung im Vordergrund. Auch der Arbeit am Brustkorb wird eine große Bedeutung beigemessen. Übungen zur Atemvertiefung in die Flanken können dem Patienten helfen, mit Atembeschwerden ohne Stress umzugehen.
    Neben den therapeutischen Übungen im Gymnastikraum ist es empfehlenswert, einen Morbus Bechterew-Patienten im Bewegungsbad zu trainieren. Die Voraussetzung hierfür ist eine Wassertemperatur von rund 30 Grad Celsius. So werden Verkrampfungen verhindert. Im Wasser kann der Patient mit zusätzlichen Übungen die Wirbelsäule stärken. Eine Linderung der Schmerzen bei einer regelmäßigen Therapie im Bewegungsbad macht sich bei vielen Patienten schon nach kurzer Zeit bemerkbar. Der Physiotherapeut kann den Patienten zudem darauf hinweisen, dass warme Bäder vor der Nacht schmerzlindernd wirken.
    Das Ziel bei der Behandlung von Morbus Bechterew

    Die physiotherapeutische Therapie bei einem an Morbus Bechterew erkrankten Patienten ist dauerhaft ausgelegt. Dennoch gibt es verschiedene Behandlungsziele, die bei der Erstellung eines Therapieplans im Vordergrund stehen. Die Beweglichkeit von Brustkorb und Wirbelsäule gehören hier ebenso dazu wie die Dehnung von bereits verkürzter Muskulatur. Die Gelenke in Fingern, Schulter und Hüfte werden mit ausgewählten Übungen in ihrer Beweglichkeit unterstützt. Für den Patienten ist es zudem wichtig, eine Linderung der Schmerzen zu erfahren und den Umgang mit akuten Schüben durch Übungen erleichtern zu können.

    Quelle:Physiowissen




  20. #440
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    M. Bechterew: Osteopathie verbessert Beweglichkeit


    Alternative Therapien haben wichtigen Stellenwert

    11.02.2014

    Leitsymptom der entzündlich-rheumatischen Erkrankung Morbus Bechterew sind den Alltag bestimmende Rückenschmerzen . Da diese jedoch auf verschiedene Ursachen zurückgehen können, erfährt nur eine Minderheit der geschätzten knapp 1,6 Millionen Menschen, dass sie an der Erkrankung leiden. Dabei kommt es zu chronischen Entzündungen in den Wirbelgelenken, die nach und nach zu einer knöchernen Versteifung führen. Da die Entstehungsmechanismen weitestgehend im Dunkeln liegen, gibt es heute keine Heilungschancen der Erkrankung, die Betroffene im späteren Verlauf typischerweise mit einem Buckel straft. Soweit muss es jedoch nicht kommen. Heute gibt es neben Medikamenten auch effektive alternative Therapien, welche die Erkrankung zumindest aufhalten und Schmerzen minimieren können. Neben klassischer Krankengymnastik bringen auch osteopathische Behandlungen und Kuren in warmen Radonstollen Linderung.

    „Bewegung ist unverzichtbarer Bestandteil einer effektiven Therapie des Morbus Bechterew“, betont Univ.-Doz. Dr. Bertram HölzI, ärztlicher Leiter des Gasteiner Heilstollens, weltweit größtes Therapiezentrum für Morbus Bechterew. Mit krankengymnastischen Übungen lassen sich gezielt Muskeln kräftigen. Zudem erhalten diese Übungen eine bewegliche und aufrechte Wirbelsäule. Auch aus Sicht der Osteopathie ist Bewegung von grundlegender Bedeutung. Liegen Bewegungseinschränkungen einzelner Körperstrukturen vor, kommt es zu Krankheiten. Als Ursachen für solche Blockaden kommen beispielsweise Verrenkungen, Prellungen aber auch wie beim Morbus Bechterew Entzündungen infrage. Osteopathen spüren mit ihren Händen solche Spannungen und beheben sie mit verschiedenen Zug-, Druck- und Verschiebetechniken. „Wir beobachten bei Morbus Bechterew-Patienten, dass sich nach der Behandlung die Beweglichkeit verbessert und Schmerzen aufgrund von Muskelüberlastungen nachlassen“, verdeutlicht Dr. Hölzl. Vor allem für Patienten mit starken Entzündungen oder hohem Schmerzempfinden eignet sich die Therapie, die jedoch regelmäßig angewandt werden muss.

    Einen länger anhaltenden Effekt hat die sogenannte Radonwärmetherapie. Die Kur unter Tage findet im Heilstollen statt, wo Temperaturen von über 37,5 Grad und eine hohe Luftfeuchtigkeit bis zu 100 Prozent herrschen. Hier entspannen sich schmerzende Muskeln. Zudem tritt aus dem Berggestein das Edelgas Radon in geringen Mengen aus, das Patienten über Haut und Lunge aufnehmen. „Radon setzt im Körper milde Alphastrahlen frei. Diese regen körpereigene Zellreparaturmechanismen an und verringern die Aktivität von Entzündungszellen sowie Schmerzbotenstoffen“, erklärt Dr. Hölzl. Die spürbare Schmerzlinderung setzt jedoch nicht immer sofort, sondern oft erst einige Wochen verzögert ein. Sie hält bis zu 9 Monate an. (pm)

    Quelle: Heilpraxis net ...nett nett net?



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