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Pupsi
19.01.2005, 14:55
Hallo Ihr lieben Bechtis,


ich habe mal eine Frage zu dem Thema Kinderwunsch bei MB.
Seit 4 Jahren versuche ich nun erfolglos Schwanger zu werden (trotz hormoneller Behandlung).
Mein behandelnder Rheumatologe ist der Meinung dass mein Misserfolg an meinen Entzündungswerten läge (BSG 60, CRP 3,3, Leukozyten 15,5 usw.).
Da ich wegen des Kinderwunsches eine Basistherapie mit MTX ablehne, versuche ich nun mit Cortison und Voltaren der Lage Herr zu werden. Da leider viele andere Medis die Fruchtbarkeit beeinträchtigen.
Habt Ihr da vielleicht ähnliche Erfahrungen und könnt mir Tipps geben.

Vielen Dank schon mal.

Pupsi

andrea2
19.01.2005, 18:00
Hallo Pupsi!

Ich habe 7 Jahre lang auf Nachwuchs gewartet!
Ich hatte damals auch hohe Entzündungswerte (mittlerweile überhaupt nicht mehr - trotz Entzündungen) und wusste vom MB noch nichts.
Damals bin ich, weil es mir so schlecht ging zu einem Heilpraktiker gegangen. Hab eigentlich nicht dran geglaubt, bin nur meiner Mutter zu Liebe extra nach Bremen gefahren, weil Frau sowieso ihr gesagt, dass der Mann Wunder vollbringen kann ;o !

Es ging mir wirklich nach ein paar Tagen viel besser und meine nächste Regelblutung hat 9 Monate auf sich warten lassen ;) !
Vielleicht lag es auch daran, dass ich zu dieser Zeit viele Bücher über Adoption gelesen hatte und mich eigentlich damit abgefunden hatte, keine Kinder zu bekommen. Manchmal soll es ja helfen, wenn man nicht so viel Energie auf's 'Schwangerwerden' verwendet!

Alles Gute
andrea2

Ulmka
19.01.2005, 22:52
Hallo Pupsi,

ich habe zwar eine Tochter, aber ein zweites Kind wollte nicht kommen (wir haben allerdings nicht künstlich nachgeholfen) - ich kann mir schon vorstellen, dass das mit den Entzündungen zusammenhängt....

Es könnte zum Beispiel sein, dass durch die Entzündungen der Vitaminhaushalt durcheinander gerät, weil man einen erhöhten Bedarf hat - und zumindest von Vitamin A und Folsäure weiß ich, dass sie unbedingt in ausreichender Menge im Körper sein müssen, wenn man schwanger werden möchte... Sind bei dir schon mal Vitaminspiegel im Blut untersucht worden???

Liebe Grüße :knuddel: und viel Erfolg!

Lydia

Astrid
20.01.2005, 07:51
Hallo Pupsi,

ich habe auch oft hohe Entzündungswerte und bin trotzdem schwanger geworden. Versteife Dich nicht so sehr darauf, dass Du ein Kind möchtest. Es klappt bestimmt!!! :dd1

Liebe Grüße und alles Gute
Astrid

Pupsi
21.01.2005, 09:41
Hallo Ihr lieben,


vielen Dank für Euere Antworten. :danke:

Einen Heilpraktiker habe ich auch schon mal aufgesucht. Aber nach 8 Monaten teurer Behandlung und extrem verschlechterten Blutwerten bin ich wieder zur Schulmedizin zurück "gekrochen". Aber ich habe es versucht!
Was nicht heißen soll, das ich nicht ständig auf der Suche nach alternativen bin, ich probiere immer mal wieder was neues aus.

Mit dem nicht darauf versteifen ist so ne Sache, sagt sich recht einfach. Aber die schlimmste Phase habe ich überstanden. Inzwischen kann ich diesem Thema wieder ganz entspannt gegenübertreten und möchte einfach nur ein paar Dinge tun, die mir insgesamt gut tun. Und wer weiß... vielleicht klappt es ja irgendwann einmal.

Danke auch für den Tipp mit den Vitaminen, ich werde mich bei Gelegenheit mal dahingehend checken lassen. Kann ja nicht schaden!

Liebe Grüße :)

Pupsi

Katrin
21.01.2005, 12:48
Hallo Pupsi,

ich bin auch ein typischer Kandidat für die Couch "Unerfüllter Kinderwunsch". Bei mir springt einfach nichts. Habe mit meinem Ex-Mann schon alles Mögliche durch, bis hin zu mehrfacher künstlicher Befruchtung. Sechs Fast-Schwangerschaften später war ich total am Ende. Fast 40 kg Übergewicht, psychisch und physisch nix mehr los. Hatte sehr lange dran zu knabbern, habe es aber nie mit dem Bechterew in Verbindung gebracht, weil er zu dieser Zeit auch noch nicht diagnostiziert war.

Vor drei Jahren habe ich, auch aufgrund der Bechterew-Diagnose meine Ernährung komplett umgestellt, jetzt mit den WeightWatchers 25 kg abgenommen, und mir beim Zahnarzt alle Amalgam-Plomben (die bei mir zu massiven Schwermetalleinlagerungen geführt haben) entfernen lassen. Danach erfolgte eine sechswöchige Ausleitungsphase für die Schwermetalle.

Jetzt, etwa ein halbes Jahr später, habe ich wieder eine regelmäßige Blutung (kannte ich vorher überhaupt nicht), bin fitter, und Aussage meines Arztes könnte auch ein kleines Ei gesprungen sein. Und das, wo ich schon fast aufgegeben hatte. Ein genauer Test wird allerdings erst später durchgeführt. Mir fehlt momentan sowieso das passende Gegenstück, das mein eventuell gesprungenes Ei befruchten darf.

Meine Rheumatologin, die auch alternative Heilmethoden im Programm hat, gab mir damals den Tip mit dem Amalgam-Test (DMPS-Test, ca. 140 €). Schwermetalleinlagerungen im Körper können gerade im Bereich des Uterus zu Störungen führen.

An Deiner Stelle würde ich mich nicht zu sehr darauf versteifen, unbedingt ein Kind zu wollen. Das bringt meistens nur Stress. Schau Dich doch mal um, erkundige Dich über die Modalitäten einer Adoption, Pflegschaft, kümmere Dich um andere Kinder.

Auch ohne eigene Kinder ist ein Leben lebenswert - sie sind nicht das Maß aller Dinge. Ich kann Dich sehr gut verstehen, so ein unerfüllter Kinderwunsch ist verdammt hart. Du darfst Dein / Euer Leben aber nicht davon bestimmen lassen. Ich mußte das auch erst lernen. Meine Ehe ist daran kaputt gegangen. Heute sage ich mir - wenn es irgendwann mal klappt, dann gern, aber ansonsten habe ich so viele Alternativen (Neffen, Patenkinder, Nachbarkinder etc.), denen ich ganz viel geben kann, die eben nur abends meist wieder nach Hause gehen. Über Adoption denke ich noch nach, aber da ich frisch getrennt bin, ist das momentan auch nicht das Thema. Für mich bietet sich ja noch die Möglichkeit, einen kinderreichen Mann zu suchen :D . Das ist ja wohl für Dich eher ausgeschlossen.

Wie gesagt, kümmere Dich jetzt in erster Linie mal um Dich, Deinen Mann, und legt den Kinderwunsch mal in die Wiedervorlage für später. Setzt in der Beziehung andere Prioritäten, macht Urlaub, entspannt, schafft Euch eine Katze an oder ähnliches, aber geht raus aus diesem elenden Laufrad um Regelblutungen, Hormone, Eisprünge und Beischlaftermine.

:jump:
Ich drück Dir natürlich die Daumen, daß es irgendwann klappt. Toi, toi, toi.

Liebe Grüße und das Angebot der Schulter zum ausweinen

Katrin

K.Tloka
22.01.2005, 13:16
Hallo Pupsi,
mein Rheumatologen riet mir davon ab, bei der Planung einer Schwangerschaft sämtliche Medikamente vorab abzusetzen mit der Begründung, dass die Wahrscheinlichkeit ohne Medikamente schwanger zu werden aufgrund meiner seit fast 20 Jahren schlechten Entzünndgswerte sehr gering sei. Einige Medikamente dürfen auch während der Schwangerschaft genommen werden, die im Ergebnis auch nicht schädlcih sind, im Zweifel dem Beginn und Fortlauf der Schwangerschaft Nutzen bringen.
Der Erfolg stellte sich dann auch sehr überraschend für die Ärzte schnell ein.
Ich kann dir empfehlen deine Anfrage an das

Zentrum für Mütterberatung
und Familienplanung
bei Rheuma-Erkrankungen
Inselspital
3010 Bern
beratungsstelle.ria(at)insel.ch
Frau Prof. Dr. Oestensen zu richten.
Dort sind Spezialisten, die deine Fragen auch per E-Mail beantworten und dir Tipps zu Medikamenteneinnahme geben können.
Alles Gute,
Karin Tloka

weindi01
22.01.2005, 22:52
Hallo Pupsi,

ich kenne die Verzweiflung zu gut. Ich hatte damals einfach unheimliches Glück. Mußte täglich 18 Tabletten schlucken, bis ich in die Rheumaklinik Baden-Baden kam. Dort hat man mir dann erst mal alle Medis weg genommen. 3 Wochen war ich sozus. auf Entzug, danach brauchte ich nur noch 1 Ibuprofen am Abend (wegen den nächtlichen Schmerzen). Durch die Anwendungen dort und der Schonkost, ging es mir hinterher gut.

Ich hab den günstigen Zeitpunkt genutzt und beschlossen, jetzt ein Kind zu planen. Ich wurde auch sofort schwanger, nur nach 8 Wochen war alles wieder vorbei. :heul: Ich war wahnsinnig verzweifelt und wollte so schnell wie möglich wieder schwanger werden, was dann auf einmal nicht mehr so einfach war.

Zum Erfolg brachte mich dann eine Osteopathiebehandlung (der Therapeut hat angeblich gemerkt, das mein linker Eierstock nicht richtig frunktioniert). Ich glaubte erst nicht daran (auch nicht an die Behandlung) aber es hat geholfen. Dazu habe ich noch um den Eisprung herum Prospan-Tropfen genommen (Hustenmittel zum Schleim lösen), was angeblich auch im Unterleib zu diesem Zeitpunkt sehr wichtig sei (lt. Heilpraktiker).

Ich grüble Heute noch oft darüber, warum ich damals einen Abort hatte. Meiner Auffassung nach, wurde ich zu schnell schwanger (nach absetzen der Medikamente (Vioxx etc.)). Ich war nicht genügend vorbereitet bezüglich Vitamine und Folsäure. Vor der 2. Schwangerschaft hab ich Folsäure und Vitamine für Schwangere eingenommen um beim Eintritt der Schwangerschaft optimal versorgt zu sein. Auch während der Schwangerschaft hab ich immer Vitaminpräparate genommen.

Hab während der Schwangerschaft einen Schub bekommen, der in meinem Zustand sehr gut zu bändigen war. Nur nach der Schwangerschaft gings dann Berg ab. Seither häng ich ziemlich drin und an ein 2. Kind ist im Moment nicht mehr zu denken. Was mich sehr traurig macht. Ich glaube auch nicht daran, das es klappen würde, da ich körperlich zu geschwächt für eine Schwangerschaft wäre. Zumal ich seit der Schwangerschaft einen Östrogenmangel habe.

Der Körper weiß ganz genau was er tut, man sollte auf ihn hören. Damals, vor dem Abort, hab ich 4 Tage zuvor schon gespürt, das es vorbei geht (wehenähnliche Schmerzen) und ich habe es geschehen lassen, ohne das ich ins Krankenhaus bin. Erst danach hab ich meinem Frauenarzt angerufen und gesagt, das ich einen Abort hatte. Der ist damals total ausgeflippt, weil ich nicht ins Krankenhaus bin. Aber ich denke es war besser so. Es gab keine Komplikation und ausgeschabt mußte ich auch nicht werden.

Mein Tip: Mach Dich erst mal in Ruhe fit für eine Schwangerschaft. Bereite dich ausreichend vor. Eine Adresse bei der du erfragen kannst, welche Medikamente in der Schwangerschaft eingenommen werden können (www.reprotox.de (http://www.reprotox.de)). Unter dem Link Anfrage, bekommst du eine Fragebogen, den du ausfüllst und der Beantwortet wird (und das nicht schlecht). Kostet zwar 20 Euro, ist und war für mich immer eine große Hilfestellung.

Geh in eine Klinik oder Kur und laß dich dort fit machen. Villeicht können die in der Klinik Dir Tips geben bez. Medikamente.

Laß nicht den Kinderwunsch im Vordergrund stehen, sondern das Ziel in eine entzündungsfreie Phase zu gelangen.

Ich selbst würde mir ein 2. Kind wünschen und weiß, das ich derzeit eigentlich gar nicht darüber nachdenken dürfte. Aber ich möchte auch nicht noch einmal einen Abort erleben. Es tut nämlich nicht nur körperlich weh. Das möchte ich auch dir ersparen indem ich dir dies übermittle.

Damals wollte ich eingentlich noch kein Kind aber ich wußte auch, das ich in eine Situation kommen könnte, wo ich mir diese Frage nicht mehr so leicht stellen kann. Heute bin ich froh, diesen Weg gewählt zu haben.

Ich hoffe das ich dir etwas helfen konnte.

LG

Alexandra