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  1. #121
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    Ich wünsche Dir viel Kraft !
    "Man kann die Sonne nicht durch bunte Farben ersetzen"

  2. #122
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    hallo,

    jetzt ist es amtlich. Ich wurde vom Sozialdienst aufgefordert mich um einen Rollator zu kümmern.

    Kann mich nicht damit anfreunden. In dem Alter. habe aber keine Bewegung mehr, weil ich nicht mehr voran komme.

    Habe das Thema beiseite gelegt. Bin erschüttert auf so ein gefährt angewiesen zu sein.

    gruß wessi
    Das ist meine persönliche Meinung.
    Gruß Renè aus Bayern

    Ich Kämpfe für die Menschen die wirklich Hilfe brauchen.

    Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser!!.

    Nicht behindert zu sein ist wahrlich kein Verdienst, sondern ein Geschenk das jedem, jederzeit genommen werden kann.
    ( Richard von Weizsäcker )

  3. #123
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    164
    Das kann ich gut verstehen wessi. Aber weißt du, in meinem Kleiderschrank befindet sich eine Krücke, die ich schonmal gebraucht habe um aus dem Bett aufstehen zu können. Und das mit 27... Solche Veränderungen schmerzen und es tut weh auf Dinge angewiesen zu sein. Wäre es eine Idee den Rollator zu besorgen und erstmal zu schauen ob du ihn brauchst und wann du ihn brauchst? Ich hab meine Krücke in die hinterste Ecke gepfeffert aber ich weiß dass ich darauf zurück greifen kann wenn mal wieder nichts geht.
    Ein gesunder Mensch hat 1000 Wünsche, ein Kranker nur einen...


    "Geh du vor" sagte die Seele zum Körper "auf mich hört der Mensch ja nicht, vielleicht hört er auf dich."
    "Ich werde krank werden, dann wird er endlich Zeit für dich haben" erwidert daraufhin der Körper der Seele.

  4. #124
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    589
    Guten Morgen René!

    Naja, sich um eine Gehhilfe bemühen zu müssen, weckt sicherlich nochmals die Sorge um die chronische Erkrankung. Man wird ja etwas zum Verdrängungskünstler, um den Fakten nicht immer
    und immer wieder ins Auge sehen zu müssen.

    Aber da wird man dann wirklich richtig aufgeschreckt. Da kann ich Dich verstehen (versuche es! ), dass man sich damit nicht anfreunden will. An dieser Stelle bleibt mir nur, Dir viel Kraft zu wünschen,
    und das du den Rollator irgendwie als Gehhilfe siehst, die dich mobil bleiben lässt.

    Viel Kraft und einen guten Start in die Woche!!!

    LG
    Thomas
    "Man kann die Sonne nicht durch bunte Farben ersetzen"

  5. #125
    Registriert seit
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    110
    Hallo René,

    das ist ja ein ziemlich harter Schlag! Thomas lenkt schon in die Richtung, es ist natürlich vor allem eine Hilfe. Und wer weiß, vielleicht kann man sie auch wieder weglassen?

    Ich musste gerade an eine Nachbarin denken, die auch sehr schlecht laufen konnte und nicht mehr das Gelichgewicht hatte zum Fahrrad fahren. Seit 10 Jahren fährt sie jetzt regelmäßig mit einem großen Fahrrad mit 3 Rädern (hinten 2 und dazwischen eine große Box, um Zeug zu transportieren) und jedes Mal freue ich mich, wenn ich sie sehe. Klar ist das erstmal irritierend und ja, man merkt sofort, dass es bei ihr mit dem Gleichgewicht hakt. Aber dadurch kann sie selbst noch regelmäßig in den Ort radeln zum einkaufen, trifft mehr Leute, hat Bewegung, Sonne, frische Luft etc.

    Ob ein Rollator für dich das Mittel zur Wahl ist, solltest du vielleicht mal ausprobieren. Vielleicht weckt das wieder mehr Lust an der Bewegung draußen? Vielleicht hat so ein Rollator auch andere Vorteile (man kann sich überall hinsetzen? Man kann Zeug transportieren, ohne es tragen zu müssen?), sodass du dich am Ende vielleicht sogar freust einen zu haben.

    Ich habe mich temporär sehr gefreut einen Rollstuhl zu haben, weil ich auf Krücken nicht so weit laufen konnte und diverse Arzttermine hatte. Da hatte ich ich eine nette Hilfe aus der Nachbarschaftshilfe, mit ihr zusammen einen Leihrollstuhl vom VdK geholt und sie hat mich dann zu den Terminen gefahren/begleitet. Klar, da war noch eher vor Augen, dass es temporär ist, aber es war noch nicht so ganz raus. Ich war ziemlich verzweifelt von all den Folgen des Krückengehens und der resultierenden Erschöpfung und habe nicht gewusst, wie ich das schaffen soll. Und da ich gemerkt, dass es a) Hilfe gibt und b) ich sie mir holen kann, c) sie mir gut tut.
    Vielleicht ist der Rollator für dich das gleiche. Vielleicht temporär, vielleicht auf Dauer. Meinst du, er hat eine Chance verdient, dir zu helfen?

    Liebe Grüße und ein paar Sonnenstrahlen für dich,
    Jara

  6. #126
    Registriert seit
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    Hallo Finn,

    hast ja recht. Irgendwie. Kenne das auch von meiner Frau. Die war auch 25 J. als sie ständig Krücken brauchte.
    Gut ist halt wenn die wieder weg fallen können. Ein Rollator, ist noch eine Nummer größer. Passt mir nicht.
    Der fällt nicht mehr weg, sondern zeigt auf wie es um mich steht.
    Im Normalfall hätte ich früher gesagt das sehe ich nicht ein das es so schlimm um mich steht, ich zeige euch das es anders geht.
    So war es immer von der inneren Einstellung. Bis vor einigen Jahren noch. Ich befürchte aber dazu kommt es nicht, kann nimmer beweisen das es anders geht. Klar ist es ein Hilfsmittel und man soll es so sehen. Mal schauen. War noch nicht im Sanitärhaus. Schiebe alles so weg von mir.
    Zieht mich noch mehr runter.

    @ danke auch für deine Antwort. Mir bleibt wohl nichts anderes übrig, als mich damit auseinander zu setzen. Bringe den Gedanken nicht los, oh Gott was ist aus mir geworden. Habe immer die inneren Vergleiche, vorher, nachher. Noch beweglich, Arbeiter. Und jetzt Rollator, allein die Vorstellung.

    @ Jara, vielen Dank. Das hört sich gut an mit der Frau. Wenn es eine Hoffnung gibt, um irgendwie mobiler ohne Gefährt zu sein, hätte ich das wohl schon in Angriff genommen. Versuche, immer mal einige Schritte mehr zu schaffen, immer doch mal mithalten wollen gingen schief. Allein im Supermarkt durchmarschieren geht nicht mehr. Wenn das so weiter geht, Gehstrecke Null. Ob das mit dem Ding besser wird, habe ich Zweifel. Auch so gesehen zu werden ist beklemmend. Die Lust an der Bewegung ist von Grund auf schon da. Aber es war halt seit geraumer Zeit jetzt nur noch Qual.
    So geht es nicht weiter. Der Sozialdienst wollte mich in eine Aktiv Gruppe aufnehmen wegen der Depression, wandern, Sport machen.
    Ist nicht möglich. Jetzt müssen wir weiter überlegen, was für mich geeignet ist. Etwas mobil sein ist der erste Schritt.
    Wasser wurde mir noch geraten, durfte ich lange Zeit nicht wegen der Haut. Ist auch flöten gegangen.
    Hocke nur noch zu Hause, meistens. Danke für deine Schilderung, keine Ahnung ob er eine Chance hat.....kann es noch nicht als Hilfe sehen.
    Bei kleinen Spaziergängen habe ich jetzt einen Gehstock benutzt, ist aber zu anstrengend. Läuft man zu einseitig und gibt noch mehr Probleme.
    Dann hab ich erst mal resigniert. Ist natürlich keine Lösung, aber war meine Antwort drauf.
    Das ist meine persönliche Meinung.
    Gruß Renè aus Bayern

    Ich Kämpfe für die Menschen die wirklich Hilfe brauchen.

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    ( Richard von Weizsäcker )

  7. #127
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    Hallo miteinander,

    habe es noch immer nicht verdaut. Sehe ständig uralte Leute mit Rollator spazieren gehen.
    Und jetzt soll ich junger Hüpfer mir so ein Ding anschaffen.
    Geht mir noch nicht in die Birne. Letzte woche waren wir mal wieder " ein paar Schritte laufen " mehr geht ja nicht.
    Und ich habe bemerkt das es mit dem Gehstock echt zu anstrengend ist.
    Seit meine Hüften noch zusätzlich Probleme machen, plus das krumme Gestell von Oberkörper wird es nur noch zur Qual.
    Meine Frau sagte, ich soll doch mal langsam zum Sanitärhaus mich beraten lassen.
    Seitdem grüble ich wie mich die Nation anschaut mit so einem Gerät.
    Das ist meine persönliche Meinung.
    Gruß Renè aus Bayern

    Ich Kämpfe für die Menschen die wirklich Hilfe brauchen.

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  8. #128
    Registriert seit
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    Guten Morgen René!

    Ich denke, keiner hier ist wirklich davon angetan, eine Gehhilfe in Anspruch zu nehmen. Ich denke aber, Du kannst dir damit ein wenig Mobilität aufbauen! Und Bewegung ist, wenn denn möglich, immer gut!
    Ich wohne auf einem Dorf, da läuft jeden Tag, den der Liebe Herrgott erschaffen hat, ein 45-jährige Mann mit dem Rollator. Er hatte vor 12 Jahren einen schweren Verkehrsunfall und war vorher sportlich sehr aktiv.
    Gegenüber von mir ist ein kleines Mäuerchen, da macht er dann Pause. Abends, wenn ich von der Arbeit komme, treffe ich ihn zu seiner 6 Runden, die er am Tag macht. Er sieht immer so traurig und angestrengt aus.
    Ich setze mich dann zu ihm und rede etwas mit ihm.

    Ja, sagte er zu mir, es ist anstrengend, und ja, es tut manchmal weh, wenn er sieht, wie sich andere bewegen können und es nicht zu schätzen wissen. Aber er ist nicht traurig und auch nicht erschöpft, er genießt die Meter, die er machen kann und hat mir folgendes mit auf den Weg gegeben: "Wenn der Weg auch noch so steinig ist, kann ich diesen Weg sehen. Diesen Weg nicht mehr sehen zu dürfen, würde ihn noch mehr krank machen".

    Tja, Mütze ab vor dem "Burschen" aber übersetzt denken ich meinte er: "Lieber ein steinigen Weg, als nichts mehr".

    Dir und allen hier einen guten Start in die Woche!

    Lieben Gruß
    Thomas
    "Man kann die Sonne nicht durch bunte Farben ersetzen"

  9. #129
    Registriert seit
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    197
    Hallo Wessi,

    ich denke, dass es durch "wurscht" ist, wie Dich die Nation anschaut, wenn Du mit einem Rollator unterwegs bist!
    Das entscheidende ist doch, dass Dir das Teil etwas Unabhängigkeit und Mobilität bringt und Du aus den "eigenen vier Wänden" raus kommst.
    Ich war in 2015 über einige Monate auf Gehhilfen angewiesen und klar, wird man in unserem Alter (wir sind ja fast gleich alt:-)) ab und an mal seltsam angeschaut.
    Wenn mir das zu sehr auf den Keks ging, hab ich die Person angesprochen und gesagt, wir können ja gerne tauschen. Die Gesichter waren dann entsprechend blöd und ich hab in mich hinein gegrinst:-)

    Wünsche Dir ganz viel Kraft und was die anderen denken, kann Dir doch am Allerwertesten vorbei gehen.

    Dieter

  10. #130
    Registriert seit
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    2.057
    Hallo Thomas u. Dieter,

    danke an euch beide. Keine Ahnung warum mir das so schwer fällt. Ist wieder ein weiterer Schritt meiner MB Karriere die nicht gerade rosig verläuft.
    Mir schon viele Hürden gebracht hat, und Verluste. Es ist richtig Dieter, niemand will vermutlich mit einem tauschen.
    Und auch der Sozialdienst sagt das selbe, es ist ein Gewinn für mich. Eine Stütze damit ich evtl. öfter zu Hause raus kann.

    Vielen Dank Thomas für den Bericht von dem Mann der eben auch noch nicht zum alten Eisen gehört.
    Ja das beeindruckt mich doch. Dass der mehr als ein, zwei Runden am Tag dreht. Und ich stelle mich so an
    kenne mich ja selber nicht mehr. Das bin nicht ich der so an alles zweifelt, hadert. Das ist eine Seite die mir nicht gefällt.
    Muss wieder zurück zu meiner " Kämpfernatur ".
    Unfall, Krankheit, klar Schicksal kann jeden treffen.
    Danke.

    gruß wessi
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    Gruß Renè aus Bayern

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  11. #131
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    589
    Guten Morgen René!

    Also, wenn man schon einen Rollator benötigt, hat das nicht mit "anstellen zu tun"! Da würde ich auch erst einmal schlucken.
    Ich war vor einigen Jahren sehr krank und bin mit dem Teewagen durch die "Hüte gestalpt". Also da war ich dann schon für die Gehilfe froh.
    Ich möchte nur versuchen etwas aufzumuntern und hoffe, das ich in solch einer Situation dann auch wirklich die Kraft finde.

    Lieben Gruß
    Thomas
    "Man kann die Sonne nicht durch bunte Farben ersetzen"

  12. #132
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    Guten Tag Thomas,

    danke dir. Das Aufmuntern gelingt dir auch gut, auch wenn du es nicht sehen kannst. Es bewirkt etwas.
    Was hattest du denn weil du sagst du warst sehr krank??
    ja wir brauchen halt immer ein großes Stück Mut und Kraft!

    gruß René
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    Gruß Renè aus Bayern

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  13. #133
    Registriert seit
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    tja, man könnte ja auch mal zum Thema zurückkehren...



  14. #134
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    164
    Ich kann durch meine Schmerzen nie mehr als einen Raum der Wohnung putzen. Immer wenn ich mehr mache bekomme ich schlimme Schmerzen. Ich fühle mich dadurch echt eingeschränkt. Auch Bügeln klappt nicht mehr so wie früher da ich Probleme habe länger zu stehen. Ich brauche bei allen Hausarbeiten sehr lange...und bin nicht mal 30!
    Ein gesunder Mensch hat 1000 Wünsche, ein Kranker nur einen...


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  15. #135
    Registriert seit
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    Eben. Ich verstehe nicht was Soltar meint.

    @ Soltar, Thema ist doch wenn man immer mehr Hilfe braucht und Gefahr läuft sich nicht mehr selber versorgen kann??
    Oder was meinst du mit versorgen.......
    Dann erzähl doch mal wie es bei dir weiter ging, ich finde das Thema zum Beispiel klasse, aber so wenige schreiben hier.
    Schade. Sind alle nicht so eingeschränkt oder mögen nicht drüber reden.

    @ Finn, genau! bei mir geht das ganze auch seit jungen Jahren, und jezt bin ich an der Grenze, Spitze angelangt wo nix mehr geht.
    Einen Rollator zu brauchen in dem Alter, alles verloren zu haben, was ein normales Leben ausmacht.
    Und zuletzt keine Tätigkeiten verrichten können, sich nutzlos fühlen.
    Meine Versorgung ist extrem gefährdet, weil wenn ich meine Frau nicht hätte ( die alles abnehmen muss ) könnte ich nicht einkaufen,
    würde hier versauern. Könnte nicht kochen, obwohl ich kochen kann, aber das Stehen....
    Würde vermutlich einsam hier verrecken. Hätte größte Mühe Wäsche zu waschen, aufhänge, bzw. ging gar nicht vom technischen her, und von den Stufen her, und durch die Erschöpfungen noch dazu. Aber, die Unbeweglichkeit durch den MB ist so ausgeprägt das ich mich nicht mehr alleine versorgen kann, nicht den Haushalt, putzen, saugen etc. und nicht alleine duschen. Seit mehr als 25 J. musste ich immer mehr reduzieren, mich anpassen an den Verlauf von MB um meinen Job zu schaffen, dafür waren dann aber wie auch bei Finn in jungen Jahren andere Tätigkeiten schon tabu.
    Sonst noch Fragen??
    Das ist meine persönliche Meinung.
    Gruß Renè aus Bayern

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  16. #136
    Registriert seit
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    204
    Hallo ihr Lieben,

    Fakt ist doch, dass der MB chronisch verläuft und bei manchen von uns im Rollstuhl endet. Ich verdränge das gerne, aber die Realität holt mich dann brutal ein. Ab und zu muss ich den Gehstock meiner Frau benutzen. Dann denke ich: sieht doch doof aus in meinem Alter (könnte ja meine Walkingstöcke nehmen), aber der Gehstock ist ein sichtbares Zeichen für mich, wo ich gesundheitlich stehe und ein Zeichen für andere, dass sie Rücksicht nehmen sollten. Ich putze jeden Tag ein Zimmer, mehr geht nicht. Wenn ich gar nicht mehr kann besteht die Möglichkeit über eine kirchliche Einrichtung eine Putzhilfe zu bekommen. Die muss ich aber mindestens eine Woche vorher beantragen.
    Wenn ich zeitweise nicht kochen kann, gibt´s immer noch Essen auf Rädern.

    Die Gewissheit, dass irgendwann der Punkt kommt, an dem ich mich nicht mehr versorgen kann, hat dafür gesorgt, dass ich mich dieses Jahr auf die Warteliste zum "Betreuten Altenwohnen" setzen ließ. Wartezeit 3 Jahre bis ich mich da einmieten kann.

    Ich finde es nicht so problematisch, Hilfen in Anspruch zu nehmen, mehr Probleme macht es mir, den Verlauf der Erkrankung zu akzeptieren. Zu akzeptieren, dass der Bewegungsradius immer geringer wird, bei klarem Verstand zu sehen, wie der Verfall des Körpers immer weiter fort schreitet. Ich versuche nun schon seit 17 Jahren vor dem Rollstuhl weg zu laufen, aber irgendwann wird der Rollstuhl eine Hilfe sein, um mir die Behinderung zu erleichtern, um mir ein kleines Stück Selbstversorgung zu geben.

    liebe Grüße
    Momo
    Die Vergangenheit ist meine Wurzel, der Stängel ist die Gegenwart, die Zukunft ist die Blüte.

  17. #137
    Registriert seit
    08.2003
    Beiträge
    17.026
    Hallo René,

    wenn dein Körper offensichtlich eigentlich den Rollator braucht, dann mach doch das Beste draus, hol dir so ein Ding und peppe ihn ordentlich auf! Der muss doch nicht nach Opa aussehen!

    Ich kenne in Bad Kreuznach eine Frau, ungefähr so alt wie ich, die hat schon lange kreisrunden Haarausfall, hat nur noch ein paar vereinzelte Haarflecken auf dem Kopf. Sie hat mehrere total fetzige Perücken und alternativ bunte Tücher, die sie gekonnt um den Kopf drapiert - das sieht so toll aus! Viele die sie kennen wissen um ihr Problem - und bewundern, wie sie damit umgeht.

    Das gleiche kannst du doch auch machen: hole dir einen Rollator der nicht allzu fad aussieht und mache ein Unikat daraus - dann fällt erst auf den zweiten Blick auf dass du den als Hilfe brauchst

    Und übrigens: ich habe schon lange in der Küche einen 'Stehstuhl' stehen der mir gute Dienste leistet wenn ich nicht so lange stehen kann, das hilft ungemein beim Kochen!

    Liebe Grüße

    Lydia
    Lächle in die Welt - und die Welt lächelt zurück!

  18. #138
    Registriert seit
    02.2008
    Beiträge
    2.057
    Hallo miteinander,

    Möglichkeiten und Hilfen gibt es ja genug. So ist es nicht.
    Ich habe wahrscheinlich noch nicht akzeptieren wollen wie es um mich steht.

    @ Momo, betreutes Wohnen haben meine Frau und ich auch als Überlegung beim nächsten Umzug.
    Ist aber alles noch nicht spruchreif. Muss mich erst beraten lassen für wen das in Frage kommt und wie es finanziell ist.
    Da wird es dann wieder scheitern.

    @ Lydia, leider habe ich mich noch nicht damit befassen können. Kann es nicht als Hilfe sehen sondern nur als Erkenntnis wo ich stehe.
    Und das macht mich verrückt. Das ich innerhalb von jetzt drei Jahren ( vorher konnte ich noch mal ein, zwei Km laufen ) so unbeweglich bin.
    Klar gibt es Hilfen wie den Stuhl etc. aber das Annehmen fällt mir wohl schwer. Mir liegen die Ärzte und Sozialberater allerdings ständig in den
    Ohren ich muss mich kümmern, muss es als Hilfe ansehen.

    gruß wessi
    Das ist meine persönliche Meinung.
    Gruß Renè aus Bayern

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    ( Richard von Weizsäcker )

  19. #139
    Registriert seit
    07.2016
    Beiträge
    589
    Guten Morgen René!

    Betreutes wohnen ist sicherlich eine Lösung, aber ich denke, dafür bist du auch geistig noch zu fit. Meine Oma hatte betreutes wohnen, und Personal für das betreute wohnen von 07:00 Uhr bis 22:00 Uhr im Hause.
    Danach nur noch eine Person in Bereitschaft vor Ort. Finanziert wurde das da von der Krankenkasse. Ich könnte mir vorstellen, dass da heute die Pflegeversicherung greift. Sie wohnte in einem 6-Familien-Haus.

    Sich mit den Gegebenheiten abzufinden ist auch nicht so einfach. Ich hatte einen tollen Urlaub, kam am vergangenen Samstag aus dem Urlaub zurück und hatte dann auch pronto massive Probleme mit den Knochen, aber ohne jede Vorwarnung! Da wurden mir wieder die Grenzen aufgezeigt und das ich nun mal chronisch krank bin. Mir ging es drei Tage wirklich nicht sehr gut. Trotz walken und Infrarotkammer.
    Was solls, ist wie mit der Ente! Wenn ich den Fisch haben will, muss ich beim tauchen den kalten Hintern in kauf nehmen!

    Für dich könnte ich mir aber vorstellen, dass Du stundenweise Hilfe von einer Organisation bekommst, die einkaufen helfen, und auch bei der Reinigung der Wohnung behilflich sind.

    Ich denke schon, dass es Dich richtig mies erwischt hat! Aber positives Denken ist angesagt! Den Rollstuhl sollte man mit den heutigen Behandlungsmöglichkeiten sicherlich vermeiden können!

    Mit dem abnehmen stelle ich mir auch nicht einfach vor, aber da gibt es von der VHS und den Krankenkassen kostenlose Kurse, da kommt man dann wenigsten mal vor die Türe und sieht auch,
    dass andere Zeitgenossen die gleichen Probleme plagen, was dann dem Kopf gut tut. Außerdem muss man sich auch einige Dinge bewusst machen! Ich wiege leider nur 60 KG, hat aber den Vorteil, dass ich meinen TNF-Blocker nur 1 x im Monat spritzen muss. Auch andere Medikamente helfen rascher und effektiver. Dann sollte man auch an die Wirbelsäule und Gelenke denken. Liegt man mit seinem Gewicht im idealen Bereich, dann
    "moppern" auch die weniger rum. Ich denke, Du hast soviel Biss, das Du das anpacken wirst!

    Ich wog mal 89 KG, habe dann wegen der Probleme knapp 20 KG abgenommen, was sich sehr positiv bemerkbar gemacht hat. Die anderen 10 KG wollte ich nicht abnehmen. Bis heute ist ungeklärt, warum die
    binnen 6 Monate weg waren. Dazwischen lagen 2 Jahre, nachdem ich die 20 KG abgenommen hatte. Wenn jetzt Orkane fegen, bleibe ich immer zu Hause

    Ein schönes Wochenende und gute Besserung!
    Thomas
    Geändert von Thomasnrwmg (06.10.2017 um 08:34 Uhr)
    "Man kann die Sonne nicht durch bunte Farben ersetzen"

  20. #140
    Registriert seit
    02.2008
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    2.057
    Hei Thomas,

    danke für den Bericht. Bei deiner Oma war die Kasse zuständig? Bisher habe ich keine richtige Ahnung wie das mit Bezahlen ist.
    Habe nur mal gehört, jede einzelen Leistung wird separat abgerechnet, und ich stelle mir vor ist dann wie Miete, Strom etc.plus noch Einzelleistungen.
    Könnte ich dann vergessen!
    Kann ich mir gut vorstellen das es dir nach dem Urlaub schlechter ging, hatte ich auch oft.....hängt einmal mit Klimaveränderung zusammen.
    Je nach dem wo du warst. Aber auch mit der Tatsache das von null auf hundert wieder der Alltag los geht. Ohne große Pausen ist das für chronisch Geplagte nicht einfach.
    Aber deine Reha ist ja in greifbarer Nähe
    Du hast 20 Kilo abgenommen, Hut ab. Ich hatte nie mit Übergewicht zu kämpfen. Erst als die Bewegung wirklich weniger wurde.
    Hatte dann auch mal 8 Kilo runter. Irgendwann aus Frust vielleicht wieder drauf. Aber ist ja richtig was du sagst.
    Man muss auch manchmal den Hintern hoch kriegen. Und gegen steuern wo man noch kann.

    gruß René
    Das ist meine persönliche Meinung.
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