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markpireus (33)
Ergebnis 1 bis 4 von 4
  1. #1
    Drolph ist offline Registrierter Benutzer
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    Beiträge
    2

    Frage Eigenartige Beschwerden ausgehend vom Brustbein/Sternum - kennt das jemand?

    Ein herzliches Hallo in die Runde,

    da ich nach langem und intensiven Lesen dutzender Beiträge leider das Gefühl habe, keinen mit vergleichbarer Symptomatik zu finden, suche ich auf dem Weg eines eigenes Threads nach Leidensgenossen.

    Kleine Zusammenfassung vorweg:
    Beschwerden habe ich generell seit 5-10 Jahren, wobei nach unzähligen Physio-, Osteophaten- und Arztbesuchen natürlich keiner eine Diagnose stellen konnte. Erst nachdem ich mich vor etwa 2 Jahren bei einem Rheumatologen via Terminvergabestelle "eingeklagt" habe wurde dann recht schnell MB festgestellt, auch durch Bilddiagnostik mittels CT, MRT und Knochenszintigraphie.
    Therapie wurde dann auch recht schnell eingeleitet. Anfangs mit Schmerzmitteln (Arcoxia), nach ausbleibendem Erfolg dann mit Biologika und MTX. Erst ein Jahr lang Cimzia und mittlerweile Humira. Dazu MT und privat noch Krankengymnastik.
    Ich möchte meinen, dass die allgemeine Schmerzbelastung etwas besser ist, aber da ich kürzlich wieder so einen heftigen Anfall hatte, bin ich nicht sicher, ob die Biologika hinreichend anschlagen. Man weiß ja auch nicht, wie es jetzt ohne wär..

    Doch was genau passiert nun eigentlich?

    Neben den allgemeinen Schmerzen leide ich unter einer Art Krampf oder Anfallsituation ausgehend vom Sternum oder dem Brustbein. Genau lokalisieren kann ich es nicht. Das Ganze tritt rein subjektiv auch immer ganz plötzlich auf. Eventuell durch eine bestimme Bewegung ausgelöst. Es fühlt sich wie ein Schlag oder mehr wie plötzlicher Unterdruck im Brustbereich an, woraufhin ich dann das Gefühl habe keine Luft mehr zu bekommen oder das Herz nicht richtig schlägt oder gar aussetzt. Parallel dazu bekommt man je nachdem wie heftig diese Anfälle sind einen Adrenalinschub, der sich teilweise durch anschließende Abgeschlagenheit, Schwitzen oder gar völlig gestörte Verdauung im Nachhinein äußert. Man fühlt sich, als hätte man nen 3km Lauf hinter sich. Wird da ein Nerv eingeklemmt?
    Da ganze Phänomen dauert vielleicht nur 1-10 Sekunden, aber man hat aufgrund des schwer zu beschreibenden unangenehmen Gefühls wirklich teilweise Todesangst. Es wird einem mitunter auch etwas schummrig, sage ich mal. Das Bewusstsein verloren habe ich aber bis dato nicht. Kommt das jemandem bekannt vor? Ich bin diesbezüglich auch mehrfach beim Kardiologen (Belastungs EKG und 24EKG) und Pneumologen vorstellig gewesen. Herz sei anatomisch völlig in Ordnung, und die Lunge ist bis auf eine leichte Volumeneinschränkung durch die bereits eingeschränkte Brustkorbdehnung/bewegung auch in Ordnung. Diese Anfälle treten meines Erachtens häufiger in rheumatisch aktiven Phasen auf.

    Generell sind bei mir die Bechterewbeschwerden auch sehr auf Brustbein und BWS konzentriert, auch wenn ich parallel dazu etwas Aua in Knie und ISG einräumen muss.

    Man fühlt sich irgendwie machtlos, weil ich den Eindruck habe, den Äzten das Problem nicht richtig deutlich machen zu können. Wenn DAS nicht wär, könnte ich mit den "normalen" Schmerzen und etwas Steifigkeit gut leben. In der Krankengymnastik und Physiotherapie habe ich bisher leider auch niemanden kennen lernen dürfen, dem das geläufig war.

    Darum meine Hoffnung, hier Leidensgenossen zu finden und sich eventuell bezüglich Tipps und Hilfe auszutauschen.

    Ich bin für jedes Feedback dankbar!

    Clemens

  2. #2
    Registriert seit
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    23
    Hallo Clemens

    klingt nach einem Tietze-Syndrom.

    Ich habe auch eins am Rippenansatz in Herznähe.

    Die Schmerzattacken sind nicht ohne. Seit dem ich meinen Brustkorb regelmäßig aufdehne, sind die Attacken seltener geworden.

  3. #3
    Drolph ist offline Registrierter Benutzer
    Registriert seit
    01.2018
    Beiträge
    2
    Interessant.

    Der Begriff stand auch schon einmal bei einem MRT Befund. Ich dachte jedoch, dass das durch die Diagnose Morbus Bechterew hinfällig sei. Zumal dieses Tietze Syndrom laut Internet ja wieder von selbst "abheilt", bei mir ist das jetzt jedoch mittlerweile mit schwankender Intensität über 5 Jahre mehr oder weniger aktiv. Aber gut.

    Hast du abseits der Dehnungsübungen Erfahrungen mit Medikamenten diesbezüglich? Angeblich sollen beispielsweise Injektionen direkt in die Rippengelenke möglich sein.

    Schön, hier jemanden mit vergleichbarer Symptomatik zu treffen!

  4. #4
    Registriert seit
    09.2013
    Beiträge
    23
    Ich habe mein Tietze-Syndrom jetzt seit ca. 20 Jahren. Bei mir kann man die Schwellung am Rippenansatz sehen und auch tasten und das unverändert seit Beginn.
    Anfangs habe ich Laser-Akkupunktur und Injektionen bekommen, hat beides nicht wirklich geholfen. Die Injektionen habe ich abgebrochen nachdem bei einer ein Nerv getroffen wurde und es mir für einige Stunden besch....... ging.

    Im Laufe der Jahre habe ich mich damit abgefunden. Das Angebot vom Arzt bei einer Schmerzattacke zur Injektion vorbei zu kommen, habe ich nie genutzt, da der Anfall ja innerhalb kürzester Zeit vorbei ist. Einfach Hand drauf legen und tief durchatmen bis es vorbei ist. Und die Mitmenschen informieren, dass es keine Herzattacke ist.

    Am Besten ist es, den Brustkorb nicht zu belasten. Also nicht auf der betroffenen Seite liegen und nicht nach vorn gekrümmt sitzen/stehen. Keine Kontaktsportarten, keine Vibrationen usw. (also das was wir Bechtis sowieso machen sollen ).

    Mittlerweile merke ich, wenn der Brustkorb falsch belastet wird (es muckt an der Stelle), dann kann ich meine Haltung korrigieren und meistens eine Attacke verhindern.

    Da ich nach Bedarf NSAR (Naproxen) nehme, kann ich nicht genau sagen, ob es sich auch darauf auswirkt.
    Mein ISG ärgert mich mehr als der Herr Tietze.

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