Hallo in die Runde!

Ich (w, 38 Jahre) bin neu hier und möchte über meine Krankengeschichte berichten, während ich gefühlsverwirrt auf den MRT Termin Ende nächster Woche warte.

Mit 15 Jahren: Auffahrunfall mit Schleuder-Trauma der HWS, seither Streckhaltung und immer wieder mal Schmerzen

Mit 19 Jahren: Plötzlicher extremer, einschießender Bewegungsschmerz an der seitlichen HWS evtl. aufgrund eingezwicktem Nerv, aber MRT war unaufällig nach 2 Wochen; der aktute Bewegungsschmerz hat danach langsam nachgelassen, aber wochen- bis monatelang konnte ich nicht länger als 5-10 Minuten sitzen; die extremen, dumpf pochende Schmerzen haben sich nach und nach auf den ganzen Rücken, Oberarme, Hüfte ausgebreitet. Ich musste die Schule unterbrechen und war jeden zweiten Tag auf der Schmerzambulanz für 20 Infiltrationen; nur Tramal hat etwas Linderung gebracht. Aber ich wollte in diesem Alter ohne "Grund/Diagnose" irgendwann nicht mehr einfach weiter soviele Schmerzmittel in mich reinkippen.

Nach etwa 1 Jahr hatte ich irgendwann die dauerhaften Schmerzmittel abgesetzt. Zum Lesen musste ich im Sitzen zwar noch einen Notenständer verwenden, da das Runterschauen zuviel Schmerzen verursachte, aber ich konnte dennoch beginnen zu studieren. Seither habe ich jeden Tag Rückenschmerzen - mal in der HWS, dann mal mehr in der BWS oder auch mal Gesäß/Hüfte, Schultern. Allerdings wechselt der Ort sehr schnell, da die Verspannungen je nach Aktivität mal dort mal da mehr sind. Laut Physiotherapeutin habe ich sogar eine hypermobile Wirbelsäule - alle Bänder und Muskeln sind zu locker.

Ich hatte in der Vergangenheit auch immer wieder mal andere schmerzende Stellen....plötzlich massive Sehnenscheidenentzündungen an beiden Armen, plötzlich ein stark schmerzendes Knie.

Aktuell leide ich zum zweiten Mal an einem Fatigue-Syndrom, hatte zum 2. Mal Eisenmangelanämie und zum 3. Mal eine Vielzahl an anderen gravierenden Nährstoffmängeln. Dazwischen hatte ich auch noch andere "nette" Sachen wie schweres Pfeiffersches Drüsenfieber oder Endometriose.

Schilddrüse und Herz sind okay, Blut wurde von vielen Ärzten gecheckt und ist mittlerweile auch wieder im Normalbereich.

Nun hat sich ein Internist zum ersten Mal meine ganze Krankheitsgeschichte durchgelesen und wurde darauf aufmerksam, dass ich HLAB-27 positiv bin. Daraufhin wurde sofort ein Wirbelsäulen- und Hüftröntgen gemacht. Zwar sieht man darauf eine starke Fehlhaltung der HWS mit paradoxer Kyphosierung, aber keinen Hinweis auf SPA.

Dennoch schickt er mich nun nächste Woche zur MRT, um eindeutig SPA auszuschließen oder eben zu diagnostizieren - auch wenn meine Laborwerte anscheinend nun eher nicht darauf hinweisen.

Ich sitze nun hier zwischen Hoffen und Bangen. Wie glücklich wär ich darüber ENDLICH eine Diagnose zu bekommen!!! Aber gleichzeitig ist es halt nicht gerade eine so tolle-....obwohl mein Arzt sehr überzeugend war, dass man dann wenigstens wirklich zielgerichtet behandeln könnte.

Hach, sorry fürs Zulabbern. Aber es können sonst einfach nicht viele Menschen verstehen, was in mir drinnen gerade vor sich geht.