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Vollständige Version anzeigen : Sich abgrenzen/ - wehren/ Nein sagen


Soltar
17.01.2010, 16:52
Hallo

Das ist doch eine wichtige Thematik - vorallem wenn man eben gesundheitlich angeschlagen ist!

Das Problem ist zudem, dass wir in einer Welt leben, wo eben Rücksicht und Schonung von Personen, die eben sonst schon schwer haben Fremdwörter geworden sind. Das liegt natürlich an unserem Lebenstil, der ganzen Gesellschaftsordnung, die die Leute zu Einzelkämpfern macht - ist halt diese Ellenbogen- und Leistungsgesellschaft, niemand wird geschont - jeder muss selber oft "knochenhart" durch.

Ich habe ja immer mal Kontakt zu Menschen aus anderen Kulturkreisen - da findet man noch diese netten Menschen, die wir ja alle vielleicht mal waren :), diese Beschaulichkeit, Ruhe.. aber im Laufe des Lebens verliert sich das teilweise - wegen der obengenannten Gründen...es ist ja nicht die Schuld der Menschen - das System....der Druck...der Stress.

Umso mehr ist es doch wichtig, dass man lernt sich abzugrenzen - nein sagen zu können. Das man klar und deutlich Grenzen setzt, was eben zuviel ist, aufgrund der eigenen körperlichen Möglichkeiten und Einschränkungen - und zwar laut und deutlich ohne Angst vor Konsequenzen. Weil eben - unsere Welt, die anderen machen das nicht für einen, man kann Rücksicht nehmen von sich aus offenbar nicht von anderen verlangen - alle wurden ja so "getrimmt", dass man immer fordert und fordert...

Und wenn man dem dann selber nicht Einhalt gebietet, dann läuft man Gefahr sich selbst ständig zu überfordern.

Dachte das sei mal ein Thema wert. Was meint ihr??

Gruss & schönen Sonntag Abend.

Seisa
17.01.2010, 17:07
Hallo Soltar,

ich sehe genau darin das Positive des Russen, weil er mich daran erinnert, auf meine Grenzen zu achten... Ich arbeite ja im helfenden Beruf, wo man ruckzuck den Arm abgerissen bekommt, wo man doch nur den kleinen Finger ausgestreckt hatte... Natürlich hätte ich diese Erkenntnis lieber ohne Schmerzen, aber ich achte seit dem besser auf mich und kann auch besser nein sagen bzw. aushalten, nicht ja zu sagen, auch wenn dann unangenehme Pausen entstehen und auch niemand anderes sich meldet, etwas zu übernehmen. Ich glaube, durch die "Entschuldugung" durch den MB habe ich es im Freundeskreis sogar leichter, mich abzugrenzen, wobei ja genau das schade ist, denn man sollte ja nicht eine Krankheit vorschieben müssen, um sich angemessen abzugrenzen...

Schöne Grüße

Seisa

schnuppelchen
17.01.2010, 19:47
Hallo Seisa,hallo Soltar ,

genau das ist der Punkt .

Warum muß ich denn eigentlich eine Entschuldigung, eine Rechtfertigung haben, nur um mal "nein" sagen zu können, wenn ich etwas nicht will, zeitlich/ körperlich nicht bewältigt bekomme, es mir heute nicht paßt oder ich ganz einfach keine Lust dazu habe ?

Warum kann ich mich sonst nicht abgrenzen ? Warum versuche ich ohne MB mich in alle Richtungen zu zerteilen, für Jeden da zu sein, Dinge zu erledigen, Ansprüche zu erfüllen , Menschen und ihre Bedürfnisse zu befriedigen ? Warum kann ich nicht "nein" sagen - oder, wenn ich in Sachen Abgrenzung schon weiter bin, warum wird es bei Einem Erkrankten eher toleriert ?

Mich hat auch erst der MB ( bzw. die Diagnose ) dazu gebracht, mir einmal mehr zu überlegen, mit wem ich meine Zeit verbringen möchte , ob ich Lust habe , für mich wertvolle Zeit mit Menschen zusammenzusein, die ich nicht mag , immer 200% alles erledigen zu wollen/ müssen, was ich mir auferlegt habe( oder Andere ) , bzw. was mir aufgetragen wird.

Und ich muß stolz sagen : Ich mache noch immer Fortschritte. Ich bin sogar ( manchmal jedenfalls ) schon soweit, daß es mir sogar egal ist, ob der Andere böse ist .

Das Leben kann so schön sein - ich will mit und für die Menschen leben, / da sein, die mir wichtig sind - die anderen - das ist deren Problem.
Ich gebe umunwunden zu - es klappt nicht immer, aber immer öfter.

Aber Eines weiß ich sicher - ohne diese Diagnose MB ( und den Schurken da in meinem Kopf ) wäre ich lange noch nicht soweit.
Schade eigentlich .

LG, Kerstin

P.S: Seisa, schön, daß Bali Dich wieder hergegeben hat .

Angela
17.01.2010, 20:26
Hallo Ihr Lieben,

ich muss Kerstin voll und ganz beipflichten.

Auch ich habe erst mit der Erkrankung gelernt "NEIN" zu sagen.

Ich hab mich für andere Menschen dermassen verausgabt, dass mir die Kraft dann für die alltäglichen Dinge fehlte.

Es ist schade, das die meisten von uns, das erst so spät erkennen.

Aber wie heißt es so schön:

Besser spät als nie.


Liebe Grüße

Angela

Uli Dörwald
17.01.2010, 21:31
..., denn man sollte ja nicht eine Krankheit vorschieben müssen, um sich angemessen abzugrenzen...


Hallo Seisa,

meinst du dass man den MB vielleicht gar nicht bräuchte...:) , oder nicht so dolle;) , wenn man in der Lage wäre 'NEIN' zu sagen?

Es gibt doch schon Lach-Therapien und 'Wein-Therapien', wie wärs mit einer Nein-Therapie:D

Ulki

wessi
18.01.2010, 07:18
Hallo Soltar,

Menschen aus anderen Kulturkreisen sind netter und strahlen mehr Ruhe aus.
Das gibt es bei uns nicht mehr richtig, warum ? wegen der Ellenbogengesellschaft, es gibt Ich-Menschen, Menschen dir über Leichen gehen, Menschen die vor lange Weile andere totschlagen usw. das ist schon fraglich in unserer westlichen Welt, das hat nichts emhr mit Zivilisation zu tun, die Menschen müssen begreifen dass es nur miteinander und nicht gegeneinander funktioniert.

Und genau das macht mir zu schaffen, ich hab mich wieder erkannt, mich zu überfordern NUR weil es andere verlangen, beruflich jetzt, privat Gott sei Dank hab ich keine Probleme. Aber du hast recht man sollte Stopp sagen auch mit den Konsequenzen, das hab ich noch nicht geschafft, zumindest in der Arbeitswelt. Und genau das wird als Druckmittel genommen ( wenn du nicht spurst wie wir wollen, dann biste weg ) suuuuuper Aussage.
Wie hohl kann jemand im Kopf sein der so denkt ??

Kämpfe also mit mir selbst um das endlich zu lernen dass ich nicht mehr über die Grenzen gehe, hoffe dass ich es bald schaffe.

@ Uli, oft ist es tatsächlich so dass eine Krankheit uns bremsen muss, das heisst ohne diese würden wir uns verausgaben bis zum äussersten.
Warum lernen Krebspatienten immer erst nach der Diagnose dass sie mehr auf sich hören müssen ? Bei MB und Co. ist es wohl nicht anders.
Jemand der also immer glücklich und zufrieden ist, bekommt auch eher unwahrscheinlich schwere Krankheiten. Und wir die sich überfordern um anderen einen Gefallen zu tun bekommen sie um wieder zu lernen es besser zu machen :schlau:

@ Kerstin, das hast du richtig erkannt, wir müssen keine 200 % geben, und wichtig ist mit wem man seine Zeit verbringt oder vergeudet.

Viele Grüsse
René

Monika
18.01.2010, 08:49
Das ist ein wirklich interessantes Thema, danke Soltar!

Bei mir ist es nicht so, dass ich gelernt habe mich abzugrenzen weil ich krank bin!

Ganz im Gegenteil, je schlechter es geht, desto mehr versuche ich zu geben.
Warum?
Ich weiß es nicht genau, wahrscheinlich hat es was damit zu tun, eben nicht als behindert oder krank zu gelten, mitzuhalten, aktiv zu sein (das ist so in http://www.bechterewforum.de/images/icons/icon12.gif ) .
Andererseits möchte ich schon manchmal, aber nur manchmal, aufgrund der Erkrankung "geschont" werden - das macht aber eh kaum jemand.

Warum das (verleugnen)?
Ich finde nicht, dass es in unserer Gesellschaft so ist, das Kranke eher das "Recht" haben, nein zu sagen.
Bei drei mal "NEIN" sind auch sie Spaßbremsen, wir leben ja schließlich in einer Spaßgesellschaft.
Darüber haben wir ja auch schon total oft gesprochen, darum gehts ja oft bei uns.

Das NEIN ist zB ein Grund, warum der Bekanntenkreis bei Kranken und Behinderten schrumpft und sie sich mit ihren Behinderungen oft in Gruppen zusammenschließen (oder allein bleiben), weil die Gruppenmitglieder eher wissen was los ist als diejenigen, die sich mit dem Krankheitsbild nicht auskennen.
(Wenn man so was denn aushalten kann ---- (ich bin aber am schlimmsten Krank - nein - ich - nein - iiiich!!!)) :p


Ne, kommt mir ein bißchen vor wie sich selbst zu veräppeln, eine Krankheit vorzuschieben um Nein zu sagen, auch wenn sie aktuell nicht der Grund wäre.

Ich überlege mir, warum ich nein sage, was überhaupt los ist, was ich will und was ich nicht will, was ich kann und was ich nicht kann.
Und dann sage ich es.

NEIN, DAS WILL ICH NICHT :D
oder nein, das KANN ich nicht.

Natürlich klappt das nicht immer, man brauch dafür schon ein ganz gutes Selbstwertgefühl, und ganz manchmal klappts dann nicht, aber im Grunde finde ich es super wichtig, sich klar zu machen, warum ich was nicht möchte.

Ich glaube, dass ist auch fair unseren gesunden Mitmenschen gegenüber - die haben ja keine "ich bin krank" Ausrede, außer Kopf- und Bauchweh.

So, das war das Wort zum Montag :D , ich hoffe man kann wenigsten wage verstehen was ich damit sagen möchte :o .

LG Moni :knuddel: einen schönen Tag!!!!!

Monika
18.01.2010, 13:42
Uuuund ...... andere Menschen grenzen sich auch von uns bzw von Kranken oder Behinderten ab - und das nicht weil sie "böse" sind, sondern weil sie auf ihre Grenzen achten, so gut es geht. (Der eine mehr, der andere weniger)
Mit Recht!
Wenn ich mal ehrlich bin, tue ich dass neuerdings selbst auch so gut es geht - zum Glück.
Abgrenzen heißt nicht, jemanden fallen zu lassen, es geht eher darum, ihm Hilfe zur Selbsthilfe zu geben, damit man mal wieder verschnaufen kann.
Sonst ist die Kraft bald am Ende.

LG nochmal

4magda
18.01.2010, 13:53
Hallo in die Runde,

google´t mal zu diesem Thema den Begriff "Psychohygiene". Das bringt die Thematik ein Stück weit auf den Punkt und gilt nicht nur für psychisch Erkrankte.

Dies kann jeder für sich im Alltag anwenden. Einfach bei Gelegenheit sein eigenes Tun, Empfinden usw. hinterfragen und evtl. mal wieder die "Notbremse" ziehen :)

Gruß
Christian

PT1303
18.01.2010, 14:51
Hallo,

es gibt ja den Spruch "NEIN-Sagen kann man lernen", obwohl es nicht einfach ist.

Ich konnte früher auch schlecht Nein-Sagen. Habe es aber inzwischen gelernt- natürlich oder leider durch Krankheit.

Ich bin egoistischer geworden, wenn man das so sagen kann.

übertrieben gesagt "Hauptsache mit geht es gut" - :D

Eins ist aber leider wahr, der Freundes- und Bekanntenkreis wird merklich kleiner. Die Qualiät ist aber besser und das nehme ich in Kauf.

Ein Vorteil hat das Nein-Sagen auch für andere, man akzeptiert das Nein des anderen.

LG
Petra

Soltar
18.01.2010, 15:46
Hallo

Gut, das dachte ich im Nachhinein ja auch - das soll ja kein Aufruf dazu sein, sich stetig dem Leben zu verweigern!

Ich denke einfach, dass Leute die vielleicht etwas langsamer sind, weniger zu leisten mögen usw. schon quasi ein "Hindernis" sind, das geht ja schon im öV. los usw. ..hatte ja da kürzlich so eine Begebenheit bei mir erwähnt...naja. Es ist halt diese "pace", die zumindest hier im Grossraum Zürich herscht (Pace = engl. Geschwindigkeit/ Tempo/ Kadenz)...und auch der Druck...Stress. Vielleicht liegt es auch an den Leuten selber - und ja, auch privat kann man sich zuviel Druck aufsetzen.

Es hiess ja allerdings mal, Menschen in "schnelleren Städten" seien glücklicher. Ich weiss nicht ob das stimmt! Ich hatte mal vor vielen Jahren eine junge Frau aus Quito, Ecuador kennengelernt. Die verkaufte hier so selbstgemachtes Kunsthandwerk an Bahnhöfen - damals hatte ich grad mit Spanisch lernen begonnen. Gut - die Verständigung war (noch) schwierig :D, aber als ich sie zu Fuss an den Bahnhof begleitete, hatte mich einfach diese Langsamkeit beeindruckt. Und solche Erfahrungen macht man immer mal wieder. Vielleicht trifft man Aehnliches auch hier z.B. in der Schweiz, auf dem Land, oder in den Bergen. Es ist diese gewisse Beschaulichkeit. (Ja - ich habe mich auch schon damit auseinandergesetzt, vielleicht mal in in die Berge zu ziehen, und da zu leben - aber da gibt es wieder anderes...man ist halt dann weg von Metropolen, Einkaufmöglichkeiten, Flughafen - und der Winter ist so lang!)

Ich denke einfach, dass eben dieser Stress, Hetze, und sich gegenseitig zur Leistung anstacheln, und der damit zusammenhängende Unfrieden sehr viele Menschen krank macht. Wir haben hier 300'000 frühzeitig berentete Erwerbsunfähige in der Schweiz auf die 7 Mio Einwohner, ziemlich viel - und die allermeisten sind das nicht von Geburt auf - sondern im Lauf des Lebens geworden! Ich dachte übrigens auch schon, dass einiges in D besser ist - grosszügiger... irgendwie, wenn ich mal da war. Hier haben wir halt die hohen Löhne (aber auch Kosten und längere Arbeitszeiten)

Wie auch immer :)

Gruss Soltar

Seisa
18.01.2010, 16:10
Ich habe das Buch "Sage nicht ja wenn Du nein sagen möchtst" leider nie gelesen (sollte ich aber mal...). So bin ich z.B. auch zu meinem Patenkind gekommen... Naja, der Zwerg kann da nun wirklich nichts dazu! Aber besonders beruflich achte ich mehr auf die Abgrenzung. Es kann ja nicht sein, dass ich meinen kranken Klienten Tag für Tag predige, ihre Grenzen wahrzunehmen und zu achten und meine eigenen dabei ständig platt trete... Mir helfen dabei Leitsätze wie "Wer sich 5 Minuten doofstellt erspart sich ne Stunde Arbeit" und "Wer ja sagt, kann es nur nicht aushalten, nichts zu sagen". So warte ich mittlerweile doch oft erst mal die Reaktionen der anderen ab und schrei nicht gleich hier, oder schinde mir Zeit raus, um eine Entscheidung zu überdenken. Glücklicherweise bin ich in unserer Einrichtung für die Gruppentherapie Stressbewältigung zuständig. Das hilft enorm, im Alltag auch auf meine Ballance zu achten.
So, aber wenn dann diese Erkenntnis da ist, Uli, könnte man den Russen ja dann doch wieder abgeben... Aber bitte wo? Gibts da ne Adresse?? -Vielleicht ne Pfandleihe, wo man ihn gegen ein großen NEIN eintauschen kann???!

Liebe Grüße

Seisa

Monika
18.01.2010, 16:25
ja - sich Zeit lassen, nicht immer so furchtbar spontan sein, sich auch mal doof stellen (wenn überhaupt nötig :D ) und so kleine Tricks sind ja auch ganz hilfreich.
Wer ist schon so straight jemanden einfach ein klares NEIN an den Kopf zu hauen.
Gut verpackt werden kann das schon, dass macht das Leben für alle leichter.
Aber ich habe gelernt zu unterscheiden, was mache ich warum nicht?
Körperlich? Keine Lust? Müde oder keine Zeit, schlecht drauf ???

Sich abzugrenzen ist nichts leichtes, aber es geht - immer öfter!
Und wenn es dann mal nicht geht ...... dann weiß ich erst auch nicht warum ich etwas tue???? Erst in einer ruhigen Sekunde.

LG

wessi
18.01.2010, 18:23
Also ich gebe Soltar recht, die Schnellebigkeit macht uns kaputt und krank, Druck, Stress usw. die Alleinkämpfe, Machtkämpfe, jeder denkt nur an sich usw. dein Freund ist im nächsten moment dein Feind wenn du Pech hast, wir sollte uns aufs wesentliche konzentrieren, dann würden wir uns nicht überfordern, und es auch nicht von anderen erwarten. ich habe bemerkt dass ich mich zu oft überfordern lasse, warum ? Dass ich mir einrede ich muss funktionieren wie jeder gesunde....warum ? Die Antwort kenn ich noch nicht.
Weiss nur dass es privat einfacher ist zuzugeben dass es mir schlecht geht als beruflich, aber selbst das war ein langer Prozess, kommt vielleicht von früher ( durfte nie schlapp machen )

Gruss René

Soltar
18.01.2010, 18:55
Es gibt da ja auch noch diese Diskussion um Eu- und Distress - der positive im Sinne der Herausforderung, und dem meistern einer Aufgabe, was einem vorantreibt und auch Bestätigung und Befriedigung gibt, und dann eben der krankmachende Distress, der vielleicht eben unter Versagensangst, Ueberlastung, mangelnder Unterstützung, Mobbing usw. entsteht.

Und wie steht es mit Schuldgefühlen? Leute, die kaum Schuldgefühle haben, und sich selber sehr wohlgesinnt sind, und nett behandeln, und anderen aber Druck aufsetzen usw., kommen besser durchs Leben meist, und bleiben gesund! Es ist halt, wie schon erwähnt diese Einzelkämpfer- Egowelt - da überlebt so jemand besser... aber das ist ja auch nicht das Wahre - wenn man quasi "über Leichen " geht - das schlägt ja auch immer mal zurück. Dann gibt es diejenigen, die es immer den anderen recht machen wollen - und sich so eben selber überfordern. Die richtige Balance währe gefragt - aber nicht immer einfach zu finden.

Gruss Soltar

Seisa
18.01.2010, 19:01
Zum Erleben und Fördern positiven Stresses gibt es von Mihaly Csikszentmihalyi ein sehr gutes Buch: "Das Flow Erlebnis".

wessi
19.01.2010, 07:47
Hallo Seisa,

tja wenn ich mal Zeit hätte zum lesen vor lauter Stress dann würde ich es lesen.
Genau das ist das Problem, natürlich gibt es positiven und negativen Stress, ich kenn leider nur negativen ( Ärger usw. ) Hektik, Überbelastung.
Wer kann mich heilen ?? :)

@ Soltar, du hast vollkommen recht, menschen die nur an sich denken oder eben die welche über Leichen gehen und sich selbst gut finden, bleiben meist gesund, die anderen die es jedem recht machen wollen, sich vergessen um anderen zu gefallen, zu dienen, usw. gehen unter oder werden krank.

ich war auch einer der es jedem recht machen wollte, aber hab gelernt viel mehr auf mich zu hören und abzuwägen wann die Grenze ist, deswegen ist man in dem Fall nicht egoistisch sondern schützt sich vor Selbstüberlastung,
was einem zu gute kommt.

Gruss René

Monika
19.01.2010, 08:52
die Menschen, die immer nur für andere da sind, sind gewiß bestimmt nicht egoistisch wenn sie lernen nein zu sagen.

Gerade die müßen es ja lernen, wenn sie nicht vor lauter Überforderung kaputt gehen wollen, weil sie sich für viel zu viel verantwortlich fühlen.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass vieles, was ich meine tun zu müßen, gar nicht so wirklich nötig ist und ein Nein gar keine Katastrophe, sondern ein spannender Moment die Antwort und Reaktion des Gegenübers abzuwarten, der dieses Nein oft als ganz selbstverständlich nehmen kann.
Vielleicht weil es jemand ist, der sich selbst auch erlaubt, abzuwägen zwischen ja und nein.

Trotzdem - einfach ist es in den meisten Fällen nicht, dieses Nein.

Angst davor, jemanden vor den Kopf zu stoßen, vielleicht ist es ja auch die eigene Angst abgelehnt zu werden, die man in "die Anderen" hineininterpretiert, und je nach dem, wen man da vor sich hat ... bei sensiblen Menschen fällts einen noch schwerer.

Egoistisch zu sein und andere hängen zu lassen, finde ich ganz ganz mies, aber wenn jemand sagt, wo seine Grenzen sind, schluckt man vielleicht mal kurz und versteht es dann, nimmt es so wie es ist. Und lernt, sich dass auch zu erlauben. Es ist so eine Art Offenheit und besseres Verstehen lernen.

Jeder von uns hat es schon mal erlebt - alle sagen ja und keiner will es wirklich - das macht doch gar keinen Sinn.

Natürlich gibt es sie, die Egoisten, Menschen, die überhaupt kein Mitgefühl haben und nur oberflächlich sind, mit denen komme ich gar nicht klar.
Obwohl, auch bei manchen von ihnen scheint man das eine oder andere
mal zu spüren, dass sie sich nur schützen.

LG Moni

Seisa
19.01.2010, 08:54
tja wenn ich mal Zeit hätte zum lesen vor lauter Stress dann würde ich es lesen.

Tjaha... lieber René,

das ist ja genau der Punkt, Du must Dich da schon selber heilen und die Verantwortung für Deinen Stress übernehmen (erhobener Zeigefinger einer Therapeutin... :schlau:)!! -Ich weiß, leicht gesagt, das ist wie mit dem Buch "Sage nicht ja...", was ich immer mal lesen müßte aber es nie tue... Aber mal im Ernst, die Stressbewältigungsseminare, die ich mache, basieren auf Diane Drexlers Buch "Das integrierte Stressbewältigungsprogramm". Ich finde das Konzept total klasse und das Buch ist leicht verständlich, nicht nur für den Fachmann. Auch wenn es wie ein Manual zum Lehren aufgebaut ist, kann man das super an sich selbst anwenden und mir persönlich hat es doch bisher ganz gut geholfen, meinen persönlichen Stress besser zu verstehen. Das ist Stressbewältigung auf allen Ebenen, nicht bloss so ein Verhaltenstherapeutisches Gedöns, wo es nur um kognitives Verstehen geht. -Wer sich dafür interessiert, sollte sich das Buch ruhig mal zulegen! (Das Lesen macht auch garantiert keinen Stress http://www.bechterewforum.de/images/icons/icon12.gif )

Schöne Grüße und einen entspannten Tag!

Seisa

wessi
19.01.2010, 09:08
Danke Seisa für deine Worte,

ich hab das Problem ZEIT also ich informiere mich sehr gern, hab Interesse an solchen Büchern aber ständig das Gefühl dass mir die Zeit fehlt zu lesen.
Hab mich noch nie so stressgeplagt gefühlt wie in den letzten beiden Jahren.
Was aber ja durch äussere Einflüsse entstanden ist, okay oft macht man sich selber Stress indem man sich überfordert, das hab ich im Griff durch üben und ab und zu NEIN sagen, aber das andere ?

Werde mir das Buch besorgen, und du verrätst mir wie ich Zeit finde.
Entspannung ? was ist das :)

gruss René

Seisa
19.01.2010, 09:21
... immer mal 5 Minuten länger auf dem Klo sitzen bleiben... http://www.bechterewforum.de/images/icons/icon12.gif

Ne, im Ernst, manchmal hilft da echt ne Zeitanalyse, in dem man sich mal aufschreibt, für was man wieviel Zeit am Tag benötigt und im Gegenzug wieviel Zeit man für das benötigen würde, was wirklich Spaß macht. -Wieviel Zeit für Morgenhygiene, Haushalt, Arbeit, Telefonieren, Fahrtzeiten, TV, Forum, usw. Bei mir schluckt die Glotze und der PC in der Freizeit ziemlich viel Zeit, die nicht immer nur befriedigend ist. Meist glotze ich irgend einen Mist im TV, würde ich meinen Krimi weiterlesen oder mal wieder joggen gehen, wäre ich da sicherlich zufriedener, aber dann wähle ich doch den bequemeren Weg und ärgere mich über das schlechte Programm. Aber nobody is perfect, der Schweinehund ist mächtig...

ranimi
19.01.2010, 12:53
Ja, seit der Russe mein bester Freund ist, hab ich wieder mehr Zeit für mich selbst. Es klingt blöd, aber ich nehme mir bewußt mehr Zeit. Ich fülle die zeit auch bewußter aus und lebe nicht mehr nur so in den Tag, jeder Tag gleich, hauptsache er geht bald vorrüber. Das war auch ein Grund, weshalb ich die Sache mit den Pflegekindern angezettelt habe. So hab ich eine Aufgabe, wenn auch nicht ganz leicht und ich hab wieder den Sinn meines Lebens entdeckt. Dies tut mir gut. Deshalb ist zwar der Becht nicht weg, vielleicht spürt man ihn noch mehr aber man legt sich abends zufriedener ins Bett und weiß, das man jeden tag versucht, der Menschheit was gutes zu tun. Kinder sind unsere Zukunft und wenn die eigenen auf eigenen Füßen stehen, dann finde ich es gut, wenn man seine Energie eben in fremde Kinder steckt und ihnen hilft in der Welt zu bestehen. So sollte doch jeder irgenteine Aufgabe finden, damit man vom Russen nicht überdeckt wird.
Brigitte:)

wessi
19.01.2010, 16:42
Hallo Seisa,

danke für die Anregung, muss ich wirklich beobachten was ich mit meiner Zeit mache, aber immer wenn es mir sehr schlecht geht schubmässig, ziehe ich mich zurück, da hätt ich Zeit aber keine Lust und Energie für irgendwas. Und spar mir die Restkraft die ich noch hab für den Beruf, wegen dem hab ich dann wieder wenig zeit, weil das bischen Freizeit ist auch mit Erholung verbunden, weil die gesundheit immer mehr zu wünschen übrig lässt.

Tja das Forum nimmt mir auch viel Zeit, macht zwar spass, aber wenn ich bedenke als es PC und co. noch nicht so gab, hatte man echt mehr Zeit für andere Sachen, aber muss jeder wissen was ihn zufrieden stellt.

Abgesehen davon dass ich gar nicht mehr Dinge kann die ich möchte wegen der Einschränkungen, kann ich schon behaupten zufrieden zu sein, natürlich wenn ich einen Wunsch frei hätte wär das gesund zu sein, ich habe nie gehadert mit mir aber in letzter Zeit, auch aufgrund der gesellschaft und dem Wandel macht sich das bemerkbar, auch in sachen Behandlung von Kranken, es geht ja nicht mehr darum das optimalste zu behandeln, sondern was das Budget hergibt, also leiden wir darunter......so jetzt bin ich vom Thema weg sorry, aber da merkt man am meisten dass man eigentlich nicht krank sein darf / sollte.

@ Brigitte, das ist richtig gewisse Dinge die einem Freude bereiten, egal was können das Leben trotz MB und Co. bereichern. Und jegliche Ablenkung oder Anforderung die Sinn und Spass macht tut gut, auch wenn die Schmerzen deshalb nicht weniger sind, sondern oft mehr. Deshalb hab ich mich auch informiert über ehrenamtliche Tätigkeiten bei uns, sollte ich den Job jetzt dann verlieren, ich brauche das Gefühl was sinnvolles zu tun.

Gruss René

Soltar
20.01.2010, 00:29
Hallo

Monis Text fand ich sehr kluuch..

natürlich auch die anderen...

Gruss Soltar

SMODY
20.01.2010, 09:35
Beim ersten Beitrag von Soltar dachte ich noch so was in der Richtung, "Was soll denn das für ein Quatsch wieder sein". Aber dann habe ich mich doch in vielen Textbeiträgen wiedererkannt. Dieses "ich mach das dann mal eben, eh ich es dreimal erkläre ,kann ich es auch gleich selbst machen" kenne ich von mir selbst nur zu Genüge. Also ist auch meine Fähigkeit zur Selbstausbeutung enorm hoch.
Wahrscheinlich war das auch früher bei der Arbeit so.
Allerdings ist es im Privatleben noch anders. Man möchte ja nicht immer als krank, lustlos und schmerzgebeutelt wahrgenommen werden. Andererseits guckt man den Leuten ja immer nur vor den Kopf, geht mir ja selbst nicht anders. Mit anderen Worten, wer Hilfe braucht, muß auch darum bitten und da hab ich ein ganz massives Problem.
Auf jeden Fall ein thema das man nicht aus den Augen verlieren sollte!
Smody

Seisa
20.01.2010, 17:28
Moni ist ja auch kluch!! :)

Soltar
21.01.2010, 21:18
Smody fand mein Thema/ Einleitungstext "wieder mal ein Quatsch"... *notier*

:)

Uli Dörwald
21.01.2010, 21:31
Ich will dir nicht zu nahe treten und ist ja auch der falsche Faden:D , aber nicht wirklich, denn: Ich will mich bei dir herzlichst bedanken, du hast MICH motiviert! Und zwar zum KALT duschen. Ja, früher habe ich es nur nach dem Warmduschen gemacht (gesund, aber normal&einfach, nicht?) und das in den Pyrenäen war ein Ausnahme-Urlaubs-Erlebnis. Aber jetzt ist mir klar geworden dass das Wasser aus der Leitung ja wesentlich kälter ist als im Sommer und daher lohnt es sich den Pyrenäen-Kick zu versuchen. Und es klappt! Also sofort nach dem Aufstehen direktemang unter die kalte Dusche bis es nicht mehr geht. Dann warm/kalt.

Einfach mal versuchen, ihr Ungläubigen und ihr werdet euch bei Soltar bedanken.
Heute morgen hatte ich dicken Kopp, volle Nase, fühlte mich schlapp und eine Erkältung im Anmarsch. Alles wie kalt weggeduscht!

Wie gesagt: Ich wollte dir nicht zu nahe treten, aber wie geht es dir mit dem Kaltduschen? Machst du es auch täglich? Bei euch müsste das Wasser aus der Leitung ja noch kälter sein. Lass doch mal messen und dann treffen wir uns zum Erfahrungsaustausch wieder im anderen thread;)

Einhorn
21.01.2010, 22:22
Danke Soltar - ich glaube Du hast da ein sehr wichtiges und auch sensibles Thema aufgegriffen.
Ich wollte es auch immer allen recht machen, für alle da sein und natürlich 200% perfekt sein. Ich gab einfach zuviel auf die Zufriedenheit anderer und auch auf die Meinung der anderen über mich, als mal auf mein Innerstes zu hören; überhaupt in mich rein zu hören. Die Situation spitzte sich dann ausgerechnet bei mir zu Hause - in meiner Ehe und Familie immer mehr zu. Bis ich für mich entschied; lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende. Ich habe auf einmal ganz klar sagen können SCHLUSS! Ich konnte so nicht mehr weiterleben. Hin- und hergerissen zwischen den Fronten (Mann und Kinder), der Druck immer höher und ich verlor mich immer mehr ... . Dieses Schluss-Ende-Sagen kam damals aus meinem tiefsten Inneren, völlig ungeplant, aber dafür wirklich überzeugend an! (Wenn ich davor Nein sagte, nahm das eigentlich niemand für voll!). Es löste so viele Dinge aus ... ich habe es nie bereut. Ich bin dann geblieben. Unserer Beziehung tat das mehr als gut.
Was ich mit meinen Ausführungen sagen möchte, ist das wir, egal ob krank oder gesund, wieder in uns hineinhören müssen. Durch innere Ruhe und Ausgeglichenheit und eben auch durch Nein-Sagen und auch ein bisschen Egoismus für uns selbst, verhindern wir uns in dieser schnellen, unbeständigen Zeit ,selbst aus den Augen zu verlieren oder uns vom Leistungsdruck erdrücken zu lassen.
Meine Diagnose Rheuma usw. kam erst viel später.
Seit damals fällt mir aber das Nein-Sagen etwas leichter.

Hm, vielleicht etwas verwirrend :gruebel:- ich hoffe Ihr versteht was ich meine.

LG Heidi

SMODY
22.01.2010, 03:40
Überhaupt nicht verwirrend, sondern ganz klar und einleuchtend, liebes Einhörnchen!
Und für Soltar: meine Mutation vom Saulus zum Paulus dauert einfach:D.
Smody

schleckerlecker
22.01.2010, 07:42
Liebe Heidi,

dein Bericht ist sehr verständlich, der Anfang liest sich wie mein Leben, nur ich bin nicht geblieben. Ich habe mich auch lange verleugnet, immer die Erwartungshaltung anderer Erfüllt hauptsächlich in der Familie meines damaligen Mannes, da wurde immer nur geforert, dort hatte man zu erfüllen.
Bis es nicht mehr ging, bis ich nicht mehr ich war.
Ich habe viel daraus gelernt, heute kann ich gut nein sagen, mache mein Ding, nehme mir Auszeiten, lebe mein Leben und nicht das der Anderen.

Grüssle
Karola

wessi
22.01.2010, 19:37
Hallo Leute,

Und dass es hier nicht langweilig wird, ich habe mich wieder total übernommen, beruflicherseits, weil ich immer noch das Gefühl habe ich MUSS funktionieren, zumindest im Job hab ich das, ich schaffe es nicht Stopp zu meinem Körper zu sagen. Unmögliches wird von mir verlangt, und ich Idiot versuche auch noch das unmögliche zu erreichen, was hab ich nun davon, nach 1 1/2 Wochen hock ich beim Doc und bin krank geschrieben, das dazu.

Gruss René

schleckerlecker
22.01.2010, 22:36
Lieber René,

das Leben ist ein ewiger Lernprozeß auch du lernst täglich dazu, ergo nutze das Erlernte, mach es in Zufkunft besser, du hast nur das eine Leben und die eine Gesundheit, und wie vor Jahren mal ein sehr kompetener Mensch mal zu mir sagte (dieser Satz hat sich mir sehr eingeprägt) man muß sich immer mal entscheiden im Leben.

Grüssle
Karola

Soltar
23.01.2010, 00:33
Hallo

Ach ja - freut mich natürlich - dass das Thema (bei Smody zwar erst nicht aber dann doch...) noch Anklang fand und findet...:)

Wünsche schönes WWE

Soltar


(WWE = Winterwochenende)

schleckerlecker
23.01.2010, 09:09
Oder

WWW = Weißeswinterwochenende

Grüssle
Karola

wessi
24.01.2010, 09:04
Richtig Karola, man muss sich immer mal entscheiden, bleibt die Frage warum entscheide ich anscheinend nicht für meinen Körper, aber genau das hat sich bei mir von früher so eingeprägt, dass ich gar nicht anders kann. Wurde so getrimmt dass ich über meine grenzen gehe.

Gruss René

Einhorn
24.01.2010, 09:41
Hallo René,

dann gehe jetzt den nächsten Schritt und beginne dieses zu ändern!!!
Es ist nie zu spät neue Wege zu probieren und zu gehen.

LG Heidi

Soltar
12.04.2010, 17:48
Hallo

Habt ihr zufällig auch den Newletter von der deutschen Rheuma-Liga abboniert?

Da gibt es ein PDF zum Thema Mobbing bei Rheuma - scheint offenbar gar nicht so selten zu sein, und passiert eben grad ges. geschwächten Menschen offenbar öfter.

Kann ja den hier nicht verlinken.

Gruss Soltar

bernd ruster
12.04.2010, 18:26
Hi Ronald,

Kannst Du mir das Thema Mobbing bei Rheuma mal zukommen lassen?

Bin selbst betroffen.

Danke!

Gruß Bernd

Soltar
13.04.2010, 00:24
Hi Bernd

..habe dir eine PN geschrieben..


Gruss Soltar

bernd ruster
13.04.2010, 19:33
Vielen Dank Soltar,

Wird mir sicherlich weiterhelfen.

Gruß Bernd

wessi
16.04.2010, 22:52
ja ich hab auch den Newsletter der Rheuma-Liga abbonniert. Thema Mobbing bei Rheuma hab ich nur so überflogen, hab mich in letzter Zeit zu viel mit dem Thema beschäftigt, auch weil ich betroffen bin.
Was ich aber sagen will, es wird angenommen dass es hauptsächlich schwächere Menschen trifft, dem ist nicht so. Zumindest meinen das Psycholgen einer Klinik für psychisch kranke, hab ich im TV gesehen, der Durchschnitt war da nicht der schwache Mensch, sondern aus allen Lebensschichten, und selbst der stärkste Charakter kann dadurch zu nichte gemacht werden, es ging dort überwiegend auch um berufliuches Mobbing.
Was am häufigsten ist, privates gibt es natürlich auch.

Soltar
17.04.2010, 17:48
Ich könnte hier Storys erzählen, von wegen Mobbing am Wohnort. Ich habe da schlimme Sachen erlebt - unglaubliche Ungerechtigkeiten. Man wehrt sich - und dann wird man noch dafür an den Pranger gestellt. Nur weil sie aus der Konstellation heraus merken, dass sie die Stärkeren sind - und sie fühlen sich im Recht - haben kein schlechtes Gewissen, aus Tätern werden dann Opfer und umgekehrt. Ich habe mich immer gewehrt...und die bekamen das zu spüren, was sie mir antaten. Aber das braucht sehr viel Energie, ist wahnsinnig anstrengend - grad wenn man sonst schon kaum mehr kann wegen der Krankheit.

wessi
19.04.2010, 19:01
Hei Soltar,

das willst du hier bestimmt nicht breit treten, aber mich würde es interessieren.

Soltar
19.04.2010, 21:23
Hallo Wessi

Ich dachte kürzlich, dass ich das alles mal aufschreibe - aber bin noch nicht so weit..

Gruss Soltar