Vollständige Version anzeigen : Tai Chi
Hallo Ihr Lieben,
wie siehts eigentlich bei euch aus? Hat einer von euch auch schon mit Tai Chi seine Erfahrungen machen dürfen?
Und haben diese auch was bewirkt?
Ich würde dies gerne in einem Kurs erlernen, aber dieser kostet
knapp 100 € und zum Fenster rauswerfen wollte ich es nicht.
Deshalb dachte ich, ich frag mal nach:frage:
einen schönen Gruss
der Graf
Uwe
:rolleyes: :gruebel:
kennt sich mit Tai Chi aus. Er hatte auch schon die Idee, es mir beizubringen, aber bis jetzt haben wir keine Zeit gefunden. Er muss halt immer lange arbeiten.
Aber ich kann ihn ja mal fragen, was er davon hält im Bezug auf unsere Erkrankung.
Melde mich dann wieder.
Gruß
Henrike
Hallo Graf Uwe,
an der Volkshochschule in Krefeld habe ich Tai Chi in der Honan-Form erlernt und gehöre zu den Fans davon.
Es ist für jedermann erlernbar, auch für schwer betroffene Bechterew-Patienten (meine WS ist total versteift und durch Verkrümmung bin ich von 1,70 auf 1,50 geschrumpft, Hüften sind ebenfalls betroffen), man benötigt auch keinerlei Kräfte.
Es gibt Einzelübungen, auch für die Atmung sowie die Bewegungsform, die im Honan-Stil 40 Bewegungen aneinanderreiht.
Auf mich hat Tai Chi eine entspannende Wirkung, auch habe ich den Eindruck, daß die Bewegungen fliessender werden.
Zu den Kosten: Bei der Volkshochschule Krefeld kostet der Grundkurs (eintägig) mit 7 Unterrichtsstunden 22,50 und der Aufbaukurs (10 mal 2 Ust) 63,70 Euro. Das hat den Vorteil, man weiss nach dem eintägigen Seminar ob tai Chi geeignet ist.
An der Volkshochschule Mönchengladbach kostet ein Grundkurs mit 10 mal 2 Unterrichtsstunden 59,50 Euro.
Vielleicht gibt es in Deinem umkreis auch eine Volkshochschule mit Tai Chi im Angebot. 100 Euro erscheinen mir auch sehr hoch.
Alles Gute und viel Erfolg.
Uedeke
Ich habe auch mal ein Jahr lang Tai Chi gemacht, war sehr gut und ich konnte alles gut mitmachen. Es sind sanfte Bewegungen.
Ich mußte nur aufhören weil fast alles im stehen gemacht wurde und dann meine Füße anfingen mit den Schmerzen.
Die Schmerzen hatten nichts mit Tai chi zu tun, mir war es nur nicht mehr möglich solange zu stehen.
Wer diese Probleme nicht hat, sollte es einfach mal ausprobieren.
Wobei ich Qigong für noch besser halte.
Liebe grüße
Sabine
So, heute hab ich es nun endlich geschafft meinen Freund auszufragen. Weißt Du, wenn er endlich um 19.00 Uhr von der Arbeit kommt, und gegessen hat, dann geht er manchmal noch in seine Werkstatt und dann ist es nicht immer ganz einfach, an Infos ranzukommen. Gestern hat er z.B. neue Öffnerkäppchen in meine Ducati gebaut. Soweit zur Vorgeschichte.
Also Tai Chi ist eine Art Meditation im Stehen, geht aber auch im Sitzen. Man versucht Körper und Geist in Einklang zu bringen. Solche Kurse geben meist nur leichte Anreize, wo es hingehen kann, wenn man weiter trainiert.Wenn man richtig gut ist und auch daran glaubt, ist es möglich durch die Kraft des Geistes seinen Körper zu kontrollieren, z.B. indem man Schmerzen einfach nicht mehr spürt oder man kann seinen Herzschlag trotz großer Anstrengung von 180 auf 45 reduzieren. Bei meinem Freund, der jahrelang Kampfsport betrieben hat, war es wichtig, z.B. während eines Kampfes stark blutende Wunden an den Augenbrauen durch Tai Chi zum Stillstand zu bringen.
Er sagt, es bestehe aber bei einigen Menschen immer die Gefahr, dass sie es übertreiben. Die die richtig gut darin sind, schaffen es ihren Herzschlag gen Null zu bringen, was ja nicht so sonderlich gut ist.
Auch besteht die Gefahr, dass man Schmerzen erst viel zu spät wahrnimmt, wenn man die Kunst des TaiChis voll beherrscht. Dadurch können natürlich auch Folgeschäden auftreten, da man den Schmerz viel zu spät erkennt.
Ich hoffe, ich habe mich verständlich ausgedrückt. Mein Freund sagt, die Kunst des TaiChis ist so umfangreich, dass man darüber ein Jahr lang jeden Tag vier Stunden sprechen könnte.
Also, wenn Du noch Fragen hast, dann einfach melden. Ich werde versuchen, sie mit Hilfe meines Freundes zu beantworten.
Gruß
Henrike
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