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Thema: Darmsanierung

  1. #181
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    Sorry Leute,

    jetzt habe ich grad Kopfkino, wenn ich aber durchs f....en gesünder werde, dann her mit den Weibsleuten...


    Gute Besserung
    Sponsoren gesucht: Würde gerne mit meinen MRT-Bildern den Reichtag verhüllen.

  2. #182
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    Eine Krankheit, ein Gen und die Wikinger

    Manchmal hilft alles nicht viel, obwohl der natürliche Gegner der Genetik ist die Epigenetik.

    Quelle:


    © wissenschaft.de - Martin Vieweg (http://www.wissenschaft.de/bdw-inside?hactive=3)
    06.10.2014

    Welche Erbanlage ist für was verantwortlich? Die Sequenz des menschlichen Genoms ist mittlerweile zwar bekannt, doch die Funktion der einzelnen Gene ist noch weitgehend rätselhaft. Eine aktuelle Studie belegt nun, wie komplex die Funktion eines einzelnen Gens sein kann: Forscher haben eine genetisch bedingte Erkrankung entdeckt, die sowohl die rhythmischen Kontraktionen des Herzen als auch die des Darmes betrifft. Sie konnten sogar die Geschichte der verantwortlichen Gen-Mutation aufklären: Sie stammt offenbar von den Wikingern.
    Die neu entdeckte Erkrankung geht nun mit der Bezeichnung „Chronic Atrial and Intestinal Dysrhythmia Syndrome" in die Medizinbücher ein. Wer davon betroffen ist, leidet sowohl an Herzproblemen als auch an schlimmen Darmbeschwerden, berichten die Forscher um Philippe Chetaille vom Universitätskrankenhaus von Québec. „Die Symptome sind schwerwiegend und die Behandlungsmaßnahmen sind heftig", sagt Chetaille. Die Patienten leiden an einer langsamen Herzfrequenz, was die Einpflanzung eines Herzschrittmachers für die Hälfte der Patienten häufig bereits in der Kindheit erfordert.
    Die zusätzlichen Darmbeschwerden entstehen durch das Fehlen der rhythmischen Kontraktionen, mit denen der Inhalt vorwärts bewegt wird. Viele Patienten müssen deshalb häufige Operationen über sich ergehen lassen. Chetaille und seine Kollegen konnten nun zeigen, dass die Kombination beider Probleme kein Zufall ist - die Symptome gehen auf die gleiche genetische Störung zurück.
    Ein Gen für den Rhythmus von Herz und Darm

    Durch Analysen der DNA von frankokanadischen Patienten und eines Patienten aus Schweden, die unter den Herz- und Darmbeschwerden litten, konnten die Forscher eine Mutation im Gen SGOL1 nachweisen, die allen Betroffenen gemeinsam ist. „Um jeglichen Zweifel an der ursächlichen Rolle dieser Mutation auszuräumen, haben wir uns versichert, dass dieses Gen bei Patienten, die nur unter einem der beiden Probleme leiden, intakt ist", sagt Coautor Gregor Andelfinger vom Sainte-Justine Krankenhaus in Montréal. Zusätzlich untermauern das Resultat Untersuchungsergebnisse bei Zebrafischen, berichten die Forscher: Fische mit einer Mutation im gleichen Gen zeigen die gleichen Herz-Symptome wie die betroffenen Menschen.
    Die Forscher glauben, dass die Mutation von SGOL1 den Schutz von bestimmten Nerven- und Muskelzellen im Darm und im Herz mindert, was zu vorzeitiger Alterung dieser Zellen führt. Ihre Ergebnisse weisen auf eine unvermutete Rolle des Gens SGOL1 in der Fähigkeit des Herzens hin, den Rhythmus ein Leben lang aufrechtzuerhalten. Die interessante Doppel-Rolle, die dieses Gen und seine Mutation spielt, wird nun im Zentrum zukünftiger Untersuchungen der Forscher stehen. Sie haben auch bereits einen diagnostischen Test für die Erkrankung entwickelt. „Dieser Test wird das Syndrom mit Sicherheit identifizieren", sagt Gregor Andelfinger.
    Genetische Spuren führen nach Skandinavien

    Die Forscher sind auch dem Ursprung der Mutation in der Erbanlage auf die Spur gekommen: Sie verfolgten den Stammbaum von acht Patienten frankokanadischer Herkunft mit Hilfe einer historischer Datenbank zurück. Den Ergebnissen zufolge besitzen sie alle gemeinsame Vorfahren: Die Recherchen reichen bis zu einem Paar, das 1620 in Frankreich geheiratet hat. Darüber hinaus zeigten molekulargenetische Untersuchungen, dass die frankokanadischen und die schwedischen Mutationen gleicher Herkunft sind. Den Forschern zufolge lässt dies vermuten, dass die Mutation ursprünglich aus Skandinavien stammt. Nach ihren Berechnungen ist sie dort im 12. Jahrhundert entstanden. Die Wikinger verbreiteten sie anschließend auf ihren Eroberungszügen - so gelangte sie auch in die Normandie. Im 17. Jahrhundert kam sie dann schließlich mit Siedlern nach Nouvelle France - in die heutige Provinz Quebec.

    Originalarbeit der Forscher:


    • Nature Genetics, doi:10.1038/ng.3113


    © wissenschaft.de - Martin Vieweg
    06.10.2014
    Gruß Uli

    Gelenke, auch axiale, die du täglich eine halbe Stunde bewegst können nicht über Nacht versteifen.
    Es kommt nicht nur drauf an was wir essen sondern auch was wir nicht essen.

  3. #183
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    und noch ein Puzzelteilchen zum Biogenom

    Quelle:


    • Robert Koeth (Cleveland Clinic, Celeveland) et al., Cell Metabolism, doi: 10.1016/j.cmet.2014.10.006

    © wissenschaft.de - Nadja Podbregar
    04.11.2014



    Leben und Umwelt
    Warum rotes Fleisch den Gefäßen schadet

    Neue Daten erhärten es: Die Darmflora ist schuld daran, dass vor allem Rind- und Schweinefleisch das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen. Denn erst die Mikroben in unserem Verdauungstrakt wandeln das in rotem Fleisch reichlich enthaltene L-Carnithin in gefäßschädliche Substanzen um. Nachdem dieser Zusammenhang im letzten Jahr entdeckt wurde, haben US-Forscher nun eine zweite, sogar noch potentere und damit schädlichere Variante dieser Umwandlung im Darm entdeckt. Das ist zwar keine gute Nachricht, eröffnet aber möglicherweise neue Ansatzstellen, um diese fatale Mikrobentätigkeit zu unterbinden.
    Eigentlich ist das L-Carnithin ein sogar lebensnotwendiger Stoff. Denn das Molekül ist für die Arbeit der Mitochondrien in unseren Zellen unverzichtbar und sorgt damit vor allem in den Muskeln für den nötigen Energienachschub. Manche Ausdauersportler nehmen es deshalb als Nahrungsergänzungsmittel ein, weil sie sich Leistungssteigerungen davon erhoffen. Doch im letzten Jahr entdeckten Robert Koeth von der Cleveland Clinic und seine Kollegen die Schattenseite des L-Carnithins: Nehmen wir ständig viel davon über rotes Fleisch oder Zusatzpräparate auf, dann fördert dies Bakterien in unserm Darm, die diese Substanz zu Trimethylamin (TMA) umbauen, einer Vorform des gefäßschädlichen Moleküls Trimethylamin-N-Oxid (TMAO). Doch das scheint nicht das einzige Molekül zu sein, das im Umweg über die Darmmikroben eine Arteriosklerose fördert, wie die Forscher nun bei weiterführenden Untersuchungen entdeckten.
    Zweiter Produktionsweg, andere Bakterien

    Für ihre Studie hatten die Forscher Mäusen erhöhte Dosen von L-Carnithin verabreicht und dann die im Darm entstehenden Moleküle genauer analysiert. Dabei zeigte sich, dass nicht nur TMA entstand, sondern auch ein weiteres Umwandlungsprodukt des Carnithins, das Gamma-Butyrobetain (γ-BB). "Dessen Produktion lag sogar um das Tausendfache höher als die von TMA", berichten Koeth und seine Kollegen. Bei Mäusen, deren Darmflora zuvor durch Antibiotika abgetötet worden war, bildete sich diese Substanz nicht - was darauf schließen ließ, dass auch dieses Abbauprodukt des Carnithins erst durch Mithilfe der Darmbakterien entsteht. Weitere Analysen ergaben, dass das Gamma-Butyrobetain dann im Darm weiter abgebaut wird und daraus letztlich ebenfalls TMA und das gefäßschädigende TMAO entstehen.
    Und noch etwas ergaben die Versuche: Für diesen neu entdeckten Reaktionsweg Gamma-Butyrobetain sind offenbar andere Bakterien verantwortlich als für die direkte Produktion des TMA aus dem L-Carnithin, wie die Forscher berichten. "Zudem ist dieser Umbau sehr viel stärker räumlich verteilt – er beginnt bereits im Dünndarm", so Koeth und seine Kollegen. Eine Parallel gibt es allerdings: Auch die Mikroben, die das Gamma-Butyrobetain produzieren, sind durch die Ernährung beeinflussbar: Erhielten Mäuse längere Zeit L-Carnithin-haltiges Futter, dann erhöhte sich der Anteil dieser Mikrobengruppen in ihrem Verdauungstrakt und auch die Produktion des Gamma-Butyrobetains stieg entsprechend an, wie die Forscher berichten. Das wiederum führte zu einem Anstieg schädlicher Ablagerungen in ihren Arterien.
    "Unsere Ergebnisse zeigen unzweifelhaft, dass die Darmflora L-Carnithin auf zwei verschiedenen Wegen in gefäßschädliche Abbauprodukte umwandelt – und das dies durch jeweils andere Bakterienarten geschieht", so Koeth und seine Kollegen. Dabei sei der zweite, nun neuentdeckte Weg über das Gamma- Butyrobetain sogar der dominante und häufigere. Nach Ansicht der Forscher ist dies eine gute und eine schlechte Nachricht: Einerseits liefert es neue Ansatzstellen, um die Bildung der gefäßschädigenden Substanzen zu verhindern – beispielsweise indem man gezielt bestimmte Enzyme der Bakterien hemmt. "Dies eröffnet uns die Chance, Mittel zu entwickeln, die es Menschen erlauben, ihr Steak zu genießen und trotzdem ihre Gefäße zu schonen", sagt Seniorautor Stanley Hazen von der Cleveland Clinic. Bis es aber so weit ist, liefert es weitere Argumente, rotes Fleisch und auch Carnithin-haltige Nahrungsergänzungsmittel möglichst zu meiden – unseren Gefäßen zu liebe.
    Mehr zum Thema:

    Hauptsache Diät, welche ist egal
    Ohne Fleisch zum Klimaschutzziel
    Nahrung als Evolutionsmotor

    Quelle:


    • Robert Koeth (Cleveland Clinic, Celeveland) et al., Cell Metabolism, doi: 10.1016/j.cmet.2014.10.006

    © wissenschaft.de - Nadja Podbregar
    04.11.2014
    Gruß Uli

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    Es kommt nicht nur drauf an was wir essen sondern auch was wir nicht essen.

  4. #184
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    Verdauung und Psyche: Darmalarm

    Quelle:

    spiegel.de/gesundheit/diagnose/darmbakterien-koennten-medizin-revolutionieren-a-1016522.html
    Menschliches Verdauungssystem: Großer Einfluss auf physische und psychische Gesundheit
    Ein Interview von Jens Lubbadeh


    Im menschlichen Darm leben etwa hundert Billionen Bakterien. Forscher beginnen erst, ihr Zusammenspiel zu verstehen. Eines aber ist sehr wahrscheinlich: Die Untermieter haben einen großen Einfluss - vielleicht sogar auf unser Verhalten.





    SPIEGEL ONLINE: Herr Mayer, stimmt es, dass in unserem Darm mehr Bakterien leben, als wir Körperzellen haben?



    Mayer: Ja, etwa hundert Billionen, das sind zehnmal mehr.SPIEGEL ONLINE: Wie kommt es zu dieser erstaunlichen Wohngemeinschaft?
    Mayer: Die ist evolutionär sehr alt, schon die primitivsten Tiere hatten Bakterien im Darm. Es ist eine Symbiose: Wir geben den Bakterien ein geschütztes Umfeld und Nahrung. Und sie helfen uns bei der Verdauung.
    SPIEGEL ONLINE: Forscher haben die Darmflora als neues Thema entdeckt. Sie vermuten, dass die Bakterien unseren Körper erheblich beeinflussen und uns beispielsweise dick machen können.
    Mayer: Das ist richtig. Wir können pflanzliche Fasern nicht verdauen, die sogenannten Ballaststoffe. Manche der Darmbakterien aber können das und wandeln sie in für uns verdauliche kurze Fettsäuren um. Übergewichtige haben möglicherweise besonders effiziente Bakterien.
    SPIEGEL ONLINE: Die Darmflora könnte sogar unser Verhalten beeinflussen. Es gibt ein sehr interessantes Experiment: Ängstlichen Mäusen wurde die Darmflora von mutigen Tieren übertragen. Danach waren sie mutiger.
    Mayer: Man muss diese Studie mit Vorsicht betrachten. Das waren keimfreie Mäuse, also Tiere ohne eine Darmflora. Das ist schlecht auf den Menschen übertragbar.
    SPIEGEL ONLINE: Deswegen haben Sie eine Studie an Menschen gemacht. Sie haben Probanden vier Wochen lang Joghurt mit bestimmten Bakterienstämmen gegeben. Wurden diese auch mutiger?
    Mayer: Nein. Das kann daran liegen, dass sie völlig gesund waren. Möglicherweise hätten wir eine Wirkung bei Angst- oder Depressions-Patienten gefunden.
    SPIEGEL ONLINE: Dennoch haben Sie Veränderungen in den Gehirnen beobachtet.
    Mayer: Die Probanden mussten im Hirnscanner Gesichtern, die Trauer, Angst oder Wut zeigten, so schnell wie möglich Emotionen zuordnen. Tatsächlich waren die Hirnregionen des limbischen Systems, die negative Emotionen verarbeiten, in der Joghurt-Gruppe weniger aktiv. Aber das schlug sich nicht im Verhalten nieder. Das menschliche Gehirn ist nun mal viel komplexer als das einer Maus, möglicherweise haben höhere Gehirnregionen die Funktion dieser sehr alten Hirnregionen überlagert. Aber wir werden die gleiche Studie noch mal mit Angstpatienten machen.
    SPIEGEL ONLINE: Was haben die Bakterien davon, dass sie auf unser Hirn einwirken?
    Mayer: Es geht den Bakterien um ihr Überleben, dafür brauchen sie Futter. Es gibt Forscher, die glauben, dass unser mächtiges Hungergefühl von den Darmbakterien erzeugt wird.
    SPIEGEL ONLINE: Animiert uns eine gesunde Darmflora also dazu, uns weiterhin gut zu ernähren - und umgekehrt?
    Mayer: Es ist nicht mal völlig klar, wie eine gesunde Darmflora aussieht. Im menschlichen Darm leben Tausende verschiedene Bakterienstämme. Momentan gehen Wissenschaftler davon aus, dass der Darm wie ein Ökosystem in der Natur ist - da ist hohe Diversität immer vorteilhaft. Aber das ist nur eine These. Ich glaube eher, dass diese Symbiose unter völlig anderen Bedingungen entstand und auf unsere heutige Ernährung mit hoch verarbeiteten Lebensmitteln nicht eingestellt ist.
    SPIEGEL ONLINE: Die Industrie versucht, mit Probiotika Geld zu verdienen, mit Joghurts und anderen Produkten mit Heilsversprechen. Wie sehen Sie das?
    Mayer: Es gibt derzeit viele Studien, die Auswirkungen von Probiotika auf Krankheiten untersuchen, zum Beispiel auf das metabolische Syndrom, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Darmkrebs und viele andere. Sie finden bei vielen Krankheiten Veränderungen der Darmflora, aber niemand weiß, ob diese die Wirkung oder die Ursache der Krankheit sind. Es fehlt noch an großen guten Studien. Die Heilsversprechen sind deshalb derzeit nicht gerechtfertigt. Außerdem stecken Probiotika ja nicht nur in Joghurts, sondern in allen fermentierten Nahrungsmitteln - Sauerkraut, Kimchi, Weißbier...
    SPIEGEL ONLINE: Die Bakterien müssen außerdem die Magensäure überleben und im Darm heil ankommen.
    Mayer: Genau. Dieser Aspekt wird sehr oft vernachlässigt.
    SPIEGEL ONLINE: Antibiotika machen die Darmflora kaputt. Wie schlimm ist das?
    Mayer: Das ist je nach Antibiotikum unterschiedlich. Ein Breitbandantibiotikum zerstört bis zu 90 Prozent der Darmbakterien. Das regeneriert sich aber von selbst. Bei Kindern ist der Schaden möglicherweise größer und dauerhaft. Es gibt Wissenschaftler, die glauben, dass die exzessive Gabe von Antibiotika an Kleinkinder mit verantwortlich ist für die Übergewichtsepidemie.
    SPIEGEL ONLINE: Bieten Antibiotika auch die Chance, sich eine bessere Darmflora aufzubauen?
    Mayer: Diese Strategie wird bei der Behandlung des Reizdarmsyndroms verfolgt. Aber bei gesunden Menschen bin ich skeptisch. Sie haben immer das Risiko, dass sich schädliche Erreger wie Clostridium difficile ausbreiten, wenn die Darmflora-Diversität stark vermindert ist.
    SPIEGEL ONLINE: In diesem Fall hilft eine Stuhltransplantation ja phänomenal.



    Mayer: Ja, das ist bislang die einzige Indikation, bei der eine Verpflanzung der Darmflora so erfolgreich ist. Derzeit laufen sehr viele Studien, auch andere Krankheiten mit Stuhltransplantation zu behandeln - vom Reizdarm über Autismus bis hin zu Alzheimer. Aber es gibt noch keine Ergebnisse, und das Ganze hat Risiken. Was ist, wenn Sie eine Darmflora bekommen, die möglicherweise andere schädliche Wirkungen hat - Angstzustände, Suchtverhalten oder Alzheimer selbst?SPIEGEL ONLINE: Stuhltransplantation klingt auch recht unappetitlich.
    Mayer: Es gibt da mehrere Möglichkeiten: per Magensonde, Einlauf. Aber es gibt auch schon Kapseln. Das wird in den nächsten Jahren eine ganz heiße Sache, herauszufinden, was die beste Darmmischung für eine Indikation sein könnte. Es kann sein, dass Darmbakterien die Medizin revolutionieren werden. Es kann aber auch sein, dass Clostridium difficile die einzige Anwendung bleiben wird.
    Zur Person

    • Emeran Mayer

      Emeran Mayer ist Gastroenterologe, Neurowissenschaftler und Arzt. Mayer ist ein Pionier auf dem noch jungen Gebiet der Neurogastroenterologie und erforscht, wie Darm und Gehirn miteinander interagieren. Der gebürtige Bayer lebt seit den Achtzigerjahren in den USA. Derzeit ist er Professor an der University of California in Los Angeles.
    Gruß Uli

    Gelenke, auch axiale, die du täglich eine halbe Stunde bewegst können nicht über Nacht versteifen.
    Es kommt nicht nur drauf an was wir essen sondern auch was wir nicht essen.

  5. #185
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    Stuhltransplantation "mutige Maus" gefordert



  6. #186
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    Gestern bei ARTE:

    https://www.arte.tv/de/videos/080499...es-mikrobioms/

    ferner:

    https://www.arte.tv/de/videos/048696...r-kluge-bauch/


    Ueber das Mikrobiom bzw. das "Darmgehirn" usw.



  7. #187
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    Vielen Dank für die Empfehlung...sollte sich jeder anschauen, ist ein super spannendes Thema....ich bin auch gerade dabei, den Darm etwas zu sanieren, weil ich zur Zeit ziemliche Probleme mit der Haut habe (Psoriasis und evtl. auch Reaktion auf Adalimumab)...werde mal berichten, was es bewirkt. Aber auf jeden Fall mal die Beiträge anschauen..das lohnt sich!

    Viele Grüße und einen guten Start in die Woche!

  8. #188
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    @ Soltar,
    interessante Einblicke in den Darm !!! Und der Zusammenhang mit der Phsyche macht einiges verständlich.
    Danke für den Tipp!!
    Gruß
    Gabi

  9. #189
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    Gerne. U.a. wurden ja auch die Mikrobiome von Naturvölkern untersucht - ein Stamm in Afrika, und der andere war glaub in Südamerika: Die hatten eine weitaus bessere Darmflora als wir "Westler", und das wurde darauf zürückgeführt, dass sie viel mehr Ballaststoffe essen. Ist schon ein Armutszeugnis - wo wir doch alles im Supermarkt kaufen können! Aber eigentlich gibt es gar nicht so viele Sorten Gemüse und Früchte im Laden. Viele Spezies sind nicht (mehr) erhältlich.

    Eine Stuhldiagnostik wird aber zum Teil im Netz nicht empfohlen - eigentlich wollte ich das mal machen lassen, aber angeblich verändern sich die Bakterien auf dem Postweg, sodass man ein unklares Ergebnis erhält.

    In dem Beitrag ist ja auch noch ein Mobus Crohn Kranker erwähnt, der durch eine Stuhltransplantation gesundete. Das ist schon bezeichnend - auch wenn das etwas eklig ist.

    Rheumatikern wird ja auch nachgesagt, dass sie eine verarmte, oder veränderte Darmflora haben. Jetzt ist die Frage, was man da macht? Es gibt ja schon verschiedene Probiotika-Präparate, aber die können niemals alles abdecken, denn die Darmflora besteht aus gut 20 Bakterienstämmen. Dann sollte man noch Präbiotika einnehmen, die die Probiotika nähren...

    Gruss Soltar
    Geändert von Soltar (21.10.2019 um 14:53 Uhr)



  10. #190
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    Es ist wahrscheinlich schwierig, das Optimum zu erreichen, aber Verbesserungen sind sicherlich möglich. Ich habe damit angefangen, regelmäßig Flohsamenschalen und Heilerde zu nehmen, was wohl generell zur Reinigung und Entgiftung beiträgt. Zum Aufbau der Darmflora hat mir die Apothekerin meines Vertrauens (die sich in diesem Bereich besonders gut auskennt) das Präparat Innovall AAD empfohlen, das mit 10 natürlich im menschlichen Darm vorkommenden, vermehrungsfähigen Bakterienkulturen angereichert ist. Meine Ernährung ist - denke ich - schon ziemlich gut. Ich esse fast ausschließlich frische Lebensmittel, viel Obst und Gemüse, Fisch, kein Fleisch, verzichte weitestgehend auf Fertigprodukte und Zusatzstoffe. Momentan verzichte ich noch auf Gluten, aber das ist nur ein Versuch wegen der Haut, die seit Adalimumab leider schlimmer geworden ist.
    Viele Grüße!

  11. #191
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    Da habe ich auch grad damit begonnen! Flohsamen und Heilerde. Das muss man wohl eine ganze Weile durchziehen, aber irgendwie habe ich schon nach - das waren etwa zwei Wochen, wo ich das mache - das Gefühl das mir das gut tut. Im Netz war ein Link, der als Heilerde Bentonit - Zeolith empfahl, was aber von offizieller Seite sehr umstritten ist. Ich habe jetzt Luvos. Man hat mir auch ein Probiotika-Produkt in der Drogerie empfohlen, Burgerstein Biotics-G mit 14 Bakterienstämmen. Vielleicht werde ich das noch versuchen damit.

    Ich esse auch viel Obst und Gemüse, einmal die Woche Fisch, kein Fleisch (seit 16 Jahren), wobei der Fleischverzicht im Bezug auf die Krankheitsaktivität leider gar nichts gebracht hat. Nun gibt es Leute die da auf die Milchprodukte "schiessen", und die quasi verteufeln. Das habe ich mal kurz versucht, darauf zu verzichten, was nichts brachte. Aber vielleicht müsste man das länger machen? Es fällt mir aber wirklich schwer darauf zu verzichten, weil mir das einfach sehr gut schmeckt. Ich esse sehr gerne vegan, und tue das auch öfter, aber eben nicht immer.

    Gruss Soltar



  12. #192
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    Hallo Soltar,

    da machen wir ja fast das Gleiche. Ich nehme auch Luvos Heilerde. Ich glaube auch, dass mir das in Kombi mit den Flohsamenschalen gut bekommt. Der Fleischverzicht hat bei mir 6 Jahre lang super gewirkt. In der Zeit hatte ich garnichts. Dann fing es allerdings wieder an. Ich habe auch zeitweise komplett auf Milchprodukte verzichtet. Das mache ich aber nicht mehr so streng. Ich nehme Hafermilch statt Milch (was mir eh besser schmeckt), esse hin und wieder Joghurt und auch gerne mal Käse, aber nicht regelmäßig...bin jetzt mal gespannt, was die Darmsanierung und Glutenverzicht bringen. Im Moment geht es bei mir glücklicherweise nur um die Haut. Seitdem ich Biologica bekomme, habe ich keine Rücken- oder Gelenkbeschwerden mehr.

    Viele Grüße!

  13. #193
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    Hallo Cäcilia

    Da geht es dir besser als mir - ich hab halt leider die Dauerentzündung in der WS, und latent auch in peripheren Gelenken. Erst hatte ich das Gefühl, dass die Entzündunge etwas zurückigingen - jetzt habe ich fast eher das Gefühl, es sei etwas ein Schub. Biologica war halt nie "mein Ding" - man wollte mir das auch antragen, aber dann ging es in Vergessenheit, und ich war irgendwie froh darüber. Auch Antirheumatika nehme ich nicht mehr - die nützen ja nur gegen Schmerzen (bei mir) - ich habe aber Entzündung: da bleiben sie bei mir wirkungslos. So mache ich halt mit natürlichen Dingen weiter. Gleichzeitig habe ich noch angefangen regelmässig Gojibeeren zu essen. Da muss ich aber die Dosis noch erhöhen. Und ich trinke pro Woche den Saft von fünf, sechs Biozitronen: Das soll ja auch gut sein. Aber eben, was hat schon je genützt bei mir gegen die Entzündungen - leider nichts! Aber ich gebe nicht auf.

    Beste Grüsse

    Soltar



  14. #194
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    Hallo Soltar,

    das kenne ich sehr gut...ich hatte in den letzten Jahren auch ständig Entzündungen in beiden ISG und in peripheren Gelenken. Ich habe mich sehr lange gegen Biologica gewehrt und kann auch verstehen, sie nicht nehmen zu wollen. Da es mir aber richtig schlecht ging und ich mich in meinem Alltag stark eingeschränkt gefühlt habe (nicht schlafen können, teilweise nicht bzw. kaum laufen können, enorm viele Schmerzmittel....) habe ich mich Anfang des Jahres dazu durchgerungen und habe es bisher nicht bereut, da meine Lebensqualität völlig anders ist...Auf meine Ernährung achte sich trotzdem sehr und bin wie Du überzeugt davon, dass es sich positiv auswirkt. Ich drücke Dir die Daumen, dass es Dir bald besser geht!

    Viele Grüße
    Cäcilia

  15. #195
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    Vielen Dank Cäcilia!

    Ich hoffe auch weiter, wenn es auch bisher umsonst war, und das Fortschreiten der Krankheit unantastbar war, d.h. seine eigene Dynamik hatte, und auf keine "Therapie" je angeschlagen hatte.

    Nicht schlafen können kenne ich auch, und, wie man bei einer Umfrage der hiesigen Rheumaliga erfuhr, ist das sehr häufig bei rheum. Krankheiten. Ich schlafe nur mit Medis - Neuroleptika - keine Schlafmittel. Ohne liege ich die ganze Nacht wach!

    Dir auch weiterhin alles Gute

    Beste Grüsse

    Soltar



  16. #196
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    Ich frage mich jetzt, wie lange man das machen soll!? Dazu steht im Internet - von 10 Tagen bis mehreren Monaten ist alles möglich. Bei meiner Heilerde steht, dass man nach drei Wochen eine Pause machen soll, was ich jetzt grad mache. Dann will ich aber noch etwas fortfahren. Ich habe immer ganze Flohsamen benutzt. War mir irgendwie "sympathischer". Sonst heisst es, man soll Flohsamenschalen nehmen. Weiss nicht, was besser ist. Dazu gibt es im Net, den "flohsamen-ratgeber". Offenbar ist der noch für vieles gut - zum Abnehmen, zum Ausgleich des Säuren-Basenhaushalt usw. War mir jetzt grad etwas zuviel alles durchzulesen.



  17. #197
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    Hallo
    Ich habe seit 9 Jahren TNF alpha Hemmer (zuvor noch MTX, dann zuerst Humira, das nach ca. 3 Jahren nicht mehr wirkte, seit 2013 Remicade) und leider habe ich seit mehr als 1.5 Jahren auch so was wie Psoriasis. Hatte allerdings schon als Kind auf der Kopfhaut eine Seborrhiasis, also trockene Schuppen. Eigentlich sollte Remicade gegen Psoriasis helfen, aber bei mir hat es das eindeutig ausgelöst, bzw. verstärkt. Die Diagnose Psoriasis ist so gut wie sicher. Ich hatte im Sommer wegen einer Lebendimpfung das Remicade 4.5 Monate pausiert, wobei die Haut besser geworden ist. Nach der Infusion wurde es wieder schlechter und hat sich nun ausgebreitet. Auf Sehnenansätze, Gelenke und für die Iritis wirkt das Remicade aber eben super, sodass ich es nicht absetzen möchte. Erinnere mich nur ungern an die Schmerzen, die ich davor hatte... Die Lebensqualität ist einfach markant besser. Trotzdem nerven diese Hautprobleme. Ich versuche auch mit Burgerstein Biotics-G, MikroSan (ein Elixier zur Darmreinigung) meinem Darm etwas Gutes zu tun. Zudem verzichte ich seit einigen Tagen wie du auf Gluten. Gleichzeitig auf Milchprodukte zu verzichten fällt mir leider zu schwer. Auch auf Zucker verzichten finde ich nicht leicht, da ich sehr gerne Süsses esse. Aber ich versuche es weitmöglichst. Viel Gemüse, Nüsse und Kerne, gesunde Öle, Früchte und wenig Fleisch (Huhn) und Fisch stehen auf meinem Speiseplan. Ganz vegan hatte ich auch eine Zeit lang ausprobiert, aber so bahnbrechende Erfolge hatte ich langfristig nicht und es wurde mir dann doch zu einseitig. Ich habe auch die Hoffnung, dass sich damit meine Haut bessert. Flohsamen hatte ich auch schon ausprobiert, dabei hatte ich morgens 1 TL mit etwas Wasser heruntergespült. Ab und zu nehme ich Activomin - Huminsäuren. Um welche Tageszeit nehmt ihr die Flohsamen und die Heilerde? Die Probiotika sollte man ja nüchtern eine halbe Stunde vor dem Essen nehmen. Damit nehme ich meistens noch eine Eisentablette, da ich sonst zuwenig Eisen habe. Die sollte man aber auch nüchtern nehmen, da sie sonst nichts nützt... Wann nimmt man also die Flohsamenschalen? Ich finde es noch recht kompliziert mit diesen verschiedenen Mitteln. Ich nehme zur Zeit auch Mariendistel zur Unterstützung der Leberfunktion (Entgiftung). Wie lange man so eine Kur machen soll, weiss ich auch nicht. Ich denke mind. 1 Monat, besser länger.
    Viele Grüsse
    Nicoletta
    Wer den Tag mit einem Lachen beginnt,
    hat ihn bereits gewonnen.

  18. #198
    Registriert seit
    12.2004
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    5.433
    Hallo Nicoletta

    Da geht es mir, wie dir - auf Milchprodukte und Süsses zu verzichten, ist etwas, was ich kaum fertigbringe!

    Aber sonst ernähre ich mich eigentlich gesund, viel Obst, auch Nüsse, Gemüse, bei mir halt kein Fleisch, dafür aber einmal wöchentlich Fisch. Ich kenne auch inklusiv mir selbst, niemand, der mit ganz vegan, bei unserem Krankheitsbild Erfolg hatte. Ich hatte das allerdings nur kurz probiert. Ideal wäre natürlich wohl ohne Milchprodukte und Süssigkeiten. Aber eben....

    Ich habe ja - einmal - auch eine sog. "Leberreinigung nach Moritz" probiert. Das war aber eine Tortur für den Darm, und auch sonst. Ich war danach drei Tage richtig schlapp. Und die sog "Steine" waren auch nicht dabei. Aber vielleicht versuche ich es auch mal mit Leberkräutern. Da habe ich mehrere im Internet gefunden.

    Ich nehme die Heilerde am Nachmittag und vor dem Schlafengehen (es hiess: am Morgen nüchtern. Aber man kann es ja mehrmals täglich einnehmen) Allerdings habe ich jetzt grad Pause - bei meiner Heilerde steht, nach drei Wochen soll man Pause einlegen. Dann mache ich noch für mindestens 14 Tage weiter, oder eben mehr....

    Alles Gute und Grüsse

    Soltar



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