Vollständige Version anzeigen : Vererbung?????
hallo an alle
in einem merkblatt über mb,das ich vom rheumatologen bekam,steht,das HLA-B27 ein vererbbares merkmal wäre.
bei mir wurde ja mb einwandfrei diagnostiziert.nun ist mein bruder seit etlichen wochen in behandlung wegen einer entzündung in der schulter.wenn es vererbbar ist,könnte er es ja auch haben.
soll ich ihn mal darauf aufmerksam machen,damit er mit seinem arzt darüber sprechen kann oder mach ich vielleicht voreilig pferde scheu??????
probleme mit dem rücken hat er auch.nur wurden die bei ihm als bandscheibenschaden diagnostiziert
lg barbara
Hallo Barbara.
Erst einmal kann das Merkmal vererbt werden, muss aber nicht.
Zweitens gibts es unglaublich viele Menschen, die das Merkmal HLA B 27positiv haben, nur bei sehr Wenigen auf die Gesamtprozentzahl gesehen kommt dieses Merkmal durch Erkrankungen wie MB an den Tag. Es gibt Krankheiten -klassisches Beispiel ist die Harnweginfektion- die dieses passive Antigen zu einem Aktiven werden lassen kann.
Wie du unschwer erkennst, schreibe ich immer von "kann" ! Dieses Merkmal zu haben ist keine Garantie für auch nur irgendeine Erkrankung. Umgekehrt hat der größte Teil der Bechtis sehr wohl das Merkmal HLA B 27positiv.
Dein Problem kenne ich, da ich in genau so einer Zwickmühle vor Jahren mit meinem Patenkind gesteckt habe. Als die Nachricht MB bestätigt wurde, bin ich erstmal Amok gelaufen und habe alle Völkerstämme verrückt gemacht. Ich habe auf meinen Bruder eingeredet wie auf ein totes Pferd, doch bitte mein Patenkind untersuchen zu lassen, ob ebenfalls postiv getestet wurde. Denn ich wusste, dass er Probleme in jungen Jahren mit seinem Rücken hatte.
Mein Bruder hat meine Ratschläge abgelehnt mit den Worten: Was ich nicht weiss, macht mich nicht heiss. Der Kleine wird nicht untersucht, die Rückenprobleme kommen von Judo-Training, basta.
Nun kann man geteilter Meinung sein über die Ansicht meines Bruders. Tatsache ist, dass selbst wenn mein Patenkind HLA B27 postiv getestet worden wäre -die Wahrscheinlichkeit ist nun mal sehr hoch wegen der Vererbung- dies noch keine Sicherheit bezgl. MB gewesen wäre. Die einzige Prävention wäre durch viel Bewegung möglich gewesen. Judo ist zwar nicht das richtige, aber mittlerweile ist mein Patenkind alt genug, selber die Vorzeichen zu deuten. Er hat mit mir lange Gespräche geführt über die Erkrankung, weiss also so einigermassen Bescheid, wann und wie er aktiv werden sollte. Ausserdem kenn ich kaum jemanden, der soviel vorteilhaften Sport treibt, wie er.
:frage: Was will ich dir damit sagen? Aufklärung und Gespräche sind wichtig, aber wilder Aktionismus kann auch schaden. Wenn die Antigen-Untersuchung postiv war, sollten die Menschen zumindest wissen, die Vorzeichen zu deuten.
Aber Vorsicht ist geboten, wenn sowohl HLA B 27postiv als auch irgendeine rheumatische Erkrankung zusammentreffen. Bei mir wurde das Elefantenknie von 1980 niemals in Verbindung gesehen mit MB. Erst vor einigen Jahren konnte der Zusammenhang geklärt werden. So ist das bei MB: Bei vielen kommt die Klarheit schon nach 3 bis 4 Jahren, bei mir hats 17 Jahre gedauert.
Ich hoffe dir ein bisschen weitergeholfen zu haben.
Noch einen schönen Tag
Michael
danke michael für deine schnelle antwort!!!!
das mit dem" kann...muß aber nicht" war mir schon irgendwie klar.deshalb wollte ich ja auch nicht voreilig pferde scheu machen.
hab mir folgendes in der zwischenzeit überlegt:
da wir den gleichen hausarzt haben(ich weiß aber nicht,ob ihm bekannt ist,das wir geschwister sind)werde ich den arzt mal darauf aufmerksam machen.alles weitere überlasse ich vorerst dem arzt.
bei mir selbst wurden auch zuerst falsche diagnosen gestellt.genau weiß ich es erst seit juli.was ich hier schon so alles gelesen hab,macht mir ziemlich angst.anscheinend bin ich in den letzten jahren noch relativ gut bei weggekommen.nur in den letzten beiden jahren ging es immer mehr bergab.seit ich krankengymnastik bekomme,hat sich alles gebessert und ich hoffe,das es so bleibt.seit einer woche brauchte ich keine schmerztabletten mehr!!!!!!HURRA!!!!!!
es wird also weiter geturnt!!
lg barbara:) :) :)
Engelbert
04.09.2003, 18:06
Hallo Barbara
Ja es ist so eine Sache mit dem Pferde scheu machen aber Dein gedanke Eurem Hausarzt mitzuteilen das Ihr Geschwister seid, ist einfach toll.
Gruß Engelbert
Ballerina
04.09.2003, 21:46
Hallo,
ich möchte noch deutlicher werden:
- der HLA-B27 alleine macht nicht krank
- Träger dieses Faktors geben keine Erbkrankheit weiter
- Die Krankheit MB wird durch andere Erbmerkmale und einer
unbekannten Ursache ausgelöst
- Kinder von MB Patienten haben ein leicht erhöhtes Risiko auch an MB zu erkranken.
Liebe Barbara, für die Anamnese ist es wichtig, dass der Arzt alle Informationen bekommt, auch das bei Dir der MB diagnostisiert wurde. Dann kann sich der Arzt ein viel besseres Bild machen.
Gruß Dagmar :)
hallo dagmar
mein hausarzt ist selbstverständlich über alles informiert soweit es mich betrifft.er war es ja,der den verdacht mb als erster geäussert und weitere untersuchungen veranlasst hat!!!!
lg barbara:) :) :)
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