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Ergebnis 1 bis 19 von 19
  1. #1
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    Milchpulver als Baby Ursache u.A. für Autoimmunkrankheiten?

    Hallo,

    ich habe bei Univadis einen interessanten Artikel zum Disput Stillen contra Milchpulver gefunden - und einen Hinweis darauf, dass Stillen Autoimmunkrankheiten verhindern könnte .... (einen ähnlichen Artikel habe ich auch im aktuellen Spektrum der Wissenschaft):


    Muttermilch enthält mehr Bakterien als erwartet Geringere Vielfalt an Mikroorganismen bei übergewichtigen Müttern und programmiertem Kaiserschnitt

    Die Muttermilch kann über 700 verschiedene Bakterien enthalten und damit deutlich mehr als bisher angenommen. Das ist das Hauptergebnis einer Studie spanischer Forscher, die im "American Journal of Clinical Nutrition" veröffentlicht wurde. Sie hatten das Colostrum untersucht.
    "Wenn die in dieser Studie entdeckten Muttermilch-Bakterien wichtig für die Entwicklung des Immunsystems sind, dann könnten sie der Säuglingsnahrung zugefügt werden und so das Risiko von Allergien, Asthma und Autoimmunerkrankungen verringern", folgern die Autoren.
    Die Wissenschaftler María Carmen Collado vom Institut für Agrochemie und Nahrungstechnologie (IATA-CSIC) und Alex Mira vom Forschungszentrum für Öffentliche Gesundheit (CSISP-GVA) räumen allerdings ein, dass die genaue Zusammensetzung der entdeckten Bakterienarten und ihre biologische Rolle beim Neugeborenen erst untersucht werden müssen. Man habe etwa noch nicht feststellen können, ob die Bakterien den Mund des Babys kolonisierten.
    Die Spanier nutzten bei ihrer Arbeit zur Erstellung der Bakterienkarte der Muttermilch eine Technik, die auf DNA-Sequenzierung basiert. Dabei stellten sie unter anderem auch fest, dass die Milch jener Mütter, die übergewichtig sind oder während der Schwangerschaft eine besonders große Gewichtszunahme verzeichnen, eine geringere Vielfalt an Mikroorganismen aufweist. Auch Frauen, die sich einem programmierten Kaiserschnitt unterziehen, hätten Milch mit geringerer Bakterienvielfalt. (tha)
    Quelle: American Journal of Clinical Nutrition (http://ajcn.nutrition.org/content/96/3/544.abstract?sid=79344a18-cc79-44d9-b222-294a7ea86f90) (abstract)


    Quelle: Univadis
    Liebe Grüße

    Lydia
    Lächle in die Welt - und die Welt lächelt zurück!

  2. #2
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    "Wenn die in dieser Studie entdeckten Muttermilch-Bakterien wichtig für die Entwicklung des Immunsystems sind, dann könnten sie der Säuglingsnahrung zugefügt werden und so das Risiko von Allergien, Asthma und Autoimmunerkrankungen verringern", folgern die Autoren.

    Na super schlau die Leute,

    wer hätte das gedacht? Die haben jetzt tatsächlich festgestellt, dass Muttermilch gesund ist und vor Krankheiten schützen kann, weil sie einen positiven Einfluss auf die Entwicklung des Immunsystems hat? Und das alles anhand der Feststellung der ungefähren Menge an versch. Bakterien in der Muttermilch?
    Wow, ähm gähn - mit Verlaub, das ist in etwa eine so spektakuläre Erkenntnis wie es die ersten Fotos der Erde aus dem Weltraum waren hinsichtlich der Form unseres Heimatplanetens - die Tatsache dass sie eine Kugel ist, war schon ein wenig früher bekannt...
    Frauen die krank sind oder sich schlecht ernähren geben ihren Kindern weniger gute Bakterien durch die Muttermilch mit - das ist allerdings auch nicht sonderlich erstaunlich, oder?
    Interessant wäre gewesen, wie die Bakterien die Mundhöhle besiedeln, dass sie es tun ist schlusslogisch - der kleine Mensch "lebt" und "entwickelt" sich buchstäblich von der Hand in den Mund - Gott sei Dank landet aber nicht alles davon im Magen
    Ich hoffe, dass der oben anvisierte Traum der Machbarkeit niemals Wirklichkeit wird - geht den Kindern ihre Muttermilch und nicht diesen Molkeabfall der dann zusätzlich auch noch mit instant-gentechnischproduzierten Bakterien verrührt wird (mal abgesehen davon, dass ich da arge Zweifel dran habe, ob es vllt. nicht doch ein Zusammenspiel versch. Faktoren gibt und dass etwa die Muttermilch einer Inuitfrau eine andere Zusammensetzung hat als die einer Irin, und die einer irisch stämmigen Frau deren Familie seit 5 Generationen in Kolumbien lebt wieder eine andere, usw. usf. - Wieviel tausend versch. PackungenMilchpulver wollen die dann auf den Markt werfen?)...
    Sorry Lydia, das geht nicht persönlich gegen dich, aber eine solche Art von eindeutig industriegesteuerter Forschung ist mir zuwider - und vllt. sollte man in Spanien mal erforschen, welche Folgen Verarmung und Streß für eine ganze Generation von Müttern und deren Kinder haben (wäre gerade der richtige Zeitpunkt und wenn noch Geld für Forschung da ist!).

    Gute Besserung
    Sponsoren gesucht: Würde gerne mit meinen MRT-Bildern den Reichtag verhüllen.

  3. #3
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    Hallo Rückenweh,

    ich hatte, als ich das hier reingestellt habe, auch nicht die abstrusen Aussichten dieser Forscher im Visier sondern die Tatsache, dass jetzt selbst die Wissenschaftler bewiesen haben wie gesund und vor allem wichtig Muttermilch für die normale Entwicklung eines Kindes ist! Jede halbwegs natürlich lebende Frau wusste das ja schon längst aber jetzt hat man es eben schwarz auf weiß... (auch ich habe meine Tochter in den ersten Monaten (bis sie 'was richtiges' wollte ) voll gestillt, Milchpulver hatten wir nie im Haus.

    Was übrigens nicht in diesem Artikel steht sondern nur in dem erwähnten Artikel aus dem Spektrum der Wissenschaft (große Serie zu Allergien) war, dass auch die natürliche Geburt um Klassen besser für die normale Entwicklung des Immunsystems ist als ein Kaiserschnitt... wen wunderts! Ich habe noch nie verstanden wie man sich freiwillig ohne Not den Bauch aufschneiden lassen kann... Die Wehenschmerzen sind doch gleich vergessen wenn man das Kind im Arm hat - und gerade diesen ersten Moment bekommt man beim Kaiserschnitt nicht mit...

    Liebe Grüße

    Lydia
    Lächle in die Welt - und die Welt lächelt zurück!

  4. #4
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    Dass Muttermilch gut ist, wurde shcon vor einigen Jahren wissenschaftlich bewiesen. Im Sommer habe ich aber, was viel interessanteres gelesen: Mütter mit Aids haben in ihrer Muttermilch einen Hemmstoff gegen Aids, sodass sie die Krankheit nicht an das Kind weitergeben. In Tierversuchen wurde das im Sommer wissenschaftlich belegt und man versucht jetzt dadurch einen Impfstoff gegen Aids zu entwickeln.

    @ Rücki: Ja natürlich kommt es darauf an, wo Frau lebt. Die Natur hat da ganz geschickte Sachen entwickelt. Denn die Muttermilch passt sich an die Umgebung an. Also angenommen um dich rum haben im Moment alle eine leichte Grippe, wird die Muttermilch mich Antikörpern gegen Grippe vollgepumpt und so sieht es mit allen Krankheiten aus, auf die das Immunsystem reagiert hat. Das wurde schon alles wissenschaftlich belegt. Genauso passt sich die Muttermilch dem Alter des Kindes an. Je nach Alter verändert sich die Zusammensetzung, was mich auch echt erstaunt.

    Liebe Grüße
    Humor und Geduld sind Kamele mit denen wir durch jede Wüste kommen.(Phil Bassmans)

  5. #5
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    Ja, Stillen ist wirklich etwas sehr Wichtiges, und Gutes für die Gesundheit, und zwar für beide Beteiligten: Das Baby kriegt einerseits diese gute Bakterienvielfalt mit, und ist, laut Untersuchungen, auch weitaus weniger Anfällig dafür in späteren Jahren an einer psychischen Krankheit zu erkranken (da spielen ja wohl auch sehr stark die psychischen Faktoren mit: Geborgenheit...angenommen sein usw.), und die Mutter senkt damit ihr Risiko an Brustkrebs zu erkranken.. und womöglich hat es noch andere gute Wirkungen für sie...!?

    Jedenfalls profitieren beide - und schaut man z.B. auf Naturvölker, oder andere Kulturen, dann sieht man dass da Kinder oft jahrelang gestillt werden. Das wir so eine "stillfeindliche" Haltung oft haben (Es gibt Leute, die sich über Frauen, die in der Oeffentlichkeit Stillen enervieren - z.B. im Restaurant...das finde ich unglaublich sowas!) spricht nicht für unsere Kultur. Aber es scheint halt oft die Zeit zu fehlen...oder eben - der Raum...wenn man immer nur im "stillen Kämmerlein" daheim stillen darf, und in der alltäglichen Welt sich quasie schämen muss, was ja wirklich nicht so ist! Das macht uns doch wirklich aus...das ist doch etwas sehr archaisches - das "Säugetier Mensch". Nun gibt es aber auch eine übertriebene Gegenbewegung - "Kampfstillen"...muss auch nicht sein. Aber wir sollten wieder zu einer natürlichen Haltung dazu kommen. Ja genau - als Mann betrifft es einem gar nicht, und man kann dazu nichts sagen....oder vielleicht doch!??

    Gruss Soltar



  6. #6
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    Interessant finde ich, dass Lydia vor kurzem noch 'Aufschrie', als ich einen Milchkritischen Bericht hier postete - und jetzt aber selber sowas hier rein stellt!??



  7. #7
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    Ich bin nur etwas erstaunt wie oft mit einer Binsenweisheit noch Geld verdient wird.
    Zum anderen ist jedoch auch bereits belegt das ein Kind dieses Defizit in der Abwehr unter normalen Umständen aufholt.

    Kurz nach der Wende waren viele Forscher überrascht, das Allergien und andere autoimmune Erkrankungen im Osten in geringerem Umfang auftraten als in Westdeutschland. Die Forscher erwarteten auf Grund der Teilweise miserablen Umweltbedingungen eine eine weit höherer Rate. Bei näherer Untersuchung wurde festgestellt, das durch das DDR-System der Kinderunterbringung in Krippe und Kindergarten das Immunsystem der Kinder unter ständigem Druck stand und sich demzufolge nicht "langweilte".
    Aus eigener Erfahrung sieht es so aus, das wenn im Kindergarten ein Kind krank war waren alle krank, kein Grund die Kinder Zuhause bleiben zu lassen.
    Zudem waren die "Schmuddelkinder" weniger krank als als wir, die nicht aus den gesellschaftlich wenige privilegierten Gegenden kamen.

    Ich schüttle immerwieder den Kopf wenn den Menschen in der Reklame suggeriert wird das auch noch die letzten Bazillen im Haushalt vernichtet werden müssen und niemand gebietet diesem Frevel Einhalt.
    Ich habe noch das Plumsklo übern Hof kennen gelernt, im Winter mit der Kälte und im Sommer mit allen Düften und tausend bunten Fliegen. Zum abputzen gab's nicht dreilagig, sondern die geschnittenen und aufgespießten Tageszeitungen der letzten Tage. Immerhin wurde einem beim k.cken nicht langweilig, Lesestoff war immer vorrätig. In die Jauchengrube darunter lief auch noch die Gülle von Schaf und Schwein. Einmal im Jahr,im Herbst, wurde der Inhalt der Grube im Garten verbuddelt. Die Radieschen und Möhren haben uns trotzdem nicht krank gemacht. Wir habe die auch nicht immer gründlich Abgeschrubbt, Sand und Erde an der Hose abgeputz fertig, wer denkt den an den verbuddelten Mist vom Herbst?
    Das WC kam erst als ich 12 war.


    Bei Allergien und Autoimmunreaktionen geht es weniger um Antikörper, die ein Säugling mit bekommt, als um die Beanspruchung des Immunsystems. Die vorliegende Studie könnte insofern hinken, das für Säuglinge die nicht mit Muttermilch gestillt wurden auch der gesamte Haushalt der Mutter sehr modern "Steril" war.
    Ein Immunsystem, welches nicht ständigen Herausforderungen ausgesetzt ist, beginnt früher oder später nach Gegnern zu suchen und wird auch fündig. Der Gegner ist der eigene Körper.

    Zum Stillen selbst kann ich nur sagen das nach 6 Wochen für alle 3 unserer Kinder der Brunnen von selbst versiegte und sie sind nicht anfälliger als länger gestillte. Dann gibts ja auch noch die "Kuhfrauen" die weitermachen bis das Kind 3Jr. ist, das muß ja auch nicht sein und ist auch nicht angenehm für den Mann. Ich war froh als ebbe war mit der Milch.

    Bin mal gespannt wie die Lage in 10 Jahren mit Kita für alle aussieht.
    Geändert von Erzesel (09.01.2013 um 18:09 Uhr)
    "42" Die Antwort auf das Leben, das Universum und den ganzen Rest

    Ich nehme mir die Freiheit, meine subjektive Meinung zu äußern, das ist mir nach dem deutschen Grundgesetz Artikel 5 offiziell zugestanden.
    Sollte jemand eine anderer Meinung sein, steht es ihm ebenso Frei mich davon zu überzeugen. Dies möge er jedoch Niveauvoll und im Rahmen der Artikel 1-4 tun....

  8. #8
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    Zitat Zitat von Kleene Beitrag anzeigen

    @ Rücki: Ja natürlich kommt es darauf an, wo Frau lebt. Die Natur hat da ganz geschickte Sachen entwickelt. Denn die Muttermilch passt sich an die Umgebung an. Also angenommen um dich rum haben im Moment alle eine leichte Grippe, wird die Muttermilch mich Antikörpern gegen Grippe vollgepumpt und so sieht es mit allen Krankheiten aus, auf die das Immunsystem reagiert hat. Das wurde schon alles wissenschaftlich belegt. Genauso passt sich die Muttermilch dem Alter des Kindes an. Je nach Alter verändert sich die Zusammensetzung, was mich auch echt erstaunt.

    Liebe Grüße
    Hallo Kleene,

    das war ja auch keine Frage von mir - es ging mir vor allem darum, dass genau diese ganzen Faktoren niemals auch nur ansatzweise von einem Fertigprodukt bedient werden können. Für die sozialen Aspekte des menschlichen Seins sind solche Forschungen einfach nur blind. Was man vllt. am Besten als Ko-Ontogenese bezeichnen könnte - eben dieses Tuning mit Feedback bei der Zusammensetzung der Muttermilch, kommt solchen Monsantos-"Forschern" doch gar nicht in den Sinn!

    @ Erzesel: Naja, was du über die DDR-Kitas schreibst stimmt ja auch irgendwie - aber mal ganz ehrlich, da herrschten auch Verhältnisse, die teilweise menschenunwürdig waren - von kindgerecht will ich gar nicht reden - das sollte man nicht glorifizieren, nur weil ein Aspekt der Geschichte sich als im Nachhinein! als förderlich (oder einen Mangel kompensierend, eine echte Förderung war es ja vllt. doch nicht!) erwies! Wenn man ehrlich ist sollte man die Gründe dann auch offen nennen und die waren Produktivitätssteigerung übelster kapitalistischer Form - und das ist nichts rühmenswertes (im Westen das Pendant dazu ist übrigens die Aussage: Dem Hitler verdanken wir die Autobahnen - wobei ihr drüben ja länger den "Genuss" der Urfassung erleiden musstet).
    Frage: Bin ich jetzt ein Ochse/Stier weil ich defintiv eine Kuhfrau habe? Wir haben auf anraten des Kinderarztes die MuMi - bei den Kids hiess sie Lala - sogar zur Behandlung der typischen Bindehautentzündungen benutzt, gerade die Große neigte sehr dazu - und sie hat niemals nicht irgendwelche Augentropfen gebraucht, spätestens nach 2 Tagen war die Sache erledigt!

    Gute Besserung

    P.S.: Ansonsten stimme ich dir zu, es ist schon komisch wenn die bessere Hälfte über längere Zeit an 2 zusätzlichen Stellen leckt (i.S.v.: tropft versteht sich)
    Sponsoren gesucht: Würde gerne mit meinen MRT-Bildern den Reichtag verhüllen.

  9. #9
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    Unsere 3 Enkel wurden bis 6 Monate voll gestillt, danach gabs hypoallergene Zusatznahrung. Trotzdem bekamen 2 Neurodermitis und 1 MC. Also kein Allheilmittel. Trotzdem eine Menge Vorteile, keine Gefahr der Überfütterung, Kiefer wird gut ausgebildet, keine Transportprobleme, immer die richtige Temperatur....
    Nr. 2 hatte auch oft Bindehautentzündung, die Tochter altbewährt mit einem Spritzer MuMi behandelte.

    LG Petra

  10. #10
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    Klar, Stillen ist schon extrem gesund für die Kids. Aber ausser den gesundheitlichen Aspekten (ist hier ja schon genug erwähnt), gibst es 2 weitere:

    -einmal ist es extrem praktisch und kostengünstig ( habe Anna ein 3/4 Jahr voll gestillt )

    -zum anderen fördert es die Bindung von Mutter und Kind und trägt daher auch sehr zu der psycho-sozialen Entwicklung bei

    LG Vinka
    Fröhlich sein, Gutes tun und die Spatzen pfeifen lassen! (Don Bosco)

  11. #11
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    Hallo Heide,

    hypoallergene Zusatznahrung ist nach der neuesten Forschung fast das schlimmste was man machen kann.... Einfach nach der vollen Stillzeit ganz langsam mit ganz normaler Kost anfangen, immer eines nach dem anderen aber ganz normale Allergene, bloß kein Milchpulver in irgendeiner Form, nur dann kann das Immunsystem des Kindes eine Toleranz entwickeln... Wenn es überhaupt keine 'kritischen' Allergene kennenlernt, lernt es auch nicht, damit umzugehen - und wenn sie dann unvermeidbarerweise irgendwann doch kommen werden sie als 'fremd' deklariert und angegriffen... und schon ist die Allergie da!

    Wenn das Haus dann noch von oben bis unten keimfrei geputzt ist so dass da auch keine Keime 'gelernt' werden können wird es noch schlimmer... ein bisschen schmuddelig an manchen Stellen ist offensichtlich viel gesünder, schließlich musste unser Immunsystem über Jahrzehntausende mit reichlich Dreck zurechtkommen - und jetzt braucht es wirklich diesen 'Dreck', um 'normal' zu werden. In der Studie im Spektrum der Wissenschaft hat man schon diverse Bakterienarten identifiziert die lebenswichtig fürs Immunsystem sind - und die Kindern aus 'supersauberen' Haushalten oder auch Kindern ohne Stillhintergrund oder nach Kaiserschnitt einfach fehlen... Am schlimmsten ist dann, wenn alles drei zusammenkommt... da ist eine Allergie vorprogrammiert...

    @Soltar: ich habe dagegen gewettert dass die Milch als solche verteufelt wird und das ist was ganz anderes als industriell manipuliertes Milchpulver! Das kann man sich getrost sparen...!

    Liebe Grüße

    Lydia
    Lächle in die Welt - und die Welt lächelt zurück!

  12. #12
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    Hallo Lydia,

    sehr interessant für mich. Werde ich gleich mal an den Sohn und die Schwiegertochter weitergeben, die das Enkelchen Nr. 5 (endlich ein Mädchen)
    auch damit ernähren. Da es bei der Schwiegertochter mit dem Stillen nicht klappte, von den ersten Wochen an. Noch dazu ist es in der Familie steril sauber.
    Unsere Tochter wollte wirklich den Kindern was Gutes tun, hat sich auch beraten lassen, weil sie selber Neurodermitis hat. Zum Glück gibt es dort auch einen Hund. Und die Jungs wühlen oft im Dreck, bis das Badewasser dunkelbraun ist. Dorfkinder halt.

    Liebe Grüsse
    Petra

  13. #13
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    Hallo,

    irgendwie muss ich bei der Diskussion um Dreck und Keime an meinen Bio-LK-Lehrer denken (ein sehr netter Mann, damals etwa 50 und ein Äußeres ala Mister Burns - den lernte ich erst später kennen...). Jedenfalls hatte er eine wesentlich jüngere Frau - was belegt, dass nicht alle Frauen noch dem Äußeren schauen, weil er war einfach ein super Typ, wenn auch für uns Teenager damals wohl die Lebensweißheit dieses Mannes oftmals durch seinen Sarkasmus überdeckt wurde..naja, ich habe seine Anmerkungen geliebt und zumindest 2 weitere Schüler in dem 21er Kurs haben verstanden, was er uns mitteilen wollte (also jenseits des Stoffes Biologie).
    Zum Thema Dreck hat er uns damals - es ging um das Immunsystem, aber auch um die Bewertung von Stastik in der Wissenschaft (steht zwar in keinem Lehrplan drin, aber echte Lehrer juckt das nicht) folgende Anekdote erzählt: Seine (fast gleichalte) Schwiegermutter hatte sich bei ihm beschwert, dass ihr Enkelchen sich immer die dreckigen (ein sehr relationaler Begriff :-) ) Finger ableckt (die war da wohl um die 2). Jedenfalls konnte er im Nachgang nicht nachvollziehen, weshalb sie sich obschon der Antwort, das jedes Kind statistischgesehen pro Jahr im ein halbes Pfund Dreck fresse und es sei doch okay, wenn sein Kind diesen Wert schon im Februar erreiche, so aufregte.... (der ein oder andere wird jetzt schmunzeln - ja dieser Lehrer gehörte wohl zu den 2-3 besten die ich je hatte)...

    Gute Besserung
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  14. #14
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    Danke für Deinen Betrag zur Kinderbetreuung in der DDR.
    Rückenweh ich bin sicher nicht Böse darüber.daruber, immerhin war mir dein Beitrag Anlass etwas loszuwerden, das mir schon sehr lange auf den Nägeln brennt.hier mehr dazu http://www.dvmb-forum.de/showthread.php?12482-Ein-wenig-DDR-normal
    "42" Die Antwort auf das Leben, das Universum und den ganzen Rest

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  15. #15
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    Hallo Erzesel,

    ich bin nicht böse, habe auch brav geantwieht - manchmal steht einfach weniger zwischen den Zeilen als im Text, ich bin halt so einfach gestrickt

    Gute Besserung
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  16. #16
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    Zitat Zitat von Erzesel Beitrag anzeigen

    Zum Stillen selbst kann ich nur sagen das nach 6 Wochen für alle 3 unserer Kinder der Brunnen von selbst versiegte und sie sind nicht anfälliger als länger gestillte. Dann gibts ja auch noch die "Kuhfrauen" die weitermachen bis das Kind 3Jr. ist, das muß ja auch nicht sein und ist auch nicht angenehm für den Mann. Ich war froh als ebbe war mit der Milch.
    Also das finde ich, with all the respect, eine typische Aussage für unsere Zeit bzw. Kultur! Das ist doch wirklich eine Beleidigung für Mütter die lange (und auch gerne lange) stillen! Ich weiss nur, als das Thema "öffentliches Stillen" mal grosse Wellen warf, weil in einem bekannten Restaurant stillende Mütter des Lokals verwiesen wurden, und dann die Frauen auch zurecht dagegen Partei ergriffen, und dazu auch ein Talk in einem Regionalfernsehen stattfand, hatte eine brasilianische Einwanderin angerufen, die eben meinte, sie hätte alle ihre 3 Kinder 3 Jahre gestillt, und das eben auch gerne getan.

    Klar ist das schon eher lange, aber was spricht dagegen ein Kind 1 oder 2 Jahre zu stillen? Als Mann würde ich das jedenfalls unterstützen, und es würde mich auch nicht stören, dass die Frau dann länger lactiert.

    Und zum Thema Stillen in Restaurants: Da gab es wirklich empörte Leute, für die das gar nicht geht, und die sogar meinten, die müssten auf die Toilette oder was...

    Das ist ungeheuerlich sowas! Alle dürfen konsumieren, nur die Kleinsten nicht - und da wo ausgeschieden wird geht sicher niemand hin um Nahrung aufzunehmen! Klar dürfen in Restaurants keine "mitgebrachten Speisen" konsumiert werden... () ...aber ich glaube das war in diesem Fall nicht der Grund für das den Lokalverweis....

    Das sich Leute darüber echauffieren, wenn sie eine stillende Mutter in der Oeffentlichkeit sehen, dafür habe ich wirklich kein Verständnis. Ich finde das wirklich ein sehr schöner Akt der Zufriedenheit und des Glücks. Aber auch nicht mehr...

    Gruss Soltar



  17. #17
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    Icon3 Orale Phase

    Vielleicht ist ja die sogenannte Orale Phase in der kindlichen/menschlichen Entwicklung
    gar nicht so sehr so ein Psycho-Entwicklungs-Dings, sondern eine effektive Art sich
    in der frühen Jugend einen robusten und bunten Stamm an Darmbakterien und anderen Mitlebern zuzulegen?
    (Mitbewohner ist glaube ich ein zu schwaches Wort)

    In Zukunft heißt es dann nicht mehr:
    "nicht in den Mund stecken Kevin!" oder "lass das liegen Janine!"

    sondern:
    "leck das ab Paul!" und "da hast du aber einen schönen Dreck gefunden, Mia!"

    In unserer Familie gab es den überlieferten Spruch: "sieben Pfund Dreck braucht der Mensch"

    Gruß und gute Nacht
    Andreas
    Leide an Schub-förmiger Schreibkrankheit

  18. #18
    Registriert seit
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    Zitat Zitat von Andizimm Beitrag anzeigen
    Vielleicht ist ja die sogenannte Orale Phase in der kindlichen/menschlichen Entwicklung
    gar nicht so sehr so ein Psycho-Entwicklungs-Dings, sondern eine effektive Art sich
    in der frühen Jugend einen robusten und bunten Stamm an Darmbakterien und anderen Mitlebern zuzulegen?
    (Mitbewohner ist glaube ich ein zu schwaches Wort)

    In Zukunft heißt es dann nicht mehr:
    "nicht in den Mund stecken Kevin!" oder "lass das liegen Janine!"

    sondern:
    "leck das ab Paul!" und "da hast du aber einen schönen Dreck gefunden, Mia!"

    In unserer Familie gab es den überlieferten Spruch: "sieben Pfund Dreck braucht der Mensch"

    Gruß und gute Nacht
    Andreas
    Bei uns sagt man: "Dreck reinigt den Magen!"

  19. #19
    Registriert seit
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    Zitat Zitat von Meike77 Beitrag anzeigen
    Bei uns sagt man: "Dreck reinigt den Magen!"
    Hallo Meike,

    wenn man sich die Absatzzahlen für Tonerde und ähnliche basische Mischungen anschaut, sagt man dies wohl nicht umsonst...

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