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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Kinderwunsch und MB- Wer hat Erfahrungen mit Schwangerschaft ohne Medikamente?



joane
08.10.2006, 11:55
Hallo liebe Junge Bechthilds.... Wer hat vor trotz der Probleme mit dem MB eine Schwangerschaft zu wagen? Oder wer hat das bereits schon gewagt und kann von Erfahrungen berichten? Ich möchte ab Frühsommer nächstes Jahr die Medis weglassen und dann auf eine Schwangerschaft mal hoffen....grins....mein Partner unterstützt mich in dieser Entscheidung.....denn arbeiten usw. wird dann wohl schnell ein Ding der Unmöglichkeit...die Schmerzen schrecken mich nicht ab...habe vor dann Yoga usw. zu machen..... Mit Medis finden wir die Gefahr der Schädigung des Kindes zu groß. Nun....ich freu mich auf eure Antworten. Bin 31 und habe seit 2003 MB. Leider habe ich auch eine Finger Gelenk Mitbeteiligung an allen 10 Fingern.... daher frage ich mich wieviel Hilfe ich wohl nach der Geburt möglicherweise dazuorganisieren muss...nun leider sind beide Omas bereits selbst mit Rheuma so beschäftigt, dass sie mir leider nicht helfen können. Die genetische Vorbelastung schreckt uns nicht so ab, da es verschiedene Rheuma Typen sind ist das Risiko eher gestreut als erhöht. Auf eine Basistherapie habe ich verzichtet wegen der Ablagerung der Stoffe im Körper... zudem vertragen viele diese nicht. Auf bald Joane..

maxi
08.10.2006, 16:23
hallo joane!
auch mir kreist das thema schwangerschaft durch den kopf. werde nächstes jahr 30 und habe mb seit 2000. habe mtx wieder abgesetzt, und versuche nun mit ernährungsumstellung und nahrungsergänzungsmitteln (fischölkapseln, vitamin e, calcium...) die schmerzen in den griff zu bekommen. (und der gymnastik nicht zu vergessen). muss ja auch ne recht lange zeit (3/4 jahr mindestens) "entgiftet" sein um weitere pläne zu schmieden...ich wünsche euch auf jeden fall alles gute, habe auch oft gehört dass die schmerzen häufig unter der schwangerschaft zurücktreten:-)
liebe grüsse maxi!

Ulmka
08.10.2006, 23:17
Hallo Ihr beiden,

ich habe schon oft gelesen, dass der Bechti in der Schwangerschaft Ruhe gibt - und für Notfälle gibt es noch Cortison, das hilft zumindest bei der peripheren Beteiligung und ist auch in der Schwangerschaft erlaubt.

Bei mir fingen die allerersten Beschwerden kurz vor der Schwangerschaft an und ich habe das auch dabei immer wieder gemerkt (die ISG, ich konnte z.B. bei der Schwangerschaftsgymnastik nicht auf dem Rücken liegen), aber es war nie so schlimm, dass ich Medis brauchte, von daher hat mich das nicht belastet.

Liebe Grüße :knuddel:

Lydia

P.S.: Joane, herzlich Willkommen in unserer großen Familie :) :knuddel: :)

Maiglöckchen
09.10.2006, 10:05
Hallo Ihr beiden,
mir erging es ähnlich. Wie Lydia erlebte ich beide Schwangerschaften besser als erwartet, völlig ohne Medikamente. Die Zeit nach der Entbindung bereitete mir durch den Schlafmangel, das Stillen und die Tragerei der süßen Schreihälse mehr Probleme. Erst als ich nicht mehr stillte, nahm ich wieder Medikamente ein und schnell ging es mir besser. Nie habe ich die Entscheidung für Kinder bereut, denn sie sind es wert, in guten und in schlechten Zeiten ;) .
Liebe Grüße
Maiglöckchen

joane
09.10.2006, 18:59
Danke für eure Antworten....das muntert mich schon etwas auf. Freut mich, dass ihr spass an den kiddies habt....gut so.

Daisy
11.10.2006, 07:50
Hallo zusammen!
Also seitdem ich im Februar die diagnose MB bekommen habe und ja schon seit letztem Jahr Februar fast durchgängig Voltaren bzw. Indomet zu mir nehme, denke ich oft, wie soll das noch werden. Ich bin bald 30 und wollte eigentlich immer Kinder. Aber jetzt weiß ich nicht wie ich ohne Tabletten die Schwangerschaft überstehen soll. Der Arzt sagte zwar, man könne die Tabletten bis zum 6. Monat nehmen, aber was dann?Zwar gibt es zur Zeit echt gute Phasen, die auch mal zwei drei Wochen andauern ohne dass ich Tabletten nehmen muss. Aber 3 Monate ist echt viel. Mein Freund will aber sehr gerne Kinder und will mich dann auch sehr unterstützen. Ich werde aber wohl noch zwei drei Jahre warten. Vielleicht gehts mir dann ja mal besser. Hoffentlich gehts mir dann nicht schlechter...
Ich würde mich mein Lebenlang aber wohl ärgern, wenn ich keine Kinder bekommen würde. Es lenkt ja auch ziemlich ab.

LG Kathrin

joane
12.10.2006, 10:28
Hallo Kathrin, Ich denke das das bei euch kaum ein großes Problem wird...du kannst ja auch etwas die Zähne zusammen beißen usw. wenn du es wochenweise ohne medis schaffst sind das schon gute Voraussetzungen. Ich habe schon mal ne ohne Medis Probe gemacht jedoch mit Arbeit usw. scheiterte das nach 3 Wochen und 4 Tagen. Ich gehe das Wagnis trotzdem ein.....ohne medis eine Schwangerschaft, dann muss ich eben in der Arbeit kürzer treten. Das klappt schon... Wünsch euch viel Glück ....Joane

Rita
08.11.2006, 12:21
Hallo Joane,

also als ich vor 10 Jahren schwanger war wusste ich zwar schon das ich MB habe aber damals habe ich auch noch nicht regelmäßig Medis genommen.

Bei mir war es jedenfalls so, dass ich während der Schwangerschaft kaum Beschwerden hatte obwohl ich da noch voll gearbeitet habe und das als Serviererin.

Ich habe übrigens letztens von meinem Rheumaarzt erfahren, dass das auch oft so ist, weil die Muskeln durch die Hormonumstellung beweglicher werden.

Also ich würde es wagen, wenn Du es wirklich möchtest. Denn ich finde:

Kinder sind eine Bereicherung im Leben. Ich möchte meinen Sohn jedenfalls nicht missen.

Gruß Rita

Christina
26.11.2006, 18:48
Hallo Joane, habe das grad alles hinter mir. der kleine ist jetzt 12 Wochen alt. Ich hatte vor der Schwangerschaft immer starke Beschwerden in dem Ileosacralgelenk. Am Anfang der Schwangerschaft hatte ich sehr lange Ruhe bis der Bauch halt schon ziemmlich da war. Dann hatte ich zwar starke Schmerzen (habe aber keine Medis genommen) nur KG mit heißer Rolle 2-3x wö. Die Entbindung ohne Probleme hatte zwar eine PDA (habe ich vorher vom Anästhesisten untersuchen lassen, war möglich, da ich keine Versteifung hatte. Nach der Entbindung 10 Wochen komplett schmerzfrei, hab mich gefühlt wie neugeboren. Nun hat mich der trott wieder und ich nehme grad Cortison. Ist nun etwas besser aber manchmal doch ziemlich belastend. Bin froh das ich immer Hilfe von der Familie habe wenn ich sie brauche. Aber für mich würde es keinen Grund geben nur wegen dieser Krankheit auf Kinder zu verzichten. Würde auch gerne noch ein drittes haben. Also Euch viel Glück. Alles Gute Gruß Christina

engel 39
30.03.2009, 19:44
Schönen guten Abend Joane,
ich kann dir aus meiner Erfahrung mitteilen, daß immer wenn ich schwanger war, die Beschwerden von Seiten des Bechterews verschwunden waren. Trau dich!

Cassi
31.03.2009, 11:37
Hallo,
vorweg: Trau Dich, wenn das Baby ersteinmal da ist, vergisst Du alle Schmerzen. Meine Schwangerschaft war grausam u der Zwerg musste per Kaiserschnitt geholt werden. Aber ich durfte Voltaren in geringster Dosis auch in der Schwangerschaft nehmen! Gut ist, wenn Dein Gyn u behandelnder Arzt da zusammenarbeiten!

Drück Dir die Daumen!!

Daisy
01.04.2009, 10:24
Hallo!
Ich versuche auch gerade schwanger zu werden. Mache mir aber auch gerade wieder Sorgen, da ich zur Zeit wieder starke ISG Schmerzen habe. Weiß nicht wie lange ich es ohne Medis aushalte.
@Joane: Hast Du jetzt inzwischen schon ein Kind?

@Cassi: Was ist denn die niedrigste Dosis von Voltaren. Durftest Du es die ganzen 9 Monate nehmen. Welche Risiken bestehen da fürs Kind?

LG
KAthrin

SteffiK
06.05.2009, 09:25
Hallo

Ich bin 34 Jahre alt und habe seid 17 Jahren den Bechti. Ich habe die letzten 10 Jahre regelmäßig Medikamente genommen. Zuletzt Arcoxia 90mg am Tag.
Die Entscheidung das ich ein Kind möchte habe ich bereits vor vielen Jahren getroffen und als dann endlich alles passte ist es trotz erhöhter Entzündungswerte superschnell gegangen.
Jetzt bin ich in der 23. Woche.
Habe natürlich sobald ich wusste das ich Schwanger bin kein Arcoxia mehr genommen. 2 Monate musste ich dann garnichts nehmen.
Dann habe ich leider Probleme bekommen die anstrengend waren und in Absprache mit meiner Rheumatologin habe ich dann 400mg Ibuprofen bei Bedarf (zeitweise fast täglich) genommen. Die letzten 4 Wochen bin ich dann auch noch zur Reha gewesen, was mir sehr gut getan hat, wenn ich es körperlich auch gemerkt habe.
Ich weiß natürlich nicht was noch kommt und ich befürchte auch das es auf einen Kaiserschnitt hinausläuft (-Was ich noch abklären muss) aber ich bin froh das ich diesen Krümmel in mir trage und glücklich. Es ist schon anstrengend aber irgendwie geht es. Ich hab jeden Tag Termine wie EinzelKG oder Osteopath oder Akkupunktur-so wird mir quasi etwas Gutes getan. Und ich schlaf halt mehr als sonst (wenn Nachts auch häufig unterbrochen).
Ich denke zum jetztigen Zeitpunkt kann ich nur sagen-auch wenn es zum Teil anstrengend ist und ich die schmerzenden Stellen am Körper verfluche und laufe wie ne alte Frau-ich bin einfach super glücklich und es war sicher eine meiner besten Entscheidungen im Leben :-)).

Ich denke es ist sehr wichtig einen guten Arzt zu haben (im Idealfall Rheumatologen) der Dich begleiten kann.

Wenn es ein Herzenswunsch ist dann kann ich mich nur anschliessen-nur Mut!!

Sonnige Grüße

Steffi

Lena
06.05.2009, 16:23
Hallo,

bei mir wurde MB 2005 diagnostiziert, die Schmerzen haben jedoch bereit gut ein Jahr vorher angefangen. Seit dem Zeitpunkt nehme ich täglich Medikamente. Mir wurde von meinem Rheumatologen gesagt, dass - besonders wenn periphere Gelenke beteiligt sind - eine Schwangerschaft meist eine Verbesserung der Schmerzen bewirkt. :dd2

Da ich ebenfalls ein Kind möchte, habe ich mich schon einmal ein wenig bezüglich "erlaubter" Medikamente während einer Schwangerschaft informiert. Salazopyrin ist während der gesamten Schwangerschaft und Stillzeit erlaubt. Diesbezüglich habe ich mich mit dem Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie in Verbindung gesetzt.

Ich glaube, dass wer es wirklich will, diese Zeit gut übersteht und im Anschluss daran sieht man ja auch wofür man es getan hat... :applaus:

Liebe Grüße, Lena