Vollständige Version anzeigen : Heuschnupfen und MB
Hallo!
Habe mich heute mal wieder durchgerungen, obwohl Ostersonntag, mich eingehender mit meiner Krankheit zu beschäftigen.
Im Winter habe ich von meiner Rheumatologin Voltaren Resinat verschrieben bekommen, weil ich immer mal wieder heftige Rückenschmerzen hatte und nur mit Wärmedecke einschlafen konnte und morgens auch extrem mit Steifigkeit zu tun hatte.
In der Packungsbeilage mußte ich nun lesen, daß Patienten mit Heuschnupfen (ich bin seit 10 Jahren auf Birke, Hasel und Erle allergisch) häufiger auf Schmerz- bzw. Rheumamittel mit Asthmaanfällen, Nesselsucht, Haut- und Schleimhautschwellung reagieren. Nun hatte ich auch schon asthmatischen Husten vor ein paar Jahren, und habe aufgrund der Warnhinweise auf eine Schmerztablette dieser Art verzichtet, bin ohne Medikamente durch den Winter gekommen. Überhaupt habe ich seit der Diagnose von MB im Nov.2002 noch kein einziges Medikament dagegen genommen. Da ich erst 25 bin, ist meine Ärztin der Meinung, ich solle noch kein Basismedikament über längere Zeit bekommen.
Desweiteren habe ich öfter Blähungen und überhaupt Beschwerden im Magen-Darm Bereich und befürchte, daß ich auch da ziemlich empfindlich auf Schmerzmittel reagieren werde.
Um aber längerfristig zu wissen, was ich im Notfall einnehmen kann, wollte ich fragen, ob jemand von Euch darüber Bescheid weiß.
:gruebel:
Meine Ärztin untersucht zwar immer meinen Rücken,und sagt, daß ich noch gut beweglich bin und schickt mich wieder raus. In welchem Stadium ich bin oder wie weit die Krankheit nach fast 2 Jahren fortgeschritten ist, was ich sonst noch beachten muß, sagt mir keiner.
Der letzte Bluttest wurde letztes Jahr im Juli gemacht. Überhaupt stehe ich mit allem allein da, muß mir alles selbst anlesen, was ich häufig nicht kann, weil ich so'n Sensibelchen bin, wie ich in meinem ersten und zweiten Bericht schon schrieb.
Es wäre schön, bald von Euch zu hören.
Noch eine glückliche & friedliche Osterzeit wünscht Euch
KaTea
:) Hallo, KaTe und frohe Ostern.
Mein Vorschlag: Laß Dich zunächst ambulant in einer
Rheumaklinik untersuchen. Nach meiner Erfahrung dauert
die Untersuchung ca. einen ganzen Tag.
Ablauf: ( Anemese, Untersuchung, Blutbild, Röntgen,
Messung der Knochendichte, Abschlussbesprechung,
vorläufiger Kurzbericht ). Später erhälst Du dann einen
ausführlichen Befund. Später folgt dann wahrscheinlich
ein 14tägiger Klinikaufenthalt zwecks: intensiver physikalischer
Therapiemassnahmen und medikamentöser Einstellung.
Du weist dann wenigsten wo Du dran bist.
Gruß Wolfgang
Mein Gott, das hört sich ja fürchterlich an. Du must dringend zu einem Rheumatologen. Die Meinung deiner Ärztin mit einem Basismedikament zu warten ist vollkommen falsch. Den Fehler habe ich nämlich gemacht und das Resultat ist das ich jetzt teilweise im Rollstuhl sitze und demnächst in "betreutes Wohnen" ziehen werde.
Ich bin gerade 32 geworden und mit 24 Jahren fing die Sache erst bei mir an.
Ich rate dir nur das du dir dringenst einen Termin besorgen must. Sind die Entzündungen erstmal richtig da, ist es sehr schwer das ganze zu stoppen
Hallo Melly, Hallo Wolfgang!
Ersteinmal Danke für Eure Antworten!
Aber ihr macht mir ganz schön Angst.
Bei einer Rheumatologin bin ich doch schon! Sie meinte doch, daß es besser wäre, erst dann ein Medikament anzusetzen, wenn meine Familienplanung schon abgeschlossen ist.
Vorher wollte sie da nichts machen. Ich versuche das durch viel Bewegung "auszugleichen" - irgendwie halt.
Und das mit dem Krankenhausaufenthalt hört sich für mich ganz schön schaurig an.
Ich bin doch Studentin in einem ziemlich schwierigem Studiengang (Fachübersetzen)und da kann ich nicht eben mal 14 Tage fehlen.
Aber eine Rheumatologin und/oder Orthopädin müßte mir doch eigentlich schon sagen können woran ich bin? Meine Orthopädin hat 2002 die Diagnose MB bei mir gestellt und mich daraufhin zu der Rheumatologin überwiesen, bei der ich ca. 2 bis 3 mal jährlich zur Untersuchung bin.
Dann scheint das bei Dir Melly wohl ein schwieriger Verlauf zu sein... denn das muß doch nicht immer so sein, ich hab doch auch schon von milderen Verläufen gehört.
KaTEA
Liebe KAtea,
nicht gleich in Abwehrhaltung gehen. Gerade Melly ist besonders gebeutelt und weiß leider am besten, was passieren kann. Sicher hast Du Recht...es muß nicht sein...vielleicht wird es bei Dir auch nicht so sein. Aber was ist wenn doch ? Bald sind doch Semesterferien. Da mußt Du dir die Zeit nehmen.
Zu dem Punkt Ärzte...auch wenn Du bei einer Rheumatologin bist, heißt es noch lange nicht, daß sie mit ihrer Behandlung Recht hat. Im KKH wirst Du über mehrere Tage intensiv begutachtet Und individuell eingestellt.
Ich war genau wie Du, keine Zeit wegen meiner 3 Kinder, und ein Arzt sagte mir ist alles halb so schlimm...nun sehe ich, was ich davon hatte, mir nicht mal die Zeit für mich zu nehmen.
Heute bekomme ich kaum noch Therapien bewilligt oder muß mich dusslig dran zahlen. Du bist noch so jung.
Hol dir eine 2 Meinung ein, schaden kann es nicht.
Liebe Grüße
Andrea
Hallo, KaTea,
Für die Untersuchung würdest du doch nur einen Tag benötigen.
Den Krankenhausaufenthalt kann man nach meiner eigenen
Erfahrung mit der Klinik absprechen.
Und keine Angst davor, es ist wirklich fast wie im Urlaub.
Bis auf 3-4 Anwendungen am Tag, die dir wirklich gut täten
( Unterwassergymnastik, Wärmebäder, Fango, Massagen,
Atemgymnsstik, Elektromassagen) hast du zwischen den
Anwendungen frei. Wahrscheinlich hast Du dort sogar mehr
Zeit und Ruhe um zu lernen als zu Hause.
Ich an Deiner Stelle würde es mir noch einmal überlegen.
:gruebel: Alles Gute
WE
schnegge
11.04.2004, 21:34
hallo Katea,
ich kann dir nur empfehlen dir einen anderen Arzt zu suchen. Achte darauf, dass es ein internistischer Rheumatologe ist.
Ich habe auch immer geglaubt, dass es sinnvoll ist, solange wie irgendmöglich ohne Medikamente auszukommen. Ich habe dann immer so lange mit meinen Arztbesuchen gewartet, bis gar nichts mehr ging. Die Rheumatologin die mich 1998 untersucht hat, war dann sogar noch so "nett" mir zu sagen, dass sie mir, solange nur die Wirbelsäule betroffen ist, nicht helfen kann. Sollte wiederkommen, wenn auch andere Gelenke betroffen sind. Das hat bis 03/2003 gedauert, dann habe ich gehofft, dass es von alleine weggeht und im September bin ich dann zum Orthopäden, der mich sofort zu einem anderen Rheumatologen geschickt hat. Seitdem habe ich mehrere Medis ausprobiert, bis ich zu Indomet kam. Der Rheumatologe hat mir dann auch erklärt, dass ich die Medis langfristig nehmen soll, damit die Entzündungen zurückgehen können. Es geht ja nicht nur um die Schmerzbekämpfung sondern auch darum, dass die Entzündungen weggehen. Ich habe am Karfreitag die Medis abgesetzt und hoffe, dass ich jetzt endlich wieder ohne klar kommen kann. (sieht ganz gut aus)
Dass du viel mit Bewegung machen kannst ist sicher richtig, aber wie willst du dich bewegen, wenn jede "Gräte" wehtut, und dass deine Familienplanung noch nicht abgeschlossen ist, ist sicher auch korrekt, aber möchtest du zur Zeit, so wie du dich fühlst ein Kind haben?Alles zu seiner Zeit, und was machst du , wenn du erst in 10 Jahren deine Kinder bekommen möchtest?
Wenn du jetzt Medis nimmst, dann heißt das doch nicht, dass du von nun an nur noch mit den Medis leben musst. Wenn es dir wieder gut geht, dann kannst du auch die Medis weglassen.
Wichtig finde ich, dass du zur Ruhe kommst und wieder Hoffnung auf ein normales Leben schöpfst, ist auch bei MB möglich. Und da kommst du erst hin, wenn dein Körper wieder zur Ruhe kommt. Du musst ja nicht sofort eine Basistherapie beginnen, fang erst mal mit einem Antirheumatikum an, dann sieht deine Welt vielleicht schon wieder ganz anders aus.
Lass dich nicht unterkriegen und gib die Hoffnung nicht auf, du kannst noch alles erreichen was du willst, nur mit den passenden Medis ist es etwas leichter für dich.
lieben Gruß
Margot
Hallo Katea,
hab bitte keine Angst. Es ist wichtig das du zur Ruhe kommst.
Es ist richtig das deine Entzündugen im Körper erst einmal reduziert
oder gar versucht werden muss sie ganz zur Ruhe zu bekommen.
Dies geht leider nur mit Medikamenten. Dein Kinderwunsch muss
deswegen nicht beendet werden. Du nimmst Medis und machst
deine Gymnastik und wenn du dann Schmerzfreie bist und den
Schub gestoppt hast, kannst du die Medis auch wieder absetzen
und deinen Kinderwunsch erfüllen.
Ich habe mal gelesen das 60% der Bechtis eine leichte Verlaufsform
haben und nur 5% eine schwere, lass deshalb nicht entmutigen
deinen Kampf gegen deinen Bechti zu führen.
Lieben Gruss
der Graf
Uwe
:gruebel: :gruebel:
Ich wollte dir wirklich keine Angst machen sondern dir nur klar machen das man mit Medikamenten nicht lange warten soll. Auch ich habe noch keine Kinder und habe mich sehr gut darüber informiert.
Es ist möglich dann die Basismedikamente abzusetzen und trotzdem schwanger zu werden.
Tut mir echt leid wenn ich dich erschreckt habe aber du solltest trotz allem mal in einen Klinik gehen. Damit auch mal geklärt wird wie weit dein Bechti ist. Auch sollte regelmässig Blut abgenommen werden. Ich gehe zum Beispiel alle 3 bis 4 Wochen. Oft war es so, das es mit gut ging aber die Werte schlecht waren und auch umgedreht. Mir ging es es schlecht und die Werte waren gut.
Turbo Biene
12.04.2004, 05:33
Ja....der Graf hat recht :schlau:
Ich bin auch seiner Meinung......komm zuerst zur Ruhe....und such Dir vielleicht eine zweite Meinung .
Lass Dein Kinder Wunsch, sicher nicht fallen!!!....lege in nur eine Weile auf die Seite.....es werden sicher wieder, bessere Zeiten geben :trost: :knuddel: und dann wirst Du mit Freude planen können :knuddel:
Ich denke an Dich und drücke Dir die Daumen, das du in richtigen Hände kommst die Dich helfen können :hoch:
Machs gut und hab kein Angst....Du wirst sicher auch DEIN Weg finden wo Dir gut tut und helfen wird :applaus:
Liebe :knuddel: Grüsse
Turbo biene ;)
Hallo KaTea,
ich schliesse mich meinen Vorgaenger an. Wenn ich Dich waere wuerde ich mich von einem zweiten Rheumatologen untersuchen lassen.
Lass Dich nicht erschrecken von einer weiteren Untersuchung und einem eventuellen Rheumaklinikaufenthalt.
Ich war drei mal in einer regionalen Klinik hier im Tessin unter der Behandlung meines ersten Rheumatologen.
Als ich dann in der Rheumaklinik war kam ich mir vor wie im Paradies: ich war nicht mehr ein Fall, sondern ein Mensch. Endlich bekam ich vernueftig viel Medikamente, Physio, Gymnastik, verschieden Anwenungen und ENDLICH ging es aufwaerts!
Zurueck zu Hause habe ich den Rheumatologen gewechselt und es war meine beste entscheidung, denn es war endlich Tag und nicht mehr nacht.
Ich finde Du solltest so viele Medikamente wie noetig bekommen. Das heisst die best moegliche Therapie bekommen, denn das Krankheitsrad laesst sich nicht zureuckdrehen, wenn einmal die Versteifungen da sind, sind sie nicht mehr rueckgaengig zu machen. Trotz allen Beschwerden begrabe nicht deinen Kinderwunsch. Wichtig ist jetzt, dass Du die richtige Therapie fuer DICH kriegst und dass Du im Einklang mit Dir selbst kommst, dann ist das Leben, egal welche Gebrechen man hat, wunderschoen.
Ciao,
Nelly
Hallo KaTea,
ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen, auch ich habe gute Erfahrungen mit eine Akut-Rheumaklinik gemacht (ich war in Bremen und habe mich dort 'sauwohl' :D gefühlt. Die waren alle sehr nett, die Anwendungen haben mir sehr gut getan, das Essen war auch super, ich hatte Zeit für mich - und, was das wichtigste war, erst die Ärzte dort haben es geschafft, meinen Megaschub zu stoppen! :applaus: :)
Zu den Entzündungshemmern fällt mir ein: es gibt doch jetzt auch die neuen, magenschonenden Vioxx und Celebrex, die, soviel ich weiß, so wenig mit Aspirin gemeinsam haben, dass sie auch bei Allergie genommen werden können; sprich doch deine Ärzte mal darauf an!
Im übrigen können die Nebenwirkungen auftreten, müssen aber nicht!!!!!:schlau:. Aspirin wäre mit Sicherheit nicht so weit verbreitet, wenn kein Allergiker es nehmen dürfte!!!! Die meisten schniefen bei jedem Pollenkorn und nehmen dabei munter weiter Aspirin, Voltaren und Co!
Und der Sinn der Entzündungshemmer ist doch, wie der Name schon sagt, die Entzündung zurückzudrängen und damit eine mögliche Versteifung zu verlangsamen!!!!!! Deswegen solltest du, solange du Schmerzen hast, die mit allen Mitteln bekämpfen - und wenn die Schmerzen dann mal Ruhe geben (das kann ja durchaus für ein paar Jahre der Fall sein!), kannst du dich in Ruhe der Familienplanung widmen ;)
Liebe Grüße :knuddel:
Lydia
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