Vollständige Version anzeigen : Rehasport, Verordnung, Krankenkasse und ich
Hallo,
die neue Rahmenvereinbarung über den Rehasport (bei MB: 120 Übungseinheiten in 36 Monaten) wird von jeder Krankenkasse anders interpretiert. Meine Verordnung ist zwar genehmigt, aber bis zum 30.06.04 befristet. :gruebel: Danach kann ich wieder eine neue Verordnung vorlegen und darf auf die Zustimmung der Krankenkasse hoffen. :p
Aber, jede Verordnung, die nach der neuen Rahmenvereinbarung ausgestellt wird, gilt als Erstverordnung für 36 Monate! Ob das die Krankenkasse nicht weiß? :rolleyes:
Alles etwas hirnig. Was soll´s. 4 X im Jahr zum Arzt, 2 X zur Krankenkasse, so kann man sich auch beschäftigen. :walk:
Gruß
Rainer :)
Hallo Rainer,
du hast recht. Ist alles schon etwas hirnig! :gruebel:
Ich bin froh das ich meine Übungen zuhause alleine machen kann.
Ich werde auch demnächst mal zur VHS gehen und nach einem Tai-chi Kurs fragen.
Interessiert mich sowieso schon lange. :schlau:
Das wir wir 4 mal im Jahr zum Arzt :walk: müssen ist auch Pflicht,
nur so wird unsere Krankheit ja als chronisch anerkannt! :verweis:
Aber wie heißt es immer so schön:
Wir Bechtis brauchen ja die Bewegung
einen schönen Gruss
der Graf
Uwe
:rolleyes: :gruebel:
Hallo,
nicht nur die Krankenkassen drehen am Rad, auch die Ärzte sind nicht besser. Es kommt vor, dass sie nur 50 Übungseinheiten in 18 Monaten verordnen und nicht 120 Übungseinheiten in 36 Monaten. Oder die Verordnung ist nicht kpl. ausgefüllt, z.B. fehlt die Diagnose. Des Weiteren verkürzen die Krankenkassen die Laufzeit um 6 Monate. Das ist aber mit der Rahmenvereinbarung nicht verträglich. :mad:
Was tun? Als erstes auf Änderung der Verordnung drängen. Wenn das nicht hilft, Widerspruch einlegen und sonst bleibt nur eine Klage übrig. :idee:
Am besten den Gruppensprecher/In und den Behindertensportverband (in NRW ist der BSNW zuständig (http://www.bsnw.de)) informieren. Gemeinsam werden wir schon eine Lösung finden. :hoch:
Viele Grüße
Rainer :)
Hallo, ihr zwei Profis,
ich habe jetzt von meinem Rheumatologen, nachdem er mir endlich die Diagnose geglaubt hat :rolleyes: :gruebel:, zum ersten Mal eine Dauerverordnung zur Krankengymnastik bekommen.
Bisher hatte ich immer nur Einzel- oder Folgeverordnung und das von wechselnden Ärzten und wechselnden Diagnosen (V.a. MB, MB, Polyarthritis....)
Wie läuft das denn jetzt weiter?
Muss ich die auch genehmigen lassen?
Oder einfach immer, wenn 8 Einheiten um sind, wieder vom Rheumatologen eine neue Verordnung holen, bis der irgendwann stop sagt?
Oder mache ich so lange weiter, bis die Kasse stop sagt?
Gilt denn da auch die Grenze von 120 Einheiten in 36 Monaten?
:frage: :bahn: :frage:
Wie oft ich pro Woche hingehen soll, steht übrigens nicht drauf.
Ich habe jetzt mit der KG ausgemacht, dass ich nur einmal die Woche komme und ansonsten zu Hause übe. Bei dem einen Mal kann ich dann neue Übungen lernen bzw. Fehler bei den bekannten wieder ausbügeln.
Spielt da die Kasse mit, wenn ich nur einmal pro Woche hingehe?
Wie ihr seht, bin ich auf diesem Gebiet noch ziemlich ratlos!
Es wäre schön, wenn ihr mir ein bisschen auf die Sprünge helfen könntet!
:bitte: :danke:
Liebe Grüße :knuddel:
Lydia
Ich bin da genauso Ohr wie Lydia. Bei mir läuft das mit der KG ähnlich wie bei ihr. Ich bekomme jetzt schon seit ca. 4 Jahren immer wieder ein neues Rezept über KG (allerdings 10 Anwendungen pro Rezept) und da steht auf neurophysiologischer Basis drauf:gruebel:
Kann ich das auch so weiter laufen lassen? Meine Krankenkasse hat bisjetzt noch nicht aufgemuckt.
@Graf: wird man, wenn man 4 x im Jahr zum Arzt geht mit unserer Diagnose dann automatisch chronisch eingestuft :confused:
Ich gehe ca. 1 x die Woche hin wegen akupunktur (sponsered by Hausarzt) :knuddel:
Also: ich habe mindestens genauso viele Fragen wie Lydia...:frage:
Liebe Grüße
Diana
Hallo Zusammen!
Dieses Thema hat mich vor kurzem auch beschäftigt und unter http://www.dvmb-forum.de/showthread.php?s=&threadid=552 findet ihr nähere Infos.
Diese Infos sind nur noch bis zum 1.4.04 gültig. Dann wird es eine neue Regelung geben, doch ausnahmsweise weiß noch niemand so genau, wie diese aussehen wird ;) . Wahrscheinlich wird es die Langfristverordnung innerhalb des Regelfalls nicht mehr geben, so dass jedes Rezept dann bei der KK eingereicht und genehmigt werden muß. Na ja, warten wir ab, ob es unsere schlauen Köpfe bis April schaffen werden, genaue Regelungen zu treffen.
@ Diana
Die genaue Definition zu chronisch krank findest Du hier
http://www.dvmb-forum.de/showthread.php?s=&threadid=581
Schöne Grüße
Jürgen
Hallo,
Was ist Rehasport (Rehabilitationssport)? Der Rehasport ist eine ergänzende Leistung nach §44 SGB IX. Der Rehasport wird immer in Gruppen, unter ärztlicher Betreuung, von Übungsleitern durchgeführt. Dazu gibt es eine Rahmenvereinbarung zwischen den Krankenkassen und dem Behindertensportverband.
Folgender Ablauf: der Arzt stellt mir eine Verordung aus (kein Rezept!), die Krankenkasse macht eine Kostenübernahmeerklärung und ich gebe die Verordnung dem Leiter der Gruppe. Rehasport dürfen nur anerkannte Gruppen durchführen, die dann direkt mit den Krankenkassen abrechnen. Es gibt viele DVMB-Gruppen die Rehasport anbieten, aber das ist in jedem Bundesland unterschiedlich.
Da die Verordnung kein Rezept ist, wird das Budget des Arztes nicht belastet und es ist auch keine Zuzahlung fällig. Bei Morbus Bechterew beträgt der Leistungsumfang 120 Übungseinheiten, die in einem Zeitraum von 36 Monaten in Anspruch genommen werden können.
Weitere Fragen beantworte ich gerne. :cool:
Gruß
Rainer :)
Hallo Rainer,
soll ich das jetzt so verstehen, dass diese ominösen 120 Einheiten in 36 Monaten nur für den Rehasport gelten und nicht für KG :confused:
Das hieße ja dann, dass ich so lange ohne Murren der Kasse zur KG gehen kann, wie mir mein Arzt ein Rezept gibt ? :p :sport:
Ich habe übrigens keine Ahnung, welche Rehasportgruppen in meiner Nähe sind.
Ich weiß wohl, dass in Nordenham eine DVMB-Gruppe ist, die sich einmal in der Woche zum Sport trifft :sport: - aber das ist genau an dem Abend, an dem ich hier mit vielen guten Freunden schon seit Jahren Badminton spiele, und solange ich das noch kann, möchte ich das auf keinen Fall fallen lassen. Es wäre schade um der vielen Freunde willen! :heul:
Außerdem hat der DVMB-Gruppenleiter am Telefon durchblicken lassen, dass in dieser Gruppe hauptsächlich ältere Semester sind, die schon seit 20-40 Jahren gegen MB kämpfen - und das ist glaube ich nicht so ganz das, was ich als 'Neuling' in meinem Alter brauche... :runter:
Ach ja, und dann brauche ich sowieso einen Tritt in den Hintern, um mich aufzuraffen und (alleine) zum Sport zu gehen - und wenn ich dann auch noch eine halbe Stunde Anfahrt habe:walk: , ist das nicht unbedingt hilfreich ;o
Aber vielleicht finde ich ja noch eine Möglichkeit...
Liebe Grüße
Lydia
Hallo Lydia,
ich bin damals auch in solch eine erfahrene Gruppe gegangen und kann dir sagen es kommen meist immer wieder neue dazu und so schlimm ist es nicht.
Auch ich muß immer erst eine halbe Stunde mit Auto hinfahren...es geht und macht auch Spaß :sport:
Man kann sich auch ein wenig Austauschen .
Also ich fühle mich da sehr wohl
Liebe Grüße
Sabine
Claudia_1975
09.02.2004, 06:58
Hallo Zusammen,
ich kann Sabine nur beipflichten. Die ersten Male als Neue ist es komisch, wenn die Leute sich schon jahrelang kennen. Aber es wird besser. ICh muss auch eine halbe Stunde fahren (insgesamt 40 min-1 Std.), das liegt aber im Bereich des Machbaren.
Ich kann nur dazu raten zum Rehasport zu gehen. Vorher hab ich auch gedacht, ich mache täglich die Übungen von der Videokassette, aber der Rehasport ist wirklich effektiver. ERstmal hatte ich den Supermuskelkater (hatte ich beim Sport zu Hause nie), dann schauen die Gruppenleiter ja auch, ob man sich wirklich richtig hält und oft genug tut man es nicht, so dass die Übung nicht so effektiv wäre.
Wirklich Lydia, wenn Du es eben einrichten kannst, versuche doch dort hinzugehen.
Liebe Grüße
Claudia
Hallo Lydia,
auch ich kann dir nur empfehlen eine Gruppe in deiner Nähe zu suchen.
Wenn also die eine Gruppe die du kennst ihre Gymnastik an einem
Tag macht an dem du nicht kannst, dann suche eine andere Gruppe
in deiner Nähe die es an einem anderen Tag macht. Es gibt ja in fast
jeder größeren Stadt eine solche Gruppe.
Ich habe z.B. eine direkt vor der Haustür, kann aber auch nicht dahin
weil ich an diesem Tag als Vereinsvorsitzender meine Pflicht erfüllen soll.
Deshalb fahre ich eine halbe stunde in die nächste Stadt um dort
meine Gymnastik wahrzunehmen.
Manchmal lässt es sich eben nicht ändern, aber einmal die Woche kann
man das ja auch auf sich nehmen.
einen lieben Gruss :knuddel:
der Graf
:gruebel: ;o :rolleyes:
Ich habe 2003/2004, was in die Zeit der neuen Verordnungsregelung mit max. 120x/36 Mon. fällt, 2 Verordnungen über je 6 Monate gehabt und konnte die genehmigten 52 Übungseinheiten für diese Zeit nicht ausschöpfen (Mister B. lässt grüßen), genehmigt war 2x/Woche. Danach habe ich in einem Fitnessstudio auf eigene Kosten trainiert. Nun habe ich mir was Neues gesucht, rosa Scheinchen bekommen, von ärztlicher Seite kein Problem. :) Die Krankenkasse hat mir noch 68 Einheiten für max. 2 Jahre genehmigt. :( Und jetzt meine Frage an Euch: :frage: hat das seine Richtigkeit? Ich denke, das es eine 36-Monate-Regelung gibt und dann müsste ich halt in meinem konkreten Fall noch Anspruch auf 90x haben, weil ich tatsächlich erst 30x weg habe! Ich habe erst mal vorgesprochen und bin damit abgekanzelt worden, dass es nicht das Problem der Krankenkasse sei, wenn ich aus MB-Gründen mich nicht an die vereinbarten 2x/Woche für das erste genehmigte Jahr gehalten habe. :eek:
:confused: Wie bitte? Habe der Dame gesagt, dass wir MB-ler ja wohl mit 120x mehr Verordnungen als den Regelfall bekommen, damit wir unter Anleitung mehr gegen diese heimtückische Krankheit tun können, dass ich schon genug andere Sachen selbst bezahlen muss (ich sag nur Homöopathie, Einreibungen, Rheumabäder ...) und dass ich mir das nicht ausgesucht habe, habe den Mist geerbt. Jaa - das würde sie auch ihrem ärgsten Feind nicht wünschen, aber leider... - Ich könnte ja eine Beschwerde schreiben... Aber was würde die bringen?
Ich sage nur, nicht wir sind krank, nein dieses System ist es. :aerger: NSAR kann ich jede Menge haben und 'ne Magen-OP, wenn sie dann fällig ist...
Lange Rede, kurzer Sinn: Stimmt es, dass mir jetzt nur noch 68x zusteht? Wie sind Euere Erfahrungen?
Viele Grüße
Fidelio
trombone
25.10.2005, 14:10
hallo Fidelio,
die Krankenkasse ist wenn ich das richtig gelesen habe im Unrecht. Es ist völlig egal, ob Du ein oder 2x in der Woche am Rehasport teilgenommen hast - richtig ist: die KK darf nur die Stunden abrechnen, die Du auch wirklich in Anspruch genommen hast, allerdings zählen diese bereits rückwirkend ab 01.04.03 (kann auch 04 sein, habe das gerade nicht so im Kopf). Die KK bekommen eine Kopie aller abgerechneten und in Anspruch genommenen Therapieeinheiten - und müssen daher eigentlich in der Lage sein diese auch nachzuvollziehen. Da die KK#s aber auch etwas faul sind, wird sich darum kaum gekümmert, sonder einfach pauschal abgezogen (kann im Einzelfall auch mal ganz positiv sein, wenn man halt mehr Stunden schon in Anspruch genommen hat). Grundsätzlich aber gilt: Man muss sich wehren um sein Recht zu bekommen, denn hier ist die KK eindeutig im Irrtum. Allerdings ist es so, dass die KK durchaus auf den ersten Genehmigungszeitraum beharren darf - dann sind alle die noch nicht in Anspruch genommenen Einheiten (auch wenn eine schwerwiegende Erkrankung wie z.B. Krebstherapie) nach Ablauf der 36 Monate weg - von daher solltest Du nochmal auf Deine Genehmigung schaun.
Bei Fragen kannst du Dich gern per PN melden - versuche dann mich schlau zu machen.
Hallo Birgit, :)
habe gerade heute die Dame, welche die Abrechnung beim Rehasport macht, konsultiert. Sie antwortete mir ganz ähnlich wie Du. Also schreibe ich jetzt schnellstens meinen Einspruch.
:danke: Fidelio
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