hippo
14.02.2004, 16:06
Hallo zusammen, da bin ich wieder...
...zurück aus der Reha in Oberammergau in einer der Waldburg-Zeil-Kliniken.
Das Wichtigste vorweg: Es war super, die Menschen zuvorkommend und freundlich, die Anwendungen ausgewogen
und auf den einzelnen Körper abgestimmt, also weitab vom Standardprogramm.
Im Einzelnen: Dort als einziger nachmittags angekommen meinte der Busfahrer, erst mal eine Sight-Seeing-Tour mit mir machen zu müssen, da ja bis zum Essen
noch viel Zeit wäre. Als ich in der Klinik ankam, wurde ich erst mal ausgesprochen freundlich begrüßt, mir wurden die
Zimmerschlüssel ausgehändigt und gesagt, ich solle mir keine Gedanken machen, alles würde sich von selber regeln. Erst mal stutzig
durch diesen Spruch erfuhr ich aber bald, dass die freundliche Dame recht behielt. Dass Zimmer zwar klein aber mit allem was das Herz begehrt ausgestattet.
Balkon mit Wäscheständer, Badezimmer mit Handläufen und dem Marmorwaschbecken in behinderten gerechter Höhe, Schreibtisch,
Fernseher kostenlos, die Minibar suchte ich vergeblich, hätte mich ihr Vorhandensein doch nicht gewundert. :gruebel:
Das Abendessen war gut, Auswahl wie auch beim Mittagessen zwischen verschiedenen Gerichten
Nächster Morgen: Eingangsuntersuchung. Der Arzt sehr nett, Untersuchung allerdings sehr schnell. Da muss man schon wissen, welche Anwendung möglich sind, die dann
auch im Therapieplan aufgeführt werden müssen, um sie zu bekommen. Hier gilt auch im weiteren Verlauf, dass man sich selber kümmern muss, sonst hast du viel Leerlauf.
Leider erhielt ich am ersten Tag noch keinen Plan, dafür gings dann am zweiten Morgen bereits um 6:50 Uhr los mit der Atemgymnastik. Die Gruppe bestand aus 8 Personen,
diese Gruppengröße hat sich auch im Verlauf der 4 Wochen kaum geändert.Die nächste wichtige Erfahrung war, dass auch der Physiotherapeut erst mal untersucht! Ja ihr habt richtig
gelesen. Auch hier war kein Standardprogramm angesagt, sondern erst Untersuchung, dann wurde ich weiter delegiert zur Einzelgymnastik,
die sich ausschliesslich mit der sogenannten reflektorischen Atemgymnastik befasste.Es ging weiter zur Medizinischen Trainingstherapie, Wasser"ballett", Gruppengymnastik,
Massagen, Moorbädern oder -packungen, Elektrotherapie. Zur Auswahl der Aktivitäten standen dann noch Bogenschiessen,
Langlauf, TaiChi. Wer seine Freizeit noch gestalten wollte, konnte Filme anschauen, Seidenmalen,Singen oder Tanzen.
Sollte es dann dürsten, rein in die Cafeteria, die beinahe durchgehend bis 22:00 Uhr geöffnet hat-bis auf das Wochenende,
da hat sie erst ab 14:00 Uhr geöffnet.
Leute, ich hab mich dort sauwohl gefühlt, aber vor allen Dingen hat die ganze Reha mir in bald allen Ebenen beinahe
1,5 cm mehr Bewegung gebracht. Ausserdem hat die Therapeutin der reflektorischen Atemgymnastik es geschafft, meine extremen
Verspannungen im Schultergürtel zu lösen. Ich bin beinahe 2 Jahre wie mit einem Korsett rumgelaufen und plötzlich war es nicht
mehr da. Die Therapie war zwar drei Wochen lang sehr schmerzhaft, aber es hat sich gelohnt. :applaus:
Erst einmal bis hierher
Euer Michael
Erfahrungsbericht meiner Reha (PDF-Datei, 135kB) (http://www.dvmb-forum.de/Berichte/Erfahrungsbericht_hippo.PDF)
...zurück aus der Reha in Oberammergau in einer der Waldburg-Zeil-Kliniken.
Das Wichtigste vorweg: Es war super, die Menschen zuvorkommend und freundlich, die Anwendungen ausgewogen
und auf den einzelnen Körper abgestimmt, also weitab vom Standardprogramm.
Im Einzelnen: Dort als einziger nachmittags angekommen meinte der Busfahrer, erst mal eine Sight-Seeing-Tour mit mir machen zu müssen, da ja bis zum Essen
noch viel Zeit wäre. Als ich in der Klinik ankam, wurde ich erst mal ausgesprochen freundlich begrüßt, mir wurden die
Zimmerschlüssel ausgehändigt und gesagt, ich solle mir keine Gedanken machen, alles würde sich von selber regeln. Erst mal stutzig
durch diesen Spruch erfuhr ich aber bald, dass die freundliche Dame recht behielt. Dass Zimmer zwar klein aber mit allem was das Herz begehrt ausgestattet.
Balkon mit Wäscheständer, Badezimmer mit Handläufen und dem Marmorwaschbecken in behinderten gerechter Höhe, Schreibtisch,
Fernseher kostenlos, die Minibar suchte ich vergeblich, hätte mich ihr Vorhandensein doch nicht gewundert. :gruebel:
Das Abendessen war gut, Auswahl wie auch beim Mittagessen zwischen verschiedenen Gerichten
Nächster Morgen: Eingangsuntersuchung. Der Arzt sehr nett, Untersuchung allerdings sehr schnell. Da muss man schon wissen, welche Anwendung möglich sind, die dann
auch im Therapieplan aufgeführt werden müssen, um sie zu bekommen. Hier gilt auch im weiteren Verlauf, dass man sich selber kümmern muss, sonst hast du viel Leerlauf.
Leider erhielt ich am ersten Tag noch keinen Plan, dafür gings dann am zweiten Morgen bereits um 6:50 Uhr los mit der Atemgymnastik. Die Gruppe bestand aus 8 Personen,
diese Gruppengröße hat sich auch im Verlauf der 4 Wochen kaum geändert.Die nächste wichtige Erfahrung war, dass auch der Physiotherapeut erst mal untersucht! Ja ihr habt richtig
gelesen. Auch hier war kein Standardprogramm angesagt, sondern erst Untersuchung, dann wurde ich weiter delegiert zur Einzelgymnastik,
die sich ausschliesslich mit der sogenannten reflektorischen Atemgymnastik befasste.Es ging weiter zur Medizinischen Trainingstherapie, Wasser"ballett", Gruppengymnastik,
Massagen, Moorbädern oder -packungen, Elektrotherapie. Zur Auswahl der Aktivitäten standen dann noch Bogenschiessen,
Langlauf, TaiChi. Wer seine Freizeit noch gestalten wollte, konnte Filme anschauen, Seidenmalen,Singen oder Tanzen.
Sollte es dann dürsten, rein in die Cafeteria, die beinahe durchgehend bis 22:00 Uhr geöffnet hat-bis auf das Wochenende,
da hat sie erst ab 14:00 Uhr geöffnet.
Leute, ich hab mich dort sauwohl gefühlt, aber vor allen Dingen hat die ganze Reha mir in bald allen Ebenen beinahe
1,5 cm mehr Bewegung gebracht. Ausserdem hat die Therapeutin der reflektorischen Atemgymnastik es geschafft, meine extremen
Verspannungen im Schultergürtel zu lösen. Ich bin beinahe 2 Jahre wie mit einem Korsett rumgelaufen und plötzlich war es nicht
mehr da. Die Therapie war zwar drei Wochen lang sehr schmerzhaft, aber es hat sich gelohnt. :applaus:
Erst einmal bis hierher
Euer Michael
Erfahrungsbericht meiner Reha (PDF-Datei, 135kB) (http://www.dvmb-forum.de/Berichte/Erfahrungsbericht_hippo.PDF)