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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wie sage ich´s meinem Manne????



Ulrike
21.08.2004, 14:47
Hallo ...
wenn wir "Frauen" schon eine eigene Plattform hier haben, dann will ich sie auch nutzen.
Ich hätte meine Überschrift auch "Wie sage ich´s meinem Partner" nennen können.
Aber da bin ich sexistisch, denn ich denke dass Frauen einfach doch nen Tick anders denken als Männer.

Also, wie sage ich´s meinem Mann/Freund?
Was? Na, daß ich mich momentan mit seinen Wünschen, die er an mich als seine "Partnerin" stellt, total überfordert fühle. Es ist mittlerweile, daß sich eine gewisse Gefühlskälte meinerseits eingestellt hat. Irgendwie versuche ich ihn auf Abstand zu bringen.
Das scheint jetzt erstmal ein mb-unspezifisches Thema zu sein.
Jedoch muss ich dazusagen, daß unsere Beziehung praktisch in einem Dauerschub begonnen hat. Er kennt mich seit drei Jahren und zusammen sind wir seit 2 1/2y. Ich habe selten mehr als ein paar Wochen ohne irgendwelche Schmerzattacken (3) und Darmreizungen (insg.12Monate) mit ihm zusammen gehabt.
Ich muß sagen, von einigen anderen Baustellen innerhalb der Beziehung mal abgesehen, hatten wir eine ziemlich schöne Zeit. Ich hatte immer das Gefühl, daß er mich (rein äußerlich) so nimmt wie ich bin.
Doch in letzter Zeit will er nicht mehr mit mir reden, blockt alles ab und wiegelt auf irgendwelche Bla-Themen ab.
Ich hab ihn immer informiert, was meinen Gesundheitszustand angeht, er weiß Bescheid.

Aber es nevt mich ungemein, daß er nur noch "das EINE" in einer Beziehung von mir fordert. Er, wußte immer wenn ich Schmerzen hatte, er hat es lange Zeit akzeptiert, aber immer häufiger kommt :geht´s dir wieder schlechter?... so kann das ja nie was werden mit unserem Nachwuchs....!

Ich verstehe die Welt nicht mehr, er will auch nicht mit mir drüber sprechen, nichts...

Der langen Rede kurzer Sinn:
Wie seit ihr in der Beziehung in eurer Beziehung damit umgegangen. Offensichtlich sind da doch einige Partner da, die mit der Situation leben können. Alle Seiten unseres täglichen Lebens sind ja letzten Endes von unserer Krankheit (oder wie auch immer) betroffen. Beruf, Familie, Partnerschaft, Hobbies all das. Und wie soll das funktionieren, ohne Unterstützung durch den Partner, wenn denn einer da ist. Es gibt bestimmt auche einige, die solo sind? Oder nicht.

Sorry, wenn ich so schwermütige Themen an einem Wochenende stelle. Aber irgendwie animiert mich der graue Himmel und der Regen zu solchen Gedanken.

Uli

Gast_01
21.08.2004, 15:12
Liebe Uli,

das hört sich, wenn ich es so sagen darf, irgendwie gar nicht gut an. Denn wenn man nicht mehr zusammen reden kann ist es das schlechteste was es gibt. Es hört sich so an als wenn er dich auf den Sex reduzieren würde. Doch der Sex kann nicht mehr schön was wenn das drum herum nicht mehr stimmt.

Ihr müßt reden. Das geht ja so nicht weiter. Und wollt ihr denn jetzt in so einer Situation wirklich Nachwuchs haben? Ich denke ihr solltet euch erstmal richtig aussprechen. Vielleicht ist er auch erst so seitdem der Nachwuchs geplant ist?

Wie wäre es mit einer Hilfe, sprich Pro Familia oder eine Partnerberatung wenn ihr alleine nicht mehr reden könnt? Es hört sich alles sehr schwierig an. Ich kann dir so nichtmal einen Ratschlag geben ausser das ihr dringend über alles reden solltet. Wie soll dir der Sex denn Spaß machen wenn er es fordert? Das ist ja dann eine Pflichtübung. Das stelle ich mir schlimm vor. Kein Wunder das du nicht mehr magst.

Ich wünsche dir trotzdem alles Gute und melde dich einfach mal wieder. :trost:

Melly

Sabine
21.08.2004, 15:17
Hallo Ulrike,

das ist schon ein interessantes Thema. Ich bin mit meinem Mann seit 26 Jahren zusammen und wir haben sehr viele Höhen und Tiefen hinter uns.
Natürlich hatte auch er Probleme wenn ich gesagt habe, ich hab Schmerzen, es geht nicht und in einem Dauerschub war es dann schon mal ein längeres nein..und von ihm kamen dann auch schon mal solche Spitzen.
Was mir natürlich auch ein schlechtes Gewissen bereitete.
Ihr müßt offen darüber reden, sonst kann es einen riesen Konflikt deswegen geben.....wenn er nicht reden will, dann geb du ihm deine Gefühle deswegen weiter....zuhören kann er ja.
Wir haben auchmal ein Ehewochenendseminar besucht, das war höchst interessant und dort wurde auch genau dieses Thema angesprochen. das Vortragspaar hat aus dem Nähkästchen geplaudert und da hab ich gemerkt, es ist wie in anderen Bereichen genauso....du bist nicht allein, es gibt viele mit diesem Problem.
Wir haben es dann sehr gut bearbeitet...zu zweit und dann auch in der Gruppe. Dann haben die Männer die Frauen besser verstehen können und natürlich auch umgedreht.
Seither ist dies bei uns kein Problem mehr.
Das wichtigste ist drüber reden!!!!!

Sonnenschein
21.08.2004, 22:32
Hallo Ulrike,:)

mein Männe und ich haben auch die Silberhochzeit hinter uns gebracht. Sind schon 30 Jahre zusammen.
Und ich schließe mich Sabine an, jede Beziehung hat so ihre Höhen und Tiefen.
Ihr seid noch ein relativ junges Paar,und müßt schon mit einem solchen Problem klar kommen.

Aber keiner sollte den anderen zu irgend etwas zwingen ,- wo bleibt da die Liebe.

Nur, vorsichtig gefragt, bitte sei mir nicht böse, ist es jetzt überhaupt sinnvoll an Nachwuchs zu denken. Kinder sind was wunderschönes, aber eben nicht nur daß.
Ich glaube, Ihr solltet erst mal wieder nur an Euch zwei denken, eine Beziehung bekommt man nicht geschenkt, das sie bestehen bleibt, bedeutet für beide Seiten daß man daran arbeiten muß.

Dann werden sich sicher auch Eure Wünsche auf Nachwuchs erfüllen, und Euer Nachwuchs kommt in eine liebevolle Umgebung auf die Welt und das wünscht Du Dir doch sicher auch für Dein Kind.

Manchmal tut es einer Beziehung gut, einfach mal ein Wochende in einer anderen Umgebung zu verbringen , weg vom Alltag und vor allem nur zu Zweit.
Mit etwas Glück, kommt dann auch wieder die Nähe zustande die Du ja im Moment so vermißt.

Hoffentlich konnte ich Dir ein wenig helfen.:trost: :knuddel:

Sonnenschein

Gaby
21.08.2004, 23:22
Liebe Ulrike,

ich gebe Dir den Rat,Dich unbedingt um ein Gespräch zu bemühen.Meine Beziehung ist,weil wir nicht miteinander sprachen,als wir noch die Möglichkeit gehabt hätten,am 7.Mai diesen Jahres von meinem Partner beendet worden.

Ich habe jahrelang nie etwas gesagt,wenn ich Schmerzen hatte.

Im März diesen Jahres sprach man erstmals den Verdacht MB aus,und die Untersuchungen begannen.Ich redete mit niemandem darüber,und habe mich vor lauter Anspannung noch mehr zurückgezogen,als ich es ohnehin schon getan hatte,ohne es selbst zu bemerken.Diese Dinge hat er mir erst gesagt,als es zu spät war.

Ende Mai bekam ich das Untersuchungsergebnis schriftlich:Morbus Bechterew.

Redet - es ist die einzige Möglichkeit .....,sonst bist Du eines Tages so alleine,
wie ich.

Liebe Grüsse Gaby

Herbstlaub
21.08.2004, 23:58
Liebe Ulrike,

inzwischen habe ich hier etwas bemerkt: es gibt wohl kein Thema, für das man ein "sorry" schreiben muss. Fühl dich :trost: .
Wenn du heute darüber schreibst, dann bedrückt es dich ja schon länger. Und das heißt, wenn du nicht etwas änderst, staut sich alles nur auf und deine beginnende Gefühlskälte verstärkt sich.
Du fragst, ob einige solo sind. Ich bin es, da eine Freundschaft "eigentlich" durch meine "eingeschränkte Leistungsfähigkeit" kaputt gegangen ist. Es hat lange gedauert, viel zu lange, bis ich bemerkt habe, dass eigentlich auch alles andere nicht passte. Vielleicht musste ich einiges erleben um wach zu werden.
Aber eine Krise ist auch eine Chance. Ein Paar, das sie überwindet, wächst noch inniger zusammen.
Wenn ich einfach meinen Gedanken freien Lauf lassen darf...., ziehe doch erst einmal für dich Bilanz. Was willst du? Was fühlst du? Was erwartest du?

Was will dein Partner? Ist der Wunsch nach einem Kind bei euch beiden gleich groß? Denkst du, dass deine Krankheit für die Spannungen verantwortlich ist? Ich kann es mir nicht vorstellen, da ihr euch in der Zeit deiner Beschwerden kennen gelernt habt.
Ich sag einmal, was ich tun würde. Ich würde schreiben...., was ich empfinde, was mir Sorgen bereitet, ohne Anklage, einfach liebevoll und doch klar. (Es heisst doch: Männer brauchen eine klare Ansage :) ).
Es gibt Männer, die Gesprächen über Beziehungsprobleme ausweichen, weil.... was soll man denn besprechen, diskutieren. Andererseits könnte es ein unglücklicher Kreislauf von Missverständnissen sein, denn wenn du deine aufkommende Gefühlskälte schon bemerkst, dein Partner empfindet sicher auch eine Veränderung, kann sie aber vielleicht nicht so recht einordnen.

Auch empfehlenswert ( wie Sonnenschein schon schrieb): Raus aus dem Alltag, ein Wochenende in einem schönen Hotel, sich näher kommen und dann fällt auch das Reden manchmal wieder leichter.

Es gibt Menschen, die scheuen eine dringend notwendige Konfrontation - weil sie Angst vor dem Ausgang des Gesprächs haben. Ich weiß es aus eigener Erfahrung.
Eine Eheberatung ist sicher auch hilfreich, aber dazu müssen schon beide bereit sein.

Liebe Uli, ich wünsche euch alles Gute für die Zukunft! :knuddel:

Herbstlaub

Ulrike
22.08.2004, 09:42
Guten Morgen allerseits!
Ich danke euch allen für die aufbauenden Worte.

Es liegt nicht daran, daß ich nicht die Konfrontation suchen würde. Erst gestern wieder, er blockt aber total ab. Ich bleib dran, als Krebs kann man ja auch zeimlich stur sein *g*.

Was das Thema Nachwuchs anbelangt, das ist schon seit längerem ein ewiges Hin und Her, mal Hopp mal Top. Natürlich habe ich noch Zeit und will es auch nicht überstürzen, schon garnicht, solange bei mir die Diagnose und das weitere Verfahren damit noch nicht auf sicheren Füßen steht. Nur für meinen Freund brennt es etwas, alldieweil er um einiges älter ist als ich (17Jahre) und er auch schon einen Sohn (7) aus seiner letzten Beziehung hat. Aber das sind grundlegende Themen, die wir beide auch schon des Öfteren besprochen haben.
Diese Spannungen in der Beziehung haben wir eigentlich seitdem die rosa Brille weg ist und es mir aber auch einfach nicht besser gehen will. Mal ist es der Rücken, dann Darmgeschichten, psychische Probleme, vor allem nach einem Schub, wie momentan auch. Kaum bin ich schmerzfrei, schon kommt der Absturz.
Er hats auch nicht einfach mit mir.
Auch wenn ich versuche ein normales Leben zu führen, was mir meist gelingt, es sitzt mir immer irgendwas im Nacken. Und wenn ich mit meinen 28 Jahren nicht so spontan sein kann, wie ich will, dann nervt das nicht nur mich.
Seine Art mit meiner "Unpäßlichkeit" umzugehen, ist einfach. Er hört es sich an und geht dann zum Tagegeschehen über. Er meint, es bringe ja auch nichts, in einem permanenten Krisenmanagement zu leben. Irgendwoher müsse ich ja schließlich den Kontakt zum normalen Leben herbekommen. Ich muss aber auch sagen, daß ich das hin und wieder auch brauche, daß mich jemand in die Realität zurückholt. Doch in letzter Zeit, als es mal wieder akut war, ich jeden zweiten Tag bei irgendeinem Doc war, grenzt es an Ignoranz.
Ich weiß ja nicht wie es bei euch ist, aber er informiert sich noch nicht mal über meine "Krankheit". Erst gestern kam mal wieder :"Na hoffentlich wird das bald mal was, sonst wird´s ja noch chronisch....". Ich hab dann nur gelacht (sonst hätt ich wohl geheult).
"Weißt du schon, ob du über den Tiefpunkt (Depri) hinaus bist? Das ist ja auf Dauer kein Zustand" .

Ich frage mich, ob er mir durch die Blume damit mitteilen will, daß es ihm zuviel wird und daß ich doch gefälligst von alleine gehen soll? Wenn ich ihn darauf anspreche, dann will er´s nicht gewesen sein.... Denn sonst war ja auch ich es, die "Druck" ausgeübt hat, wenn und wo es nötig war.
Ich hab immer gedacht, er hört mir zu. Nun bin ich mir aber nicht mehr so sicher.

Nun ja, es wird nichts so heiß gegessen, wie es gekocht wird.

Schönen Sonntag euch allen!

CU Uli

Gast
22.08.2004, 10:57
Hallo Ulrike,
also ich weiss nicht......wenn ich das so lese, hört sich das für mich nach dem Anfang von Ende an. Ich will ja sicher nicht negative Gedanken anbringen, aber wie Du die ganze Sache schilderst, würde ich mir gut überlegen, ob DAS der Vater Deiner Kinder werden soll, der sich nicht einmal die Mühe macht, sich über Deine Krankheit zu informieren! Klar bringt es nichts, im Dauerkrisenmanagement zu leben, oder wie er das gesagt hat, ich bin auch der Meinung, dass man versuchen muss, irgendwie zum normalen Leben überzugehen, trotz unserer Krankheit. Aber weisst Du, Kinder bringen zwar viel Freude und viel Gemeinsamkeit, Zusammenhalt, aber auch viele, viele Sorgen, weitere Probleme und sind, gerade am Anfang, auch eine echte Belastungsprobe für die Beziehung. Wenn vorher schon so ein Stress aufkommt, ist die Frage, wie lange der Gute dann mit der Situation klarkommt. Kinder lassen unseren MB ja nicht verschwinden....im Gegenteil, kann die Belastung auch mal wieder die Probleme stärker werden lassen, um das mal so ganz gelinde auszudrücken. Ich bin jetzt 32, meine Kinder sind 4 und 7 und mein Mann kennt mich seit 9 Jahren in guten wie in schlechten Zeiten, hat aber auch sexfreie Zeiten, um das mal so zu sagen, denn das war ja nun auch mal das Thema bei Euch, ohne Murren überstanden. Es gibt sicher viele Männer, die das nicht getan hätten, aber auch viele, die sehr viel Verständnis haben und die wissen, dass nach jedem Regen auch wieder die Sonne zum Vorschein kommt. Für Dich wie für ihn. Fragt sich nur, ob Dein Freund bereit ist, auch mal länger im Regen zu stehen.....?!?
Ich wünsche Dir alles, alles Gute und die richtige Entscheidung, was Eure gemeinsame Zukunft betrifft.
Liebe Grüsse,
Gabi

Gast_01
22.08.2004, 12:45
Hallo

sorry wenn ich das jetzt auch mal so sage. Aber er hat sich in der Zeit seitdem ihr zusammen seit überhaupt nicht mit deiner Krankheit auseinander gesetzt. Er hat das berühmte Scheuklappensystem und das funktioniert irgendwann nicht mehr.

Sollst du dich jetzt entschuldigen das du Schmerzen hast. Sorry aber ich bin nie schmerzfrei. Ich habe einen MB und dazu einen MC. Meine Ehe ist an dieser Sache kaputt gegangen, bereits nach einem Jahr, weil mein Mann genau wie deiner war. Sorry aber das wird nicht funktionieren. Du wirst nie "normal" sein können. Wenn du Glück hast bleibt der Zustand so und wenn es mal böse werden sollte, kann es auch nach unten gehen. Was will er denn machen wenn du mal im Rolli sitzt? Will er das auch ignorieren? Ihr scheint irgendwie aneinander vorbei zu leben. Die ganze Sache hört sich sehr böse an. Aber so hat das ja gar keinen Zweck.

Ein Kind, wenn jemand nicht "gesund" ist, sollte man sich sehr gründlich überlegen. Es ist mit Sicherheit zu schaffen, aber in so einer Partnerschaft muß der Partner voll und ganz dahinter stehen. Wie willst du das denn alleine schaffen? Das geht gar nicht.

Ich war jetzt 2 Jahre Singel und habe seit einem Monat einen neuen Freund. Er steht voll und ganz hinter mir und hat sich voher reichlich über die Krankheit informiert. Zudem begleitet er mich zu den Ärzten und nimmt sich sogar Urlaub. Und so sollte es auch sein. Zwar muß man sich kein Urlaub nehmen aber die Krankheit gehört eben zu unserem Leben und läßt sich nicht weg zaubern.

Melde dich einfach wieder denn mich interessiert es wie es weiter geht. Du mußt ganz offen mit ihm reden. So geht das nicht weiter.

Ich wünsche dir alles Gute

Eure Melly

Herbstlaub
22.08.2004, 16:32
Liebe Ulrike,

dass du die Konfrontation scheust, meinte ich auch nicht *g*. Dein Partner ist es. Auch wenn er sich als Krebs gern zurückzieht, äussern sollte er sich nicht nur durch die Blume!
Ich muss mich Melly und Gabi leider anschliessen - es hört sich nicht gut.
Du schreibst, seit die rosa Brille weg ist und es dir einfach auch nicht besser gehen will, sind die Spannungen da.
Nun, ich sags mal direkt: Sieh du mal zu, dass du wieder "normal" wirst, dass dein Partner nicht mehr so lange auf ein Kind warten muss, dass alles für ihn zufriedenstellend verläuft - dann wirds auch wieder. Unterdrücke deine Depris, lächle und sorg mal für ein bisschen Abwechslung, dann bekommst du Kontakt zum normalen Leben, so wie er es sich vorstellt. :rolleyes: :(

Entschuldige :knuddel: , aber ich habe es ähnlich erlebt, auch wenn ich allein wohnte. Aber diese Ignoranz, die leisen Vorwürfe, manchmal einfach dummen Sprüche tun auf Dauer sehr weh.
Als ich es im letzten Jahr vor Schmerzen kaum noch aushalten konnte und eine Heilpraktikerin bei mir "bohrte", habe ich ein bisserl Privates erzählt und dann gesagt, dass ich aber doch irgendwie eine Verlustangst habe und mich nicht zu einer Trennung entscheiden kann. Sie sagte nur: Ihr Rücken wird es Ihnen zeigen, wann sie das alles nicht mehr (er)tragen können. Es hat noch Monate gedauert, 2 Freundinnen haben mir immer wieder den Kopf gewaschen.... :) ich war körperlich und seelisch am Ende und dann war es eine Erlösung all dem ein friedliches Ende zu setzen. Ich habe mich davon erholt:
Als ich hier Anfang des Jahres das erste Mal schrieb, ging es mir viel besser und ich wußte nicht, ob ich einen Arzttermin absagen sollte. Natürlich hatte ich noch Schmerzen und es ist auch wieder schlimmer geworden, aber es war vorher in meinen Augen unerträglich. Erst viel später fiel mir dann noch einmal der Satz der Heilpraktikerin ein.

Geblieben ist daraus noch der Spuk im Kopf, dass ich ein Mensch zweiter Klasse bin (Thema Langsamkeit in Rainers Thread), dass ich denke, weil ich dies und das nicht kann, nicht liebenswert bin. Ich habe mir gerade in den letzten Tagen Gedanken darum gemacht (angeregt durch das, was ich im Forum gelesen habe) und mir das Ziel gesetzt, ersteinmal mich und meine Schwächen wieder akzeptieren zu lernen und mich so zu nehmen wie ich bin. Vielleicht gibt es dann eines Tages noch einen Menschen, der das auch kann :D .

Liebe Ulrike, ich hoffe, dass es dir nicht wie mir ergeht, sondern dass ein klärendes Gespräch eure Spannungen abbauen kann und ihr zusammen euer Glück findet. Wenn sich nichts ändern läßt, dann vergiß nicht zu fragen, wie lange DU das aushälst.

Ich wünsche dir alles alles Gute und ein Vorwärtskommen in dieser Beziehung.

Liebe Grüße
Herbstlaub

Sonnenschein
22.08.2004, 20:27
Hallo Ulrike,:trost:

es tut mir weh´was ich Dir jetzt schreiben muß´.:heul: Aber ich glaube Du möchtest gern eine ehrliche Antwort.

Nachdem, was ich jetzt alles so gelesen habe, glaube ich einfach nicht mehr, daß es ausreichen würde, mal ein schönes Wochende zu verbringen. Mal raus aus den Alltag.

Die rosa Brillen Zeit geht für alle mal vorbei, und erst dann zeigt sich, ob eine Beziehung bestand hat, und Dein Männe läßt Dich ja schon jetzt in Stich.

Muß mich leider den anderen anschließen und Dir empfehlen,darüber nachzudenken, ob Du wirklich Dein Leben an diesen Mann hängen willst.

Alles, alles Liebe und ich wünsche Dir viel Kraft, bei der Entscheidung.:trost:

Sonnenschein

sfonia
24.08.2004, 08:28
tut mir leid,

aber ich stimme im großen und ganzen meinen Vorschreibern zu. Aber hier mal ein anderer Aspekt: Vielleicht ist er einfach nur eifersüchtig. Und zwar in dem Sinne, es dreht sich alles nur um dich ( Bitte nicht falsch verstehen), er nimmt Rücksicht auf Dich und fühlt sich selbst als käme er überhaupt nicht zum Zug. -Wie kleine Kinder eben, die trotzen- Er fühlt sich an letzter Stelle und nun ist der Punkt für Ihn erreicht. Er möchte gerne die Nr. 1 bei dir sein, geht aber nicht, da steht der Bechti. Zumal er auch älter ist dürfte das für IHn ziemlich frustierend sein. Natürlich in einer Partnerschaft sollte man darüber reden, aber ich weiß, es ist besser gesagt als getan, man will den Partner ja nicht vor den Kopf stoßen aber manchmal muß es eben doch sein, wie ein Gewitter, das die Luft reinigt. Ich will nicht verhehlen, der Schuß kann auch nach hinten los gehen. Aber in eurer Situation muß ein klärendes Gespräch her. Und das mit einem Baby, überleg es dir richtig. Ein Kind ist viel zu kostbar um es als Partnerschaftskittungsmittel zu mißbrauchen. Wenn ihr beide es möchtet, so ist es ok, nicht ok ist es, wenn er es nurwill, weil er eine Art Torschlußpanik bekommt. Ich hoffe ich war nicht zu streng, Ich wünsche Dir, das sich alles regelt
Es grüßt sfonia

Ulrike
24.08.2004, 17:30
Hallo ihr Lieben,
es ist beruhigend zu wissen, daß ihr auch solche "pipi" Probleme, denn wir haben ja auch wahrlich anderes am Hut, ernst nehmt.
Nach einer Konfrontation am WE, in der ich ihm alles ,und er mir praktisch nichts, gesagt habe, bin ich auf dem Standpunkt, daß ich erstmal meine Ruhe will, eben auczh um mir über einiges klar zu werden (Baby, wie soll´s weitergehen etc.).
Er hat gleich eine Trennung vermutet und hat danach garnix mehr gesagt.

Ich werd ihm wohl mal ´nen netten Brief schreiben, in dem ich im alles sage, erkläre und wie sein Verhalten aurf mich wirkt , auch den Tip von dir Sfonia werde ich zur Sprache bringen. Obwohl er eigentlich keinen Grund hat, denn weitestgehend hab ich ihn mit meinen Mißbefindlichkeiten nur dahingehend berührt, daß ich es ihm gesagt habe und hin und wieder meine "ehelichen Pflichten" nicht ausüben konnte.
Da wir nicht zusammen leben, hab ich ´mich vorher immer schön gedopt, eben damit er nicht immer an zweiter Stellle stehen mußte. Manchmal reichte es halt nicht ganz zur Schmerzfreiheit, aber nicht allzuoft. War vielleicht auch ein Fehler. Nun ja.

Ich nehm mir jetzt erstmal ne Auszeit und dann seh ich weiter.

Vielen Lieben Dank Euch allen. Es sind halt doch nicht ganz die gleichen Probleme, die andere haben, es hat immer noch den Beigeschmack, den nunmal unser Begleiter mit sich bringt und von daher können mir meine "gesunden" Freunde nicht immer weiterhelfen.

DANKE!!!!!

ULI

Gast_01
24.08.2004, 18:45
Liebe ulli,

ich muß jetzt mal richtig mit dir schimpfen. Bist du verrückt dir vorher Schmerzmittel zu nehmen nur damit er seine Spaß hat?`Wenn es nach dir gegangen wäre, hättet ihr dann sicherlich keinen Sex gehabt.

Je mehr ich von dir über diese "Beziehung" höre, desto mehr schüttel ich mit dem Kopf. Ich wohnt nicht zusammen und ihr wolltet ein Kind? Das ist ja alles unglaublich.

Ich denke für ihn ist die Sache längst erledigt. Er versucht die Beziehung zu beenden, ohne das er es muss machen muss. Das ist doch alles gar keine Beziehung gewesen. Wann war er denn mal für dich da? Du sollstest dir mal vor Augen halten was eine wirkliche Beziehung ausmacht. Liebe, Vertrauen, Zärtlichkeiten, Geborgenheit und völlige Hingabe. Hilfsbereitschft und ach es gibt noch so viele Dinge. Von diesen Sachen scheint es aber nicht wirklich was bei euch gegeben zu haben. Denke mal darüber nach.

Es ist das beste was du machen konntest. Wenn ihm wirklich was an dir liegen würde, würde er auch kämpfen und nicht einfach ignorieren. Liebe Uli, laß dich mal drücken aber vielleicht ist das jetzt alles wirklich das beste für dich.

Alles Liebe

Eure Melly

sfonia
25.08.2004, 09:07
Uli,Uli

was du nun geschrieben hast, läßt mich nur eines sagen: trenn dich entgültig. So weh es tut, der Schmerz geht vorbei und es kann nur besser werden.
wie Melly es sagt, es kann nicht sein das du dich vorher dopst, damit er seinen Spaß hat. diese Partnerschaft ist keine. die Gefühle kommen nur einseitig. Vergeude dich nicht, du bist noch so jung, und denk an das Sprichwort: Jedes Töpchen findet sein Deckelchen. Nur dieser Deckel paßt nicht. Irgendwann triffst du deinen Prinzen, Und bitte,bitte kein Baby. die Voraussetzungen sind wirklich sehr schlecht dafür. Ihr dürft nicht so egoistisch sein und ein Baby haben wollen, weil du denkst, er bleibt, die Beziehung wird besser- falsch, mit einem Baby wird nichts besser, jedenfalls nicht so. Ein Baby ist was wunderbares, aber auch ein eingeständiger kleiner Mensch. Der es verdient um seiner selbst willen geliebt zu werden. Und wie du schon schriebst, er hat ja schon einen Jungen, was ist mit dem ?? HInterfrag dich mal selbst. Ein kleiner Tipp: schreib mal eine Liste mit positiven und negativen Merkmalen eurer Partnerschaft.
Es macht mich traurig, dir diese Sätze zu schreiben, aber als Außenstehender sieht man dieses nüchterner
Es grüßt sfonia

Katrin
28.09.2004, 16:06
Hallo Uli,

ach ja, die leidigen Probleme mit den Männern, aber wollen wir wirklich ohne die Kerle auskommen?

Es tut mir leid, daß momentan alles so verquer läuft bei Dir. Du hast in mir eine Leidensgenossin. Auch mein ehemals so besorgter Partner fordert plötzlich Dinge ein, mit denen ich nicht zurecht komme. Gut, es geht nicht um Nachwuchs, und auch nicht um die Produktionsbedingungen (im Gegenteil), aber das ist schon heftig, wenn man plötzlich merkt, daß alle Träume und Luftschlösser zusammenbrechen.

Es heißt ja heute, daß Beziehungen nicht mehr nach den berühmten sieben Jahren sondern eher nach 3 Jahren auf dem Prüfstand stehen, das würde ja für uns beide passen, wie die Faust aufs Auge.

Ich habe mehrmals versucht, mit meinem Partner zu reden, aber es hat nicht gefruchtet, und ist nur darauf hinausgelaufen, daß er seine Fehler auf mich abwälzen wollte (ich habe auch genug gemacht, ohne Frage, bin wirklich nicht die einfachste Frau). Ich bin dann weggefahren, und habe die Zeit genutzt, wirklich mal in mir nachzuforsten, was ICH will. Begleitet hat mich ein Satz aus einem Buch:

"Mit wem würdest Du am liebsten Deine Zeit verbringen, wenn Du nur noch ganz wenig davon hättest".

Mein Partner war nicht dabei, und so traurig ich darüber bin, so froh bin ich doch, für mich jetzt endgültig einen Schlußstrich gezogen zu haben.

Hör in Dich rein, was Du willst, wieg Vor- und Nachteile ab, und denk dabei bitte ausschließlich an Dich. Du kannst nicht aus Mitleid oder falsch verstandener Fürsorge die Verantwortung für andere übernehmen. In dieser Beziehung ist Egoismus durchaus angebracht.

Leider gibt es keine Gehirnwäsche, und backen können wir Weiber uns den Traummann nun auch nicht, aber ich für meinen Teil lebe lieber allein als mit faulen Kompromissen, die mich depressiv machen.

Ich wünsche Dir trotzdem ganz viel Glück, leg mal richtig gute Musik auf, mach Dir einen schönen Abend mit Dir selbst, genieß alles, was Du magst und denk dran, daß jede getroffene Entscheidung einen auch weiter bringt.

Ich denk an Dich

Katrin