Vollständige Version anzeigen : Termin absagen? (Rheumatologie)
Herbstlaub
26.01.2004, 21:41
Ein herzliches Hallo an alle!
Seit ca 3 - 4 Wochen lese ich (w. 42) bei euch mit :-). Nach kurzer Zeit habe ich gedacht, ihr könnt euch wirklich virtuelle "Familie" nennen, so wir ihr miteinander umgeht.
Dieses Verständnis und der angenehme Ton hier lassen mich nun wagen, eine Frage zu stellen. Ich hoffe, es klingt für euch nicht lächerlich.
Für den Sommer habe ich einen Termin bei einer Rheumatologie, bin nun unsicher, ob ich den absagen soll.
Seit gut 3 1/2 Jahren habe ich Rückenbeschwerden, die zunächst durch einen Unfall ausgelöst wurden. Wirbelfraktur, Bandscheibenvorfall wurden behandelt - so weit so gut. Vor ca. 2 Jahren hatte ich "andere" Beschwerden (untere WS), die sich langsam verschlimmerten. Natürlich hing lt. Arzt alles mit Bandscheibenvorfall und Folgeschäden v Unfall zusammen - aber "es" war für mich anders. Als ich einen schrecklichen Herbst/Winter 2002/2003 hinter mir hatte, ging ich zu einem anderen Orthopäden. Er sprach von Entzündungen (untere LWS).
Damals konnte ich nur wie eine Oma vom Stuhl aufstehen, morgens wachte ich mit Schmerzen auf und es dauerte, bis ich dann gerade gehen konnte. Im Laufe des Vormittags wurde es nach 1 bis 2 Stunden besser, wenn ich mich bewegte.... nur nicht stehen bleiben. Ich hätte manches Mal beim Einkaufen in der Warteschlange an der Kasse heulen können und wußte nicht mehr wie ich noch stehen sollte.
An Arbeitstagen (2-3 pro Woche) war das Sitzen nach 2 Stunden eine Qual - ich hatte ja vorher kaum Bewegung. Die stärksten Schmerzen waren dann in der BWS (drückend) nach 2 Std. am Schreibtisch und untere LWS.
Der Orthopäde gab mir damals lange homöopathische Mittel, die nicht halfen. Später ging ich zu einem anderen - kam mir schon blöd vor. Der diktierte seiner Helferin etwas von ISG, ging aber nicht näher darauf ein, sondern meinte, da ich ja schon so lange Schmerzen hätte, wäre eine Schmerzklinik angebracht. Auf meine Schmerzen im Schultergelenk ging er garnicht ein. Es ging alles ruck zuck, KG-Rezept, Schmerzmittel - wiederkommen. Beim nächsten Mal wieder KG, Medis - Fragen nicht möglich - ruck zuck war er draussen.
Okt. 03 noch ein Versuch - Neurochirurg - ISG - Injektionen, auf die ich allergisch reagierte. Resultat: er könne nichts mehr für mich tun, da Spritzen zu gefährlich wären. Als er ging, blieb ich wie deppert sitzen - er bemerkte es und meinte.. naja, ich könnte ja nochmal wiederkommen. Keine Alternative - kein Gespräch möglich.
Nun wollte ich keinen Arzt mehr "besuchen" :-), aber wie ihr wißt - Schmerzen machen mürbe.
Also stöberte ich im Internet - suchte bzgl. ISG - las etwas über entzündliche Erkrankungen - landete letztendlich bei euch und las mit.
Dann habe ich mir einen Termin bei der Rheumatologie geben lassen - für Sommer 04.
Und nun...: seit ca. 2 Wochen sind meine Beschwerden erträglicher - im letzten Sommer hatte ich schonmal eine kurze bessere Phase. Allerdings blieben die Schmerzen beim längern Sitzen.
Nun bin ich morgens nicht mehr so steif, habe Schmerzen, die ich so auch nicht "für immer" akzeptieren könnte, aber damit extra zur Rheumatologie? Die lachen mich wahrscheinlich aus, oder? Morgens stehen bleiben oder sitzen ist immer noch schmerzhaft, aber ich komme halt schon viel besser vom Stuhl hoch, als in schlimmen Zeiten. Wahrscheinlich passen auch garnicht die drückenden BWS-Schmerzen im Sitzen zu Entzündungen. Sie treten auch auf, wenn ich längere Zeit leicht vorn übergebeugt stehen muss (Küche usw.). Immer wieder habe ich das Gefühl, dass ich mal "kräftig" durchatmen muss, so in den Bauch hinein (schwer zu beschreiben). Meine Tochter meinte dann schon, mir "passt dann etwas nicht" :-), weil ich so tief druchatme (um mal wieder richtig Luft zu haben).
Schultergelenk war damals nur für eine gewisse Zeit schmerzhaft - bisher nicht wieder.
Medis: Tramadol, hilft aber nicht so recht - oder haut mich um - je nach Menge.
Oh je, nun ist es ein halber Roman geworden, aber ich weiß nicht mehr so recht weiter. So darf es nicht bleiben, da ich nicht voll arbeitsfähig/belastbar bin und das sehr wichtig für mich wäre.
Für einen ehrlichen Rat wäre ich dankbar, denn ich möchte nicht als Hypochonder - oder wie nennt man das ;) - in der Rheumatologie stehen.
Viele Grüße
Herbstlaub
PS: Habe noch etwas vergessen. Mit Anfang 20 begann eine echt schlimme Zeit mit Durchfällen, die mein Leben sehr beeinträchtigt haben. Mein Hausarzt sagte damals, dass es wohl psychisch bedingt sei. Irgendwann wollte er mir keine Immodium u.ä. verschreiben. Nach über 10 Jahren Quälerei half mir eine Eigenbluttherapie. Durchfälle habe ich seit ca. 2 Jahren wieder - aber längst nicht mehr so schlimm.
Jetzt aber Schluß
LG Herbstlaub
Hallo Herbstlaub,
erst einaml ein herzliches Willkommen in unserer Mitte.
Komm herein und fühle dich wohl bei uns.
Für mich hört sich das ganze sehr stark nach Bechterew an, was du da beschreibst.
Ich würde diesen Termin mit dem Rheumathologen nicht
absagen. Gehe hin und lass dich untersuchen und sprich diesen
Arzt auch mal direkt auf MB an.
Außerdem kann ich dir nur empfehlen mit MB funktionstraining anfangen.
Ich sage immer je früher man damit anfangen kann umso weniger wichtige Zeit geht da verloren.
Ich wünsche dir viel Glück
einen schönen Gruss
der Graf
Uwe
:rolleyes: :rolleyes:
Liebes Herbstlaub,
wie gut kenne ich Deine Geschichte...bei mir fing auch alles mit einem Bandschiebenvorfall an und dann war es Fibromalygie und nun schwanke ich zwischen Simulant ( so heißt es) und sehr wahrscheinlich Bechti. Ich lebe jetzt wie ein Bechti. Ist einfach besser für mich. Könnte natrülich noch mal 10 Jahre warten...und dann bin ich total im Eimer....
Das Einzigste was mich verwundert, ist dass du erst im Sommer einen Rheumatermin hast. Geht das nicht eher ?
Das mit den "mir gehts gerade gut " ist typisch. Kann länger anhalten, aber auch schnell wieder vergehen. Mir gehts zur Zeit auch schmerzmäßig besser. Wegen dem Wetter ????????? Immer wenn es kalt ist, ist es so....Bleib am Ball, laß Dich nciht abschütteln....
Liebe Grüße
Andrea
Claudia_1975
27.01.2004, 09:06
Hallo Herbstlaub,
erstmal herzlich Willkommen.
Deine Beschwerden klingen wirklich so, als ob Du unbedingt zum Rheumatologen müsstest. Den Termin würd ich auf keinen Fall absagen. Den langen Weg zur Diagnose hatten wir alle und sicherlich wurde der Ein oder Andere (falls nicht alle) oft als Simulant behandelt. Als mein ISG mich so plagte, dass ich nicht auftreten konnte, war die Diagnose z.B. "Vorwölbung der Bandscheibe", der Krankengymnast hat dann sein übriges getan, indem er meinte, jedesmal müsste er mir die Hüfte einrenken, als ich vor Schmerzen schrie, meinte er, ich solle mich nicht so anstellen, mit mir wäre keine Therapie möglich. Heute hab ich Gewissheit und bin ganz froh darüber.
Schöpfe alle Möglichkeiten aus, nenne dem Arzt ALLE deine BEschwerden und lasse evtl. auch das Wort Bechterew einfließen.
Liebe Grüße
Claudia
Turbo Biene
27.01.2004, 09:39
Liebes Herbstlaub ;)
:musik: Herzliche Willkommens Grüsse bei unsere Familie, komm nur rein, da gibts noch viel Platz....und fühle Dich einfach wohl ;)
Es gibt vieles in Deine Geschichte die ich Dir nachfühlen kann....vieles erlebtes.....und die selbe Unsicherheiten....und auch Ängste.....die Frage, soll ich beim Arzt absagen? meine Meinung ist...auf KEINEN FALL!!
Ich empfehle Dir zu gehen und zwar schau doch ob Du nicht früher gehen kannst bevor ev. ein grösseren Schub kommt.....
Es war schon mein Fehler, eigentlich habe ich auch das falsche gemacht.....ich habe so vieles vorher gemacht das ich denken muss...hätte ich nur drängt für zum Rheumatologue, wäre ich heute vielleicht auch nicht in so einen langer Schub....häufig habe ich gedacht...so wie Du..."es geht im moment gerade" aber der nächste Schub kommt bestimmt aber anders, andere Schmerzen und bin wieder irgend zu einem Arzt...Orthopäde der mich knapp anschaute und mir eine Infiltration gemacht hat im Rücken BWS....Resultat, ich konnte nicht mehr Voll einathmen und musste 3/4 Stunde in die Praxix bleiben und bekam nocht schmerztbl. ich konnte unmöglich zum Parking gehen und verschwiegen denn Auto fahren!!!!!
Endlich zu Hause...und zwei Tagen später habe ich Ihm angerufen um zu sagen das es viel schlimer sei....Er sagte: es sei normal, ich muss nur Geduld haben!!!! :mad:
Es gab zu viele sollche Situationen.....und damit möchte ich Dir MUT machen zum Rheumatologue zu gehen und wie Dir unser Graf schon empfohlen hat, Ihn auf MB anzusprechen....sag Ihm ruhig das Du es wissen willst.....Du hast das Recht eine Diagnose zu haben!
Das wegem sitzen und stehen....ist für mich das schlimmste....ich kann momentan nirgens einfach ruhig sein...es ist immer ein "geranggel" ...stehen, wippe ich immer von ein Bein auf das andere und sitzend "rangge ich eben immer und muss wieder aufstehen und rumlaufen!
Liebes Herbstlaub.....auch bei mir ist es mittlerweile ein Roman geworden.....sorry :o
Ich wünsche Dir, das Deine Schmerzen nachlassen und hoffe Du machst der richtigen Entscheid.....ich drücke Dir die Daumen und denke an Dich......
Sag doch wenn das Du Dein Termin hast....So wegen meine Daumen :p :rolleyes: das die noch Kraft haben wenn's dann so weit ist :D :D
Alles liebe
Turbo Biene ;)
Hallo Herbstlaub,
erst einmal ein Herzliches Willkommen bei uns in der großen Familie.
Ich würde dir raten den Termin auf jeden Fall einzuhalten und nicht abzusagen! Wer weiß was noch so passiert bis zum Sommer!
Allerdings würde ich probieren einn früheren Termin zu bekommen.Laß auf jeden Fall den HLAB 27 Blutwert bestimmen.
Ich bin auch ein Fan von Eigenblutbehandlung, hat mir auch schon sehr geholfen! Und Homöopathie zur Unterstützung find ich auch Klasse nur als alleiniges Mittel hat es bei mir auch keinen Erfolg gezeigt.
Liebe Grüße
Sabine
Engelbert
27.01.2004, 12:47
Hallo Herbstlaub
Zunächst einmal ein herzliches willkommen hier.
MB ist eine schubweise auftretende Erkrankung, das heißt das Deine jetztzige besserung eigentlich ganz normal für diese Erkrankung ist und kein Fachmann Dir daraus einen Simulanten machen kann.
Auch sollte mittlerweise der Befund röngenologisch sichtbar sein falls es den MB ist.
Was die Durchfälle angeht so denke ich das geklärt werden sollte ob es sich um Morbus Chron handelt, eine Erkrankung die den Bechterew sehr oft begleitet.
Wie auch alle anderen bin ich der Meinung das Du den Termin beim Rheumatologen auf keinen Fall absagen solltest, auch Dein Hausarzt kann vorher einige Untersuchungen machen um den Verdacht zu erhärten, es gibt da die Zeichen nach Schober und Ott, den Mennellschen Handgriff sowie die Untersuchung des Blutes auf den Gewefaktor HLA B 27 hin.
Wünsche Dir das Du schnell zu einer gesicherten Diagnose kommst.
Engelbert
P.S. Ich liebe die Herbstfärbung des Laubes
Hallo Herbstlaub,
auch von mir ein recht herzliches Willkommen in unserer Runde :).
Deine Symptome erinnern sehr an einen Morbus Bechterew und es in meinen Augen ein großer Fehler, den Termin beim Rheumatologen abzusagen und ihn auf MB anzusprechen.
Alles Gute
uedeke:)
schnegge
27.01.2004, 13:07
hallo Herbstlaub,
ersteinmal ein ganz herzliches Willkommen hier.
Sag deinen Termin beim Rheumatologen auf gar keinen Fall ab. Versuch doch ihn vorzuverlegen und nehme auf jeden Fall die Auflistung deiner Beschwerden mit. Schreib dir auch die Kleinigkeiten auf, die dir eigentlich unwichtig erscheinen ( so ein Zipperlein hier und da ...)
Da auch ich lange in der "Bandscheibenschublade" gesessen habe kann ich dir nur raten deine Beschwerden ernst zu nehmen. Vor allem dieses, ich weiß das dieser Schmerz anders ist. Für Orthopäden kaum vorstellbar, dass man den Schmerz unterscheiden kann?!?aber ich wußte damals auch, dass da noch etwas anderes ist als die Bandscheibe. In der Reha hat man mir dann die ersten "Verschleißerscheinungen in den ISG bestätigt". Hat nur 10 Jahre lang keinen interessiert.
Als ich im September zum Rheumatologen gegangen bin, war alles, bis auf die ISG 'S akut. Die hat er dann aber auch abgecheckt und die Veränderungen waren auch ohne akute Entzündung gut zu erkennen.
Viel Erfolg und lieben Gruß
Margot
Hallo Herbstlaub, sei gegrüßt! Ich bin auch ein Frischling hier und kann Dir nur raten wie alle anderen den Termin zu greifen, denn ich habe selber erst im April einen und versuche bis dahin soviel wie möglich zu erfahren und zu lernen. Denn dafür gibt es hier genug Möglichkeiten.
Ich werde mir auch einen Zettel machen mit allen Informationen, damit ich bei dem Termin im April nicht untergehe, genau so wie Margot es dir auch geraten hat.
Viele Grüße: Stefan
Herbstlaub
27.01.2004, 20:10
Hallo liebe MBler, erstmal an alle:
vielen vielen Dank für eure schnellen Antworten - ich habe mich echt gefreut darüber. Vorgestern hatte ich mehrmals als Gast versucht meine Frage zu stellen, da ich dachte, so als Nicht-MBler gleich hier "reinzukommen", sei unpassend - aber es hat nicht geklappt.
Nun wurde ich so nett hier empfangen, ich denke, ich bleibe :-) - egal wie die nächsten Wochen verlaufen. Vielleicht kann ich ja auch mal bei allgemeinen Themen (Schmerzen, Lebensfreude usw.) meinen Senf dazu geben - bis ich mehr weiß.
Eure Ratschläge den Termin nicht abzusagen, haben mir sehr geholfen - ich bin nun ganz beruhigt und gehe einfach hin.
@Graf Uwe: Ich habe hier zwar schon viel gelesen, aber wo erfahre ich denn Genaueres über das Funktionstraining? Ich möchte natürlich nicht gleich eine MB-Gruppe oder meine Physiotherapeutin ansprechen, da ich ja keine Diagnose habe. Gibt es schriftliche Anleitungen?
@ Andrea: Vielleicht kann mein Hausarzt mir einen früheren Termin besorgen, falls es wieder schlimmer wird. Mit dem Wetter hängt bei mir wohl auch sehr viel zusammen. Regen, Sturm :-) kann ich meist morgens schon ankündigen.
@ Claudia In diese Simulanten-Ecke werden scheinbar viele Rückenkranke geschoben - leider. Mit dem `ALLE Beschwerden nennen´ hab ich irgendwie ein Problem, erst recht mit dem Einfliessen lassen von MB z.B. - ahne es schon. Die Ärzte, die ich bisher kennengelernt habe, waren immer unter Zeitdruck - bis auf meinen ersten (nach Unfall), aber der war nach Monaten genervt, da er immer wieder sagte, nur eine Bandscheiben-OP würde helfen und ich wollte nicht. Ich habe keinerlei Ausfälle und auch schon lange keine akuten Nervenschmerzen mehr.
Ich bewundere immer die Patienten, die hartnäckig bleiben und ein kurzes Gespräch mit dem Arzt führen, ohne dass er schon nach wenigen Minuten den Türgriff in der Hand hat.
@ Turbo Biene Danke, ich sage Bescheid, wenns soweit ist zum Daumendrücken :-). Scheinbar haben die meisten hier einen langen schmerzhaften Weg hinter sich, bevor sie die richtige Hilfe bekamen.
Mir geht es auch so mit dem Bewegen - ich muss wohl manchmal schon wie ein hyperaktives Kind aussehen. Als schrecklich habe ich noch die Sylvesterfeier in Erinnerung - nur ruhiges Essen mit lieben Freunden - aber ich musste ja mindestens bis zum neuen Jahr am Tisch durchhalten :-) und wollte die anderen nicht mit meinem Gezappel nervös machen. Eigentlich blöd, ich weiß.
@ Sabine Wo du das nun noch erwähnst - vielleicht sollte ich nochmal eine Eigenbluttherapie machen lassen - gute Idee.
@ Engelbert Ich werde mal schauen, was mein Hausarzt machen kann. Eigentlich ist es ihm am liebsten, man sagt, welche Medis man braucht und dann is gut. Auf eine Blutuntersuchung hatte ich in meiner schlimmeren Phase mal gedrängt. Er meinte nur, ein Entzündungswert war erhöht, aber das könnte viele Ursachen haben. Er wollte abwarten und damals habe ich auch noch nicht so viel über mögliche Entzündungen im Rücken gewußt, wir haben es dann nicht weiter verfolgt.
Irgendwann ist man die Arztrennerei auch leid, aber trotzdem nicht zufrieden. Das Lesen auf dieser HP spornt langsam an, doch weiter zu "suchen".
....ja, die Farben von Herbstlaub sind einfach wunderschön!
@ uedeke Wie gesagt, mit dem Ansprechen auf MB muss ich mich wohl dann überwinden - mal schauen :-).
@schnegge Ja, ich kann meine Schmerzen auch ein bisserl unterscheiden und seit der eine Doc auf eine Stelle gedrückt hat - Aua - und er spontan sagte "ja, das ist das ISG", da war ich froh, dass endlich jemand genau die richtige Stelle gefunden hatte. Und genau da ist immer etwas zu spüren - nur im Mom bringt es mich nicht zur Verzweiflung.
@ Brenner Dann hast du auch keine "richtige" Diagnose? Das mit dem Zettel werde ich mir überlegen. Du bist ja früher dran als ich, dann wünsche ich dir einen GUTEN Arzt!
Allen eine möglichst schmerzarme Nacht wünscht
Herbstlaub (froh, sich hier doch angemeldet zu haben)
PS: Die nächsten Beiträge werden dann auch nicht mehr so lang!
Hallo Herbstlaub,
du kannst beim Verband DVMB eine Schriftenreihe zu dem Thema
Bechterewgymnastik bestellen. Außerdem kannst du auch einen
Kalender bestellen mit Übungen für jeden Tag.
Du bekommst weitere Information unter folgendem Link:
bechterew / Kalender
Glaub mir dies Teil ist sein Geld wert, wenn man sich nicht gleich
einer Bechtigruppe anschließen möchte.
einen schönen Gruss
der Graf
Uwe
:rolleyes: :rolleyes:
Engelbert
27.01.2004, 20:33
Hallo Herbstlaub
Also noch eins, als als nicht diagnostiziertem sondern nur Verdachtsbechti steht Dir die Krankengymnastik zu.
Selbst auf die Gefahr hin die mittlere Diagnosedauer von zur Zeit ca. 5 Jahren auf 20 Jahre zu verlängern kann ich Dir diese Bewegungsübungen nur empfehlen. Es ist die einzige Wirksame und Nebenwirkungsfreie Medizin die wir haben, falls wir körperliches Wohlbefinden und sich fast normal bewegen können nicht als Nebenwirkung ansehen.
Engelbert
Hallo Herbstlaub,
erstmal auch von mir
Herzlich Willkommen in unerser großen Familie! :) :) :)
Ich bin, wie alle anderen der Meinung, dass du so schnell wie möglich zum (internistischen) Rheumatologen gehen solltest. Du scheinst gerade in einer Schub-Pause zu sein, aber der nächste Schub kommt vermutlich irgendwann... .
Das 'internistisch' ist bei dir wegen der Durchfall-Vorgeschichte besonders wichtig, immerhin können Durchfallbakterien eine reaktive Arthritis auslösen, die in MB enden kann - ganz abgesehen von der möglichen Diagnose Morbus Crohn.
Bevor du zum Rheumatologen gehst, solltest du auf jeden Fall aktuelle Blutwerte machen lassen (CRP, BSG, RF, großes Blutbild, evtl. Antikörper gegen Yersinien etc - alle die Bakterien, die reaktive Arthritis auslösen können).
Es kann auch gar nicht schaden, diese Werte in nächster Zeit, um Ostern rum und im Sommer untersuchen zu lassen, damit du mal einen Verlauf hast, den du dem Rheumatologen unter die Nase halten kannst.
Auch aktuelle Röntgenbilder vom ISG und evtl. eine 3-Phasen-Szintigraphie oder ein MRT mit Kontrastmittel könnte man schon vorher machen lassen (vom Hausarzt oder Orthopäden Überweisung geben lassen); wenn du die Berichte und Bilder mitnimmst, sieht der Rheumatologe gleich, woran du bist und kann gleich die richtige Behandlung starten, ohne dass nochmal mehrere Wochen ungenutzt ins Land gehen.
Wenn du bis dahin was gegen die Schmerzen tun willst (die ja ein Zeichen für eine evtl. zerstörerische Entzündung sein können), solltest du dir (vom Hausarzt) NSAR (nicht-steroidale Entzündungshemmer) verschreiben lassen, z. B. Diclofenac, Ibuprofen, Piroxicam oder, bei Magenproblemen, Celebrex oder Vioxx.
Die ganze Zeit immer nur die Schmerzen ertragen kann nämlich nach hinten losgehen: dann können die Schmerzen chronisch werden und sind nur noch ganz schwer wegzukriegen.
Und nicht vergessen: turnen, turnen, turnen!!!!
Ich habe den DVMB-Gymnastikkalender (siehe Uwes 2. Link) und finde den klasse - besonders, seitdem ich mir für ein paar Euro ein Thera-Band geholt habe, das sind die schönsten Übungen.
Ansonsten hat Engelbert recht, auch bei MB-Verdacht kann dir dein HA oder Orthopäde Krankengymnastik verschreiben - und sollte das auch tun, schon um mögliche Verschlimmerungen zu verhindern.
So, jetzt habe ich auch einen Roman geschrieben (ich glaube, ich bin hier schon dafür verschrien ;) :p :D )!
Liebe Grüße
Lydia
Herbstlaub
27.01.2004, 22:12
Hallo zusammen,
hallo Graf,
danke für die Links! Von dem Kalender habe ich hier ja schon mehrmals gelesen und werde ihn wohl bestellen.
Allerdings muss ich zugeben, dass ich _gedanklich_ noch kein Verdachtsbechti bin (ist mir heute Abend aufgefallen). Ist schon komisch, da kam mir in letzter Zeit beim Lesen so einiges bekannt vor, und nun... ich hatte wohl gedacht, ihr würdet schreiben, das kann nicht, das sieht nicht so aus oder so ;) . Nicht dass es mich umhauen würde, dazu habe ich schon zu viele Nackenschläge bekommen und mich doch wieder hochgerappelt.
Aber der Gedanke, diese Schmerzen der letzten Jahre hätten endlich einen Namen und könnten zielgerichtet behandelt werden, kommt mir so fremd vor. Es wäre wie eine Erlösung - wißt ihr, wie ichs meine?
Oh Engelbert, das mit der Diagnosedauer hört sich immer wieder erstaunlich an. Die Frage ist, liegt es an der Krankheit oder an manchen Ärzten? Egal - die Bewegungsübungen muss ich mir wohl dick hinter die Ohren schreiben.
Hi Lydia, danke für deinen Roman ;) , hat mich gefreut. Du hast ja alle Untersuchungen, die man braucht um festzustellen ob oder ob nicht, aufgelistet. Ich weiß nicht, ob mein Hausarzt mich ernst nehmen würde, wenn ich ihm das alles anrate. Mal sehen, aber es ist gut zu wissen, worauf man achten muss. Nach KG werde ich auf jeden Fall fragen und ein Theraband habe ich auch, aber ehrlich gesagt inzwischen vernachlässigt, weil ein ganz "normaler" Tag schon die reinste Anstrengung war. Jetzt wäre sicher ein guter Zeitpunkt etwas zu tun.
Schmerzmittel hatte ich schon einige wegen Bandscheibenvorfall, aber immer mit Nebenwirkungen im Magen-Darm-Trakt. Vioxx und Celebrex hatte ich noch nicht. Danke!
Viele Grüße
Herbstlaub
Hallo Herbstlaub,
auch ich hatte schon viele Probleme mit Medis und dem Magen.
Ich nehme inzwischen Vioxx 25 mg und Tramal long 200 und muss
sagen das ich es ganz gut vertrage. Inzwischen nehme ich sie aber
auch nicht mehr jeden Tag, sondern nur bei Bedarf.
einen schönen Gruss
der GRaf
Uwe
:rolleyes: :rolleyes:
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