Vollständige Version anzeigen : Schmerzfrei ohne Medizin; Ernährungsumstellung und Sport
Zunächst muss ich mal sagen, dass es ja ewig dauert bis man seinen Account verifiziert bekommt.
Kurz meine Krankengeschichte:
Alles fing mit 12 oder 13 Jahren an. Anfangs hatte ich einfach Schmerzen im Hüftbereich - musste sogar mal 6 Monate auf Krücken gehen - später hatte ich auch Schmerzen im Rücken. Die Diagnose dauerte 8 Jahre. Letztendlich hieß es, dass ich MB hätte. Ich habe dann u.a. mal Vioxx und später Diclofenac erhalten. Da das auf Dauer nicht gut ist, wurde dann eine Basistherapie vorgeschlagen. Nachdem ich mehrere Ärzte konsultiert hatte, wurde mir Salazopyrine verschrieben, weil es den Körper nicht auf zu lange Zeit beeinflusst. Jedoch wurde ich dann öfter krank, weil Salazopyrine das Immunsystem unterdrückt.
Nach etwa 1 Jahr habe ich das Mittel abgesetzt und langsam meine Ernährung geändert und mehr Sport getrieben. Meine Ernährung habe ich angefangen umzustellen, weil ich trotz aktiven Sport keinen großen Effekt (weniger bauchfett) gesehen habe. Ich bin kein Arzt und es hat mir auch kein Arzt dazu geraten - somit sollte mein Rat auch mit Vorsicht zu genießen sein.
Bei der Ernährung ging ich teilweise nach dem glykämischen Index und fing an weniger Kohlenhydrate und mehr Proteine zu essen (nicht a la Atkins, was ungesund ist).
Ich esse 4-6 Mahlzeiten am Tag (etwa alle 2-3h), damit der Stoffwechsel etwa auf dem gleichen Level bleibt.
Beim Sport mache ich Krafttraining sowie Ausdauertraining (hometrainer) - immer im Wechsel von Tag zu Tag.
Beim Krafttraining habe ich anfangs vor allem die Rückenmuskulatur gestärkt, danach habe ich auch mehr für die Bauchmuskulatur und andere Muskelgruppen getan.
Ich habe weniger, bzw. kein Kaffee mehr getrunken und trinke mehr Tee.
Meine Ernährung besteht aus viel Gemüse, Obst, sowie Haferflocken.
Ich ernähre mich fast ausschließlich von:
[- Butter (keine margarine)]
- Nüsse und Kerne (sonnenblumen...)
- Früchte (lieber roh als gekocht)
- Salat (ohne dressing; wenn dann ölhaltiges Dressing)
- Weiche Haferflocken (kein müsli)
- Rosinen
- getrocknete pflaumen
- Yoghurt (meist naturjoghurt)
- Fisch
- Milch (und sojamilch)
- Jodsalz
- Linsen
- Bohnen
- Suppe
- Tofu
- Hühnchenfleisch (unpaniert)
- Schweinefleisch (unpaniert)
- Geflügelfleisch (unpaniert)
- Käse
- Tee
Brot, Reis, Kartoffeln und Nudeln meide ich. Natürlich mache ich auch Ausnahmen und halte mich mittlerweile nicht mehr so stark an diese Liste.
Süssigkeiten esse ich auch eher selten. Ich trinke auch recht viel Mineralwasser über den Tag verteilt. Hinzu trinke ich auch öfter mal Frucht oder Gemüsesäfte.
Ich bin seit 8 Monaten schmerzfrei (hatte mal 2-3 Tage an denen mir etwas weh tat, da habe ich dann aber auch fast den ganzen Tag im Sitzen verbracht), schlafe besser und fühle mich besser.
Selbst wenn man nur 30 min. täglich Sport macht, denke ich reicht es auch. Es gibt auch Übungen für den Rücken die man zu Hause auf ner Fitnessmatte machen kann.
Die Mahlzeiten sollten natürlich etwas kleiner ausfallen, wenn man 4-6 mal etwas ißt.
Ernährungsbeispiel:
Frühstück: Haferflocken, getrocknete Pflaumen, Leinsamen, Rosinen, Milch (oder sojamilch), 300ml Wasser (1,2 Gläser), 1 Glas Karottensaft; manchmal noch einen Apfel oder eine Banane dazu
2. Mahlzeit: Mittelgroßer gemischter Salat (manchmal mit Hühnchenfleisch), Wasser, vielleicht noch ein Joghurt
3. Mahlzeit: Apfel, Banane, Weintrauben, Paprika, Nüsse, natürlich auch etwas zu trinken
4. Mahlzeit: Haferflocken, getrocknete Pflaumen, Rosinen, Leinsamen, Milch
5. Mahlzeit: Wok-Gemüse im Wok zubereitet
6. Mahlzeit: Käse und Weintrauben
Einige werden jetzt sagen, dass sie es nicht schaffen alle 2-3h etwas zu essen, aber manchmal reicht auch ein kleiner Snack (2 Proteinriegel bspw.).
Falls ihr wissen wollt welche genauen Übungen ich im Fitnesscenter und zu Hause mache, sagt bescheid - sind aber keine besonderen Übungen.
Ich habe meine Ernährung langsam umgestellt und nicht von einem Tag auf den anderen. Anfangs verliert man - durch Zunahme von weniger Kohlenhydrate und mehr Proteine - etwas Wasser (der Körper) und verliert dadurch auch etwas Gewicht.
Ich habe bei mir mal eine Körperfettmessung, Blutdruck etc. machen lassen - alles in bester Ordnung.
Uli Dörwald
05.06.2009, 14:07
Herzlich willkommen Stefan,
schön das du zu uns gefunden hast, obwohl du uns ja kaum noch brauchst.
Man hört immer wieder dass der MB-Verlauf besonders schlimm sein soll wenn es einen so jung trifft. Was die Schmerzen anbelangt kannst du das wahrscheinlich auch bestätigen. Wie alt bist du und was hat der MB bislang anrichten können, was Zerstörung von Knochen, Versteifung und Verknöcherung anbetrifft?
Wie hast du dich bei akuten Schmerzen verhalten?
Bin 25.
Naja, also was versteifungen angeht bin ich der meinung, dass ich keine habe - auch wenn ein arzt bisher etwas anderes meinte.
Neulich meinte ein Physiotherapeut, dass ich den rücken etwas mehr rund machen können sollte (beim nach vorn beugen) - habe seit der ernährungsumstellung immer recht grade (vielleicht etwas zu weit nach hinten gelehnt?) gesessen - mich also nicht angelehnt.
Aber wie gesagt, habe keine Probleme mit den Knochen, Versteifung oder ähnliches.
BTW, dehnen nach dem Sport ist ganz wichtig.
Früher waren die Schmerzen aber doch manchmal schon schlimm, vor allem im Rücken - so dass ich beim Atmen Probleme hatte.
Naja, bei akuten Schmerzen habe ich diclo genommen.
Grinzold
05.06.2009, 19:09
Hallo Stefan,
freue mich für dich das Du Deinen Bechti so gut in den Griff bekommen hast. Wobei das mit der Ernährungsumstellung glaube ich, nicht bei jedem so gut anschlägt wie bei dir.
Mein Krankheitsverlauf war anfangs ähnlich wie bei Dir. Früh starke schmerzen in den ISG dann kamen nachts starke schmerzen in der WS dazu. Bei mir wurde mit Anfang 20 dann der MB diagnostiziert.
Dann habe ich angefangen (regelmässig) Sport zu machen - Fitness, Schwimmen, Laufen und mit dem Rauchen aufgehört. Zu guter letzt bin ich für gut ein Jahr zum Vegetarier geworden (also kein Schweinefleisch mehr).
Nur eine Besserung war bei mir leider nicht zu merken. Allerdings habe ich auch nicht so konsequent wie du einen Ernährungsplan verfolgt. Nach diesem Jahr Vegetarier habe ich mein altes Motto wieder aufgenommen "Fleisch ist mein Gemüse" :-)) und es geht mir genauso gut/schlecht wie zuvor.
Jetzt bin ich 33, nehme meine medikament, mache sport und die aktivität des Bechti lässt so langsam nach - nachdem meine WS fast ganz eingesteift ist.
Wünsche Dir von Herzen das es bei dir weiter so gut läuft !
Gruß
Alex
Hallo zusmmen,
hier meldet sich noch ein neuer Bechti.
Nachdem ich nun schon seit einigen Tagen das Forum durchforste, darf ich nun seit heute aktiv daran teilnehmen.
Gerade zu dem Thema Ernährung möchte ich Euch mitteilen,dass ich über die Jahre (25 MB) auch alles mögliche versucht habe.
Die NSD habe ich aber erst hier im Forum vor ca. 2 Wochen gefunden und natürlich sofort zum Leidwesen meiner Frau begonnen.
Innerhalb von nur wenigen Tagen konnte ich zum ersten Mal seit Jahren die Dichlo weg lassen. Von daher habe ich eine Frage an moar, wenner morgnes Haferflocken ißt, paßt dies nicht in diese Diät.
Ansonten möchte ich mich bei allen Teilnehmern im Vorum für die Infos recht herzlich bedanken, ich habe in den letzten Wochen viel erfahren.
Wünsche ein schönes und schmerzfreies Wochenende.
Rollo
Christine
05.06.2009, 20:18
Hallo Moar,
Hallo Rollo,
auch von mir noch ein herzliches Willkommen.
ja dann sag ich auch mal moin!
Ich denke mal Sport ist immer gut und sollte jeder so wie er kann auch ausüben. Kraftsport habe ich in den letzten 2-3 Jahren auch gemacht allerdings nich immer ganz regelmäßig.
Ich würde sehr gerne laufen gehen allerdings waren da die letzten Versuche eher eine Qual aber ich werde es trotzdem irgendwann mal wieder probieren.
Dass die richtige Ernährung einen großen Einfluss auf die Symtome hat, denke ich auch.
Low-Carb scheint da, soweit man von Erfahrungsberichten ausgeht, das beste Mittel zu sein. Wobei Low-Carb ja nicht gleich Low-Carb ist. Aber da hat ja jeder so seine eigenen Vorstellungen.
Was bedeutet die Abkürzung NSD?
Hallo Jonar,
das NSD steht für no starch diet!!
Habe ich ebenfalls hier aus den Foren herausgefunden.
Mit der Meinung, dass da jeder seine eigene Diät hat, liegst Du sicherlich richtig. Ich suche gerade einen Thread, in dem ein Buch zu dieser oder einer ähnlichen Diät genannt wird.
Auf jeden Fall kann dies jeder relativ einfach für sich ausprobieren.
Das ganze Thema mit dieser Philosophie und diesen Klebsiella Bakterien ist ja auch hier im Forum ausgiebig behandelt.
Für mich klingt das irgendwie logisch.
Und bevor ich wie beim Marshall Protokoll jede Menge Antibiotik über einen langen Zeitraum einnehme, verzichte ich eben über eine längere Zeit auf die viel geliebten Kohlehydrate.
Morgen will ich mir ein stärkefreis Brot backen. Das wird was geben.
Gruß
Rolf
Und ist das Wetter noch so trübe,..........
ah, Stärkefrei...okay. Die englische Abkürzung war mir bisher nicht geläufig.
Hallo Rolf,
wie hat es geklappt mit dem stärkefreien Brot?Und aus was backt man das?
Smody
Hallo Smody,
hat gestern zeitlich nicht hingehauen, mit dem Brot backen.
Rezepte findet man beim Googeln, "Erfahrung mit stärkefreier Ernährung".
Hier findet man viele Erfahrungsberichte mit ähnlicher Ernährung und auch Rezepte.
Ich möchte auch hier nochmals betonen, dass ich nicht beschwerdefrei bin.
Aber es fühlt sich so an, wie wenn man seine Dichlo reinwirft und trotzdem zwickt und zwackt es mal hier mal da.
Ich mache auch einigermaßen regelmäßig Sport und gehe so 2x in der Woche ins Studio. Hier mache ich meine Übungen, welche ich mit den Therapeuten von der Rheumaklinik in Bad Aibling abgestimmt habe.
Was mir bei der ganzen Suche durch das Forum die letzten Tage durch den Kopf ging: Könnte es sein, dass bei der Antibiotika-Therapie, welche beim Marshall Protokoll mindestens für eine Jahr oder länger durchgeführt wird, auch nichts anderes geschieht, als dass nicht oder nicht nur diese zellwandlosen Tierchen in den weisen Blutkörperchen abgetötet werden, sondern auch diese Klebsellien?????
Vielleich hat jemand hierzu eine Meinung??
Wünsche ein schönes und schmerzfreies Wochenende.
Rolf
immer am Ball.
Uli Dörwald
06.06.2009, 20:34
Hallo Rollo,
genau das vermute ich auch. Die Gelehrten sind sich ja nicht einig ob die Menschheit 8 % aller Bakterien kennt, oder nur 2%, einige behaupten sogar nur 0,2%. Nach dem Neusten MB-Journal sollen die Klebsiellen, oder waren es die Yersinnien nicht für den MB zuständig sein. Vielleicht aber Cjamydien oder etwas unbekanntes, oder unentdeckte Borrelien?
Die Frage ist letztlich welche Nebenwirkungen und Kollateralschäden einen am meisten ängstigen, aber bevor man mit TNF-Alpha oder Antibiotika anfängt sollte man es doch erst über Ernährungsumstellung, KG und Sport versuchen. Bei manchen genügt das bereits.
Hall Uli,
vielen Dank für Deinen Beitrag.
Aber wenn es nicht die Klebsiellen sind, die sich von Stärke erhähren, warum reagiere ich dann auf den Kohlehydratentzug??
Also von daher war für mich diese Theorie nachvollziehbar.
Nachdem mich der Bechti die letzten Jahre immer stärker geplagt hat, bin ich froh, nun eine Möglichkeit zu haben, die anscheinend hilft.
Das Gedöhns mit der Achardionsäure habe ich alles ohne Erfolg hinter mir.
Und auch von der chemischen Seite fehlt mir nur noch das MTX, aber darüber hatte ich schon ein Infobroschüre und beim nächsten Schub wäre es so weit gewesen.
Trotzdem denke ich über eine unterstützende Therapei mit Antibiotika (Rocephin) nach, so wie das Emtec in einem anderen Thread geschrieben hat.
Danach müsste die NSD ja noch besser wirken.
Das werde ich mit meinem Doc demnächst bereden.
Nach meinen Erfahrungen (56 Jahre alt und 25 Jahre MB) verläuft der Bechti bei jedem andest. Daher muß sicherlich jeder für sich entscheiden, was er macht. Aber diese totale Ignoranz der Medizinier gegenüber diesen neueren Therapien ist schon frustrierend. Also es gilt leider auch hier, hilf dir selbst, dann hilft dir Gott.
Auf jeden Fall habe ich in meiner Begeisterung heute mein erstes Brot ohne Hefe und Mehl gebacken. Wie es schmeckt melde ich morgen, es muss erst auskühlen.
Wünsche einen schönen Abend, viele Grüße aus Baden.
Rolf
Hi Rolfo,
schön das dir die No Starch Diet (Keine Stärke Diät) so hilft.
Da hat sich die Recherche im Netz ja schon richtig gelohnt :)
Im englischsprachigen Raum findet man da sowieso viel mehr. Und ich habe auch das Gefühl das die uns dort schon min. 20 Jahre voraus sind.
Lustig ist ja auch, das es die NSD-Klebsellien-Theorie schon seit 20 Jahren gibt. Dr.Erbringer in London macht das schon seit 20 Jahren !!!!!!!
Und jetzt taucht es hier auf.... !?!!?!
Ich hab auch schon ein wenig recherchiert (<-- geiles Wort :D sch sch sch )
wie eine generlle Behandlung gegen Klebsellien aussieht.
Den meistens bekommen das die Leute als Infektion in Krankenhäuser.
Lungenentzündungen sind auch oft Klebsellien-indiziert.
Da war viel von Tanalbit und so n Zeugs die Rede, aber fragt mich nicht was das is.
Und irgend so ein komisches australisches Baumöl. Auch von Ceftriaxone (Rocephin) war die Rede. Aber ich werd mich für dich im englischsprachigen Web mal umsehen.
Ansonsten öhm gruß an alle ;)
Gruß auch an alle hungernden Klebsellien !!! Jetzt gehts euch an den Kragen :D
Hallo emtec,
schön dass Du Dich gemeldet hast und noch aktiv an dem Thema dran bist.
Hallo emtec,
schön dass Du Dich gemeldet hast und noch aktiv an dem Thema dran bist.
Also wo ich die vedammten Viecher her habe, interessiert mich recht wendig.
Viel interessanter ist es zu erfahren, wie man die Dinger für immer los wird.
Kennen tue ich aber nur das Rocephin, wenn es sich hier um ein Antibiotika handelt?
Wenn Du da noch einiges in Erfahrung bringen kannst, wäre das super.
Habe nächste Woche einen Termin bei meinem Doc und werde diesen auf diese Bakterien und einen evtl. Test ansprechen.
Vorher lasse ich die Entzündungswerte feststellen, diese müssten so weit untern sein wie schon lange, lange nicht mehr.
Ach ja, das stärkefreie Brot wurde besser wie ich erwartet habe.
Aber mit meinem sonstigen Bauernbrot aus Mehl und Hefe kann man das nicht vergleichen.
Viele Grüße
Rolf
ich habe aktuell zwei Buecher vor meiner Nase:
Wolfgang Lutz: "Leben ohne Brot"
Nicolai Worm: "Syndrom X oder Ein Mammut auf den Teller!"
Dr. L. ernaehrt sich selbst seit Jahrzehnten kohlenhydrat-arm.
Die Ernaehrung hat sich sehr bei Morbus Chron bewaehrt.
Ich denke schon, dass solch eine Diaet positiv fuer MB ist.
Bin selbst am experimentieren, ist aber noch zu frueh fuer
eine Aussage.
EinesTages
19.09.2011, 23:10
Hallo Zusammen,
Hey Rollo und wie gehts dir jetzt, hast du dich mit antibiotika behandelt?
und Emtec es wäre mal auch toll von dir über dein antibioatika-therapie was zu lesen..
lg
Hallo "Eines Tages",
hatte diesen Thread ganz aus den Augen verlogen und heute nur durch Zufall wieder entdeckt.
Zu Deiner Frage: Die Ernährung nach NSD habe ich damals nach ca. 5 Wochen abgebrochen, da die Schmerzen wieder kamen.
Warum konnte ich nicht nachvollziehen, ein Arzt meinte Placebo-Effekt??
Und für eine Antibiose habe ich auch keinen Doc gefunden.
Dann habe ich die Sache mit dem Omega-3 gelesen und vor knapp zwei Jahren begonnen.
Über die Wirkung habe ich in den Theads "Omega 3 zum xten" und "Lebetran" berichtet und habe dadurch eine deutliche Besserung.
Seit geraumer Zeit versuche ich, noch mehr Ausdauersport zu machen, bzw. habe wieder mit Lauftraining bekonnen.
Leider ist mir letzte Woche im Urlaub der Muskel "zugegangen" und ich bin noch nicht sicher, ob es eine Zerrung ist.
Unabhängig davon schlucke ich lieber täglich mein Fischöl/Lebertran, mache Sport und habe seitdem keine großen Schübe mehr.
Aktuell benötige ich noch ca. 25mg Dichlo am Tag und hoffe, irgenwann auch auf diese verzichten zu können.
Wünsche Dir alles Gute
Rolf
Uli Dörwald
10.10.2011, 00:02
Hallo Rollo,
schön dass du dich noch mal gemeldet hast und noch schöner dass dir Lebertran/Fischöl so gut hilft. Mir geht es ja ähnlich. Nimmst du auch Vitamin E?
Was für Schmerzen hast du genau?
Bei mir ist es ja 'nur' ISG-Entzündung, also diese stechenden Stiletto-Schmerzen. Wenn ich Lebertran erhöhe und zusätzlich die KG, speziell die Beckenkipphebungen, dann bekomme ich es auch ohne Diclos in den Griff. Mittlerweile seit ca. 7 Jahren und aktuell seit letzter Woche ;-)
bensemer
10.10.2011, 11:20
Hallo bin 29jahre und mache auch schon 3 jahre mit ständigen rücken problemen rum.morgensteifigkeit,kann manchmal kaum laufen,drehen geht manchmal auch nicht augenbrennen,schmerzen im kreuzdarmbeingelenk rechts mal links bis ins bein hüftschmerzen.bluttest hlab 27 positiv.meine mutter hat morbus bechterew was meint ihr hab ich es auch???war schon bei drei orthopäden der eine sagt das kommt von der schiefen wirbelsäule der andere sagt kreuzdarmbein blockade und bei dem orthopäde wo ich am längsten bin hat die vermutung das es sich wahrscheinlich um MB handelt.auf den röntgenbildern war bis jetzt noch nix zu sehen.vielleicht habt ihr lust was dazu zu sagen wäre super
Hallo bensemer!
Erstmal herzlich Willkommen bei uns!
Vielleicht eröffnest Du einen eigenen Thread, damit Deine Fragen nicht untergehen. Jedenfalls solltest Du das unbedingt abklären lassen! Bei sehr vielen hier sieht man am Röntgen noch nichts, oft auch nach vielen jahren. Daher solltest Du versuchen, ein MRT der ISG mit Kontrastmittel machen zu lassen (wenn der Orthopäde sich querstellt, such Dir einen internistischen Rheumatologen). Der Verdacht MB ist mehr als gerechtfertigt, wenn Deine Mutter es hat und Du HLA-B27 positiv bist und die entsprechenden beschwerden mitbringst, da sollte die Überweisung eigentlich kein Problem sein!
LG,
quitter
Hallo Bensemer,
herzlich Willkommen! Geh am besten wirklich zu einem internistischen Rheumatologen. Ich hab gesehen, Du kommst aus Hessen. Wenn Dein Name was mit Deiner Stadt hessisch ausgesprochen zu tun hat, dann gibts da einen guten Rheumatologen, bei dem ich auch bin. ;)
Liebe Grüße
Seisa
Hallo bensemer,
herzlich willkommen bei den Bechtis.
Also die Beschreibung Deiner Beschwerden und der nachgewiesene MB Deiner Mutter sprechen leider sehr stark dafür.
Übrigens war die Konstellation (Mutter MB ) bei mir genau so, nur hat es erst mit etwa 33 Jahren angefangen.
Tipp: Sport (intensive, schwitzende Aktivitäten) soweit es die Schmerzen zulassen und Omega 3 !!!
Damit könntest Du Dir einen langen Leidensweg ersparen.
Von den Rheumatologen wirst du in dieser Hinsicht nicht viel erfahren, wesentlich mehr kannst Du hier aus diesem Forum herausholen.
Wünsche Dir trotzdem viel Glück.
Übrigens, wenn die Annahme mit dem hessischen stimmt, ich bin in der Nachbarschft Nordbaden zu hause.
Hallo Uli,
also die Ergänzung mit Vitamin E / C und Selen habe ich vor ca. 2 Wochen wieder aufgenommen, mit Beginn des Urlaubs.
Auch die sportlichen Aktivitäten habe ich zunächst steigern können, aber letzte Woche ist mir beim Laufen in der Wade der Muskel "zugegangen".
Keine Ahnung ob das ein starker Krampf war, oder eine Zerrung??
Krampf kenne ich von früher so gut wie gar nicht und für Zerrugen war ich auch nicht anfällig. Test diese Woche wieder bei einem Versuch auf dem Sportplatzrasen (der dämpft optimal und ich war schon bei 10 Runden mit Steigerungsläufen).
Meine Schmerzbereiche wechseln. Mein Hauptproblem ist die HWS, ohne dass diese die meisten Schmerzen macht. Von den Schmerzen ist es eher die BWS, LWS und die ISG Fugen. Auch ein gewisser Weichteilreheumatismus ist bei mir mit dabei. Selten irgend welche andere Gelenke wie z.B. Finger.
Aber die HWS ist schon sehr stark versteift und ich kann den Kopf nur stark eingeschränkt seitlich drehen. Mein Rücken ist nur leicht gebeugt, nur den Sternenhimmel kann ich nicht mehr so einfach betrachten.
Bei mir war der Verlauf eh etwas untiypisch. Morgensteifigkeit kenne ich kaum, in manchen Zeiten war es eher so, dass die Schmerzen und Einschränkungen abends zugenommen haben und nach dem Ausschlafen war es deutlich besser. Das könnte mit meiner Medikamenteneinnhame zusammen hängen. Früher nahm ich mittags und vor dem zu Bett gehen 50mg Dichlo. Auch heute nehme ich meine 25 mg erst vor dem zu Bett gehen.
Dann schlafe ich recht gut und stehe morgens frisch und munter auf.
Wenn z. Zt. alles normal ist, dann bekomme ich gegen Abend, wenn überhaupt, nur leichte Beschwerden, die ich dann "wegschlafe".
Mit diesem Zustand könnte ich alt werden, sofern das Dichlo nicht doch noch irgendwelche Nebenwirkungen einstellt.
Desto trotz hoffe ich auf eine weitere Verbesserung, wenn ich meinen Ausdauersport noch verbessern kann.
Wünsche eine schöne Woche.
LG
Rolf
Hallo Bensemer,
auch von mir herzlich Willkommen in unserer großen Familie :) :knuddel: :)
Auch ich bin der Meinung, dass bei dir alles für MB spricht - und dass du dringend ein MRT der ISG (mit Kontrastmittel) machen lassen solltest und einen internistischen Rheumatologen suchen - Seisas Tipp ist da sicher nicht schlecht!
Liebe Grüße in meine alte Heimat :knuddel:
Lydia
Uli Dörwald
11.10.2011, 15:10
Willkommen bensemer, hallo Rolf,
Krampf und/oder Zerrung kann von Magnesiummangel (oder der Körper hat genug, kann es aber nicht verstoffwechseln, warum auch immer) kommen. Aber auch zu kalt zu viel gemacht kann der Grund sein. Auch Stilfehler sind denkbar. Bin da ein alter 'Verletzungshase'.
Ein erfolgreicher Hochleistungssportler wurde mal nach seiner Karriere gefragt ob er irgendwas ändern würde. Ja, hat er gesagt, einmal die Woche Kräftigung- und Koordinationstraining. Da stimme ich ihm voll zu und ergänze: Für MBler noch wichtiger als für Hochleistungssportler:)
Augenprobleme habe ich auch zunehmend, aber nur bei Zug und zuviel Zucker. Wenn ich keinen Zucker esse kann ich die 1400 Km schmerzfrei in den Urlaub fahren, sonst leide ich wie Hund.
Hallo Uli,
was es tatsächlich ist, werde ich am Freitag oder Samstag herausfinden und einen Testlauf machen.
Wie schon geschrieben, war ich früher in dieser Richtung nicht anfällig, aber das ist nun schon 16 Jahre her; eine verdammt lange Zeit!!
Aufwärmen, Streching vor und nach der Sporteinheit sowie Koordinationsübungen sind mir als ausgebildetem Übungsleiter (Fußall A-Schein) bekannt und im Programm fest eingebaut.
Aber von dieser Zeit stammt auch der Ehrgeiz, der jetzt, nachdem ich wieder rennen kann, aufflammt. Schließlich träume ich davon, vielleicht bis nächstes Jahr soweit zu sein, mit den alten Kameraden auf dem Sportplatz wieder hinter/mit dem Ball her zu laufen, oder mit meinen Söhnen einen Waldlauf zu machen?
Die Hoffnung stirbt wirklich zu letzt.
Augenprobleme kenne ich Gott sei Dank nicht.
Autofahren konnte früher auch ein Problem sein. Ischiasschmerzen, ISG oder LWS konnten eine Fahrt nach Österreich zum Problem machen.
Ebenso führte das Heben und Tragen von Koffern am nächsten Tag zwangsläufig zu Problemen im Rücken.
All dies ist heute trotz einer viel geringeren Menge Dichlo wesentlich besser.
Gruß
Rolf
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