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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Stehpult, Bürostuhl u. Rheasport?



jane2004
10.12.2004, 17:31
Hallo Ihr alle,

ich würde gern wissen, ob mir jemand etwas zu einem sogenannten Stehpult und spetziellen "Bürosessel" sagen kann (vielleicht sogar Bild). Meine KG hat mir gesagt, mi stünde gesetzlich soetwas zu und der Ag erhält einen Zuschuss. Weiß jemand genaueres dazu?

Und dann noch folgendes: Mein Orthopäde sagte, ich solle bei der KK ein Formular besorgen, um 120Std KG in 18 Monaten zu erhalten. Die KK kennt dies Formular nicht, meine KG auch nicht. Vielleicht wißt Ihr bescheid? :)

Wäre sehr dankbar. Mit 6 mal KG ist ja nciht viel möglich.

Liebe Grüße und einen schönen, schmerzfreien Abend :sport:
wünscht Euch Jane

Unregistriert
10.12.2004, 20:32
Etwas genaues kann ich leider nicht sagen, aber hier ein paar allgemeine Tips :

ich bin im öffentlichen Dienst beschäftigt und da gibt es sog. "Vertrauenspersonen" für Schwerbehinderte. Die können einem bei solchen Problemen meist weiterhelfen.

Wenn Du nicht im öffentlichen Dienst beschäftigt bist, dann wende Dich doch an die für Dich zuständige Berufsgenossenschaft (für Büroberufe z.B. ist das meiner Erinnerung nach die Verwaltungsberufsgenossenschaft - frage mich nicht nach Adressen pp., das müsste man mal durch"googlen".)

Vielleicht könntest Du auch mal bei dem Versorgungsamt Deines Bundeslandes nachfragen.

Bei meiner letzten Brille z.B. kannte sich meine Optikerin bestens mit den diversen Zuschüssen für Brillen pp. aus - vielleicht ist das in einem Geschäft, was auf rückenfreundliche Büromöbel spezialisiert ist, ähnlich ?

Gruß aus dem "Brasilien des Nordens", Rosine

Ulmka
10.12.2004, 22:41
Hallo Jane,

ich glaube, zum Thema Büroausstattungszuschuß ist die KK der Richtige Ansprechpartner.

Mit den 120 Stunden KG ist mit Sicherheit das Funktionstraining in der DVMB-Gruppe gemeint! Unter dem Namen Funktionstraining sollte das auch die KK kennen!

Liebe Grüße :knuddel:

Lydia

Gaby
11.12.2004, 05:55
Hallo Jane,

Siehe hier zum Funktionstraining :

http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/artikel.asp?id=40774

Mein Arzt hatte das Formblatt in der Praxis.

Liebe Grüsse Gaby

Radoni
11.12.2004, 06:58
Hallo Jane,

leider es gibt nicht den "perfekten Stuhl". Untersuchungen haben ergeben, dass alle Probanten auf verschiedenen Stühlen im Büro nach 40 Minuten krumm saßen.
Der tollste und teuerste Stuhl schützt NICHT vor guter Haltung.
Auch ist keine Haltung so gut, dass man 8 Stunden in ihr verweilen sollte.
Mein Tipp: eine kleine Halbrolle/Lendenkissen zwischen Lehne und Lendenwirbelsäule(Übergand LWS/BWS) und dagegen lehnen. Beim telefonieren aufstehen wenn möglich. Der Stuhl sollte hoch genug sein. Auch ein Keilkissen kann die aufrichtung der Wirbelsäule unterstützen.
Ein Stehpult bringt zusätzliche gute Abwechslung für die Wirbelsäule.

Diese 120 Stunden habe ich erst getsern mit meinem Arzt ausgefüllt. Dabei handelt es sich um einen Antrag auf Rehabilitationssport. Den habe ich bei der Bechterew Gruppe bekommen.

Ich hoffe, dass ich helfen konnte und schöne Grüße,
Jörg:)

Gast_02
11.12.2004, 09:38
Hallo Jane,

für den Umbau deines Arbeitsplatzes ist das Intergrationsamt in deiner Nähe zuständig.
Die bauen den Arbeitsplatz entsprechend deiner Behinderung aus.

Nähere Information dazu findest du >H I E R (http://www.ifd-bw.de/)<

Ich hoffe ich konnte dir damit weiterhelfen.

Lieben Gruss

Uwe
:o

Engelbert
11.12.2004, 10:10
Hallo Jane

Wie der Graf schon richtig schrieb ist für die Bewilligung das Integrationsamt zuständig.

Vorraussetzung ist allerdings das Du scherbeschädigt bist oder dieser Personengruppe Gleichgestellt bist.

Solltest Du also einen Grad der Behinderung von 30 oder 40 haben so müßtest Du eventuell erst einen Antrag auf Gleichstellung beim Arbeitsamt stellen.

Gruß Engelbert

jane2004
11.12.2004, 12:40
Vielen Dank für Eure liebe und zahlreiche Unterstützung und Hilfe.

Allerdings bin ich überhaupt nicht behindert. Ich bin auch nicht in meiner Bewegung eingeschrenkt, sofern ich keinen akuten Schub habe, zumindest nicht sehr stark, mit ein bißchen Üben und etwas mehr Zeit kriege ich noch alles relativ gut hin. Nur beim längeren Sitzen gibt es Schwierigkeiten, was die Schmerzen betrifft. Nur wird das sicher nciht interessant genug sein, um mir eine Behinderung zu attestieren.
Ich dachte, der Stuhl und das Pult wären auhc eine Maßnahme um mir das (Arbeits)Leben zu erleichtern und eine vorbeugende Maßnahme zu treffen.

Ich würde im öffentlichen Dienst arbeiten.
Eine gesicherte Diagnose liegt auch vor.

Bekomme ich nun keinerlei Hilfe?

Wie ist es eigentlich mit der KG. Meint Ihr, ich werde noch mehrfach eine Verordnung von meinem Arzt bekommen?

Lieben Dank nochmal und alles Gute! :danke:
Jane

Radoni
11.12.2004, 12:43
Wie ist es eigentlich mit der KG. Meint Ihr, ich werde noch mehrfach eine Verordnung von meinem Arzt bekommen?

Lieben Dank nochmal und alles Gute! :danke:
Jane
Hallo Jane,
hier findest Du was zu diesem Thema: http://www.bechterewforum.de/showthread.php?t=2148

Schöne Grüße,
Jörg

Engelbert
11.12.2004, 22:27
Hallo Jane :)

In der Ärzteschaft ist es allgemein bekannt das bei einem Bechterew ein häufiger wechsel der Körperhaltung notwendig ist.

Du solltest also ruhig beim Versorgungsamt einen Antrag stellen und auch gleich dabeischreiben das es da um die Zuschüsse des Integrationsamtes zur behinderungsgerechten Ausstattung des Arbeitsplatzes geht.

Das sollte dir dann die 30 GdB bringen die notwendig sind um die Gleichstellung zu beantragen. Ein nicht ruhig sitzen können im Theater ist übrigens auch eine Behinderung.

Vor allem der öffentliche Dienst stellt gern Schwerbeschädigte ein da auch dort die Quote von 5% erfüllt werden muß. Sonst sind Ausgleichsabgaben fällig.

Gruß Engelbert