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Vollständige Version anzeigen : neurokognitive Therapie


Gast
05.05.2004, 09:07
Hallo Ihr Lieben,
hat jemand von Euch Erfahrungen mit Neurokognitiver Therapie?
Habe im Schweizer MB (bechterew.ch) gelesen, dass es da angeblich Heilungen (bzw. Stillstand) gegeben haben soll. Scheint aber nur ein Therapeut anzubieten.
Würde Euch ja nen link reintun, aber ich kenne mich damit null aus, Computer sind nicht mein Ding, aber es steht ein langer Artikel darüber bei den Schweizern (ich hab über google gefunden).
Hat das schon mal jemand probiert??? Oder was darüber gehört?
Lieber Gruss,
Gabi

andrea2
05.05.2004, 15:39
Hallo Gabi!

Es gibt einige ältere Beiträge zu dem Thema, aber damals wusste auch niemand etwas genaueres!

Viele Grüße
Andrea2

Gast
05.05.2004, 18:29
Danke, liebe Andrea,

habe wohl nicht genau in den Themen geschaut, sonst hätte ich das ja gesehen und gar nicht gefragt......
sorry.
Danke,
liebe Grüsse,
Gabi

ricci
27.06.2004, 17:16
Hallo Gabi,

ich habe vor 8 Jahren eine NKT gemacht. Vorher hatte ich massive Probleme.
Danach war lange Zeit Ruhe, mit ganz kurzen und relativ harmlosen Unterbrechungen. Erst seit einem dreiviertel Jahr habe ich wieder erhebliche Schübe. Obwohl es bisher meines Wissens keine wissenschaftlich fundierte Untersuchung zur Wirksamkeit der NKT gibt, habe ich den festen Eindruck, dass ich damit zumindest einen erheblichen Spielraum gewonnen habe. Dazu sei auch noch gesagt, dass ich die Therapie aus Zeitgründen nicht vollständig abschliessen konnte (was ich aber wohl aus heutiger Sicht besser hätte machen sollen). Es ging mir damals jedenfalls schnell besser. Zur Zeit läuft eine wissenschaftliche Studie zur NKT, Veröffentlichungen gab es auch im MB-Journal. Wenn Du weiteres wissen möchtest, kannst Du Dich gern melden.

ricci

Gast
27.06.2004, 19:10
Hallo Ricci,
danke für die Info! Scheint ja wirklich was dran zu sein an dieser Therapie. Allerdings hab ich gelesen, dass diese derzeit nur in München von einem Therapeuten angeboten wird, und das kommt für mich nicht in Frage, weil ich nicht ständig hin und her fahren kann, hab zwei kleine Kids etc...und ist 280km von hier weg.
Aber falls es nochmal ein Thema für mich ist, erlaube ich mir, auf Dein Angebot zurückzukommen und Dich das eine oder andere zu fragen.
Danke,
Gabi

Auapuh
17.07.2004, 16:41
Seit einem Jahr bin ich Teilnehmer einer Studie zur neurokognitiven
Therapie von Dr. Wüst in München. Da ich es schade finde, dass zu dieser
Methode so wenig Literatur und Erfahrungsberichte existieren, oute ich mich
hier als Teilnehmer. Der ganzen Sache wird m.E. auch nicht die gebührende
Aufmerksamkeit geschenkt. Wen wunderts kann man damit doch auch nicht wirklich großes Geld verdienen.

Die Beschreibung wie die Therapie abläuft kann man anderswo schon sehr ausführlich
lesen, das möchte ich hier nicht wiederholen. Zusammengefasst kann man sagen,
dass es sich um eine Art "durch die Eigenwahrnehmung des Körpers geführtes
autogenes Training" handelt. Der Therapeut ist dabei der "Reiseleiter"
durch dieses Körpererleben.

Vorteile:
- keinerlei Nebenwirkungen (außer denen die sich aus der Schmerzentlastung ergeben)
- Möglichkeit zur ursächlichen Heilung bzw. Stillsetzung der Erkrankung
- manchmal sehr angenehme Erfahrungen der Entspannung (Motivation)

Nachteile:
- sehr teuer weil in Einzeltherapie sehr sehr zeitaufwändig
- keine Erfolgsgarantie
- teilweise mental sehr anstrengend
- nur in München durch eine Person durchgeführt.

Das Ganze hört sich zum Teil abenteuerlich an. Manche Sitzungen enden
auch in massiven Zweifeln und nach mancher Eigenwahrnehmung fühlt man sich
reif für die "Klapse". Vielleicht ist auch das ein Grund warum so wenig
darüber berichtet wird.

Fakten sind:
- seit der Therapie geht es trotz Rückschlägen wieder aufwärts (vorher nur abwärts)
- ich kann heute meinen Kopf wieder frei bewegen
- mein Celebrexbedarf ist mit 200mg/Tag nurmehr halb so groß wie vor 1 Jahr
- die Schmerzen beschränken sich "nurmehr" auf den Brustkorb
- Wirbelsäule, ISG und Hüftgelenke die stark betroffen waren, sind schmerzfrei
- geblieben ist bis heute die Entzündungsneigung der Augen
- geblieben ist die massive Neigung zu Schlaf und Müdigkeit und Antriebslosigkeit
- gebleiben sind die erhöhten aber verbesserten Blutsenkungswerte

Momentan seh ich diese Therapieform also mit gemischten Gefühlen. Ich weiß
auch nicht, wie es mir ohne diese Therapie heute gehen würde, so ist eine
Einschätzung schwer. Noch bin ich auch nicht austherapiert und ich scheine
ein relativ hartnäckiger Fall zu sein. Ich habe aber Patienten gesehen die
heute wieder frei von Schmerzen ohne Medikamente leben können, und wo nur
die bereits bestehenden Versteifungen zurückgebleiben sind, - dank NKT!

Wichtig für alle jungen Freunde:
Je jünger der Patient und der Bechti im Körper ist desto besser und schneller
stellt sich offenbar ein Erfolg ein. Also wenn jemand zweifelt, keine Zeit verlieren.

Wenn jemand weitere Fragen hat, steh ich gern Rede und Antwort.

Klaus

Nobbi
17.07.2004, 19:32
hallo klaus!

herzlich willkommen erstmal!

ich kann mir, wie einige andere hier, überhaupt nicht vorstellen wie diese therapie abläuft.

wo kann man das denn so ausführlich nachlesen? :confused:

für einen link wäre ich dankbar!

nobbi

Gaby
17.07.2004, 19:38
Sehr interessant! Ich habe dazu folgendes durchgelesen:
http://www.dvmb.rheumanet.org/bv/aktuell-nkt.htm
Nun frage ich mich,ob mir die Meditation bislang nicht tatsächlich geholfen hat,den Schaden in Grenzen zu halten.Massive Schmerzen treten nur in Stresssituationen auf...Wer weiss...
Liebe Grüsse Gaby

Nobbi
17.07.2004, 19:42
danke gaby!

das hab ich doch schon gelesen :o

über die phase bin ich raus.
aber wem´s hilft :gruebel:

nobbi

Auapuh
17.07.2004, 19:59
@ Nobbi

recht neutral, konzentriert und von außen gesehen ist diese Darstellung

www.bechterew.ch/de/shop/NKT.pdf (http://www.bechterew.ch/de/shop/NKT.pdf)

Auch ich war Anfangs recht skeptisch, wenn man allerdings einmal erlebt hat, dass (nach entsprechender Vorbereitung) innerhalb nur einer Sitzung ein Problempunkt (z.B. ISG) beseitigt werden kann und man beim Ausparken nach der Sitzung den Kopf dreht als sei nichts gewesen, denkt man anders. Für mich gilt da klar der Grundsatz: "Wer heilt hat recht" warum und weshalb auch immer.


@ Gaby
die Therapie setzt nicht an der Psychologie der Persönlichkeit (also in meinem Fall an mir) an, sondern vereinfacht gesagt, an den erlernten und fehlgeleiteten Verhaltensweisen der Körperzellen (vor allem der Nervenbahnen) an. Ich glaub zwar auch an die Kraft der Meditation, einen Zusammenhang zur NKT sehr ich aber aus o.g. Grund nicht.


Klaus

Nobbi
17.07.2004, 20:50
@klaus

wer heilt hat recht!

da stimme ich dir zu!

was man davon hält ist eine andere sache und jedem selber überlassen!

wie gesagt, für mich wär´s zu spät, wenns anderen hilft...

nobbi

Gaby
17.07.2004, 21:32
Lieber Klaus,
von was (wem),wenn nicht vom Bewusstsein,also vom eigenen Geist,werden
Körperzellen gesteuert/beeinflusst? Woher haben sie das "erlernte Verhalten"? Nervenzellen,auch ein neurofokales System sind Teil meines Körpers;Körper und Geist jedoch als Einheit zu betrachten.Selbst wenn ich davon ausgehe,
dass ein traumatisierendes Geschehen zum Entstehen des neurofokalen Systems führt,welches durch entsprechende Disposition, (sprich : sich wiederholendes Trauma/Stress/Schwäche) ,die "Macht" übernehmen möchte,
sind die auslösenden Momente in meinem Bewusstseinskontinuum gespeichert.
Eine "Versöhnung",ein "Umlernen lassen" ist also prinzipiell nur über die Bewusstseinseindrücke (Rückführung zum auslösenden Moment!) möglich.
Glaubst Du,dass eine Meditation,in der körpereigene Heilkräfte aktiviert werden (es gibt Möglichkeiten bis hin zur willentlichen Steigerung der Körpertemperatur) ,sich so sehr von dieser Methode unterscheiden?Ich fühle mich in dem Moment sehr krank,in dem infolge von Stress meine Konzentrationsfähigkeit :gruebel: leidet.Deine Meinung interessiert mich sehr.
Liebe Grüsse Gaby

Gaby
17.07.2004, 21:35
Nobbi... :trost:
so what ? - Think positiv :) !!
Ich glaube,ich muss Dir mal das Meditieren beibringen... :rolleyes:
Liebe Grüsse Gaby :knuddel:

Johannes
17.09.2004, 18:15
Hallo zusammen,

also ich bin heute auf euch aufmerksam geworden und will mich gleich auf "klaus' seite" einordnen. ich bin 25 jahre und habe vor ca. einem halben jahr die therapie bei herrn dr. wüst beendet. ich war der erste, der innerhalb der offiziellen studie von dr. wüst die therapie erfolgreich abgeschlossen hat.

für mich war es von anfang an wichtig, dass die therapie von einem angesehenen arzt anerkannt ist. so überwacht der in münchen (und ich glaube sogar deutschlandweit...weiss aber nicht genau) sehr anerkannte rheumatologe prof. dr. kellner die studie. ich denke heilung oder schmerzlinderung versprechen viele, wenn sie dafür geld bekommen. der besagte professor untersuchte mich vor und nach der therapie. er hat die standard-untersuchungen wie finger-bodenabstand-messung bei mir gemacht. bei mir war der abstand vor der therapie ca. 25cm danach und auch noch jetzt ca. 5cm. wobei ich finde, dass dieser wert für einen bechti relativ belanglos ist. viel wichtiger ist doch das befinden. was sich da bei mir geändert hat? alles! ich bin jetzt seit einem halben jahr beschwerdefrei. nicht nur das. ich mache wieder viel sport und bin frei beweglich.

MB habe ich seit 8 jahren, was ja dafür spricht, dass die krankheit (vor allem die versteifung) bei mir noch nicht so fortgeschritten ist. jedoch hatte ich in den schubphasen schmerzen in den hüftgelenken, die soweit gingen, dass ich fast nicht mehr aus dem bett aufstehen konnte.

das mal soweit zu mir und meinen erfahrungen mit der NKT.

sollten fragen auftauchen, stehe ich natürlich zur verfügung.

johannes

Sabine
17.09.2004, 19:03
Hallo Johannes


Herzlich Willkommen hier bei uns in unserer guten Stube :D

Gast
17.09.2004, 19:54
An alle Interessierte von NKT,
abgesehen von allen Veröffentlichungen und Erfahrungen Einzelner bei Dr. Wüst in München kann inhaltlich kurz gesagt werden: es geschieht eine gewisse Zeitaufarbeitung, um Traumen (Verletzungen , besonders seelischer Art) auf die Schliche zu kommen. Diese werden dann aufgearbeitet. Das müßt ihr euch wie Tiefenpsychologie vorstellen. Innerhalb eines halben Jahres hat eine Tiefenpsychologin bei mir 4 völlig verdrängte Kindheitsjahre wieder an die Oberfläche gebracht (11. bis 14. Lj.). Das war für mich eine harte Zeit, weil sehr behutsam vorgegangen werden mußte. Woche für Woche haben wir uns vorgetastet. Ich glaubte damals, ich könne das nie zulassen, doch jetzt bin ich froh, es gemacht zu haben. Ich habe zwar böses Auah :heul: , weiß aber jetzt, warum ich mit 16 von zu Hause abgehauen bin und mich gern geprügelt habe. Ich habe wirklich schmerzhaft für den Gegner hingelangt. Jetzt beherrsche ich Kampfsport-Techniken und kann mich effektiv wehren. Das Thema Kindheit ist nun abgehakt und ich kann damit umgehen. Deswegen helfe ich jetzt ehrenamtlich mißhandelten Kindern , Jugendlichen und Erwachsenen beim Weißen Ring (Opferschutz).

Wenn ich jetzt mit Zeitreise noch mal durch meinen Körper gehen soll, damit NKT zur Wirkung kommt, weiß ich nicht, ob alle Wunden wieder aufgerissen werden. Ich habe meditieren gelernt, kann aber nur bestimmte Stufen erreichen, wenn die Schmerzen nicht gar zu schlimm sind. Mit Medis im Hirn meditiere ich lieber nicht, da die Konzentration verändert ist. Autogenes Training beherrsche ich genauso wie Feldenkrais-Techniken. Doch so lange ich so arbeitssüchtig bin, und es nicht ein mal schaffe, nichts zu tun (meditieren ist auch Beschäftigung), werde ich aus den Schmerzen wohl nie herauskommen.
Das zu diesem Thema. Jeder der NKT macht, sollte durchhalten und Nichts tun genießen können.

Allen viel Erfolg und eine schmerzfreie Zeit, die NKT versuchen.
Es grüßt euch K. :sport: :jump: :knuddel: :dance: :) :walk:

Ulmka
17.09.2004, 23:47
Hallo Johannes,

herzlich Willkommen in unserer großen Familie :) :knuddel: :)

Schön, dass dir die NKT so gut geholfen hat!

Liebe Grüße :knuddel:

Lydia

Traviata007
22.12.2004, 13:50
Hallo Johannes und alle anderen Bechtis,
bin seit Anfang des Jahres mit der Tatsache konfrontiert, daß meine ganzen Beschwerden wohl unter dem Namen Bechterew zusammengefaßt werden müssen...also bin ich heute auf diese Seit gestoßen und geselle mich zu Euch!
Habe immer wieder starke Probleme mit ISG und li Hüftgelenk, nehme, wenns sein muß, Diclofenac.
Habe vor, homöopathisch was zu unternehmen, aber interessant klingt ja auch die Geschichte mit der Neurokognitiven Therapie!
Was kostet die Sitzung? In welchen Abständen muß man die Sitzungen machen? Wie geht man die Sache am besten an? Ganz doof gefragt:Wann muß man zahlen?
Liebe Grüße, Steffi

Sabine
22.12.2004, 16:13
Hallo Steffi


na dann sei auch du Herzlich Willkommen hier bei uns :knuddel:

Für die Homöopathie kann ich dir Rheumodoron als Medikament empfehlen...ich nehme es jetzt schon eine Weile und hab gute Erfahrungen mit gemacht.

Ulmka
23.12.2004, 00:03
Hallo Steffi,

herzlich Willkommen in unserer großen Familie :) :knuddel: :)

Ich klammere mich eher an die 'normalen' Medikamente - und an die KG, meine Therapeutin hat nämlich goldene Hände :D ;)

Liebe Grüße :knuddel:

Lydia

Gaby
23.12.2004, 01:47
@ K.

"...meditieren ist auch Beschäftigung"

Bitte entschuldige,wenn ich das so direkt sage : solange Du die Meditation als "Beschäftigung" ansiehst,meditierst Du nicht.

Meditation ist wie atmen;es ist nichts,was man sich vornimmt,zu tun.Der ursprünglich meditative Zustand ist eine von vielen subtilen/subtilsten Stufe der Achtsamkeit,und kann zur Natur werden.

Mit den Sinnesorganen nehmen wir Eindrücke auf.Diese werden von der gröbsten Stufe unseres Geistes verarbeitet.Es ist die Natur des Geistes,
unaufhörlich Gedanken zu produzieren;die aktuellen Eindrücke aufzunehmen,
mit Vergangenem (z.B. Erfahrungen) zu vergleichen,sich mit Zukünftigem zu beschäftigen...etc.

Der Geist besteht jedoch auch aus mehreren Ebenen.(Mit dieser Theorie geht sogar die westliche Psychologie konform.) Das muss an dieser Stelle nicht vertieft werden.

Man kann es sich wirklich "zur zweiten Natur machen",diesen wie ein wilder Affe herumspringenden Geist einfach fliessen zu lassen.

Es ist so,als sässest Du still an einem Fluss.Du schaust immer nur auf eine Stelle des Wassers,weder stromaufwärts,noch stromabwärts.Du verfolgst auch nichts,was an Treibgut auftaucht,machst Dir auch keine Gedanken darüber,was es war,wo es herkommt,und wo es hinfliesst.Du schaust nur auf diese eine Stelle.

Der Sitzende ist die subtilste Ebene Deines Geistes,der in sich ruht.Das Flussbett ist Dein aufnehmender Geist,das fliessende Wasser sind die Informationen,die all das Treibgut der gedanklichen Querverbindungen mitreissen,und zu neuen Gedankenreihen formatieren,die von neuerlichem Input stets verändert werden. Der in sich ruhende Geist verfolgt das
Geschehen um ihn herum nicht weiter.Er registriert lediglich,das sich etwas tut,aber er kämpft nicht : er lehnt die Gedanken nicht ab,haftet nicht an,
verfolgt sie nicht,überlegt auch nicht,wieso sie entstanden sind.Er begnügt sich damit,zu registrieren,dass sie da sind,und lässt sie sich auflösen.

Das ist nichts,wozu man sich hinsetzen müsste,um "jetzt" zu meditieren.Das kannst Du bei jeder Beschäftigung,ja sogar beim aufmerksamen Zuhören während eines Gespräches haben.

Tue das,was Du tust,mit der grösstmöglichen Sorgfalt und Aufmerksamkeit.
Lebe achtsam im Hier und Jetzt.

Das hört sich simpel an,aber es ist Meditation,die Dir eine ungeahnte Ruhe bringen wird.

Kennst Du das? Du kommst mit zwei Einkaufstaschen zu Deiner Haustüre.Setzt eine ab,langst nach dem Schlüssel,schliesst auf,nimmst die abgesetzte Einkaufstasche,gehst hinein,knallst mit dem Fuss die Türe zu,gehst in die Küche,setzt die Taschen auf den Tisch. Zurück in den Flur,Mantel und Schuhe aus,wieder in die Küche. Auspacken,wegräumen ...,ach - Post vergessen! Nun musst Du noch einmal nach unten...aber, - wo,um Himmels Willen,ist der Schlüssel,verflixt noch einmal ???

Jemand spricht mit Dir,Du hörst zu.Plötzlich fällt Dir etwas zu dem ein,was er gerade sagt...Du möchtest antworten,aber Dein Gegenüber ist noch nicht fertig.Deine Gedanken kehren immer wieder zu dieser einen Aussage zurück.Du hörst seine Rede mit einem halben Ohr,einem viertel,gar nicht mehr...Deine Gedanken gehen ihre eigenen Wege.Plötzlich fragt dieser Mensch Dich etwas..
Äh, - was hat der jetzt gesagt...? "Du,ich war gerade in Gedanken,Du hast da vorhin etwas gesagt ..."

Das sind nur zwei Beispiele.Man kann das beliebig auf jede Alltagssituation übertragen.Kein Wunder,dass die Leute oft völlig konfus sind und krank werden.

Achtsam zu sein,nicht gezwungen konzentriert,bringt Ruhe und hat Effektivität im Schlepptau.

Liebe Grüsse Gaby

Traviata007
23.12.2004, 10:18
Hallo Ihr lieben Bechtis, danke für die nette "postwendende" Aufnahme!
Danke Dir, Sabine, auch für den Tip mit Rheumodoron, ich werde allerdings mir erst mal eine(n) gute(n) Homöopathin/en suchen, weil ich denke, dass die Behandlung doch meistens individuell ist.
Aber ich bin froh zu hören, dass es Chancen mit der Homöopathie gibt....denn ich kann einfach diese schrecklichen Nächte und dieses verzweifelte "irgendwie aus dem Bettrollen" morgens nicht mehr ertragen, ich bete ja schon immer, dass ich nachts nicht zur Toilette muß usw. Ich behelfe mir zwar jetzt mit handelsüblichen Tabletten, aber irgendwie bin ich dann doch erst 28 und hab die Probleme seit nem knappen 1 Jahr, und mein Magen mag das ganze eigentlich jetzt schon nicht mehr, also muß ich ja auch mal weiterdenken!
Gott sei dank hab ich diese ganz schlimmen Schübe (wo es ohne medi nicht geht) nicht ganz so oft, aber richtig schmerzfrei war ich selten.
Wie oft habt Ihr das denn?
Und eine ganz wichtige Frage: Leidet Ihr auch gleichzeitig unter hypermobilen ISG ? Bei mir wird durch dieses ständige Ein- und Ausrenken die Entzündung nämlich dooferweise geschürt. Von Versteifung ist bei mir noch nix zu spüren, hab halt auch 15 Jahre Ballett u.ä. gemacht, und arbeite jetzt auch noch als Tanzlehrerin.
Ist Euer psychischer Zustand auch so entscheidend für die Schübe? Ich hab das Gefühl, sobald ich mich fürchterlich über irgendwas aufrege, zack, da kommt der nächste Schub...gekoppelt meist auch mit physischer Belastung.
Ich kann mich einfach nicht daran gewöhnen, dass ich nicht so belastbar bin, dass soll sich aber wieder ändern!
Liebe Grüße, und falls ich mich nicht direkt nochmal melden sollte, schöne Weihnachten wünscht Euch Steffi :sport:

Gast_02
23.12.2004, 18:48
Hallo Steffi,

ein herzliches Willkommen in unserer Mitte.

Ich habe auch schon einiges an Medis in hömöopatisch Richtung durch.
Rheumadoron ist das bisher wirksamste Mittel.
Nach über 30 Jahren MB ist meine Wirbelsäule noch nicht ganz versteift,
das ganze schreibe ich den Medis und der Gymnastik zu Gute.
Es ist deshalb wichtig das du deinen Weg findest um möglichst lange Mobil zu bleiben.

Liebe GRüße
Uwe
:o

Unregistriert
18.01.2005, 11:44
Hallo Gabi,Ricci und alle anderen, die es vielleicht interessiert

ich habe Eure Beiträge vom letzten Frühjahr und Sommer zum Thema Neurokognitive Therapie gelesen und wollte auch noch einen Erfahrungsbericht beisteuern.

Erstmal vorweg: ich bin 41 und habe seit 25 Jahren Bechterew. Da ist es mit der Beweglichkeit bis auf Kopf und LWS nicht mehr weit her. Da ich in diesen Bereichen im Moment seit ca. 3 Jahren vermehrt Schmerzen habe, wollte ich versuchen, die Versteifung dieser letzten noch beweglichen Wirbelsäulenteile uaf jeden Fall zu verhindern.

Ich hatte schon Anfang der 90er Jahre und dann auch immer wieder im Bechterew-Brief über die NKT gelesen und fand den Ansatz ganz interessant. Als dann im Sommer 2003 ein Aufruf zur Teilnahme an dieser Studie erschien, hab' ich mitgemacht.

Da ich in München wohne, war zumindest die Anreise kein Problem. Ich hab aber aus diesem Grund die Therapie auch nicht so konzentriert durchgezogen, wie jemand der von außerhalb anreist. Ich habe also ein bis zwei Sitzungen pro Woche gemacht und nicht zwei bis drei pro Tag wie die ?Auswertigen?.

Insgesamt habe ich in 15 Monaten 74 Sitzungen absolviert und jetzt im Dezember aus Geldmangel und wegen ausbleibendem Erfolg die Therapie abgebrochen.

Mir geht es heute genauso gut oder schlecht wie vorher. Die leichten Verbesserungen, die sich zwischenzeitlich mal eingestellt hatten (was immer da die Ursache gewesen sein mag) sind alle wieder verschwunden und ich nehme wieder genausoviel Diclofenac wie vorher.

Leider will Herr Dr. Wüst, der von einer durchschnittlichen Behandlungsdauer von 50 Sitzungen ausgeht, nicht akzeptieren, dass es auch Leute gibt, bei denen seine Therapie nicht anschlägt (was ja bei jeder Therapie der Fall sein kann), sondern hätte mich wohl noch bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag weiter behandelt, auch wenn nix vorangeht.

Auch Ursachenforschung wird da nicht betrieben (vielleicht ist die Verteilung der Sitzungen über einen so langen Zeitraum doch nicht sinnvoll), da ich jetzt in die Studie wohl nicht als ein Teilnehmer eingehen werde, bei dem die Therapie nicht angeschlagen hat, sondern als vorzeitiger Abbrecher.

Da ich nicht privat versichert bin hat mich der ganze Spaß 12.000? gekostet (die doppelstündige Sitzung zu 160?) was natürlich auch kein Pappenstiel ist.

Ich habe schon von mehreren Leuten gelesen, bei denen die Therapie gut angeschlagen hat, und halte sie auch bestimmt nicht für Scharlatanerie oder so was, aber ich wollte doch auch mal eine andere Erfahrung mit in die Diskussion bringen, zumal ich befürchte, dass mein Therapieverlauf in den Studienergebnissen unter den Tisch fallen könnte.

Peter

niko
18.01.2005, 20:51
Hallo Peter,

danke für Deinen Bericht. Mich würde noch interessieren, was Herr Wüst dazu sagte, dass Du bei weit mehr als der von ihm veranschlagten 50 Sitzungen keinen Erfolg hattest, wenn er der Meinung ist, dass es auf jeden Fall hilft. Ich überlege nämlich auch, NKT zu versuchen, bin mir aber bewusst, dass es auch sein kann, dass es mir nicht hilft. Wenn Ärzte bzw. Therapeuten meinen, nur und auch nur der von ihnen gepriesene Weg werde helfen, macht mich das schon stutzig. Man muss schon eingestehen können, dass es nicht immer hilft.

Wie machst Du jetzt weiter? Außer Diclos?

Ich wünsche Dir alles Gute
Niko

Unregistriert
19.01.2005, 13:59
Hallo Niko,

um gleich auf Deine Frage zu kommen: Herr Dr. Wüst meint, dass wir ja in der Therapie gut voran kommen. Er meint meine ?innere Wahrnehmung?, also jene spezielle Technik, die man in den ersten Stunden bei ihm erlernt und die die Voraussetzung für die Durchführung der eigentlichen Therape ist, sei gut ausgeprägt. Und wenn das der Fall sei, gäbe es keinen Grund,warum nicht irgendwann, wenn man alle gestörten Teile des Körpers wieder ?reintegriert? hat, sich auch Schmerzlinderung einstellen sollte.

Hier muß man halt unterscheiden zwischen dem Auffinden und ?reintegrieren? gestörter Nervenzellen und Nervenbahnen auf der einen Seite und dem Rückgang der Schmerzen und einer besseren Beweglichkeit auf der anderen Seite.
Was den ersten Teil betrifft, ging es bei mir sicher einigermaßen gut voran, nur die von Dr. Wüst immer angekündigte Linderung der Schmerzen (?Achten Sie mal darauf! Nach der heutigen Sitzung müßten die Schmerzen in der HWS schon viel besser werden) ist nie dauerhaft eingetreten.

Er glaubt halt, man müßte nur immer feste weitermachen bis man alle gestörten Stellen reintegriert hat, dann würde die Linderung schon kommen. Wie lange das noch dauert, da wollte er sich aber eher nicht festlegen.

Mir war das dann doch alles zu vage. Und da ich im Moment arbeitslos bin, reichte auch das Geld nicht mehr alzu lange.

Neue Therapien probiere ich erstmal nicht mehr aus. Ich nehme das Diclo und gehe ein Mal die Woche zu einer doppelstündigen Gruppengymnastik. Damit hat sich's dann aber auch.
Vielleicht versuche ich statt Diclo mal das Enbrel. Wie man hier so liest, soll es ja recht gut wirken und außerdem den Magen schonen, was für mich sehr wichtig wäre.

Zur NKT kann ich Dir nach meinen Erfahrungen nicht unbedingt raten, aber vielleicht solltest Du noch die Ergebnisse der Studie abwarten, wenn Du Dir die Zeit noch nehmen willst.
Ich weiß allerdings nicht genau, wann da die Ergebnisse veröffentlicht werden. Eigentlich sollten die beteiligten Patienten ihre Therapien Ende Oktober 2004 abgeschlossen haben. Ich glaube aber, dass außer mir noch andere länger gebraucht haben.


Schönen Gruß

Peter

trombone
19.01.2005, 14:37
Hallo Peter,

ich finde es gut, dass auch negativ-kritische Postings zu diesem Thema abgegeben werden.
Mal ehrlich 12.000 Euro innerhalb von 15 Monaten wird sich kaum einer leisten können - und Du schreibst selbst, dass Du noch nichteinmal die von Herrn Dr. Wüst vorgeschlagenen Behandlungsintervalle mitgemacht hast, ansonsten wäre die Therapie ja wohl noch teurer geworden. Auch eine Therapieeinheit mit 160 Euro abzurechnen finde ich - für mich allein gesehen - absolut happig. Ich könnte diese Beträge nicht aufbringen und das obwohl ich Vollzeit tätig bin.
Was mich wundert, ist die Tatsache, dass man für die Studienteilnahme auch noch zahlen muss. Bisher bin ich davon ausgegangen, auch aus der Erfahrung der eigenen Teilnahme an Studien, dass Studienteilnehmer die Behandlungen innhalb dieser Studie halt umsonst (natürlich kostenlos) erhalten - dafür haben sie sich ja auch bereit erklärt im Rahmen dieser Studie div. Fragebögen auszufüllen oder für Untersuchungen zur Verfügung zu stehen. Dr. Wüst hätte doch - bei einem positiven Verlauf dieser Studie - die Möglichkeit diese unentgeltlichen Behandlungen anschließend wieder "rein" zu bekommen.

Ich denke, dass es durchaus verständlich ist bei diesem Summen eine Therapie abzubrechen, wenn man der Meinung ist, dass die Therapie nicht oder nicht ausreichend wirkt.

zwergwaehner
07.02.2006, 09:40
Hallo Klaus,

interessiere mich für die NKT - könnte ich mehr Infos bekommen?
Danke,
Petra

Seit einem Jahr bin ich Teilnehmer einer Studie zur neurokognitiven
Therapie von Dr. Wüst in München. Da ich es schade finde, dass zu dieser
Methode so wenig Literatur und Erfahrungsberichte existieren, oute ich mich
hier als Teilnehmer. Der ganzen Sache wird m.E. auch nicht die gebührende
Aufmerksamkeit geschenkt. Wen wunderts kann man damit doch auch nicht wirklich großes Geld verdienen.

Die Beschreibung wie die Therapie abläuft kann man anderswo schon sehr ausführlich
lesen, das möchte ich hier nicht wiederholen. Zusammengefasst kann man sagen,
dass es sich um eine Art "durch die Eigenwahrnehmung des Körpers geführtes
autogenes Training" handelt. Der Therapeut ist dabei der "Reiseleiter"
durch dieses Körpererleben.

Vorteile:
- keinerlei Nebenwirkungen (außer denen die sich aus der Schmerzentlastung ergeben)
- Möglichkeit zur ursächlichen Heilung bzw. Stillsetzung der Erkrankung
- manchmal sehr angenehme Erfahrungen der Entspannung (Motivation)

Nachteile:
- sehr teuer weil in Einzeltherapie sehr sehr zeitaufwändig
- keine Erfolgsgarantie
- teilweise mental sehr anstrengend
- nur in München durch eine Person durchgeführt.

Das Ganze hört sich zum Teil abenteuerlich an. Manche Sitzungen enden
auch in massiven Zweifeln und nach mancher Eigenwahrnehmung fühlt man sich
reif für die "Klapse". Vielleicht ist auch das ein Grund warum so wenig
darüber berichtet wird.

Fakten sind:
- seit der Therapie geht es trotz Rückschlägen wieder aufwärts (vorher nur abwärts)
- ich kann heute meinen Kopf wieder frei bewegen
- mein Celebrexbedarf ist mit 200mg/Tag nurmehr halb so groß wie vor 1 Jahr
- die Schmerzen beschränken sich "nurmehr" auf den Brustkorb
- Wirbelsäule, ISG und Hüftgelenke die stark betroffen waren, sind schmerzfrei
- geblieben ist bis heute die Entzündungsneigung der Augen
- geblieben ist die massive Neigung zu Schlaf und Müdigkeit und Antriebslosigkeit
- gebleiben sind die erhöhten aber verbesserten Blutsenkungswerte

Momentan seh ich diese Therapieform also mit gemischten Gefühlen. Ich weiß
auch nicht, wie es mir ohne diese Therapie heute gehen würde, so ist eine
Einschätzung schwer. Noch bin ich auch nicht austherapiert und ich scheine
ein relativ hartnäckiger Fall zu sein. Ich habe aber Patienten gesehen die
heute wieder frei von Schmerzen ohne Medikamente leben können, und wo nur
die bereits bestehenden Versteifungen zurückgebleiben sind, - dank NKT!

Wichtig für alle jungen Freunde:
Je jünger der Patient und der Bechti im Körper ist desto besser und schneller
stellt sich offenbar ein Erfolg ein. Also wenn jemand zweifelt, keine Zeit verlieren.

Wenn jemand weitere Fragen hat, steh ich gern Rede und Antwort.

Klaus

liz27
09.02.2006, 22:16
Hallo Johannes
Ich hätte da mal eine Frage
Bist du vollkommen schmerzfrei seit der NKT?
Möchte diese Behandlung auch machen, bin aber nicht gerade die liquideste und möchte mir da schon sicher sein

Geko79
26.02.2006, 02:42
Hallo zusammen

Würde mich mal interessieren was in der zwischenzeit noch an erfahrungen zur NKT gemacht worden sind.

Wenn jemand genaueres weiss, wäre ich dankbar für einen Kommentar oder einen Link.

Wünsche allen viel Gesundheit.

Gast
26.02.2006, 08:30
Hallo Geko, :)

zu dem Thema ist ja immer wieder geschrieben worden. Und getan hatte sich ne ganze Menge. Ich hab immer noch Bange, daß meine aufgearbeitete Kindheit nochmals umgerührt wird. NKT wird also immer noch nichts für mich sein, obwohl meine Schmerzen schlimmster Art sind und ich sie gern los sein würde. Laß ich in meiner Kindheit nicht mehr umrühren, hat wenigstens meine Seele Ruhe. Und das ist auch wichtig.

@ Hallo Gaby,:)

du hattest mir gerade geantwortet in der Zeit meines Umzuges. Irgendwie hatte ich es anschließend verschwitzt, nochmals in dieses Thema zu schauen.:o Ich tue hiermit Abbitte. :bitte: Mit "Meditieren ist auch Beschäftigung" meinte ich was anderes. Dank für deine Erläuterungen zu diesem Thema. Wenn ich meditiere, bin ich selbstverständlich mit atmen und entspannen beschäftigt. Ich gehe sozusagen nach innen. Nach dem Meditieren kann ich nochmal durchstarten, habe neue Kraft getankt.

Und deswegen sagte ich: Meditieren ist auch Beschäftigung, ich tue ja was, für mich, entspannend, in mir ruhend.

Mit "Nichts tun können" bin ich zwar auch mir atmen beschäftigt, tue aber im erweiterten Sinne nichts. Und das kann ich nicht. Es ist bei meiner Hyperaktivität sehr schwer gewesen, meditieren zu erlernen, oder auch autogenes Training. Aber es bekommt mir, entspannt mich, dient meiner Erholung.

Liebe Grüße von K., dem Lieben :walk:

Geko79
27.02.2006, 20:05
Hallo Johannes

Ich habe deinen Artikel im DVMB gelesen.
Ich würde gerne wissen wie es dir heute geht da dieser Artikel ja schon etwas älter ist.
Wirkt die Therapie immer noch oder hattest du mittlerweile wieder einen rückfall.
Währe froh über eine Antwort da ich mir überlege eventuell was auf die seite zu legen für diese Therapie.
Habe MB seit ca. 3 Jahren und hatte zuvor viel Sport gemacht bis ich 3 Monate nach einem Snowboard sturz Schmerzen im ISG bekamm (auch Ischias und Hexenschuss ähnlich ) nach mehrenren Arzt besuchen und einem besuch in der Chirurgischen abteilung schickte man mich zum Rheumatologen der mir nach der zweiten besprechung sagte das ich MB habe :-(
Das mit dem Snowboard sturz hätte damit nichts zu tun und sei nur zufällig fast zur gleichen zeit geschehen.

Vieleicht würde mir die NKT helfen den ich merke das die Schmerzen oder die Verkrampfungen im Gesäss und hüft bereich je nach Stress oder gemütszustand verschlimmern oder bessern.

Besten Dank im voraus.

@ K. Danke für deine Meinung.

Uli Dörwald
27.02.2006, 20:22
unfall hat das nichts zu tun?

Ja und nein.

Sieh es mal so:

Eventuell hast du dich mit deinem Sport dauernd selbst geheilt ohne überhaupt zu wissen das du krank warst. Erst als du durch den Unfall zur Untätigkeit verdammt warst hat der MB sich an die Oberfläche getraut und seine hässliche Fratze gezeigt.

Manche Ärzte sind einfach zu sehr in ihrem Denkschemata gefangen und haben eine Fortbildung versäumt. Das letztemal wo so ein Chirurg vom MB gehört hat, das war im Studium, da war die Welt noch 'ne Scheibe.
Ich mag nicht schon wieder den Artikel von Prof. Dr. Senn reinstellen. Aber interessierte finden ihn bei den Schweizern bechterew.ch im shop unter Bechterew und Bewegung, oder so.

Uli

Unregistriert
28.02.2006, 17:03
Hallöchen! Ich habe eine konkrete Frage in diesem Zusammenhang an dich, da ich deine Antworten und Beiträge in diesem Forum für äußerst fundiert halte:
Ich bin 36 Jahre und hatte letztes JAhr im Juni bis Oktober zeitweise so heftige ISg Schmwerzen und Blockaden, dass ich nicht mehr gehen konnte (Voltaren hilft). Sacroiliitis und Hlab 27 positiv, aber noch keine Diagnose MB. Seitdem tue ich so, als ob ich MB habe: Gymnastik, Kieser und Lebetran.
Vor der Sakroiliitis habe ich jahrelang Leistungssport getrieben :100km in der Woche Lauftraining: MArathon (unter 3 Stunden und Mittelstrecke: 10km unter 37 Min.) und mein Leben lang Sport gemacht: Fußball, Badminton. Ich würde für mein Leben gerne jetzt wieder mit dem Lauftraining anfangen, aber ich traue mich nicth, weil ich die Befürchtung habe, dass das befriedete ISG wieder entzündet!?!?!?
Rückblickend hatte ich im Verlauf meines Lebens immer wieder Phasen von drei bis 4 TAgen mit der MB Symptomatik: Tiefsitzender Kreuzschmerz, der bei Bewegung besser wurde und morgens am heftigsten war. Diese Phasen vergingen von selbst (Selbstheilung durch den Sport?), sodass ich mir nichts daraus machte.
DAs entzündete ISG wurde letztes JAhr bei Bewegung jedoch immer schlimmer!?!? Also habe ich die Befürchtung, im Moment einzurosten, weil mir das Laufen fehlt, aber da ist halt die Befürchtung, dass alles wieder von vorne losgeht! Was soll ich also tun? LAufen?
P.S. Seit ich mit der Gymnastik angefangen habe, hat sich meine Beweglichkeit erheblich verbessert (Komme mit der Flachen HAnd auf den Boden- kann ein Bechti das überhaupt?)
Liebe Grüße,
U. aus Bonn

Uli Dörwald
28.02.2006, 18:08
Versuch macht kluch!
Liebe/r(?) U.,

ich kann dir nur sagen was ich täte. Da ich aber weiss wie ich meine Schmerzen wieder wegbekomme, ist das Risiko in den Schub zu kommen kalkulierbar. Angst sähe ich da als schlechten Ratgeber. Von deinen Laufzeiten kann ich ja nur träumen. Als alter Narr (53) hatte ich jetzt auf 3h15 trainiert und mir promt eine Zerrung im Aduktor zugezogen. Ausserdem nerven mich die ISGs, manchmal das Sprunggelenk, naja. Mein Lauftagebuch findest du im 'wilden' Forum: bechterew.com, oder bei physiokra im Berlin-Forum.
Ich beziehe meine Kraft und Motivation aus der Angst zu versteifen, da nehme ich auch Schmerzen in Kauf. Marathonis sind doch leidensfähig;-).
Hast du mal bei bechterew.at unter shop den Artikel über Bewegung gelesen? von Professor Dr. Senn? Die Knochen sind immer am Wachsen und bei Umbauarbeiten. Durch unsere Bewegung geben wir ihnen die Richtung und unsere Bedürfnisse zur Kenntnis, wenn wir uns nicht bewegen, dann können die entzündeten Gelenke auch verknöchern, dann ist erstmal Ruhe im Karton. Aber nach kurzer Verschnaufpause macht der MB in der LWS weiter und irgendwann...., nee, nicht mit mir. Ich komme mit 53 auch noch mit der flachen Hand, bzw. fast schon mit den Ellenbogen auf den Boden. Wenn du dich täglich in jede Richtung bis zum Anschlag bewegst, dann hat der MB keine Chance.
Gruß
Uli

Unregistriert
01.03.2006, 17:57
Danke für deinen Tipp! Habe eben mit meinem Osteopathen gesprochen: Er möchte alles nochmal checken, bevor ich wieder anfange zu laufen. Wenn alles gut geht, kann ich nächste Woche starten. fühle mich wie ein Rennpferd vor dem Start in der Box; aber bei meinem konditionellen Zustand bin ich nach 5km wahrscheinich so platt wie 100 Quadratmeter Laminat und werde pfeifen wie ein ganzer Spielmannzug. Egal, ich freue mich drauf. Marathon lass ich erstmal, versuche es zunächst auf der Mittelstrecke. Dein Lauftagebuch werde ich bald mal studieren!!!
Gruß von Udo aus Bonn
Eine Frage noch: Welche Gymnastikübungen ziehst du täglich durch?

Uli Dörwald
02.03.2006, 00:13
Guckst du hier: http://www.bechterewforum.de/showthread.php?t=4857&highlight=Ulis+%DCbungen

Wenn das nicht funzt geh unter Suchen und gib 'Frage zum Krankheitsverlauf' ein.
Kannst mir auch 'ne mail oder PN mit deiner eMail schicken, dann gibts noch ein PDF dazu mit ZusatzÜbungen für den aufrechten Gang und Lauf. Rumf-Rundum-Stärkung, sozusagen.

Gruß
Uli

Unregistriert
03.03.2006, 15:36
Hallo Ulli!
Bin sehr an der PDF interessiert. Meine E-Mail: scudinho@aol.com!
Besten Dank

Jens Niepel
28.03.2006, 13:11
Hallo Gabi.
Ich habe auch schon davon gehört. Mache mich ebenfalls schlau. Ein Herr Dr. Wüst in München behandelt den Bechti mit der neuen Therapie.
Habe noch keine Telefonnummer. Mache mich schlau.
Die das hier lesen, ich wünsche euch gute Besserung!!!
Euer Jens, seit 1980 Bechti.