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Vollständige Version anzeigen : Beruf,Finanzen,MB,...


S&L Kiel
01.05.2004, 15:11
Hy, :)

wir wollten mal nachfragen, ob jemand von euch weiß, welche Wege ausser Ärzte man gehen muss wenn man die Diagnose MB hat.
Unteranderem was das berufliche angeht. Zwecks Umschulung gehen wir demnächst zum Arbeitsamt um mal die Möglichkeiten und Finanzen abzuklären und mal heraus zu finden, was er will. Er hat leider noch keine Idee in welche Richtung er gerne gehen würde.

Sascha arbeitet als Einzelhandelsverkäufer bei Aldi und muss dadurch sehr viel packen und an der Kasse sitzen (durch die neuen Scannerkassen, haben alle Mitarbeiter da auch Rückenschmerzen, wegen sch.. Sitzposition).
Also kurz, alles was er nicht darf/meiden sollte hat er in seinem Job.
Da er einen Festvertrag hat, konnte er sich runterstufen lassen, damit er weniger Stunden arbeiten muss. Er hat die Option wieder auf die normale Stundenzahl hoch zu gehen, wenn es ihm wieder besser geht.
Das hat ja alles im Prinzip auch keinen Zweck, da er sich über kurz oder lang umorientieren muss. Aber so kann er erstmal seinen Job halten, dem finanziellen wegen alleine schon. Ich habe leider nur Zeitverträge und das wir sich auf Grund des guten Arbeitmarktes nicht ändern.Sobald ich meinen neuen Vertrag habe, lässt er sich weiterrunterstufen. Das bringt uns finanziell aber immer weiter runter.
Gibt es da irgendwelche Ämter wo man finanzielle Hilfen bekommt?Für das Sozi verdiene ich zu viel.(Hatten da schon mal Kontakt wegen mir hin als ich arbeitslos war und kein Arbeitslosengeld bekam und da hat Sascha mit dem bisschen auch schon zu viel verdient, so daß ich nichts bekommen habe,Eheähnliche Gemeinschaft und blabla)
Würde er kündigen hätte er gesundheitlich mehr davon, finanziell wäre es natürlich auch nicht besser und für sein Ego sowieso nicht.Der würde abdrehen vor Langeweile.:rolleyes:
Wir haben wir hier schon von GdB gelesen, da würde er aber warscheinlich nichts bekommen oder, da er bisher keine Einschränkung des Bewegungsaparates hat? Sondern "nur" Schmerzen. (Das "nur" bitte nicht falsch verstehen,soll nicht abwertend klingen!)

Hat jemand einen Rat?

Sind da etwas ratlos, weil es so ja auch nicht weitergehen kann.

Liebe Grüße
Sascha und Lena

Gast_01
01.05.2004, 16:56
Wie das ohne GdB aussieht weiss ich nicht aber ansonsten kann er eine Umschulung bei seinem Rentenversicherer beantragen denn der ist eigentlich dafür Zuständig. Meistens wird das auch in einer Reha angeboten.

Einfach mal da anrufen und nachfragen und wenn das so sein sollte Formulare zuschicken lassen

Andrea
02.05.2004, 17:26
Wie siehts mit Wohngeld aus ?
Kannst Du bei euren Bezriksämtern, bzw. Bürgerämtern beantragen.
Hattet ihr schon einen Schwerbeschädigtenausweis beantragt ?

Engelbert
02.05.2004, 22:15
Hallo Lena, hallo Sascha

So wie ich das sehe gibt es Leistungen nach dem SGB IX ( Maßnahmen zur Teilhabe am Arbeitsleben.

Um diese Maßnahmen zu bekommen sollte Sascha einen Reha Antrag bei dem zuständigen Rentenversicherer stellen, der würde Ihn wohl zuerst begutachten lassen uund dann in Kur schicken.

Kämen die Ärzte da zu dem Ergebnis das Sascha in dem Beruf in dem er arbeitet nicht weitermachen kann so müßte wahrscheinlich eine Umschulung gemacht werden. Der Umschulung voprraus geht in vielen Fällen ein Eignungstest.

Wünsche Euch das Ihr alles gut geregelt bekommt

Engelbert

Gast_01
03.05.2004, 04:16
Also Wohngeld bekommen die beiden bestimmt nicht denn das steht mir ja noch nichtmal zu mit meiner Minirente und ich lebe alleine

S&L Kiel
03.05.2004, 16:57
Hy, :)

tja, genau davon gehen wir auch aus! Leider! Und das obwohl wir hier alle leben und unsere Steuern zahlen, man bekommt am Ende nix, wenn man Hilfe braucht. Nehmt uns das nicht übel, aber es ist doch irgendwie verdrehte Welt, sei es das Gesundheitssystem oder sonst was.
Hier sei natürlich auch gesagt, das es auch immer Fälle gibt, wo das System gut funktioniert!!! Möchten wir auch nicht abstreiten! Wie gesagt, nicht falsch verstehen!!!!
Sind da halt schon negativ behaftet, daher der Unmut. Ich habe 2 schulische Ausbildungen abgeschlossen (man muss ja gut aus -gebildet sein! :rolleyes: ) und hatte nicht sofort eine Stelle, so daß ich auf die Ämter zurück greifen musste. Arbeitsamt sagt, kriegst nix, hast nur schulische Ausbildungen (hatte ja keine Ausbildungsvergütung,somit kein Anrecht), Sozi sagt, Sascha verdient zuviel mit seinem Gehalt als Verkäufer.
Nun ist es umgekehrt, wir beide verdienen gemeinsam zu viel (!?) um Hilfe zu bekommen und selbst wenn ich Alleinverdiener wäre, hätte ich auch alleine zu viel (!?), daher wird es nix mit dem Wohnungsamt, etc.

Aber der Tip mit dem Rentenversicherer ist gut. Den Weg werden wir mal weiter verfolgen und die Umschulung auch. Allerdings hat er einen Festvertrag und sitzt eigentlich sicher, es sei den er klaut den goldenen Löffel, das gibt er gerade in der heutigen Zeit ja nur ungern auf....

Mal gucken, gehen zum Arbeitsamt und dann mal sehen was die sagen.

Aber wir lassen uns davon nicht unterkriegen, irgendwo gibt es da schon eine Lösung, man muss halt suchen! ;)

So, lasst euch auch nicht unterkriegen!!!!
Aber ärgern darf man sich ja mal.......;)

Liebe Grüße
Sascha und Lena