PDA

Vollständige Version anzeigen : "Rheuma erhöht Fehltage um das fünffache..."


Soltar
16.09.2008, 00:24
Ärzte Zeitung, 12.09.2008
http://www.aerztezeitung.de/img/tr.gif

http://www.aerztezeitung.de/img/tr.gif http://www.aerztezeitung.de/img/tr.gif http://www.aerztezeitung.de/img/tr.gif
Rheuma erhöht Fehltage bei der Arbeit um das Fünffache

Hohe indirekte volkswirtschaftliche Kosten

BERLIN (hub). Die Rheumatoide Arthritis (RA) beeinträchtigt die Patienten bereits im ersten Jahr auch sozial stark: Die Arbeitsunfähigkeit nimmt um das Fünffache zu.

Foto: Kary, m.frdl. Genehmigung v. Dr. R. Alten

Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh). Ausgewertet wurden Daten der vergangenen zehn Jahre von Patienten mit entzündlichem Rheuma, etwa RA, Morbus Bechterew, Psoriasis-Arthritis oder auch systemischem Lupus erythematodes.
Bei RA waren im ersten Jahr nach der Diagnose Männer im Mittel elf Tage und Frauen acht Tage arbeitsunfähig (Z Rheumatol 67, 2008, 157). Im Vergleich mit allen Krankenversicherten hatten RA-Patienten damit fünfmal so viele Fehltage. Noch erwerbstätige RA-Patienten mit längerer Krankheitsdauer - 70 Prozent hatten mindestens fünf Jahre die Erkrankung - hatten Arbeitsunfähigkeitsereignisse von mehr als acht Wochen.
Zwischen den drei bedeutendsten entzündlich-rheumatischen Erkrankungen gab es nur geringe Unterschiede: Ob RA, M. Bechterew, Psoriasis-Arthritis - die Krankheitsdauer war ähnlich lang. Rheuma führt dabei auch in die Frühverrentung: Die Erwerbstätigkeit ist bei RA-Patienten im Vergleich zur Normalbevölkerung um 43 Prozent vermindert.
Die Zahlen sind auch volkswirtschaftlich relevant: Bei einer Krankheitsdauer von zwei bis drei Jahren ermittelten die Studienautoren um Professor Angela Zink von Deutschen Rheumaforschungszentrum: Die indirekten Kosten der RA betragen bei einer Dauer der RA von unter fünf Jahren etwa 6000 Euro pro Jahr und Patient, bei über zehn Jahren Dauer fast 16 000 Euro.
Daten zur Hilfs- und Pflegebedürftigkeit der RA-Patienten sind nur wenige verfügbar. Sie nimmt mit der Dauer der Erkrankung zu: Nach 20-jähriger Dauer ist mehr als die Hälfte der Patienten betroffen.

schleckerlecker
16.09.2008, 09:23
Hallo Soltar,

da falle ich ja völlig raus aus der Statistik, wegen MB hatte ich noch keine Fehltage, habe mich immer zur Arbeit geschleppt, egal wie schlecht es mir ging.
Denn ob zu Hause oder bei der Arbeit, schlecht ging es mir sowieso und die Arbeit hat mich immer abgelenkt.
Außerdem wussten die bei mir auf der Arbeit auch lange nicht dass ich MB habe, die hätten mich doch gar nicht eingestellt wenn sie davon gewusst hätten.
Aber jetzt nach 7 Jahren habe ich dann erklärt, dass ich an MB leide und die konnten ja jetzt feststellen, dass ich keine Fehltage deswegen hatte.
Künftig werde ich auch zu Hause bleiben, wenn es mir schlecht geht da ich festgestellt habe, dass ich mir das schuldig bin, nachdem ich jetzt einige male im RKK war und dort festgestellt wurde, dass ich Raubbau mit meiner Gesundheit getrieben habe. Frau dachte ja immer sie muss funktionieren, aber künftig gehe ich sorgfältiger mit mir um.

Liebe Grüsse
Karola

PIPI 78
16.09.2008, 10:01
Hallo Soltar,

mmh, da hoffe ich mal, dass diese Ärztezeitung nicht in zu viele Hände von Arbeitgebern gerät.....und nicht zu vielen Vorurteilen führt...denn letzten Endes glaub ich nicht, dass es wirklich das FÜNFFACHE ist. das ist ja krass. So ne Woche oder 2 im jahr ist doch jeder mal krank, oder??

pipi78

4magda
16.09.2008, 10:47
Nah, liest sich erstmal ganz "grauenhaft".

Aber: "Traue keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälschst hast";) .

Wie wir hier im Forum lesen, haben die "Körperhandwerker" eh grds. das Problem eine Rheumaform zu diagnostizieren.
Was ist eigentlich Rheuma? Zwickt es in den Fingergelenken, habe ich Fersenschmerzen, zwackt der Rücken........ dann wird halt schnell mal aus einem versteckten Bandscheibenvorfall eine Rheumaerkrankung. Rheuma ist ein Sammelbegriff unter den man im Zweifelsfall eigentlich alles subsumieren kann.

Zuviel Alkohol und Schädelweh ist halt immer gleich Migräne; zuviele Zigaretten und Hausstaub ist gleich Asthma und, und, und.

Also ganz interessant, aber immer im Vergleich sehen. Hat halt mal wieder für einen Doktoranten gereicht um seine Arbeit einzureichen :) und sein Prof. hat auch was davon, wenn in einer Fachzeitschrift wieder mal ein Beitrag von ihm steht.
Gruß
Christian

norgk
16.09.2008, 18:00
hallo zusammen,

würde ich an gott glauben, würde ich nun " oh mein gott " sagen

Bei RA waren im ersten Jahr nach der Diagnose Männer im Mittel elf Tage und Frauen acht Tage arbeitsunfähig (Z Rheumatol 67, 2008, 157). Im Vergleich mit allen Krankenversicherten hatten RA-Patienten damit fünfmal so viele Fehltage.

fünfmal soviele fehltage? eine aussage, die man so garnicht machen kann, oder aber sagen muß, das jede x-beliebige krankheit ein mehrfaches an krankentagen hat und haben muß, da sonst ein niedriger durchschnitt aller krankenversicherten nicht möglich wäre.

wenn 11 tage und 8 tage jeweils das fünffache dastellen soll vom durchschnitt, müßte der durchschnitt bei männern bissel über 2 tage liegen, bei frauen bissel unter zwei tagen. hab zwar nur zahlen für 2000, 2002 und 2004 gefunden, herausgegeben vom Statistisches Bundesamt, demnach lag der durchschnitt der fehlzeiten jeweils bei 9 tagen aller krankenversicherten. somit über die jahre unverändert, das sie bis heute um rund 75 % gefallen sein soll bezweifel ich nun mal ein bisschen.


http://www.aerztezeitung.de/img/tr.gif
Rheuma erhöht Fehltage bei der Arbeit um das Fünffache

es gibt über 450 verschiedene formen, zitiert wird aber immer nur RA, gaben die anderen nicht die gewünschten zahlen her oder hätten das ergebnis zu sehr verwässert ?

meine meinung dazu, zeit und geld der beteiligten hätte besser investiert werden können :D

gruß norgk

SMODY
17.09.2008, 17:50
Ums fünffache erhöhte Krankentage schon im ersten Jahr?Welches ist den das erste Jahr?Das erste Diagnosejahr oder das erste Beschwerdejahr?Naja,Papier ist geduldig und ich kann auch nur hoffen,das diese neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse nicht den Arbeitgebern zur Kenntnis gelangen.
Oder wie meine Freundin sagen würde :Quark für `ne Mark und Hauptsache man hat sich mit irgendeinem Gewäsch profiliert.
Smody

norgk
17.09.2008, 19:10
hallo SMODY,

kann man auch anders sehn, nämlich das es pflichtlektüre für jeden arbeitgeber sein sollte. so weiß er dann wenigstens, das wir das statistische recht haben, 5 mal so lange krank zu sein wie seine restlichen arbeitnehmer http://www.cosgan.de/images/more/bigs/c033.gif

gruß norgk

Anka
18.09.2008, 14:00
Mus mich zur Karola hinstellen, wurde noch nie bis jetzt krankgeschrieben obwohl es mir dreckig ging, meine Einstellung, zu Hause hast auch Schmerzen.
Auserdem weiß es niemand das ich seit 30 Jahren Bechterew habe.
Jetzt bin ich seit 4Monaten krankgeschrieben denn es geht gar nicht mehr, und leider sieht man die Verkrummung schon.
So wie es aussieht ist mit der Arbeit Schluss, näheres werde ich in der Reha erfahren.
Also auf mich trifft diese Statistik auch nicht zu, was krankschreiben betrifft, früher Rente schon echer.
Alles Liebe
Anka

Anka
18.09.2008, 15:57
Lieber Christian,
da hast schon recht wie viele Krankheiten gibt es wo die Menschen dauernd krankgeschrieben sind, wo ist die Statistik dafür?
Auserdem glaube ich das wir alle so viel Schmerzen haben und lange, und
trotzdem nicht umsonst krankgeschrieben wurden, sondern weil es nicht mehr ging.
Die anderen leichten Fälle wie schnupfen wurde ich sagen sind häufiger,
nur machen sie keine Statistik über so was banales.
Alles Liebe
Anka

Anka
18.09.2008, 16:02
Super Lieber Norgk, das finde ich auch, nur ob sie es so gut finden grins...
Alles Liebe
Anka

Anka
18.09.2008, 16:09
Ja, Lieber Smody, hoffentlich lesen es nicht alle, denn dan wurde unsereiner echt schauen wo es eine Arbeit für Sie/Ihn geben sollte.
Als ob wir nicht schon genug haben dauernd zum Ärzte gehen zu müssen, schlagen wir uns mit dem anderen Kram auch noch rum.
Außerdem finde ich kranksein ist eine teure Angelegenheit dazu, also haben wir schon genug am Hals.
Alles Liebe
Anka

Seisa
18.09.2008, 17:12
Also auf mich trifft das schon zu. Sonst war ich vielleicht im Schnitt max. 1 - 2 Wochen krank im Jahr, jetzt sind es schon ca. 4 Wochen. -Nicht nur wegen der 2 Schübe, sondern auch wegen der echt besch... Infektanfälligkeit fehle ich immer mal ein bis 2 Tage, weil ich total kränkele. Das ist echt ätzend und ich hoffe, das pendelt sich irgendwie wieder ein. -Ein Windhauch, ein kurzes Frieren und schon hab ich ne Stirnhöhlenentzündung. Hab jetzt schon die dritte in diesem Jahr. Ko... mich echt an!!

Seisa

Anka
19.09.2008, 12:05
Hallo Seisa,
ja irgendwand geht es nicht mehr und man soll auch etwas mehr an sich denken.
Das was ich gemacht habe ist auch nicht richtig gewesen, denn es kommt irgendwann zurück und dann sagt man sich, warum habe ich nicht mehr auf mich gedacht, vielleicht wurde es jetzt nicht so schlim sein.

Wünsche dir gute Besserung und alles Liebe.:knuddel:
Anka

Pilli
19.09.2008, 13:42
Hallo zusammen,

mein Arzt hat mir mal von einer groß angelegten Studie aus einem Psychologen-Fachblatt erzählt, demnach hatten Berufstätige mit GdB von mind. 50% deutlich weniger Fehlzeiten als gesunde Berufstätige.

Die chronisch Kranken müssten sich keine "Auszeit" in Form von Grippe o.ä. "suchen", die haben ja ihre chronische Geschichten und sind genug bedient - so ähnlich wurde die Studie auf den Punkt gebracht.
Und dann liest man wieder solche Geschichten hier...
Da soll sich noch einer auskennen!

Gruß Sybille