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Ergebnis 1 bis 9 von 9
  1. #1
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    Polizeibeamte, die von MB betroffen sind?

    Hallöchen, ich mal wieder *smile

    Gibt es in unserer Großfamilie auch Kollegen die von MB betroffen sind ?

    Wenn ja, wie kommt ihr dienstlich damit zurecht ?

    Büroarbeit (langes sitzen)
    Funkwagenfahren etc ?

    Wäre schön, wenn ich einen Gleichgesinnten hier antreffen würde ...

    lg

    Birgit

  2. #2
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    Hallo Birgit,

    wenn du so große Probleme hast beim Sitzen, kannst du, wenn du eine Diagnose hast, bei der Rentenversicherung (oder ist bei dir die Krankenversicherung zuständig als Beamtin?) einen Antrag auf ein Stehpult oder einen höhenverstellbaren Schreibtisch samt MB-ergonomischem Stuhl stellen! Wenn du nämlich auch bei der Schreibtischarbeit zwischen sitzen und stehen wechseln kannst (und bei der Funkwagenfahrt öfters mal aussteigen kannst ) - sollte dir das schon eine ganze Menge helfen!

    Liebe Grüße

    Lydia
    Lächle in die Welt - und die Welt lächelt zurück!

  3. #3
    Registriert seit
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    134
    Hallo Lydia,

    tja, genau, das ist nämlich schon seit längerer Zeit ein großes Problem für mich. Habe seit meinen Bandscheibenvorfall und damals erstmal intensive Beschwerden in den ISG, reichlich Beschwerden, die mir Mühe machten, sie mir nicht anmerken zu lassen.

    Desweiteren war es bisher ja auch so, das man sich selber sagt:" Na sag mal, was ist denn mit mir los, warum bekomme ich immer mehr beschwerden?!"

    Man nimmt die Sache selber erstmal nicht wirklich ernst, drückt es Beiseite und sagt sich, das wird schon wieder ...

    Tja und dann kommt der Tag wo gar nichts mehr geht, man immer überraschender Schmerzattaken bekommt und nur durch meine Stundenreduzierung (auf eigene Kosten) war es mir möglich, meinen Dienst zu verrichten, weil ich so genug Freizeit hatte und oft in meiner Freizeit mit Schmerzen zu tun bekam und versuchte die selber wieder in den Griff zu bekommen ! Jedoch wurde alles immer mehr unberechenbar, ganz plötzliche Schmerzen und somit habe ich große Probleme gehabt in der Vergangenheit meinen Dienst aufrecht erhalten zu können.

    Definitiv bin ich seit Dez. nicht mehr dienstauglich und ich weiß auch nicht wirklich wie die Behörde reagieren wird, wenn ich ihnen die Diagnose MB+ S. mitteilen muss, denn nun weiß ich bereits, das die Behörde solche gerne in Frühpension schicken, da man auf keinen Fall mehr 100% einsatztauglich ist und man zuviele Einschränkungen hat.

    Ich hab diverse Sport/Leistungsprogramme im Jahr zu absolvieren und wenn die Wirbelsäule und ISG dort nicht mitspielen, werd ich mir sehr wohl überlegen müssen, was mir wichtiger ist, mit Schmerzen und Beschwerden meinen Dienst aufrecht zu erhalten oder nicht doch besser meine Gesundheit !

    Und zu einem "Sesselpuper" lass ich mich ganz sicher nicht abstempeln...

    glg

    Birgit

  4. #4
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    1.058
    hi brigit,

    ich war 4 jahre zeitsoldat. da ich auch solch probleme mit dem isg hatte wurde n mir nur 2 alternativen genannt.

    1. innendienst aufgrund der großen einschränkungen
    2. dienstuntauglich und somit vorzeitiges ausscheiden bei der bundeswehr


    ich habe mich damals für den innendienst entschieden und lernte büroabläufe etc kennen. ich kam ursprünglich aus dem handwerk. ich hatte bei der polizei in hamburg kfz mechaniker gelernt. für mich war es auch unvorstellbar ins büro zu wechseln.
    später wollte ich gar nicht mehr tauschen. ich hatte ein gutes aufgabengebiet und mein bechti hatte es mir in der zeit auch gedankt.

    ich denke, sie werden dir solch ein ähnliches angebot machen mit dem unterschied, das du natürlich nicht ausscheidest, sondern in frühpension gehst (wenn körperlich nichts mehr geht). ansonsten halt innendienst. ein versuch ist es wert auch wenn dein herz momentan am aussendienst hängt.

    herzliche grüße
    chrischan

  5. #5
    Registriert seit
    01.2008
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    134
    Hi chrischan,

    Ja, mein Herz hängt an dem Außendienst aber nicht nur das ...

    Definitiv kann mir passieren, dadurch, das ich dann nur noch eingeschränkt einsetzbar bin, viele Dinge einfach nicht mehr machen kann, nicht 100% diensttauglich bin. Dadurch das schon zuviele Beamte anfänglich in den Innendienst geschoben wurden, gibt es dort keinen Platz mehr, insbesondere wurde jetzt festgelegt, das man entweder 100% diensttauglich sein muss (ohne gesundheitlichen Einschränkungen) oder eben Frühpension !

    Dieses wurde mir bereits auch schon ansatzweise so nahe gebracht, als ich auch nur erwähnte, an welche Krankheit ich event. erkrankt bin ... Da kamen schon die ersten Hinweise, wie: Prüfen lassen, ob ich dann überhaupt noch polizeidiensttauglich bin etc ...

    Recht haben sie ja, ich weiß, das ich niemals mehr so belastbar sein werde, wie es mal war und meine Beschwerden sind erheblich schlimmer geworden, so dass ich sie nicht mehr "verstecken" kann..

    Da wäre ich wieder an dem punkt was vor geht? Meine Gesundheit oder mein Job, wo ich dann so tun müßte, als wenn ich gesund wäre, dh. meine Schmerzen verstecken müßte... Das kann auf Dauer nicht gut gehen !

    glg

    Birgit

  6. #6
    Registriert seit
    12.2007
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    1.058
    hi birigit,

    oha, da hat sich ja in sachen innendienst ja einiges verändert. wenn dort jetzt schon 100% gesunde menschen arbeiten, dann ist für uns ja wirklich kaum noch platz.

    ich kann dich sehr sehr gut verstehen. ich habe auch schon in manchen jobs meine krankheit verschwiegen. oft bin ich dann bei dem gesundheitscheck (blutbild) aufgeflogen. die entzündungswerte waren meist viel zu hoch.

    mir hat diese verschwiegenheit und die angst aufzufliegen auch psychisch sehr zugesetzt.

    viel raten kann ich dir leider nicht. mir fällt nur eines ein. ist aber meine persönliche meinung, also bitte nicht übel nehmen
    wenn man im aussendienst ist und einsätze fährt, dann sollte man sich auf den partner 100% verlassen können. wenn man mit einem angeschlagenen (chronisch kranken) partner auf streife ist (und das in diesem nicht grad ungefährlichen beruf) dann ist man z.b auch sachen sicherheit enorm eingeschränkt.

    ich kann nur von mir sprechen. ich weiß alleine schon im alltag wie sehr meine freunde und bekannten sich auf mich einstellen mussten.

    kleines beispiel:
    ich war zur bundi zeit eine wahre sportskanone. dann wurde irgendwann der bechterew diagnostiziert. wir hatten viele sportfeste. ich war meist drittschnellster der ganzen einheit. am nächsten tag kam ich kaum aus dem bett und musste fast am stock gehen. der schub kam über nacht.
    kaum einer konnte fassen was mit mir los war. sport war tabu.

    wenn ich mir dann den polizeidienst (aussendienst) vorstelle...
    das würde bei mir nicht gehen. ende der 90ziger war ich mal soweit und wollte mich mal wieder selbst betrügen. ich hatte mich als jusitzvollzugsbeamter beworben... die wollten mich dann unbedingt haben. "woooow super zeugnisse, sportlich und den aufnahmetest klasse gemacht".
    irgendwann kam dann zum vorschein, dass ja auch selbstverteidigung abverlangt wird. zu diesem zeitpunkt konnte ich nicht mal eine rolle vorwärts machen. nene, hab dann ganz schnell meine bewerbung zurückgezogen.
    ich fühlte mich hinterher viel besser.

    wollte nur aufzeigen, wie es bei mir zum teil ablief. du bist aber schon im prozess drinne und da fällt es einem bestimmt noch viel schwerer.

    ich wünsche dir ganz viel kraft. höre auf deine innere stimme. du musst das machen, womit du glücklicher wirst.

    ganz liebe grüße
    chrischan der ein wenig ausgeschweift ist
    Geändert von chrischan (26.02.2008 um 19:50 Uhr)

  7. #7
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    Hallo Birgit,

    wieso gehst du immer davon aus, dass du nicht mehr 100%ig einsetzbar bist????

    Seit ich meinen Mega-Schub hinter mir habe und Medis habe, die richtig gut helfen (ich gebe zu, das hat insgesamt 2 Jahre gedauert), mache ich wieder alles, was mir Spaß macht! Ich spiele Badminton, gehe Ski fahren und bin glücklich, wenn ich mich mal so richtig auspowern konnte! Das muss ich dann öfter am Abend mit Schmerzen bezahlen oder damit, dass ich morgens nur sehr schlecht aus dem Bett komme oder nur kurz schlafen kann - aber auch ein Polizist hat ja nicht täglich nur starke Belastungen - von daher sollte das gehen!!!!

    Das wichtigste ist, dass du jetzt erstmal eine vernünftige Behandlung bekommst!!!!!

    Liebe Grüße

    Lydia

    P.S.: wie alt bist du eigentlich?
    Lächle in die Welt - und die Welt lächelt zurück!

  8. #8
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    134
    Hallo Lydia,

    bei der Polizei ist es so, das man nicht mehr 100% Polizeidiensttauglich ist, wenn man nicht für alle Aufgaben fähig ist, ich weiß jetzt schon, das ich viele Aufgaben nicht mehr meistern konnte, sie anfänglich taktisch umgehen konnte aber ganz sicher keine Daueranwendung sein kann.

    Und so wie Chrischan schreibt, ist es tatsächlich. Mein Streifenpartner muss sich 100 % auf mich verlassen können, ich muss für jede Situation gesundheitlich fit sein und das bin ich nun mal nicht! Entweder ich bin gänzlich als Beamter einsetzbar oder eben nicht. Wenn nicht, bleibt nur noch die Frühpension ! So ist es leider derzeit bei uns !

    Ich habe im Jahr gewisse Prüfungen zu absolvieren, wo ich jetzt schon weiß, das ich die so nicht mehr schaffen kann. Es geht einfach nicht und dann muss ich einfach ehrlich sein und sagen, was mit mir los ist!

    Ich bin übrigens 35 Jahre alt...

    glg

    Birgit

  9. #9
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    3.108
    Hallo Birgit ,

    ich kann mir ungefähr feststellen , in was für einer Zwickmühle Du steckst und was für Kopfzerbrechen Dir das bereitet.
    Aber Du Du hast ja selber schon erkannt , daß es da mehrere Punkte zu berücksichtigen gibt - aber vielleicht mußt Du da die letzten Untersuchungen einfach noch abwarten und daß dann mal mit dem Arzt zusammen erörten.
    Und das , finde ich Wichtigste hat Dir Lydia ja schon gesagt :

    "Das Wichtigste ist , daß Du eine vernünftige Behandlung bekommst."

    In diesem Sinne eine hoffentlich halbwegs erträglich und schmerzarme
    wünscht Dir Kerstin
    " Was Machen Sie ? Nichts. Ich lasse das Leben auf mich regnen." Rahel Varnhagen

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