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Vollständige Version anzeigen : Versorgung von Rheumapatienten unzureichend...


Soltar
29.09.2008, 12:37
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Oder falls es weggext wird, nach:

"Versorgung von Rheumapatienten unzureichend"


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Gruss Soltar

Soltar
29.09.2008, 18:42
25. September 2008
Etwa 1,5 Millionen Erwachsene und 15.000 Kinder in Deutschland leiden an entzündlichem Rheuma. Obwohl in der Behandlung in den letzten Jahren große Fortschritte gemacht wurden, sind diese längst nicht allen zugänglich. Der Bedarf an Rheumatologen in der Bundesrepublik ist weniger als zur Hälfte gedeckt.http://gesundheitsnews.imedo.de/wp-content/uploads/2008/09/rheuma-300x219.jpg
Berlin - Rheumatische Krankheiten gehören zu den großen Volkskrankheiten. Etwa 15 Prozent aller erwachsenen Deutschen leidet an einer behandlungsbedürftigen chronischen Erkrankung des Bewegungsapparates. Rheumatische Erkrankungen sind der häufigste Anlass für Rehabilitationsmaßnahmen, sie verursachen etwa 40 Prozent aller Arbeitsunfähigkeitstage und rund ein Viertel aller vorzeitigen Berentungen. Auf circa 40 Millionen Euro belaufen sich die volkswirtschaftlichen Kosten durch Rheuma.
Obwohl offensichtlich Bedarf besteht, gibt es in Deutschland bei weitem nicht genügend Rheumatologen. Dies ist insofern besonders tragisch, als dass die wissenschaftliche Forschung in den vergangenen 18 Jahren wesentlich vorangekommen ist. Doch durch den akuten Fachärztemangel haben viele Patienten erst viel zu spät Zugang zu medizinischer Betreuung.
Rheuma in Zahlen

Von den 1,5 Millionen Rheuma-Betroffenen leiden die meisten, rund 440.000 an Rheumatoider Arthritis. Der Morbus Bechterew liegt mit 100.000 Betroffenen weniger an zweiter, mit ihm verwandte Krankheitsbilder mit rund 272.000 Patienten an dritter Stelle. Unter dem sogenannten “Kinderrheuma”, der juvenilen idiopathischen Arthritis, leiden etwa 15.000 Kinder in Deutschland.
Der von der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh) ermittelte deutschlandweite Bedarf an Fachärzten liegt bei 1350, vorhanden sind aktuell 579 internistische Rheumatologen. Im Bereich der Kinderrheumatologen liegt der Bedarf bei 125 Ärzten, aktuell tätig sind 69.
(Quelle: Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie)

norgk
29.09.2008, 19:50
Versorgungsmängel bei der Behandlung von Rheumapatienten
BGV macht auf Defizite aufmerksam

Bonn 28.04.05 „Nur die Hälfte der 800.000 Arthritispatienten in Deutschland stellen sich je einem Rheumatologen vor. Nehmen Praxen noch Patienten an, dann sind Wartezeiten von mindestens drei Monaten die Regel“, so Erhard Hackler, Geschäfts-führender Vorstand des Bundesverbandes für Gesundheitsinformation und Verbraucherschutz (BGV). Bis zur Erstvorstellung bei einem Rheumatologen vergehen somit ab Krankheitsbeginn durchschnittlich 1,6 Jahre. Neben dem Fachärztemangel leiden Arthritispatienten zudem unter Kürzungen der Rehabilitationsmaßnahmen sowie der akut-klinischen Versorgung.
Quelle:Bundesverband für Gesundheitsinformation und Verbraucherschutz (BGV)

hallo Soltar,

wie du siehst ist das problem kein neues, was mich aber gerad überrascht hat, das sich die anzahl der erkrankungen an Arthritis in 3,5 jahren von 800.000 auf 440.000 zurück gegangen sein soll.
aber vielleicht hat sich keiner die mühe des zählens gemacht und einfach mal ne schätzung versucht, ist halt nicht jeder ein Mr. Spock.

gruß norgk

SMODY
30.09.2008, 11:09
Ja,die Versorgung ist unzureichend und die Angabe 1,6 Jahre bis zur Vorstellung beim Rheumatologen doch eher ein frommer Wunsch als die Realität wenn man den Berichten im Forum und eigenen Erfahrungen glauben darf.Ich komme gerade vom Doc und hab erfahren,das er seine Praxis wohl aufgeben muss,weil ab Januar ein Gesetz in Kraft tritt,das eine Altersgrenze von 68 Jahren beinhaltet.Anscheinend sind wir Patienten so blöd,das wir nicht beurteilen können welcher Arzt gut für uns ist.Also eine weitere geschlossene Praxis und im ländlichen Raum muss man dann demnächst 200 Kilometer fahren um zum Arzt zu gelangen.
Wann gibt es eigendlich endlich eine Altersgrenze für Politiker?
Smody

Soltar
30.09.2008, 16:25
Hallo

Ich habe ja bei Google so einen "Alert" geschaltet mit dem Begriff "Bechterew". Von da habe ich jeweils diese "News", die ich dann hier weitergebe - wie diesen.

Also mich wundert das auch, wo man doch - hier in der Schweiz - gelesen hat, dass Aerzte wirtschaftlich kaum mehr überleben können, ohne denn irgendeine Zusatzausbildung in Akkupunktur, Homöopathie, bzw. Spezialisierung...Werbung, was weiss ich, zu haben/ machen. Es scheint eben die "Beliebten" zu geben, die überrannt werden, und andere kämpfen um Patienten. Und ja - es hat eher zu viel müsste man daraus schliessen, wie auch bei den Zahnärzten. Aber der Text oben spricht eine andere Sprache...

Gruss Soltar

SMODY
30.09.2008, 16:35
Also wenn man so wie ich eher auf dem platten Land wohnt,ist die Versorgung doch eher mager.Abgesehen davon ,nicht jeder "kann " mit dem selben Arzt.Manchmal ist auch der Arzt o.k. und die Arzthelferinnen führen sich auch wie eine Domina-sorry an alle bei denen das nicht so ist.Und mit Sicherheit ist es einfacher eine Privataudienz beim Papst zu bekommen als einen Termin beim Augenarzt oder sonstigem Spezialisten.Nur mit Zahnärzten sind wir wohl überversorgt.
Smody