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Ducky (32)
Ergebnis 1 bis 12 von 12
  1. #1
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    Einsatz von starken Schmerzmitteln - Opiate

    Hallo,
    Leidensgenossen. Möchte mich an die Bechtis wenden, die an den Einsatz von starken Schmerzmittel nicht mehr vorbei kommen.Mein Bechti ist austherapiert und im Vordergrund steht nur noch die Schmerzbehandlung. Ich bekomme seit 2017 ein Opiat um meine Schmerzen zu ertragen. . Begonnen habe ich mit Hydromorphon und habe natürlich auch die Nebenwirkungen gespührt. Mein Darm ist eingeschlafen und somit gab es auch keine selbständige Stuhlentleerung mehr. Hier hilft mir ein Medikamend um einiger Maßen über die Runden zu kommen. Später hätte ich das Schmerzmittel erhöhen müssen um meine Schmerzen in einem erträglichen Rahmen zuhalten. Damit wurde das Stuhlproblem noch schlechter und ich habe die Medikation wieder reduziert und somit stärkere Schmerzen in kauf genommen. Nun habe ich mich zu einen Schmerztherapeuten überweisen lassen. Hier wurde ich auf Oxycoton umgestellt. Nach vier Tagen merkte ich das ich Schwierigkeiten beim Atmen habe und nach weitern 3 Tagen hatte es sich weiter verschlechter. Habe danach sofort meinen Scherztherapeuten angerufen und wurde wieder auf ein anderes Opiat umgestellt. Nun nehme ich Palexia und habe Entzugserscheinungen.Nach zwei Tagen ist es etwas besser, aber die Schmerzen deckt das Medikament nicht ab. Es steht das Wochenende an und somit ist keiner erreichbar. Vielleicht muß sich erst ein gewisser Spiegel aufbauen um seine Wirkung zu entfalten. Sonst rufe ich sofort am Dienstag beim Arzt an. An meinem Darmproblem hat sich nichts geändert. Das wahr ja eigentlich meine Hoffnung,das durch ein anderes Medikament eine Besserung eintritt.Das Darmproblem ist ja normal bei Einnahme von Opiaten. Bei einem Eintritt von Schmerzattacken bin ich ganz hilflos, da ich dafür überhaupt kein extra Medikament besitze.
    Nun möchte ich die Nutzer von starken Schmerzmitteln/Opiaten ansprechen und wissen wie es mit Ihren Medikamenten geht bzw. was Sie nehmen und welche Erfahrungen Sie gemacht haben. Was macht Ihr bei einer Zunahme der Schmerzen durch einen Schub oder einer anderen Verschlechterung. Ich hoffe das es Antworten auf meine Fragen gibt und
    wünsche ein schönes Pfingstfest.
    frankemil

  2. #2
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    Schade das sich keiner antwortet.
    gestern habe ich die nächste Medikamentenumstellung abgebrochen. Das neue Opiat Plexia hatte mir die gleichen Schwierigkeiten bereitet. Hatte starke Entzugserscheinungen, Schmerzspektrum wurde überhaupt nicht abgedeckt und das schlimmste sind die starken Atembeschwerden. Meine Atmung wurde immer flacher und natürlich der Schmerzdoc nicht erreichbar. Habe mit dem Gedanken gespielt in die Notaufnahme zugehen, aber mich entschlossen auf mein altes Opiat zurück zuwechseln. Nun ist die Atmung wieder ok und die Schmerzen werden besser. Nun muß sich alles erst wieder normalisieren. Werde von weiteren Umstellungsversuchen absehen und dieses dem Schmerzdoc beibringen.
    frankemil

  3. #3
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    355
    Hallo Frankemil,
    habe zwar keine Erfahrung mit Opiaten, kann dir aber dennoch gut nach empfinden wie es dir gehen muss
    Hoffe für dich, dass es dir weiterhin "besser" mit der alten Mediaktion geht,
    Alles Gute!
    lg aus Österreich
    Berti

  4. #4
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    Hallo frankemil

    Dein Bericht erinnert mich an meine Anfangszeit mit dem Bechterew. Damals versuchten die Ärzte mit allem was es gibt die Schmerzzustände irgendwie in den Griff zu bekommen. Allerdings war das vor 20 Jahren. Schlussendlich wurde ich „invalidisiert“ und erhielt (im Alter von 55 Jahren) eine 100% Rente. Das ganze Prozedere und die Umstände dazu - ein Albtraum!

    Wenn ich heute ein Schmerzschub habe, greife ich in die Notfallkiste: Tramal, Vilan, Temgesic.

    Temgesic fährt mir ein wie ein „Schuss“, unmittelbar nach der Einnahme muss ich mich am Waschbecken festhalten, würde sonst umkippen. Und wenn ich mich dann noch übergebe war die ganze Übung für die Katz.
    Tramal wirkt gut und schnell, 3-4 mal im Tag je 30 Tropfen, wird mir aber oft übel.
    Vilan wirkt gut, ideal sind die Suppositoriums weil die „bleiben“, lol. Nach ein paar Minuten beginnt der Magen zu rumoren, etwas essen und Ruhe herrscht.

    Diese Medis wirken dämpfend auf starke Schmerzen, dämpfen aber auch den Wahrnehmungssinn. Autofahren oder treppensteigen problematisch. Die Schmerzen spürt man immer noch, sie tun einem aber nicht mehr so weh - sorry, kann das nicht anders erklären... der dabei empfundene leicht euphorische Zustand ist ganz angenehm.

    Ein spezieller Schmerz-Arzt hatte ich noch nie. Dafür ein verständnisvoller Hausarzt der meine Probleme versteht und meistens finden wir zusammen eine sinnvolle Lösung!

    Gruss aus dem Berner Oberland - Werner

  5. #5
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    Danke, Berti für die aufmunternden Worte.
    Hallo Werner,
    den Anfang der Bechtizeit kenne ich gut und ich bin mit 59 in Rente geschickt worden. In der Zeit habe ich alle TNF-Blocker durch und nichts hat geholfen. Habe mich auf die zeit gefreud wo der Bechti ausgebrannt ist, da ja dann man keine Schmerzen mehr haben soll. Leider ein Irrtum, da laut Aussage der CA in der Rheumaklinik dieses nicht immer zutrifft. Bei mir wird seid 2017 nicht mehr der Bechti behandelt, sondern nur noch die Schmerzen auf Grund der Veränderungen durch den Bechti. Ich bin austherapiert und ohne starke Schmerzmittel komme ich nicht um die Runden. Meine Schmerzen sind ständig vorhanden und in unterschiedlichen Schmerzschüben. Man hatte mir gesagt das sich dieses noch weiter verschlechtern wird. Ein Notfallmittel habe ich überhaupt nicht mehr. Steigere ich mein Opiat, schläft mein Darm noch fester ein und habe damit das nächste Problem. Bei meiner versuchten Umstellung auf ein anderes Opiat hat meine Atmung immer verrückt gespielt. Somit bin ich wieder beim gleichen Mittel gelandet. Ist ein schei........ Ringelspiel. Bin auch etwas enttäuscht vom Schmerzarzt. Viele Alternativen hatte er mir nicht angeboten. Wie ich sehe hast Du es auch nicht leicht und wünsche Dir viel schmerzfreie Zeit.
    Gruss frankemil

  6. #6
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    Ups, das Palexia ist aber ein rechter Hammer, stärker als morphinhaltige Schmerzmittel! Meine Erfahrung mit dieser Art Medis: Nach längerer Anwendung „gewöhnt“ sich der Körper an die dadurch bewirkte Dämpfung - und die Wirkung nimmt ab, verlangt nach mehr und mehr, ein Teufelskreis. Das Gehirn kann schlussendlich Schmerzzustände melden obwohl diese eigentlich kaum mehr vorhanden sind, ähnliches Symptom wie bei Phantomschmerzen.

    Seit 2 Jahren nehme ich keine „üblichen“ Bechterew-Medikamente mehr, insbesondere keine Schmerzmittel (Ausnahme bei seltenen Schüben). Der Grund hierzu ist die Bemerkung meines Chirurgen nach einem grösseren Eingriff. Meine Annahme dass ich wohl wieder einmal ein Nierenstein habe entpuppte sich als ein Verschluss des Harnleiters durch eine Tumorbildung zwischen Blase und Niere. Der Harnleiter musste mittels einer Boari-Plastik re-implantiert werden. Während der Nachbesprechung des Eingriffs mahnte mich der Chirurg über die wahrscheinlichen Nebenwirkungen meines jahrelangen Medikamentenkonsums. Seiner Meinung nach könnte der Krebs dadurch entstanden sein. Die „Entwöhnungszeit“ wurde von meinem Hausarzt überwacht. Schmerzen hatte und habe ich immer noch, es ist aber zum aushalten.

    Und dann - Bewegung, Bewegung, Bewegung. Selbsthilfegruppen besuche ich schon lange nicht mehr, für mich einfach unmöglich, das zieht mich psychisch runter und ich bin allergisch gegen die verd... farbigen Gummibänder. Ich bastle gerne am Haus und in der Umgebung, mache im Whirlpool (38 Grad) meine Dehnübungen und das hilft mir am meisten. Durch den Bechti sind ja die Sehnen- und Muskelansätze bei den Gelenken auch verknöchert und jede Bewegung reisst dann an diesen herum, das verursacht hauptsächlich die Schmerzzustände. Trotzdem resp. gerade darum muss der innere Schweinehund zur Bewegung überwunden werden, es hilft, leider nicht per sofort...

    Deine Darmprobleme kenne ich nur nach Eingriffen, nach jeder Operation mit Vollnarkose dauert das bei mir etwa 2 Wochen. Dass starke Schmerzmittel ähnliches hervorrufen können ist für mich gut nachvollziehbar! Hast du verknöcherte Rippengelenke? Ich kann mir deine Atemprobleme sonst nicht erklären!?!

    Hab eine gute Zeit! Gruss Werner

  7. #7
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    Mein Brustkorp ist versteift und dehnt sich nicht mehr. Dazu habe ich noch Asthma seid meiner Kindheit. Ohne Schmerzmittel geht überhaupt nichts mehr. Bin zur Zeit auf der Suche nach einem neuen Matratzensystem, da ich jeden Morgen mit starken Liegeschmerzen aufstehe. Das ist leider nicht einfach das richtige zu finden. Mit der Schmerzproblematik wird man leider von den Ärzten leider sehr alleine gelassen, aber irgendwie muß es ja weiter gehen.
    Grüße aus Sachsen
    Frank

  8. #8
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    Vor einiger Zeit fand ich MEIN Schlafsystem, mein viertes, es heisst AIRSLEEP. Das Beste!

  9. #9
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    Hallo Werner,
    habe mir mal Dein Schlafsystem angesehen. Es ist ja ein Schweiter Produkt. Ist es mit dem in Deutschland ähnlichen Produkt Luft-Schlafsystem SleepFlexxx vergleichbar? Ich werde mich erkundigen und es muß auch für eine elektrische Verstellung geeignet sein. Hat jetzt zwar nichts mit Schmerzmitteln zu tun, aber auch ein sehr interessantes Thema. Wie lange nutzt Du es schon.
    LG
    Frank

  10. #10
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    Frank, ja ein Schweizer Produkt. Habe gerade mit Frau Jung (Besitzerin der AirSleep und der Marke Airlux) telefoniert. Es gibt in Deutschland dafür keine Händler, müsste also von dir evtl. importiert werden. SleepFlexxx ist ein Plagiat, also eine Art Kopie, mehr weiss ich darüber nicht.

    Mein Airsleep benutze ich seit einigen Jahren. Unterbau motorisch verstellbar, Funksteuerung. Innert drei Wochen hatte ich KEINE sakralen Schmerzen mehr, vorher jede Nacht wie auf einem Grillrost gelegen! Die Matratze wirkt wie ein Antidekubitus-System, braucht aber dazu keinen Motor und ist trotzdem stufenlos in der Härte einstellbar...

  11. #11
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    Danke Werner CH für Deine Rückantwort.

    Mir geht es Heute Schmerztechnisch sehr schlecht. Habe Probleme im BWS/Rippenbereich und meine Schmerzmittel decken diese nicht ab. Morgen muß ich mir ein neues Rezept für das Opiat holen und werde den Schmerzdoc meine momentane Situation schildern. Ich hoffe er reagiert darauf.

    Ich hatte gehofft auf eine größere Reaktion auf mein Thema bezüglich der starken Schmerzmittel. Gibt es keinen oder keine die starke Schmerzmittel einnehmen muß um die Beschwerden in den Griff zubekommen. Das kann ich mir nicht vorstellen.
    Wünsche noch einen schönen Restsonntag
    frankemil

  12. #12
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    Mir fällt noch etwas ein das dir vielleicht auch generell helfen könnte: Vor langer Zeit verschrieb mir der Arzt ein Antidepressivum mit der Erklärung dass er mir damit keine Depression attestieren wolle, es sei aber bekannt, dass diese auch als Begleiterscheinung eine Dämpfung der Schmerzempfindlichkeit bewirken. Dadurch kann auch der Medi-Konsum reduziert werden und man fühle sich allgemein besser... es stimmt!

    Zur Zeit heisst das Ding „Venlafaxin Spirig HC, retard. Am Morgen eine Kapsel. Gehört zur Gruppe der SNRI (Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahme-Hemmer). Und nicht vergessen: Magenschoner
    zu allem!

    Frag doch dein Schmerzonkel was er davon halte.

    Toi toi toi - mit den besten Wünschen - Werner

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