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Ergebnis 1 bis 14 von 14
  1. #1
    Tine02 ist offline Registrierter Benutzer
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    4

    Leben umkrempeln - positiv denken - Beschäftigung mit dem eigenen "Ich"

    So meine Lieben,
    mich stört etwas, dass es hier keine Spalte mit dem Titel "Was ich bisher alles lernen durfte" gibt. Ich bin mittlerweile der festen Überzeugung, dass es einen Grund gab, warum mich diese Krankheit eingeholt hat. Ich bin nicht sonderlich esotherisch oder spirituell aber ich habe sehr wohl das Gefühl, dass vieles in meinem Leben nicht ganz rund lief und läuft. Seit ich mich mit meinem Körper auseinander setzen muss, merke ich, wie viele Auswirkungen mein Seelenleben auf den Körper hat. Noch viel mehr merke ich, wann genau sich der Rücken meldet - immer, wenn ich etwas tue und es nicht will oder ein seltsames Gefühl dabei habe. Mein Rücken reagiert, bevor es der Kopf geschnallt hat. Ich nehme den Bechterew also als Frühwarnsystem. Und was soll ich sagen, trotz ab und an Schmerzen und das nicht zu knapp (aber darüber wird hier ausreichend diskutiert) habe ich eine ganze Portion Lebensgefühl gewonnen. Anstatt mir den Kopf zu zerbrechen, wie das alles enden soll, bin ich dazu über gegangen, mir zu überlegen, was mir helfen kann. Ich probiere also monatlich mindestens 2 neue Sachen aus - und das macht tatsächlich Spaß. Vieles nehme ich sehr viel gelassener hin als "gesunde" Menschen - es werden Prioritäten gesetzt.
    Ich wünsche mir mehr Nachrichten wie diese hier, denn sie sind (neben den Mecker-Anfällen, die man hier ausleben kann ) das einzige was mir geholfen hat. Betroffene, die sagen "Es ist mega kacke, aber hey, wenn du das gewuppt bekommst, haut dich so schnell nichts mehr um." oder "Ich bin dazu in der Lage trotz Schmerzen und Steifigkeit meine Zukunft zu gestalten." waren diejenigen, die mich dazu gebracht haben, wieder nach vorne zu schauen.
    Damit möchte ich nicht sagen, dass andere Themen unwichtig sind, aber diese positiven, leuchtenden Sternchen sollten auch fester Bestandteil sein.
    Außerdem brauche ich noch Ausprobier-Input für den März und hoffe, jemand hier hat tolle Erfahrungen mit Irgendwas gemacht, dass ich noch nicht kenne.
    Ich möchte derzeit nicht auf
    1. 4x die Woche Yoga
    2. Ingwer in allen Darreichungsformen
    3. meine Yantra-Matte
    4. das alkoholische Getränk am Wochenende (entspannt ungemein)
    5. meinen höher gestellten Sattel sowie Lenkrad am Fahrrad
    6. Rudern
    verzichten.
    Was macht euch entspannt und "gerade"?

    LG

    Tine

  2. #2
    Registriert seit
    06.2008
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    3.128
    Hallo Tine,

    werd doch mal schwanger, dann kannst Du Dich vielleicht wie ich glücklich schätzen, Dich zu fragen, was Morbus Bechterw eigentlich nochmal war! ;-)

    LG

    Seisa
    "Humor ist der Schwimmreif auf dem Strom des Lebens"

  3. #3
    Registriert seit
    07.2011
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    647
    Hallo Seisa,

    ich wollte schon posten:
    Der Weg ist das Ziel.
    Aber bei einer Schwangerschaft ist natürlich das Ziel auch ein Schönes Ziel und nicht nur der Weg dahin.

    liebe Grüße
    Andreas
    Leide an Schub-förmiger Schreibkrankheit

  4. #4
    Registriert seit
    12.2014
    Beiträge
    102
    Hallo Tine,

    ich finde deine Gedanken sehr schön und wichtig..., erlebe aber dieses Forum gar nicht so negativ. Und- ist es nicht meist so, dass sich Menschen melden und um Hilfe suchen, wenn es ihnen schlecht geht?

    ich selber zumindest bin unglaublich froh, hier meine Fragen stellen zu können.

    Hinter deinem Post ist ja auch die Fragestellung: "wie gehe ich mit der Krankheit um und welche Rolle spielt die Psyche, das eigene Denken dabei?" Jeder sollte natürlich seine eigenen Ziele und Träume nie aus den Augen verlieren....- Mein nächstes ist es im Sommer meinen Tauchschein komplett zu machen, habe gewartet bis unser Sohn alt genug ist, damit wir gemeinsam die fast "schwebend faszinierende Welt" entdecken können. Der Urlaub ist gebucht und die Freude steigt von Tag zu Tag...

    Ich wünsche dir,
    dass du alle deine Träume umsetzen kannst :-)
    Und falls es mal nicht klappt,
    neue Träume findest..... (Vor dem Tauchen bin ich gerne gesurft ;-)
    Wir müssen ja sowieso denken.
    Warum dann nicht gleich POSITIV?!

  5. #5
    Registriert seit
    02.2013
    Beiträge
    380
    Hallo Tine,
    auch ich finde es toll , das di so mit Deiner Krankheit umgehen kannst. Aber wie Du sicher schon oft gelesen hast , verläuft sie bei jedem etwas anders. Ich denke auch ,das das Alter schon eine Rolle dabei spielt. Ja, ich weis, den Satz "in deinem Alter kann es nicht so schlimm sein" oder "Du bist noch viel zu jung für dieses oder jenes " oder ähnliche Sätze hast du sicher auch schon gehört und selbst ich mit fast 48 Jahren muss sie noch oft hören. Ich dachte mit Anfang 16, als ich im Handel anfing und meine Kollegen mich immer wieder gewarnt haben nicht so scher zu tragen weil sich das später rächen wird, die spinnen doch ,ich kann ewig so arbeiten. Mit Mitte 20 fing es dann auch so an ,das mein Rücken den einen oder anderen Warnstoß gab . Egal, dachte ich ,bekam 2 Kinder ,und habe weiter gearbeitet (inzwischen selbtstständig) bis zu 16 h täglich. Ich war ja noch so jung. Mit Mitte 30 ging dann immer öfter nichts mehr und mit 44! hatte ich dann meine Diagnose.
    Ich wünsche Dir von ganzem Herzen ,dass du trotz MB dir alle Deine Wünsche erfüllen kannst und er Dir so wenig wie möglich keine Steine in den Weg legt. Mir ging es wie Seisa,die besten Zeiten hatte ich während meiner Schwangerschaften. So manches mal dachte ich,man müsste Dauerschwanger sein,aber was sollen dann die Männer unter uns machen?
    Geniese Dein Leben,aber denke bitte auch daran dass es bei anderen anders sein kann.

    liebe Grüße Ina
    PS. evtl Schreibfehler bitte ich heute zu entschuldigen,stehe etwas neben mir

  6. #6
    Registriert seit
    05.2013
    Beiträge
    597
    Ich kann mich da Ina fast 1:1 anschließen, so ähnlich war mein Werdegang, immer aus dem Vollen ich kann doch, unverständnis für Diejenigen die nicht so konnten wie ich. Trotz der Krankheit immer Vollgas, dem MB werde ich es zeigen.
    Und dann ab mitte Vierzig wurde mir gezeigt, was diese "Denkweise" mir gebracht hat. Ich hatte auch in meinen beiden Schwangerschaften meine besten Zeiten, da ging es mir sowas von gut, besser geht nicht.
    Nun bin ich mit mitte Fünfzig in Frührente und mache das Beste draus.

    Grüssle
    Karola

  7. #7
    Registriert seit
    11.2011
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    1.824
    Hallo zusammen,
    ...Im Alter von 50 Jahren beschloss Herbert sein Leben radikal umzukrempeln:
    Er hörte auf zu rauchen, zu trinken, ernährte sich völlig neu, ging regelmäßig in die Mucki-Bude und ins Sonnenstudio. Was er an Bauchumfang abnahm, nahm er an Muskelmasse zu innerhalb von 6 Monaten.
    Sechs Monate später ging er braungebrannt mit athletischem Körperbau zum Friseur und wollte sich zur Krönung seiner neuen Identität eine neue, adäquate Frisur verpassen. Völlig stolz über diese Veränderungen lief er mit seiner neuen Frisur auf die Straße - und wurde vom Bus überfahren. Sterbend lag er auf der Straße und rief: "Mein Gott, wie konntest Du mir das nur antun?" Eine Stimme erhob sich und sagte: "Um ehrlich zu sein, Herbert, ich habe dich nicht erkannt..."

    Ich denke daß Viele von Uns mit dem Thema Veränderung beschäftigt sind. Aber diesen (theologischen) Witz finde ich schon sehr bedenkenswert. Wie weit will Jeder gehen mit seinem Maß an Veränderung und Wieviel ist notwendig?
    Grüßle
    Aorta
    Gesundheit ist besser als Krankheit, wenn auch nur aus körperlichen Gründen.
    ( frei nach Woody Allen)

  8. #8
    Registriert seit
    06.2014
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    380
    ... ich hab für mich festgestellt, je weniger ich mich mit dem Dreck beschäftige, je weniger ich Dinge tue, die ich nur deshalb tue , desto besser geht es mir. Deshalb vermeide ich nach Möglichkeit Krankengymnastik und mache lieber Sport ... nur ein Beispiel. Ganz auf Drogen verzichten konnte ich bisher auch nicht ... obwohl mir zu mindest im Augenblick MTX ein leckeres Tröpfchen am WE eher verbietet.

  9. #9
    Tine02 ist offline Registrierter Benutzer
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    4
    Yeah, Tauchschein, sowas will ich auch Das mit dem Surfen hab ich probiert, aber ich bin leider schlecht mit Brettern unter meinen Füßen Aber Spaß hats trotzdem gemacht!

  10. #10
    Tine02 ist offline Registrierter Benutzer
    Registriert seit
    12.2014
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    4
    Ich möchte niemandem vorwerfen, dass er sich hier Hilfe sucht. Ich suche nur nach Menschen, die es geschafft haben so normal wie möglich damit weiter zu leben. Chronische Krankheiten erfordern, denke ich, eine riesige Portion Optimismus aber dass der nicht immer greift kann ich nachvollziehen. Ich bin ebenfalls froh, die Möglichkeit zu haben Fragen zu stellen und Leidensgenossen zu haben. Man muss sich ja sonst auch schon immer zusammen reißen Auch ich liege zeitweise wie ein Käfer in der Ecke und kann mich nicht rühren...aber diese Tage sind die Ausnahme und lassen mich alle guten Tage doppelt so gut finden und das wünsche ich mir für jeden von euch!

  11. #11
    Registriert seit
    07.2013
    Beiträge
    31
    Hallo Tine,

    Erfrischend dich zu lesen!
    Hier ein paar Ideen zum Ausprobieren:

    Feldenkrais (gibts bei der VHS) - zum Erschließen neuer Bewegungsmuster
    Tai-Chi oder Chi-Gong - geht nur wenn man nix an den Knien hat, Ich habe für mich das Tai-Chi-Gong entdeckt, sind 18 Mouvements die alles an Beweglichkeit der Wirbelsäule abdecken und die man in 20 Minuten abends im Garten auf die schnelle machen kann (aka - wenn der Hund raus muss ;-) Anleitungen gibts bei youtube
    Meditation! - Muss ja nicht im Sitzen sein, Savasana im Bett geht auch
    Ich würde mich auch über ein paar Ideen freuen .....

    tumme

  12. #12
    Registriert seit
    11.2011
    Beiträge
    1.824
    Zitat Zitat von Tine02 Beitrag anzeigen
    Ich möchte niemandem vorwerfen, dass er sich hier Hilfe sucht. Ich suche nur nach Menschen, die es geschafft haben so normal wie möglich damit weiter zu leben...
    Was meinst du wohl was Sinn und Zweck eines Forums ist? Vermutlich verstehe ich Deine Fragestellung nicht so richtig oder worum es Dir geht. Es gibt gute, bessere, schlechte und miserable Tage. Das kann sogar völlig unabhängig von irgendwelchen Erkrankungen so sein.
    Mit chronischen Grunderkrankungen natürlich sehr unterschiedlich ausgeprägt. Ich bin auch froh wenn ich laufen kann, oft genug jedoch eben nicht. Und dann wird es auf Dauer schwierig. Ist doch sinnvoll sich darüber auszutauschen. Wie kommst du auf den Gedanken eines "Vorwurfs"?
    Grüßle
    Aorta
    Gesundheit ist besser als Krankheit, wenn auch nur aus körperlichen Gründen.
    ( frei nach Woody Allen)

  13. #13
    Registriert seit
    08.2003
    Beiträge
    4.606
    [QUOTE= Ich suche nur nach Menschen, die es geschafft haben so normal wie möglich damit weiter zu leben. Chronische Krankheiten erfordern, denke ich, eine riesige Portion Optimismus aber dass der nicht immer greift kann ich nachvollziehen. [/QUOTE]

    Toll das du mich endlich gefunden hast, wenn du meine knapp 4.000 Beiträge durchgehechelt hast wist du sicher feststellen das ich auch nicht immer ganz normal bin, aber das war ich nicht nur vor der Diagnose, das war ich schon irgendwie immer.
    Willkommen in diesem Forum
    Gruß Uli

    Gelenke, auch axiale, die du täglich eine halbe Stunde bewegst können nicht über Nacht versteifen.
    Es kommt nicht nur drauf an was wir essen sondern auch was wir nicht essen.

  14. #14
    Registriert seit
    06.2010
    Beiträge
    220
    Hey, Häutling Barfußuli,
    dann hat sie ja keine Zeit mehr für eigene Bewegung, ganz zu schweigen von ....
    ... nö, dann kann sie ja gar nicht mehr meine Beiträge lesen?

    Hallo Tine, ich heiße Dich auch herzlich willkommen.
    Ich gebe zu, dass ich hier kaum noch mitlese und poste, aber dieser Thread gefällt mir außerordentlich. Ich kann aus eigener Erfahrung berichten, dass es lohnt, sich mal einige Zeit viel Zeit für sich zu nehmen, für sich ein eigene Wohlfühlpalette zu finden und dann ab und an Neues dazunehmen, anderes mal weglassen, ist auch nicht verkehrt. Du willst viel Neues probieren? Die Empfehlung Feldenkrais kann ich dafür nur unterstützen, damit lernst Du Dich und Deinen Körper ständig neu kennen, über Jahre! Eine Pilatesrolle kann bereichernd sein. http://www.dvmb-forum.de/showthread....lle#post153248

    Ja, nicht nur die Bewegung zählt, mein aktuelles Programm lautet grob umrissen:
    Bewegung: jeden Morgen 20-30 Min. KG; 2x/Woche Muskelaufbautraining, 1-2x Feldenkrais/Wo. (genau genommen mittlerweile im Alltag ständig), 1x/Wo. Tanzen, ab und an Tai Chi, gehe arbeiten, brauche keine Haushalthilfe ...
    Ernährung: Frischköstler - sehr gemüsereich, stärke- und zuckerarm, Fertignahrungs- und Kuhmilchfrei ...
    Medikamente?: sehr selten, möglichst pflanzlich; Nahrungserg.-mittel: Kurkuma, Dekristol und Lachsölkapseln, im Sommer selten)
    Begegnung: Schreiben, Quatschen, Treffen mit Nichtbechtifreunden genauso wichtig und häufig wie mit Bechtis
    Entspannung: so oft, wie möglich, auch Meditation (dafür kann ich gute CD's empfehlen)
    ... perfekt bin ich auch nicht, ich schlafe oft zu wenig, aber ich bin ganz zufrieden, geniese mein Leben, obwohl (oder weil!?) es arbeitsreich ist und lache sehr gern.
    ... und das war nicht immer so.
    Bleib dran und bei Schüben nicht unterkriegen lassen!

    Hallo Tumme,
    bei Tai Chi habe ich früher auch immer mal Knieschmerzen bekommen, jetzt nach 3 Jahren Feldenkrais (u. ...) passiert mir das nicht mehr. Ich denke, der springende Punkt ist, dass man bei den asiatischen Bewegungs"programmen" sich schnell mal
    zu viel zumutet, weil man es dem Lehrer perfekt, graziös und was weiß ich nachtun will. Seit ich davon weg bin, gezielt Muskeln aufgebaut habe und durch Feldenkrais meine Einstellung zu meinen Bewegungsmöglichkeiten geändert habe,
    Tai Chi nur noch allein übe, steht das Problem nicht mehr. Ja, es muss jeder für sich ausprobieren und auch bei Bechterew geht unter Umständen irgendwann in der Zukunft mal mehr, als das irgendwann früher der Fall war.

    Ich wünsche allen frohe Ostern!
    Liebe Grüße
    Dörri

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