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  1. #1
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    Icon3 Welche Medis nehmt ihr derzeit? Wann habt ihr mit dem TNF Blocker angefangen?

    Hallo zusammen

    Hoffe es geht euch soweit gut! Bei mir wurde MB letztes Jahr im Frühling diagnostiziert. Seitdem nehme ich täglich bzw. 1-2 mal in der Woche Arcoxia 60mg je nachdem wie's mir halt geht plus Paracetamol wenns ein wenig schlimmer wird. Mein Rheumadoc hat mir schon mehrmals empfohlen mit Simponi anzufangen. Ich bin "leider" immer noch gegen den TNF Blocker. Ich frage mich wie gross ist der Unterschied zwischen Arcoxia und TNF Blocker in der Wirkung? Nimmt es einem nur die Schmerzen oder stoppt bzw. verlangsamt sie die Krankheit? Ich denke Arcoxia macht das auch mehr oder weniger? Weiss jemand welche Alternativen es zu Arcoxia und TNF Blocker gibt?

    Nächste Woche habe ich wieder einen Termin beim Rheumadoc. Ich war seit ca. einem 3/4 Jahr nicht mehr dort und bin ein wenig nervös wie's halt weiter gehen wird.

    Auf jeden Fall würde es mich sehr interessieren zu erfahren, wann ihr euch dazu entschlossen habt, denn TNF Blocker zu nehmen (Z.B. gleich nach der Diagnose oder nach 5 Jahren) und/oder was ihr derzeit nehmt um eure Schmerzen zu lindern.

    Vielen lieben Dank!

    LG Boki

  2. #2
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    Hallo Boki,
    ich habe mich 25 Jahre nach der Diagnose von meiner Rheumatologin zu Simponi breitschlagen lassen. Sie hätte sonst die weitere Betreuung abgelehnt. Tja, genau nachlesen kannst die ganze Geschickte unter "Erfahrungen mit Simponi". Auf jeden Fall habe ich eine Simponi gespritzt bekommen. Nach gut eineinhalb Wochen Bronchitis; eine Woche später schwere Lungenentzündung und Krankenhaus. Jetzt nach 3 Wochen Antibiotikum eine allergische Reaktion auf das Antibiotikum.
    Die Schmerzen vom Bechti waren weg - herrlich, aber zu welchem Preis? Jetzt darf ich nicht mehr spritzen und die Schmerzen sind zuverlässig wieder da und toben wie eh und je.
    Wie es weitergehen soll - keine Ahnung. Schmerzen lindern werde ich vorerst mal wieder mit Ibuprofen 600 - 800 mg und Voltaren 50 mg. Ansonsten schau ich mal, ob ich wieder eine Reha in Bad Gastein bekommen, das hilft mir persönlich über mindestens 1 Jahr. Kostet die Kasse nicht so viel und hat auch keine so heftigen Nebenwirkungen.
    Ich will aber auf keinen Fall Simponi und dergleichen verteufeln. Ich kenne genug Leute, die sind glücklich damit und werden nicht gleich todkrank.

    Viele Grüße
    Alexandra

  3. #3
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    Hallo Boki! Scheinbar habe ich diesbezüglich das Glück etwas gepachtet. Bei mir half Ibuprofen nur bedingt und andere Rheumamittel haben für Nebenwirkungen gesorgt, die die Welt nicht braucht. Ich habe neben den Ibuprofen (600) 20 mg Kortison genommen und noch Celebrex. Alles nur bedingt angeschlagen. Dann habe ich im vergangenen Dezember mit Simponi angefangen. Die ersten drei Monate musste ich mir die Spritze geben lassen, um damit umgehen zu können, seither setze ich mir die Spritze einmal im Monat selber. Das Zeug ist schweineteuer aber hat bei mir nur in den ersten drei Monaten für etwas Schwindel nach dem setzen der Spritze gesorgt. Weil das Medikament so teuer ist, sehe ich mich in der Verpflichtung, aktiv gesundheitsfördernden Aktivitäten zu leisten. Dazu gehört Walken (habe ich eh immer gemacht, täglich), Nacken und Wirbelsäulengymnastik und Ernährung angepasst. Seither nur geringe Probleme, keine Infektionen. Gelegentlich, aber eher selten, nehme ich eine Ibuprofen, wenn Bewegung alleine das Problem nicht löst, da ich durch meine Büroarbeit natürlich viel sitze. Grippeimpfung schien zunächst ausgeschlossen zu sein. Jetzt habe ich sie doch bekommen und gut vertragen. Nur Lebendimpfstoffe sind ein Problem. TNF-Blocker, dazu gehört auch Simponi "blockieren die entzündungsfördernden Botenstoffe". Es wird die Krankheit, je nach Schweregrad sicherlich erheblich verlangsamen. Mir geht es gut, habe keine Angst mehr vor Staus auf der Autobahn, wo mich durch mein Sitzen schwere Schmerzen geplagt haben. Man muss natürlich auch aufpassen, dass MB nicht zum Anlass wird, alle gesundheitlichen Probleme in die „MB-Ecke“ zu schieben. Es ist sicherlich auch meinem Alter geschuldet, dass es auch so mal hier und da zwickt. Aber das nehme ich rückblickend auf ein Jahr sehr gerne in Kauf. Ich denke die Reduzierung aller Medikamente (Celebrex und Kortison seit 6 Monaten nicht mehr, Ibuprofen sehr selten und nach Bedarf) entlasten den Körper auch. Zum Schluss bleibt mir nur noch zu schreiben: Jeder Körper ist anders, ich werde mich davor hüten, zu behaupten, Simponi ist das „Beste“. Mir hilft es sehr gut, weil scheinbar die Voraussetzungen bei mir passen. Was sich nicht mehr zurückholen ließ, waren 2 KG Körpergewicht, die ich verloren habe. Aber es ist ein überschaubares Problem. Bei 1,74 Meter Größe sind 60 KG natürlich grenzwertig. Dir einen guten Start in den Tag! LG Thomas
    "Man kann die Sonne nicht durch bunte Farben ersetzen"

  4. #4
    Avatar von Homer Jay
    Homer Jay ist offline Sicherheitsinspektor in 7G
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    843
    Hallo Boki,
    ich habe mit Humira so 2 Jahre nach Diagnosestellung angefangen. Für mich war und ist (jetzt wieder) Humira ein Segen. Ich hab vorher so ziemlich alles durchprobiert und nichts hat geholfen. Ich hätte Humira auch schon fast aufgegeben, weil die Wirkung erst nach 3 Monaten eingesetzt hat. Ich habe Humira dann bis 2011 genommen und konnte über 4 Jahre damit pausieren und habe dieses Jahr im Frühjahr wieder angefangen zu spritzen.
    Gruß
    Oliver

    Wir sind Wölfe - keine Schafe

  5. #5
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    Hallo Boki,

    ich habe 15 Monate nach Diagnosestellung mit Humira angefangen, nachdem Ibu, Tramadol etc. nichts mehr geholfen hat.
    Mir ging es ähnlich wie Oliver, es dauerte bei mir von Anfang Mai 2015 bis Ende Oktober 2015 bis Humira endlich gewirkt hat.
    Seitdem bin ich, bis auf leichte Schwankungen, Schmerzfrei:-)
    Nebenwirkungen verspüre ich so gut wie keine, bzw. nehme diese in Kauf, da es mir die Schmerzfreiheit wert ist.
    Wie sich das mit dem Humira ggf. langfristig negativ auf den Körper auswirkt, ist mir heute egal, jetzt geht es mir gut!

    Viele Grüße
    Dieter

  6. #6
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    Hallöchen,

    ich habe mit meinem ersten heftigen Schub, der nicht enden wollte, knapp 10 Monate für eine gesicherte Diagnose gebraucht. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich mehrere NSAR durch und auch schon ein paar Wochen MTX. Ich war trotz "nur" Bürojob arbeitsunfähig und wusste nicht wie es weitergeht, also zögerte ich nicht, als mir Enbrel angeboten wurde. Dies wirkte nicht ausreichend, genau wie Humira, Cimzia habe ich nicht vertragen, und dann kam Simponi, habe zwar dennoch Schübe aber nur kurze und bin seit dem nicht mehr großartig bis auf Einzeltage wg. dem Bechti AU gewesen (dafür wg. anderer Baustellen aber das würd hier den Rahmen sprengen). Simponi hat mich und meine Arbeitsfähigkeit gerettet .

    TNF-Alpha Blocker sind nicht ohne Risiken, entscheiden musst du selbst, aber an sich klingt es recht positiv, dass Du mit NSAR bei Bedarf auskommst?! Jedenfalls entscheidest Du, denn es ist Dein Körper, lass dich zu nix drängen und wenn du noch Zeit brauchst, ist es halt so. Bzgl. Fortschreiten der Krankheit gibts viele Meinungen, hab auch schon oft gehört, dass trotz TNF Alpha Blocker die Versteifung weiter voranschreitet.

    Ich hoffe, ich konnte Deine Entscheidungsfindung ein wenig unterstützen.

    Viele Grüße,
    Krümel

  7. #7
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    Krümel 82 hat nach meiner Meinung den Nagel auf den Kopf getroffen! Mütze ab!! LG Thomas
    "Man kann die Sonne nicht durch bunte Farben ersetzen"

  8. #8
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    Hallo zusammen!

    Zuerst einmal vielen, vielen Dank, dass ihr euch die Mühe gemacht habt mir eure Geschichten zu erzählen!
    Ich bin derzeit noch zu sehr für ein nein beim TNF Blocker. Ich denke aber, dass sich das schnell ändern würde, wenn sich plötzlich meine Situation noch verschlechtern sollte. Zudem habe ich noch andere ausgeheilte Begleiterkrankungen die reaktiviert werden könnten durch die Immunsuppression. Ich habe seit ca. 3-4 Wochen starke Schmerzen wie immer zwischen den Schulterblättern. Wenn ich Arcoxia täglich nehme geht es mir schon viel besser. Nur nehme ich Arcoxia wirklich ungern täglich. Ich vermute, dass sich entweder a) die Krankheit verschlechtert hat, oder b) ich in meinem derzeit schlimmsten Schub stecke. Ich tippe eher auf ein B bzw. hoffe es. Die Übungen die ich täglich mache helfen mir eigentlich nur am Anfang. Nach ca. einer halben Stunde sind die Schmerzen wieder voll da als hätte ich keine Übungen gemacht, aber das war schon immer so.

    Mein grösstes Problem ist der Schlaf durch den wir auf MB aufmerksam geworden sind. Ich bin ein Seitenschläfer und kann einfach nicht auf dem Rücken oder Bauch schlafen. Habs schon einige mal probiert und ich lande immer wieder auf der Seite. Nun habe ich herausgefunden, dass ich durch die korrekte Position im Schlaf meine Schmerzen enorm reduzieren kann. Beim Seitenschlaf muss ich wirklich quasi gerade auf der Seite liegen. Sobald ich nach vorne kippe(Bauchseite) werden die Schmerzen extrem stark. Wenn ich so die ganze Nacht durschlafen würde, könnte ich mich am nächsten Tag kaum mehr bewegen. Wenn ich mich aber von der Seite blocke, z.B. mit einem grossen Kissen davor, so dass ich nicht aus meiner geraden Position rausfalle, fühle ich mich manchmal am morgen wie neu geboren und frei von Schmerzen.

    Mal schauen, was nächste Woche rauskommt ich werde euch auf dem laufenden halten!

    LG Boki

  9. #9
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    Hallo Boki,
    ich bin zwar kein Paradebeispiel für einen Bechti, aber möchte meinen Senf dazu geben. Bei mir wurde der Bechti erst mit über 50zig und durch Zufall festgestellt. Diagnose wurde in einer Rheumaklinik gestellt und ich wurde sofort mit TNF-Blockern behandelt. NSAR habe vertrage ich nicht, da nach der Einnahme mein Magen verrückt spielte. So habe ich mittlerweile alle TNF-Blocker durch und bei keinen habe ich eine richtige Wirkung gespürt oder die Nebenwirkungen haben überhand genommen. Zur Zeit spritze ich mir die neue Generation und hoffe auf eine Wirkung, da ich nun schon über zwei Jahre sehr starke Probleme habe. Als Dauermedikation habe ich immer Prednisolon dazu. Dieses gibt es auch hin und wieder als Stosstherapie. Ansonsten lebe ich von starken Schmerzmittel und neuertigs auch noch Antidepressiva dazu. Ganz selten nehme ich auch noch Tilidin-Tropfen zur Nacht damit ich schlafen kann. Hatte mich zwar schon einmal ausgeschlichen, da man von den Tropfen abhängig wird. Man muß sich eben entscheiden Schmerzen oder Tropfen. Einen Beipackzettel lese ich schon nicht mehr, da könnte ich nichts mehr anwenden. Ich klammere mich zur Zeit an jeden Strohhalm der sich bietet. Auch Bewegung bringt nicht die erhoffte Erleichterung wie in der Anfangszeit, im Gegenteil ich darf es nicht übertreiben. Desweiteren gehe ich dreimal in der Woche zur Physio und einmal zur Ergotherapie.
    Viele Grüsse
    Frank

  10. #10
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    Hallo Boki,

    ich darf leider kein TNF-Alpha-Blocker nehmen weil ich zusätzlich zu MB noch MS habe... sonst hätte ich schon länst einen.

    Ob du die jetzt schon nehmen solltest ist schwierig zu sagen. Du schreibst ja dass du mit 60 mg Arcoxia 1-2 mal die Woche auskommst - das ist wirklich wenig! Ich glaube das wäre für mich ein Grund noch keine Blocker zu nehmen.

    Andererseits wurde in mehreren Studen festgestellt, dass die Block am besten gegen Versteifung helfen wenn man sie nimmt bevor die Entzündungen da sind denn sie verhindern neue Entzündungen an den Wirbeln (was die NSAR nicht so gut können). Und so wie es aussieht sind Versteifungen die Folgen eines Reparaturversuches den der Körper an entzündeten Wirbeln versucht hat...

    @alle: ich habe bei euren Berichten mehrfach gelesen dass ihr Arcoxia und Diclo oder Celebrex und Ibu etc. nehmt. Ist das wirklich so??? Das wäre gar nicht gut denn wenn man zwei verschiedene NSAR gleichzeitig nimmt potentzieren sich die Nebenwirkungen (Magen, Niere), aber die Wirkung wird kaum verbessert! Also bitte immer nur ein NSAR zur Zeit nehmen und bei langer Halbwertszeit durchaus auch 1-3 Tage warten bis ihr auf ein anderes wechselt!

    Liebe Grüße

    Lydia
    Lächle in die Welt - und die Welt lächelt zurück!

  11. #11
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    Guten Morgen Lydia!

    MB und MS, mein Gott, dass ist ja das "volle Programm"! Was für ein Käse......

    Was die medikamentöse Behandlung angeht, sind wir MB´s das schon mal der Unwissenheit einiger Hausärzte ausgesetzt. Wenn ich da an meine Episode denke....
    Ich habe von meinem Hausarzt, bei dem ich seit einem Jahr nicht mehr bin (zuvor 15 Jahre) tatsächlich zunächst Ibuprofen und dann zusätzlich Celebrex verschrieben bekommen. Als das nicht mehr half auch noch 20mg Prednisolon täglich.

    Die Flöte hat mit ja, bevor ich die Reißleine gezogen hatte gesagt: "In deinem Alter bekommt man kein Rheuma mehr". Und dann diese Medikamente!!
    Als ich wiederholt massive Schmerzen in der Hüfte bis runter zum linken Fuß hatte und ich im Berufsverkehr an den Pannenstreifen ranfahren musste, weil ich in der Sitzhaltung
    immer stärkere Schmerzen bekam, setzte mir der Hausarzt ein Kortison Depot mit dem Hinweis: "Lasse das Portemonnaie aus der Gesäßtasche, dass drückt auf die Poknochen und
    verursacht dann die Schmerzen."

    Problem war nur, ich habe nie mein Portemonnaie in der Gesäßtasche.

    Ich denke, man muss selber aktiv nachhaken, was man verschrieben bekommt. Sich nicht abwimmeln lassen und auch mal im Internet Reschersche betreiben.
    Allerdings hier mit dem nötigen Filter.

    Da wird Einiges ganz schön übertrieben.

    Die einen schönen Tag!

    LG Thomas
    "Man kann die Sonne nicht durch bunte Farben ersetzen"

  12. #12
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    Hallo !

    Ich bekomme seit 2004 schon Tnf alpha Blocker. Und zurzeit bekomme ich Simponi, schon lange jetzt. Dazu 3x 50 Imurek, Ich trage in mir eine Schmerzmittelpumpe mit Vandal gefüllt. Euthyrox, Kreon. Hydrocortone, Foster, sultanol. Structokabiven das smof zurzeit.. ....



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    Liebe Grüße sendet euch Nicole!

    "Zufriedenheit mit seiner Lage, ist der größte und sicherste Reichtum"

  13. #13
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    Ach und ich helfe gerne bei Fragen. Wurde anfangs ziemlich attackiert 2004 wegen Tnf

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  14. #14
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    Oder auch wegen der Pumpe. Aber wer mich kennt, weiß das ich vieles durch habe mit meiner 34 Jahren inkl Herzinfarkt, Sepsis en. Thrombose, ..... Und das ich kein jammerlappen bin und sofort zu was greifen würde. Mit meiner Pumpe stoß ich oft an. Aber die haben meist keine Ahnung, wie das wirkt also intrathekal, bzw was ich aushalte bzw nicht voreilig zu was greife. Jahrelang nicht mehr geschlafen hab etc

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    Liebe Grüße sendet euch Nicole!

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  15. #15
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    Hallo Boki,

    möchte mich heute erst auch mal zu dem Thema einklinken.

    Bei mir wurde MB Anfang 2015 gesichert festgestellt. Zu Beginn bekam ich Arcoxia, die ich Magenmäßig nicht vertragen habe. Dann wurde auf Celebrex 200 und Lodotra(Prednison) um gestellt. Ging ne ganze Zeit ganz gut. Dann hatte ich warscheinlich mal'n Schub und fragte, ob ich Sulfasallazin mal probieren könnte.(Meine Tochter hat das verordnet bekommen und sehr gut vertragen). Gesagt, getan, Sulfasallazin sofort geholt, aber dann ging der Horror los. Kopfschmerzen ohne Ende. Sehr sehr schlimme. Und das, obwohl ich eh schon Migränepatient bin. Gut. Nach 4 Tagen wieder ab gesetzt. Weiter mit Celebrex u Lodotra. Jetzt im Mai durfte ich, warum auch immer, vorerst kein Cortison in irgendeiner Form zu mir nehmen. Aber nur mit Celebrex bin ich definitiv nicht hin gekommen. Hab mir das jetzt 8 Wochen an getan, bis nichts mehr ging. Also, wieder hin zum Doc, und das Ende vom Lied, Cortison Schub. Koste es was es wolle. Aber seit paar Tagen geht's nun viel viel besser. Ich fragte nach TNF etc., da meinte der Arzt, es wären keine Entzündungen vorhanden, da verordnet man das nicht. Is ja ok. Ich bin nicht wild auf dieses Zeugs. Nur wenn wirklich keine Entzündungen vorhanden sind, aber das Cortison sofort geholfen hat, stellt sich doch für mich die Frage: Ich denke, Cortison hilft gerade gegen Entzündungen?

    Aber ich glaube, obwohl ich immer ein Cortison Gegner war, das es für mich momentan echt ne Alternative zu dem anderen Kram ist. Ach ja, und statt Celebrex soll ich Naproxen nehmen.

    Aber ich gebe auch Lydia Recht, also Celebrex und Ibu und dies und das, alles zusammen, ist nicht gut. Auch mein Rheumadoc sagte mir, entweder Celebrex oder Ibu. Beides zusammen, nicht gut. Vor allem auch wegen der Nieren.

    Allen alles Gute

    Es grüßt die Ines

  16. #16
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    Guten Morgen Ines! Eine gute Antwort kam da von dir! Es trifft auch ein wenig den Kern meiner Aussage. Entweder Celebrex uns evtl. Ibuprofen, aber nicht mehr! Ich habe mit dem TNF gute Erfahrung gemacht. Aber das muss ja nicht bei jedem so sein. Ich bin zwei Jahre mit Celebrex, Ibuprofen und Kortison rumgelaufen. Verordnet vom Arzt. Fand ich nicht so spannend! Jetzt nehme ich nur TNF-Blocker und brauche nichts mehr, gaaaanz selten mal eine Ibuprofen. Aber das ist echt die Ausnahme. Allen einen guten Start in die Woche! LG Thomas
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  17. #17
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    Hallo zusammen

    Ich hoffe es geht euch soweit gut/besser.
    @Ines ich denke, dass ist schon mal ein sehr gutes Zeichen wenn keine Entzündungen vorhanden sind. Leider kenn ich mich da auch nicht so aus, aber ich denke, dass Cortison viel weniger schlimm als TNF Blocker ist.

    Ich war heute auch mal wieder beim Rheumadoc. Anscheinend wirkt bei mir dass Arcoxia nicht mehr so gut und jetzt habe ich Vimovo 500mg bekommen, welches mit einem Magenschutz kombiniert ist. Der CRP Wert ist anscheinend wieder rauf, leider. Soll es zuerst mal 5 Tage morgens und abends nehmen danach nur noch einmal abends um zu sehen wie die Wirkung ist. In zwei Wochen habe ich dann nochmals einen Termin. Hoffen wir mal das beste. Es laufen derzeit auch noch einige Blutkontrollen bei mir um zu sehen ob ich notfalls später irgendwann mal TNF Blocker überhaupt nehmen könnte wegen meiner anderen Begleiterkrankungen.

    In letzter Zeit hab ich eine gewisse Phobie entwickelt gegen "ArztResultate". Immer wenn wieder z.B. Blutergebnisse vom CRP Wert oder so kommen stell ich mir dass schlimmste vor und hab keine innere Ruhe mehr. Wie ist das bei euch?

    LG Boki
    Geändert von Boki (24.10.2016 um 16:51 Uhr)

  18. #18
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    Hallo Boki,

    dass Cortison viel weniger schlimm als TNF Blocker ist.
    Das glaube ich nicht... Cortison hatte bei mir so viele Nebenwirkungen mit der Zeit... die dicken Beine (Ödeme) sind da noch das harmloseste... und die aufputschende Wirkung hat man ja nur in hoher Dosierung. Aber je länger man es einnimmt, desto mehr stellt die eigene Nebenniere die Produktion ein und die kann dann auch z.B. in Stresssituationen nicht so einfach hoch gefahren werden... Außerdem war unter Cortison mein Blutbild immer verändert, je höher das Cortison war desto niedriger waren die Lymphozyten - und die brauche ich für die Infektabwehr!

    Ich denke, die beiden Medikamente nehmen sich nicht viel... Bei Cortison ist das alles nur schon ewig bekannt, bei den Blockern neu oder sogar noch unbekannt was langfristig passiert...

    Die Resultate von den Ärzten können mir nicht die innere Ruhe klauen... sie führen höchstens dazu dass ich stundenlang im Internet bei Medscape etc. Informationen zu den neuen Befunden suche... Wenn ich informiert bin, bin ich auch ruhig...

    Übrigens ist mein CRP eigentlich immer etwas erhöht obwohl ich MTX nehme und die Ärzte in der Reha gesagt haben damit müsste er eigentlich unter der Nachweisgrenze sein. Aber ich drehe dann gerade beim CRP den Spieß um: da der immer erhöht ist und um so höher steigt je länger die letzte Reha her ist habe ich immer ein gutes Argument für einen neuen Rehaantrag

    Liebe Grüße

    Lydia
    Lächle in die Welt - und die Welt lächelt zurück!

  19. #19
    Registriert seit
    07.2016
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    654
    Guten Morgen Boki! Was ist schlimm, was ist nicht schlimm, dass ist hier die Frage? Schau, ich erinnere mich an meine Behandlung. Früh am Morgen Magentabletten, damit ich die Ibuprofen vertrage. Dann 20 mg Cortison eine Stunde pause dazwischen lassen und dann Celebrex. Nach Bedarf Ibuprofen. Es gab Zeiten, da hat auch Ibuprofen nur bedingt seine Wirkung getan. Und wenn ich Lydia richtig verstanden habe, ist die von mir durch den Arzt verschriebene Therapie nicht wirklich gut gewesen. Neben der Schmerzen war die Schuppenflechte einfach nur Terror! Juckreitz kann noch schlimmer sein, als Schmerzen!
    Nun spritze ich einmal im Monat das Simponi und habe derzeit etwas Probleme, weil ich scheinbar in einem Schub festhänge, dass aber schon seit Ende August. Da muss man die Ruhe bewahren und ich habe gelernt, ein gewisses Potential an Schmerzen zu ertragen. Es liest sich makaber, ist aber so.... Ich bin baff, wenn ich mal völlig beschwerdefrei bin. Trotz des Schubes, den ich derzeit habe, und der scheinbar milder verläuft, als vor dem TNF-Blocker, habe ich von August bis heute nur 3 x Ibuprofen nehmen müssen. Ich denke schon, dass das den Körper weniger belastet. Meine Lebensqualität ist in jedem Fall wieder gestiegen. Und die Kontrolle der Blutwerte ist mit der Behandlung von TNF-Blocker bei weitem strenger, als wenn man Ibuprofen, Cortison, Celebrex und Magentabletten nimmt. Bei mir werden alle drei Monate die Werte ermittelt, und bisher (toi toi toi) alles im grünen Bereich, bis auf die Cholesterinwerte. Aber das ist vererbt. Bei meinem Gewicht muss ich mir da keine Sorgen machen. Lieben Gruß und passt auf Euch auf! Thomas
    "Man kann die Sonne nicht durch bunte Farben ersetzen"

  20. #20
    Registriert seit
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    298
    Hallo Bocki,
    ich verfolge deinen thread mit großem Interesse, weil das genau auch mein Thema ist! Bei mir wurde dieses Jahr SpA diagnostiziert. Ein Biological stand mal zur Diskussion. Ich hatte abgelehnt, wollte sehen, ob es auch anders geht. Deshalb nehme ich seit ca. 10 Wochen MTX. Darunter sind manche periphere Probleme etwas besser geworden. Der Rücken tut nach wie vor weh. Es ist tagsüber meist noch aushaltbar, aber trotzdem bei meinen täglichen Aufgaben wirklich beeinträchtigend.

    Meine Strategie ist gerade die: zuerst versuche ich es mit "lifestyle-Maßnahmen" zur Verbesserung der Erkrankung. Das heißt für mich: mehr Bewegung + Gymnastik, außerdem Ernährungsumstellung. Dabei stecke ich mir realisierbare Ziele. Im Bereich Ernährung bedeutet es für mich in erster Line den Verzicht auf Schweinefleisch in jeglicher Form, außerdem esse ich viel Gemüse und öfters Fisch (auch mal Hering). Dann schau ich was an Beschwerden übrig bleibt. Ich kann mich momentan noch nicht völlig fleischfrei ernähren und mich komplett verändern, es käme einem Verbiegen gleich. Und sowas hält man auf Dauer nicht durch.

    Wenn beim nächsten Rheumatologen-Termin meine Beschwerden nicht besser sind, werde ich mich zu einem Biological durchringen - auch wenn mir ein wenig Bange davor ist. Sicher werde ich dann noch 3x schlucken müssen.... Aber ich habe mir gesagt, es nutzt ja nichts. Diese andauernden Entzündungen sind ja auch nicht gut für den Körper.
    Und nochwas: Keine Entscheidung ist eine Einbahnstraße! Sollte es nicht die gewünschte Wirkung bringen, kann man auch immer wieder zurückrudern und das Medikament absetzen. Aber man kann es ausprobieren.

    Vielleicht haben dir meine Gedanken ein wenig geholfen.

    ganz liebe Grüße claudi
    Geändert von poema (25.10.2016 um 19:52 Uhr)

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