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Vollständige Version anzeigen : S.O.S Dringender Hilferuf aus der Klinik Sendenhorst


Gast_01
08.03.2004, 19:56
Hallo Ihr,

Ich bin hier seid letzter Woche Dienstag stationär. Viele wissen ja bereits was mit mir los ist. Ich war heute im MRT. Es wurden wieder starke Entzündungen in beiden ISG Gelenken festgestellt. Hatte ja vorher Remicade ist aber abgesetzt worden jetzt vor 2 Wochen. Sollte hier stationär auf Enbrel umgestellt werden.

Jetzt sagen sie hier doch tatsächlich, das sie für eine Basismedikament überhaupt keine Notwendigkeit sehen und sie das Gelenk per Spritzen in das ISG mit Scleromate (Säure) veröden wollen. Ich habe sowas für ein ISG noch nie gehört. Vor allem berichten sehr viele Patienten hier das diese SAche sehr oft gemacht werden muss (CP Patienten) und sie zudem noch Basismedikamente einnehmen.

Wer kennt das für Bechtis?

Bitte dringend um Antwort da für mich die Überlegung ansteht die Klinik zu verlassen.

Eure Melly

Turbo Biene
09.03.2004, 05:44
Um Ehrlich sagen, verstehe ich gar nicht, warum Du Remicade bekommen hast und jetzt plötzlich keine Basis-Therapie bekommen solltest??? :confused:

Enbrel ist doch auch eine Basis-Therapie, oder sehe ich das falsch?

Wie sieht das aus mit Schmerzen allgemein? Sind bei Dir die Schmerzen vor allem im ISG Bereich? Wenn ja, könnte ich mich vorstellen das eine Kortison Spritze im Gelenke (das habe ich schon gehört) vielleicht hilfreich wäre????
Leider kann ich auch nicht aus Erfahrung sprechen, weil ich mich geweigert habe diese zu machen, weil trotz Enz. im ISG, bei mir die Schmerzen in der Ganze Wirb.Säule sind!!!

Aber "Scleromate" habe ich noch nie gehört :confused: da erhälst Du vielleicht von andere eine Erklärung :eek: kann leider nicht helfen!!
Aber, bei Dir sind die beide ISG Entzündet, daher sollte man etwas machen können um Dir eine Besserung zu bieten!!!

Auf alle Fälle bin ich ganz bei Dir in den Gedanken und...

http://www.dvmb-forum.de/images/my/503.gif

Ganz fest!!!!!!

Machs gut, ich drücke Dir die Daumen das Du den richtigen Entscheid fällst!
Ich hoffe das Du auch viele gute Tips bekommen wirst :trost:

Machs gut und liebe :knuddel: Grüsse

Deine Turbo Biene ;)

Andrea
09.03.2004, 06:09
Liebe Melly,

wenn Du kein gutes Gefühl hast, dann laß es. Siehe zu, daß Du erst mal eien richtige Aufklärung bekommst. Und stelle alle Deine Fragen den Ärzten.
Ich drück Dir die Daumen. Laß Dich nicht unter kriegen.

Liebe Grüße
Andrea

Gast_02
09.03.2004, 07:24
Hallo Melly,

wenn du kein gutes Gefühl hast dann sprich mit den Ärzten darüber.
Sie sollen dich dann besser aufklären. Ich denke wenn sie sich 10 Minuten Zeit
nehmen dann bist du besser aufgeklärt und beruhigt und die Ärzte müssen nicht beunruhigt sein.
Wenn dein Gefühl aber sagt das du es nicht willst, dann lass es bitte.
Es bringt nichts wenn man nicht hinter der ganzen Sache steht.
Ich habe auch bei der letzten Reha auf die Spritzen ins ISG verzichtet,
weil einfach die Angst zu gross war.

zum Thema Scleromate:

Verödungsbehandlung bei Gelenkentzündung (chemische Synoviorthese)

Bei chronischen Gelenkentzündungen wird die Gelenkflüssigkeit von der entzündlich veränderten Synovialmembran produziert; dieses Gewebe greift auch Knorpel, Knochen und anderes umgebendes Gewebe an. Durch Injektion des Verödungsmittels „Scleromate“ wird das entzündliche Gewebe weitgehend abgetragen. Die Verödungsbehandlung wird meist mehrfach durchgeführt. Der Behandlungserfolg tritt nach einigen Tagen ein und hält in der Regel viele Monate an. Eine schon bestehende Gelenkzerstörung kann allerdings durch diese Behandlungsform nicht rückgängig gemacht werden, jedoch hält sie die Flüssigkeitsproduktion des Gelenkes auf.

Die Erfolgsquote der Verödungsbehandlung ist nach verschiedenen Studien mit bis zu 80 % anzunehmen.



:trost: :trost:

einen lieben Gruss

der Graf

Uwe

:gruebel: :rolleyes: :gruebel:

Gast_01
09.03.2004, 08:41
Hallo Ihr,

wie gesagt ich habe sowas für einen Bechti noch nie gehört, zudem überfahren sie hier einen ziemlich. Ich habe heute morgen in Herne angerufen aber leider erreiche ich den Oberarzt erst gegen halb drei. Ich bin total gegen dieses spritzen. Es ist einfach nicht mein Ding denn ich denke es sollte erstmal eine andere Basis ausprobiert werden und vielleicht noch ein Schmerztherapeut dazu. Wenn dann alles nicht hilft kann man sich das mit den Spritzen immer noch überlegen. Sie haben mir hier halt einfach den Zettel in die Hand gedrückt und nach dem Motto dann machen wir das einfach. Heute morgen habe ich meine Ärztin gesehen und sie sagte dann, dann könne wir ja gleich anfangen. Ich sagte, nein, ich überlege mir das noch. Da war sie wohl geschockt. Aber es ist mein Körper und nicht Ihrer

Muckel
09.03.2004, 09:31
Hallo Melly,

war selber 2 mal in Sendenhorst! Habe mir auch das ISG spritzen lassen, allerdings mit Cortison, werde es aber auch veröden lassen, wenn die Schmerzen weiter andauern. Da in Sendenhorst viele ISG-Punktionen durchgeführt werden, kenne sie sich wirklich damit aus. Damit Du keine Schmerzen hast, wird gleichzeitig betäubt.
Hatte selbst nach der Cortisonspritze 4 Monate Ruhe, bei der Verödung hält es noch länger an. Habe gestern noch mit einer gesprochen, die über ein Jahr Ruhe hatte. Vor allem wird die Gelenkinnenhaut durch die Verödung entfernt, so daß sich erstmal nichts mehr entzünden kann und das Gelenk nich weiter geschädigt wird. Sprich am besten mal mit Prof. Hammer darüber, er spritzt am besten und erklärt es Dir auch vorher genau!

Liebe Grüße

Muckel

Tatti
09.03.2004, 12:09
Hallo Melly ,

Deine Ängste sind völlig verständlich und leider kann ich auch nicht großartig mit eigenen Erfahrungen in dieser Richtung dienen , aber ich selber war vor drei Jahren in einer ähnlichen Situation , nämlich als man in der Rheumaklinik meine komplette
Therapie auf den Kopf gestellt hat und mir ebenfalls die Basistherapie "weggenommen " hat .

Ich kann nur sagen , daß ich nur profitiert habe , auch wenn anfangs die Ängste sehr groß waren .

Manchmal ist es gar nicht schlecht , mal einen völlig anderen Weg zu gehen , auch wenn es mit einer gehörigen Portion Schiß verbunden ist .

Wirklich gut geht es Dir doch schon lange nicht mehr , oder ?
Es könnte also doch eigentlich nur besser werden , findest Du nicht ?
Ich bin immer der Meinung , man sollte nichts unversucht lassen , aber letztlich mußt Du natürlich alleine entscheiden .

Die Verödung des ( oder der ) ISG hatten bei mir in der Klinik einige hinter sich - einige waren sogar weit angereist , um das dort durchführen zu lassen .
Auf jeden Fall waren die überglücklich , denn sie hatten durch diese Maßnahme einer enorme Erleichterung durch gravierenden Rückgang ihrer Schmerzen erfahren .
Grundsätzlich scheint das also wirklich eine hoffnungsvolle Maßnahme zu sein .

Mein Tip : Versuche , nicht mit zu viel Angst zu entscheiden , sondern bestimmt von dem alleinigen Willen auf Besserung Deiner Situation - vielleicht hilft das .

Auf jeden Fall wünsche ich Dir das allerbeste !

Berichte bitte bald wieder .