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  1. #41
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    @Uli
    Einen Artikel mit einer marktschreierischen Überschrift wie "Die Zucker-Katastrophe" kann ich irgendwie nicht so richtig ernst nehmen.

    Zum Thema "Zucker macht Krebs": Gibt es heutzutage eigentlich noch irgendwas, das keinen Krebs macht? Am besten ziehen wir alle wieder in Höhlen und ernähren uns nur noch von Würmern und Wurzeln. Aber wer weiß, vielleicht verursachen die ja auch Krebs...

  2. #42
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    Das ganze Hick-Hack auf dem Zucker...
    also ich bin normalgewichtig und fit mit sehr viel Obst, viel Müsli, Trockenobst, ab und zu ner Brezel und Brot, Reis, Couscous. Quinoa....
    im Endeffekt ist die Kalorienmenge ausschlaggebend. Wer seinen Bedarf übersteigt nimmt zu, wer ihn nicht erfüllt, nimmt ab..das ist es eigentlich Jacke wie Hose was man isst
    Ich mein, wenn Zucker Krebs fördert, dann fördert Eiweiß Herzerkrankungen: http://www.spiegel.de/gesundheit/ernaehrung/diaeten-low-carb-erhoeht-risiko-fuer-herzinfarkt-und-schlaganfall-a-841072.html
    Und so weiter.
    Auf der Ebene kann man, glaube ich, ewig weiter diskutieren.

  3. #43
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    Hier noch ein interessanter Artikel zur Zucker-Panikmache:
    http://www.euleev.de/lebensmittel-und-ernaehrung/ernaehrungsunsinn-des-monats/447-ernaehrungsunsinn-des-monats-maerz-2014-zuckerluegen-deluex

    Es lohnt sich, auch mal in den anderen Artikeln auf euleev.de zu stöbern. Dort werden viele der modernen Ernährungsmythen sehr kritisch unter die Lupe genommen.

    Und hier ein Artikel zu der Frage, ob Fruchtzucker wirklich die gesündere Variante ist:
    http://www.fitundgesund.at/ernaehrungsluegen/fruchtzucker-ist-gesuender-als-normaler-zucker.33.htm

  4. #44
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    Also für meinen "Mascobado" ....naja lag nicht grad die Hand ins Feuer, aber der ist wirklich top - nicht zu viel davon gilt natürlich auch. Außerdem gibt es noch Xylit....(wer Stevia nicht mag)

    Gruss Soltar



  5. #45
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    Über Süßstoffe wie Stevia gibt es bei euleev.de auch einige kritische Infos:
    http://www.euleev.de/video/438-udo-pollmer-suessstoffe-machen-nicht-nur-die-haare-schoen



    Kurz gesagt: Mit einem "natürlichen Süßstoff" hat Stevia anscheinend wenig zu tun. Die Pflanze wurde inzwischen so umgezüchtet, dass sie dem Massengeschmack entspricht. Dabei greift die Industrie u.a. auf Gentechnik zurück und fügt per Düngemittel Saccharin hinzu, das im Verdacht steht, Suchttendenzen auszulösen. Für die Umwelt sollen die Rückstände dieser Süßstoffe zudem schädlicher sein als Pestizide. Außerdem bekommt man davon vielleicht sogar schöne blonde Haare.

  6. #46
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    Mich wundert schon, dass du nicht nach 'Mascobado' gegoogelt hast, um da wieder ein Haar in der Suppe zu finden!??

    Bei meinem Steviaprodukt hats Glykoside und Erythritol drin - letzteres scheint natürlichen Ursprungs zu sein....ja und natürlich Steviol.

    Google-Suche: Stevia gefährlich - ca. 24'000 Treffer - Stevia gesund: knapp 200'000

    Gruss Soltar



  7. #47
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    Zitat Zitat von Maven Beitrag anzeigen
    Zu Michael:
    Ich hab mir mal Deine Seite angesehen und war etwas schockiert.
    Eigentlich ist es nix anderes als eine Eiweißdiät, sehe ich das richtig?
    Bis auf den Konsum von Obst ist es eigentlich Atkins.
    Atkins ist ja relativ umstritten.
    Ich persönlich halte von Eiweißdiät gar nix. Der Körper benötigt Kohlenhydrate. Aber das nur so am Rande
    Nein das siehst du eigentlich komplett falsch. Zum einen benötigt der Körper um zu funktionieren überhaupt keine Kohlenhydrate, es gibt nicht eine Krankheit auf der Welt die auf einen Kohlenhydratemangel zurück zu führen ist.

    Und zweitens hat das mit der London AS Diät überhaupt nichts zu tun. Du kannst verschiedene Einfach- und Mehrfachzucker essen soviel du willst, nur keine Stärke.
    Mach das was alle machen, und hab das was alle haben.

  8. #48
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    Zitat Zitat von Soltar Beitrag anzeigen
    Bei meinem Steviaprodukt hats Glykoside und Erythritol drin - letzteres scheint natürlichen Ursprungs zu sein....ja und natürlich Steviol.
    Zu Glykoside habe ich schon was geschrieben --> Chemie, Lösungs- und Reinigungsmittel

    Das Produkt was du also im Schrank hast ein typischer Süßstoff der ganz sicher nicht gesund ist, auch wenn du das wieder nicht einsehen wirst.

    Zitat Zitat von Soltar Beitrag anzeigen
    Google-Suche: Stevia gefährlich - ca. 24'000 Treffer - Stevia gesund: knapp 200'000
    Wie Aussagekräftig
    Mach das was alle machen, und hab das was alle haben.

  9. #49
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    Zitat Zitat von Soltar Beitrag anzeigen
    Mich wundert schon, dass du nicht nach 'Mascobado' gegoogelt hast, um da wieder ein Haar in der Suppe zu finden!??
    Ich bin nicht auf der Suche nach dem Haar in der Suppe. Aber wenn die Angst vor Erkrankungen dafür instrumentalisiert wird, um Leuten das Geld aus der Tasche zu ziehen und ihnen ungesunde/unnütze Produkte als gesund zu verkaufen, hört für mich der Spaß auf.

    Bei meinem Steviaprodukt hats Glykoside und Erythritol drin - letzteres scheint natürlichen Ursprungs zu sein....ja und natürlich Steviol.
    Wenn deinem Steviaprodukt über Düngemittel Saccharin zugeführt wurde, muss das nicht unbedingt auf der Zutatenliste erwähnt werden. Es gibt viele Wege, einem Produkt Zusatzstoffe zuzuführen, die auf der Verpackung nicht aufgelistet werden müssen.

    Google-Suche: Stevia gefährlich - ca. 24'000 Treffer - Stevia gesund: knapp 200'000
    Das beweist eigentlich nur, dass das Internet mit Stevia-Werbung überfüllt ist. Wenn die Industrie regelmäßig neue Meldungen veröffentlicht, in denen die Wunderwirkungen dieses Süßstoffs angepriesen werden, ist es doch logisch, dass du dazu bei Google so viele Treffer findest.

  10. #50
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    Doch, das hat schon eine gewisse Aussagekraft x Faktor 10.



  11. #51
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    Zitat Zitat von Soltar Beitrag anzeigen
    Doch, das hat schon eine gewisse Aussagekraft x Faktor 10.
    Wenn in den 1950er Jahren bereits sowas wie Google verfügbar gewesen wäre, hättest du dort wahrscheinlich auch nur ganz wenige Einträge zu "Zigaretten ungesund" und dafür ganz viele zu "Zigaretten nicht gesundheitsschädlich" gefunden. So wurde es damals nämlich durch die Öffentlichkeitsarbeit der Tabakindustrie verbreitet. Die ließen sogar wissenschaftliche Studien anfertigen, in denen "nachgewiesen" wurde, dass Zigarettenrauch für Kinder angeblich völlig unschädlich ist. Würdest du das etwa auch glauben, wenn es bei Google 10mal so viele Suchergebnisse dafür gäbe wie für die gegenteilige Behauptung?

    Aber letztlich ist es deine Entscheidung, woran du glauben möchtest. Ich will dir da gar nicht reinreden, denn Glaube ist manchmal die beste Medizin. Zu Luthers Zeiten haben die Menschen geglaubt, mit dem Kauf von Ablassbriefen dem Höllenfeuer entfliehen zu können und konnten dadurch etwas ruhiger schlafen. Heute glauben sie, mit dem Kauf diverser Wundermittelchen vor allerlei Krankheiten geschützt zu sein und fühlen sich dadurch gesünder. Am Ende ist es wahrscheinlich oftmals nur der berühmte Placebo-Effekt, der bei diesen Glaubensdingen eine heilsame Wirkung verursacht. Immerhin besser als gar nix.

    Hier hab ich übrigens bei euleev.de ein weiteres Video zum Thema Süßstoffe entdeckt:

    Fazi

    Fazit: Mit Süßstoffen lässt sich im wahrsten Sinne des Wortes ein Schweinegeld verdienen!
    Geändert von Humpelstilzchen (15.04.2014 um 23:00 Uhr)

  12. #52
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    Leute, ist es nicht so, egal von was, das zuviel ist das Problem oder????
    anja
    Alles ist relativ

  13. #53
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    Hallo Anja,

    da gebe ich Dir völlig Recht!

    LG
    Kerstin

  14. #54
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    Zitat Zitat von Flensgirl Beitrag anzeigen
    Leute, ist es nicht so, egal von was, das zuviel ist das Problem oder????
    anja
    Das Problem, auf das ich hinweisen wollte, ist die Abzocke, die oftmals mit den angeblichen Zucker-Alternativen betrieben wird. Hinzu kommt die übertriebene Panikmache in Bezug auf normalen Zucker. Ob man sich dafür interessiert und sich damit beschäftigen möchte, muss jeder selbst entscheiden. Aber ich dachte, dass diese Infos in einem Thread, in dem es um Zucker-Alternativen geht, nicht ganz unwichtig sind.

  15. #55
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    Hallo zusammen,
    woher kommt eigentlich die Vorstellung, dass sogenannte "Alternativen" immer besser seien?
    Da scheint fast ein psychologisches Bedürfnis dahinter zu stehen. Ich nenne es das "Pippi-Langstrumpf-Prinzip".
    Stevia wurde hochgelobt und gehandelt, dass in China und Südamerika massenweise Aluminiumnitrat auf die Äcker geschmissen wird interessiert niemand, diejenigen Menschen welche glauben "Bio-Stevia" sei besser haben leider etwas Pech beim Denken...
    Daher schließe ich mich Anja an. Sie hat die Sache ganz einfach auf den Punkt gebracht...
    Grüßle
    Aorta
    Gesundheit ist besser als Krankheit, wenn auch nur aus körperlichen Gründen.
    ( frei nach Woody Allen)

  16. #56
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    Schon interessant was der Strunz Uli povokativ hervorbringt.
    Aber dieses ganze Halbwissen nervt schon etwas.
    Nochmal zur Klärung:
    Ich wollte keinesfalls den Zuckeralternativen das Wort reden, also nicht entweder oder, sondern weder noch! Seht lieber zu ob nicht im seelischen Wohlbefinden mehr Süße in euer Leben geht, dann klappt das mit dem weder noch. Singels könnten sich vornehmen: Beim nächsten verlieben verzichte ich .. und wenn das Objekt der Begierde sich wundert? Du bist mir süß genug.
    Maven, meinst du das deine schlechten Zähne nichts mit deinem Zuckerkonsum zu tun haben? Was schlechte Zähne angeht kann ich ein Wörtchen mitreden, mit 12 die ersten Goldkronen. Seit ich meinen Zuckerkonsum stark eingeschränkt habe und nur noch welchen kurz vorm Zähneputzen zu mir nehme, zusätzlich zu den Zahnzwischenraumbürstchen (Die ich benutze, nicht zu mir nehme) haben sich meine Zahnarztbesuche minimiert.
    Die Studie auf die sich der Spiegel bezieht ist auch recht schrottig. Es geht auch nicht darum KH durch Eiweiss zu ersetzen. Wenn man mehr Fleisch, vielleicht auch noch vom Schwein isst, kein Wunder dass dann die Herzkrankheiten zunehmen. Es geht um gutes rotes Fleisch, um mehr Fisch und vor allem mehr Gemüse. Schaut doch mal was da in den Auslagen beim Frischgemüse ist und macht euch schlau was man draus machen kann. Strahlungsfreie Pilze kann man sogar selbst im feuchten Keller züchten, Chicorée daneben.

    Zum strunzigen Uli habe ich ja schon öfters gesagt: der Mann ist nicht dumm, schaut euch seine Vita an, aber er ist masslos ehrgeizig und narzisstisch gestört was wohl seine panische Angst vor Alter und tot erklärt. Das hindert mich aber nicht daran in seinen Texten wie ein Perlentaucher zu lesen und das beste daraus zu ziehen. Natürlich will er auch seine Produkte verkaufen, aber wenn du die Zusammenhänge verstehst steht es dir frei die erforderlichen Produkte aus Nahrungsmitteln zu dir zu nehmen, oder weg zulassen. Fast jeder Krebs lebt von Zucker, und wenn ich Krebs bekäme wüsste ich was ich zu tun hätte.
    (Natürlich weiss ich das ich wie jeder andere auch täglichen Krebs habe, aber bei funktionierender Abwehr kein Problem)
    Zucker ist Geistesnahrung? Ja, aber der Körper bildet ihn sich zur Not selbst.
    Kohlenhydrate braucht man für Ausdauerleistungen?
    Mit Fettverbrennung kommen wir viel weiter.

    Ketose ist keine Krankheit.
    Gruß Uli

    Gelenke, auch axiale, die du täglich eine halbe Stunde bewegst können nicht über Nacht versteifen.
    Es kommt nicht nur drauf an was wir essen sondern auch was wir nicht essen.

  17. #57
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    Chicoree aus dem Keller? Wow! Wenn ich einen Keller hätte, der feucht ist, wäre das jetzt endlich mal die Lösung für meinen fehlenden Garten mit Anbaufläche... Stimmt, gutes Fett ist viel wichtiger für unsere Ernährung als man lange dachte. Die Zeiten sind echt vorbei, wo man Fett grundsätzlich verteufelt.....

  18. #58
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    Süßstoffe mit Schattenseite

    Quelle:

    • Jotham Suez (Weizmann Institute of Science, Rehovot) et al., Nature, doi: 10.1038/nature13793

    © wissenschaft.de - Nadja Podbregar


    Ob Aspartam, Saccharin oder Sucralose – künstliche Süßstoffe sollten eigentlich die gesunde Alternative zum kalorienhaltigen Zucker sein. Doch die Zuckerersatzstoffe geraten immer mehr ins Zwielicht. So zeigten Studien bereits, dass sie den Appetit steigern – und damit erst Recht zu Übergewicht führen können. Israelische Forscher haben nun eine weitere Schattenseite der Süßstoffe aufgedeckt: Sie stören den normalen Zuckerstoffwechsel des Körpers und können dadurch Glukose-Intoleranz auslösen, eine Vorform des Diabetes. In Versuchen mit Mäusen und Menschen zeigte sich auch, wie dies geschieht: Offenbar verändern die Süßstoffe die Darmflora zugunsten von Bakterienarten, die genau diese Stoffwechselstörung fördern.

    Synthetische Süßstoffe schmecken süß, werden aber vom Körper nicht verdaut. Dadurch haben sie keinen Brennwert und führen dem Körper keine Kalorien zu. Gleichzeitig aber passieren die Süßstoffe dadurch auch den Darm nahezu unverändert und kommen dadurch in direkten Kontakt mit der Darmflora. Von dieser ist bekannt, dass sie unseren Stoffwechsel und unsere Gesundheit auf verschiedene Weise beeinflussen kann, so spielt die Mikroben-Zusammensetzung im Darm eine wichtige Rolle für Allergien, Autoimmunerkrankungen und sogar unser Essverhalten, wie Studien zeigen. Jotham Suez vom Weizman Institute of Science in Rehovot und seine Kollegen haben nun untersucht, wie sich gängige Süßstoffe auf die Darmflora, aber vor allem auch auf die Zuckertoleranz des Körpers auswirken.
    Süßstoffkur für Mäuse
    In einem ersten Versuch mischten die Forscher Mäusen entweder Sacharin, Aspartam oder Sucralose in einer der maximalen täglichen Verzehrempfehlung entsprechenden Dosierung ins Trinkwasser. Vor Beginn dieser Phase und nach Ablauf von zehn Wochen prüften sie, wie gut und schnell der Stoffwechsel der Mäuse eine hohe Dosis oral eingenommener Glukose verarbeiten kann. Dieser sogenannte Glukose-Toleranztest wird auch beim Menschen eingesetzt, um einen Diabetes oder beginnenden Diabetes zu diagnostizieren. Das Ergebnis: Die Mäuse, die die Süßstoffe konsumiert hatten, entwickelten im Laufe des Versuchs eine deutliche Glukose-Intoleranz – ihr Zuckerstoffwechsel funktionierte nicht mehr richtig.
    Um herauszufinden, welche Rolle die Darmflora der Mäuse für diese Reaktion spielte, gaben die Forscher den Süßstoff-Mäusen nun hohe Dosen eines Antibiotikums. Und siehe da: Nach vier Wochen der Antibiotikabehandlung hatte sich die Glukosetoleranz der Mäuse wieder normalisiert, wie die Wissenschaftler berichten. Für sie war dies ein wichtiger Hinweis darauf, dass die Mikroben im Darm der Mäuse an diesem Effekt beteiligt waren. Um sicher zu gehen, machten sie nun den umgekehrten Test: Sie verpflanzten Proben der Darmflora von Süßstoff-trinkenden Mäusen auf mikrobenfreie Kontrollmäuse. Wie sich zeigte, genügte allein dieser Mikrobentransfer, um auch bei den zuvor völlig gesunden Kontrolltieren eine Glukoseintoleranz hervorzurufen. Nach Ansicht von Suez und seinen Kollegen belegt dies, dass Süßstoffe die Darmflora so verändern können, dass dies wiederum den Zuckerstoffwechsel stört.


    Aber welche Veränderungen sind dies? Um dies herauszufinden, analysierten und verglichen die Wissenschaftler die Zusammensetzung der Darmflora bei Kontrollmäusen und den Süßstoffmäusen mit Hilfe von DNA-Analysen. Dabei zeigten sich tatsächlich deutliche Unterschiede, wie sie berichten. So waren Bakterien der Gruppe Bacteroides bei den Süßstoff-Mäusen ungewöhnlich stark vertreten, Bakterien der Clostridiales dagegen unterrepräsentiert. Zudem waren in der Darmflora zahlreiche Enzyme und Stoffwechselwege aktiv, die die Energieaufnahme aus der Nahrung erhöhen und bereits dafür bekannt sind, Übergewicht zu fördern, wie die Forscher berichten.
    Gleiche Wirkung beim Menschen
    Die entscheidende Frage aber war, ob sich Süßstoffe auch beim Menschen auf diese Weise auswirken. Auch dies haben die Forscher in einer kleinen Pilotstudie getestet – mit erschreckend deutlichen Ergebnissen: Sieben Probanden, die normalerweise keine Süßstoffe nutzen, bekamen im Versuch täglich die von der US-Lebensmittelbehörde empfohlene maximale tägliche Verzehrmenge Sacharin von 5 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht. Schon nach vier Tagen dieser Süßstoff-Diät verschlechterte sich die anfänglich normale Glukose-Toleranz bei vier Teilnehmern signifikant, nur bei dreien blieb sie unverändert, wie die Forscher berichten. Analysen ergaben, dass die Darmflora der Probanden auf ähnliche Weise verändert war, wie die Wissenschaftler dies zuvor an den Mäusen beobachtet hatten.
    "Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass der Konsum von Süßstoffen sowohl in Menschen als auch in Mäusen das Risiko für eine Glukose-Intoleranz erhöht – und dass diese negativen Stoffwechseleffekte durch Veränderungen der Darmflora hervorgerufen werden", konstatieren die Forscher. Damit aber könnten künstliche Süßstoffe Stoffwechselkrankheiten wie Diabetes sogar fördern, statt sie zu vermeiden. "Möglicherweise haben die Süßstoffe direkt zu der Epidemie beigetragen, die sie eigentlich bekämpfen sollten", meinen Suez und seine Kollegen. Eine Neubewertung dieser in großen Mengen konsumierten Substanzen sei angesichts dieser gravierenden Folgen dringend nötig.
    Quelle:

    • Jotham Suez (Weizmann Institute of Science, Rehovot) et al., Nature, doi: 10.1038/nature13793

    © wissenschaft.de - Nadja Podbregar

    Ulis Kommentar: Das Leben ist süß genug
    Gruß Uli

    Gelenke, auch axiale, die du täglich eine halbe Stunde bewegst können nicht über Nacht versteifen.
    Es kommt nicht nur drauf an was wir essen sondern auch was wir nicht essen.

  19. #59
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    Hui,

    das sind ja erschreckende Ergebnisse!

    Was mich jetzt aber interessiert: gilt das auch für den natürlichen Süßstoff Stevia??? Den benutze ich nämlich - und mein Mann auch und der hat beginnenden Diabetes...

    Ich habe einfach mal eine e-mail an einen der Autoren geschickt mit dieser Frage - mal sehen, ob er antwortet...

    Liebe Grüße

    Lydia
    Lächle in die Welt - und die Welt lächelt zurück!

  20. #60
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    647
    Da fällt mir wieder eines meiner Lieblingsthemen ein:


    Warum gibt es keinen nichtsüßen Kaugummie?

    Warum gibt es keinen wenigsüßen Kaugummie für normales Geld?

    Warum gibt es keine Kaugummiegrundmasse zu kaufen? Außer als Set für süßen Kaugummie für ein Schweinegeld?

    Warum wird zuckerfreier Kaugummie extrasüß gewürzt?

    Warum ist die Welt nicht so eingerichtet, wie ich sie mir vorstelle?

    Um keine Mißverständnisse aufkommen zu lassen, ich bin durchaus ein "Süßer", der sich drei oder auch vier Stückchen Zucker in den Kaffee tut, und Konditoreierzeugnisse mag. Aber es muß doch nicht alles süß sein.

    Seufz.....und glaubt mir an meiner Darstellung ist nichts gelogen oder dramatisiert, ich habe schon Nachmittage und Nächte damit verbracht, dem nichtsüßen Kaugummie hinterher zu recherschieren.

    liebe Grüße und guten Appetit
    Andreas
    Leide an Schub-förmiger Schreibkrankheit

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