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  1. #1
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    Feststellungsbescheid GdB

    Hallo zusammen,
    nach langer Zeit als sporadischer stiller Mitleser melde ich mich mal wieder zu Wort.
    Nach meiner (zweiten) Reha, dieses Jahr im März, wieder in Bad Aibling (die übrigens wieder gelungen war) und auch auf Empfehlung des Schwerbehindertenbeauftragten meines Arbeitgebers entschied ich mich dann einen GdB zu beantragen, weil ein "frischer" Entlassungsbericht ja ein guter Anlass ist.
    Heute bekam ich den Feststellungsbescheid: GdB 40.
    Die Einzel-GdB sind:
    Sehbehinderung (30)
    Morbus Bechterew mit peripherer Gelenkbeteiligung (30)

    Soweit, so gut, bzw. nicht gut.
    Denn: Eine periphere Gelenkbeteiligung ist mir gar nicht bekannt, ich hatte nie z.B. Schwellungen in den Gelenken. Oder was genau heißt das?
    Dafür wurde mir im Entlassungsbericht aber eine "hochgradige Funktionseinschränkung" in der sogen. Epikrise bestätigt. Schaut man im Internet, gibt es eine offiziell aussehende Tabelle, wo bei solcher Diagnose ein GdB von 50-70 angesetzt wird. Meine Wirbelsäule ist ziemlich stark versteift, was man auch sehen kann.
    Es scheint mir ein wenig so, dass man die "magische" Grenze von 50 hier bewusst unterschreitet. Ich will keinen Ausweis auf Teufel komm raus, jedoch korrekt beurteilt werden und so mein Recht einfordern.

    Was haltet ihr von der Sache?

    Ich spiele mit dem Gedanken, Widerspruch einzulegen. Aber wie geht man vor, und welche Argumente sollte man anbringen?
    So ganz blick ich auch nicht durch, was die "Gleichstellung" bringen soll, die man beantragen kann. Naja, das deutsche Rechtssystem.
    Viele Grüße
    Torsten

  2. #2
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    Hallo Torsten,

    willkommen hier in der Runde.

    empfehle ich dir auch. Widerspruch einlegen. Der Entlassungsbericht sagt ja was aus. Und wenn du selber schon im Netz nachgeforscht hast umso besser. Dann weisst du das die 40 % zu wenig sind. Ich denke 50 sind angebracht.
    Gleichstellung hat den Sinn, das man beim Arbeitgeber den selben erweiterten Kündigungsschutz hat wie jemand mit 50 %.
    Gilt also erst mal nur für Arbeitsrecht bei einer Entlassung. Die Gleichstellung muss beim Arbeitsamt beantragt sein, vorliegen.
    Wie du vorgehen kannst beim Widerspruch:
    Ich hatte es oft kurz gemacht, hiermit widerspreche ich den Bescheid vom ( Datum ) und begründe es damit.....
    dann folgen am besten Einschränkungen im Beruf u. Alltag mit eigenen Worten. Je stärker natürlich die Einschränkung umso besser.
    Auch vielleicht nochmal auf den Rehabericht hindeuten.

    Ich war auch schon in Aibling.

    Ich hatte damals schon 50 % bei der ersten reha. Aber ab dem zweiten mal wurde mir auch nahe gelegt eine Erhöhung vom GdB zu beantragen.
    Bekam dann 70 % alleine für MB und die Versteifungen, Funktionseinschränkungen. gesamt 90 %.

    Viel Glück!!


    gruß René
    Das ist meine persönliche Meinung.
    Gruß Renè aus Bayern

    Ich Kämpfe für die Menschen die wirklich Hilfe brauchen.

    Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser!!.

    Nicht behindert zu sein ist wahrlich kein Verdienst, sondern ein Geschenk das jedem, jederzeit genommen werden kann.
    ( Richard von Weizsäcker )

  3. #3
    Registriert seit
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    580
    Hi Torsten,

    ich würde auch einen Widerspruch einlegen, wenn Du Dich ungerecht bewertest fühlst. Ich habe es damals auch gemacht und wurde ziemlich verar.... Nach zwei Gutachtern mit sehr offensichtlich falschen Angaben habe ich vor dem Sozialgericht (in den beiden ersten Instanzen Anwalts- und Prozesskostenfrei) geklagt und wurde zu einem wirklich unabhängigem Gutachter geschickt. Daraufhin hat man mit freundlicherweise seitens des VA eine GdB Erhöhung angeboten.

    Ich würde es jederzeit wieder so machen.

    Viele Grüße und viel Erfolg
    Jürgen

  4. #4
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    84
    Wichtig sind detaillierte Schilderungen der Einschränkungen im Beruf, Alltag und Freizeit.
    Gruß, Micha

  5. #5
    Registriert seit
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    Ja Micha, das ist wirklich so. Normal reicht ein kurzer Einspruch, man müsste es nicht mal groß begründen.....
    Der VdK macht es ja auch meist nur ganz kurz und bündig.
    Aber weil oft so ungerecht bewertet wird, ist die Selbstdarstellung der Einschränkungen im Alltag u. Beruf wichtig.
    Auch was zum Beispiel in der Freizeit gar nicht mehr geht usw.
    Trotz alle dem ist nicht sicher das dem Widerspruch statt gegeben wird was man auch bei dem Text von Jürgen sieht.

    @ Jürgen, ist schon krass was du schreibst aber gängiges Vorgehen. Gutachter werden natürlich dafür bezahlt FÜR Ihren Auftraggeber zu schreiben,
    also immer schlecht für uns. Du hattest gleich mehr Pech, Ablehnung, Gutachter die " falsch Zeugnis reden ", und den Klage Weg.
    Aber gut wenn man nicht immer gleich aufgibt, ich hatte auch oft Klagen müssen, das zermürbt aber auch. Man kämpft ja nicht um außergewöhnlich schlimmes, sondern sein ganz normales Recht.....gut das du am Ende einen ganz unabhängigen Gutachter hattest.
    und gut das die ersten Instanzen kostenfrei waren.

    Ich hatte mal um " Teilhabe am Arbeitsleben " klagen müssen. War auch komisch. Einerseits wurde es immer von der DRV angeboten über die Reha.
    Wenn man es dann in Anspruch nehmen will, Rückzieher.
    Sehe heute vieles skeptisch mit Gutachtern, mit Kündigungsklagen, mit Klagen um GdB ( da hatte ich mal Glück ) ging reibungslos,
    mit Hilfsmitteln....brauchte orthopädische Schuhe weil durch eine angeborene Erkrankung kein Schuhwerk mehr möglich war.
    Orthopäde hat dies attestiert, auch mit befunden, Bildgebungen usw. wurde zu einem Gutachter geschickt, Ablehnung.

    Alles Gute für Asmo, finde den richtigen Weg.
    Das ist meine persönliche Meinung.
    Gruß Renè aus Bayern

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    ( Richard von Weizsäcker )

  6. #6
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    Hallo Torsten,

    wenn die 'hochgradige Funktionseinschränkung' nur in der Epikrise steht hilft sie dir für deinen Antrag leider nicht denn das ist ja der Zustand vor der Reha. Wichtig ist für den GdB der Zustand nach der Reha - und wenn die da eine ganz tolle Verbesserung durch die Reha reingeschrieben haben hätten sie dir damit einen Bärendienst erwiesen...

    Ich würde auch Einspruch einlegen und dabei wirklich noch mal genau schildern was du alles nicht kannst, was gleichaltrige aber können - denn ich glaube das sind die Einschränkungen auf die es denen ankommt.

    Liebe Grüße

    Lydia
    Lächle in die Welt - und die Welt lächelt zurück!

  7. #7
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    Erstmal vielen Dank für eure Antworten.

    Fest steht schon einmal, dass ich Widerspruch einlegen werde.
    Es gibt halt viele Dinge, die ich im Vergleich zu Gleichaltrigen nicht kann bzw. mir sehr schwer fallen, z.B. Überkopfarbeiten, Sachen ohne Mühe aus einem hohe Regal greifen, einen Stift aus dem Sitzen heraus vom Boden aufheben, längeres Stehen auf der Stelle...soll ich das alles mit aufführen?

    Ich würde gerne auch auf folgende Tabelle verweisen bzw. den Teil MB betreffend ausgedruckt beilegen:

    http://www.sa-bi-ne.de/resources/gdb...lle$5B1$5D.pdf

    Ich weiß jedoch nicht, inwieweit diese Tabelle offiziell ist und wer sie verfasst hat.

    @Ulmka:
    Ja, die Reha hat Verbesserung gebracht und das steht auch im Bericht. Einige Messwerte sind verbessert. Aber damit sind die Einschränkungen ja nicht in Luft aufgelöst, außerdem sollte den Gutachtern auch klar sein, dass die Verbesserungen (leider) nur temporär bestehen.
    Viele Grüße
    Torsten

  8. #8
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    Ich sehe gerade die Quelle der Tabelle:

    Auszug aus „Anhaltspunkte für die ärztliche Gutachtertätigkeit“ (Stand:
    31. 12. 2006), herausgegeben vom Bundesministerium für Arbeit und
    Soziales.


    Tja, ob noch gültig kann ich nicht sagen.
    Viele Grüße
    Torsten

  9. #9
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    Ich denke, dass sich ein Widerspruch lohnt. Du bist nach den Richtlinien für gutachterliche Tätigkeiten richtig eingestuft, also GdB 30 für die Sehbehinderung und GdB 30 für den Morbus Bechterew. Da die zweite Erkrankung nur zur Hälfte zählt, kommst du theoretisch auf einen GdB von 45, der abgerundet einen Gesamt-GdB von 40 ergibt. Bei einem Widerspruch solltest du wenn möglich noch weitere gesundheitliche Beschwerden geltend machen, z.B. psychische Belastung durch die chronischen Schmerzzustände oder ähnliches. Eine dritte Erkrankung zählt jedoch nur zu einem Drittel und wird dem bisherigen GdB zugerechnet.
    Auf jeden Fall weitere ärztliche Unterlagen vorlegen, damit die mit berücksichtigt werden können.
    Wenn der Widerspruch abgelehnt wird, dann hilft evtl. noch die Klage beim Sozialgericht oder einfach eine Gleichstellung beantragen.

    liebe Grüße
    Momo
    Die Vergangenheit ist meine Wurzel, der Stängel ist die Gegenwart, die Zukunft ist die Blüte.

  10. #10
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    Heute gelten nicht mehr die 'Anhaltspunkte für....' sondern die Versorgungsmedizin-Verordnung und da steht zu Bechterew:

    18.2.1 Entzündlich-rheumatische Krankheiten (z. B. Bechterew-Krankheit)
    ohne wesentliche Funktionseinschränkung mit leichten Beschwerden 10
    mit geringen Auswirkungen
    (leichtgradige Funktionseinbußen und Beschwerden, je nach Art und Umfang des Gelenkbefalls, geringe Krankheitsaktivität) 20-40
    mit mittelgradigen Auswirkungen
    (dauernde erhebliche Funktionseinbußen und Beschwerden, therapeutisch schwer beeinflussbare Krankheitsaktivität) 50-70
    mit schweren Auswirkungen
    (irreversible Funktionseinbußen, hochgradige Progredienz) 80-100
    Auswirkungen über sechs Monate anhaltender aggressiver Therapien sind gegebenenfalls zusätzlich zu berücksichtigen.
    gefunden beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales bmas.de

    Wo findest du dich denn da wieder?

    Liebe Grüße

    Lydia
    Geändert von Ulmka (05.11.2017 um 22:31 Uhr) Grund: Quelle vergessen
    Lächle in die Welt - und die Welt lächelt zurück!

  11. #11
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    Hallo Lydia,

    ich sehe mich bei mittelgradigen Auswirkungen. Das ist natürlich alles subjektiv, aber durch meine schon recht fortgeschrittene Versteifung und diverse Iritis-Rezidive kann man die Krankheitsaktivität sicher nicht als gering bezeichnen.
    Wo findet man denn diese Tabelle, gibt es diese auch online? Hast du eventuell einen direkten Link?
    Dann könnte ich meinem Widerspruch einen Ausdruck davon beilegen.
    Danke Dir.
    Viele Grüße
    Torsten

  12. #12
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    Hallo Thorsten,

    Du hast den Link selbst reisgesetzt :-). Siehe Seite 81/82. Das Problem ist, dass diese Tabelle ein Anhaltspunkt ist und somit dem Entscheidungsträger viel Spielraum läßt- es gibt KEINE Rechtsverbindlichkeit. ABER in der Regel folgen die Gerichte einem unabhängigen Gutachten, das sich auf die Tabelle bezieht. Ein unabhängiges Gutachten wirst du wahrscheinlich nicht von einem Gutachter erhalten, der vom VA bezahlt wird. Bei mir ging es damals um irreversible Funktionseinschränkungen- bei einer versteiften WS nicht mehr schön zu reden...

    Viele Grüße
    Jürgen

  13. #13
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    Zitat Zitat von Jürgen Beitrag anzeigen
    Hallo Thorsten,

    Du hast den Link selbst reisgesetzt :-). Siehe Seite 81/82. Das Problem ist, dass diese Tabelle ein Anhaltspunkt ist und somit dem Entscheidungsträger viel Spielraum läßt- es gibt KEINE Rechtsverbindlichkeit. ABER in der Regel folgen die Gerichte einem unabhängigen Gutachten, das sich auf die Tabelle bezieht. Ein unabhängiges Gutachten wirst du wahrscheinlich nicht von einem Gutachter erhalten, der vom VA bezahlt wird. Bei mir ging es damals um irreversible Funktionseinschränkungen- bei einer versteiften WS nicht mehr schön zu reden...

    Viele Grüße
    Jürgen
    Hallo Jürgen,
    Lydia hatte ja auf die aktuellen Grundsätze verwiesen, hab es aber selbst gefunden. :-)
    Morgen geht der Widerspruch raus. Bin gespannt.
    Ich hoffe ich komme ums Klagen herum. Du schreibst, Anwaltskosten werden ersetzt, d.h. ich würde zum Anwalt gehen, meinen Fall schildern und wer übernimmt dann die Kosten?
    Viele Grüße
    Torsten

  14. #14
    Registriert seit
    12.2016
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    62
    Hallo Torsten,

    ich befinde mich gerade in der Phase "Klage vor dem Sozialgericht".

    Auch ich sehe mich im Bereich "mittelgradige Auswirkungen", was auch meine Rheumatologin bestätigt. Das Versorgungsamt hat mir lediglich einen GdB von 20 zugestanden, mit der Begründung, es wäre nur eine Funktionseinschränkung der Wirbelsäule. Die haben mir also noch nicht mal die 30 gegönnt, womit ich eine Gleichstellung beantragen könnte.

    Auch nach meinem Widerspruch haben sie ihre Meinung nicht geändert. Sie meinen, das alle üblicherweise auftretenden Schmerzen und psychischen Beeinträchtigungen berücksichtigt wurden. Dabei haben die mich weder jemals gesehen noch gesprochen. Die Abschlußbeurteilung wurde übrigens von einem Allgemeinmediziner vorgenommen, im Ablehnungsschreiben als "erfahrener Arzt" bezeichnet.

    Nun bin ich den Weg der Klage gegangen. Ich erhoffe mir davon eine Beurteilung durch einen unabhängigen Gutachter des Gerichts. Soweit ich weiß, trägt man in erster Instanz noch keinerlei Kosten für die Klage. Es ist auch nicht nötig einen Anwalt zu beauftragen.

    Dir steht jetzt erst mal der Widerspruch bevor. Ich empfehle dir, zuerst nur einen Widerspruch ohne Begründung einzulegen, um die Frist zu wahren. In diesem Schreiben solltest du auch gleich eine Kopie sämtlicher Befunde, und vor allem des Abschlußberichtes, der zu deinem GdB geführt hat, anfordern. Darauf kannst du dich dann in der Begründung deines Widerspruchs berufen. Ich habe das leider zu spät gemacht, und erst nach meinem Widerspruch erfahren, das mich unter anderem nur ein Allgemeinarzt bewertet hat.

    Ich wünsche dir viel Erfolg, und das dir der Weg der Klage erspart bleibt. Bei mir zieht sich das ganze jetzt schon 1 Jahr

    Liebe Grüße, Silke.
    Der frühe Vogel kann den Wurm haben, ich nehme den Kaffee.

  15. #15
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    Hallo Silke,

    wenn ich sowas immer lese platzt mir fast der Kragen. na ja. Ich hatte ja auch um vieles und manches zu kämpfen, auch jahrelange Klagen etc.
    Wie das zermürbt ist klar. Das warten. Das immer wieder frisch erklären müssen. Die Tatsache das man denkt man wird komplett falsch eingeschätzt usw.

    Habe da auch viel Bockmist erlebt. Nicht mit GdB. Aber mit Behörden, Arbeitgeber, Krankenkasse, u.v.m. Wie Gutachter ticken ist klar.
    Wie Jürgen sagt, die meisten werden von dem Auftraggeber bezahlt, schreiben also gegen uns.

    Viel Erfolg das es zu deinen Gunsten ausgeht.

    @ Torsten, viel Glück auch für dich.
    Das ist meine persönliche Meinung.
    Gruß Renè aus Bayern

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    ( Richard von Weizsäcker )

  16. #16
    Registriert seit
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    Hallo Thorsten,

    sorry, dass hast Du missverstanden. Die Prozesskosten werden nicht berechnet und es besteht keine Anwaltspflicht. Wenn Du einen Anwalt nimmst mußt Du ihn natürlich bezahlen. Ich bin damals zum Gericht gegangen und habe die Klage dort aufgegeben um keinen Formfehler zu machen- hat 10 Minuten gedauert. Letztlich ging es mir- wie Silke auch- auch nur darum, zu einem unabhängigen Gutachter zu kommen und eine vernünftige Entscheidung zu bekommen. Ich habe keinen Gerichtssaal von innen gesehen, da mir netterweise ein Vergleich vom VA angeboten wurde.

    Viel Glück und viele Grüße
    Jürgen

  17. #17
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    32
    Hallo zusammen,

    ich klinke mich mit meinen Fragen mal hier ein. Bei mir steht seid ca. 2 Jahren die Diagnose MB. Die ersten Symptome hatte ich jedoch schon vor über 10 Jahren. Ich bin auch gerade dabei einen GbB Antrag zu stellen. Ich bin allerdings in einigen Punkten noch unsicher:

    - Sollte ich unter Gesundheitsstörungen erstmal nur MB schreiben? Ich lese immer häufig von einer separaten Auflistung der Einschränkungen die man hat.Sollte man diese Auflistung schon beim Erstantrag mit einreichen oder wie hier erwähnt ggf. erst bei einem Widerspruch?

    - Muss zwingend der Hausarzt angegeben werden bzw. sollte der Hausarzt angegeben werden? Ich halte ihn nämlich für keine große Hilfe.

    - Wie gehe ich mit den psysischen Einschränkungen um (nicht mehr so belastbar, Depression,...)? Auch unter Gesundsheitstörungen aufnehmen? Oder sollten alle Punkte zwingend in ärztlichen Diagnosen belegbar sein, d.h. vom Psyschologen (oder gehen auch Psyschotherapeuten?)

    - Wie lange dauert so eine Feststellung?

    Liebe Grüße
    Daniel

  18. #18
    Registriert seit
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    591
    Guten Morgen Daniel!

    Also, leider haben wir hier die Erfahrung gemacht, dass die Verosrgungsämter, wo du ja den Antrag stellen wirst, unterschiedliche Brillen tragen.
    Ganz wichtig ist, dass du gesicherte Diagnosen vorlegen kannst! Ich habe das bei Antragstellung auch nicht gewußt. Die Behandlung der Krankheit und die Befunde sind nicht gleich einer gesicherten Diagnose zu sehen.
    M045 als Diagnose reicht nicht aus! Es muss M045.G dort stehen. Gleiches gilt für psychische Belastungen, Asthma und was immer du vorbringen kannst. Ein G muss das stehen, für "gesichert" M045=Morbus Bechterew.
    Ich war bei der Antragstellung schlecht beraten! Es macht Sinn, deine persönliche Situation und Befindlichkeiten zu schildern und ein persönliches Gespräch anzubieten. Mit Glück sitzt da ein Sachbearbeiter, der auch
    gesunde, menschliche Züge hat.Ich wünsche Dir viel Erfolg!!! Evtl. haben unsere Mitstreiter ja auch noch Tipps.

    LG
    Thomas
    "Man kann die Sonne nicht durch bunte Farben ersetzen"

  19. #19
    Registriert seit
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    Beiträge
    2.069
    Hallo Daniel,

    es ist wichtig, alle Ärzten und Kuren, Rehas, Krankenhäuser wo du warst anzugeben ( die Letzten 3 Jahren ).

    Es ist auch wichtig, alle Krankheiten wo du hast mit eintragen.

    Zitat Daniel: Sollte man diese Auflistung schon beim Erstantrag mit einreichen Zitat Ende.

    Natürlich im Erstantrag einreichen.

    Hier ein paar Infos

    http://schwerbehindertenausweis.biz/...r-behinderung/

    https://www.myhandicap.de/suche/?cx=..._solved%2F&ss=

    https://www.curendo.de/pflege/checkl...tig-ermittelt/

    https://www.myhandicap.de/suche/?q=G...mmunity%2F&ss=


    Wenn du noch Fragen hast immer gerne.

    Gruß Wessi
    Das ist meine persönliche Meinung.
    Gruß Renè aus Bayern

    Ich Kämpfe für die Menschen die wirklich Hilfe brauchen.

    Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser!!.

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    ( Richard von Weizsäcker )

  20. #20
    Registriert seit
    08.2003
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    17.026
    Hallo Daniel,

    ich denke die Diagnosen sind wichtig - aber viel wichtiger ist, wobei du eingeschränkt bist! Für eine Diagnose bekommst du keinen GdB, nur wenn du etwas dauerhaft nicht mehr kannst was gleichaltrige noch können - das zählt. Das sollte auch unbedingt in den Schreiben deiner Ärzte stehen.

    Am besten wäre es sogar wenn du gleich sehr aussagefähige Arztbriefe deiner behandelnden Ärzte mitschicken könntest - das beschleunigt das Verfahren ungemein. Wenn du deinen Hausarzt mit angibst dann schreibst du ja auch 'Hausarzt' dazu - und ich glaube die interessieren hauptsächlich die Facharztberichte. Vielleicht schreiben die den gar nicht an - es sei denn er ist zum Beispiel der einzige, der über psychische Probleme Bescheid weiß. Ein Bericht vom Psychotherapeuten geht aber sicher auch!

    Liebe Grüße

    Lydia
    Lächle in die Welt - und die Welt lächelt zurück!

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