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Ergebnis 1 bis 11 von 11
  1. #1
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    113

    Dauerhafte Medikamenteneinnahme Unsicherheit

    Ich eröffne nochmal einen neuen Thread, da ich wegen der Medikation Bedenken habe.
    Ich habe die Diagnose ganz frisch, seit Dienstag. Der Rheumatologe sagte, man müsse erstmal den Verlauf beobachten. Immunsupressiva habe ich nicht bekommen, aber Ibuprofen 600 zwei Mal täglich eine und Novalgin gegen Schmerzen. Die Ibuprofen soll ich täglich dauerhaft nehmen. Ich muss ehrlich sagen, dass ich auch keine Immunsupressiva wollte, berufsbedingt nicht, da ich mit vielen Keimen in Berührung komme und mein Immunsystem gut funktionieren muss. sonst bekomme ich jeden Infekt.

    Ich habe starke Bedenken, wegen der Organe, die ich mir mit der Medikation schädigen könnte. Was ist mit meinem Magen? Mit den Nieren? Der Arzt war da ganz locker und sagte, dass man es jahrelang so machen könnte.
    Die Schmerzen kann ich inzwischen fast schon ertragen, ich habe mich daran gewöhnt, oder vielleicht ist es auch nur der Schock, der mich die Schmerzen ertragen lässt. Habe ISG Schmerzen und dort eine Entzündung.

    Was denkt ihr über die Medikation? Ist es schädlich? Was passiert mit der Entzündung, wenn man die Ibuprofen nicht dauerhaft einnimmt?

  2. #2
    Registriert seit
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    493
    HalloFinn!
    Zunächst ein freundliches Willkommen in unserer Runde. Deine Frage ist verständlich und schwierig zu gleich!
    Was jetzt wirklich gut für dich ist,kannst nur du und dein Körper beantworten! Jedes Immunsystem ist anders!
    Ist anders vorbelastet und unterschiedlich sensibel. Es kommt auch auf die Belastungen an, die durch evtl. andere
    Erkrankungen ohnehin bestehen.

    Ich habekeine gute Erfahrungen mit Ibuprofen gemacht. Ständig Magenschmerzen und Übelkeit, trotz Magentabletten.
    Die Wirkung auf meine Entzündungen und Beschwerden waren nur bedingt erfolgreich. Mir hat Kortioson geholfen in Kombination
    mit einem Rheumamittel. Aber auch das war nicht wirklich eine Lösung, die langfristig erfolgreich war. Ich spritze seit gut 2 Jahren
    einen TNF-Blocker und muss als Fazit sagen: TOP!

    Es gibt wiederum andere Zeitgenossen, die mit dem gleichen Blocker nicht „glücklich“werden konnten. Versuche für dich und deinen Job
    die richtige Lösung zu finden. Beobachte mit gesunden Maße, wie dein Körper auf die Medikamente reagiert, ist der Nutzen geringer,
    als die Wirkung, forsche weiter.

    So makaber sich das jetzt liest, wie bleiben ja chronisch krank. Drum nehmen dir und deinem Körper die notwendige Zeit,
    das Richtige zu finden. Mein Rheumatologe bezeichnet dies als Fine-Tuning. Dir eine gute Zeit!!! LG Thomas
    "Man kann die Sonne nicht durch bunte Farben ersetzen"

  3. #3
    Registriert seit
    11.2011
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    1.824
    Hallo Finn,
    es ist fast generell bei allen NSAR dasselbe Problem. Magenunverträglichkeit,Herz-Kreislaufrisiko, Nierenfunktionsstörungen usw.
    Die Beipackzettel lesen sich alle sehr ähnlich. 2 x600 IBU ist ja noch niedrig dosiert, es gibt aber auch Alternativen welche stärker entzündungslindernd sind wie Arcoxia zum Beispiel. Generell sollten NSAR egal wie sie heißen nicht über einen längeren Zeitraum kontinuierlich eingenommen werden. Wenn du immer wieder Pausen dazwischen machst wäre das sicherlich besser.
    Ich hatte nach 5 Jahren IBU 800 aus der Hunderterpackung eine schwere Collitis und nehme gar keine NSAR mehr.
    Deine Bedenken gegen die Immunsuppressiva sind mehr als berechtigt wenn du in einem solchen Umfeld arbeitest.
    Dieses Risiko würde ich auch nicht eingehen. Überlege dir das mal mit den Pausen bei der Einnahme.
    Alles Gute
    Aorta
    Gesundheit ist besser als Krankheit, wenn auch nur aus körperlichen Gründen.
    ( frei nach Woody Allen)

  4. #4
    Registriert seit
    06.2014
    Beiträge
    371
    Ich kann Aorta da zustimmen. Ich vertrage Ibu sehr gut und bei mir wirken sie auch sehr gut. Nur ich habe die nie länger als max 2 Wochen am Stück genommen und nie mehr als max. eine N3 Packung über das Jahr.
    Ibu und Diclos gibt es auch als Retard Tabletten. Da muß man nicht soviel nehmen, wirken aber auch langsamer. Arcroxia wirkt bei mir auch ganz gut und ich kann die auf nüchternen Magen nehmen.
    Aber auf Dauer würde ich das niiiiiieeee nehmen. Das betrifft auch reine Schmerzmittel wie Novalgin oder Tramadol.
    Wenn Du dauerhaft Schmerzen hast und Entzündungen solltest Du lieber über einen Blocker nachdenken. Das immunsystem wird nicht bei jeden gleich stark geschwächt und Verträglichkeit, Wirkung usw. ist bei jedem anders.
    Auch die Dosierung ist nicht bei jedem die Selbe. Also ausprobieren. Sicher besser als Nebenwirkungen wie Herz/Kreislaufschäden, Nierenprobleme, Magengeschwüre + versteifte Knochen.

  5. #5
    Registriert seit
    04.2016
    Beiträge
    87
    Hallo Finn,

    ich denke, solange du die Medikamente verträgst, kannst du sie schon einige Wochen erst mal nehmen. Es geht ja um die Linderung der Entzündung und der Schmerzen, damit du dich wieder sinnvoll bewegen kannst.
    Der (mir bekannte) letzte Stand der Studien ist, dass eine dauerhafte, regelmäßige Einnahme von NSAR die Versteifung nicht verhindert im Vergleich zu Patienten, die nach Bedarf die NSAR nehmen. Insofern habe ich selbst nur kurze Zeit NSAR (Arcoxia) genommen und die meiste Zeit die ISG-Schmerzen ertragen, weil sie mich nicht am Bewegen oder Sport gehindert haben. Wenn es mir doch zuviel war, habe ich mal eine Tablette genommen und dann war meist einige Tage Ruhe. Die Schmerzen sind aber oft auch durch Bewegung oder einfach so weggegangen.

    (Nun sollen NSAR ja auch die Entzündungsreaktion verringern, die Schäden am Gewebe verursachen kann. Und irgendwann können sich dort knöcherne Versteifungen bilden. Soweit ich weiß kann man das aber nicht wirklich vorhersagen, weil jeder Verlauf anders ist. Und wie schon von Vorrednern beschrieben kann auch die Einnahme von NSAR Nebenwirkungen haben, nicht nut die Nicht-Einnahme. Und was man dann bevorzugt/besser erträgt ist wirklich sehr unterschiedlich.)

    Vielleicht hast du ja Glück und kannst die Medikamente sowieso schnell wieder reduzieren. Meine Ärztin hat auch betont, dass viele der als Nebenwirkung aufgeführten Schäden bei jahrelangem Gebrauch auftreten und natürlich eher, wenn man älter ist oder die Organe vorgeschädigt sind.

    Ich will auch kurz noch den Arzt verteidigen: Medikamentös kann man gar nicht so viel machen: NSAR oder Biologicals. Selten auch allgemeine Immunsuppressiva, hängt vom Verlauf ab. Und in der Regel fängt man bei der Therapie mit NSAR an und wenn das reicht bleibt man dabei (ok, es gibt noch einige Tricks in akuten Schüben). Bewegung/Gymnastik sollte aber auf jeden Fall dabei sein!

  6. #6
    Registriert seit
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    1.750
    Hallo Finn,

    so lange man die nicht über Jahre einnimmt würde ich mich noch nicht verrückt machen.
    Am Anfang kriegt man immer diese " Hämmer " obwohl gefährlich weil die billiger für die Kassen sind. Von Langzeitschäden weiss zwar jeder, aber das
    ist wohl egal. Auf Dauer gesehen sind IBU und co. schädlich. Mit dem Magen haben zumindest viele Probleme, ich hatte ewige zu hohe Leberwerte damals.
    Musst dann alles abgesetzt werden wegen Gefahr Leberzellschaden. Erst dann kommen andere Dinge ins Spiel wie Opiate, Immunsuppressiva.
    Die Rheumatologen sind heute eher angehalten " nicht mehr zu viel " zu verordnen. Wegen dem Budget halt.

    gruß wessi
    Das ist meine persönliche Meinung.
    Gruß Renè aus Bayern

    Ich Kämpfe für die Menschen die wirklich Hilfe brauchen.

    Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser!!.

    Nicht behindert zu sein ist wahrlich kein Verdienst, sondern ein Geschenk das jedem, jederzeit genommen werden kann.
    ( Richard von Weizsäcker )

  7. #7
    Registriert seit
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    Immer das gleiche mit dem Budget...ich könnte echt...was können wir dafür dass wir krank sind? Ich finde das so unfair.
    Ich nehme zur Zeit 100 mg Celecoxib und komm ganz gut über den Tag. Nehme immer Abends eine...aber wahrscheinlich ist auch Celecoxib den Ärzten auf Dauer zu teuer. Das Mittel ist im Vergleich zu Ibu und Diclofenac deutlich teurer. Aber Ibu macht Magenschmerzen und Diclac Durchfall und Herzrasen bei mir. ..
    ich muss also den Doc überzeugt bekommen mir weiterhin Celecoxib zu verschreiben. ...

  8. #8
    Registriert seit
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    Stimmt Finn, wir mögen auch nicht immer " betteln " wegen dem Budget.
    Aber habe da viel kurioses erlebt mit dem Budget.
    Und die chronischen Dinge kosten halt am meisten, und brauchen zu viele Arztbesuche.....
    Entschuldigung das wir krank sind.

    Ich hab Celecoxib seit 4 Jahren, zusätzlich zu Tilidin. Habe seit einiger Zeit verringert auf alle 2 tage nur noch.
    Schmerzen halten sich in Grenzen, so lange ich auf mich achte, und seit ich nicht mehr dem beruflichen Wahnsinn ausgesetzt bin.

    Ob Celecoxib unbedingt besser wie Diclac und IBU ist, ist meiner Meinung nach das selbe in grün....


    gruß wessi
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    Gruß Renè aus Bayern

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    ( Richard von Weizsäcker )

  9. #9
    Registriert seit
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    857
    Hi Finn,

    Magenschmerzen und Durchfall sind Grund genug, diese Med nicht zu nehmen. Mir geht's ähnlich, Diclo sind nichts für'n Magen, Ibu wirken zu schwach,deshalb nehm ich auch Celecoxib.
    Um meinen HA zu schonen, lass ich mir zwischendurch von meinem Rheumadoc welche verschreiben.Das schont das Budget meines HA.

    lg, Peter
    Auch morgen geht die Sonne wieder auf !

  10. #10
    Registriert seit
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    371
    Die NSARs wirken alle ähnlich und jeder muss heraus finden welches am Besten geeignet ist. Bei mir wirken Diclos zB kaum.
    Ich versteh das mit dem Budget nicht. Ich hab noch keinen Arzt getroffen, der mir nicht eine N3 Packung bei einem gesicherten MB und akuten Beschwerden aufschreibt.
    Immunsuppressiva sind um soviel teurer. Das wird zumindest der HA nicht verschreiben. Und dauerhaft Schmerzmedis sind auch keine Lösung.
    Wenn man länger NSAR braucht sollte man die Medis wählen, die eine höhere Halbwertzeit haben z.B die Retards oder Coxibe wie Arcoxia (die wirken bis zu 26 Std.)
    Da muss man dann auch nicht soviel von schlucken.

  11. #11
    Registriert seit
    02.2008
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    Das mit dem Budget ist seit Jahren.
    Habe da schon Hämmer erlebt.
    Ärzte reden manchmal sogar offen wenn man fragt.....was dahinter steckt.
    Kassen schieben es auf den Arzt und umgekehrt.
    In Kliniken werden unnötige Operationen gemacht. Auch das ist ein Fall was damit zu tun hat.
    Ärzte machen anders Urlaub weil am Ende vom Quartal das Budget nicht reicht und die keine Lust haben ständig in Regress genommen zu werden.
    Ich persönlich habe viel negatives mit Budget Problemen erlebt.
    Das ist meine persönliche Meinung.
    Gruß Renè aus Bayern

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