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Vollständige Version anzeigen : Sind das die "normalen" Schmerzen


Muckel
26.01.2004, 10:53
Hallo!

Habe zwar keinen "richtigen" MB, aber eine Spondarthritis.

Hatte bisher 3 Mal einen richtigen Schub im Bereich der Wirbelsäule, mit höherem Cortison, NSAR und doppelter Basistherapie (MTX, Sulfasalazin) habe ich das aber ganz gut in den Griff bekommen.

Ende Dezember hatte ich einen Schub, der fast alle Gelenke betroffen hat. Als dieser durch Cortison wieder zum Stillstand gekommen ist, merkte ich erstmal, wie weh mir meine WS und die ISG taten.

Seit nun fast 4 Wochen habe ich so starke Schmerzen in der WS, daß ich morgens manchmal kaum aufstehen kann. Ohne Tramal und NSAR geht gar nichts. Im Tagesverlauf bessern sich die Beschwerden, so daß ich schon denke, daß sie durch Entzündungen bedingt sind.

Inzwischen ziehen die Schmerzen bis zum Anfang der BWS hoch, teilweise muckt der Nacken noch ziemlich stark.
Merke außerdem, daß die Bewegungsfähigkeit doch stark abnimmt, habe bisher zwar (noch) keine Verknöcherungen, aber die Angst davor wächst mit jedem Tag mit den starken Schmerzen.

Stehen ist kaum noch möglich, lange in einer Position verharren auch nicht.

Habe bemerkt, daß im unteren Kreuz- und WS-Bereich auch die Haut sehr empfindlich ist, die Muskeln ebenso.

Die Schmerzmittel lindern zwar die Beschwerden, weg sind die Schmerzen aber nie!:(

Sind das immer noch die "normalen" Entzündungsschmerzen, oder klingt das eher nach etwas anderem?:confused:

Habt Ihr auch die "Berührungsempfindlichkeit" im Rücken über den betroffenen Arealen?:confused:

Wie komme ich aus dem Schub raus bzw. wie kriege ich meine Schmerzen in den Griff?:confused:

Gymnastik mache ich übrigens regelmäßig, da sonst die Schmerzen überhaupt nicht nachlassen!

Über Ratschläge wäre ich wirklich dankbar!

Vielen dank für's Lesen

Muckel
:danke:

Jürgen
26.01.2004, 12:00
Hallo Muckel,

woher weißt Du, dass es mittlerweile nicht doch ein MB geworden ist? So wie Du es schilderst hört es sich ganz danach an... Verknöcherungen sind im Anfangsstadium nur mit dem MRT festzustellen, das häufig aus Kostengründen nicht gemacht wird. Du könntest versuchen Deine Diagnose in einer Rheumaklinik noch einmal "überarbeiten" zu lassen und dann evtl. TNF- alpha Blocker zu nehmen, da die üblichen Basistherapien bei Dir scheinbar keinen Erfolg zeigen. Mir haben sie sehr geholfen und die Nebenwirkungen waren verschwindend gering, allerdings können gravierende Nebenwirkungen auftreten. Sollte der Leidensdruck hoch genug sein, ist man aber schnell geneigt, das Risiko einzugehen ;) .

Wünsche Dir wenig Schmerzen
Jürgen

Muckel
26.01.2004, 13:17
Vielen Dank schon mal für Dein Antwort Jürgen!

Die Diagnose wurde im Dezember nochmal in einer Rheumaklinik bestätigt.

Im ISG ist eine Sacroiliitis 1. Grades, keine Verknöcherungen an der WS, aber eine nicht unerhebliche periphere Gelenkbeteiligung.

Die periphere Gelenbeteiligung ist durch die Basistherapie gut in den Griff bekommen worden, an der WS hilft sie nur leider herzlich wenig.

Da ich durch die aggressive Therapie kaum Schäden habe, die Blutwerte gut sind und es kein "richtiger MB" ist, kommen die TNF-Alpha-Blocker zur Zeit nicht in Frage.

Deshalb würde ich gerne wissen, was sonst noch (kurzfristig) was bringen könnte!

Gast_02
26.01.2004, 15:08
Hallo Muckel,

für mich hört sich das auch nach Bechterew an was du da so beschreibst.
Vielleicht wäre es auch ratsam überhaupt die Medis zu wechseln,
oder etwas anderes auszuprobieren, nur so kannst du deinen Schmerz
auch wieder unter Kontrolle bekommen.
Bei mir war es auchschon einige male der Fall das die Medis nicht mehr wirkten.
Sprich mal mit deinem Arzt darüber, was er dazu meint.
Womit ich auch sehr gute Erfahrungen habe, sind Pantazol 40 und
Pantazol forte, aber das sollte dein Arzt entscheiden weil er dich besser kennt.

Einen Versuch ist aber wert.

einen schönen Gruss

der Graf

Uwe

:rolleyes: :rolleyes:

Muckel
26.01.2004, 15:36
Hallo Graf,

vielen Dank erstmal!

Bekomme Pantozol 40 schon seit einem Jahr, sonst würde mein Magen sicher schon nicht mehr bestehen, bei den ganzen Medis!

Habe fast alle NSAR durch, selbst die Cox2-Hemmer, so daß da nicht mehr viel bleibt.

Mit den Basismedis ist das so eine Sachen, da Sulfasalazin noch ein wenig mit auf die Wirbelsäule einwirken solllte und die periphere Gelenkbeteiligung dadurch halbwegs in Schach zu halten ist, mit dem MTX und Cortison inzwischen wenigstens Ruhe gibt, ist ein Wechsel schwierig.

Du weißt ja selber, wie wenig die anderen Basismedis an der WS helfen (eher gar nicht), und da der Schub jetzt halbwegs bis auf die WS eingedämmt ist, möchte mein Rheumatologe da nicht unbedingt was dran rütteln. Hat immerhin ein Jahr gedauert, bis die periphere Gelenbeteiligung so war wie jetzt.

Bin schon mal froh, daß es sich zumindest scheinbar um den "normalen" entzündlichen Wirbelsäulenschmerz handelt. Die Berührunngsempfindlichkeit und die Tatsache, daß ich nicht lange stehen oder sitzen kann, stören mich schon sehr! Aber den Schmerz müßte ich dann eigentlich mit einem Wechsel der NSAR in den Griff bekommen, vielleicht probiere ich mal wieder Rantudil forte, die haben letztes Jahr eine Zeitlang gut geholfen- vielen Dank für den Tipp mit dem Wechsel!

Liebe Grüße

Muckel

Engelbert
26.01.2004, 15:50
Hallo Muckel

Ich glaube was Dir vielleicht hilft im Momment wäre eine Kur, noch schneller geht es wenn du Dich in eine Rheumatologische Akutklinik einweisen läßt.

Das ist zwar nichts anderes als eine Kur, geht aber von der Bewilliigung her schneller und bringt wohl von der diagnostischen Seite her mehr.

In der Hoffnung das Du Deinen Schub unter Kontrolle bekommst

Engelbert

Ulmka
26.01.2004, 18:16
Hallo Muckel,

bei meinem ersten Schub im Sommer hatte ich auch schon reichlich NSAR durch; der Doktor in der Akutklinik hat dann ein uraltes Medikament - Ambene (= Butazolidin) - aus dem Hut gezaubert, und das hat geholfen.

Allerdings steht im Beipackzettel, man soll es höchstens 2 Wochen nehmen. Da der Dok auch nach 5 Wochen keine Anstalten machte, etwas anderes zu verschreiben, habe ich dann auf eigene Faust gewechselt (bin jetzt bei Piroxicam) - und es ist gut gegangen, der Schub ist weggeblieben.

Was ich in der Rheumaklinik zu Medis und KG noch bekam war Massage, Rheumabad, Kältekammer und Wassergymnastik.

Vielleicht kannst du ja versuchen, auch solche Zusatzbehandlungen zu bekommen - schaden kanns nicht.

Liebe Grüße

Lydia

bodojannasch
26.01.2004, 19:14
Hallo Muckel,es hat Dich aber erwischt.Ich melde mich,weil Deine Zustandsbeschreibung fast meiner aus der Vergangenheit gleicht.
Bei mir waren es die normalen Entzündungsschmerzen.Die Schubabstände zeitlich wurden immer kürzer.Die ISG Gelenke fingen sachte an,bis es nur noch eine Qual war.Die Medis halfen nur bedingt.Tramal war am hilfreichsten.Da war ich aber auch schon auf 4 Stk 100ter pro Tag.Genau alles wie bei Dir.Nun bekomme ich Remicade seit Oktober 2003.Ich bin ein völlig anderer Mensch.Selbst in der Rehaklinik damals konnte keiner helfen.Nach Gymnastik war mir nicht.Von Gruppengymnastik ging es auf Einzelchirogymnastik.So heftig war das.Jetzt habe ich ca 20 % der Schmerzen nur noch,so hilft das umstrittene Medikament.Ich denke nur noch an jetzt,die Sekunde im Moment.Morgen juckt mich nicht.Bin drüber weg.Die Berührungsempfindlichkeit ist die Entzündungsschmerz.Die Entzündungen müssen raus.Der richten die bösen Schäden an.Muß aufgehalten werden.Die Remicade tun das.Ibuprofen war auch ganz wirksam,aber nur 3 Wochen.Egal,welche Medis,wichtig ist die Wirksamkeit.Wer die Knallerschübe hatte,weiß was da an Leid abgeht.Eine MRT Aufnahme mit Kontrastmittel ist wohl mal fällig,um die ISGs zu beobachten.Möglich ist ja,dass ein MB da ist,der auch so behandelt werden muß.Möglich ist doch alles.Ich wink nur noch ab bei den eigenartigen Erscheinungen manchmal.Ich wünsche Dir den Schubwegjaghund von ganzem Herzen.Lass den Kopf nicht hängen,ich weiß wovon Du sprichst.Liebe Grüße an alle von Bodo.:)

bodojannasch
26.01.2004, 19:18
Hallo Muckel,es hat Dich aber erwischt.Ich melde mich,weil Deine Zustandsbeschreibung fast meiner aus der Vergangenheit gleicht.
Bei mir waren es die normalen Entzündungsschmerzen.Die Schubabstände zeitlich wurden immer kürzer.Die ISG Gelenke fingen sachte an,bis es nur noch eine Qual war.Die Medis halfen nur bedingt.Tramal war am hilfreichsten.Da war ich aber auch schon auf 4 Stk 100ter pro Tag.Genau alles wie bei Dir.Nun bekomme ich Remicade seit Oktober 2003.Ich bin ein völlig anderer Mensch.Selbst in der Rehaklinik damals konnte keiner helfen.Nach Gymnastik war mir nicht.Von Gruppengymnastik ging es auf Einzelchirogymnastik.So heftig war das.Jetzt habe ich ca 20 % der Schmerzen nur noch,so hilft das umstrittene Medikament.Ich denke nur noch an jetzt,die Sekunde im Moment.Morgen juckt mich nicht.Bin drüber weg.Die Berührungsempfindlichkeit ist der Entzündungsschmerz.Die Entzündungen müssen raus.Die richten die bösen Schäden an.Muß aufgehalten werden.Die Remicade tun das.Ibuprofen war auch ganz wirksam,aber nur 3 Wochen.Egal,welche Medis,wichtig ist die Wirksamkeit.Wer die Knallerschübe hatte,weiß was da an Leid abgeht.Eine MRT Aufnahme mit Kontrastmittel ist wohl mal fällig,um die ISGs zu beobachten.Möglich ist ja,dass ein MB da ist,der auch so behandelt werden muß.Möglich ist doch alles.Ich wink nur noch ab bei den eigenartigen Erscheinungen manchmal.Ich wünsche Dir den Schubwegjaghund von ganzem Herzen.Lass den Kopf nicht hängen,ich weiß wovon Du sprichst.Liebe Grüße an alle von Bodo.:)

bodojannasch
26.01.2004, 19:19
Irgendwie ist das doppelt beim verschicken angekommen.