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  1. #1
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    Was, wenn die "Versorgung" in Frage gestellt ist?

    Hallo

    Es gibt ja verschiedene Ausprägungen von Morbus Bechterew, von leicht bis ganz schwer...das muss ich euch ja nicht sagen. Je schwerer, desto schwieriger wird das Leben - auch das ist natürlich logisch.

    Ich sehe hier in Zürich / Umgebung an Bahnhöfen, beim Einkaufen usw. manchmal auch andere Bechterewler - man erkennt ja nur die ganz schweren Fälle. Das kann einem dann schon auch betroffen machen.

    Oft fragt man sich...wie geht das überhaupt noch...mit dem Leben. Es braucht ja immer einiges. Wenn jemand alleinstehend ist, und vielleicht den Haushalt nicht mehr schafft....und wie ist es mit kochen? Essen (machen)? Der ganze sonstige Haushalt?

    Behinderte - und nicht nur Bechterewler - kommen ja im Alltag immer mal an ihre Grenzen....stehen oftmals vor fast unlösbaren Aufgaben.

    Aktuell ist es bei mir so, dass ich ja zum Glück wieder alles geschafft habe - nachdem Zusammenbruch 2013, wo ja erst mal gar nichts mehr ging. Aber einfach ist es weiss Gott nicht, auch jetzt seit einiger Zeit, wo "er" einfach aktiver geworden ist. Wenn ich unterwegs bin, und Einkaufen - dann vielleicht auswärts essen. Manchmal steh ich in den Läden, und denke: Es geht bald nicht mehr - wenn ich auf etwas warten muss....ich kann nicht mehr stehen! In diesen Selbstbedinungsrestaurants, wenn man sich einen Salat zusammenstellt, oder dies oder das - das ist immer sehr schwierig, und das trotz den Tablarwägelchen, wo man das drauf tun kann... (nein - das ist kein Rollator!) Das ist eine grosse Hilfe - aber dennoch ists manchmal schwer. Am Einfachsten ist es für mich immer noch zuhause essen - trotz Mehraufwand.

    Ja, aber eben - was wenns nicht mehr geht? Ich habe gehört von jemanden, die wohl auch Bechterewler kannte, dass die sogar eine Köchin hätten, die nach Hause kommt? Also bei uns gibt es ja so eine Regelung, die "Behindertenassistenz" heisst - d.h. Behinderte können selber die "Staff" zusammenstellen, die ihnen den Alltag ermöglicht. Ich habe noch gar nichts davon. Aber man weiss ja nie, ob man das mal bräuchte. Aber so einfach ist das ja gar nicht...eben grad mit dem Kochen stell ich mir schwer vor. Jeden Tag jemand der kommt? Und man kann ja dann nicht mehr spontan leben. Oft genug bin ich "am Anschlag", und denke: so gehts nicht weiter, aber ich mache ja eben noch alles zuhause, und auch etwas Arbeiten. Man ist ja um alles froh, was man noch selber machen kann...aber Ueberforderung ist eben auch kein (Dauer-) zustand.

    Danke für eure (Erfahrungs-) berichte

    Gruss Soltar



  2. #2
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    Danke für die zahlreichen Antworten.



  3. #3
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    @Soltar
    Woher sollen wir hier wissen, wie deine Versorgungsmöglichkeiten in der Schweiz aussehen? Die meisten Forenmitglieder kommen nunmal aus Deutschland. Falls du deine Versorgung ernsthaft gefährdet siehst, solltest du dich am besten von einem Sozialdienst/-verein bei dir in der Nähe beraten lassen. Die können dir sicherlich einige Tipps geben. Keine Ahnung, welche Anlaufstellen es da bei euch gibt. Einfach mal das Google-Orakel befragen.

    Du könntest es natürlich auch so machen wie die meisten Männer hier in deinem Alter: Dir eine Frau besorgen, die für dich putzt und kocht. Wenn das nichts für dich ist, bliebe noch die Möglichkeit, in eine Wohngemeinschaft (WG) zu ziehen. Es gibt in Deutschland für Schwerbehinderte z.B. WGs, bei denen regelmäßig Sozialarbeiter vorbeischauen und bei der Bewältigung alltäglicher Aufgaben helfen. Das nennt sich hier "Betreutes Wohnen". Vielleicht habt ihr sowas in der Schweiz ja auch. Oder du ziehst in die Nähe von Familienmitgliedern, die dich unterstützen würden. Die letzte Notlösung, wenn gar nichts anderes mehr geht, wäre ein Pflegeheim. Falls deine körperlichen Einschränkungen irgendwann so extrem sind, dass du dir nicht mehr selbst helfen kannst, könntest du dort eventuell einen Platz bekommen.
    Viele Grüße
    Euer Humpelkumpel

  4. #4
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    Hallo Hu-sti

    Ja, danke für die Aufzählung der Möglichkeiten. Betreutes Wohnen gibt es hier auch, aber ich befürchte da leben eher so Assis...müsste man genauer abklären. Es gibt natürlich Betreuungsmöglichkeiten über die Spitex usw. zu Hause. Und: eine Frau besorgen ist ja wohl auch nicht so einfach, zumal ich ja nicht einfach irgendeine will.

    Mich hätte aber interessiert, wie ihr das selber macht, die ihr auch schon leider stärker betroffen seid. Aber womöglich ist es euch unangenehm das hier auszubreiten, wenn jemand auf Hilfe angewiesen ist? Das wurde meines Wissens hier noch gar nie besprochen....!?

    Gruss Soltar



  5. #5
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    Doch, es gibt hier einige Forenmitglieder, die schon über Phasen berichtet haben, in denen sie auf Hilfe angewiesen waren. Meistens hatten sie dann die Unterstützung von Freunden oder Familienmitgliedern. So war es auch bei mir als ich kaum noch laufen konnte und nach den Hüft-OPs bestimmte Bewegungen/Belastungen vermeiden musste. Bei der ersten OP halfen mir einige Freunde im Haushalt und erledigten größere Einkäufe. Bei der zweiten OP hat mir auch mein Bruder ab und zu mal geholfen.

    Wenn ich dringend Nachschub brauchte, aber gerade niemanden greifbar hatte, der die Einkäufe für mich erledigen kann, hab ich die benötigten Sachen im Internet bestellt. Es gibt ja inzwischen immer mehr Online-Anbieter, bei denen man auch Lebensmittel und Drogerieartikel bestellen kann. Die sind zwar meist etwas teurer, aber immerhin werden sie bis zur Haustür gebracht. Wenn der Postbote nett ist und du nicht gerade im 10. Obergeschoss wohnst, stellt er dir das Paket sogar auf den Küchentisch. Da wären wir auch schon bei einem wichtigen Punkt für Menschen, die sich nicht mehr komplett selbst versorgen können: Die Wohnlage. Erstens sollte sich die Wohnung möglichst im Erdgeschoss befinden oder zumindest ein Fahrstuhl vorhanden sein. Zweitens sollte die Wohnung nicht zu weit weg von Einrichtungen des täglichen Bedarfs liegen (Arztpraxen, Einkaufsmöglichkeiten, Post, Bank, Haltestellen usw.). Denn je kürzer die Wege sind desto besser kann man sie auch noch trotz körperlicher Einschränkungen bewältigen. Und wenn man wirklich mal auf Hilfe angewiesen ist, haben es dann auch die Helfer nicht allzu weit zum Einkaufen u.a. Erledigungen.

    Außerdem hab ich immer einen gewissen Vorrat an lang haltbaren Lebensmitteln (Knäckebrot, Reis, Nudeln, Konserven) für den Fall, dass es mal einen Engpass gibt.

    Dass im "Betreuten Wohnen" nur Assis leben, kann ich nicht bestätigen. Ich hab da mal einige Jahre ehrenamtlich gearbeitet. Aber ich weiß ja auch nicht, was deine Definition von "Assi" ist. In Deutschland gibt es solche betreuten WGs für die unterschiedlichsten Zielgruppen: Schwerbehinderte, Senioren, psychisch Kranke, schwer erziehbare Jugendliche, Drogenabhängige, Obdachlose... Ob sich dort jemand wie ein "Assi" verhält, hängt letztlich von seinem Charakter ab und nicht von seiner Situation.

    Aber wenn du eh lieber in deinen eigenen vier Wänden bleiben willst, scheint diese "Behindertenassistenz", die bei euch in der Schweiz angeboten wird, doch eine gute Lösung zu sein. Lass dich da einfach mal von einem der zuständigen Anbieter beraten. Die können vielleicht nicht jeden Tag für dich kochen, bringen dir aber wahrscheinlich mindestens einmal täglich eine fertige warme Mahlzeit vorbei (in Deutschland nennt man sowas "Essen auf Rädern"). Verhungern musst du also nicht. Doch ich kann mir vorstellen, dass du auch da wieder Bedenken hast, weil solche Bringdienste vielleicht deine Idealvorstellungen von Ernährung nicht befriedigen können. Eine perfekte Lösung, die alle deine Bedürfnisse optimal abdeckt, wird es aber wahrscheinlich nicht geben. Wenn man auf Hilfe Anderer angewiesen ist, muss man immer bereit sein, Kompromisse einzugehen.
    Geändert von Humpelstilzchen (15.09.2014 um 11:04 Uhr)
    Viele Grüße
    Euer Humpelkumpel

  6. #6
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    Ja, das muss man wohl! Nicht zuletzt deswegen, dass man nicht mehr "frei" und unabhängig ist. Das macht aber irgendwie auch mein Leben aus. Ich habe auch eine zeitlang Einkäufe via Internet und Lieferung kommen lassen. Dann wieder nicht, weil es doch auch irgendwie mühsam ist, und man im Laden die Dinge noch anschauen kann, und z.B. nicht ein grossen Sack voll gleicher Aepfel, sondern ein paar von diesen und ein paar von jenen nehmen kann usw. usw. Getränkeflaschen/ Harasse aber, die ich lange ja auch mit Mietwagen selber eingekauft hatte, lass ich mir liefern in letzter Zeit.

    Ja, klar - den Mahlzeitendienst, den gibt es auch hier, aber bisher gings ja noch, aber ich hab mal angefragt. Eine gewisse Entlastung wäre da schon gut, denn ich koche ja selber beinah 365 Tage im Jahr. Hilfe von jemanden habe ich allenfalls von meiner Schwester, aber die hat selten Zeit.

    Schwierig mag doch, für den schwerer Betroffenen Bechti, auch die Körperpflege sein...Anziehen... Fussnägel schneiden? Man könnte zur Pedicure fahren. Ich meine eigentlich könnte man sich ja mehr Hilfe holen. Da war kürzlich so eine Reportage wegen eines geistig behinderten älteren Mannes. Der ist soweit noch klar im Kopf - etwas zurückgeblieben, aber der lässt sich da rasieren, und wird von allen versorgt, und 'motzt' wenn was nicht klappt. Ich mein: wie ein kleiner König. Aber er hat ja keine körperliche Krankheit - er könnte das sicher auch selber, wenn er denn wollte.

    Ja, das würde mich doch noch interessieren, wie ihr das so macht. Dann gibt es ja auch noch die Wäsche mit allem drum und dran. Und sie bügelt sich ja auch nicht von alleine. Ich nehme an, alleinstehende Männer, jetzt auch hier, die lassen sich das irgendwie besorgen? Ich mach das seit 25 Jahren etwa immer selber. Musste es aber damals meiner Mutter fast 'entreissen', sonst hätte sie das auch noch weiter für mich gemacht. Söhne machen das ja oft gar nie...

    Ok. - Ich weiss nicht, ob es verschiedene betreute Wohnen gäbe hier - müsste man sich auch durchfragen. Denn in der Tat würde man mit gewissen Problematiken nicht zusammenpassen.

    Gruss Soltar



  7. #7
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    Soltar, es läuft letztlich immer auf dieselbe Antwort hinaus: Wenn du etwas nicht mehr selbst machen kannst, helfen dir entweder Freunde/Verwandte oder du musst dich an einen Anbieter wenden, der es für dich erledigt. Fußnägel kannst du dir von der Fußpflege schneiden lassen. Und wenn du irgendwann auch die restliche Körperpflege nicht mehr schaffst, müsste dir ein ambulanter Pflegedienst zustehen. Die kommen dann zu dir nach Hause, waschen dich, ziehen dich an und helfen bei anderen Dingen, die du nicht mehr alleine bewältigen kannst. Zumindest ist das in Deutschland so. Das alles sind eben letztlich Fragen, die du am besten in deiner Region direkt vor Ort klärst.

    So wie ich es deinen Postings entnehme, bist du aber noch weit entfernt davon, dich nicht mehr um dich selbst kümmern zu können. Nur weil du keine schweren Getränkekisten mehr schleppen kannst, bist du ja nicht gleich pflegebedürftig. Dieses Glück hat nicht jeder Bechti in deinem Alter. Freue dich doch darüber und genieße deine Freiheiten anstatt dir jetzt schon den Kopf über Probleme zu zerbrechen, die vielleicht irgendwann mal in ferner Zukunft eintreten könnten.

    Zu der Reportage, die du gesehen hast: Geistig behinderte Menschen können motorische Störungen haben, die sie in ihrer Selbstständigkeit einschränken. Zu behaupten, ein geistig Behinderter würde "wie ein kleiner König" leben, ist schon ziemlich weit hergeholt. Der hat es im Leben sicherlich nicht leichter gehabt als du und musste auf viele Dinge verzichten, die für dich selbstverständlich sind. Eine Reportage zeigt eben nur einen winzigen Ausschnitt aus dem Leben eines Menschen und bildet dessen Alltagsrealität nicht 100%ig ab.
    Geändert von Humpelstilzchen (15.09.2014 um 14:53 Uhr)
    Viele Grüße
    Euer Humpelkumpel

  8. #8
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    Ja, also - es war so. Du hast das ja nicht gesehen. Er kann noch Bilder malen, spazieren gehen usw. Ist mir ja auch egal - er soll sich 'verwöhnen lassen' - sei ihm gegönnt. Aber man könnte ja auch die Selbstständigkeit fördern.

    Fussnägel schneiden ist in der Tat nicht leicht. Ich wollte ja, nochmal, nicht hier eine Aufzählung, was ich machen könnte, sondern eure Erfahrungen.

    Gruss Soltar



  9. #9
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    Das Fußnagelschneiden hab ich bis Mitte dieses Jahres mit viel Mühe und Schmerzen noch einigermaßen geschafft. Ich hab dafür eine extralange Fußnagelschere verwendet (wird auch "Seniorenschere" genannt und ist ca. 16-18cm lang). Die bekommt man im Drogeriebedarf oder im Pflegemittelhandel. Als ich dann nach meiner Hüft-OP in der Reha war, hab ich zum ersten Mal ein Fußpflege-Angebot genutzt. Hat mich damals ca. 18 Euro gekostet und es war eine große Erleichterung. Die Dame konnte meine Fußnägel viel genauer abschneiden als ich, weil sie besser rankam. Außerdem hat sie Hornhaut entfernt, ein kleines Fußbad gemacht und die Füße mit einer Feuchtigkeitscreme eingerieben. Insgesamt also ein angenehmes Erlebnis, bei dem man sich gut entspannen kann. So werde ich's künftig immer machen. Die 15-20 Euro pro Monat sind mir das wert.

    Soweit ich weiß, werden die Kosten für die Fußpflege in einigen Fällen auch von der Krankenkasse übernommen (z.B. bei Diabetikern). Kannst dich ja mal informieren, wie das bei euch in der Schweiz geregelt ist.
    Geändert von Humpelstilzchen (16.09.2014 um 14:02 Uhr)
    Viele Grüße
    Euer Humpelkumpel

  10. #10
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    Also ich gehe schon seit Jahren zur Fußpflege und wenn ich nicht zu ihr kann dann kommt sie zu mir nach Hause. Einen Fensterputzer gönne ich mir auch ab und zu.
    Ich habe zum Glück Freunde und zwei Töchter, eine arbeitet in der Apotheke, was gut für mich ist, so habe ich immer Hilfe.
    Ich werde gefahren, es wird mir gebracht was ich benötige. Zum Glück geht es mir aber körperlich schon lange so gut, dass ich alles außer den Füßen noch selbst erledigen kann.

    Grüssle
    Karola

  11. #11
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    Zur Fußpflege gehe ich auch seit einem Jahr. Ich hatte immer wieder eingewachsene Fußnägel die ich alleine nicht in den Griff bekommen habe. Im Schub habe ich eh Schwierigkeiten, dran zu kommen. Und der Wellness-Effekt ist nicht zu verachten. Das ist mir 15 Euro wert!

    Ansonsten lebe ich in einer sehr netten Nachbarschaft - die würden sicher für mich einkaufen wenn ich was bräuchte und im www habe ich auch schon öfter (Lebensmittel) gekauft, das wäre also nichts Neues für mich. Aber erstmal macht das mein Mann wenn es mir nicht gut geht und meine Tochter ist ja auch schon groß und kann helfen. Die habe ich z.B. schon zum Fenster putzen verdonnert.

    Liebe Grüße

    Lydia
    Lächle in die Welt - und die Welt lächelt zurück!

  12. #12
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    Ja, da habt ihrs besser als ich - sowohl mit den Leuten, die einspringen würden, als auch mit einer Fusspfleg, für 15 Euro - wird man hier wohl nicht finden..aber ich werd mich erst mal informieren, bevor ich hier was veschreie

    Gruss Soltar



  13. #13
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    Ja Soltar die Schwiz eben, da ist vieles teurer. Ich bekomme die Fußpflege auch für 15.-- Euro.
    Ich denke es liegt auch an einem selbst ob man Freunde hat und ein gutes soziales Umfeld.
    Das gehört alles gepflegt, denn sonst ist man irgendwann alleine und ist auf Hilfe angewiesen die Geld kostet, das meistens nicht vorhanden ist.

    Grüssle
    Karola

  14. #14
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    Ja...da wüsste ich niemanden. Aber man würde es wohl bezahlt kriegen. Mal informieren.

    Vorgestern dolle Schmerzen in Hüften - dann "Wundersalbe" drauf, zweimal, und weg. Wandern gestern ging flott. Aber heute bin mit Kräften am Ende. Das ist eben das Problem. Wenn dann noch was zu erledigen ist, wirds schwierig.

    Gruss Soltar



  15. #15
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    Soltar, bei uns nennt sich das Dorfhelferin, wir haben hier auch Sozialstationen bei denen man sich informieren kann. Oder man gibt ein Inserat auf dass man Hilfe sucht für Besorgungen etc.
    Möglichkeiten sind da viele und vielleicht gibt es ja in der Schweiz auch Rentner, die sich noch was dazuverdienen möchten.

    Grüssle
    Karola

  16. #16
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    247
    Hi Karola,

    ich muss da mal 'ne Lanze für Soltar brechen.

    Wir haben seit langem Freunde in der Schweiz und aus eigenen Erfahrungen kann ich nur sagen, " die Unterschiede sind gravierend (komische Redewendung).

    Dorfhelferinnen etc. gibt es bei uns auch (ich auch aus Nds) im Ort, nette Nachbarn auch und sogar ambulante Pflege. Das alles gibt's in der Schweiz auch. Aber braucht eines mehr als hier: GGGEEELLLDDD!!!!!!!!
    Dann ist das Leben in CH durch nett und angenehm und du wirst überall geholfen.

    - Betreutes Wohnen - hier in Deutschland, die vielleicht exklusivste Unterbringungform; exklusiv in Form von teuer; so 'ne Art von All-Inclusiv nur ohne All dafür für mehr Geld.

    @ Soltar: Die Sache mit der Frau solltest du aber noch mal überdenken; es muss ja nicht Fernanda Brandao sein, 'ne wohlhabende Reife, ohne Anhang, mit ähnlichen Hobbies gibt es bestimmt auch zwischen D , A, I und F.
    Carsten

    Z U A L T U M J U N G Z U S T E R B E N ! ! ! ! ! ! ! !




    BE EXCELLENT TO YOURSELF!



  17. #17
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    Hallo Carsten

    Nicht dass das falsch angekommen ist: Naja, also so anspruchsvoll bin ich nicht. Allerdings bei gewissen Dingen wohl schon, aber grundsätzlich möchte ich eine einfache, naturverbundene Frau, die Zeit hat für mich... geradezu anspruchslos - aber grade sowas ist doch in unserer Zeit so selten zu finden! Klar sollte sie doch auch noch irgendwie hübsch sein, und halt "mein Typ" - da hat ja jeder / -de, geh ich mal davon aus, sein Typ, der ihn/ sie anzieht - das "Deckelchen", das passt, oder etwa nicht? Bei mir ist das jedenfalls so. Aber letztlich scheitert sowieso alles daran, dass man sich nicht trifft - es ist wirklich schwierig für mich jemanden kennenzulernen, weil ich halt nicht an Tanzveranstaltungen, Feste usw. gehe, noch irgendwelche Kurse usw. besuche. Das ist für mich halt irgendwie kaum möglich. Klar - heutzutage trifft man(n) und eben auch frau sich oft im Internet. Aber von dem Antworten auf Inserätchen, oder eben im Internet, und dem folgenden "Blind-Date" bin ich seit längerer Zeit abgekommen, weil einfach das jeweils derart weit weg war, von dem, was man suchte, dass ich dann dachte: Entweder ich treff sie "im Leben", oder dann halt nicht.

    @Karola: Dorfhelferin gibts wohl hier nicht - das ist alles über die Spitex geregelt. Da habe ich mal die Infos kommen lassen

    Gruss Soltar



  18. #18
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    Zitat Zitat von Soltar Beitrag anzeigen
    ... Vorgestern dolle Schmerzen in Hüften - dann "Wundersalbe" drauf, zweimal, und weg. Wandern gestern ging flott. Aber heute bin mit Kräften am Ende. Das ist eben das Problem. Wenn dann noch was zu erledigen ist, wirds schwierig. ...
    Das ist doch eigentlich ein gutes Zeichen! Solange deine Wundersalbe noch wirkt, scheinen die Schmerzen "nur" von den Muskeln zu kommen und nicht durch einen schweren Hüftschaden. Der lässt sich nämlich nicht einfach wegsalben. Ist doch prima, wenn du ein Mittel gefunden hast, das dir effektiv bei Schmerzen hilft.

    Zitat Zitat von Soltar Beitrag anzeigen
    ... Entweder ich treff sie "im Leben", oder dann halt nicht. ..
    Wie willst du eine Frau "im Leben" treffen, wenn dein Alltag fast nur aus Einzel-Aktivitäten besteht? Wenn du fast nur allein unterwegs bist und nicht an Veranstaltungen, Kursen o.ä, teilnimmst, wirst du kaum Gelegenheiten haben, jemanden zu treffen. Das gilt nicht nur für Frauen, sondern für Freundschaften allgemein. Du wirst sicherlich deine Gründe haben, warum es dir so schwer fällt, an gemeinschaftlichen Aktivitäten teilzunehmen, doch willst du dich davon dein restliches Leben lang ausbremsen lassen? Manchmal hilft es, über seinen Schatten zu springen, auch wenn das sehr anstrengend sein kann. Sich ins Internet zurückzuziehen, ist keine Lösung. Geh raus ins Leben, unter echte Menschen!

    Es muss ja nicht gleich eine Tanzveranstaltung sein. Wie wäre es für den Anfang mit einer Selbsthilfegruppe? Sowas gibt es bei euch in der Schweiz sicherlich auch. Dort kannst du dich frei und zwanglos mit Menschen unterhalten, die ähnliche Probleme haben wie du. Wenn du wenigstens einmal wöchentlich in so eine Gruppe gehst, hilft dir das vielleicht, dich wieder mehr zu öffnen und deine Kontaktscheue abzubauen. Vielleicht gelingt es dir dann irgendwann, neue Freundschaften zu knüpfen. Selbst wenn du auf diesem Weg nur einen guten Freund findest, wäre das schon ein Fortschritt.

    Du könntest aber auch in einen Verein gehen. Wenn du so naturverbunden bist, könnte z.B. ein Naturschutz- oder eine Wanderverein für dich interessant sein. Dort lernst du Leute kennen, die ähnliche Interessen haben wie du.
    Viele Grüße
    Euer Humpelkumpel

  19. #19
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    Ja, danke auch.

    Es ist wohl kaum 'muskulär' - es sind halt die Entzündungen in den Gelenken usw.

    Ich gehe sehr viel weg und raus, aber mit 'Gruppen-Aktivitäten' und Vereinsleben usw. tue ich mich in der Tat sehr schwer. Naturschutz- und Wanderverein geht auch nicht - das ist mir zuviel... mir sind eben wirklich ziemlich klare Grenzen gesetzt. Aber ja - so ist es schwierig jemanden zu treffen. Das ist mir klar, und das ist die Krux.

    Gruss Soltar



  20. #20
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    Ausserdem wurde zunehmend schwerer auch, jetzt nicht die Ver- sondern die "Entsorgung". Und es stapelt sich hier eindeutig zuviel - man sollte mal "Tabula rasa" machen!

    Was nicht mehr benötigt wird: Weg!!!

    Und mich täte noch interessieren, gemäss dem Thema hier - Kochen...Essen. Das ist ja doch immer aufwändig. Und ja - ich bekoche mich seit vielen Jahren/ Jahrzehnten hier allein. Und ich koche gerne, und fast jeden Tag. Aber manchmal möchte man auch Auszeit. Und eben - das Problem, dass der Rücken durchs Kochen schon so müde wird, dass man nachher vielleicht kaum mehr in Ruhe essen kann, bevor man wieder auf den bequemen Sessel mit nach hinten lehnen und Ausruhen geht, das besteht dauernd. Ich habe diesbezüglich mal Infos eben angefordert.

    Genauso werde ich mir mal eine umfängliche Sozialberatung anhören. Das kann ja nur nützen, weil man vielleicht eine Horizonterweiterung erfährt, was man allenfalls optimieren könnte.

    ​Gruss Soltar





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