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  1. #1
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    Ausrufezeichen Therapie bei axialer spondylarthritis

    Liebe Fories

    ich mache jetzt mal einen neuen thread auf mit einer zutreffenderen Überschrift und setze hier nur den link rein vom Anfang der "Geschichte":

    http://www.dvmb-forum.de/showthread....agnosestellung

    Heute war ich mal wieder beim Rheumathologen....

    ...... die HWS sei etwas in der Beweglichkeit eingeschränkt; es folgte die Frage nach Krankengymnastik.

    Die verneinte ich, weil mir momentan kein Rezept vorliegt (habe mir aber vorgenommen, eine bestimmte
    Übg. für die Schulter wieder konsequenter weiter zu führen).

    Daraufhin seine Frage, ob ich für 2 Wochen stationär kommen könne. Es gibt in der Klinik ein sog. "Intensiv-therapieprogramm"
    mit vielen Anwendungen. Er wolle dann die WS lokal behandeln mit Glucose-einspritzungen. Manche Pat. hätten danach für
    lange Zeit Ruhe. Es irritierte mich. Was soll Glukose da wirken?? Ich fragte nochmal nach und "ja mit Glukose!"?

    Kennt das Jemand? Oder habe ich mich doch verhört und er meinte "Glukokortekoide"? Hat Jemand eine Idee?

    LG claudi
    Geändert von poema (27.06.2016 um 23:07 Uhr)

  2. #2
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    Hallo Claudi,

    zuerst mal ist ein Intensiv-Therapieprogramm in einer Akutklinik wie eine Mini-Reha. Ich hatte das schon zwei Mal, ganz am Anfang in Bremen und 2009 in Bad Kreuznach, beides hat viel gebracht.

    Aber von einer Glukoseeinspritzung habe ich noch nie was gehört, nur von einer Glukokorikoid-Einspritzung, die hatte ich schon in den ISG. Da hat sie eine Woche super geholfen, dann hätte wohl nachgespritzt werden müssen. So ist die Wirkung ziemlich schnell verpufft. Aber die eine schmerzfreie Woche hat sich schon gelohnt damals!

    Liebe Grüße

    Lydia
    Lächle in die Welt - und die Welt lächelt zurück!

  3. #3
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    Hallo , ja es gibt Glukoseibjektionen, die verhalten sich ähnlich wie die Kryo oder Thermospritzen. Kommen aber normal in die Wirbelgelenke. Wäre wichtig zu erfahren wo die gespritzt werden sollen.

    anja
    Alles ist relativ

  4. #4
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    Hallo, Danke euch beiden für die Infos!

    Flensgirl, was sind Kryospritzen??
    Und Thermospritzen? zur Schmerzverödung? Wo kommt das genau hin?

    Schmerzen habe ich im LWS-Bereich und seit kurzem auch in der BWS.
    Ich ging mal davon aus, dass er es an die betroffenen Wirbel setzen will. Aber ich weiß nichts Genaues .

    LG claudi

  5. #5
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    So jetzt habe ich noch was gefunden. Flensgirl, war es das, was du kennst?

    LG claudi

  6. #6
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    Hallo,
    nun weiß ich genauer, um was es sich handelt: Barborinfiltrationen.

    Außerdem lernte ich eine MB-Patientin kennen, welche das 1x jährl. bekommt in dieser Klinik.
    Insofern wächst mein Vertrauen in diesen Behandlungsansatz.
    Beim meinem nächsten Termin werde ich auch nochmal den Arzt genau befragen.

    Mittlerweile mache ich interessante Beobachtungen:

    Während meines Urlaubs an der Ostsee aß ich überhaupt kein Fleisch, nur Käse und Fisch.
    Nach kurzer Zeit hatte ich so gut wie überhaupt keine Rückenschmerzen mehr.
    Nur diverse Sehnen und Bänder meckerten noch eine Weile. Als ich anschließend zu Hause beim Grillen
    mal wieder (für meine Verhältnisse) richtig viel (Schweine-) fleisch gegessen hatte, ging es einen Tag später
    wieder los, und zwar heftig. Es verging wieder kein Tag ohne NSAR.
    Zufall, oder eindeutige Wirkung? Ich weiß es noch nicht, werde es wohl noch weiter beobachten.
    Dass Schweinefleisch nicht gut sein soll, und man nur wenig davon essen soll, ist ja bekannt.
    Allerdings scheint es so zu sein, dass ich es überhaupt nicht gut vertrage.

    Steifheit: morgens bin ich immer sehr steif, brauch recht lange, bis ich mich warmgelaufen habe.
    Meine Physio gab mir den Tipp, die Übungen quasi morgens vor dem Aufstehen, noch im Bette zu machen.

    Gesagt, getan..... Und tatsächlich! Nach der Gymnastik schwing ich mich ziemlich beweglich aus dem Bette.
    Ich bin begeistert. Das wollte ich gerne mal an alle weitergeben als Tipp.

    LG claudi

  7. #7
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    Hallo Claudi,

    was Sehnen und Bänder anbelangt frag doch deine Physio mal was sie vom Deuserstäbchen hält. Damit kann man eine sehr schnelle Heilung bewirken, auch und gerade bei alten, chronischen Geschichten.
    Ok, es tut kurz und heftig weh, aber einerseits sollen Frauen mehr Schmerz abkönnen und weibliche Physios sind vielleicht nicht so brutal wie mein Physio.
    Gruß Uli

    Gelenke, auch axiale, die du täglich eine halbe Stunde bewegst können nicht über Nacht versteifen.
    Es kommt nicht nur drauf an was wir essen sondern auch was wir nicht essen.

  8. #8
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    Hallo Claudi,

    ich kenne das Schweinefleischproblem... wenn ich sowieso im Schub bin oder unterschwellig Entzündungen da sind kann eine Bratwurst ordentliche Schmerzen auslösen...

    Aber das Problem ist nicht das Schweinefleisch an sich sondern der Fettanteil - also neben dem sichtbaren Fettrand das, was in Hackfleisch oder Wurst gut versteckt ist. Das Fett enthält nämlich sehr viel Arachidonsäure, eine Omega-6-Fettsäure, und die ist entzündungsfördernd...

    Ich fahre ganz gut damit, möglichst wenig fettes Schweinefleisch zu essen und sichtbares Fett immer abzuschneiden. Wenn man zum Grillen eingeladen ist gibt es ja nicht immer Alternativen...

    Liebe Grüße

    Lydia
    Lächle in die Welt - und die Welt lächelt zurück!

  9. #9
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    Genau, zu dem Thema haben wir hier unter Ernährung und Stoffwechsel jede Menge Material angesammelt. Alles was Omega 6 hat gilt als entzündungsfördernd und demzufolge sollte man es vermeiden. Omega 3 dagegen ist entzündungshemmend und sollte gezielt in den täglichen Verzehr eingebaut werden. Ich esse oft dreimal täglich Fisch und 2-3 Esslöffel Lebertran sind seit vielen Jahren das erste was ich morgens in der Küche zu mir nehme. Auch zu diesem Thema haben wir einen thread.

    Es gibt Leute die glauben das sie so eine furchtbar schwere Krankheit haben und dermassen leiden, da könne sich es wohl kaum um eine ernährungsbedingte Stoffwechselstörung handeln wo ein bisschen Verzicht und ein bisschen Gesundheitsgymnastik und gesunde Ernährung was bringen könnten. Sie schlucken viele und teure Medikamente deren Folgen sich nicht ermessen lassen.

    Jeder Mensch ist anders und nur der weiss was gut für ihn ist wenn er es versucht. Aber egal was du isst, Produkte aus Massentierhaltung sind in der Regel nichts für chronisch kranke Menschen. Wenn man schon Tiere isst dann sollten sie aus extensiver Haltung sein. Mein Motto: weniger Fleisch, aber besseres. Gegen Türken mit undemokratischer Haltung kann man vieles haben, aber Halal ist gut für uns.
    Gruß Uli

    Gelenke, auch axiale, die du täglich eine halbe Stunde bewegst können nicht über Nacht versteifen.
    Es kommt nicht nur drauf an was wir essen sondern auch was wir nicht essen.

  10. #10
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    Hallo,

    Zitat Zitat von Uli Dörwald Beitrag anzeigen
    Es gibt Leute die glauben das sie so eine furchtbar schwere Krankheit haben und dermassen leiden, da könne sich es wohl kaum um eine ernährungsbedingte Stoffwechselstörung handeln wo ein bisschen Verzicht und ein bisschen Gesundheitsgymnastik und gesunde Ernährung was bringen könnten. Sie schlucken viele und teure Medikamente deren Folgen sich nicht ermessen lassen.
    öhm, das hattest du nicht auf mich persönlich gemünzt, eher generell, oder? Ja, ich sehe das ganz genau so! Medikamente wollen gut überlegt sein.... immer schön nur so viel, wie wirklich nötig ist - aber auch nicht weniger.

    Da ich seit Kindheit mit Allergien zu tun habe, bin ich es gewohnt, meine Lebensweise, den Umgang mit mit Lebensmitteln und Reinigungsmitteln immer kritisch zu hinterfragen. Dadurch konnte ich bislang jede Menge Kortison vermeiden.
    Ich stimme dir zu, Krankheiten lassen sich nicht mit Pillen alleine wegbeamen.

    Danke Ulmka nochmal für den Hinweis mit dem Fett! Das wusste ich noch nicht, dass dort die Arachidonsäure drin sitzt.

    Liebe Grüße

    claudi
    Geändert von poema (01.08.2016 um 15:11 Uhr)

  11. #11
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    Claudi schreibt mir aus der Seele! So wenig wie möglich, soviel wie nötig. Oftmals habe ich den Griff schon an einem Schmerzmittel und dann sage ich mir "und was nimmst du wenn du 10 Jahre weiter bist"? Bewegung hilft unheimlich. Ich walke jeden Morgen mit Gewischten in den Händen. Abends mache ich meine Nackenübungen, weil ich ja auch noch arbeite. Wie soll man da alle Termine unter einem Hut bringen? Schwimmen gehen ist auch hilfreich. Vor allem, die Medikamente, die für den Augenblick helfen schädigen die Leber, greifen den Magen an oder verursachen allergische Reaktionen.

  12. #12
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    Natürlich nicht.
    Ich erinnere mich noch viel zu genau an meine seelische Abhängigkeit von den Diclos. Alleine das Wissen es gibt da einen Helfer in der Not ist ja schon tröstlich.25 Jahre habe ich ja 'nur' geturnt, 5-7 x in der Woche. Von Ernährung hatte ich keinen blassen Schimmer. Erst hier im Forum habe ich vom Segen der Omega 3 Säuren erfahren und davon dass wir viel zu viel Omega 6 zu uns nehmen. Fett ist nicht an sich schlecht, nur ein Übermaß an O6 wie es in Zuchtschwein ist. Am und zu mal schwein aus extensiver Weidewirtschaft (Serranoschinken, Ibericoschwein, Bioschwein) kann nicht schaden, aber es ist nicht der Alltag sondern die absolute Ausnahme.
    Selbst beim Rind ist es ein Unterschied ob es aus Silagemast oder extensiver Weidewirtschaft ist. Je mehr grünes Gras oder Heu, desto besser. Lamm ist mir vom roten Fleisch am Liebsten, und Halal vom Türken aus demokratischer Bodenhaltung.
    Und Fisch, klar, auch da ist der WildLachs an erster Stelle, Hering, Kabeljau und Makrele, die Kaltwasserfische haben die besten Fette für uns. Die besten Säugetiere für und wären Wal und Robben, aber nicht mal auf Bezugsschein. Japaner müsste man sein, Walwissenschaftler.
    Spass beiseite, falls es noch jemand gibt der es nicht weiss: Lebertran ist mein Lebensmittel der Wahl. Jeden Morgen auf nüchternen Magen. Im Sommer 2 Esslöffel, im Winter drei. Um nicht zu viel Vitamin D abzubekommen, denn als leicht bekleideter Läufer und viel draussen Arbeitender habe ich mehr als genug davon im Blut.
    Gruß Uli

    Gelenke, auch axiale, die du täglich eine halbe Stunde bewegst können nicht über Nacht versteifen.
    Es kommt nicht nur drauf an was wir essen sondern auch was wir nicht essen.

  13. #13
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    Zitat Zitat von Uli Dörwald Beitrag anzeigen
    Ich erinnere mich noch viel zu genau an meine seelische Abhängigkeit von den Diclos. Alleine das Wissen es gibt da einen Helfer in der Not ist ja schon tröstlich.25 Jahre habe ich ja 'nur' geturnt, 5-7 x in der Woche. Von Ernährung hatte ich keinen blassen Schimmer. Erst hier im Forum habe ich vom Segen der Omega 3 Säuren erfahren und davon dass wir viel zu viel Omega 6 zu uns nehmen. Fett ist nicht an sich schlecht, nur ein Übermaß an O6 wie es in Zuchtschwein ist. Am und zu mal schwein aus extensiver Weidewirtschaft (Se
    Zitat Zitat von Uli Dörwald Beitrag anzeigen
    Es gibt Leute die glauben das sie so eine furchtbar schwere Krankheit haben und dermassen leiden, da könne sich es wohl kaum um eine ernährungsbedingte Stoffwechselstörung handeln wo ein bisschen Verzicht und ein bisschen Gesundheitsgymnastik und gesunde Ernährung was bringen könnten. Sie schlucken viele und teure Medikamente deren Folgen sich nicht ermessen lassen.

    Guten Morgen Uli!
    Ich habe gestern noch sehr viel über deine Posts nachgedacht.... Zuerst nochmal Danke für die Ernährungshinweise und Tipps!!!

    Ich denke, ich weiß, was du sagen willst: Zuerst auf die "banalen" Dinge wie Ernährung und Bewegung achten bevor man nebenwirkungsreiche Medikamente schluckt. O.k., das sehe ich ja genauso. Wenn ich hier im Forum außerdem die Erfahrungsberichte von so Manchem lese, wird mir bewusst, dass diese Medis einfach keine Zuckerpillen sind.

    Allerdings glaube ich, dass keiner das Zeugs nimmt, wenn er es nicht bräuchte.
    Wenn du 25 Jahre "nur" mit turnen zurechtkamst, hast du vielleicht keinen ganz so heftigen Verlauf?? Herzlichen Glückwunsch!
    Oder bist du "gut" im Schmerzen Aushalten, hast du deine Strategien gefunden im Umgang mit dem Schmerz, keine Ahnung??

    Wohin meine Reise geht, weiß ich noch nicht. Das erste "Basismedikament" (Quensyl) musste ich wieder absetzen wegen heftigen Dreh- und Schwankschwindels. Seit Mai nehme ich 5mg Prednisolon mit dem Erfolg, dass die Schmerzen in der Schulter (diese machten mir die Nächte wirklich zur Qual), im Sprunggelenk und in den Knien mehr und mehr verschwinden. Allerdings treten jetzt die Rückenschmerzen auf sehr unschöne Art und Weise in den Vordergrund. Zudem sind auch Zeichen von aktiven und/oder abgelaufenen Entzündungen in BWS; LWS und ISG vorhanden. Ich weiß noch nicht, wie ich damit umgehen soll. Aber das wird sich noch zeigen. Ich stehe noch ganz am Anfang und werde noch viel dazulernen. Dieses Forum hat mir bereits sehr geholfen, wofür ich sehr dankbar bin.

    Zu den Medikamenten: Damit muss jeder seinen Weg finden. Ich persönlich denke auch, ständige Schmerzen verändern
    die Persönlichkeit, kann depri und mürbe machen. Ich kenne in meinem näheren Umfeld Jemanden, bei der sich die ständigen
    Schmerzen sehr negativ auswirken..... aber sie nimmt keine Medis, weil die ja so schlecht sind für den Körper

    Von mir selbst weiß ich, dass eine ständige Schmerzsituation mich richtig runterzieht. Jammern ist zudem nicht mein Ding
    (höchstens mal für mich alleine ). Für mich ist es besser den Schmerz und die Krankheit bei den Hörnern zu packen anstatt den
    Helden versuchen zu wollen.

    Verblüfft, bzw. fast ein wenig geschockt hat mich, dass du erst durch dieses Forum von der Wirkung der Ernährung auf die Erkrankung gehört hast. Wäre das nicht die erste Aufgabe der Ärzte, auf die richtigen bzw. negativen Nahrungsmittel hinzuweisen - bevor starke Medis zum Einsatz kommen??? Nach Diagnosestellung erzählte mir eine von RA Betroffene so einiges darüber (mein Rheumi auch nicht). Anfangs dachte ich, ich müsse das Fleisch lediglich einschränken und halt noch mehr Fisch essen. Mittlerweile merke ich aber, dass ich da weiter gehen und auf Schweinefleischprodukte gänzlich verzichten muss. Zwei Scheiben mit Fleischsalat und nochmal zwei Scheiben mit meiner geliebten Leberwurst bescherten mir heftige Schmerzen. Jetzt steht für mich definitiv der Entschluss. Der Schmerz spricht so eine deutliche Sprache.

    LG claudi

  14. #14
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    Zitat Zitat von poema Beitrag anzeigen





    Wenn du 25 Jahre "nur" mit turnen zurechtkamst, hast du vielleicht keinen ganz so heftigen Verlauf?? Herzlichen Glückwunsch!
    Oder bist du "gut" im Schmerzen Aushalten, hast du deine Strategien gefunden im Umgang mit dem Schmerz, keine Ahnung??

    LG claudi
    Nee, einerseits haben die Ärzte schon alles mögliche ausprobiert und Diclos habe ich nur genommen wenn ich nicht mal mehr meine Übungen machen konnte. Es hat aber genügt um Erosionen auf der Magenschleimhaut zu produziern.
    Es gibt mindestens zwei Typen was Alternativen angeht: Die einen versuchen es zuerst damit, die anderen wenn alles andere nicht mehr geht.
    Auch mit dem Verlauf ist es so eine Frage inwiefern er durch deine Lebensweise (Ernährung & Bewegung ) beeinflusst wird. Heutzutage weiss man viel mehr darüber als zu meiner Zeit. Als mir klar wurde was ich da bei mir (vermeintlich?) bewirkt hatte habe ich auch dieses Forum missionarisch belästigt, aber muss ich mich dafür entschuldigen?
    Inzwischen kann jeder die wissenschaftlichen Untersuchungen über die Auswirkungen von Eigeninitiative auf den Verlauf bei Bewegung u.A. bei Professor Olaf Senn nachlesen. Wenn dann auch noch die Ernährung dazu kommt ... Wieviel ist davon bei den Ärzten angekommen die hier konsultiert werden? Wie abhängig sind die von der Pharmaindustrie? Wie eigenverantwortlich ist es die Verantwortung für seinen Körper abzugeben bzw. zu delegieren? Ich bin fest davon überzeugt dass man sein Schicksal bedingt lenken kann.
    Das ich die Auswirkungen von der Ernährung erst hier erfahren habe verstehst du erst über die zeitliche Dimension. Früher hiess es bei Schmerzen :Schonung! und bei Ernährung: nur bei Gicht. Für Rheuma gibt es keine Ernährungstherapie. Manche Ärzte glauben das heute noch.
    Wenn es zu meiner Zeit schon Biologika gegeben hätte würde ich heute vielleicht ganz anders reden, aber jene die nie ihren inneren Schweinehund überwunden haben und alles auf die schwere ihres Schicksals schieben werden nie zugeben dass sie vielleicht vieles verpasst haben weil sie auch unwissenden Göttern in weiss vertraut haben, zu Unrecht wie man heute weiss. Aber der Mensch ist nun mal so gebaut, jeder schreibt auf sein Grabkreuz am liebsten : bereue nix, würde alles wieder so machen. Für seinen Seelenfrieden sicher das Beste, aber als Vorbild Muster ohne Wert.

    Gut im Schmerzen aushalten war ich damals nicht so wie heute, denn heute bin ich Ausdauersportler und die haben eine sehr hohe Schmerztoleranzschwelle, fast so hoch wie Gebärende
    Gruß Uli

    Gelenke, auch axiale, die du täglich eine halbe Stunde bewegst können nicht über Nacht versteifen.
    Es kommt nicht nur drauf an was wir essen sondern auch was wir nicht essen.

  15. #15
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    So, und heute habe ich mit MTX angefangen.....

    Der Doktor hatte eigentlich ein biological vorgeschlagen und ich bin davor zurückgeschreckt.

    LG claudi

  16. #16
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    Hallo Claudi,

    ich drücke dir die Daumen , dass MTX dir so gut hilft wie mir!

    Liebe Grüße

    Lydia
    Lächle in die Welt - und die Welt lächelt zurück!

  17. #17
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    Danke liebe Lydia,

    ich bin ja echt aufgeregt, ob Nebenwirkungen auftreten.... habe bewusst keinen Beipackzettel gelesen. Mir reichen die Ansagen des A und der Schwester in der Klinik. Ansonsten bin ich absolut kein Angsthase bzgl. Nebenwirkungen. Aber mir ist schon bewusst, dass das ja keine smarties sind, das wird einem dort in der Klinik auch sehr deutlich gemacht....
    Die ersten 3 Spritzen soll ich mir dort in der Klinik spritzen. Bei guter Verträglichkeit gibt es die nach Hause.

    24h später soll ich eine Tbl. Folsäure nehmen.

    Nochmal zur Ernährung: Das mit dem Fleisch scheint bei mir absolut wichtig zu sein. Ich probiere es momentan ja gezielt aus. Eine Krakauer (mein persönlicher Hype ) und ich weiß, dass die nächste Nacht im Eimer ist. Werde solche Experimente aber wiederholen, um für mich sicher zu sein, ob es wirklich so ist.... Die anderen Fleischsorten, insbesondere das Putenfleisch will ich auch noch ausprobieren. Ich kann mir (noch) nicht vorstellen, total und völlig auf das Fleisch zu verzichten.

    LG claudi

    edit: mit meiner Physio hatte ich ein Gespräch zum Thema Schmerzmittel. Es hat mich ein wenig irritiert:

    Sie lehnt Schmerzmittel völlig ab, weil Schmerzen ein sinnvolles Signal des Körpers seien, v.a. in der Durchführung von krankengymnastischen Übungen. Da gäbe der Schmerz an, wie weit man gehen dürfe. Aber ich hatte es bislang bgl. MB so verstanden, dass man bei Bedarf ein Schmerzmittel/NSAR nehmen soll, damit man die Übungen durchführen kann. Außerdem haben die ja einen entzündungshemmenden Aspekt
    und werden die auch therapeutisch eingesetzt. So habe ich das verstanden.

    Bis zur Diagnosestellung habe ich immer mit größtem schlechtem Gewissen irgendwelche Schmerzmittel genommen. Seit ich die Ursache der Schmerzen weiß, gehe ich damit ein wenig entspannter um.
    Was nutzen einem halb durchwachte Nächte.

    Habe ich da was falsch verstanden?
    Geändert von poema (12.08.2016 um 07:43 Uhr)

  18. #18
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    Moin, es ist sicher nicht einfach Schmerzen miteinander zu vergleichen. Bei einer Schleimbeutelentzündung oder anderen körperlichen Überforderungen mag deine Physio sicher recht haben.
    Ich hatte neulich wahnsinnige ISG-Schmerzen rechts, war aber losgelaufen in der Hoffnung sie würden beim Laufen verschwinden. Was oft genug der Fall war.
    Nach dreihundert Metern bin ich umgekehrt, es ging gar nicht, wurde ein elendes Gehumpel. Habe etwas geturnt (Beckenkipphebung in Bauchlage geht immer) und habe mich bei fantastischem Wetter (Zwischenhoch) aufs Rennrad gesetzt. Nach knapp 50 Km war der Schmerz komplett weg, auch am nächsten Tag, ganz ohne Tabletten.
    Die Ursache meiner Schmerzen mag anders gelagert sein als bei den Meisten hier. Die Eigendiagnose (mit Lydia erarbeitet) erklärt sich folgendermassen: Der MB hat meine ISG angegriffen aber durch meinen Lebensstil als rastloser Handwerker und disziplinierter Turner nicht versteifen können. Bei akuten Überforderungen werden aber Nerven gereizt und entzünden sich, die Muskulatur verhärtet sich, das volle Programm, ihr kennt das.
    Meist weiss ich wie ich ohne Diclos aus der Nummer raus komme. MB-induziert habe ich die letzte seit weit mehr als 5 Jahren genommen. Nur bei einem angeknacksten Nackenwirbel gelingt es mir nicht immer. Hat aber nix mit MB zu tun, da bin ich als Jugendlicher mit angelegten Armen in den Nichtschwimmerbereich geköppert, autsch.
    Natürlich hätte ich die akuten Schmerzen jetzt auch mit meinen üblichen Übungen wegturnen können, aber an der frischen Luft ist immer schöner. Und schneller gings auch, denn mit der Turnerei brauche ich in der Regel drei Tage, jeweils 1/2 Stunde pro Tag.
    Gruß Uli

    Gelenke, auch axiale, die du täglich eine halbe Stunde bewegst können nicht über Nacht versteifen.
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  19. #19
    Registriert seit
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    Zitat Zitat von Ulmka Beitrag anzeigen
    Hallo Claudi,

    ich drücke dir die Daumen , dass MTX dir so gut hilft wie mir!

    Liebe Grüße

    Lydia
    wie lange werde ich wohl auf die Wirkung warten müssen? Momentan habe ich wieder so einige (heftige) periphere Probs.

  20. #20
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    Hallo Claudi,

    Uli hat ja schon erklärt dass Schmerz ein Überlastungssignal sein kann - und das meint sicher auch deine Physio. Aber bei MB gilt das nur eingeschränkt! Hier wird der Entzündungsschmerz tatsächlich besser wenn man beim Turnen darüber hinweg geht! Würde man das nicht machen und auch keine Schmerzmittel nehmen um turnen zu können, würde man, wenn man einen aggressiven Verlauf hat, ganz schnell komplett und schlimmstenfalls krumm versteifen!

    Hier war früher mal Mordok, der ist in Afrika aufgewachsen wegen der Berufe der Eltern. Er bekam als junger Mann heftige MB-Symptome und weil sie es nicht besser wussten haben sie ihn in Afrika ins Bett gelegt und jede Bewegung vermieden. Das schlimme Ende war dass Mordok schon mit Mitte 20 völlig versteift und extrem krumm war. Wir hatten mal ein Forumstreffen (2005...) in Bochum, da saß der arme Mordok in der falschen Straßenbahn weil er keine Chance hatte die Schilder zu lesen... Aber eine Aufrichtungs-OP kam für ihn leider auch nicht in Frage weil er durch die Bewegungslosigkeit extreme Osteoporose hatte - da hätte kein Nagel gehalten... Erst durch Remicade war er das erste Mal seit Jahren schmerzfrei - und da hat er sich ein Liegerad gekauft um wieder mobil sein zu können (aus der Liegeposition konnte er besser die Welt sehen als im Stehen...) Leider weiß ich nicht wie es ihm heute geht, er war schon 10 Jahre nicht mehr hier.

    Deine Physio scheint sich nicht sehr gut mit den Mechanismen von MB auszukennen wenn sie generell jedes Schmerzmittel ablehnt...

    Die Wirkung von MTX hat bei mir nach 5-6 Wochen eingesetzt. Nach drei Monaten habe ich nochmal die Dosis erhöht auf 20 mg - da war dann die volle Wirkung da.

    Liebe Grüße

    Lydia
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