Vollständige Version anzeigen : Glaukom bei Bechterew
Hallo Leute,
leider habe ich vor 2 Jahren zum Bechterew auch noch ein Niederdruck-Glaukom diagnostiziert bekommen, daß auch schon merklich fortgeschritten ist. Habe ein dickes Fachbuch dazu gelesen und da gab es einen Hinweis, daß neueste Forschungen evtl. auf einen möglichen Zusammenhang zwischen Autoimmunerkrankungen und einem Glaukom hinweisen.
Hat jemand von Euch auch ein Niederdruck-Glaukom? Der Mist ist auch hier mal wieder, daß man eigentlich nicht wirklich weiß, warum der Sehnerv bei dieser Form geschädigt wird. Möglicherweise durch zu niedrigen Blutdruck (weil dann die Blutversorgung am Auge zeitweise - besonders nachts- nicht ausreicht). Und gegen den kann man wiederum nicht wirklich viel machen.
Viele Grüße
Jutta
Hallo !
Was mich interessieren würde :
Wurde denn in dem Fachbuch , das Du gelesen hast ein UNMITTELBARER Zusammenhang zwischen MB und dem Glaukom diskutiert oder ging es eher darum , daß das Glaukom eine MITTELBARE Folge des MB durch die Augenentzündungen sein könnte .
Das wäre doch mal interessant , ob durch die Autoimmunerkrankung quasi direkt der Sehnerv geschädigt wird oder ob dies eine Folge der abgelaufenen Entzündungsschübe im Auge ist.
Bei mir besteht auch der Verdacht auf ein Glaukom .
Allerding bei zu hohem Augeninnendruck mit 24 - 25 .
Durch die Tropfen habe ich nun immer Werte , die zwischen 17 u. max.
20 liegen und da sich der Befund seit drei jahren ( bis auf Meßfehlerschwankungen ) nicht verändert hat , wird bei mir alles als stabil gewertet , was mich natürlich sehr beruhigt .
Ich hoffe für Dich , daß die Ärzte Dein Glaukom in den Griff kriegen und es nicht weiter voranschreitet .
Wie wird denn Dein Niederdruck-Glaukom jetzt eigentlich behandelt ?
Allein mit einer weiteren Drucksenkung dürfte es ja nicht getan sein , oder ?
LG
Tatjana
Hallo Zusammen,
in einem Patientenseminar im Januar wurde von der Abhängigkeit der Autoimmunerkrankungen untereinander berichtet.
Anscheind kann häufig nicht bestimmt werden, ob nun der Berchterew primär ist und die Uveitis und ihre Folgen sekundär oder umgekehrt.
Ich habe für mich beschlossen es ist nicht von Bedeutung, denn für mich ist immer das akutere primär.
Die letzten Zehn jahre waren es die Augen, jetzt sind es seit vier Wochen Organe und Gelenke.
Ich habe seit einem viertel Jahr einen stabilen Druck von 17-24, davor ging er gerne so bis 35 hoch. Die tropfen kann ich jedoch nicht auslassen.
Gibt es nicht bei der DUAG mehr Info zum Niederdruck-Glaukom?
Grüße
Kira
ich habe mich natürlich auch schon gefragt , woher ich möglicherweise das Glaukom ( es besteht ja bisher nur der Verdacht ) haben könnte .
In meiner Familie ist ein Glaukom-Fall nicht aufgetreten , ich bin weder kurz-noch weitsichtig , naja , die gängigen Risikofaktoren habe ich also nicht .
Trotzdem ist mir natürlich klar , daß ein Glaukom auch ohne die genannten Faktoren auftreten kann .
Also habe ich mich gefragt , ob es evtl. eine Folge abgelaufener ( oder noch aktueller ) Entzündungsvorgänge im Auge , zusammenhängend mit dem MB sein könnte .
Ich muß dazu sagen , daß ich nach klinischem Aspekt der reine "Wirbelsäulentyp" bin , also gänzlich ohne Beteiligung periperer Gelenke oder innerer Organe .
Augenentzündungen habe ich ebenfalls nie bemerkt.
Allerdings habe ich ja von Kira gelernt , daß man diese hinteren Uveitiden nicht zwangsläufig bemerken muß , sondern diese auch im Stillen ablaufen können und dadurch umso gefährlicher sind .
Andererseits ist mir abr schon aufgefallen , daß in der Regel die reinen Wirbelsäulen-Bechtis eher seltener mit Augenentzündungen zu tun haben , als die , die auch eine Gelenk-oder Organbeteiligung haben .
Jetzt meine Frage : Stimmt diese These oder ist das Humbug ?
Wer weiß da näheres `?
LG
Tatjana
Hallo Tatjana,
ich hatte auch erst einmal eine Iritis, sonst nie was mit den Augen. Also denke ich nicht, daß mein Glaukom davon die Folge ist. Ich werd Dir mal das Zitat aus dem Buch hier über´s Forum schicken. Groß behandelt werden kann ich damit eben leider nicht, bis auf die von Dir genannte weitere Drucksenkung (obwohl die bei mir völlig normal ist). Soll abends noch salzige Brühe trinken, damit der Blutdruck nachts nicht so absinkt. Habe vor Jahren auch mal in einer Studie über Bechterewler gelesen, daß wir wohl häufig unter kalten Füßen (sprich Durchblutungsstörungen) leiden. Das würde ja auch in die Richtung einer Mangeldurchblutung gehen.
Vielen Dank für Deine Antwort und ich meld mich dann noch mal mit dem genauen Text aus dem Buch
Gruß
Jutta
quote=Tatti]ich habe mich natürlich auch schon gefragt , woher ich möglicherweise das Glaukom ( es besteht ja bisher nur der Verdacht ) haben könnte .
In meiner Familie ist ein Glaukom-Fall nicht aufgetreten , ich bin weder kurz-noch weitsichtig , naja , die gängigen Risikofaktoren habe ich also nicht .
Trotzdem ist mir natürlich klar , daß ein Glaukom auch ohne die genannten Faktoren auftreten kann .
Also habe ich mich gefragt , ob es evtl. eine Folge abgelaufener ( oder noch aktueller ) Entzündungsvorgänge im Auge , zusammenhängend mit dem MB sein könnte .
Ich muß dazu sagen , daß ich nach klinischem Aspekt der reine "Wirbelsäulentyp" bin , also gänzlich ohne Beteiligung periperer Gelenke oder innerer Organe .
Augenentzündungen habe ich ebenfalls nie bemerkt.
Allerdings habe ich ja von Kira gelernt , daß man diese hinteren Uveitiden nicht zwangsläufig bemerken muß , sondern diese auch im Stillen ablaufen können und dadurch umso gefährlicher sind .
Andererseits ist mir abr schon aufgefallen , daß in der Regel die reinen Wirbelsäulen-Bechtis eher seltener mit Augenentzündungen zu tun haben , als die , die auch eine Gelenk-oder Organbeteiligung haben .
Jetzt meine Frage : Stimmt diese These oder ist das Humbug ?
Wer weiß da näheres `?
LG
Tatjana[/quote]
Hallo Kira,
mit Uveitis hatte ich nie was zu tun. Aber ganz vergessen kann ich das Glaukom leider auch nicht, da es schon forgeschritten ist und gem. letzter Untersuchung auch weiter schlechter wird.
Vielen Dank für Deine Rückmeldung.
Gruß
Jutta
Hallo Jutta nochmal ,
diese Nieder-oder Normaldruck -Glaukome sind wirklich tückisch , das weiß ich .
Denn bei einem "normalen"Hochdruck-Glaukom kann man ja relativ gut behandeln , in dem man den Druck ausreichend senkt .
Oft ist dann Ruhe .
Wie ich gelesen habe , gibt es aber auch beim Normaldruck - Glaukom recht erfolgversprechende Therapieansätze , insbesondere wird da wohl immer mehr auf den Nervenschutz Wert gelegt , so daß ein weiterer Verfall des Sehnervs aufgehalten wird .
Wie hat man Dir denn Deine Prognose geschildert ?
Hast Du das Glaukom auf beiden oder wenigstens "nur" auf einem Auge ?
Ich wünsche Dir alles Gute und daß man Dir gut helfen kann .
Ich hoffe , Du bist in einer Augenklinik in Behandlung .
Ich habe da Glück : Werde in der Uni-Augenklinik in Mainz behandelt - eine für die Glaukom-Behandlung bekannte Klinik .
Mach´s gut !
Tatjana
in der Regel die reinen Wirbelsäulen-Bechtis eher seltener mit Augenentzündungen zu tun haben
Das wurde auf dem Patientenseminar auch gesagt, aber auch hier wie immer und überall gilt: Ausnahmen bestätigen die Regel
Eure
Kira
Hallo Jutta,
mir ist da so , aber ich bin nicht sicher.
Gab es da nicht eine Methode ein Öl ( ähnlich wie bei der Vitrektomie) in den GK zu füllen, um den Druck zu stabilisieren?
*grübel*
Ich muß mal nachlesen am WE, hab Notizen gemacht beim Seminar.
Schöne Grüße
Kira
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