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  1. #1
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    Bekommt jemand von euch Opiate?

    Hallo zusammen,

    ich würde gerne wissen ob jemand von euch (oder jemanden kennt) Opiate zwecks Schmerzbehandlung bei Bechterew bekommt?

    Ich frage deshalb, weil ich aus nicht nur körperlichen Gründen, weder NSAR Arcoxia, Diclofenac - noch Ibuprofen etc vertrage.

    D.h. ich benötige eine Alternative. Von Opiaten ist bekannt, dass sie sich äusserst positiv auf die psychischen Probleme - die ich leider habe - auswirken können.

    Ich habe kommenden Monat meinen ersten Termin bei einem Schmerztherapeuten - und möchte versuchen das Thema offen anzusprechen.

    Klar dürfen sie es nicht "off Label" für Psychische Probleme verschreiben, aber das wäre ja bei mir nur der "sekundäre" Gewinn.

    Primär geht es um meine massiven Schmerzen, die mir langsam über den Kopf wachsen

  2. #2
    Registriert seit
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    Beiträge
    357
    Du würdest einen Purzelbaum schlagen , wenn Du wüstest wie viele Junkies hier im Forum abhängen.
    Als Spaßmacher wird Dir aber keiner das Zeug verschreiben. ...und schließlich kann das Zeug auch so seine Tücken haben: ich sage nur Suchtfaktor.
    Ich habe auch schon einiges durch. Das einzige Opiat, welches aus meiner Erfahrung (als Nebeneffekt) wirklich ein Dauergrinsen zaubert ist Tramal. ...aber leider habe ich mich auch sehr schnell angepasst und bei über 400mg/tag ist dann das Ende der Fahnenstange erreicht, dann springt einnen der Flattermann an (Serotonin-Syndrom).

    Wenn Dir die Schmerzen über den Kopf wachsen, solltest Du besser einen stationären einstieg in eine Schmerzterapie ansprechen.
    Wenn Du gleich auf Opiate abzielst könnte das auch falsch rüberkommen. Neben Opiaten gibt es schließlich auch noch Antidepressiva die in der Schmerztherape verwendet werden.

    PS bei mir sieht es gegenwärtig so aus, das ich garnichts regelmäßig nehme. (Wenn selbst Hydromorphon erher bescheiden wirkt, kann man auch ganz verzichten).
    Für den äußersten Fall habe ich noch Tramaltropfen um evtl, eine deftige Schmerzspitze etwas zu mildern. Ansonsten muss ich mit Badewanne , Heizkissen und Mentaler Entspannung klarkommen...
    Geändert von Erzesel (22.10.2013 um 20:53 Uhr)
    "42" Die Antwort auf das Leben, das Universum und den ganzen Rest

    Ich nehme mir die Freiheit, meine subjektive Meinung zu äußern, das ist mir nach dem deutschen Grundgesetz Artikel 5 offiziell zugestanden.
    Sollte jemand eine anderer Meinung sein, steht es ihm ebenso Frei mich davon zu überzeugen. Dies möge er jedoch Niveauvoll und im Rahmen der Artikel 1-4 tun....

  3. #3
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    Beiträge
    3.128
    Hallo Bastian,

    ich nehme Tramal (Opioid), aber dass sie bei psychischen Beschwerden helfen, stimmt nicht. Ganz im Gegenteil, sie können dann eher gefährlich werden, weil man schnell dazu neigen kann, sie als "Lösungsmittel" zum Kopf freimachen zu mißbrauchen. Was Du meinst, sind wohl eher Benzodiazepine, die angstlösend und beruhigend wirken bei psychischen Problemen. -Aber hier noch mehr große Gefahr der Abhängigkeit! Beide Substanzen machen abhängig, wichtig ist aber zu gucken, ob es sich dann um "nur" eine körperliche oder auch zusätzlich um eine psychische Abhängigkeit handelt. Ich habe Tramal im akuten Schub (sehr selten) höher dosiert genommen (100 bis 200 mg), ansonsten jeden Abend 5 - 10 Tropfen, d.h. 12,5 bis 25 mg. Aktuell dosiere ich das Tramal aus, d.h. ich nehme jede Woche einen Tropfen weniger, um zu gucken, wie sich das auf meine Schmerzen auswirkt. Aktuell nehme ich nur noch zwei Tropfen, was recht "lächerlich" ist, aber trotzdem schleiche ich es weiter in diesem Rhythmus aus, damit ich nicht nur körperlich merke, dass ich sie nicht brauche, sondern auch vom Kopf her weiß, dass es ohne geht. Ich habe es jetzt ca. 2 Jahre täglich genommen und das Ausschleichen klappt problemlos und ich brauche es (zum Glück) nicht mehr. Mir hat es auch besser als NSAR geholfen, nachts gut zu schlafen. So war ich morgens ausgeruht und schmerzfrei und habe auf diesem Weg quasi von hinten durch die Brust ins Auge auch die Entzündungen bekämpft, weil ich durch den guten Schlaf einfach entspannter und psychisch ausgeglichener war. Mir hat es geholfen, die Schmerzspirale zu durchbrechen und das Schmerzgedächtnis zu löschen. Ca. ein Jahr hatte ich auch noch Amitriptylin dazu genommen, aber auch das konnte ich vor 6 Monaten absetzen. Du solltest das Thema Oipiode mit dem Schmerzmediziner besprechen, aber auch immer im Hinterstübchen behalten, dass man da in eine richtig fiese Abhängigkeit rutschen kann. Wenn ich mal nur so eine richtige psychische Scheißzeit hatte, habe ich auch manchmal gedacht: " Jetzt 100 mg Tramal in den Kopp und alles ist mir Schnuppe!", aber ich habe es eben nie gemacht sondern immer unter dem Aspekt Medikation gegen den Bechterew belassen.

    Liebe Grüße

    Seisa
    "Humor ist der Schwimmreif auf dem Strom des Lebens"

  4. #4
    Registriert seit
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    104
    Hi Seisa,

    nein ich weiß schon wovon ich spreche- ich spreche von Opiaten und nicht von Benzos. Mir sind bei sowohl Opiaten als auch Benzos die Nebenwirkungen und Gefahren klar. Und meine Jahrelangen (!!!) Recherchen was das angeht und auch das Thema Psychopharmaka - zeigen ein etwas anderes Bild.

    Aber ich möchte hier nicht über meine Psychischen Probleme sprechen, dafür wäre dann ein anderes Forum gut. Es sei nur gesagt, dass ich so gut wie jede Medikamentengruppe durch habe, und derzeit dreierlei verschiedene Psychopharmaka zu mir nehme.

    Gruß

  5. #5
    Registriert seit
    06.2008
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    3.128
    Hallo Bastian,

    als Suchttherapeutin sind mir die negativen Seiten leider zu vertraut, aber wie Du siehst, hat es mich auch nicht abgeschreckt, Opioide zu nehmen. Man muß Risiken und Nutzen abwägen, und der war bei mir definitiv enorm. Meine Schmerztherapeutin sah bei meiner Dosierung auch keine Bedenken. -Und ehrlich gesagt nehme ich lieber ein für den Körper gut verträgliches Opioid, statt bei mir leider sehr uneffektive NSAR oder Coxibe dauerhaft einzunehmen. Ich hatte da definitiv mehr davon. Und das Absetzen bzw. Ausschleichen ist bei der Dosis auch kein Hexenwerk. Man kann eben vor lauter Verzweiflung schnell dazu kommen, immer höher zu dosieren, aber bei mir ist der Bechterew ja zum Glück nicht so extrem ausgeprägt, dass ich da gar nicht in Versuchung kam. Ich würde definitiv immer wieder auf Opioide zurückgreifen. Das Drama aus schlaflosen Nächten mit der immer weiter zuspitzenden Schmerz- und dann auch Depressionsspirale tue ich mir nicht an, wenn ich ein gutes Mittel dagegen habe.
    Aber wenn Du gut informiert bist und einen guten Arzt hast, wirst Du sicherlich auch Deinen Nutzen daraus ziehen können ohne Schaden im größeren Sinne davon zu tragen!

    LG

    Seisa
    "Humor ist der Schwimmreif auf dem Strom des Lebens"

  6. #6
    Registriert seit
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    1.824
    Zitat Zitat von Bastian Beitrag anzeigen
    .. Von Opiaten ist bekannt, dass sie sich äusserst positiv auf die psychischen Probleme - die ich leider habe - auswirken können....
    Hallo Bastian,
    ich nehme aktuell Fentanyl 25umg Schmerzplaster. Das Gute daran ist die Entlastung des Magens, ich empfinde sie als sehr gut verträglich, haben jedoch keine stimmungsaufhellende Wirkung oder sonst was. Das ist auch gut so. Von wegen Suchtfaktor habe ich bei meiner Reduzierung in 12,5 umg Schritten von 50 auf jetzt 25 umg keine Entzugserscheinungen in größerem Maßstab beobachtet. etwas innere Unruhe ja, aber die hat sich gelegt, man muss sich ja parallel auch mit anderen Dingen beschäftigen im Sinne der Kopfarbeit und Aufmerksamkeit.
    Ich werde es mal mit 12,5 umg probieren ob ich damit hinkomme, lasse mir aber bei jeder Reduzierung 6 Wochen Zeit, das entspricht auch gut den Packungsgrößen von 5- oder 10 Stück für je 3 Tage ein Pflaster. Ich nehme Fentanyl seit fast zwei Jahren und kann es eigentlich empfehlen. Wenn du die anderen Klassen durchhast kannst du ja mal nachfragen.
    Bei akuten Blockaden oder neuropathischen Schmerzen hilft es allerdings nicht. Da wurde mir Lyrica empfohlen, ein Neuroleptikum mit erheblichen Nebenwirkungen auf welches ich dankbar verzichtet habe.
    Grüßle
    Aorta
    Gesundheit ist besser als Krankheit, wenn auch nur aus körperlichen Gründen.
    ( frei nach Woody Allen)

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