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pgelmini (51)
Ergebnis 1 bis 6 von 6

Thema: Ratlos :(

  1. #1
    Registriert seit
    11.2015
    Beiträge
    1

    Unglücklich Ratlos :(

    Hallo liebe Communinity!

    Ich wende mich heute an euch, weil ich einfach nicht mehr weiß, was ich machen soll.

    Ich selbst, bin nicht von Morbus Bechterew betroffen, aber dafür mein Papa.
    Und das nun schon seit vielen Jahren. Vor etwa 20 Jahren hat mein Papa nach etlichen Untersuchungen und einem Ärztemarathon, die Krankheit diagnostiziert bekommen. Ich kenne meinen Papa eigentlich gar nicht ohne Schmerzen (bin 26 Jahre), traurigerweise L Ich weiß, dass er eine Zeit lang mal Medikamente bekommen hat, die die Entzündung eindämmen und gegen die Schmerzen, aber irgendwann hat die Ärztin dann gesagt „Sorry, Medikament nicht mehr in Deutschland zugelassen und alles andere zu teuer…müssen Sie selbst zahlen“…Tja und da ging es los, dass mein Papa das Vertrauen in Ärzte verloren hat (hinzu kommt, dass er mal ünglücklich gestürzt ist und er seinen rechten Arm nur noch bis Bauchhöhe hoch bekommt, da die OP iwie schief gelaufen ist). Ja und nun weiß ich, dass er sich regelmäßig mit Voltaren Tabletten versucht selbst zu behandeln. Er hat wohl noch irgendwelche Tabletten, aber ich glaube keine richtigen für den Bechterew.

    Hinzu kommt, dass meine Mama unter Depressionen leidet und meine Eltern meine Oma pflegen, die mehrere Schlaganfälle erlitten hat, was nicht unbedingt dazu beiträgt, eine positivere Lebenseinstellung zu bekommen.

    Ja und nun zum mittlerweile größten Problem, mein Papa trinkt seit geraumer Zeit mehr und mehr Alkohol. Ich weiß, dass er das macht, um abends einschlafen zu können und iwie seine Schmerzen zu vergessen. Aber es hat einfach überhand genommen. Und wenn man ihn darauf anspricht, blockt er ab und meint, es wäre ja alles gar nicht so schlimm und er hätte ja gar nicht so Schmerzen. Aber die hat er definitiv! Ich habe es schon öfter versucht bei ihm behutsam anzusprechen, dass ich eben Angst hab, dass er süchtig wird/ist und das als Schmerztherapie macht, was ihn aber noch mehr kaputt macht. Auf bitten, dass er doch nochmal einen guten Arzt, wie einen Rheumatologen aufzusuchen, hat er zwei Mal zugestimmt, um mich zu beruhigen, hat es aber nie gemacht. Nun bin ich an dem Punkt, wo ich einfach auch nicht mehr kann. Meine Mama geht es auch immer schlechter, durch das Trinken und sie ist eben anders als ich (wahrscheinlich auch wegen den Depris) eher der Mensch, der ihn anmeckert und ihn dann Dinge an der Kopf wirft, die ihn dann wahrscheinlich noch weniger motivieren aufzuhören. Ich weiß einfach nicht mehr weiter. Ich möchte nicht, dass mein Papa irgendwann echt richtig anfängt immer zu trinken…er hat früher sehr viel geraucht (vermutlich auch als Schmerztherapie) und hat es dann mit einem Mal aufgegeben, weil wir ihn mit Atemnot und verschleppter Bronchitis ins Krankenhaus bringen mussten. Tja und irgendwann hat er scheinbar das Rauchen mit dem Trinken ersetzt. Es ist einfach schrecklich meinen Papa mit den Schmerzen zu sehen und zu sehen, wie er abends mehr und mehr trinkt und ein völlig anderer Mensch ist. Mein Papa ist ein herzensguter Mensch und ich möchte ihm einfach helfen, wieder ein Stück Lebensqualität zurückzugeben und meiner Mama somit auch. Die beiden sind auch sozusagen in einem Teufelskreis, da meine Mama mit ihren Depressionen nun auch nicht immer die positivste Ehefrau ist und mein Papa dann eben mit dem Trinken wieder dazu beiträgt, dass ihre Depris schlimmer werden. Mein Papa geht auch kaum noch unter Leute. Er besucht mich und meinen Partner, ist mal bei Freunden (aber nie lange) und er ist jeden Tag 2mal bei meiner Oma und eben das übliche einkaufen.

    Habt ihr vielleicht ähnliche Erfahrungen bzw. könnt mir Tipps geben, wie ich die ganze Sache angehen kann? Ihr seid ja die Profis J Versuche mich immer in ihn hineinzuversetzen und verstehe auch viele Sachen, aber der Alkohol ist mittlerweile für mich auch langsam ein Punkt, an dem ich kaputt gehe, weil ich jeden Abend Angst habe, wie er jetzt wieder drauf ist, ob es zuhause Zoff gibt etc.

    Mein Gedanke war, ob ich ihm einfach einen Termin bei einem Spezialisten hole und ihm dann das vorsetze und sage, bitte Papa tu es für uns und vorallem für dich.
    Aber ich weiß nicht, ob er sich dann überrannt bzw übergangen fühlt.
    Ja ich hoffe, es liest jemand den langen Text und kann mir in irgendeiner Form helfen…ich wäre super dankbar.

    LG

  2. #2
    Registriert seit
    08.2003
    Beiträge
    16.920
    Hallo Marienkäferchen,

    erst mal herzlich Willkommen in unserer großen Familie

    Was du da ansprichst ist wirklich kompliziert.... und es steht und fällt damit, dass dein Papa zu einem guten Rheumatologen kommt und von dem eine vernünftige Therapie bekommt... Voltarentabletten sind da schon mal ein richtiger Ansatz aber es kann sein dass die nicht ausreichen (Maximaldosis 150 mg am Tag). Aber irgendwer muss ihm ja diese Tabletten verschreiben.... kannst du nicht mal zu diesem Arzt hingehen und ihm deine Sorgen schildern? Vielleicht kann er deinen Vater überzeugen dass etwas geschehen muss... Oder nimmt er nur die niedrig dosierten, die er rezeptfrei bekommen kann? Das wäre wirklich sehr suboptimal und dann wäre es kein Wunder dass er die Schmerzen nicht im Griff hat...

    Und wenn du deinen Papa schon nicht zu einem Rheumatologen bekommst dann doch vielleicht wenigstens zu einem Hausarzt, damit er vernünftige Medikamente bekommt und eine Anlaufstelle hat...

    Denn ihn gegen seinen Willen zu einem Rheumatologen zu schicken wird nichts bringen, er muss ja auch mitarbeiten...

    Die Ärztin, die damals so einen Blödsinn erzählt hat, sollte man eigentlich verklagen denn auch vor zwanzig Jahren gab es definitiv viele verschiedene Tabletten, die gegen Bechterewschmerzen geholfen haben und die die Kassen gezahlt haben...

    Liebe Grüße :kunddel:

    Lydia
    Lächle in die Welt - und die Welt lächelt zurück!

  3. #3
    Registriert seit
    08.2012
    Beiträge
    500
    Hallo Marienkäferchen,

    erstmal herzlich Willkommen bei uns. Deine Zeilen haben mich sehr bewegt und auch alte Wunden aufgerissen. Ich habe dir eine PN geschrieben...

    Viele Grüße

    Flummy

  4. #4
    Registriert seit
    02.2011
    Beiträge
    210
    Hallo Marienkäferchen,
    auch von mir ein herzliches Willkommen,

    auch ich hab dir eine PN geschickt!

    Gruß
    Carsten

    Z U A L T U M J U N G Z U S T E R B E N ! ! ! ! ! ! ! !




    BE EXCELLENT TO YOURSELF!



  5. #5
    Registriert seit
    01.2010
    Beiträge
    196
    Hi Marienkäferchen,

    Mein Gedanke war, ob ich ihm einfach einen Termin bei einem Spezialisten hole
    Bingo, dein Vater hat dich bereits zur Co-Abhängigen gemacht. Alkoholiker versprechen viel und halten nichts, sie instrumentalisieren ihr Umfeld, um weiter ihre Sucht ausleben zu können. Bin selbst co-abhängig von einem alkoholkranken Menschen und deshalb vielleicht etwas zu direkt. Aber warum um den heißen Brei herum reden? Ich halte in diesem Fall Klartext für besser.

    Gegen die Schmerzen bei Morbus Bechterew gibt´s jede Menge Medi´s und ebenso viele Rheumatologen die sich aus Budget-Gründen weigern, dieselben zu verschreiben. Das kann schon dazu führen, dass man sich als Patient aufgibt. Depressionen und Ängste gehören wie vieles andere zum Erscheinungsbild rheumatologischer Erkrankungen. Manchmal hilft es auch, sich über einen Arzt bei der Kassenärztlichen Vereinigung zu beschweren. Aber all das geht nur, wenn dein Vater seinen werten Hintern hoch bekommt.

    Was das Rauchen angeht, fällt mir Haschisch als Schmerzmittel ein, aber nicht als Joint, sondern als ärztliche Verordnung (geht aber nur in Ausnahmefällen und nicht bei jeder Erkrankung).

    liebe Grüße
    Momo
    Geändert von Muhammad (06.12.2015 um 17:48 Uhr)
    Die Vergangenheit ist meine Wurzel, der Stängel ist die Gegenwart, die Zukunft ist die Blüte.

  6. #6
    Registriert seit
    02.2014
    Beiträge
    719
    Haschisch u.a. Rauschmittel werden bei Schmerzpatienten meist überbewertet. Es gibt auch legale Schmerzmittel, die eine bessere oder zumindest gleichwertige Besserung erzielen und mit denen man sich nicht in die Illegalität begeben muss. Ich komm jetzt seit ca. anderthalb Jahren z.B. ziemlich gut mit der Kombination Palexia + Cimzia klar. Palexia kümmert sich dabei zuverlässig um die Schmerzen, verursacht aber kaum nennenswerte Nebenwirkungen. Organische Probleme wie z.B. mit Diclo (Voltaren) oder Ibu hat man damit nicht. Cimzia wiederum fährt die Entzündungsaktivität runter, die bei mir sonst immer sehr hoch war. Dieses Medikament ist allerdings nur in Spritzenform verabreichbar, nimmt Einfluss auf's Immunsystem und kann auch einige unangenehme Nebenwirkungen verursachen (bei mir bisher zum Glück fast gar nix). Ist also nicht für jedermann geeignet.

    Ein Anfang wäre aber auf jeden Fall schon mal ein gut wirksames Schmerzmittel wie Palexia. Das kann dein Vater am besten beim Schmerztherapeuten bekommen. Das sind meist Neurologen oder Psychiater mit einer schmerztherapeutischen Zusatzausbildung. Kann ich nur empfehlen, auch wenn es mitunter sehr lange dauern kann, dort einen Termin zu kriegen. Für Cimzia bräuchte dein Vater einen Rheumatologen, der ihn zu dem Medikament berät und alle Vorabtests durchführt.

    Es könnte für deinen Vater zudem sehr hilfreich sein, wenn er wenigstens für 1 Woche mal in eine Rheumaklinik geht. Dort sind Spezialisten mehrer Fachrichtungen vor Ort, die ihn durchchecken und ihm unterschiedliche Behandlungsmethoden anbieten können. Auf diesem Wege stehen die Chancen ziemlich gut, dass sich etwas findet, mit dem dein Vater schmerzfreier leben kann. Alles Gute jedenfalls!
    Viele Grüße
    Euer Humpelkumpel

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