Vollständige Version anzeigen : Kinderwunsch unter der Einnahme von Humira seitens meines Mannes
funkelzauber79
20.03.2010, 21:13
Hallo alle miteinander,
mein Mann bekommt seit 1 1/2 Jahren Humira (Pen) und spritzt sich alle 14 Tage. Nun spielen wir mit dem Gedanken ein Kind zu bekommen. :)
Also fing ich an im Internet Informationen zu finden, welche mir Auskunft darüber geben, ob und wie lange Humira ausgesetzt werden muss.
Leider habe ich nur Informationen gefunden, in welchen Stand, wie man sich verhalten sollte, wenn die Frau Humira nimmt und Schwanger werden möchte. Aber nix aus der anderen Perspektive.
Dann fragte ich den Rheumatologen, den Frauenarzt und auch den Urologen, aber man mag es nicht glauben, ich bekam 3 verschiedene Meinungen wie wir uns verhalten sollten.
1. Humira kann, muss aber nicht abgesetzt werden. Wenn absetzen dann 1 Monat, dann Kind zeugen. (Rheumatologe)
2. Humira 5 Monate absetzen, dann Kind Zeugen. (Frauenarzt)
3. Humira muss beim Mann nicht abgesetzt werden, Kind gleich zeugen. (Urologe)
So, nun sind wir genauso schlau wie vorher. :(
Deshalb wende ich mich an Euch. Vielleicht sind hier ja Menschen, welche in der gleichen Situation gesteckt haben. Wie habt ihr euch verhalten? Was habt ihr gemacht?
Ich würde mich sehr über Antworten und Erfahrungen freuen. Das würde einiges in unserer Familienplanung erleichtern.
Ich wünsche Euch noch ein schönes und schmerzfreies Wochenende.
Ganz liebe Grüße von Ulrike aus Berlin :)
Hallo Ulrike,
leider kann Dir niemand eine konkrete Antwort zu dem Thema geben. Du kannst mal beim Hersteller anrufen und dort nachfragen, wie viele Schwangerschaften dort gemeldet wurden. -Ich hatte damals ein ähnliches Problem mit Remicade und Essex war sehr informativ.
Das größte Problem für uns war, wenn man es nicht absetzt und das Kind nicht gesund ist. Da die Halbwertszeit von Humira geringer ist als von Remicade könnten 3 Monate schon reichen, aber das weiß der Hersteller.
Grundsätzlich sind unter TNF- alpha Blockern noch keine Zellveränderungen beobachtet worden und somit auch keine Komplikationen zu erwarten.
Viele Grüße
Jürgen
Homer Jay
22.03.2010, 15:05
Hallo Ulrike,
also bevor als ich angefangen habe Humira zu spritzen, hat mich meine Rheumatologin nach meiner Familieplanung befragt. Sie würde unter Humiragabe von eine "Planung" abraten. D. h. ich sollte Humira weglassen wenn es anstehen würde. Da meine Familienplanung aber abgeschlossen ist , war das ganze nicht so wichtig für mich.
Kannst du nicht evtl. mal bei der Firma nachfragen die Humira herstellt? Die haben doch eine Patientenhotline. Vielleicht kannst du da was erfahren.
Drücke dir/euch die Daumen.
Hallo Ulrike,
ich würde auf jeden Fall auch beim Hersteller anrufen und dort nachfragen - und die evtl. auch bitten, Infomaterial für deine Ärzte zu schicken.
So viel ich weiß sind aber noch keine Nebenwirkungen in der Richtung bei TNF-Alpha-Blockern aufgetreten. Da sich aber Studien zu dem Thema verständlicherweise verbieten sind die Hersteller auf Daten von Leuten angewiesen, bei denen die Schwangerschaft unverhofft kam... und das sind nicht viele, da dauert es länger, bis verlässliche Daten vorliegen.
Liebe Grüße :knuddel:
Lydia
also, ich nehme selber auch humira und wir planen ein kind.
ich habe mich beim embryotoxikologischen institut in berlin erkundigt und die sagen, man muss es erst absetzten , wenn man merkt das es geklappt hat.
Hallo,
ich spritze mir seit zwei Jahren Humira.
Meine Frau und ich hatten auch den Wunsch nach einem Kind.
Mit meinem Rheumatologen habe ich Anfang letzten Jahres darüber gesprochen welches Risiko bei einer Schwangerschaft meiner Frau bestehen würde, wenn ich Humira nicht absetzen würde.
Er gab mir zur Antwort das ein Risiko bestehe, aber gering sei.
-> Nun sind meine Frau und ich seit 15.04.10 Eltern eines gesunden Sohns. :D :D
LG
Frank
Homer Jay
27.04.2010, 06:43
Halo Frank,
dann herzlichen Glückwunsch zu eurem Sohn.
Dann auch noch ein Widder - Prima!:D
Hallo Frank,
was für "Risiken" wären dies gewesen ?
Gruß Alex
Hallo Alex,
ein Risiko bestand darin, dass ich nicht meine Humira-Therapie ausgesetzt habe. Mein Rheumatologe hatte mir empfohlen ca. 5 bis 6 Monate die Therapie auszusetzen und dann mit der "Realisierung" :p des Kinderwunschs zu beginnen. Aber auf Kommando ??? :D
Meiner Frau und mir ging es hauptsächlich darum, welchen Einfluss meine Humira-Therapie auf unser ungeborenes Kind haben könnte.
Hier bekam ich von meinem Rheumatologen zu antwort, dass hier lt. seinem Kenntnisstand noch keine gesicherten Erkenntnisse über die Wirkung von Humira während der Schwangerschaft geben würde. Ausserdem teilte er mir mit, dass bei Schwangerschaften von seinen weiblichen Humira behandelten Bechterew-Patienten bisher noch keinerlei Komplikationen oder Schädigungen bei den Kindern aufgetreten sind.
Meine Frau und ich haben danach entschieden, dass ich meine Humira-Therapie weiterführe und nicht unterbreche.
Bei Kontrolluntersuchungen während der Schwangerschaft haben wir immer darauf hingewiesen, dass ich
1. Morbus Bechterew erkrankt bin
2. Mir Humira spritze...
Jeder Arzt (Frauenarzt, Ärzte in der Entbindungsklinik) meinte:
" Hat kein Einfluss auf ihr ungeborens Kind "
Natürlich hat man ja während Schwangerschaft die Möglichkeit das "reichliche" Angebot von Untersuchungsmöglichkeiten (Feindiagnostik, Fruchtwasseruntersuchung ....).
LG
Frank
Hallo Oliver,
vielen Dank für deine Glückwünsche.
Mein Bruder ist auch ein Widder !
Ich hoffe nun, dass mein Kleiner nicht auch so ein Dickschädel wird wie mein Bruder. :lol:
LG
Frank
Homer Jay
28.04.2010, 06:37
Hey Frank,
wir sind keine Dickschädel. Wir denken immer nur das wir recht haben und versuchen die anderen davon zu überzeugen:D
schnuppelchen
28.04.2010, 09:50
Oliver, das ist aber eine nette Umschreibung. :D
@ Frank, auch von mir http://www.bechterewforum.de/images/icons/birthday.gif HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH http://www.bechterewforum.de/images/icons/birthday.gif zum Nachwuchs .
LG, Kerstin
Homer Jay
28.04.2010, 14:22
Hallo Kerstin,
sage ich doch das wir Widder nette Menschen sind:lol:
Hallo!
Ich habe eine Frage zum Kinderwunsch.
Ich habe MB im Anfangsstadium. Ich bekomme Momentan allerdings keine Medikamente, weil sie der Meinung sind, dass es zurück gegangen sei.
Ich merke davon leider garnichts, weil ich seit 21.12. keine Nacht mehr durchschlafen kann und mich dann voll Ibuprofen schmeiß. Nach einer Stunde hin und her laufen kann ich dann irgendwann einschlafen.
Ich habe jetzt eine Orthopädin gefunden, die einige Dinge mit mir ausprobieren will um den Schmerzkreislauf zu unterbrechen.
Aber nun zu meiner eigentlichen Frage:
Ich möchte ein Kind. Aber wie ist das dann, wenn ich wieder die Schmerzen habe? Ich kann dann ja keine Medikamente nehmen.
Wie war das bei euch so? Nimmt man die Schmerzen in kauf? Ist MB vererbbar? Wenn ja, wie hoch sind die Chancen, dass mein Kind das auch bekommt?
Danke
Nicole
Hallo Nicole,
Du kannst auch in der Schwangerschaft Medikamente einnehmen. Bei der DVMB kannst Du Dir die Broschüre Schwangerschaft und MB bestellen und Dich beim Embryonaltoxikologischen Institut in Berlin super beraten lassen. Die Vererbbarkeit liegt so etwa bei 20 % (weiß nicht, ob das so ist, wenn beide Elternteile MB haben und bei einem Elternteil die Wahrscheinlichkeit noch niedriger ist, kann mich nicht mehr erinnern, könntest Du aber über die Suchfunktion sicherlich finden), das sollte also kein Grund sein...
Viel Erfolg!
Gruß
Seisa
Centaurea
02.01.2011, 09:01
Hallo Nicole,
mir ging es Anfang 20 ähnlich wie Dir, von Vererbung hat damals kein Arzt geredet und als ich dann schwanger wurde waren wie durch ein Wunder alle Schmerzen weg und kamen erst später als das Baby größer wurde zurück. Also kannst Du auch einfach Glück haben und keine Medis brauchen.
LG Kerstin
Hallo Nicole,
oft ist es so dass in der Schwangerschaft die Schmerzen durch die Hormonumstellung wie weggeblasen sind, es gibt aber auch Fälle, da wird es nicht besser. Aber dann gibt es einige Medikamente, die man nehmen kann.
Zur Vererbung: bist du HLA-B27-positiv? Dann ist das Risiko 50 %, dass du dieses Gen vererbst - und wenn du es vererbt hast hat das Kind nochmal ein Risiko von nur 20 %, dass MB dann auch ausbricht weil ja noch auslösende Faktoren dazu kommen. Macht dann, wenn ich richtig rechne, ein Risiko von 10%, dass du MB vererbst wenn du HLA-B27-positiv bist - was wiederum bedeutet, dass du eine 90%ige Chance hast, dass das Kind völlig gesund ist!. Bei Negativen ist das Risiko eher noch kleiner weil da der Krankheitsmechanismus noch unbekannter ist..
Ich habe erst nach der Geburt meiner Tochter erfahren, dass ich MB habe - und ich habe ihr den HLA-B27 vererbt, sie hat also ein 20%iges Risiko. Aber bisher hat sie keinerlei Probleme (ist jetzt gut 16) - und wenn irgendwas kommen sollte, wissen wir gleich von Anfang an Bescheid, in welche Richtung wir suchen müssen und was wir tun können! Und es wäre wirklich sehr sehr schade, wenn es sie nicht gäbe!
Liebe Grüße :knuddel:
Lydia
Hei Nicole,
Also, du mußt dich schon Infos ein holen, zwecks ( Kinderwunsch ).
Zitate von Nicole
Aber nun zu meiner eigentlichen Frage:
Ich möchte ein Kind. Warum nicht???.
Dein Zitat:
weil sie der Meinung sind, dass es zurück gegangen sei. so ein quatsch, ich sage stilstand.
Nimmt man die Schmerzen in kauf? Leider ist das so.
Aber du bist ja noch im Anfangsstadium bei MB, dann würde ich doch sagen mach das jetzt, mit Schmerzen denn später gibs doch vieleicht doch Problemme!!!
Ist MB vererbbar? ich sage: Eindeutig mit Ja
Wenn ja, wie hoch sind die Chancen, dass mein Kind das auch bekommt?
Kann mann nicht so sagen, wenn dus doch wissen willst dan aber per PN.
Denn es gibt gründe weshalb auch.
Gruß der wessi
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