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  1. #1
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    Nicht röntgeonale axSpA - auch Bauchbeschwerden? Erfahrungen mit Meloxicam?

    Hallo liebe Forenmitglieder,

    nach einigen Jahren Beschwerden und nervigen Arztbesuchen wurde nun eine nicht röntgeonale axSpA bei mir diagnostiziert. Mir war es schon klar (viele Hinweise, HLAB27 positiv, Mutter hat Bechterew), aber zum erneuten Rheumatologen Besuch konnte ich mich erst wieder zwingen, als im MRT eine Entzündung gefunden wurde. Die wollte mein Arzt auch erst schön reden, dass das nicht unbedingt heißt, dass ich wirklich eine Sakroiliitis habe... habe den Online Fragebogen der Charite Berlin ausgefüllt und gleich drei Tage später damit einen Termin bekommen. Der ist sich sehr sehr sicher, dass ich die Vorerkrankung von Bechterew habe. Hoffen wir nun, dass es dabei bleibt und es nicht noch zu Verknöcherungen kommt.

    Nun zu meinen Fragen: mein aktiver Schub läuft gerade aus. Der Rücken macht nur wenig Probleme. Die Müdigkeit und alles was dazugehört, wechselnde Gelenkschmerzen und Fußschmerzen machen mehr Probleme. Mein Rheumatologe meinte, ich soll bei aktiven Schüben Meloxicam nehmen. Ich frage mich, ob es mir bei den Begleitsymptomen auch hilft, oder hören mit Meloxicam wirklich nur die Entzündungen auf? Möchte nicht, dass nachher eventuelle Nebenwirkungen schlimmer sind. Habe sowieso etwas Angst vor dem Medikament... aber ich schaffe kaum meinen Alltag aktuell und die dauerhaften, wenn auch nur noch milderen Schmerzen, rauben mir den letzten Nerv! Fühle mich wie eine alte Omi, dabei bin ich 28

    Zweite Frage: seit Beginn des Schubes schmerzt es auch im Bauchraum. Unterleib, Leistengegend, beide Seiten. Obwohl die Entzündung eher einseitig aktiv war beim MRT. Manchmal zieht es eher seitlich hoch am Bauch. Kennt ihr sowas? Sind das vielleicht Muskelverspannungen, durch die Schonhaltungen?

    Vielen Dank für die Antworten im voraus!!!

    Lisa

  2. #2
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    Hallo Lisa,

    das Ziehen im Unterleib/Bauch/Seiten kenne ich auch.

    Bei mir entstehen diese krampfartigen Schmerzen durch Blockaden der BWS.
    Hatte zufällig heute mal wieder so einen besch.... Tag.

    Mein Physiotherapeut hat mich vorhin gerettet und die Wirbel zurück an ihren Platz geschickt.
    Ist immer wieder schön, wenn es vorbei ist.

    Bei mir kommen die Krämpfe in Schüben (wie Wehen) und mir wird kalt oder warm. Man fühlt sich einfach mies.

    Falls du einen guten Therapeuten hast, lass ihn mal nachsehen.

    Gruß
    Anja

  3. #3
    Registriert seit
    02.2011
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    247
    Guten Morgen Lisa,

    Nebenwirkungen hat jedes Medikament. Meloxicam hat eine sehr lange Wirkdauer, Halbwertzeit 20 Stunden. Im normal Fall wirst du also eine Tablette am Tag nehmen und wenn du sie abends nimmst ist die Nacht ruhig und der nächste morgen fühlt sich an wie ein Geschenk. Ansonsten sind mir deine Beschwerden sehr bekannt, einzig der Vergleich zu den Wehen kann ich nicht nachvollziehen - vielleicht eher mit Männerschnupfen - und wenn im akuten Fall eine Medikation nötig ist, warum nicht ein hochpotentes Medikament und davon wenig als ein anderes NSAR und davon aber die volle Dröhnung - mehrfach am Tag?
    Carsten

    Z U A L T U M J U N G Z U S T E R B E N ! ! ! ! ! ! ! !




    BE EXCELLENT TO YOURSELF!



  4. #4
    Registriert seit
    02.2010
    Beiträge
    426
    Hallo Lisa,
    gerade in den Anfangszeiten ist es wichtig einen sehr guten Physiotherapeuten zu haben. Bestenfalls noch jemanden der auch manuelle Therapie beherrscht.
    Durch Deine Diagnose dürftest Du auch Anspruch auf KG haben. Gepaart mit KG am Gerät oder Funktionstraining bist Du gut versorgt und kannst viel bewirken.
    Eine Therapeutin kann Eventuell schon fühlen wo etwas im Argen liegt und schon behandeln, bevor Du einen Arzttermin hast. So geht das bei mir ganz häufig. Kann mir oft die Arztrennerei dadurch ersparen.
    Da bei mir zuerst der Crohn da war, hatte ich eine etwas andere Medikation.
    Mit Salofalk und Kortison begonnen und dann auf Azamedac umgestiegen auf Dauer. Das habe ich dann bis zu den ersten massiven Knochenproblemen genommen.Dann wurden Biologika aufgefahren
    Schmerzen an den Großgelenken hatte ich auch immer bei Darmproblemen. Die wurden aber immer durch das Kortison beseitigt.
    Alles in Allem hat es ungefähr fünfunfzwanzig Jahre gedauert bis ich den Wissensstand meiner Erkrankungen von heute hatte. Wobei bei einer Autoimmunerkrankung nie ein Ende in Sicht ist. Kann jeder Zeit was Neues dazukommen, das habe ich leider in der Zeit schmerzlich erfahren müssen.
    Wichtig aber bei der ganzen Sache ist, daß Du Dir ein vernünftiges Netzwek von Ärzten und Therapeuten schaffst. So sollte es Dir gelingen einigermaßen gut über die Runden zu kommen.
    l.G.
    Gabi

  5. #5
    Registriert seit
    10.2012
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    8
    Vielen Dank für die schon jetzt hilfreichen Antworten!

    @Ipz1976: hast du denn MB und zusätzlich oder dadurch bedingt die Blockaden? Bei mir wurde jetzt beim Hausarzt (und Chiropraktiker), Orthopäden, MRT und Rheumatologen nichts von irgendwelchen Blockaden gesagt. Aber vielleicht sieht das der Physiotherapeut dann anders. Mal sehen! Bei mir zieht und sticht es eher. Wehenartigen oder kolikartigen Schmerz hatte ich nur kurz vor dem Schub unten links im Bauchraum. Allerdings nur für zehn Minuten, aber die schlimmsten zehn Minuten meines Lebens bisher. Darf auch gerne dabei bleiben eine Woche später dann die Entzündung. Zufall oder nicht, weiß ich nicht.

    @C_Koe: ja das sagte der Rheumatologe auch, aber ebenfalls, dass die Entzündung aktuell nicht mehr so aktiv ist wie zum MRT. Zum MRT ging es mir aber auch schon um einiges besser. Vorher hätte ich nicht nachgedacht und das Medikament genommen, weil es so schlimm war. Da hat nur viel Ibuprofen leichte Besserung gebracht. Hat dir gleich die erste Tablette geholfen? Habe gehört, dass es bei vielen erst nach 10 Tagen oder länger etwas gebracht hat.

    @Blümlein61: ich habe Physiotherapie/KG mit der Anmerkung Hausübungen bekommen, was ich sehr gut finde. Damit man auch weiß, wie man sich Zuhause helfen kann. Überlege zusätzlich Wassergymnastik extra für den Rücken zu machen. Darmprobleme habe ich auch seit Jahren immer wieder, aber eher wie ein Reizdarm.

    Das versuche ich gerade alles. Mein rheumatologischer Orthopäde bietet manuelle Therapie an. Der kennt die Diagnose noch nicht, aber Anfang Mai (nach seinem Urlaub), habe ich dort einen Termin.

    Ich bin gerade halb froh zu wissen, was es ist. Nur ist eben die Frage: wie wird es sich entwickeln? Der Rheumatologe sagte, er kennt auch einige, bei dem die Krankheit plötzlich weg war oder wenigstens nicht mehr schlimmer wurde. Ich hoffe, damit hat er mir nicht zu viele Hoffnungen gemacht. Denke immer nur an meine Mutter, wie schlecht es ihr geht.

  6. #6
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    32
    Hallo,

    zu der Frage. Ich habe MB , bin überbeweglich und habe noch einen zusätzlichen 6. Lendenwirbel.

    Meine Vermutung ist, dass dieses Gesamtpaket wohl die Blockaden auslöst. Habe jede Woche beim Physiotermin welche, die dann mit manueller Therapie gelöst werden.

    Meine Übungen mache ich dann zu Hause mit dem Bechterew-Kalender (gute abwechslungsreiche Übungen).

  7. #7
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    Ja, das klingt nach einer unangenehmen Kombination. Ist dieses ständige Blockaden lösen auf Dauer nicht auch schädlich? Naja, irgendwas muss man natürlich auch machen.

  8. #8
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    7
    Hey,

    ich hatte Mitte Februar ziemlich genau die gleichen Beschwerden (zu der Zeit ohne jegliche Medikamente). Teils wehenartige, stark ziehende Schmerzen im Unterleib, die insbesondere beim längeren Laufen oder Treppensteigen bis in die Leiste ziehen. Mein HA hat mich an die Gynäkologie verwiesen, von dort zur Urologie, dann zum Orthopäden, der allerdings keine Lust hatte mich wirklich zu untersuchen. Meine Rheumatologin hatte auch kein Interesse daran. Irgendwann war es weg, dann kam es leicht wieder. Seit ich Prednisolon und Arcoxia nehme, kommen die Schmerzen nur leicht nachmittags wieder, wenn das Cortison nachlässt und ich auch wieder mehr Schmerzen an Füßen und Händen habe. Ansonsten habe ich 'nur' Osteochondrose, Bandscheibenvorwölbung und Andersson Läsion in der LWS.
    Nach ein paar Recherchen liegt mein eigener Verdacht auf eine Schambeinentzündung, welche auch bei RA vorkommen kann (aber auch bei Bechterew?). Bei mir war damals das Schambein sehr stark druckschmerzempfindlich. Ich versuche derweil weiterhin einen Arzt zu finden, der sich das mal anschaut. Evtl. probiere ich es auch mal bei einem rheumatologischen Orthopäden.

  9. #9
    Registriert seit
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    Hallo Lisa

    "@C_Koe: ja das sagte der Rheumatologe auch, aber ebenfalls, dass die Entzündung aktuell nicht mehr so aktiv ist wie zum MRT. Zum MRT ging es mir aber auch schon um einiges besser. Vorher hätte ich nicht nachgedacht und das Medikament genommen, weil es so schlimm war. Da hat nur viel Ibuprofen leichte Besserung gebracht. Hat dir gleich die erste Tablette geholfen? Habe gehört, dass es bei vielen erst nach 10 Tagen oder länger etwas gebracht hat."

    Ich hab gleich bei der ersten Einnahme ein Wirkzeichen, egal ob Ibu - Declo - etc. Wirkt halt nicht so lange. Muss bei diesen Medis öfter nachlegen und hab schon früh das Tageslimit errecht, Meloxicam hält über seine Wirkdauer bei mir; nehme es seit vier Jahren im Bedarfsfall, etwa zwei Stück im Jahr ( kleinste Packung ist jetzt abgelaufen und war noch mahr als hallb voll.

    Aber ich gehöre auch zu den Menschen, bei denen Adalumimab (TNF-alpha-Hemmer) sofort gewirkt hat. Wogegen Sulfasalizin gar keine Wirkung zeigte.

    Und ansonsten Bewegung, Bewegung, Bewegung; auch wenn es noch so schmerzt.
    Carsten

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