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#181
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Rheuma-Liga Sondernewsletter
Forum Mundgesundheit vom 15. - 22. Juni Liebe Leserinnen und Leser, Studien belegen: Wunde Stellen, Wucherungen oder Schmerzen im Mund oder Kiefer können mit entzündlich-rheumatischen Prozessen im Körper verknüpft sein und sich gegenseitig beeinflussen. Zahn- und Kieferschmerzen können auch beim Fibromyalgiesyndrom auftreten. Extreme Mundtrockenheit infolge von Medikamentenennahme ist ebenfalls ein häufiges Beschwerdebild. Was kann man tun, wenn sich der Mund nicht mehr richtig öffnen läßt? Geht von Amalgamfüllungen eine besondere Gefahr aus? Rheumatiker stellen sich viele Fragen, die der Zahnarzt allein nicht immer ausreichend beantworten kann. Die Deutsche Rheuma-Liga bietet daher ein an, das vom 15. bis 22. Juni 2010 stattfindet. Sie haben dort die Möglichkeit sich auszutauschen und die Experten um Rat zu bitten: Welche Fragen brennen Ihnen „auf den Nägeln“? Berichten Sie uns von Ihren Erfahrungen! Haben Sie spezielle Tipps zur Mundhygiene? Quelle: deutsche Rheumaliga
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#182
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"Tango statt Fango"
Medizinbuch
Gegen Rückenschmerzen: "Tango statt Fango" 05. Juli 2010, 10:32 In seinem Buch "Geheilt vom Schmerz" sammelt Autor Thomas Hartl Leidensgeschichten, die ein gutes Ende finden Bei Josef beginnt es mit einem Ziehen im Kreuz. Der Schmerz wird von Tag zu Tag stärker, er reicht von der Lendenwirbelsäule über die Hüfte bis hinunter zum Vorfuß. Die Nächte sind höllisch. Er durchläuft den üblichen Medizinparcour: vom Orthopäden zum Chiropraktiker mit etlichen Zwischenstationen. Nichts hilft. "Wie Zahnschmerzen", vergleicht der Landwirt den Schmerz. Josef lebt damit Jahre lang. Es ist ein schwacher Trost: Aber Josef ist nicht allein. 85 Prozent der Bevölkerung der westlichen Industriestaaten werden in ihrem Leben mindestens einmal mit Rückenschmerz konfrontiert, rund zwei Drittel davon wiederholt. Der Journalist und Sachbuchautor Thomas Hartl kennt die Problematik: Jeden dritten Tag klemmt sich ein Nerv in seiner Halswirbelsäule ein, "und der wöchentliche Besuch bei meiner Physiotherapeutin ist oft der einzige Lichtblick in meinem Leben". In seinem Buch Geheilt vom Schmerz sammelt Hartl Leidensgeschichten, die ein gutes Ende finden. 23 Schmerzpatienten berichten von ihren Problemen mit Wirbelsäule, mit Bandscheiben, Gelenken, mit Schmerzen, die in den Kopf ausstrahlen, bis zu Morbus Bechterew und Fibromyalgie. Ihnen allen konnte geholfen werden. Zu den Krankengeschichten fügt Hartl die Diagnosen der behandelnden Ärzte und stellt das jeweilige Therapieverfahren vor, das im konkreten Fall zur Anwendung kam. Josef hilft Mesotherapie, ein Verfahren aus der Komplementärmedizin, bei dem Verfahren aus Akupunktur, Reflexzonen und Arzneimittel zur Anwendung kommen. Mit Injektionen werden die schmerzhaften Stellen mit niedrigst dosierten schulmedizinischen Medikamenten behandelt. Nach einer Woche Therapie ist Josef drei Tage schmerzfrei, nach der zweiten Anwendung sind es bereits zwei Wochen. Heute braucht er Mesotherapie nur noch, wenn er besonders anstrengende körperliche Tätigkeiten gemacht hat. Als "interdisziplinäre Herausforderung" sieht Peter Pauly, Leiter des Instituts für Physikalische Medizin und Rehabilitation am Landeskrankenhaus Vöcklabruck, chronischen Schmerz. In einem weiteren Abschnitt kommen Experten zu Wort. Führende Schmerzforscher und -therapeuten machen Bestandsaufnahmen und beschreiben Wege aus dem Leid. Neben medikamentösen Therapien werden autosuggestive und psychotherapeutische Möglichkeiten vorgestellt und wie man mit chronischem Schmerz umgehen lernen kann. "Tango statt Fango", rät etwa der Schmerzforscher Walter Zieglgänsberger, "wichtig ist Bewegung, die Freude macht. Tun, was Spaß macht." (Doris Priesching, DER STANDARD, Printausgabe, 05.07.2010) Quelle: Der Standard
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#183
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Hej Soltar,
das ist ganz in meinem Sinne. ![]() Und es passt auch zu der Aussage: ![]() Maiglöckchen |
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#184
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Maiglöckchen - ja, der Slogan ist nicht schlecht!
![]() Man könnte ja auch sagen: "Tango & Fango" In Kombination sicher auch nicht zu verachten... ![]() Sommergrüsse Soltar
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#185
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Nsar
Hallo
Ich kopiere für einmal keinen Link hier herein. Habe grad so ein Buch bekommen: "Stopp Rheuma". Stammt wohl irgenwie aus der USA. Was da geschrieben wir klingt aber wohldurchdacht für mich. Z.B. eben steht: "Obwohl NSAR extrem populär sind, deuten Forschungsarbeiten darauf hin, dass diese Medikamente zwar einen kurzfristigen Nutzen bringen, aber tatsächlich das Forschreiten der Gelnkszerstörung beschleunigen und im Lauf der Zeit noch mehr Probleme verursachen" Offenbar haben die dazu auch verschiedene Versuche gemacht, auch an Ratten. (Was natürlich immer umstritten ist - und ich auch nicht dafür bin) Die Liste von Nebenwirkungen, die die langfristige Einnahme dieser NSAR (Voltaren, Ibubrofen, Cox-1 und auch Cox2-Hemmer, also auchCelebrex usw.) sind ja lang: Beschwerden im Magen-Darm-Trakt, Leberschäden ...und leider ja auch tausende Todesfälle. Aber das es sogar eben längefristig die Gelenkschäden eher forciert als das erhoffte Gegenteil - das war mir neu. Hier steht, dass sie dazu eine Studie gemacht hätten: 294 Röngtenbilder von Hüften, rheumabetroffener Menschen wurden verglichen, und es hätten offenbar die Patienten, die die NSAR eingenommen haben die grösseren Schäden an den Gelenken gehabt, als die, die ohne diese Medikamente lebten. Ich persönlich, der ja seit Jahren keine NSAR mehr nehme (nehmen kann aufgrund der Nebenwirkungen) habe zuletzt wirklich auch eine sehr skeptische Meinung darüber gewonnen. Es waren eben diese Komplikationen im Darm- und Magenbereich, die auch nicht mit einem Magenschoner zu verbessern waren. Und ich hatte wirklich das Gefühl bekommen, dass diese Komplikationen letztlich den ganzen Entzündungsprozess beschleunigten und verschärften! Ich glaube das kann man sich nicht einfach so einbilden. Und zuletzt waren es ja diese Anzeichen von Herzstolpern, dass zwar als "harmlos" gilt, aber eben doch Angst macht, welches jeweils nach Einnahme dieser NSAR sofort auftrat, die mich zum völligen Verzicht auf diese NSAR bewegten. Dabei habe ich sie zwar über Jahre genommen - aber letztlich immer vergleichsweise sehr zurückhaltend. Schönen Abend Soltar
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#186
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Hallo Soltar,
ich glaube nicht, dass diese Untersuchungen mit 294! Röntgenbildern wirklich repräsentativ ist. Es gibt auch Forschungsergebnisse, die eben belegen, dass NSAR langfristig das Einsteifen verlangsamen oder sogar verhindern können. Ob diese denn repräsentativ sind? Rheuma ist so vielfältig .... Zudem reagiert eben jeder Körper anders. Bei einigen machen sich nur leichte, bei anderen schwere und wieder bei anderen keine Nebenwirkungen bemerkbar. Ebenso sieht es bei der Wirkung aus. Medikamente sind keine Bonbons (auch die sind nicht ungefährlich). Ich denke wichtig ist doch immer das Risiko - Nutzen - Verhältnis bei jedem persönlich. LG Heidi
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Willst du glücklich sein im Leben, trage bei zu and'rem Glück; denn die Freude die wir geben, kehrt ins eig'ne Herz zurück. |
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#187
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Hallo Heidi
Du magst recht haben. Wer weiss das schon so genau. Jedenfalls scheint mir, dass die Pharma - Lobby selber solche Dinge eher unter dem Deckel hält, als denn wirklich interessiert ist aufzudecken. Da steht doch immer die Wirtschaftlichkeit auch ganz oben - und stell dir vor, sowas würde rauskommen? Wie bei Vioxx - was meinst du was da für eine Klagenflut erfolgt ist, und allein wenn so ein Medikament vom Markt genommen werden muss - bis so ein Medi lanciert ist, die ganzen Zulassungen passiert hat - das kostet die einen Haufen Geld - und wenn es dann nicht den gewünschten Gewinn abwirft, bzw. eben wie Vioxx auf halber Strecke vom Markt genommen werden muss, dann sind das wohl Unsummen an Verlusten! Aber wirklich "verbarmen" habe ich trotzdem nicht - die grösste Pharmafirma in der Schweiz zahlte dem CEO 40 Mio an Gehalt jährlich! Das zeigt in etwa, was die so an Gewinn machen! Und wir zahlen das mit den KK-Prämien, die ständig neu angepasst werden, und Leute mit schmalerem Budget kaum mehr zahlen können! Ja, du siehst - ich bin doch ziemlich skeptisch und misstrauisch. Aber hab ich nicht recht? Ich suche dann mal gelegentlich noch genauer nach der Quelle dieser Ergebnisse. Aber ich dachte sofort: "Genau!" ...wie wenn jemand etwas aussprich, was ich schon lange denke... lg Ronald
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#188
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fakt ist das allein in den usa jedes jahr ca. 16.000 menschen an der einnahme von normalen nsar´s sterben.
mfg michael
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Mach das was alle machen, und hab das was alle haben. |
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#189
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Quintessenz
NSAR und Aspirin® gehören zu den am häufigsten angewendeten Medikamenten. Ihr Wirkmechanismus besteht in einer allgemeinen Hemmung der Prostaglandinsynthese. Da Prostaglandine überall im Organismus mit lokal unterschiedlicher Funktion und Regulation vorkommen, sind die Effekte einer solchen Synthesehemmung fast unlimitiert. NSAR und Aspirin® können Ursache vieler, zum Teil schwerer Nebenwirkungen an praktisch allen Organsystemen sein. Neben dem renalen und gastrointestinalen ist vor allem auch das kardiovaskuläre Risiko bei der Verschreibung von NSAR zu berücksichtigen. Kardiovaskuläre Risikofaktoren wie Hypovolämie, Divertikulose, chronisch entzündliche Darmkrankheiten, ein früheres Ulkus, eine hohe Dosierung, die Kombination mit Steroiden oder Antikoagulantien erhöhen die Komplikationshäufigkeit. Quelle: medicalforum Schweizer Site Unter "NSAR und Cox-2-Hemmer, die häufigsten unerwünschten Nebenwirkungen gibt es da ein PDF-Dokument, dass wirklich interessant ist und aufschlussreich. Ich glaube zum Beispiel auch, dass bei mir NSAR die latente Colitis mitverursacht haben! Schönes WE Gruss Soltar
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#190
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Christa Reinig
DICHTUNG: Kein Wort mehr von Aufbau
Das Beste von Christa Reinig Eine fast vergessene Lyrikerin, die in ihren Anfängen Großes schuf, ist Christa Reinig, die vor zwei Jahren starb. Sie stand zu allen gesellschaftlichen und staatlichen Normen quer, nahm dennoch sowohl den Brandenburgischen Literaturpreis (1999) als auch das Bundesverdienstkreuz (1976) entgegen, vor allem aber den Bremer Literaturpreis (1964), der der unbequemen DDR-Bürgerin die Ausreise ermöglichte und den Beginn einer Schriftstellerexistenz in München. Der Vorzug eines nur 80-seitigen Bändchens mit dem Titel „Feuergefährlich“ liegt nicht nur in der kundigen Gedichtauswahl aus allen Schaffensperioden, sondern auch in den persönlichen Erinnerungen von Klaus Wagenbach. Der Lektor, der 1964 den wichtigen Klaus-Wagenbach-Verlag gründete, war auf Christa Reinig bereits 1960 durch ihren in der Düsseldorfer Eremitenpresse erschienenen Erstling „Die Steine von Finisterre“ aufmerksam geworden. Er kürte die Verfasserin prompt zur Autorin des S. Fischer Verlages. Klaus Wagenbach bringt die Autorin dem Leser sehr nahe: Wie sie in beklemmender Einsamkeit im aus Ostberlin kommenden Zug gen Bremen saß und die Grenzpolizei der DDR über, unter und zwischen den Waggons nach Flüchtlingen fahndete. Wie sie hinter dem überwundenen Stacheldraht mit dem Verleger-Freund eine Flasche Champagner leerte, wie sie sich eine „Wörterfresserin“ nannte, die nach neuen Wörtern gierte, um sie in schnörkellos trockene und gereimte Verse zu fassen. Der Schwerpunkt der Wagenbach-Auswahl, die auch vergleichsweise belanglose Beispiele aus den Bänden „Papantscha Vielerlei“ (1971) und „Müßiggang ist aller Liebe Anfang“ (1979) berücksichtigt, lässt erkennen: Die Qualität ihrer balladesken, galgenhumorigen und schlagkräftigen Gedichte aus den 50er Jahren und aus der Zeit unmittelbar nach dem Mauerbau konnte Christa Reinig in ihren späteren Versen nicht mehr erreichen. Das Ehrenmitglied des Friedrichshagener Dichterkreises um Johannes Bobrowski, dem der Meister selbst das schön rätselhafte Distichon „Märkisches Museum“ (im Berliner Märkischen Museum hatte sie zuletzt als wissenschaftliche Assistentin gearbeitet) trauernd in den Westen hinterherwarf, konnte seit der zweiten Hälfte der 60er Jahre weder an die schauerlichen Moritaten von Polizei- und Justizopfern anknüpfen noch an die melodiös in freien Rhythmen dahinfließenden Bekenntnisse zu lebenswerten Werten oder ihren Erfahrungen im Städtchen Perleberg. Kaum eine andere hat das, was in ostdeutscher Frühzeit politisch widerständig „mit klarer Schrift zu schreiben“ war, so konsequent verwirklicht wie Christa Reinig: „kein wort soll mehr von aufbau sein/ kein wort mehr von arbeit und altersrente/ hört weg – ihr helden – ich rede allein/ für asoziale elemente“. So hatte sich der Staat das nicht gedacht, als er die 1926 geborene Fabrikarbeiterin und Blumenbinderin an der Arbeiter-und-Bauern-Fakultät weiterbildete und sie danach zum Studium der Kunstgeschichte und Archäologie an der Humboldt-Universität zuließ. Den unangepassten Ausscherern aus verordneten Normen hat sie ihre saloppen Verse in streng gereimter Rede gewidmet: dem Piraten („lieber räuber sein und frei“), dem Robinson in Einzelhaft, dem akrobatischen Turmseilläufer, dem standhaften Häftling. In ihren frühen Gedichten porträtiert sie hintergründig und sarkastisch Figuren wie den Henker, den pazifistischen Hirten, den dummen August, der sich in alles schickt – bis zum Schafott. „Die Ballade vom blutigen Bomme“, die Walter Höllerer 1956 in seine berühmte Anthologie „Transit“ aufgenommen hatte, brachte der in der Berliner Ackerstraße Beheimateten Ruhm. Als Münchnerin machte sie mit Prosa wie dem Roman „Die Entmannung“ Furore, der als „Speerspitze des Feminismus“ gefeiert wurde. In einigen der späten epigrammatisch kurzen Liebesgedichte bekennt sie sich dezent zum Lesbentum, wehrt aber die Vereinnahmung durch feministische Strateginnen ab. Verarmt und total verkrümmt und gezeichnet von der Bechterew-Krankheit starb Christa Reinig 2008 – kaum mehr wahrgenommen – 82-jährig in München. Das Beste aus ihrer Feder ist als repräsentativer Querschnitt in Klaus Wagenbachs Oktavheft aufgehoben. Christa Reinig: Feuergefährlich. Wagenbach, 80 Seiten, 8 Euro. (Von Dorothea von Törne) Quelle: Märkische Allgemeine
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#191
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Quelle: Ärztezeitung vom 02.08.10:
"Ein Gläschen in Ehren für die Gelenke? ROM (hub). Alkohol beeinflusst die Gelenke positiv. In einer Studie aus den Niederlanden senkte Alkoholgenuss das Risiko für Rheumatoide Arthritis und Arthrose um etwa 70 Prozent, das für M. Bechterew und Psoriasis-Arthritis um etwa 65 Prozent. Je geringer der Alkoholkonsum, desto höher waren die Entzündungsreaktionen. Die Forscher aus dem Nachbarland haben beim Rheumakongress EULAR 2010 zwei Erklärungen angeboten: Bei starker Gelenkentzündung wird nur weniger Alkohol konsumiert oder er hat tatsächlich antiinflammatorische Effekte (Abstract AB0179).
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Gruß Uli "Wer sich zu wichtig für kleine Arbeiten hält, ist oft zu klein für wichtige Arbeiten." Jacques Tati Der Optimist sieht in jedem Problem eine Aufgabe. Der Pessimist sieht in jeder Aufgabe ein Problem. |
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Gut beraten bei der Medikamentenwahl
11.08.2010 Im Alter nehmen Senioren viele verschiedene Medikamente ein; © SXC Nicht alle Medikamente, die jungen Patienten helfen, sind auch für ältere Menschen geeignet. Ein Forscherteam veröffentlicht deshalb eine Liste mit Medikamenten, die für alte Menschen gefährlich sind. Da eine Krankheit im Alter oft nicht isoliert auftritt, müssen ältere Patienten häufig eine Reihe von unterschiedlichen Arzneimitteln gegen verschiedene Erkrankungen einnehmen, was das Risiko für Wechsel- und Nebenwirkungen deutlich erhöht. Deshalb hat nun eine Forschergruppe der Universität Witten/Herdecke unter Leitung von Petra Thürmann die Medikamente für den deutschen Markt zusammengestellt, die für ältere Menschen problematisch sein können. Gedacht ist die Liste als Hilfestellung für Ärzte und Apotheker zum Schutz ihrer älteren Patienten. "Wir bieten den Ärzten auch Informationen darüber, bei welchen Erkrankungen ein Medikament wenn möglich nicht verwendet werden sollte", erklärt Thürmann. Das heißt praktisch: Hat ein älterer Patient zum Beispiel eine schlechte Nierenfunktion, sollte der Arzt auf die Verschreibung bestimmter Schmerzmittel verzichten. "So können Nebenwirkungen minimiert werden", sagt Thürmann. Sofern vorhanden, benennt die Liste deshalb auch alternative Wirkstoffe, die weniger riskant für alte Menschen sind. "In manchen Fällen ist die Verordnung eines potenziell ungeeigneten Stoffes nicht zu vermeiden, etwa, weil es keine wirksamen Alternativen gibt. In solchen Fällen gibt es dann eine Empfehlung, wie die Dosis angepasst werden könnte und welche Maßnahmen sich eignen, um den Verlauf der Therapie zu kontrollieren", sagt Thürmann. Die Aufstellung umfasst 83 für ältere Menschen potenziell ungeeignete Arzneimittel, darunter zum Beispiel eine Reihe von Schmerzmitteln. Für die Bestandsaufnahme haben Thürmann und die Apothekerin Stefanie Holt die wissenschaftliche Literatur auf Informationen zu gefährlichen Arzneistoffen für Ältere durchsucht. "Daraus entstand eine vorläufige Liste, die anschließend 27 Experten aus verschiedenen Fachrichtungen unabhängig voneinander bewertet und kommentiert haben. So ist in mehreren Befragungsrunden unsere Liste entstanden", beschreibt Thürmann die Vorgehensweise. Nötig ist die Liste besonders deshalb, weil der Körper älterer Menschen häufig anders auf ein bestimmtes Medikament reagiert als der junger Menschen. Mit der Zeit verändert sich der Stoffwechsel, so dass im Alter Arzneimittel meist langsamer abgebaut werden und oftmals stärker wirken – auch dadurch steigt das Risiko für Nebenwirkungen. Quelle: Private Universität Witten/Herdecke
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Das LEBEN soll kein uns GEGEBENER,
sondern ein von uns GEMACHTER ROMAN sein. (Novalis) |
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#193
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Hallo Petra,
diese Liste wurde diesen Monat über das deutsche Ärzteblatt an alle Ärzte verteilt - und an oberster Stelle stehen die NSAR.... Liebe Grüße ![]() Lydia
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Lächle in die Welt - und die Welt lächelt zurück!
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...Vorchristliches..
DIE WELT: 27.08.10|Fuhrs Woche
Knochen einer Kriegerin Von Eckhard Fuhr Diese Woche war ich in Speyer. Dort, im Historischen Museum der Pfalz, kann man sich demnächst auf die Spuren der Amazonen begeben. Speyer wirkt nicht wie ein Ort für kriegerische Frauen. Das Städtchen strahlt Behaglichkeit aus. Seine Bewohnerinnen sind liebreizend und friedfertig. Im Schatten des Doms scheint die Welt noch in Ordnung zu sein. Doch im Museum geschah Unerhörtes. Ein Kurier aus Nowosibirsk war eingetroffen. Als ich ihn im Halbdunkel eines Ausstellungskabinetts traf, hatte er gerade ein Bündel Rippenknochen in der Hand und begann, sie in die richtige Anordnung zu bringen. Ich fragte ihn, woher er wisse, wie die Rippen zusammengehören, die seien ja gar nicht nummeriert. Da lachte er ein sibirisches Lachen. Er kenne die Lady schon lange. Kein Knöchelchen von ihr sei ihm fremd. Es handelt sich um die Knochen einer skythischen Kriegerin. Das Geschlecht ist durch DNA-Analyse eindeutig festgestellt. An einem der Oberschenkelknochen kann man sehen, wo die Probe herausgesägt wurde. Mich hat die Kerbe, welche die moderne Wissenschaft ins Bein der Kriegerin geschlagen hat, unangenehm berührt. Aber das ist nun einmal der Preis des Erkenntnisfortschritts. Jetzt wissen wir also, dass im Kurgan Ak-Alacha 1, der zu einem vor 20 Jahren entdeckten skythischen Gräberfeld im Alatai-Gebirge gehört, um 400 vor Christus neben einem Mann eine Frau beigesetzt wurde. Der Mann war schon alt und litt an Morbus Bechterew. Man muss sich ihn als buckliges Männlein vorstellen. Jung und noch halbwegs gerade gewachsen dagegen seine Gefährtin, vielleicht seine Tochter. Die beiden waren jedenfalls nahe miteinander verwandt, und auch die Frau war Trägerin der Erbkrankheit. Beiden hatte man eine vollständige Kriegerausrüstung mit ins Grab gegeben, je eine Streitaxt und einen Dolch aus Eisen sowie Bogen, Pfeile und Köcher. Der Permafrost hat sogar manche organischen Bestandteile dieser Beigaben konserviert. Mit der Streitaxt der Kriegerin, die eher ein Streitpickel ist, könnte man heute noch einem Gegner so akkurate runde Löcher in den Schädel stanzen, wie man sie bei einem anderen Fund nicht ohne Grusel betrachten kann. Stand ich in Speyer vor einer echten Amazone? Das wäre wohl eine zu kühne Interpretation des archäologischen Befunds. Aber dass das Kriegshandwerk nicht überall reine Männersache war, das beweist er schon. In der vor Angstlust strotzenden Männerfantasie des Amazonen-Mythos stecken also doch gewisse Wirklichkeitspartikel. Ich hätte natürlich gern gewusst, ob die Kriegerin auch schön war. Ihre Knochen verraten das nicht. Leicht krummbeinig mag sie vom vielen Reiten gewesen sein, und ihr Steiß war gestaucht. Aber das muss die Gesamterscheinung ja nicht beeinträchtigen. Ich bin gespannt, was die geplante Gesichtsrekonstruktion ergibt. Vielleicht zeigt sie uns eine Penthesilea, in die ein Achill sich verliebte - nachdem er sie erschlagen hatte. Quelle: Welt online
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#195
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Quelle: bild.de
Telefon-Aktion zum Thema Rückenschmerzen Welche Art von Rückenschmerz habe ich? Wie lassen sich erste Anzeichen richtig deuten? An welchen Arzt kann ich mich wenden? Welche Therapie ist die richtige? Und warum ist es so wichtig, rechtzeitig mit der richtigen Behandlung zu beginnen? All diese Fragen können Sie Experten am 9. September 2010 unter der kostenfreien Rufnummer 0800 - 000 55 32 stellen. Am Telefon sitzen: Prof. Dr. Jürgen Braun, Ärztlicher Direktor des Rheumazentrums Ruhrgebiet in Herne, Ludwig Hammel, Geschäftsführer der Deutschen Vereinigung Morbus Bechterew e.V., Schweinfurt und Vorstandsmitglied der Deutschen Rheuma Stiftung, Prof. Dr. Herbert Kellner, Niedergelassener Facharzt für Innere Medizin, Rheumatologe und Gastroenterologe in München und Prof. Dr. Joachim Sieper, Leiter der Rheumatologie an der Charité Universitätsmedizin, Campus Benjamin Franklin, Berlin.
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Das LEBEN soll kein uns GEGEBENER,
sondern ein von uns GEMACHTER ROMAN sein. (Novalis) |
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