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  1. #1
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    Bewerbungsgespräche und MB

    Hallo an alle,

    ich bin gerade dabei, mich um eine neue Arbeitsstelle zu bewerben und habe nächste Woche das erste Bewerbungsgespräch. Diesen Job will ich unbedingt haben,weil er perfekt passen würde. Leider ist es eine 100%-Stelle mit Reisetätigkeit. Wie ihr wisst ging es mir im letzten Jahr fast durchgehend ziemlich oder sehr schlecht. Da frage ich mich natürlich, ob ich das überhaupt schaffen kann, denn von einer wirklich stabilen Situation bin ich nach wie vor weit entfernt. Nach vier Stunden sitzen mit Pausen und Bewegung zwischendrin kann ich kaum aufstehen oder auftreten und bin für den Rest des Tages doch relativ eingeschränkt. Am nächsten Morgen geht es einigermaßen, da zum Glück seit ich Mistel spritze die Morgensteifigkeit nicht mehr Stunden oder halbe Tage andauert. Ich würde versuchen davor noch in Reha zu gehen in der Hoffnung, dann stabiler mit dem neuen Job starten zu können.

    Meine Frage ist aber eigentlich vor allem, wie soll ich im Bewerbungsgespräch mit der Erkrankung umgehen? Wenn ich relativ stabil wäre, dann würde ich mich sicher dafür entscheiden es ganz offen zu sagen und zu ergänzen, dass es mir schon länger gut geht. Denn eigentlich bin ich hier für Offenheit und Ehrlichkeit. Aber das ist nicht der Fall. Wenn ich es verheimliche, wird es schon deshalb schwierig, weil ich einen angepassten Arbeitsplatz benötige. Der ist schon lange bei der Arbeitsagentur beantragt und ich werde ihn bekommen, sobald ich einen neuen Job habe. Und den brauche ich auch dringend. Ich muss ja Bescheid geben, dass ich mit meinem eigenen Mobiliar anrücke. Also bleiben mir eigentlich nicht viele Optionen, oder? Ich muss es offenlegen.

    Es gibt ja ganz unterschiedliche Empfehlungen. Manche haben super Erfahrungen mit Offenheit gemacht, andere nicht. Ich könnte evtl. hoffen, dass ein Arbeitgeber, der auch mit Menschen mit Behinderung als Klienten vertraut ist, eine Behinderung nicht zum Ausschlussfaktor macht, sondern das sogar positiv auffasst? Einen GdB habe ich noch nicht, da meine Ärztin mit ihrem Gutachten mehrere Monate hat verstreichen lassen. das empfinde ich im Moment eher als positiv. Dann muss ich nicht auch noch mit dem GdB kommen und sollte ich ihn im Laufe der Probezeit bekommen, kann ich auch vielleicht noch bis Ablauf der Probezeit warten, ihn dem AG mitzuteilen?

    Wie handhabt ihr das? Was sind eure Erfahrungen? Dabei interessiert mich natürlich, wie Personen mit einer ähnlich instabilen Situation wie meiner das handhaben.

    Lieben Gruß

    Theechen

  2. #2
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    Hallo Theechen,

    also das ist echt schwierig zu sagen. Ich habe bisher immer garnichts von der Erkrankung erzählt. Und ich würde auch nach Möglichkeit heute nichts erzählen. Meine Erfahrung ist, daß private Unternehmen, selbst wenn sie
    offen gegenüber Behinderten sind (wie meine Firma z.B, die das aber auch nicht offiziell weis) sich bei gleicher Qualli immer für den gesunderen Kandidaten entscheiden. Würdest Du sicher auch so tun.
    Un wenn Du beim Gespräch gleich rüber kommst mit eigenem Arbeitsplatz und evtl. möglichen gesundheitlichen Einschränkungen ... ich weis ja nicht....

    Du solltest versuchen einzuschätzen ob Du dem Job gewachsen bist oder nicht. Wenn Du jetzt schon davon ausgehst, daß du ihn nicht 100% schaffen wirst dann ist das weder für Dich noch für die Firma eine gute Lösung.
    Reisetätigkeit z.B kann extrem anstregend sein, schon für halbwegs gesunden Personen, je nachdem wieviel % Deiner Arbeitszeit das in Anspruch nimmt und wohin die Reisen gehen.

    Grüße
    Frank

  3. #3
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    Hallo liebes Theechen,

    zuerst einmal wünsche ich Dir für das bevorstehende Bewerbungsgespräch toi, toi, toi und drücke dir ganz fest die Daumen, dass es klappt.

    Es ist wirklich verdammt schwierig zu sagen, wie man sich am besten verhalten soll.
    Ich kenne das aus eigener Erfahrung sehr gut - auf der einen Seite ist das Aufgabengebiet genau das, was man möchte und auf der anderen Seite weiß man nicht, ob man die Sp.A. angibt oder nicht.
    Wenn einen die Erkrankung in der Ausübung der Tätigkeit nicht einschränkt, muss man es nicht angeben - wie es so schön heißt ... aber wie du selber schreibst, ist deine momentane Situation nicht so stabil.
    Ich bin immer dafür offen und ehrlich von anfang an, alle Karten auf den Tisch zu legen ... denn was nützt es einem, wenn man eingestellt wird und dann geht es einem wegen Sp.A. so bescheiden, dass es Aussenstehende sehen/ man es nicht verbergen kann, dass man sich vielleicht sogar krank schreiben lassen muss oder die Reisetätigkeit nicht antreten kann ... wenn man dann entlassen wird, ist es noch viel schlimmer. Wer mit der Erkrankung - besser gesagt mit Erkrankungen generell - ein Problem hat - wird dies zu jedem Zeitpunkt haben ... sollte der potentielle Arbeitgeber aber verständnisvoll sein, dann ist er es auch schon beim Vorstellungsgespräch.

    Leider geben viele Arbeitgeber in den Stellenanzeigen an "... Schwerbehinderte werden bei gleicher Eignung/ Qualifikation bevorzugt eingestellt" ... ganz ehrlich, dass muss drinnen stehen. Viele Unternehmer zahlen lieber die Ausgleichsabgabe.
    Von daher ist es bei Dir schon mal sehr gut, dass Du noch keinen Grad der Behinderung hast.
    Selbst wenn du diesen innerhalb der Probezeit zuerkannt bekommst - Du musst diesen dem Arbeitgeber nicht mitteilen!!!!!

    Läuft bei Dir schon der Reha-Antrag und wann wäre Arbeitsbeginn bei der neuen Arbeitsstelle?
    Würde das zeitlich passen?
    Wäre natürlich optimal, wenn Du vorab eine Reha antreten könntest und sich dein Gesundheitszustand stabilisiert!!!!


    Traust Du Dir es, wenn du ganz ehrlich zu Dir selbst bist, wirklich zu - 100%-Stelle mit Reisetätigkeit?

    Bei mir sieht es so aus, dass ich aus gesundheitlichen Gründen, nicht nur die Sp.A. sondern vor allem der Z.n. Myokarditis schränkt mich extrem ein - nur noch Teilzeit arbeiten kann. Selbst das schlaucht extrem und geht an die Substanz und auch wenn ich sehr sehr gern mehr arbeiten würde, es geht leider wirklich nicht.
    Sobald an mehreren Tagen hintereinander Überstunden anfallen und/oder ich mich im Anschluss in der Freizeit weiterbilde ... fällt mir das hinterher immer wieder auf die Füße.
    Von daher muss ich zu mir ehrlich sein, mir die Grenzen eingestehen und akzeptieren - so schwer wie es mir fällt.

    Wenn du Dir es aber zutraust mit 100% und Reisetätigkeit - dann versuche es.


    Wenn man bei einem Vorstellungsgespräch mit offenen Karten spielt ... ganz unterschiedliche Reaktionen.
    Es wird nicht vorkommen, dass man ehrlich gesagt bekommt, dass man wegen der Erkrankung den Job nicht erhält ... das ist verboten und das wissen die Personaler auch ... also lässt man sich die fadenscheinigsten Argumente einfallen oder schlicht und ergreifend nur "... tut uns leid, wir haben uns für einen anderen Kandidaten entschieden."
    Da ich nur Teilzeit arbeiten kann, taucht bei mir immer die Frage nach dem "Warum" auf - aus privaten Gründen ist mir zu unpersönlich und somit sage ich die Wahrheit.


    Toi, toi, toi liebes Theechen!

    Ach ja - noch eine Frage, ist es eine unbefristete Stelle? Oder befristet auf 2 Jahre?
    Heutzutage ist es mehr als schwierig unbefristet eingestellt zu werden. Vor allem wenn man von einer unbefristeten Stelle wechselt, möchte man diese "Sicherheit" als chronisch Kranker nicht aufgeben.


    Mit besten Grüßen
    Estarina
    Geändert von Estarina (18.07.2014 um 11:15 Uhr)

  4. #4
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    @Theechen
    Interessanter Thread! Mit der Frage beschäftige ich mich momentan auch. Wenn ich die Reha hinter mir habe und in den nächsten Monaten (hoffentlich) wieder besser laufen kann, würde ich mich auch gern für einen neuen Job bewerben. Grundsätzlich denke, dass man mit der Erkrankung und den daraus resultierenden Einschränkungen beim Bewerbungsgespräch möglichst offen umgehen sollte. Nur würde ich erstmal nicht zu sehr ins Detail gehen, sondern mir vorher gut überlegen, wie ich die wichtigsten Punkte kompakt und leicht verständlich rüberbringen kann. Sonst klingt das für den potentiellen Arbeitgeber vielleicht alles etwas zu kompliziert. Außerdem würde ich erstmal nur auf die Dinge eingehen, die konkreten Einfluss auf den Job haben könnten. Wichtig ist wahrscheinlich auch, dass man die Gesundheitsprobleme zwar offen anspricht, aber dennoch optimistisch rüberkommt. So hat der Arbeitgeber den Eindruck, dass man die Erkrankung gut im Griff hat und neue Herausforderungen im Job bewältigen kann.

    Bei meinem letzten regulären Arbeitgeber lagen die Karten von Anfang an klar auf dem Tisch. Mir wurde die Stelle damals nämlich genau zu dem Zeitpunkt angeboten als meine erste Hüft-OP kurz bevor stand. Ich konnte den Job deshalb nicht sofort antreten, weil ich ja auch erst die Reha noch hinter mich bringen musste. Meine Chefin hat sich trotzdem darauf eingelassen und es hat auch ganz gut funktioniert. Natürlich wird man immer auf Kollegen treffen, die mit solchen gesundheitlichen Einschränkungen nicht umgehen können. Bei mir kommt hinzu, dass ich noch ziemlich jung bin und man die Einschränkungen, die ich habe, eher mit Leuten höheren Alters verbindet.

    Bei einem Arbeitgeber, dem ich meine Erkrankung vorenthalten müsste, um die Stelle zu bekommen, würde ich letztlich gar nicht arbeiten wollen. Denn selbst wenn man's beim Bewerbungsgespräch schafft, sich "durchzumogeln" und seine Einschränkungen zu verstecken, wird man später im Job doch irgendwann damit konfrontiert werden. Und wenn der Arbeitgeber dann eigentlich ganz andere Erwartungen hatte und auf solche gesundheitlichen Probleme nicht eingestellt war, ist die Reaktion wahrscheinlich unangenehmer als wenn von Anfang an alles Wichtige rund um die Erkrankung(en) besprochen wurde.

    Theechen, ob die 100%-Stelle mit Reisetätigkeit wirklich das Richtige für dich ist, kannst letztlich nur du selbst entscheiden. Klingt auf jeden Fall nach einer anspruchsvollen, körperlich fordernden Tätigkeit. Aber wenn es für dich ein Traumjob ist, bist du vielleicht so motiviert, dass du genügend Kräfte dafür freisetzen kannst. Ansonsten könntest ja schauen, wie du die Probezeit bewältigst und danach immer noch entscheiden, ob du weitermachen willst oder lieber etwas Anderes suchst.

    Ich wünsch dir für das Bewerbungsgespräch viel Erfolg!
    Viele Grüße
    Euer Humpelkumpel

  5. #5
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    Zitat Zitat von Theechen Beitrag anzeigen
    ... Einen GdB habe ich noch nicht...
    Hallo Teechen,
    das ist der Punkt. Du musst überhaupt nichts mitteilen über deine Erkrankung wenn dies der Fall ist.
    Ich selbst habe damals meine derzeitige Stelle mit "Gleichstellung GdB 40" erhalten und das war vorteilhaft für mich, weil das Institut dadurch die Quote verbessern konnte. Ich bin auch offensiv und offen mit meiner Situation umgegangen, auch das wurde respektiert. Heute habe ich im achten Beschäftigungsjahr um ein Zwischenzeugnis gebeten. Die Gesichter wurden lang, aber das ist mir egal. Für die nächste mögliche Bewerbung an einem anderen Ort bewerbe ich mich mit GdB 100. Mal schauen wie sich das auswirkt....Letztlich kannst nur du für dich entscheiden, ob du den Anforderungen der neuen Tätigkeit gewachsen bist, oder nicht. Viel Glück dabei.
    Grüßle
    Aorta
    Gesundheit ist besser als Krankheit, wenn auch nur aus körperlichen Gründen.
    ( frei nach Woody Allen)

  6. #6
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    Zitat Zitat von Aorta1963 Beitrag anzeigen
    ... Heute habe ich im achten Beschäftigungsjahr um ein Zwischenzeugnis gebeten. Die Gesichter wurden lang, aber das ist mir egal. Für die nächste mögliche Bewerbung an einem anderen Ort bewerbe ich mich mit GdB 100.
    Aorta

    Wenn du nach einem Zwischenzeugnis gefragt hast- sind somit deine Wechselabsichten für deinen derzeitigen AG ersichtlich.
    Wird der AG versuchen dich umzustimmen/ dich zu halten?

    Wirst Du deinen jetzigen GdB von 100 in Bewerbungen angeben?
    Ein Bekannter von mir hat die Erfahrung gemacht, dass er - sobald der GdB schon im Bewerbungsschreiben stand - immer eingeladen wurde, selbst wenn für den potenziellen AG feststand, einen Behinderten nicht einzustellen. Das scheint so Pflicht zu sein, ob generell oder nur im Öffentlichen Dienst, weiß ich nicht.

    Wünsche Dir auf alle Fälle auch viel Erfolg!!!!


    Mit besten Grüßen
    Estarina

  7. #7
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    Vielen lieben Dank für eure Antworten.

    @Estarina: ja, ich will vorher noch die Reha machen und sie ist auch schon beantragt. Im Antrag habe ich gleich vermerkt, dass ich wegen eines Stellenangebots die Reha so schnell wie möglich machen möchte. Die Stelle soll zwar auch zum baldmöglichsten Zeitpunkt besetzt werden, doch ich denke es dürfte kein Problem sein, den Arbeitsbeginn um einen Monat zu verschieben, gesetzt den Fall, sie wollen mich haben. Eigentlich hatte ich im August einen Urlaub gebucht, der erste seit 1,5 Jahren, der würde dann halt der Reha zu Opfer fallen. Und ja: es ist ein unbefristeter Job. ;ein letzter befristeter Job wurde aufgrund der längeren Krankheitszeit nicht verlängert und ich habe ehrlich gesagt diese 1-2 Jahresverträge satt.

    @all: Ob ich mir die 100%-Stelle zutraue, weiß ich selbst nicht genau. Ich kann mir auch vorstellen, wie ihr auch zum Teil schon geschrieben habt, dass eine interessante und herausfordernde Stelle Energie freisetzt, diese auch zu bewältigen. Andererseits habe ich nicht ganz unberechtigte Zweifel und würde die Probezeit nutzen, mir ein Bild davon zu machen, ob ich mir die Tätigkeit auch auf längere Sicht zutraue. Wenn man aus dem längeren Krankenstand in den Beruf zurückwechselt fällt die Einschätzung sicher schwerer. Die Reisetätigkeit findet vermutlich im Umkreis von ca 1-2h Autofahrt statt. Ich denke, das wäre zu bewältigen.

    Lieben Gruß

    Theechen

  8. #8
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    Liebes Theechen,

    wünsche es Dir von ganzen Herzen, dass es klappt!

    Zuerst die Reha und dann der Job - das wäre mehr als optimal.
    Mit der Reha wirst Du mit Sicherheit mehr erreichen als mit dem wohlverdienten Urlaub. Und dann gestärkt und stabilisiert deinen Traumjob antreten

    Unbefristet ... wirklich klasse ... und dann auch noch das Tätigkeitsfeld wie gewünscht ... das musst Du einfach probieren.
    Vielleicht gibt der Bechti einfach Ruhe, denn auch wenn es eine Riesenumstellung wird - es ist positiver Stress und der beflügelt!

    Toi, toi, toi!!!!!


    Ganz liebe Grüße
    Estarina

  9. #9
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    Zitat Zitat von Estarina Beitrag anzeigen
    ... sind somit deine Wechselabsichten für deinen derzeitigen AG ersichtlich.
    Wird der AG versuchen dich umzustimmen/ dich zu halten?...
    Grüß dich Estarina,
    noch offensichtlicher geht es nicht und das ist beabsichtigt. Ich will zumindest mal einen Probe-Ballon steigen lassen und sehen wo ich stehe. Der ganze Rest ist bekannt. Selbstverständlich musst du über GdB 50 angeben, dass dem so ist. Es kann vorteil - oder nachteilhaft sein. Der Arbeitgeber ist zumindest verpflichtet dich auf eine ausgeschriebene Stelle hin einzuladen ab GdB 50. Das ist ein kritischer Punkt, und den kenne ich weil ich selbst Schwerbehindertenbeauftragter bin. Es gibt "Hopper" welche nur auf eine Diskriminierungsabfindung mit 3 Monatslöhnen aus sind. Heikle Sache. Aber scheinbar habe ich es nur mit heiklen Dingen zu tun, für meine beabsichtigten Initiativ-Bewerbungen spielt das Regularium jedoch keine Rolle. Ich will weg von hier, Richtung Heimat um mich um meine Eltern und ein neues Umfeld kümmern zu können, nachdem hier alles den Bach abgeht...Total Reset...Anderes Thema.
    Tatsache ist: selbstverständlich musst du alles über GdB 50 angeben, darunter bleibt es dir selbst überlassen. Mit einem geringeren GdB als 100 und ohne Gesundheitsamt würde ich mich "freier" Fühlen, was auch immer das bedeuten soll oder kann...Letzte Ausfahrt: Argentinien. Dort lebt mein Bruder.. Es gibt immer irgendwelche Möglichkeiten..
    Grüßle
    Aorta
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  10. #10
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    Hallöchen Aorta,

    so viel ich weiß/ in Erinnerung habe, muss eine Schwerbehinderung bei der Bewerbung/ Vorstellungsgespräch nicht angegeben werden. (voriges Jahr Justiziarin Frau Schoeler beim Forums-Treffen)
    Selbst wenn eine Eingangsuntersuchung anfällt, dort interessiert ausschließlich, ob der Kandidat die Tätigkeiten, die im Stellenprofil stehen bzw. generell bei der Stelle auf ihn zukommen würden, ausüben kann.

    Na´ denn - mal schauen, was aus dem Probeballon bei Dir wird.
    Gutes Gelingen und dass es bald wieder bergauf bei Dir geht.
    Habe Dir noch eine PN geschickt

    Mit besten Grüßen
    Estarina
    Geändert von Estarina (18.07.2014 um 16:21 Uhr)

  11. #11
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    Theechen, dann würde ich doch an Deiner Stelle einfach mal frech und selbstbewußt versuchen die Stelle zu bekommen . In der Probezeit kannst Du dann sehen ob es klappt oder nicht ... du hast ja nichts zu verlieren.
    1 - 2 std. Reisetätigkeit klingt für micht da entspannt ... ich muß morgens schon 1 std. Anreisen um zum Job zu kommen. (Ist hier zwischen Hamburg und Lübeck nicht so ganz unüblich).

    Ich wünsch dann mal viel Erfolg und wie schon gesagt, ich würde es nicht erwähnen.

    cheers
    Frank

  12. #12
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    Soweit ich weiß, ist man nicht dazu verpflichtet, seinen GdB beim Bewerbungsgespräch anzugeben, egal wie hoch er ist. Allerdings frag ich mich, ob ich bei einem Arbeitgeber gut aufgehoben wäre, der mich nur nehmen würde, wenn ich den GdB verheimliche. Entweder kann ein Betrieb mit sowas umgehen und lässt sich darauf ein oder eben nicht. Dass es heutzutage immer noch so viele Arbeitgeber gibt, die vor Schwerbehinderten zurückschrecken, ist wirklich traurig - doch diese Denkweise ist aus den Köpfen schwer herauszubekommen. Da helfen wahrscheinlich letztlich nur strengere Gesetze. Nur weil man eine Schwerbehinderung hat, gehört man schließlich noch lange nicht auf's Abstellgleis.
    Viele Grüße
    Euer Humpelkumpel

  13. #13
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    Hallo zusammen,
    ....
    Hat der Arbeitnehmer eine Mitteilungspflicht?
    Nach der Feststellung der Schwerbehinderung bleibt es dem Arbeitnehmer überlassen, ob er diese dem Arbeitgeber mitteilt oder nicht. Dies gilt ebenso für Arbeitnehmer, die einem schwerbehinderten Menschen gleichgestellt sind. Denn solange die im Arbeitsvertrag aufgeführten Pflichten vom Arbeitnehmer erfüllt werden können, besteht keine Pflicht den Arbeitgeber zu informieren. Allerdings besteht dann auch kein Anspruch auf Zusatzurlaub...

    Wann muss der Arbeitgeber informiert werden?
    Der Arbeitgeber muss in jedem Falle informiert werden, wenn sich die Behinderung einschränkend auf die Tätigkeit auswirkt. Dies gilt besonders wenn eine Selbst- oder Fremdgefährdung besteht. Dabei ist es nicht notwendig, die genaue Diagnose der Erkrankung mitzuteilen....

    Ich denke dass viele hier eben es mit Einschränkungen zu tun haben welche ins Berufsleben hineinspielen.
    Letztlich ist die Information darüber auch ein Selbstschutz und kann auch dem Arbeitgeber Vorteile bieten. Ich sehe in der Bekanntmachung der Schwerbehinderung keine Nachteile.
    Grüßle
    Aorta
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  14. #14
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    Ich hatte Arbeitsrecht im Studium, man muss wie oben erwähnt nicht sagen wenn eine Schwerbehinderung vorliegt. Es ist sogar machbar den Wisch noch vorzulegen, wenn eine Kündigung kommt. Der Schutz besteht ja trotzdem.
    Aber, da man ja Fördergelder bekommt und der Arbeitgeber ja auch meist eine Quote erfüllen muss, kann man damit offen umgehen, wenn man denen gut verkaufen kann, dass die Behinderung nicht auf die Arbeit auswirkt. Mein Chef weiß es auch, in Bewerbungsgesprächen hatte ich aber auch zu viel "Sorge" es zu sagen

  15. #15
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    Zitat Zitat von TimKer Beitrag anzeigen
    ...Es ist sogar machbar den Wisch noch vorzulegen, wenn eine Kündigung kommt. Der Schutz besteht ja trotzdem. ...
    Es ist letztlich die Frage inwiefern die Behinderung die Tätigkeit tangiert oder nicht. Man kann hier viel lesen voon Patienten, welche nicht mehr den ganzen Tag durchhalten, viele Termine haben usw. Ist das bereits eine Beeinträchtigung für den Arbeitgeber? Die Frage ist schwer zu beantworten in vielen Fällen, gerade bei in diesem Fall fällt eben der besondere Kündigungsschutz weg und ist auch nachträglich scheinbar schwer einzuklagen...Ich rate daher eher zur Offenheit wenn ein Ausweis vorliegt...
    Grüßle
    Aorta
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  16. #16
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    Ich habe noch eine Ergänzung, die mir sehr geholfen hat. Ich habe Frau Schoeler vom DVMB gefragt, wie mit einer Frage nach einer die Ausübung des Berufs beeinträchtigenden Erkrankung umgegangen werden kann. Sie hat mir bestätigt, dass es irrelevant ist, dass ich aufgrund der Erkrankung auch mal länger ausfallen kann, sondern nur relevant ist, ob ichmit der Erkrankung normalerweise die Tätigkeit ausüben kann. Krankheit ist ein übliches Risiko im Arbeitsleben. Daher sind bei MB v.a. Berufe wie Gerüstbau, Dachdecker o.ä. problematisch.

    Die Information ist natürlich super, denn ich war davon ausgegangen, dass längere Krankheitsphasen in den letzten Jahren auch schon zu einer eingeschränkten Fähigkeit führen, den Beruf auszuüben, aber dann hätte man ja gar keine Möglichkeiten mehr einen Job zu bekommen.

    Ich werde also im Bewerbungsgespräch nichts sagen, da ich ja auch keinen GdB habe, aber im späteren Angestelltenverhältnis offen mit der Erkrankung umgehen. Das fühlt sich für mich erst einmal besser an. Wenn ich einen GdB bekomme, werde ich das auf jeden Fall nach der Probezeit angeben.

    Lieben Dank noch mal an alle für die Antworten.

    Theechen

  17. #17
    Registriert seit
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    361
    Hallo liebe Theechen,

    alle Finger, Zehen sind feste für Dich gedrückt. Du schaffst das! Toll, das Dir Frau Schoeler weiter helfen konnte. Insbesondere drück ich Dir die Daumen, das Du schmerzmäßig einen richtig guten Tag haben wirst passend zum Vorstellungsgespräch u Du prima beweglich bist. Warum sollte dann noch jemand nach einer Erkrankung fragen!?

    Alles Liebe und toitoitoi,

    Krümel

  18. #18
    Registriert seit
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    Also ihr Lieben,

    ich habe den Job. Ehrlichkeit zahlt sich manchmal aus. Daher freue ich mich jetzt auf den baldigen Arbeitsbeginn und kann die Vorteile des GdB nutzen. Es wird jetzt natürlich total spannend , wie ich die Vollzeitstelle schaffe. Im Moment bin ich glücklich, dass es weiter geht. Krank war ich jetzt lange genug.

    Lieben Gruß
    Theechen

  19. #19
    Registriert seit
    01.2008
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    541
    Glückwunsch!

    Ich drück Dir beide Daumen das Du es in Vollzeit schaffst und es einfach nur aufwärts geht.

    LG
    Kerstin

  20. #20
    Registriert seit
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    Hallo Teechen,
    auch von mir alles Gute und herzlichen Glückwunsch. Dann sehen wir uns ja mal in naher Ferne?
    Grüßle
    Aorta
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