Vollständige Version anzeigen : Brauche Rat
Hallo zusammen.
Bislang hab ich noch keine feste Diagnose. Ich werde von Arzt zu geschickt und die Zeichen stehen meiner Meinung nach stark auf Bechterew.
Meine Leidensgeschichte beginnt vor 3 Jahren, also als ich 19 war. Es gab hin und wieder mal Tage, wo ich mit einem stechenden Rückenschmerz aufstand und mir das Laufen etwas schwer fiel. Meist war dies aber nach 2 bis 3 Tagen verschwunden, so dass ich annahm, ich hätte im Schlaf falsch gelegen.
Jedoch kehrten diese Schmerzen in immer kürzer werdenden Abständen wieder zurück. Bis ich vor ca. 2 Jahren mich wirklich nicht mehr bewegen konnte. Ich entschied mich zu Orthopäden zu gehen, der mich sofort röntge. Auf den Bilder war nix zu erkennen und er sprach von einer ISG-Blockade, die man nur mit Sport richtig in den Griff bekommt.
Was mich natürlich verwunderte, da ich bisher im Verein Fußball gespielt habe. Gut ich hatte eine kurze Pause (1 Jahr) in dem ich abrupt zunahm. 96 kg.
Er gab mir eine Spritze und 2 Tage später ging es wieder. Ich nahm den Rat mit dem Sport sehr ernst. Bin jetzt nur noch 69 kg schwer. Wobei ich desöfteren zum Orthopäden musste und mir weitere Spritzen abholte. Es hieß immer wieder das Gleiche: "Mehr Sport!" Doch auch nach Krankengymnastik und noch mehr Sport kamen die Scherzen immer wieder und wurden schlimmer. Bis einschließlich heute. Seit Ende November letzten Jahres habe ich heftige Schmerzen, die ab und zu etwas abklingen, dann aber wieder stärker werden. Sie dauern jetzt schon bis zum heutigen Tage an. Außerdem plagt mich ein heftiger Husten, denn ich versuche zu unterdrücken, da Ihr euch sicher vorstellen könnt, wie weh so ein Huster jetzt tut.
Seit Januar ist mein Orthopäde auf die Idee gekommen, dass ich Morbus Bechterew haben könnte. Er machte neue Röntgenaufnahmen, wobei bis jetzt kein Verschleiss zu erkennen ist. Er machte ein großes Blutbild und das Ergebnis war HLA-B27 positiv. Wobei ihm die Blutsenkung nicht zusagte. "Das C-Protein ist zu niedrig! Ich behandle dutzende Bechterew Patienten, bei denen ist die Blutsenkung deutlich höher!"
Natürlich hab ich mich in der Zwischenzeit mal über meine Krankheit Informationen aus dem Net geholt. Wobei ich auch gelesen habe, dass eine Steigerung des C-Proteins nur in etwa bei 35 % der Bechterew Patienten der Fall ist und es kein Ausschlaggebender Anhaltspunkt für Nicht-Bechterew ist.
Er schickte mich zum Radiologen. Dort wurde ne Szintigraphie gemacht. Der Befund ergab, das beide ISG heftig entzündet sind.
Nur gab er mir immer noch keine abschließende Diagnose, was mich bald krank macht. Da er mir weder Medikamente noch Spritzen gibt. Verstehe ich ja, dass wenn noch keine Diagnose steht man nicht behandeln kann. Nur sterb ich bald an den Schmerzen, hab ich das Gefühl...
Diesen Freitag wird nochmal Kernspint gemacht. Da ich in nem akuten Schub stecke, denke ich, dass auch dieser Befund für MB spricht. Nur wann kann ich mit einer endgültigen Diagnose rechnen. Wann kann ich endlich gezielt Medikamente bekommen, die mein Leiden erleichtern. Will doch nur meine Ausbildung normal fortführen und gerne mal wieder Sport treiben. Suche euren Rat!
Hallo Mikey,
erst einmal herzlich willkommen hier bei uns.
Es tut mir leid, daß Du die unerträglichen Schmerzen ertragen mußt.
Es kann und darf nicht sein, daß jemand Schmerzen aushalten muß und keine Medis dafür bekommt, nur weil noch keine Diagnose feststeht!!! :aerger:
Ich würde Dir raten, zu einem interistischen Rheumatologen zu gehen, der wird Dich genauer untersuchen und der kennt sich auf dem Gebiet auch viel besser aus, als ein Orthopäde.
Und ich denke, daß Du ein Recht auf schmerzstillende Medis hast, so etwas braucht man sich nicht gefallen zu lassen.
Ich drücke Dir die Daumen, daß Dir endlich bald geholfen wird. :hoch:
Viele Grüße und gute Besserung :trost:
Astrid
Hallo Mikey,
erst einmal ein images/my/willkommen.png an dich.
Das mit der Diagnose MB ist normal. Die meisten müssen im Schnitt 7 Jahre auf ihre Diagnose warten.
Da sind 3 Jahre also noch recht wenig. Was mich Wunder nimmt
ist, das dein Arzt dir keine Schmerzmedikamente verschrieben hat.
Ein Dicloflenac oder Ibuprofen wäre sicher drin gewesen.
Sprich ihn ruhig mal darauf an.
Außerdem würde ich die Untersuchungen abwarten. Erst wenn alles
untersucht wurde kann auch eine richtige Diagnose gestellt werden.
Denn eine falsche Diagnose wollen wir ja auch nicht.
Sport, oder besser Bewegung sind wichtig für uns, genauso wie:
images/my/bbb.png
In diesem Sinne
einen schönen Gruss
der Graf
Uwe
Claudia_1975
18.02.2004, 10:39
Hallo Mickey,
ich kann mich dem Grafen nur anschließen. Die Schäden sind erst nach Jahren zu sehen, von daher würd es mich nicht wundern, wenn man jetzt noch keine eindeutige Diagnose stellen kann. Wenn Du aber das Gefühl hast, es ist Bechterew, dann ist es auf jeden Fall ratsam die Übungen zu machen (z.B. Kalender, Video-Kassette vom DVMB). Wenn Dein Arzt Dir keine Medikamente verschreiben möchte: Ibuprofen gibt es rezeptfrei, mir persönlich helfen sie ganz gut.
Sei herzlich Willkommen hier.
Liebe Grüße
Claudia
Lieber Mikey
erstmal herzlich Willkommen!!!!:applaus:
Eine Diagnose bei MB ist echt schwer zu stellen, das dauert meistens Jahre. Mein Sohn ist auch schon seit 3 Jahren dabei und hat nur den Verdacht auf MB. Aber er wird auf den Verdacht hin behandelt. Krankengymnastik, Medis: Naproxen.
Geduld muss wohl unsere Stärke sein und die ist auch bei uns am Ende. Aber das nutzt nichts, also Kopf hoch und weiter suchen. Auch ich empfehle dir einen internistischen Rheumatologen. Veränderungen am Knochen kann man am Anfang noch nicht sehen aber die Entzündungen nagen weiter an ihm und das sollte gestoppt werden.
Ich hoffe und wünsche dir das du bald deine Basistherapie findest und diese Dauerschmerzen in den Griff bekommst.
:jump: Bewegung unser Schlüsselwort:dance: :sport: :walk:
Liebe Grüße Micky
Hallo Mikey,
recht herzlich willkommen bei uns, ich hoffe, Du kannst DIch wohlfühlen :-)
Bechterew kann man auf "normalen" Röntgenaufnahmen erst dann erkennen, wenn durch die Entzündung Schäden an Knochen entstanden sind bzw die Verknöcherungen aufgetreten sind - und beides dauert halt seine Zeit.
Daher ist es wichtig, ein Szintigramm zu machen (wie bei Dir geschehen) der MRT, so daß man die Entzündungen sehen kann, also eine Diagnose viel früher ermöglichen.
Ich verstehe nicht, daß die Entzündung und Schmerzen nicht behandelt werden.
Ich wünsche Dir alles Gute und eine baldige Behandlung
Uedeke
Kann mich den anderen nur anschließen,
ABER:
Auf jeden Fall, egal was beim MRT rauskommt, schnapp Dir Deine Befunde und suche Dir einen guten internistischen Rheumatologen. Er kennt sich wesentlich besser mit der Erkrankung aus, als ein Orthopäde und kann Dir auch die richtigen Medikamente verschreiben.
Du bist noch so jung, nutz die Zeit und verschwende sie nicht an einen Orthopäden, der bisher seine Arbeitnur halbherzig gemacht hat. Er selber hätte Dich längst zu einem Rheumatologen überweisen sollen.
Nimm die Sache ernst und lass Dich nicht abspeisen, denn davon können Dir die meisten hier ein Lied singen.
Gruß
Henrike
Erst einmal Danke für die recht herzlichen Begrüßungen und außerordentlichen Tipps!
Das Wichtigste ist doch:
die Entzündung erträglicher zu machen bzw. versuchen einen Stillstand zu bewirken, oder sehe ich das falsch??
Vor allem dann, wenn noch kein Verschleiss feststellbar ist.
Deswegen verstehe ich auch nicht, warum der mich nochmal zu einer Kernspint schickt, obwohl die Szintigraphie eine heftige bilaterale Entzündung der ISG aufwies. Er meinte, wir müssen mich während eines heftigen Schubs durch die Kernspint jagen, um eine frühe, genaue Diagnose stellen zu können. Deshalb keine Schmerzmittel - vielleicht bin ich ihm einfach noch zu jung (ein Simulant?).
Nebenbei ist er auch Rheumatologe, jedoch ob er ein internistischer ist, kann ich nicht sagen. Werde mich in jedem Falle rasch erkundigen.
Auch wenn ich Euch vielleicht schon nerve, würde ich gerne wissen, ob es Mittel und Medikamente gibt, die eine Entzündung hemmen bzw. stoppen können? Ich dachte da so an nen TNF-alpha Blocker, darüber hab ich schon viel gelesen. Was ich Euch auch fragen wollte: Wie gut stehen meine Chancen meinem liebsten Hobby, dem Vereinsfußball wieder nachgehen zu können. Gibt es noch Schmerzfreiheit für mich? Weil ich kenne dieses Gefühl schon gar nicht mehr... Außerdem nervt mich seit dieser Woche meine rechte Schulter. Die schmerzt auch laufend und mein Arm lässt sich nicht ohne Schmerzen richtig bewegen. Kann das mit MB zusammenhängen?
Vielen vielen Dank für Eure Bemühungen sende ich Euch allen schon mal vorab.
Hallo Mikey,
deine Schmerzen im Arm können vom Bechterew ker kommen.
Auch ich habe dieses Problem. Dazu müsste man aber wissen
was bei dir geröngt wurde?
Brustwirbelsäule? Bei mir z.B., ist die Brustwirbelsäule und das Becken
von Bechterew betroffen und versteift, aber die Lendenwirbelsäule
hat nichts! Durch die Schmerzen in der Hüfte hat man die Brustwirbelsäule
nicht beachtet weil die Lendenwirbelsäule nichts hatte.
Deshalb sollte man wissen ob es da einen Zusammenhang geben könnte?
Dein Sport (Fussball) kannst du weiterhin machen, solltest du sogar,
nur solltest du auch das Training beachten, vor allem die Dehnungsübungen.
Diese sind wichtig um unsere Beweglichkeit zu erhalten.
Wichtig wäre jetzt erst mal das du deine Schmerzen los wirst.
Dazu kann ich dir nur raten dich an die Wellness zu halten.
Nur wenn es unserem Körper gut geht, können wir auch den
Schmerz bewältigen.
einen schönen Gruss
der Graf
Uwe
:rolleyes: ;o :gruebel:
Hallo Mikey,
erstmal herzlich Willkommen in unserer großen Familie :) :knuddel: :)
Ich bin auch der Meinung, dass du auf jeden Fall wenigstens entzündungshemmende und schmerzstillende Medikamente (NSAR) hättest bekommen müssen - schließlich sind die Ärzte dafür da, um uns den Schmerz zu nehmen!
Allerdings stören diese Medis die Untersuchungen, sie können Szintigraphie oder MRT falsch negativ machen (ich musste sie deshalb 3 Tage vor der Szintigraphie absetzen).
Was ich überhaupt nicht verstehe ist, dass du keine NSAR bekommen hast, obwohl die Szintigraphie eindeutig positiv war! :gruebel:
Mein (orthopädischer) Rheumatologe hat auch gezweifelt, ob es MB ist, weil ich erst zu ihm kam (ich habe gewechselt), als der Schub vorbei und das Blut wieder in Ordnung war. Der Szintigraphiebefund zusammen mit HLA-B27-positiv sowie Augenentzündung und MB in der Familie hat ihn dann aber endgültig überzeugt.
Dein Arzt kann übrigens kein internistischer Rheumatologe sein, denn er ist ja Orthopäde, d. h. ein orthopädische Rheumatologe, das schließt sich gegenseitig aus.
Die TNF-alpha-Blocker sind extrem teuer, deswegen bekommen nur die MB'ler die verschrieben, die bei den anderen Medikamenten 'austherapiert' sind (das heißt nix anderes hilft). Da du ja bisher noch gar nichts probiert hast, hast du erstmal keine Chance, sie zu bekommen.
Aber sehr wahrscheinlich würde dir auch ein normaler Entzündungshemmer wie Diclofenac, Ibuprofen, Piroxicam, Vioxx etc. helfen - wobei du ihn möglichst auf Dauer nehmen solltest. Bei Studien hat man nämlich herausgefunden, dass die Spätfolgen nicht so schnell so schlimm werden, wenn die Entzündung ständig und nicht nur bei Schmerzspitzen bekämpft wird. Also dränge beim Arzt darauf, wenigstens ein NSAR zu bekommen!!!
Wenn du dann ein Medikament hast, darfst, kannst und sollst du wieder reichlich Sport machen - je mehr, desto besser! :sport: :dance: :walk: images/my/857.gif
Bevor es die TNF-alpha-Blocker gab, war Sport das einzige 'Medikament', dass gegen ein Fortschreiten des MB geholfen hat!!!
Liebe Grüße :knuddel:
Lydia
Die gestrige Kernspinttomographie ergab den 100%igen Beweis für eine chronische Entzündung beider ISG. Zwar hat mir der Radiologe keine Diagnose im Sinne MB gestellt, aber gesagt: "Es ist auf jeden Fall eine chronische Arthritis."
Danach fragte er noch Standardfragen, wie Morgensteifigkeit und HLA-B27 positiv und wie lange ich diese Schmerzen bereits ertrage. Er ist der Meinung, es sähe verdammt nach Bechterew aus. Bin mal auf die Diagnose von meinem orthopädischen Rheumatologen am Freitag gespannt.
Habe Mir bereits Ibuprofen geholt. Hilft wirklich gut. Die Schmerzen sind nun zu ertragen.
Eine Frage hätte ich bezüglich der Tabletten noch. Kann man die Entzündung damit richtig rauskriegen? Soll/muss ich die Tabletten kontinuierlich nehmen, damit eine noch bessere Wirkung erzielt wird oder nur wenn ich akute Schmerzen habe?
Vielen Dank!
Euer "Leidensgenosse" Mike
Hallo Mikey,
also ich persönlich würde die Tabletten nicht kontinuierlich nehmen.
Dein Körper kann sich sonst an die Wirkstoffe gewöhnen und die Medis
helfen dann in diesem Moment nur noch sehr wenig.
Ich persönlich nehme meine Medis nur jeden Tag während ich das Gefühl habe das
ein Schub momentan sein Unwesen treibt.
Wenn dann die Schmerzen weg sind und ich mich wieder gut fühle,
setze ich die Medis ganz langsam ab.
Statt täglich dann alle 2 Tage für eine Woche und dann ganz weg.
Einen schönen Gruss
der Graf
Uwe
;o :rolleyes: :gruebel:
Hallo Mikey,
ich muss Uwe ein bißchen widersprechen: es ist zwar richtig, dass sich der Körper an die Medis gewöhnen kann, so dass sie dann nicht mehr so gut im Schub helfen, aber es gibt mehrere Studien, die belegt haben, dass bei Menschen, die die Medis kontinuierlich und nicht nur bei Schmerzen nehmen, die Krankheit (vor allem die Versteifung) nicht so schnell fortschreitet! Und das ist meiner Meinung nach ein gutes Argument :gruebel:
Allerdings muss das glaube ich jeder für sich zusammen mit seinem Rheumatologen entscheiden, was am besten ist.
Liebe Grüße :knuddel:
Lydia
@Ulmka:
Dies ist aber wohl eher auf die NSAR bezogen, die kann man dauerhaft einnehmen und somit evtl. die Fortschreitung ein wenig hinaus zu zögern.
Was die Schmerzmedis angeht, ist es schon sinnvoller, nicht akuten Ohasen Pausen einzulegen, wenn es möglich ist.
Gruß
Henrike
Hallo Henrike,
du hast natürlich recht, ich habe das beim Schreiben auf das Ibuprofen bezogen - hab aber vergessen, das dazuzuschreiben :rolleyes:
Liebe Grüße :knuddel:
Lydia
Hallo Lydia,
ob nun widerspechen, oder nicht spielt keine große Rolle.
Es muss sowieso jeder für sich seinen Weg finden.
Ich für meinen Teil versuche Medikamente solange wie möglich wegzulassen
und dafür lieber mit Gymnastik meinen Körper damit in den Griff
zu bekommen. :dance: :sport: :walk:
Was der bessere Weg ist, muss wie gesagt jeder für sich selbst entscheiden.
Ich jedenfalls hab keine Lust dauernd diese Chemie in mich reinzustopfen.
Einen lieben Gruss
Uwe
;o :rolleyes: :gruebel:
Hallo Mikey,
ich bin zwar ganz neu in diesem Club aber moechte doch meine Meinung dazu geben.
Eine Therapie mit NSAR oder mit Kortison war nur nicht erlaubt bis die Szinti durchgefuehrt wurde. Die zeigt einentlich Entzuendungsherde an, ist also auf deine entzuendete Gelenke angewiesen um etwas zu zeigen. Ab da spricht nichts mehr dagegen. Dazu kommt noch, dass es auch andere Kategorien von Schmerzmitteln gibt, die nicht entzuendungshemmend wirken also sicher angezeigt gewesen waeren vor der Szinti.
Roentgenbilder sind erst aussagekraeftig wenn die ersten Verkalkungen da sind, die Entzuendung ist aber schon lange da...
Bei mir ist es so, dass in den Röentgenblider nichts sichtbar war und so sind die Aerzte auf eine "Undifferenzierte Spondyloarthritis" als Diagnose gekommen. Diagnose, die jederzeit revidiert werden kann, denn MB v.A. bei der Frau im Anfangsstadium keine Roentgonologische Veraenderungen zeigt.Schlimm finde ich nur, dass man fuer nicht ganz gut im Obestuebchen beurteilt wird solange keine Diagnose da ist.
Bei mir hat es uebrigens satte 15 Jahre gedauert.
Schau mal wie Du die NSAR vertraegst, ob der Magen nicht rebelliert... ich hatte ein wunderbares Magengeschwuer entwickelt und muss seither zusaetzlich wenn ich NSAR nehme auch etwas fuer den Magen nehmen.
Viel Glueck,
Nelly
Naja, es hört sich zwar nicht so supertoll an, aber nach 3 Jahren habe ich am gestrigen Tage die Diagnose MB erhalten. Die bei mir durchgeführte Kernspint hat dazu deutlich beigetragen. Eine leichte Versteifung bei der linken ISG wurde auch festgestellt.
Jetzt beginnt die Therapie. Dauerkrankengymnastik + Non-Stop Einnahme von Antirheumatika (Ibuprofen). Ich hatte zwar nach Kortisonspritzen direkt in die ISG gefragt, damit ich möglichst schnell meinem Vereinssport Fußball wieder aufgreifen kann. Mein Rheumatologe war davon weniger begeistert. Er meint, wenn er die Entzündungsschübe mit Spritzen so behandelt, dass ich weiterhin Fußball spiele, würde das eher den Entzündungsherd noch mehr antreiben. In meinem Sinne wäre es besser, so zu behandeln, dass ich später an einem "positiven" Bechterew leide - also Steif sein, aber dabei gerade.
Ich bin momentan mit mir selber im Klinsch. Da ich 22 bin und jetzt eigentlich mindestens bis 30 Fußball spielen wollte, denke ich schon an einen Arztwechsel. Es ist mir in erster Instanz wichtiger jetzt zu leben, als später gerade zu sein. Nur würde ich Eure Meinung gerne dazu hören, denn ihr (wir) kennen uns mit der Krankheit am Besten aus.
Die Antirheumatika helfen mir über den Schmerz zu kommen, leider kann ich trotzdem nicht laufen. Es ist schier unmöglich - man sackt bei jedem schnellen Schritt ein. Hier hoffe ich natürlich, dass durch KG noch mehr Beweglichkeit geschaffen werden kann.
Bin jetzt auch auf den Papierkrieg gespannt, der mir bevorsteht, aber da hab ich schon den ein oder anderen Thread hier im Forum gesehen.
Tschüß erstmal und alles Gute wünscht Euch Euer neues, offizielles Mitglied
Hallo Mikey,
:trost: na dann sei Willkommen im Club ;)
Nach 3 Jahren die Diagnose zu bekommen ist ja sensationell schnell :hoch:
Vielleicht findest du eine gute Kombination in deinem Leben, damit du wirklich nicht krumm versteifst.....denn dann würde ja auch noch später im schlimmsten Fall eine Aufrichtungs OP dazu kommen.
Ich würde dir raten viel :sport: :walk: :dance: Bewegung, damit du so gelenkig wie möglich bleibst.
Ich selbst habe MB jetzt seit 25 Jahren und bin noch gerade und kann mich gut bewegen. Wenn es mir gut geht, kann ich sogar Inliner laufen ohne Beschwerden. Dies tu ich auch gegen Ärztliches Anraten...brauche es aber damit es meiner Seele gut geht.
Du siehst, du mußt einiges selbst abwegen und entscheiden ;)
Liebe Grüße
Sabine
:engel:
hallo mikey
habe einige zeit überlegt was ich schreiben soll, denn das ganze kommt mir sehr bekannt vor!
ich war ungefähr in deinem alter als es auch bei mir losging. leider wurde jahrelang erfolglos an mir rumgedoktort bis es hieß MB und umschulung und und und .
da hatte ich dann die schnauze voll und hab mir gesagt ich mache mein ding so weiter wie bisher.
ich versteifte dann in ziemlich kurzer zeit fast bis zur halswirbelsäule und das in ziemlich krummer haltung, da ich zu der zeit zu wenig (oder fast keine ) gymnastik gemacht habe sondern lieber die sportarten betrieb die mir spass machten (radsport, laufen).mein karate das ich als jugendlicher liebte konnte ich zu der zeit schon lange nicht mehr machen.
erst mit ende zwanzig habe ich kapiert das ich mit dem MB noch einige zeit leben muß und habe mein verhalten total umgestellt und versuche seitdem "MB-gerecht" zu leben und das klappt auch ganz gut!
hätte ich das früher gemacht stände ich jetzt grader in der gegend! aber das ist jetzt zu spät und braucht man nicht mehr drüber reden.
du hast alle möglichkeiten das es bei dir besser verläuft, nutze sie!
allerdings kann der MB bei dir natürlich auch ganz anders verlaufen (hoffentlich nicht so schlimm!)
das mit dem fussi: warum nicht wenn man kann, bloß eben nicht nur!
das eine was spaß macht und das andere was man muß!
übrigens: das mit der umschulung war und ist bei mir unfug gewesen, ich arbeite immer noch in meinem beruf. hätte der arzt damals nicht so darauf gepocht wäre ich wohl auch nicht so verschlossen gewesen.
auf dem rennrad sitze ich auch noch jede freie minute (nur nicht bei der kälte, das machen meine knochen nicht mehr mit)
ich hoffe du findest den richtigen weg für dich und kommst bestmöglich mit der sache zurecht!
dieses forum kann sicher behilflich sein, ich wünschte sowas hätte es schon vor zehn jahren gegeben!
alles gute für dich und immer schön grade bleiben!!
nobbi
Turbo Biene
29.02.2004, 04:10
Auch von mir.....Herzlich Willkommen in unsere Groooosse Familie,
und fühle Dich wohl.....
http://www.dvmb-forum.de/images/my/503.gif
Ich komme ein wenig spät mit meinem Bericht und trotzdem möchte ich Dir sagen, das es "eine Chance" sein kann, so schnell zu einer Diagnose zu kommen, bevor Dein Bechti allzu vortgeschriten ist ;)
Nobbi hat dazu, schon ein gutes Beispiel gegeben um nachzudenken :gruebel:
Das mit Deinem Hobby.....ist sicher auch eine Frage vom Mass ;)
Wenn's Dir viel bedeutet und gut tut, dann finde ich's sicher nicht so daneben aber vergiss nicht trotzdem die Bechti's Übungen zu machen :sport: die sind wichtig um den ganzen Körper, richtig zu Bewegen :walk:
Ich finde es auch gut das Du endlich Medikamenten bekommen hast und wenn's ja immer noch weh tut...frag doch Dein Arzt ob nicht eine Basistherapie sinnvoll wäre?
Weiter, möchte ich Dir viel Erfolg wünschen, zu Dein Entscheid, wie Du Dein Leben organisieren wirst und zu dem auch eine schmerzfreiere Zeit :applaus:
Liebe :knuddel: Grüsse
Turbo Biene ;)
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