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Vollständige Version anzeigen : Klage gegen BfA wegen Ablehnung des Reha-Antrages


hippo
29.08.2003, 10:04
Hallo zusammen.

Habe vor kurzem über den VdK beim Sozialgericht in Düsseldorf Klage gegen die BfA eingeleitet, da die BfA mir meinen Reha-Antrag trotz dringender Befürwortung des BfA-Vetrauensarztes abgelehnt hat. Wer hat Erfahrung mit so einer Geschichte???

Hintergrund:
Drei Jahre hintereinander wurde meine Reha durch die BfA bewilligt, dieses Jahr nicht. Wie mir nach 7 Monaten Bearbeitungszeit incl. Widerspruch und vertrauensärztlicher Untersuchung die freundliche Dame der BfA mitteilte, liegt der Grund einfach nur darin, dass ich im letzten Kalenderjahr nicht mindestens 3 Monate krankgeschrieben war. Hat von Euch schon jemand so einen hirnrissigen Quatsch gehört?:confused:

Wäre schön, wenn mir jemand aus eigenen Erfahrungen berichten könnte.

Gruß
Hippo

Troll
29.08.2003, 15:08
Hallo Hippo,

für hirnrissigen Quatsch ist die BfA doch bekannt? Oder? *g*
Wer in der Klinik Wendelstein war, kennt die Schreibtischathleten der BfA. Genauso sind auch dort die Anwendungen, alles nach Vorschrift. Deshalb mache ich schon lange keine Reha mehr über die BfA! :mad:

Es ist doch so, dass eine Leistung zur medizinischen Rehabilitation frühestens alle vier Jahre erbracht werden kann. Ausnahmen aus gesundheitlichen Gründen sind möglich. Und damit wird die Ablehnung begründet, wer nicht krank war bekommt keine Reha.

Und wie das Gericht entscheidet bleibt abzuwarten, denn Recht haben und Recht bekommen sind zwei verschiedene Dinge. Viel Erfolg wünscht

Troll :)

hippo
29.08.2003, 15:30
Howdy, Troll.

Dein Kommentar zeigt mir, daß du auf meiner Homepage warst.
O.K., Wendelstein ist nicht der Hammer, aber die verordneten Massnahmen waren gut, wenn sie denn auch erfolgten. Ausserdem habe ich festgestellt, dass es wirklich eine "Anstalt" ist, sagt ja schon der Ausdruck BfA(nstalt).
Du hast ja recht, die Begründung war tatsächlich so: "laber,sülz...nach Ablauf von 4 Jahren steht die Reha nicht zu. Bla bla..". Der BfA arzt sagt aber, "...jährliche Widerholung dringend erforderlich!"
Jetzt frag ich mal so in die Runde: Ist BfA gleich BfA? Rallen die da eigentlich nicht, dass sie den eigenen Leuten die Kompetenz absprechen? Ich dachte bisher, dass eine Krähe der anderen kein Auge aushackt! Ist denn die BfA so anders?

Was ich noch nie leiden konnte, ist Ungerechtigkeit. Und nur deshalb ziehe ich auch die Klage durch. Klar, solange die Klage läuft, kann ich keinen neuen Reha-Antrag stellen. Das ist mir in diesem Fall aber auch egal. Ich sehe einfach im Moment rot. Das wird wohl auch noch ca. 1 Jahr so bleiben. Solange dauert wohl die Klage bis zur Entscheidung, habe ich mir sagen lassen. Der Anwalt vom VdK meint aber, wir hätten ca. 6 Wochen gewonnen, da der Bericht des Arztes im Vergleich mit der Begründung des Sesselpupsers der BfA sich gegenseitig aufheben würden. Er meint, dass die BfA es ihm noch nie so leicht gemacht hätte.
Ich bin vielleicht gespannt, was dabei rauskommt.

BfA-Geschädigte aller Länder - vereinigt euch!
Nur ne Sammelklage wäre noch schöner:D

petra
29.08.2003, 18:57
Hallo,

von den Machenschaften (oder Unvemögen) der BfA kann ich auch ein Liedchen singen, nicht so unmittelbar mich betreffend, aber meinen Mann.
Wie bereits früher mal erwähnt hatte der 2001 einen wirklich schlimmen Unfall mit Wirbelsäulenbrüchen, Koma und noch mehr Schnickschnack.
Den Ärzten (Chirurgen) muss ich hier mal ein Kompliment machen, da haben sie bei meinem Mann aus Schrott mit Hilfe von einigem Metall doch wieder einiges zurechtgefeilt. Aus dem Beckenkamm haben sie neue Wirbelteile geschnitzt und gegen die Bruchstücke von 2 total zerschmetterten Wirbeln zum grossen Teil ausgetauscht, und auch einiges andere wieder dahin gerückt, angeflickt und drangeschraubt, wo es hingehört, so dass er nach einem Jahr wieder so halbwegs in Gang kam.
Vor dem Unfall hatte er als Möbelmonteur (Transport und Aufbau) gearbeitet, was nun allerdings aufgrund der verbliebenen Schäden nicht mehr möglich war.
Was folgte, war eine sogenannte "Wiedereingliederungsmassnahme" der BfA, um die Teilnahme am Arbeitsleben zu ermöglichen - und hier fängt die Misere an:
Die Betroffenen werden an sog. Vermittlerfirmen herangebracht, wo sie aber echt mit überflüssigem Scheiss an Schulungsmassnahmen zugeknallt werden, jeden Tag 8 Stunden Unterricht, den eigentlich keiner braucht und schliesslich folgt ein Praktikum.
Nach meiner Meinung fungieren solche Vermittlerfirmen als legale Zwischenhändler für moderne Sklaverei.
Die Leute werden ohne reellen Lohn an Billigfirmen verliehen, wo sie die Arbeiten verrichten müssen, die sonst keiner machen will, also körperlich schwerste Arbeiten, Arbeitszeit bis zu 16 Stunden, kein Wochenende oder sonstige freie Tage und so weiter.
Unter dem Vorbehalt einer vielleicht in den Sternen stehenden Festanstellung nach Ende des Praktikums werden die Leute als Billigarbeitskräfte für Urlaubsüberbrückung oder andere Hau-Ruck-Aktionen eingesetzt und wie Dreck behandelt und wer das dennoch durchsteht, bekommt meist nach einigen Tagen der Festanstellung den letzten Tritt verpasst und muss gehen.

Wenn sich die Behörden in dieser Bananenrepublik so "viel" Mühe geben, die Arbeitsfähigkeit der Bürger zur erhalten und zu schützen, muss man sich eigentlich nicht mehr wundern, wenn so viele aufgeben und in der Rente oder als Sozialfall enden.
Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass nichts unversucht gelassen wird, um einen so bald als möglich ins Grab zu bringen.

Allen ein schönes WE
Gruss - petra

hippo
30.08.2003, 11:09
Hallo Petra.

Hört sich schlimm an, was deinem Mann so widerfahren ist.

Frage: Was ist jetzt mit deinem Mann? Hat er Arbeit? Ist er Schwerbehindert? Welche Pläne habt Ihr?

Wichtiger noch: In wie weit habt ihr euch das alles, was du geschildert hast gefallen lassen? Habt ihr rechtliche Schritte unternommen? Habt ihr euch in irgendeiner Weise mal an geeigneter Stelle erkundigt, wie weit die Schmerzgrenze gehen darf?

Grundlage der BfA ist es ja, erst einmal auf Teufel komm raus die Arbeitsfähigkeit der Angestellten zu erhalten, um schön weiter die Beiträge kassieren zu können. So lange tut die BfA eigentlich alles, um die Leute bei der Stange zu halten. Erst, wenn jemand nicht mehr arbeitsfähig ist, lassen die einen fallen, wie eine heisse Kartoffel. Dann taugst du nichts mehr und bist eigentlich überflüssig. Daraus resultiert ja auch meine Ablehnung der Reha: Ich war ja nicht krankgeschrieben. Frage mal einen Rentner, ob er auf Anhieb ne Kur bewilligt bekommen hat. Das Ergebnis spricht für sich. Der bringt keinen Beitrag zum Bruttosozialprodukt, taugt nichts mehr und sollte so schnell wie möglich abdanken, um die Rente endlich einzusparen. Warum also seine Gesundheit aufrecht erhalten!
Leider befürchte ich, dass es noch schlimmer kommen wird. Verfolgt einfach mal die Medienberichte bzgl. der Gesundheitsreform. Rentner, Schwerbehinderte und sozial Schwache werden derart in den Ar... gekniffen sein, dass sehr viele von denen in die Sozialhilfe rutschen werden.

Nochmal an dich, Petra. Wenn einige der o.g. Fragen euch zu denken geben, überlegt euch doch mal, entsprechende Schritte über einen Rechtsbeistand einzuleiten. Ich kann euch aufgrund eigener Erfahrungen nur raten, in den VdK für echt kleines Geld einzutreten und euch dort die entsprechende Beratung abzuholen. Ich habe festgestellt, dass immer noch mehr geht, als man sich als Laie so vorstellt.
Ausserdem rate ich dringend, aus diesem "Duldertum" herauszukommen, weil man ja Angst hat, die "da oben" könnten einem einen Strick drehen. Die Behörden wissen genau: Demjenigen, der sich nicht wehrt, kann ich immer noch ein Schäufelchen drauftun.

Denkt mal beide darüber nach.
Gruß
Hippo

petra
30.08.2003, 18:20
Hallo Hippo,
Die Erlebnisse mit der BfA und Wiedereingliederung, welche ich im vorhergehenden Beitrag geschildert habe, bereffen unmittelbar meinen Mann und er hat das Geschilderte selbst erlebt.

Seit jenem Unfall ist er schwerbehindert.
Am Anfang haben sie ihm gnädigerweise 30% gewährt - bei mehrfachen Wirbel-Trümmerbrüchen, zertrümmerter und abgerissener linker Schulter (Knochen, Muskeln, Sehnen usw.), Rippenserienbruch 2-11, beidseitiger Lungenquetschung mit künstlicher Beatmung und Vollkoma. Da waren sie beim Versorgungsamt doch richtig grosszügig, oder???

Wir waren schon vorher Mitglied im VDK durch meinen MB++ und haben natürlich interveniert - und ich war damals das erste Mal mit einem Anwalt bzw. einer Anwältin zufrieden, denn es kam dann ohne grossartiges Procedere ein Bescheid über 50, was nach meiner Meinung immer noch recht wenig war, denn seine private Unfallversicherung hat ihn auf 70 gesetzt. Nun ja, müssen wir eben nach und nach Verschlechterungsanträge stellen, ist auch kein Problem, wir haben die Schriftsätze schon vorsorglich abgespeichert, fügen hier und da ein wenig dazu.

Es ist vielleicht etwas unklar herübergekommen, aber wir sind ganz und gar keine Typen, die alles fressen, was uns hingeworfen wird und wir liegen sowohl mit dem Versorgungsamt als auch mit der BfA im ständigen Clinch. Aber ab und an braucht man etwas Ruhe, um wieder neue Kräfte zu sammeln.

Das mit der Wiedereingliederung ist tatsächlich so abgelaufen, wie ich es geschildert hatte und natürlich hat mein Mann diese Schinderei nicht mitgemacht:
Zuerst sollte er als Getränkefahrer arbeiten, aber nicht etwa mit einem LKW - nein, mit einem Handwagen und die Getränkeautomaten in Frankfurter Banken usw. bestücken - also blanke Schlepperei auf Kosten der Knochen. Dann sollte er in einem Geldtransporter arbeiten, weil er keinen Waffenschein hat, hinten drin eingeschlossen füe etwa 8 Stunden bei ständig gebückter Körperhaltung. Bei eimem weiteren Unternehmen sollte er die ganze Nacht ohne Dach über'n Kopf, ohne Sitzgelegenheit und ohne Dienstfahrzeug Wache schieben, ach ja, und natürlich auch ohne Nachtschichtzuschlag.
Als er sich für keine der ganannten Arbeiten entscheiden wollte, wurde er von den sog. Betreuern im Eingliederungsunternehmen dumm angemacht und unter Druck gesetzt.
Er wollte dann bei mir in der Firma sein Praktikum machen, gab aber auch Schwierigkeiten, weil das die Vermittlerfirma nicht in die Wege geleitet hatte und abrechnen konnte - also war's wieder nix. Schliesslich hat er die Stelle am Flughafen angenommen, wo er als Kraftfahrer arbeiten sollte, musste aber eben nur Wache stehen, bis o.g. 16 Stunden und wusste heute nicht, was er morgen für Schicht haben würde. Das hat er sich 3 Wochen angesehen und seit knapp 2 Wochen ist er doch bei mir in der Firma (Holzgrosshandel) und vielleicht klappt es mal mit einer Festanstellung nach Praktikumsende. Er kann schon arbeiten, aber eben nur nicht unter ständiger Zwangshaltung, ständig schwer heben oder still stehen - er braucht, so wie wir, wechselnde Bewegung.

Wir haben uns schon überlegt, nach Ablauf des Praktikums an den Rententräger und an eine Zeitung das heranzutragen, was bei solchen "Vermittlern" geschieht, den glücklicherweise ist einer der Wiedereingliederungskollegen meines Mannes Fotograf und öfters für die Presse tätig.
Na ja, mal sehen , was die Zukunft bringt, aber Du weisst ja, selbst für einen Gesunden über 50 sieht der Arbeitsmarkt zur Zeit nicht prickelnd aus. Wenn gar nichts geht, müssen wir eben Rente beantragen aber jetzt heisst es erst einmal Zeit retten.

Schönes WE - Gruss - petra

hippo
31.08.2003, 10:58
Hallo Petra.

Ich bin echt platt und verdammt nachdenklich geworden!

Bis zu meiner diesjährigen Ablehnung habe ich grosse Stücke auf die BfA gehalten. Jetzt habe ich andere Erfahrungen selbst gemacht und was ich jetzt von dir lese, das "schlägt ja dem Fass den Boden ins Gesicht"(Zitat von Festus aus Rauchende Colts).

Die Story solltet ihr wirklich veröffentlichen, wenn das eben geht.
Ansonsten bin ich -ehrlich gesagt- im Augenblick sprachlos. Da fällt mir nichts mehr zu ein.
Vielleicht später mehr.

Gruß und alles Gute
der (derzeit sprachlose) Hippo:(

petra
31.08.2003, 13:59
Hallo Hippo,

war nicht beabsichtigt, dass es Dir die Sprache verschlägt.
Ich hoffe, Du findest sie bald wieder.

allen einen schönen Sonntag - petra

hippo
02.09.2003, 11:17
Hallo zusammen.

Nachdem ich die Story von Petra erst mal verdauen musste, melde ich mich hiermit noch einmal mit der von mir gestellten Anfangsfrage zu Wort:

Hat jemand Erfahrung mit einer Klage gegen die BfA bzgl. Ablehnung einer Reha-Massnahme???

Bekannt ist mir, dass so eine Geschichte ca. 1 Jahr dauert. Aber was passiert innerhalb dieses Jahres, was kommt noch auf mich zu, welche Hürden sind jetzt noch zu überwinden?

Es wäre schön, wenn jemand mir aus eigenen Erfahrungen berichten könnte.

Liebe Petra, ich habe nach wie vor nur den Vorschlag, dass ihr euch wirklich mal an die Öffentlichkeit wendet, wenn denn alle anderen Massnahmen nichts gebracht haben. Ansonsten bin ich in deiner Angelegenheit nach wie vor sprachlos.

Gruß aus Wuppertal

der Hippo

hippo
24.09.2003, 15:33
Hallo zusammen,

falls es noch jemanden interessiert, hier die Fortsetzung meiner Geschichte. Die genaue Chronologie findet ihr auf meiner Homepage unter der Rubrik "Aktuelles".

Also ich habe gestern Post von der Rechtsabteilung des VdK bekommen :mad: mit der Durchschrift des Schreibens der BfA, in dem sie die Ablehnung begründen. Da schreiben die doch tatsächlich rein, dass ich die regelmässige Anwendung für physiotherapeutische Anwendungen verweigern würde, deshalb ich also mit anderen Worten selbst schuld an meinem Zustand sei. :confused: Ihr könnt euch vorstellen, wie sauer ich war. Seit 1999 bekomme ich ein bis zweimal wöchentlich KG, dies geht obendrein auch aus den BfA Unterlagen hervor. Woher hat der BfA-Mensch sein Wissen? Versucht der sich als Hellseher oder was? Nachdem mich meine Frau von der Decke gekratzt hat, habe ich erst mal fleissig meine Unterlagen kopiert und eine entsprechende Mitteilung und Stellungnahme an den Rechtsvertreter geschrieben.
Also, es geht weiter, wenn es etwas Neues gibt, werde ich es hier -falls überhaupt Interesse besteht- eintragen.

Das wars mal erst
Gruß aus Wuppertal von Michael

Barbara
24.09.2003, 17:01
hallo michael
also mich interessiert es auf alle fälle wie es weitergeht!!!!!

was mich noch interessiert:wie ist das mit der KG überhaupt.das erste mal hat mir der rheumatologe welche verschrieben(10 mal)als die um waren ,habe ich vom hausarzt nochmal 8 plus fango verschrieben bekommen,mit dem zusatz übungen zur eigenanleitung.wie oft bekommt man es verschrieben?gibt es da einschränkungen??

lg barbara
p.s.
ich drück dir die daumen!!!!

petra
24.09.2003, 19:09
Hallo Michael,

es ist doch einfach nicht zu fassen, was sich mancher (Eier-) Kopf einfallen lässt, um erst einmal Zeit zu gewinnen.

Dass manchmal zu Ausreden oder absurden Behauptungen gegriffen wird, um einen Antragsteller abzuwimmeln, ist ja allgemein bekannt, aber die Vorgehensweise wird quasi immer plumper oder man versucht, das allgemeine Volk geradhinaus zu veräppeln.

Es wird Dir nichts anderes übrig bleiben, als die BfA zu verklagen, ggf. mit Hilfe eines Anwalts.
Hierbei musst Du dann darlegen und beweisen, dass die von der BfA solche falschen Behauptungen in die Welt setzen und da musst Du anpacken. Wenn sie erst einmal beim Schwindeln oder Schlampern erwischt und widerlegt werden, hast Du es danach leichter.
Ach, und noch etwas - sieh auch einem Anwalt immer auf die Finger und gib ihm zu verstehen, was für Dich wesentlich ist, schildere ohne zu verschönern Deine Probleme.

Gruss - petra

hippo
25.09.2003, 08:06
Hallo Barbara, Hallo Petra, Hallo alle zusammen!:)

Ich freue mich echt über eure Beiträge. Hatte schon geglaubt, dass durch meinen Urlaub dieses Thema in Vergessenheit geraten wäre.
Also, erst einmal, um Missverständnisse auszuräumen: An so ein heikles Thema würde ich niemals alleine dran gehen. Erstens ist bereits die Klage eingereicht, zweitens lasse ich mich durch den VdK vertreten. Ich will keine Werbung machen, aber schaut euch den Punkt "Aktuelles" auf meiner Homepage an, dort steht in Tagebuchform der gesamte Werdegang.
Es kann durchaus sein, dass durch diese unverschämte Behauptung der BfA nun ein Hintertürchen geschaffen wurde, in das sich die BfA zurückziehen kann. Denn jetzt können die behaupten, dass sie mir die Kur natürlich bewilligt hätten, wenn sie denn gewusst hätten, dass ich dauerhaft Physiotherapie bekomme. Kann sein, ich weiss es nicht! In meinem Schreiben an den Rechtsvertreter habe ich jedenfalls darauf hingewiesen, dass ich eine Stellungnahme zu diesem Punkt von der BfA in schriftlicher Form erwarte, da die Formulierung in deren Schreiben, was ja an das Sozialgericht geschickt wurde derart war, dass ich ein unkooperativer fauler Kranker sei. Dies nennt man böswillige Nachrede, die ich nicht auf mir sitzen lasse. Je nach Begründung und Entscheidung in diese Streitsache wird hier die nächste Klage draus werden:D Ich bin nämlich grade in Übung. Vor allem aber bin ich sauer:mad:

Nun zu deiner Frage, Barbara:
Du kannst durch deinen Arzt eine sogenannte Dauerverordnung erreichen. Wenn du bereits dreimal in unmittelbar aufeinanderfolgenden (!!!) Verordnungen KG verschrieben bekommen hast, kann dein Arzt ab dem vierten Mal eine Dauerverordnung beantragen. Die Arbeit für dich bleibt aber die selbe: Nach aufbrauchen der 10 Termine musst du wieder zum Arzt, der schreibt eine neue Verordnung, mit der du wieder 10 mal zur KG gehen darfst. So funktioniert das bei mir jetzt seit 2 Jahren.
Ich hoffe dir damit ein bisschen geholfen zu haben.

So, muss jetzt wieder mal ein bisschen arbeiten
Gruß und euch noch einen schönen Tag
Michael

hippo
31.10.2003, 07:27
Hallo zusammen.

Habe gestern Post erhalten. Und zwar vom"Institut für orthopädische Begutachtung" in Siegburg:eek:
Der Untertitel lautet:Privatrechtliche Einrichtung für Sozial-und Versicherungsrechtliche Gutachten (Uiiiiiiii)
Die haben mich in dem Brief aufgefordert (höflich aber bestimmt), mich dort bereits am 6.10. , das ist am kommenden Donnerstag-einzufinden. Eben in der Verfahrenssache gegen die BfA. Auf der einen Seite bin ich froh - es geht vorwärts. Auf der anderen Seite frage ich mich, ob nicht hier ein Verfahrensfehler vorliegt, da der Rechtsbeistand des VdK hier übergangen wurde. Soweit ich weiss, ist erst einmal der Rechtsvertreter über irgendwelche Massnahmen zu unterrichten. Da werde ich gleich mal erst anrufen und abklären, ob ich korrekt handel im Sinne der Rechtsbestimmungen, wenn ich den Termin wahrnehme. "Toll" finde ich, dass das Sozialgericht in Düsseldorf nicht noch einen entfernteren Ort ausgesucht hat. Von Wuppertal bis Siegburg ist nicht gerade um die Ecke- also Urlaub einreichen, denn ich werde lange unterwegs sein. Toll kommt wahrscheinlich von "Tollhaus".
Irgendwann werden sich die Behörden tot-begutachten, glaube ich.

Gruß
Michael

Claudia_1975
31.10.2003, 09:16
das ist aber ärgerlich. Also, um eine Kur zu bekommen, muss man erstmal insgesamt den halben Jahresurlaub frei nehmen wg. Begutachtungsterminen??? Da läuft doch echt was schief.
Nicht entmutigen lassen, drücke Dir die Daumen, dass alles gut für Dich läuft und Du so letztlich doch zu Deiner Kur kommst.

Liebe Grüße
Claudia

Margit
17.11.2003, 20:26
Hallo Michael,

auch mich interessiert es, wie es bei Dir weitergeht......

Meine Rehamaßnahme habe ich endlich durch und fahre im April nach Damp (Damp.de).

Das war ein ganz schöner Kampf, mit Rechtsanwalt (mußte die BfA bezahlen, ha,ha!!!)

Kurz die Geschichte:
Vor 4 Jahren Reha eingereicht, unter fadenscheinigen Gründen abgelehnt, mit Rechtsanwalt Einspruch erhoben. Vier Jahre keine Antwort (ging mir auch sehr schlecht und hatte keine Kraft zum kämpfen). Mein Rechtsanwalt hat BfA nach 4 Jahren angeschrieben und meine Unterlagen waren angeblich verloren gegangen. Neuer Gutachtertermin mit positivem Bescheid für mich.
BfA hat mich nach Bayern beordert.....
Nach drei superlangen Briefen an die BfA endlich die Genehmigung an die Ostsee nach Damp zu fahren.

Mein Fazit: um mit der BfA zu kämpfen muß man fast gesund sein bzw. man darf keinen Schub haben, um es durchzustehen und man muß stur und ausdauernd sein, ansonsten wird man verar........!

Liebe Grüsse und viel Kraft und Ausdauer

Margit

Sabine
18.11.2003, 09:55
Hallo Margit...

...na dann herzlichen Glückwunsch zur Reha :)

Im Frühjahr an die Ostsee....das ist ja klasse !!


Liebe Grüße
Sabine

Gast_02
18.11.2003, 10:03
Hallo Margit,

Ostsee ist wirklich sehr schön. Wird dir bestimmt sehr gut tun.
Eigentlich schade, da zahlt man jahrelang in eine Krankenkasse
ein und wenn man dann Krank ist wird man fallen gelassen.
Nur zum Zahlen da sind wir gut. Die müssen mal lernen, das wir
es schließlich sind die ihre Löhne bezahlen und ihren hohen
Lebensstandart mitfinanzieren.
Die Frage ist nur wie?

Einen schönen Gruss
und viel Erfolg

wünscht dir der Graf

Uwe

:rolleyes: :rolleyes:

Engel
18.11.2003, 12:27
Hallo Margrith :)


Das freut mcih, dass deine Reha bewilligt wurde.

Die Ostsee muss wirklich ganz schön sein.


@Michael


Ich hab noch ein Reha-Platz frei.

Mit bewegung kann ich dienen.
Ich muss Zimmer neu streichen, mit Shaikra muss man jeden Tag gehen. Nur mit Kältekammern kann ich im Moment nicht dienen. Ist noch zu wenig Kalt.
Und ein Massagebuch hab ich auch. Nur massieern kann ich nicht.

Nein Scherz beiseite. Ich finde es eine absolute Schweinerei.


Liebe Grüsse

Anette

Also, wer will zu mir kommen?

Margit
26.11.2003, 18:32
Hallo Sabine, hallo Anette, hallo Uwe,

danke für die guten Wünsche für meine Reha an der Ostsee.

Ich freue mich auch sehr, aber ein bißchen mulmig ist mir auch......

Einmal fahre ich das 1. Mal in eine Reha und wer weiß was die da mit mir anstellen werden?

Aber ist ja noch ein bißchen hin........

Hallo Michael,

für Dich drücke ich die Daumen, damit es auch bei Deiner Reha klappen wird.

Einen schönen Abend und eine schmerzgeringe vorweihnachtliche Zeit wünscht Euch

mit lieben Grüssen

Margit

Andrea
26.11.2003, 20:17
Einen schönen Abend Ihr Gebeutelten....

habe da auch eine kleine BFA Geschichte...
Vor 4 Jahren habe ich meinen Rentenantrag eingereicht, sollte dann 6 Wochen nach Motzen zur Psycho Kur, mein Psycho Doc lehnte dieses ab, weil ich hier mit 3 Kindern keine Möglichkeit der Betreuung für sie hatte und er wußte, daß ich dann eh keine Erholung hätte. Außerdem hatte ich Rückenprobleme und keine " Meise". Versuchte dann gleich eine ambulante Kur auf Ortho Basis hier in Berlin zu erwirken, wurde abgelehnt...könne ja nicht krank genug sein, wenn ich die andere sausen lasse- - wo lag die Logik ?
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In 2 Rentengutachten gegen mich, wurde eindeutig festgestellt, daß ich aufgrund der ganzen Krankheitsgeschichte dringend eine schmerztherapeutische Psychotherapie bräuchte.
Als ich endlich eine dementsprechende Threapeutin gefunden hatte, und ich meine 10 Stunden abgesessen hatte um dann erwartungsvoll auf die Bewilligung für eine weiterführende Therapie zu bekommen, schrieb die BFA in Zusammenarbeit mit dem ärztlichen Vertrauensdienst der Krankenkassen, daß ich mir mit Basismedis zu helfen wissen müsste. Valium, Antidepressiva, Schlafmittel ect.....auf ein fröhliches Magengeschwür....
Im Augenblick wäre kein Erfolg in Sicht, da ich mitten im Rentenverfahren stecke....Meine Therapeutin empfahl mir dann den Sorgennotdienst, da hätte ich 10 Stunden frei....
Abgesehen davon, daß ich nicht bei jedem heulen will und kann ist das eine echte Unverschämtheit.
Ich denke, daß die BFA noch ganz andere Seiten aufziehen wird, in der heutigen Lage....wenn ich sehe, was mein Mann jeden Monat an Rente ect...Abzüge hat, davon könnten wir,wenn wir es anders anlegen würden, in 20 Jahren leben, wie im Schlaraffenland....aber wir können wohl froh sein, wenn wir nicht noch einen Sozialhilfzuschuss beantragen müsse...falls es den später überhaupt noch gibt.


WO SOLL DAS ALLES NOCH HINFÜHREN ?

Also...leben wir heute...in diesem Sinne.....lassen wir uns nichts gefallen.

:frage:

hippo
17.12.2003, 07:13
Hallo zusammen.
Es schien alles verloren,dann sah es nach einem Vergleich aus, dann wieder hatte es den Anschein,als wenn meine Klage abgewiesen würde.
Seit gestern weiss ich nicht mehr, was ich träume und was Realität ist: Ich habe gestern die Bewilligung meiner Reha-Massnahme als Anlage zu der Streitsache erhalten.Ich soll angeblich in Kürze in die Reha-Klinik nach Oberammergau!
Wer den gesamten Werdegang verfolgt hat, weiss warum ich nun sehr,sehr unsicher bin.Ist es wahr oder ein schlechter Scherz?
Ich lass das hier mal erst so stehen und werde weiter berichten, ob ich aus diesem Albtraum raus bin oder ob ich ihn immer noch träume.
Danke erst mal für euer Interesse in dieser Sache. Hat jemand Erfahrung mit Oberammergau-Rheuma (So ist die Bezeichnung!) ?
Gruß
Michael

Claudia_1975
17.12.2003, 09:02
Lieber Hippo,

bleib am Ball und halt die Ohren steif (leicht gesagt, schwer getan). Auf jeden Fall alles, alles Gute.

Liebe Grüße
Claudia

Gast_02
17.12.2003, 09:12
Hallo Michael,

erst einmal einen herzlichen Glückwunsch das du es geschafft hast.
Nun ich persönlich war noch nicht in Oberammergau, habe jedoch
bisher sehr viel Positives darüber gehört.
Wenn du Lust hast kannst du dich unter folgenden Link informieren.

Oberammergau (http://www.reha-hospital.de/bayern/rheumazentrum-oberammergau.html)

Ich hoffe das es kein Albtaum für dich war.

einen lieben Gruss

Uwe

:rolleyes: :rolleyes: :rolleyes:

Andrea
17.12.2003, 10:06
Lieber Hippo,

ich freu mich sehr für Dich...dieser nervige Kleinkreig mit den Kassen ect....jetzt schalt ab und bereite Dich in Ruhe auf deine Kur vor. Oberammergau ist sehr schön.....

Liebe Grüße
Andrea

uedeke
17.12.2003, 14:14
Hallo Hippo,

auch von mir einen herzlichen Glückwunsch zur Reha.

Ich wünsche Dir einen guten Kurerfolg.

Uedeke

hippo
19.12.2003, 10:31
Tach zusammen.
Nun weiss ich es definitiv:
Am 13.01.2004 fahre ich nach Oberammergau in Reha.
Keiner aller Beteiligten kann sich diesen plötzlichen Wandel erklären, aber gestern hatte ich die Einladung der Reha-Klinik im Briefkasten.
So wie ich erfuhr ist es jetzt nur noch eine Formalität, die Streitsache wegen Wegfall des Grundes einzustellen, waqs natürlich ganz in meinem Sinne ist.
Wenn nun endlich die ganze Geschichte beendet ist, melde ich mich dann wieder hier im Kapitel.
Bis dahin
Michael