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Vollständige Version anzeigen : @Engelbert und andere mit Iritis


Andrea_B.
29.08.2003, 17:37
Hallo Engelbert!

Du hast in einem Beitrag von Petra gentwortet, irgenwas von wegen Basistherapie und das mit Medikamenten Iritis unterdrückt werden kann. Ich habe schon im Forum vom Bechterew.com folgende Frage gestellt, aber bisher keine Antwort bekommen. Im Augenblick tropfe ich wieder mal Inflanefran forte, habe den neunten Schub in zwei Jahren und die Nase voll. Wie läuft das denn mit den Medikamenten? Nimmt man die über einen längeren Zeitraum und erst dann, wenn ich die Augentropfen absetze, oder gleichzeitig, oder wie. Hoffentlich kann mir hier jemand was sagen. Im Bechterew Brief waren letztens die Medikamente zwar aufgezählt, aber sonst stand da nichts. Ich wurde im April geröntgt und es wurde eine Sakroilitis im Hüftbereich rechts festgestellt. Habe aber außer der Iritis und hin und wieder Rückenschmerzen überhaupt keine Probleme. Na gut, Müdigkeit und Stimmungsschwankungen, aber sonst nix.Bin froh über jede Anwort. Falls irgendjemand hier einen Rechtschreibfehler findet, hat den mein Sohn (20 Monate) reingedrückt.

Gruß


Andrea

r.klute
29.08.2003, 18:14
Hallo Andrea,

mir ist kein Medikament bekannt, mit dem eine Iritis (Uveitis anterior) wirksam verhindert werden kann. Wer sehr häufig damit Probleme hat (Rezidive), der sollte in einer Universitäts-Augenklink untersucht werden. Es gibt in den Uni-Kliniken spezielle Uveitis Ambulanzen! Nach der Untersuchung wird ein Therapieplan für den Augenarzt erstellt. Zum Einsatz kommen entzündungshemmende Medikamente, eventuell sogar Immunsuppressiva.

Viele Grüße

Rainer :)

Engelbert
29.08.2003, 19:32
Hallo Andrea

Es ist so das wohl in Statistischen Erhebungen rausgekommen ist das Menschen die zur Iritis neigen diese seltener bekommen wenn Sie gewiße Arzneimittel ( z.B. Sulfasalizin) auf Dauer einnehmen.

Das wie und wann denke ich ist Sache der Ärzte denen ich nicht ins Handwerk fuschen will.

Wie Rainer richtig schreibt ist damit aber nicht gesagt es bei jedem wirkt, ich denke aber einen Versuch ist es wert.

Engelbert

r.klute
30.08.2003, 06:04
Hallo,

die Uveitis anterior (Iritis) und der Morbus Bechterew sind zwei Erkrankungen. Beide haben einige Gemeinsamkeiten:
- Ursache der Krankheit unbekannt
- HLA-B27 kommt sehr häufig vor
- Verlauf schubweise
- Entzündungen

Bei Uveitis anterior Patienten kann nur in 50% aller Fälle eine Grunderkrankung festgestellt werden. Es fehlt der wissenschaftliche Beweis, dass die Iritis eine Folgekrankheit des Morbus Bechterew ist, deshalb tritt nicht bei allen MB-Patienten die Iritis auf. Wahrscheinlich löst die gleiche Ursache bei vielen Personen zwei Erkrankungen aus. Außerdem kann die Uveitis anterior einer Grunderkrankung um Jahre vorausgehen.
Spätestens nach dem zweiten Schub (wenn die Iritis zum zweiten Mal auftritt) ist eine gründliche Untersuchung (Differentialdiagnose) notwendig und das am besten in einer Uni-Klinik. Leider sind die Patienten noch nicht so gut informiert, um vom Augenarzt eine Überweisung zu verlangen. Da hier zwei Erkrankungen vorliegen, müssen auch die Therapien abgestimmt werden.
Am 27. September ist der Morbus-Bechterew-Tag: „Morbus Bechterew kann ins Auge gehen“. Ich hoffe, dass an diesem Tag die Betroffen einige Information bekommen, denn schon das Motto ist sehr fragwürdig.

Gruß
Rainer :)

Engelbert
30.08.2003, 20:49
Hallo Rainer

Du schreibst das die Patienten nicht gut genug informiert sind um eine Überweisung zu verlangen.

Stellt sich jetzt die Frage wie gut sind Augenärzte informiert?

Ein schönes Restwochenende allen

Engelbert

Sabine
30.08.2003, 22:10
Ich stecke gerade mal wieder in einem hartnäckigen Iritis-Schub drin, trotz Basistherapie mit Sulfasalazin:(
Ich hatte drei Jahre keinen Schub und im Moment meinen neunten.
Aufgrund der häufigen Iritis konnte dann die Diagnose MB gestellt werden, da ich im Urlaub mal einen heftigen Schub hatte und der Augenarzt mich auf MB aufmerksam machte. Bin ihm sehr dankbar dafür. Nur leider ist er am Bodensee und ich in Berlin.
Ist zwar eine Großstadt, die sich Hauptstadt nennt, nur ich finde keinen geeigneten Augenarzt, der mich richtig gut während des Schubs begleitet.
Mein Rheumatologe versprach mir auch: Bei Basistherapie keine Iritis mehr.
War wohl ein Satz mit X :cool:

Findet der Morbus Bechterew Tag am 27.9. überall statt, oder nur in einigen Städten?
Wo bekommt man Informationen zum Ablauf?

Liebe Grüße
Sabine :danke:

r.klute
30.08.2003, 22:27
Hallo Sabine,

der Morbus-Bechterew-Tag ist ein bundesweiter Aktionstag. Was in Berlin geplant ist, kann ich nicht beantworten. Infos gibt es beim LANDESVERBAND BERLIN-BRANDENBURG
Vorsitzender: Peter Böhm, Prager Str. 7, 10779 Berlin, Tel. u. Fax 030/2117623 und Tel. 030/89094080
eMail: peboehm@gmx.de

Wegen der Iritis würde ich mich an folgende Adresse wenden:
Prof. Dr. med. M. Foerster
Augenklinik Benjamin-Franklin-Klinikum Freie Universität Berlin
Hindenburgdamm 30, 12200 Berlin

Interessant ist auch die
Leitlinie Nr. 14, Berufsverband der Augenärzte (http://www.augeninfo.de/leit/leit14.htm).

Viele Grüße
Rainer :)

Sabine
30.08.2003, 22:39
Hallo Rainer,

vielen Dank für die schnelle Antwort.
Während des jetzigen Iritis-Schubs war ich in der ersten Hilfe Station im Benjamin Fränklin und fand mich gut beraten.
Der Tip mit dem Prof. Dr. med M.Foerster ist gut, vielen Dank:)

Da werd ich mal versuchen einen Ambulanten Termin zu bekommen.

Was mich noch interessiert:
Hat schon mal jemand mit der Anthroposophischen Augenärztin Frau Dr. Hammer in Lörrach Erfahrungen gemacht :confused:
Leider liegt auch Lörrach am anderen Ende in Deutschland von Berlin aus. Ich spiele aber schon seit einigen Jahren mit dem Gedanken dort mal hinzufahren als Patientin.

Liebe Grüße
Sabine

petra
31.08.2003, 18:17
Hallo Engelbert,

Deine Frage nach der Informiertheit mancher Augenärzte trifft den Nagel auf den Kopf.
Mich fragte vor 2 Jahren mein Augenarzt, ob ich denn wüsste, wovon bei mir die Iriten kämen und daraufhin sagte ich ihm, dass ich Bechterew hätte.
Daraufhin fragte er mich, was das denn sei, Bechterew.
Er konnte mit der Krankheitsbezeichnung nichts anfangen.

Gruss - petra

Andrea_B.
31.08.2003, 18:35
Hallo zusammen!

In der Broschüre (MB kann ins Auge gehen) stand das mit den Sulfasalazinen. Allerdings habe ich meinen Augenarzt noch nicht drauf angesprochen. Er hatte aber vor zwei Jahren gleich mit auf den MB hingewiesen, nur war da das Röntgen wegen meiner Schwangerschaft nicht möglich. Ich muß auch noch ehrlicherweise hinzufügen, dass ich das nicht so richtig registriert hatte. Er hat es aber meinem alten Hausarzt in einem Bericht mitgeteilt. Sein Zitat auf irgendwelche Mitteilungen." Das Blut ist in Ordnung und meine Mutter hatte das auch mal und dann nicht mehr." Wie schön für die Mutter. Ich habe dann den Arzt gewechselt und der hat mit gesucht. Ich war auch noch in der Uni Klinik Münster. Die und der Professor haben da auch einen sehr guten Ruf, nur auf MB kam keiner. Also über meinen Augenarzt kann ich mich nicht beschweren. Nun ja, ich gehöre ja nun noch zu den leichten Fällen. Von mir aus darf das so bleiben. Blöd ist nur, dass ich so gerne lese und das fällt dann natürlich erst wieder flach. Mein nächster Termin beim Augenarzt ist am 4. September. Mal sehen, was sich machen läßt.

Gruß

Andrea

r.klute
01.09.2003, 19:29
Hallo,

hier ist als Info die erste Seite vom Faltblatt:
http://www.bechterewforum.de/images/mb-tag-2003.gif
Gruß
Rainer

Barbara
02.09.2003, 06:58
hallo an alle
gerade petras beitrag hat mich wieder ein bischen nachdenklich gemacht.
irgendwie drängt sich mir der verdacht auf,das wir für viele ärzte erst mal versuchskaninchen sind.möglicherweise haben viele ärzte nur eine art schulbuchwissen darüber.naja,so gehäuft kommt mb halt doch nicht vor!!!!
heute werde ich meinen hausarzt(der übrigens den verdacht mb als erster äusserte) mal auf eine überweisung zum augenarzt ansprechen.ich glaube mittlerweile,da gibts bei mir auch was zu tun
lg barbara:( :(

Sternchen081069
07.09.2003, 12:09
Hallo Ihr Lieben! Ich sitze jetzt schon seit 6Wochen mit Iritis an.Mein Augenarzt weiss über mein MB bescheid. Er hat mir Dexagel verschrieben . Leider hat sich an meinem Zustand nichts geändert. Die Augen sind immer noch enzündet. Einen Tag ist es besser und dann wieder schlechter. Gibt es andere Augentropfen oder Medikamente? Bitte helft mir!Gruss Katrin:confused:

r.klute
07.09.2003, 12:26
Hallo Katrin,

sechs Wochen sind schon eine lange Zeit. Es gibt Injektionen neben das Auge oder Cortison Pillen, die in das Auge eingesetzt werden. Die nächste Augenklinik ist in Greifswald (http://www.medizin.uni-greifswald.de/augen/augen_sss_uveitis.html) oder? Auf jeden Fall ist es ratsam sich dort untersuchen zu lassen.

Gute Besserung wünscht
Rainer :)

Sabine
12.09.2003, 09:41
Nun endlich nach 5 Wochen scheind die iritis überstanden zu sein:) (freu)

Nun hab ich noch ein Problem mit dem scharf Schauen:confused:
Die Erweiterungstropfen hab ich am Dienstag abgesetzt, es war zum Schluß HOMATROPIN 1%.
Da heißt es das man nach einem Tag wieder klar sehen kann.

Heute ist der dritte tag, die Pupille hat wieder die normale Größe, nur ich sehe alles verschwommen :confused:

Hatte ich bei den anderen 8 Schüben nicht!!

Meine Augenärztin hat ein paar Tage Urlaub und so frage ich euch, kennt jemand so etwas??:frage:
Ich tropfe nur noch 2x Inflanefran

Liebe Grüße
Sabine

Thomas
12.09.2003, 11:57
Hallo,

bis das Auge normal gestellt ist, kann eine Woche dauern. Also normal weiter tropfen und das Wochenende abwarten.
Weiterhin gute Besserung!

Gruß Thomas :)

Sabine
15.09.2003, 11:33
Heute war ich wieder beim Augenarzt, weil ich immer noch alles verschwommen sehe.
Nun ist genau das eingetreten wovor ich schon bei den 8 vorherigen Iritis-Schüben Angst hatte, nun habe ich vom vielen Kortison eine Linsentrübung:(

hat jemand von Euch Erfahrung ob diese wieder weg geht oder immer bleibt?

Gruß Sabine

:frage:

Troll
15.09.2003, 14:29
Hallo Sabine,

wie lange war das Auge entzündet? Fünf Wochen?
Eine Linsentrübung als Nebenwirkung einer Langzeittherapie mit cortisonhaltigen Augentropfen ist nicht selten. Ganz vorsichtig formuliert, entweder die Linsentrübung („grauer Star“, Katarakt) bildet sich innerhalb der nächsten drei Wochen zurück oder die Linse ist so eintrübt, dass nur eine OP helfen kann. :mad:
Dabei wird die trübe Linse entfernt und unter Umständen durch eine Kunstlinse ersetzt. Was sagt denn der Arzt?

Ich möchte Dir keine Angst machen, sondern ich hoffe mit Dir, dass die Linsentrübung rasch abklingt.

Alles Gute
Troll :)

Sabine
16.09.2003, 09:46
Hallo Troll,

die Ärztin meint das dies auf Grund der vielen Kortisonmengen passiert ist und meint in drei Wochen will sie nocheinmal schauen.
Sie meint das auf jedem Fall eine Sehbeeinträchtigung zurückbleiben wird.
Die Linsentrübung könnte bei viel Glück zurück gehen, muß aber nicht.
Natürlich hoffe ich das es zurückgeht.
Ja die Entzündung war 5 Wochen, ist für mich eigentlich wenig!
Bei meinen anderen Schüben hatte ich meist eine Entzündung von 3 Monaten!! Und dann nicht nur Tropfen, sondern auch Kortison als Tablette und Spritze.

Diesmal hatte ich ja Schwierigkeiten von Anfang an, habe ja auch mittendrin die Ärztin gewechselt
:( jetzt bin ich, glaube ich, ganz gut aufgehoben.

Ich hoffe das es nicht zur OP kommt...davor hätte ich Panik...ich bin total empfindlich am Auge. Und dabei ist man ja wach und schaut praktisch noch zu:eek:

Auf jedem fall gehe ich am 27.9. zur Veranstaltung
"Morbus Bechterew kann ins Auge gehen"

Liebe Grüße
Sabine