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Vollständige Version anzeigen : ISG-Injektion


Flora
19.09.2003, 07:28
Hallo!
Hat eine oder einer von euch Erfahrungen mit Kortison-Injektionen direkt in das ISG? Seit meiner ersten Kur im Juli habe ich wieder Dauerschmerzen (vor ca. einem Jahr habe ich die Diagnose bekommen) und die Coxx-2 Hemmer, die vorher halfen, nützen gar nix mehr. Ich habe erst intramuskulär eine kleine Dosis Kortison bekommen, hat links auch super gewirkt, aber rechts nicht. Nun will der Rheumatologe direkt ins Gelenk spritzen (lassen - er macht das nicht selbst), mein Vater (Internist) hat eine Krise gekriegt, als er das hörte (Infektionsgefahr, Gelenk dauerhaft geschädigt...). Ich nehme z.Zt. nur Schmerzmittel, aber das geht nicht ewig (Nebenwirkungen sind ziemlich heftig).
Was meint ihr???

Danke und Gruß
Katja

Gast
19.09.2003, 08:54
Hallo,
ich habe schon mehrere ISG-Injektionen ins rechte ISG erhalten. Dem Orthopäden war zwar anzusehen, dass er dies nicht gerne macht, aber zum damaligen Zeitpunkt war nichts anderes möglich.
Er hat es sehr professionell gemacht. Im eigenen kleinen OP, mit Handschuhen, Mundschutz und Schürze. Er hat unter einer Röntgenlampe nach Monitor gespritzt.
Das eingesetzte Medikament war Predni.
Nun ja, es hat schon recht weh getan, aber eher unangenehm als wirklich schmerzhaft. Nach der Injektion musste ich erst mal einige Zeit in der Praxis bleiben, da noch Nachwirkungen, wie leichte Taubheit auftreten können.
Zuhause hat der reine Spritzschmerz dann noch bis zum nächsten Tag angehalten.
ABER DANN!!!!! hatte ich doch tatsächlich fast 2 Monate Ruhe, das ISG blieb ruhig, sodass ich meine Voltarendosis weit runterfahren konnte.
So circa 4 Mal habe ich dies schon machen lassen. Zur Zeit ist es auch ohne Injektion auszuhalten.
Aber, wenn es mal wieder schlimmer wird, würde ich es wieder machen lassen, trotz der allgemeinen Gefahren.

Gruss Armin

PS: In der Kur hätte mir eine Spritze sehr geholfen, aber die dortigen Ärzte lehnten eine Injektion kategorisch wegen Infektionsgefahr ab. Also sind Bedenken doch nicht so ganz unbegründet, vielleicht habe ich bisher einfach nur Riesenglück gehabt und mein Arzt kann es halt besonders gut.

Helmut
19.09.2003, 10:42
Ja ist nicht gefährlich, nur der Arzt muß sich halt auskennen. Weil er den Gelenkspalt treffen muß und nicht daneben, mal simpel gesagt. Die Spritzen wirken Wunder, sind meist kristallines Prednisolon, was angemischt wird. Brennt ein bissl, aber auszuhalten.
Ja kenn das auch, daß die Schmerzen, wie weggeblasen verschwinden. Man schwebt förmlich aus der Parxis.
Also alles Gute Helmut

Flora
19.09.2003, 11:41
Danke für die Info.
Es ist ja doch beruhigend, wenn nicht nur Warnungen kommen...

Dann wird es wohl darauf hinauslaufen und "aus der Praxis schweben" ist eine ausgesprochen verlockende Vorstellung.

Gruß und schönes Wochenende
Katja

Ulmka
19.09.2003, 21:20
Hallo Katja,
bevor du mit der Spritze direkt ins Gelenk gehst - hast du denn schon alles andere ausprobiert :frage:

Bei mir haben sich die ISG durch Wassergymnastik, Wannensprudelbäder und Kältekammer nach 3 Wochen Superschmerzen gut beruhigt :D - und dann gibt es ja auch noch
Cortisontabletten.
Ich weiß zwar nicht, ob die auch bei Schmerzen im ISG so gut helfen, aber es ist ja immerhin auch Cortison!
Bei mir liegt der Hauptschmerz im Moment eher in den Füßen, und da wirken die Cortisontabletten Wunder!

Gute Besserung

Lydia

Muckel
20.09.2003, 10:23
Hallo Katja,

bin Anfang Juni diesen Jahres gespritzt worden. War danach ca. 2,5 Monate eigentlich fast schmerzfrei, selbst jetzt ist nur noch ein leichter Schmerz da.

Habe mir zuerst ein lokales Betäubungsmittel spritzen lassen, so daß die Punktion an sich fast schmerzfrei war und die Betäubung aufhört, als das Cortison zu wirken anfing.

Würde es jederzeit wieder machen lassen, allerdings auch nur unter örtlicher Betäubung und bei einem Fachmann!

Liebe Grüße

muckel

Flora
23.09.2003, 07:12
Hallo Lydia, hallo alle!
Ich habe gelesen und so hat es mir auch der Arzt gesagt, dass Kortison-Tabletten nicht so sonderlich gute Erfolge im ISG zeigen. Die Dosierung muss wohl sehr hoch angesetzt werden. Ich mache eigentlich nur die Krankengymnastik, also keine zusätzlichen Anwendungen. Das hat der Reumathologe nicht mal vorgeschlagen. Ich hatte ohnehin den Eindruck, dass er es doof von mir fand, als ich nicht sofort diese Spritze akzeptiert habe. Aber das ist wieder ein anderes Thema.

Jedenfalls drücke ich mich noch immer um diese Injektion herum und versuche, die Schmerzen, die sich durch das Analgetikum etwas verringert haben, nun doch wieder durch die Coxx-2 Hemmer in den Griff zu bekommen... Vielleicht klappt es ja.

Euch einen schönen Tag,
Katja