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Vollständige Version anzeigen : Untersuchung Uniklinik


jane2004
10.02.2004, 18:37
Hallo Ihr Lieben,

ich habe mich also am Montag mit meinem Freund auf den Weg in die Uniklinik gemacht.

Obwohl wir wegen Stau und Winterwetter zu spät dran waren, war eine Unterscuhung doch möglich.

Nach mehrmaligen Anmeldungen saßen wir dann einige Zeit in einem unfreundlichen, grauen Gang herum. Aber warten sind wir gewohnt und außerdem geduldig.

Der nette Arzt stellt mir nach der Durchsicht meiner bisherigen Befunde etliche Fragen über Vorerkrankungen, Kinderkrankheiten und Familiengeschichte.

Dann drückte er hier und da, ich mußte ein wenig turnen und diverse Verrenckungen durchführen. Dabei muss ich sagen, dass es fast nirgendwo zwickte, nur bei der Beweglichkeit haperte es manchmal. Während einer Übung (auf dem Bauch liegend und dann Bein anheben und verdrehen) zog es doch mehr als beim anderen Bein. Dies bemerkte der Doc und fragte mich, ob dieser Schmerz sich verschlimmert hätte. ???? Er wunderte sich dann doch etwas, als ich ihm mitteilte das dieser Übungstest noch von keinem Doc vorher durchgeführt wurde. Naja.

Dann durfte ich michwieder ankleiden. Das Wort "MB" nahm er nicht in den Mund, er sagte mir nur, dass im schlimmsten Fall sich in X Jahren meine Wirbelsäule versteifen könnte und dagegen nur mit den üblichen Mitteln, am stärksten mit Diclo und Volteren, entgegengewirkt werden kann. Alternativ Vioxx, wegen der Nebenwirkungen. Ach ja, und Celebrex könnte ich auch probieren, er gab mitr hierzu eine Packung zur Probe mit. Wenn es sehr schlimm würde, dann gäbs dann Cortison. Und eben Bewegung, Bewegung, Bewegung.....

Ich erhielt eine Überweisung zum MRT. Und es wurden etliche Röhrchen Blut gezapft, um andere Erkrankungen auszuschließen.

Wenn die Befunde vorliegen, dann soll ich einen neuen Termin ausmachen zur Auswertung.

Soweit so gut. Es war mir klar, dass ich wohl keine Diagnose zu erwarten hatte. Allerdings bin ich eigentlich so schlau wie zuvor.
Er hat von MB direkt, außer beim Vorgespräch, nichts verlauten lassen.

Und auf der Überweisung stand dann auch noch V.a. ISG-Arthritis. Also nichts MB? Mal dumm gefragt.

Ich würde mich freuen, wenn mir (mal wieder) jemand von Euch etwas dazu sagen würde. Leider bin ich immer noch nicht soweit, dass ich die Ärzte "löchern" kann. Hm, sollte ich wohl mal.

Ich wünsche Euch einen schönen Abend und eine gute Zeit!

Alles Liebe von Jane

bodojannasch
10.02.2004, 19:01
Jane,toll beschrieben die Untersuchung.Wenn es nicht so ernst wäre,ein Fall für eine Komödie.Ich hab das alles anfangs ähnlich erfahren.Um eine Diagnose zu bekommen,benötigst Du wirklich Zeit und Geduld.Wird alles nicht so eilig bewertet.Natürlich ist das auch nicht immer ganz so einfach von Fall zu Fall.Da der Doktor noch keine Ergebnisse vom MRT und dem Blut hatte,als Du da warst,warte erst mal ab.Alles wird gesammelt,erst dann kann aus dem Puzzel ein ganzes Bild entstehen.Die Vermessungen und Verrenkungen sind wichtig.Da gibt es den Test menellsches Zeichen in Form eines speziellen Griffs,Sichtung der Körperhaltung und vieles mehr.Ich nehme den Doktor nicht in Schutz,aber von einmal besuchen wird es keine voreilige Diagnose geben.Die Namen der genannten Rheumamittel sind ja auch nur erwähnt worden.Oft müssen die Verträglichkeiten wirklich probiert werden,da jeder Körper anders reagiert.Probiere das Mittel,es soll ja erst mal eventuelle Entzündungen eindämmen.Wie schon erwähnt,dauert das alles,bis der Patient im Rahmen des Optimums eingestellt ist.Geduld ist das wirkliche Zauberwort.Ich wollte auch hauruck und so,hab das aber endlich eingesehen,dass das nicht geht.Der dunkle Flur,naja,den gibt es in Berlin in der Uniklinik auch.
Ich denke,Du solltest es in Ruhe einige Nächte überschlafen.Die ISG Sache auf der Überweisung ist schon ok.Es wird wohl nach einer ISG - Gelenksentzündung untersucht,auch eventuell mit Kontrastmittel.Übrigens dauert eine unanfechtbare Diagnose ca. 5- 7 Jahre.
Dir gute Besserung und viel Glück bei der richtigen Diagnose und Medikation.Das braucht man auch einwenig.
Liebe Grüße von Bodo

Ulmka
10.02.2004, 21:11
Hallo Bodo,

mach Jane mal nicht zu viel Angst: die meisten von uns haben so lange gebraucht für die Diagnose, aber das war ja ohne die Hilfe aus dem Forum ;) :p

Außerdem ging es bei einigen auch so schneller - also keine Panik, Jane, wir helfen dir nach Leibeskräften, dass du nicht 10 Jahre brauchst!

Außerdem - auch wenn der Doc das Wort MB nicht ausgesprochen hat, so hat er doch mit Sicherheit sehr daran gedacht, wenn er von einer im schlimmsten Falle steifen Wirbelsäule und Bewegung :sport: als Therapie spricht!!!

Er wollte einfach noch nicht die endgültige Diagnose sagen, bevor er sich nicht mit Hilfe von MRT und Blutuntersuchung ganz sicher ist!

Meine erste Untersuchung beim Rheumatologen in der Rheumaklinik in Bremen liefen übrigens ganz ähnlich ab (nur das ich gerade sehr starke Schmerzen hatte) - und 2 Wochen später hatte ich von denen die Diagnose MB!

Zum Löchern fällt mir ein: ich mach mir dazu immer eine Gedankenstütze: ein Zettel, auf dem alles steht, was ich ansprechen will. Meistens fragen die Ärzte dann am Ende des Gesprächs, ob ich denn jetzt alles abgehakt hätte ... :D :D :D

Liebe Grüße

Lydia

Engelbert
10.02.2004, 21:13
Hallo Jane

Zunächst möchte ich dir gratulieren, der arzt bei dem Du heute warst scheint sein Handwerk zu verstehen.

Diese Geschichte mit dem Beinanheben wird wohl der Mennelsche Handgriff gewesen sein, eigentlich muß er dabei die zweite Hand auf Deinen rücken gelegt haben.

Im streng medizinischem Sinne darf er eigentlich erst dann von einem Bechterew sprechen wenn es zu verknöcherungen gekommen ist, ansonsten gibt es in der Famielie der Spondylartritiden (ich hoffe das ist richtig geschrieben) noch ein paar andere Erkrankungen die sich aber in der Therapie nicht vom Bechterew unterscheiden.

Ich nehme mal an das er nach dem nächsten termin Dir sagen wird zu welcher Gruppe er Dich rechnen wird.

Die Dir genannten Medikamente sind wohl das übliche, ich nehme von allem nur die Bewegung und davon reichlich, naja es wird wohl auch Menschen geben die damit nicht auskommen können.

Wünsche Dir auf jeden Fall alles gute

Engelbert

Turbo Biene
11.02.2004, 05:51
Merci für Deine Nachricht :knuddel:

Lydia hat schon angesprochen, was ich Dir sagen wollte :D

Ich denke also auch das Dein Rheumatologue, wenn Er's nicht gesagt hat, dann gedacht, das es eine MB Krankheit oder verwandte K. sein könnte und ich habe auch das Gefühl das nach dieser MRI....einiges klarer erscheinen wird!

Auf alle fälle spricht Er also auch für :dance: :sport: das ist gut!

Das vom Spik-Zettel mit alles wo Dir zu Hause im Sinn kommt wo Du den Arzt fragen möchtestst, mache ich schon länger, weil es häufig schon der Fall war, das ich alles vergessen hatte was ich Ihm fragen wollte und sobald ich draussen war oder beim Heimfahren....kam es mir wieder in Sinn :gruebel:


Also....liebe Jane, ich drücke Dir die Daumen für Deine Untersuchung und melde Dich wieder, wenn Du mehr weisst ;)
(Du kannst Dich natürlich auch vorher melden :D :D )

Liebe :knuddel: Grüsse

Turbo Biene ;)

Claudia_1975
11.02.2004, 07:10
Hallo Jane,

ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen. Mir erscheint es auch so als ob du in kompetente Hände gelangt bist. Ich finde es eigentlich sogar eher gut, dass der Arzt noch keine Diagnose stellt, bevor das MRT nicht gemacht ist. Deine Enttäuschung kann ich verstehen, immer noch in der Umgewißheit zu sein, aber jetzt hast Du so lange gewartet, da machen es ein paar Tage/Wochen doch auch nicht mehr, oder!?
Ich drücke die Daumen, dass Du bald Gewißheit hast und gut beraten wirst.

Liebe Grüße
Claudia

Gast_02
11.02.2004, 08:41
Hallo Jane,

auchich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen.
Der Arzt hat insgeheim denke ich ich doch von MB gesprochen.
Die versteifende Wirbelsäule und auch die Medikamente und die
:sport: :dance: Bewegung sprechen dafür.
Lass dir erst mal keine Angst machen und warte die Untersuchungen ab,
deine Diagnose wird noch schnell genug kommen.
Im Vorfeld kannst du ja schon mal nach Bechetrew regeln leben,
um hier keine Zeit zu verschenken.

einen lieben Gruss und :knuddel:

der Graf

Uwe

;o :rolleyes: :gruebel:

bodojannasch
11.02.2004, 10:30
Ich möchte ja auch keine Angst verbreiten :) ,sondern eher auf den normalen Werdegang hinweisen,der eigentlich üblich ist.Dass es dabei mal länger oder kürzer dauert mit der Diagnose,ist ja bekannt.So weiß Jane wenigstens,dass Geduld sehr wichtig ist.Mut machen ist eine wichtige Sache,Fakten aber auch.Es liegt mir nicht im Sinn,jemanden zu verunsichern :) ,sondern eher die Eventualitäten zu nennen.Ferndiagnosen sind mir zu waghalsig.In diesem Sinne Jane,Kopf hoch,abwarten,dann wird es schon was werden.Eine MB Diagnose ist nicht mit einem oder zwei Terminen gemacht.Meine hat 4 Jahre gedauert,ein Freund von mir hat nur 6 Monate dafür benötigt.
Liebe Grüße an Euch alle von Bodo :)